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dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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1

Dienstag, 10. November 2015, 22:13

Zillertalbahn in Finanznöten

Laut TR EU-Issue 239, November 2015, S. 44, kommt die Zillertalbahn aus den roten Zahlen nicht heraus. Nach einem Minus von 100.000 € im Jahr 2013 beträgt das Finanzloch für 2014 sogar 900.000 €.
Die Gründe dafür sind vielfältig:
1. Die Entgelte für öffentliche Leistungen (Schülerfreifahrten etc.) fielen geringer aus als erwartet.
2. Der Güterverkehr liegt mehr oder weniger brach.
3. Die Dampfzüge werden immer weniger genutzt. Im Jahr 2000 wurden fast 100.000 Fahrgäste gezählt, 2013 waren es noch ca. 40.000, 2014 nur mehr ca. 32.000 Fahrgäste. Ab 2016 werden die Dampfzüge nur mehr an fünf Tagen pro Woche geführt. Die Fahrten für Hobby-Lokführer werden überhaupt eingestellt.

Die Zillertalbahn steht außerdem vor dem Problem der dringenden Erneuerung der Triebwagenflotte, die bis 2020 über die Bühne gehen muss. Die Diskussion über die Elektrifizierung dauert an, dreht sich derzeit aber hauptsächlich um einen wesentlichen Punkt: Wer zahlt?

grubenhunt

Inspektor

Registrierungsdatum: 27. März 2011

Beiträge: 4 949

2

Dienstag, 10. November 2015, 22:52

wer es genauer wissen will, der Geschäftsbericht ist wie jedes Jahr online:

file:///C:/Users/autriche/Downloads/gesc…5_web%20(1).pdf

Alois

Inspektor

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3

Mittwoch, 11. November 2015, 09:33

wer es genauer wissen will, der Geschäftsbericht ist wie jedes Jahr online:

file:///C:/Users/autriche/Downloads/gesc…5_web%20(1).pdf

Bist Du da sicher? -8) Oder hast Du der NSA Zugriff auf Deine HDD gewährt, quasi als Sicherung/Backup? :D

grubenhunt

Inspektor

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4

Mittwoch, 11. November 2015, 11:04

Funktioniert tatsächlich nicht, darum Link selber kopieren:


file:///C:/Users/autriche/Downloads/geschaeftsbericht-2014_28072015_web%20(1).pdf

KFNB X

Direktor

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5

Mittwoch, 11. November 2015, 12:38


dr. bahnsinn

Verkehrsminister

Registrierungsdatum: 15. April 2007

Beiträge: 28 098

Wohnort: Wien

6

Freitag, 5. August 2016, 12:38

Zillertalbahn wieder im Plus

Wieder schwarze Zahlen bei Zillertalbahn

Nach einer langen wirtschaftlichen Talfahrt geht es mit der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG wirtschaftlich wieder aufwärts. Das Unternehmen konnte das vergangene Jahr mit positiven Zahlen abschließen.

Der jetzige Vorstand Wolfgang Stöhr konnte 2015 durch einen strikten Sparkurs erstmals wieder ein kleines Plus von 40.000 Euro erreichen. Dieses positive Ergebnis war nur mithilfe von allen Mitarbeitern möglich, betonte Stöhr in einer Aussendung von Donnerstag. Eine erste Hochrechnung für das Jahr 2016 lasse laut Stöhr für 2016 einen Jahresüberschuss von 70.000 Euro erwarten.

Finanzreserven waren fast aufgebraucht

In den vergangenen fünf Jahren gab es jährliche ein Defizit von durchschnittlich 500.000 Euro. Damit wurden in fünf Jahren etwa zweieinhalb Millionen Euro an Reserven verbraucht. Basierend auf einem Minus von fast einer Million Euro im Jahresabschluss von 2014 und kaum noch Reserven übernahm der neue Vorstand Wolfgang Stöhr mit den Zillertaler Verkehrsbetrieben ein renovierungsbedürftiges Unternehmen, das er zunächst einem strikten Sparkurs unterziehen musste.

Bei gleichbleibendem Personalstand konnte Stöhr die größten Einsparungen durch Urlaubs- und Zeitausgleichsabbau erzielen. Auch bei den Ausgaben im Materialbereich konnte deutlich gespart werden. Günstig wirkte sich auch der niedrige Dieselpreis aus.

Investitionen in die Infrastruktur

Dennoch wurden 2015 auch zwei Millionen Euro in die Verbesserung der Infrastruktur investiert. Unter anderem wurde die Strecke durch weitere Lichtzeichenanlagen sicherer gemacht und in Ramsau der Umbau des Bahnhofes zu einem Knoten des öffentlichen Verkehrs mit Umsteigmöglichkeiten zu diversen Buslinien und im Winter auch Skibussen begonnen. Zukünftige Investitionen werden die Modernisierung und Elektrifizierung der Bahnstrecke sein.


Quelle: ORF Tirol

Nuller

Heizer

Registrierungsdatum: 26. Januar 2007

Beiträge: 166

7

Freitag, 5. August 2016, 21:22

Man beklagt den Rückgang im Güterverkehr, im Personenverkehr und bei den Nostalgiefahrten. Aber: War dies nicht vorhersehbar? Glaubte man, dass das Verkehrsvolumen dauernd steigen wird? Irgendwann tritt doch eine Sättigung zumindest im Reisezugssektor ein, Auch der Tourismus kann nicht dauernd gleich hohe Zuwachsraten haben, beim Güterverkehr war schon seit einigen Jahren ein Rückwärtstrend festzustellen.

Dazu sollte man vielleicht auch die Seite der Feriengäste beachten. Ist die Region noch attraktiv? Gibt es anderweitig "bessere" Angebote, usw. Hier hat das Verkehrsunternehmen nur einen beschränkten Einfluss.
Beim Güterverkehr könnte z. B. auch die fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten der verarbeitenden Industrie, Firmenschliessungen infolge Konzentrationen usw. mitspielen. Auch da gibt es kaum Lösungen von Verkehrsträgern.
Vielfach vertragen sich Tourismus und Industrie nicht sonderlich und kann dazu führen, dass Gäste sich abwenden, usw.?

Ich kenne die Situation im Zillertal zu wenig, könnte mir aber, da dies auch in andern Regionen und Länder vorkommt, solche Bedingungen vorstellen. Kommunen, Regionen sowie die Bundesländer - also die Politik - sind hier wohl gefordert, allenfalls korrigierend einzugreifen und Bedingungen zu verändern.

Wohl nur zu einem kleinen Stück kann die Zillertalbahn schnell reagieren, was man ja auch tat. Nur - Bauvorhaben können nicht einfach gestoppt werden - die Vorlauf/Planungszeit, dauert eben auch. Auch sog. Rationalisierungsmassnahmen brauchen ihre Zeit!

Das Sparen tut weh und wird vielfach auf dem Buckel des Personals ausgetragen, des weiteren wird vielfach der Unterhalt von Fahrzeugen und Infrastruktur zurückgeschraubt. Dies ist allerdings kaum eine auf Dauer vernünftige Lösung, zumal auch die Sicherheit zu leiden beginnt.

Damit beginnt aber der Reigen des geschlossenen Kreises, welcher sich immer wiederholt und ein Unternehmen zu Tode spart.
Ist dies egal, will man dies?

Wenn ein Region oder ein Bundesland Interesse an einer kontinuierlichen Weiterentwicklung mit einem vernünftigen öffentlichen Verkehr interessiert ist, sollte es mit dem EVU ausgehandelten Leistungsverträgen bereit sein, allfällige Aufwandüberschüsse zu decken.

Es ist zu hoffen, dass die Politik hier ihre Verantwortung wahr nimmt und die Zillertalbahn nicht in die genannte Abwärtsspirale verfallen lässt.

Nuller
Nuller

grubenhunt

Inspektor

Registrierungsdatum: 27. März 2011

Beiträge: 4 949

8

Freitag, 5. August 2016, 22:00

Dsa Hauptproblem der zillertalbahn ist die verlagerung der Holztransporte zum Binder in Fügen. Die ÖBB haben den Vertrag mit der ZB gekündigt und schliessen kurzfristige Vertrâge mit den dortigen Fuhrwerkern ab, wer von den Transportunterhemern grad Kapazitäten hat, bietet sie billigst den ÖBB an. Dadurch sind etwa 60% der Fracht weggefallen.

Bei den Dampfzügen ist eine gewisse Sättiugung aufegtreten, drum haben sie auch das Programm zurückgefahren.

Ansonsten boomt der Fremdenverkehr in Österreich, insbesondere in Tirol und auch im Zillertal. Und es gibt durchaus Angebote zB. von DB und Zillertalbahn gemeinsam, für die Anreise. Nicht vergessen, dass der Schipass als Fahrkarte auf der ZB gilt.