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dr. bahnsinn

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Donnerstag, 25. August 2016, 20:35

Grünes Licht für den Bau der neuen Traunbrücke

24. August 2016 - 19:19 Uhr - Edmund Brandner

GMUNDEN. Margund Lössls Einspruch gegen straßenrechtliche Baubewilligung wurde zurückgewiesen.

Die Verantwortlichen im Gmundner Rathaus haben lange darauf gewartet und können jetzt aufatmen. Vorerst zumindest. Gestern Nachmittag teilte das Landesverwaltungsgericht Oberösterreich mit, dass die straßenrechtliche Baubewilligung für die neue Traunbrücke rechtens ist.

Damit wies das Gericht den Einspruch der Anrainerin (und Straßenbahngegnerin) Margund Lössl zurück. Diese hatte den Baubescheid mit dem Argument angefochten, die neue Brücke würde für sie zu Lärm-, Erschütterungs- und Schadstoffbelastungen führen. Ursprünglich hatten noch zwei weitere Anrainer Beschwerden eingebracht, zogen diese aber im Verlauf des Verfahrens zurück.

"Einwände unbegründet"

Das Landesgericht erklärte gestern Lössls Einwände für unbegründet. Die neue Brücke bewirke "keine zusätzlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin".

Auf OÖN-Anfrage zeigte sich die Gmundner Galeristin gestern "traurig". Die Stadt-Regio-Tram würde die Stadt belasten und sei aus Sicht des Steuerzahlers nicht zu rechtfertigen. "Mittlerweile ist mir die Sache aber schon ziemlich egal", sagt Lössl resignierend. "Ich werde mich mit meinem Anwalt beraten, bevor ich entscheide, wie es jetzt weitergeht."

Lössl und die Straßenbahngegner in Gmunden haben ohnehin noch ein zweites Eisen im Feuer. Denn auch gegen den eisenbahnrechtlichen Baubescheid für die Stadt-Regio-Tram legten drei Privatpersonen (darunter auch Lössl) Einsprüche ein. In diesem Verfahren hat das Verwaltungsgericht noch nicht entschieden.

Doch die Verantwortlichen im Gmundner Rathaus und in der Verkehrsabteilung der Landesregierung sind auch in diesem Fall optimistisch. Das aus der Monarchie stammende Eisenbahnrecht räumt Errichtern von Schienenwegen eine relativ starke Position ein. "Andererseits betreten wir hier juristisches Neuland", sagt der für seine Vorsicht bekannte VP-Gemeinderat und Rechtsanwalt Michael Schneditz. "Züge, die Straßenbahn und Regionalzug in einem sind, gibt es erst seit einigen Jahren."

Die Befürworter der Stadt-Regio-Tram hoffen, dass die Richter auch in diesem Fall noch im Sommer den Weg frei geben.


Quelle: OÖN

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Freitag, 30. September 2016, 11:30

VwGH weist Anrainereinsprüche gegen SRT-Bewilligung zurück

Stadt-Regio-Tram nimmt letzte Hürde

Edmund Brandner - 30. September 2016 - 00:04 Uhr

GMUNDEN. Endlich Gewissheit: Verwaltungsgericht wies den Einspruch gegen die Bewilligung zurück.

Im Gmundner Rathaus herrschte gestern Abend Jubelstimmung. Am späten Nachmittag sickerte durch, dass das Verwaltungsgericht in Wien den Einspruch von Anrainern gegen die eisenbahnrechtliche Baubewilligung der Stadt-Regio-Tram als "unbegründet" zurückwies. Nach monatelangem Warten fiel damit die letzte Hürde für das Jahrhundertprojekt.

Viele Experten hatten zwar mit diesem Urteil gerechnet. "Völlige Sicherheit gibt es vor Gericht aber nie", warnte Michael Schneditz-Bolfras, VP-Gemeinderat und Obmann des Rechtsausschusses, stets. "Das aus der Monarchie stammende Eisenbahnrecht versetzt Errichter von Eisenbahnstrecken zwar in eine starke Position, aber wir betreten in diesem Fall juristisches Neuland, denn die Stadt-Regio-Tram ist Straßenbahn und Regionalzug zugleich. Dazu gibt es keine Rechtspraxis."

In Gmunden beginnen nächste Woche die Arbeiten für die Errichtung der neuen Traunbrücke. Die Bagger wären auch ohne das Urteil aus Wien angefahren, denn die Brücke ist rechtlich gesehen eine Straße, und der Einspruch einer Straßenbahngegnerin gegen die straßenrechtliche Baubewilligung wurde bereits vor einem Monat zurückgewiesen.

Jetzt allerdings ist die letzte rechtliche Unsicherheit beseitigt, und entsprechend erleichtert sind die Rathausverantwortlichen. "Ich bin überglücklich", sagt VP-Bürgermeister Stefan Krapf. "Wir können uns jetzt voll auf die Fertigstellung der Stadt-Regio-Tram konzentrieren."

"Der Widerstand war legitim"

Krapf zeigt Verständnis für die Handvoll Anrainer, die alle rechtlichen Möglichkeiten ausreizten, um das Projekt zu Fall zu bringen. "Wir leben in einem Rechtsstaat, und es ist legitim zu versuchen, seine Interessen durchzusetzen. Bei einem Projekt dieser Größenordnung sind Kritik und Widerstände immer zu erwarten."

Krapf hofft, dass die Kritiker der Stadt-Regio-Tram das Urteil akzeptieren können. "Im Rathaus gelingt uns der sachliche Umgang", so Krapf. "Kritiker und Befürworter arbeiten konstruktiv zusammen."


Quelle: OÖN

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Dienstag, 18. Oktober 2016, 20:53

Interview mit einem kornblumenblauen Lokalpolitiker über die SRT mit etwas wunderlichen Aussagen:

"135 Millionen Euro für 1600 Leute"

GMUNDEN. Das vieldiskutierte und umstrittene Stadt-Regio-Tram-Projekt, also die Durchbindung der Gmundner Straßenbahn mit der Vorchdorfer Bahn, ist juristisch durch (wir berichteten ausführlich). Dennoch bleibt bei den Gmundner Freiheitlichen ein schlechter Beigeschmack. FP-Gemeinderatsabgeordneter Günther Colli erklärt im Interview, warum.

OÖN: Die SRT ist genehmigt, alle Einsprüche sind abgewiesen. Was gibt es noch zu sagen?

Günther Colli: Zum Verwaltungsgerichtshof-Urteil – da gibt es einige Anmerkungen. Nicht, dass ich das Urteil nicht anerkenne, sondern es geht um die Art und Weise, wie man damit umgegangen ist. Es gibt da einige Passagen, die man herausnehmen könnte, wo man sieht, wie oberflächlich das behandelt wurde. Und das zweite ist: Wir Freiheitlichen haben die Sache verloren, wir haben kein Problem damit. Aber man muss sich auch einmal die Frage nach den Schuldigen stellen. Es ist ja nicht so, dass alles positiv ist.

Was meinen Sie konkret?

Stern & Hafferl behauptet, dass durch die Verzögerungen und die Einsprüche das Projekt teurer wird. Dafür ist das Unternehmen verantwortlich. Die hätten ja nicht mit dem Bau beginnen müssen. Es wurde da eine katastrophale Planung hingelegt. Das ist die absolut schlechteste Planung, die ich in meinem ganzen Leben, in 60 Berufsjahren, gesehen habe. Denn die haben da einen Bau begonnen, wo sie nicht gewusst haben, was am Ende eigentlich herauskommt. Es gibt noch immer keinen Generalverkehrsplan. Wir wissen nicht, wenn das ganze Ding fertig ist, ob überhaupt noch Busse durchfahren oder ob es dann noch welche gibt, die in die Stadt fahren. Sie haben leichtfertig die Häuser in Schwierigkeiten gebracht. Dass die alle Sprünge haben, steht außer Zweifel, das ist dokumentiert. Und alles das muss jetzt aus dem Gemeindebudget ersetzt werden.

Was bedeutet das?

Wir können in der Gemeinde bestimmte Sachen nicht mehr finanzieren, weil wir das Geld für die erwähnten Dinge ausgeben müssen. Da muss man schon die Frage nach den Verantwortlichen stellen. Stern & Hafferl hätte ja besser planen können. Die sollten sich ein Beispiel nehmen an ihr Unternehmen vor 100 Jahren.

Aber es gibt ja Studien, die einen Zuwachs von Fahrgästen prognostizieren.

Wenn ich diese unwahren Zahlen der Potenzialanalyse hernehme: Für 1600 Leute, die mehr in der Straßenbahn fahren sollen, geben wir 135 Millionen Euro aus. Jetzt frage ich mich, wo da die Verantwortlichkeiten sind. Und ganz Gmunden weiß, dass die Potenzialanalyse nicht einmal im Ansatz stimmt.

Sie haben zuerst von "Schuldigen" gesprochen. Wer sind die Ihrer Ansicht nach?

Da ist einmal Stern & Hafferl, wobei hier ein Eigeninteresse besteht, das ist nicht zu leugnen. Dann gibt es zwei Straßenbahn-verliebte Beamte in Linz, die haben den Herrn Landeshauptmann falsch informiert. Und drittens sind da die Gmundner Gemeinderäte von ÖVP, SPÖ und den Grünen, die blind dem Stern & Hafferl nachgelaufen sind. Die können sich nicht vor der politischen Verantwortung drücken, denn die bleibt bestehen, auch wenn die ganze Sache vom Obersten Gerichtshof her erledigt ist.

Wie wollen Sie jetzt die Ihrer Meinung nach Verantwortlichen in die Pflicht nehmen?

Das will ich gar nicht, aber man muss sich Gedanken machen – und das tun wir bereits –, wie man noch das Beste daraus machen kann. Normalerweise ist es in einem Rechtsstaat so, dass der, der einem anderen Schaden zufügt, dafür haftet. Nur in Gmunden nicht. Und das muss man halt einmal aufzeigen.


Quelle: OÖN

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Mittwoch, 19. Oktober 2016, 00:09

Zitat

Normalerweise ist es in einem Rechtsstaat so, dass der, der einem anderen Schaden zufügt, dafür haftet. Nur in Gmunden nicht. Und das muss man halt einmal aufzeigen.

Welcher Schaden ist entstanden, für den nicht derjenige haftete, der ihn verursacht hat?

Zitat

Für 1600 Leute, die mehr in der Straßenbahn fahren sollen, geben wir 135 Millionen Euro aus.

Seit wann hat die FPÖ ein Problem damit, dass einzelne Leute zig Mio Euro bekommen? Da ist das ja ein richtiges Schnäppchen. :D

dr. bahnsinn

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Sonntag, 13. November 2016, 22:17

Stadt-Regio-Tram: Ein erster Zug für die Innenstadt?

OÖN - 11. November 2016 - 00:04 Uhr

GMUNDEN. Während Stern & Hafferl die neuen Stadt-Regio-Tram-Garnituren auf der Traunseebahnlinie (Gmunden–Vorchdorf) bereits einsetzt, fahren auf der Straßenbahnlinie in Gmunden immer noch die alten, museumsreifen Garnituren.

Das soll sich jetzt ändern. Die Stadtgemeinde und Stern & Hafferl möchten noch in diesem Jahr den ersten neuen Zug durch die Stadt schicken. Auch um der Bevölkerung die Vorzüge der modernen Niederflurwagen präsentieren zu können.

Ursprünglich wollte man das Fahrzeug gleich bis zum Rathausplatz fahren lassen. Doch das ist technisch noch nicht möglich. "Wir arbeiten in Kooperation mit der Verkehrsbehörde jetzt daran, das neue Triebfahrzeug bis zum Franz-Josef-Platz einzusetzen", sagt SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sag-eder. "Ich hoffe, dass uns das heuer noch gelingt."


Quelle: OÖN

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Montag, 14. November 2016, 23:29

Gmunden: Endspurt bei Stadt-Regio-Tram-Baustelle

14. November 2016 - 14:10 Uhr

Zehn Tage noch, dann kann der Autoverkehr wieder durch die Traunseestadt rollen. Bis zum Sommer 2018 allerdings nur einspurig, weil die Traunbrücke erneuert wird.

Die Arbeiten am Baulos Theatergasse laufen auf Hochtouren. In den kommenden Tagen wird fallweise auch abends und nachts gearbeitet, um rechtzeitig fertig zu werden. Diese Woche begann die Errichtung der Oberleitung vom Graben bis zum Trauntor, nächste Woche wird asphaltiert.
Einer der beiden Schienenstränge wurde bereits durch die Engstelle beim Trauntor verlegt. Die Garnituren der Stadt-Regio-Tram sind extrem gelenkig konstruiert, um dieses Nadelöhr passieren zu können.


Quelle: OÖN

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Dienstag, 15. November 2016, 12:31

Das Trauntor wird eine durchaus interessante Stelle, immerhin gibt es dort einen 17m Radius mit Gegenbogen, nicht alltäglich bei so langen Garnituren...

Die Wirtschaftstreibenden haben durchgesetzt, dass die Brücke keine Einbahnregelung wird, sondern einspurig mit Ampelanlage in beide Richtungen betrieben wird (glaube ab Ende Nov). Ich bin auf die Staus gespannt...

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Mittwoch, 23. November 2016, 13:23

Eine Bauetappe endet, die nächste beginnt in Kürze

23. November 2016 - 00:04 Uhr

GMUNDEN. Der Abschluss der Bauarbeiten an der Stadt-Regio-Tram zwischen Rathausplatz und Trauntor in Gmunden steht unmittelbar bevor.

Mit einem kleinen Festakt sowie einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm für alle Gmundner wird am Freitagabend die Fertigstellung der Arbeiten in der Innenstadt gefeiert. Um 17.30 Uhr erfolgt die symbolische Verkehrsfreigabe am Rathausplatz in Gmunden. Ab 26. November, also Samstag dieser Woche, beginnt dann der Probebetrieb für den ampelgeregelten Gegenverkehrsbereich über die Traunbrücke.


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Montag, 2. Januar 2017, 20:13

Vermutungen, Gerüchte und ein böser Verdacht

Edmund Brandner - 02. Januar 2017 - 03:08 Uhr

GMUNDEN. Straßenbahngegner wittern hinter einer Schenkung des Vereins "Pro Straßenbahn Gmunden" eine Verschwörung.

Der Verein "Pro Gmundner Straßenbahn" wurde 1989 gegründet. Sein Ziel war es, die damals diskutierte Einstellung der Linie zu verhindern. Jetzt wird die Straßenbahn ausgebaut und damit ihre Zukunft gesichert. Der mittlerweile 27 Jahre alte Verein steuert deshalb sein angespartes Vermögen von 130.000 Euro zum Projekt bei. In anderen Orten würde man ihn dafür feiern. Nicht so in Gmunden. Hier wittern die Straßenbahngegner eine Verschwörung.

"Käuflicher Gemeinderat"

Der Gmundner Gemeinderat musste der Schenkung sein Einverständnis geben, was in der jüngsten Sitzung mit den Stimmen von VP, SP und den Grünen geschah. Die Straßenbahngegner (FP, BIG) verweigerten die Zustimmung.

Aus den Reihen der BIG kommt nun der Vorwurf, die Abstimmung sei ungültig gewesen. VP-Gemeinderat Manfred Reingruber und VP-Bürgermeister Stefan Krapf seien Vorstandsmitglieder des Vereins "Pro Gmundner Straßenbahn", so BIG-Mitbegründer Norbert Hausherr. Sie hätten deshalb wegen Befangenheit an der Abstimmung nicht teilnehmen dürfen.

Damit nicht genug: Hausherr stellt in den Raum, bei den Spendengeldern könnte es sich um einen Teil der Landesförderung handeln – also um öffentliche Gelder, die nur weitergereicht würden. Der Verein "Pro Straßenbahn" würde sich damit "Einfluss bei der Meinungsbildung des Gemeinderates erkaufen". Der BIG-Vertreter verbreitet seine Theorien auch im Internet. In den sozialen Netzwerken wird bereits nach dem Staatsanwalt gerufen.

Im Rathaus hingegen schütteln die Verantwortlichen den Kopf über die gestreuten Gerüchte. Zum einen sind Krapf und Reingruber keine Vorstände, sondern Beiräte im Verein "Pro Straßenbahn". Sie haben innerhalb des Vereins die Schenkung protokollarisch nachweisbar nicht mitbeschlossen. "Dadurch waren sie nicht gezwungen, sich im Gemeinderat ihrer Stimme zu enthalten", sagt Stadtamtsdirektor und Jurist Heimo Pseiner. "Aber selbst, wenn das der Fall gewesen wäre und ihre Stimmabgaben im Nachhinein als ungültig erklärt werden müssten: Der Beschluss wäre laut OÖ. Gemeindeordnung trotzdem rechtsgültig, weil angesichts der großen Beschlussmehrheit zwei ungültige Stimmen das Ergebnis nicht verändert hätten." Im Klartext: Wenn Hausherr von einem "rechtswidrigen Beschluss" spricht, ist das in zweifacher Hinsicht falsch.

Auch Otfried Knoll, Obmann des Vereins "Pro Straßenbahn", weist alle Unterstellungen zurück – vor allem was die Herkunft der 130.000 Euro betrifft. "Die Gelder, die wir für die Stadt-Regio-Tram zur Verfügung stellen, stammen ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und privaten Spenden", sagt er. "Insgesamt spendeten wir bereits rund 200.000 Euro. Wer behauptet, wir würden nur öffentliche Gelder weiterreichen, der sagt die Unwahrheit." Zweiflern bietet Knoll Einblick in die Buchführung des Vereins an.


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dr. bahnsinn

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130

Dienstag, 24. Januar 2017, 19:32

Video von der Inbetriebnahme der neuen Haltestelle am Franz-Josef-Platz. Nach unten scrollen.

KFNB X

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131

Dienstag, 24. Januar 2017, 21:02

Auch von dort:

Zitat

Passend dazu, dass auch im Einsatz für die Umsetzung des stadt.regio.tram-Projekts in den vergangenen Jahrzehnten viele Hürden überwunden werden mussten, ging es auch diesmal nicht ganz ohne Hindernis: Mit Hilfe von Polizei und Feuerwehr musste erst noch der Wagen eines Falschparkers vom Einfahrtsgleis entfernt werden, was mit vereinten Kräften glücklicherweise rasch gelang.

oe.tom

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Donnerstag, 26. Januar 2017, 12:53

Vor den neuen Zuggarnituren befahren Seifenkisten die Schienen

GMUNDEN. Im April findet in Gmunden ein Downrail-Bewerb für Seifenkisten-Konstrukteure statt.

Als vor einigen Wochen der schwere Frost einsetzte, versagten einige der neuen Tramlink-Zuggarnituren von Stern & Hafferl ihren Dienst. Das Problem ließ sich rasch lösen und wurde als Kinderkrankheit eingestuft.
Jetzt streuen die Straßenbahngegner Gerüchte, die von einem viel gravierenderen Problem berichten. Der Grund, warum die neuen Züge noch immer nicht im Straßenbahnverkehr eingesetzt würden, so heißt es, liege darin, dass sie zu schwer für die steile Strecke in Gmunden seien. Bei eisigen Verhältnissen sollen sie sich nicht mehr richtig bremsen lassen, wird gemunkelt.

Haltloses Gerücht

"Wer das behauptet, hat von Physik keine Ahnung", sagt Günter Neumann, Geschäftsführer der "Stern & Hafferl"-Verkehrssparte. "Mit steigendem Gewicht steigt ja auch die Bremsreibung zwischen Schiene und Rädern." Im Übrigen habe man auch eine rote Leihgarnitur der Innsbrucker Verkehrsbetriebe problemlos auf der zehn Prozent steilen Straßenbahnstrecke eingesetzt – und dieser Zug hatte eine ähnlich hohe Masse wie der Tramlink.
Tatsächlich sollte bereits vor Monaten eine Tramlink-Garnitur ins Gmundner Stadtzentrum überstellt werden, um sie auf der Straßenbahnstrecke behördlich abnehmen zu lassen. Doch der Transfer auf einem Lkw-Tieflader von Vorchdorf zum Gmundner Bahnhof verzögerte sich aus rechtlichen Gründen und wurde jetzt wegen der winterlichen Straßenverhältnisse überhaupt auf März verschoben. "Der Zug kann ohnehin nur einige Monate hier bleiben, weil wir zur Wartung unsere Werkstatt in Vorchdorf brauchen", sagt Neumann.


Quelle: http://www.nachrichten.at/oberoesterreic…n;art71,2467351
Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...

dr. bahnsinn

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Donnerstag, 26. Januar 2017, 16:19

Die Tatsache, dass die Tramlink noch nicht auf der Gmundner Straßenbahn eingesetzt werden, hat eine ganz banale Ursache. Die Fahrzeuge können nur in Vorchdorf gewartet werden, da die Straßenbahnremise in Gmunden dafür nicht ausgestattet ist. Die Tramlink müssten daher bei fälligen Fristuntersuchungen oder bei ungeplanten Werkstattaufenthalten per Straßenroller nach Vorchdorf überstellt werden, solange die Verknüpfung zwischen Traunseebahn und Straßenbahn noch nicht gegeben ist, ein Aufwand, der sich nicht auszahlt.

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Mittwoch, 8. Februar 2017, 11:56

Ein Straßenbahngegner vollendet die Straßenbahn

Edmund Brandner 07. Februar 2017 - 03:26 Uhr

GMUNDEN. BIG-Obmann Reinhold Kassmannhuber verantwortet als Baustadtrat die Fertigstellung der Stadt-Regio-Tram.

Seit Jänner ist Stadtrat Reinhold Kassmannhuber (BIG) für für die Fertigstellung der Stadt-Regio-Tram (Bau der Traunbrücke) politisch verantwortlich. Ausgerechnet jener Mann, der die BIG gründete, um die Straßenbahndurchbindung zu verhindern.

OÖNachrichten: Herr Kassmannhuber, hat man mit Ihnen den Bock zum Gärtner gemacht?

Reinhold Kassmannhuber: Nein, gar nicht. Die Straßenbahndurchbindung ist demokratisch beschlossen, und alle rechtliche Einwände scheiterten. Jetzt muss ich als Baustadtrat die Ziele der Stadt durchsetzen und das Projekt gut über die Bühne bringen. Dazu fühle ich mich befähigt. Durch meine berufliche Praxis kenne ich mich im Projektmanagement gut aus.

Was sind hier Ihre größten Herausforderungen?

Zum einen gibt es noch viele architektonische Details zu lösen – an den Brückenköpfen, am Museumsplatz oder in den Wartebereichen der Fahrgäste. Darüber hinaus sehe ich mich als Anwalt der Anrainer. Die Bauarbeiten haben zu Schäden geführt, die sofort repariert werden müssen, und zwar so, wie die Anrainer sich das wünschen. Aber auch im öffentlichen Bereich gibt es Bauschäden. Am Franz-Josef-Platz ebenso wie am Klosterplatz und am Rathausplatz. Auch hier werde ich Druck machen, dass die Reparaturen rasch durchgeführt werden.

Straßenbahnkritiker aus Ihren Reihen haben immer vor explodierenden Kosten gewarnt.

Die Gefahr von Kostenüberschreitungen ist tatsächlich nicht gebannt. Derzeit sind wir im vorgesehenen Rahmen, allerdings gibt es keine Reserven mehr, und die Landesregierung hat immer klargemacht, dass sie nicht mehr als den vereinbarten Betrag übernimmt. Das kann also durchaus noch spannend für die Stadt werden.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den Baufirmen?

Sehr gut, hier sind Profis am Werk. Trotzdem muss bei jeder Besprechung für die Ziele der Stadt und der Anrainer gekämpft werden, und dafür bin ich da.

Die Baustelle führt zu Unannehmlichkeiten, etwa für Autofahrer. Ist es nicht verlockend, den entstehenden Missmut politisch zu nutzen?

Nein, das ist als Baustadtrat nicht meine Aufgabe. Ich bekenne mich dazu, dass ein Bauvorhaben dieser Dimension auch zu Belastungen führt. Es lässt sich zum Beispiel nicht verhindern, dass die Brücke im Frühjahr einige Tage total gesperrt werden muss, wenn die neuen Stahlträger eingezogen werden. Meine Aufgabe ist, solche Belastungen so gering wie möglich zu halten. Dafür werde ich mich einsetzen.

Ihre Bürgerliste entstand aus dem Protest gegen die Straßenbahndurchbindung. Ist die Partei überflüssig, sobald die Stadt-Regio-Tram 2018 fährt?

Überhaupt nicht. Es stimmt zwar, dass die Stadt-Regio-Tram der Anlass unserer Gründung war. Aber es geht um viel mehr. Wir setzen uns dafür ein, dass es in Gmunden zu mehr Transparenz kommt, dass Entscheidungen nicht hinter verschlossenen Türen getroffen werden. Es braucht einen Gegenpol zur absoluten Mehrheit der Volkspartei. Wir sind niemandem verpflichtet, sondern sehen uns als ehrlichen Makler der Bevölkerung. Oft hilft es schon, wenn man im Rathaus kritische Fragen stellt.


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Montag, 20. März 2017, 12:33

Die Tatsache, dass die Tramlink noch nicht auf der Gmundner Straßenbahn eingesetzt werden, hat eine ganz banale Ursache. Die Fahrzeuge können nur in Vorchdorf gewartet werden, da die Straßenbahnremise in Gmunden dafür nicht ausgestattet ist. Die Tramlink müssten daher bei fälligen Fristuntersuchungen oder bei ungeplanten Werkstattaufenthalten per Straßenroller nach Vorchdorf überstellt werden, solange die Verknüpfung zwischen Traunseebahn und Straßenbahn noch nicht gegeben ist, ein Aufwand, der sich nicht auszahlt.

Die erste neue Garnitur seit 55 Jahren

Edmund Brandner - 20. März 2017 - 00:04 Uhr

GMUNDEN. Die jüngste Straßenbahngarnitur in Gmunden wurde im Jänner 1962 in Betrieb genommen und heißt GM 8. Sie und die anderen museumsreifen Züge werden bis zum Sommer 2018 in Betrieb sein.

Wie Gmundens Schienenzukunft aussieht, lässt sich in den kommenden Wochen aber bereits ausprobieren. Zu Testzwecken und für die behördliche Abnahme lässt Stern & Hafferl eine neue Tramlink-Garnitur auf der Straßenbahnstrecke fahren. Das Schienenfahrzeug wurde per Tieflader ins Stadtzentrum transportiert.

Um den Fahrplanverkehr nicht zu stören, fanden die Testfahrten vergangene Woche während der Nacht statt. Dabei wurde auch die Leistungsfähigkeit des Zuges geprüft: Mit bis zu 17 Tonnen Sandsäcken beladen, fuhr er die steilste Straßenbahnstrecke der Welt rauf und runter.

Nachdem die nagelneue Garnitur alle Tests bestand, wird sie ab kommendem Sonntagabend einige Wochen lang auch im regulären Fahrplanbetrieb eingesetzt. Das heißt: Erstmals seit 55 Jahren steht Straßenbahnbenutzern in Gmunden ein neues, barrierefreies Fahrzeug zur Verfügung.*)

Weil die alten Garnituren nicht behindertengerecht sind, müssen sie laut Gesetz demnächst aus dem Verkehr gezogen werden. Dies war einer der Gründe, warum man sich 2013 für die Durchbindung entschied. Für die nur 2,3 Kilometer lange Straßenbahnstrecke wäre der Kauf neuer Garnituren nicht vertretbar gewesen. Die Gmundner Straßenbahn hätte eingestellt werden müssen.

Obwohl Straßenbahnfreunde bereits jetzt den dauerhaften Betrieb der neuen Züge in der Stadt fordern, wird die Tramlink-Garnitur nach der Testphase wieder abgezogen. "Sie kann nur in der Remise in Vorchdorf ordentlich gewartet werden", sagt Günter Neumann, Geschäftsführer der Stern & Hafferl Verkehrsbetriebe.

Von Vorchdorf aus werden ab August 2018 aber nur noch neue Züge durch Gmunden rollen.


OÖN

*) Das stimmt nicht. Im Jahr 2004 war ein Siemens Combino der Verkehrsbetriebe Nordhausen im Harz zu Testzwecken auf der Gmundner Straßenbahn im Einsatz. Im Gegenzug war der Tw 100 im Juli 2004 einige Wochen zu Gast in Nordhausen. Siehe Foto:

Foto: dr. bahnssinn

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Sonntag, 26. März 2017, 12:28

Gmunden: Neue Straßenbahn im Probebetrieb

25. März 2017 - 09:26 Uhr

Morgen, am Liebstattsonntag, können Fahrgäste der Gmundner Straßenbahn erstmals mit einer neuen Garnitur fahren.

Die moderne Niederflurgarnitur, die ab Sommer 2018 vom Gmundner Bahnhof durch die Stadt und weiter bis Vorchdorf fährt, ist einige Wochen lang im Probebetrieb unterwegs. Am Liebstattsonntag fahren aber auch die Museumswagen GM5 (Baujahr 1911) und GM8 (Baujahr 1962) durch die Traunseestadt. Heißer Tipp für Eisenbahn-Fotografen: Zwischen 16.37 Uhr und 16.40 Uhr werden die drei Züge gleichzeitig am Franz-Josef-Platz stehen.


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Sonntag, 26. März 2017, 17:59

Seit einer Stunde ist der Tw 129 auf der Gmundner Straßenbahn im Probeeinsatz.