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dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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1

Sonntag, 14. September 2008, 19:22

Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Ich bin der Meinung, dass im Board "Historisches" Platz für ein Unterboard sein sollte, das an besondere Ereignisse im Zusammenhang mit der Eisenbahn erinnern soll. Dazu gehören aus meiner Sicht Streckenjubiläen, z. B. dargestellt durch zeitgenössische Berichte über die Eröffnung, aber auch Bedenktage, z. B. langfristige oder endgültige Streckensperren nach Naturkatastrophen oder Jahrestage von schweren Eisenbahnunfällen.
Daher meine Bitte an die Administration um Einrichtung eines entsprechenden Unterboards. Danke im Voraus.

Ich mache jedenfalls hier einmal den Anfang, indem ich kurz über die Jahrestage mehrerer Eisenbahnunfälle berichte, die sich gerade Mitte September häufen. Die Aufzählung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollzähligkeit. Jeder, der weitere Be- oder Gedenktage weiß, ist eingeladen, sie hier zu posten.

Vor 90 Jahren:

11. 9. 1918: Zusammenstoß eines mit Kindern besetzten Sonderzuges mit einem Güterzug bei Pila (Schneidemühl) in Polen.
Opferbilanz: 35 Tote, 18 Verletzte.

12. 9. 1918: Zusammenstoß zwischen D 13 (Leipzig - Dresden) und D 196 (Berlin - Dresden mit Kurswagen nach Österreich) in Dresden-
Neustadt, wobei der D 13 auf dem vor einem Halt zeigenden Signal stehenden D 196 auffährt. Die Lok des D 13 wird nur leicht
beschädigt, die letzten drei Wagen des D 196 jedoch total zerstört. Beim Prozeß gegen das Lokpersonal des D 13, das den Unfall
überlebt hat, stellt sich heraus, dass der Lokführer farbenblind ist! Nachdem der Unfall bei Dunkelheit um ca. 22:10 Uhr
passiert, kann er die Signalstellung nicht erkennen. Lokführer und Heizer werden zu Gefängnisstrafen von je 8 Monaten
verurteilt.
Opferbilanz: 38 Tote,118 Verletzte.


13. 9. 1918: Absturz eines aus 11 Reisezugwagen mit Holzaufbau bestehenden Schnellzuges von einem Bahndamm in den Merwede-Kanal bei
Weesp in den Niederlanden, nachdem der von tagelangem Regen aufgeweichte Regen bei Annäherung des Zuges weggerutscht war.
Schiffe, die gerade auf dem Kanal unterwegs sind, bringen die Verletzten in die nächstgelegenen Krankenhäuser. Die
Unfalluntersuchungen ergeben, dass die Dammböschung zu steil ausgeführt war und dass eine wasserundurchlässige Lehmschicht im
Bahndamm das Abfliessen des Regenwassers verhindert hatte.
Opferbilanz: 41 Tote, 42 Schwerverletzte.

Vor 80 Jahren:

10. 9. 1928: Zwischen Brünn und Lundenburg (Breclav) fährt der "Paris-Bukarest-Expreß" auf einen Güterzug auf.
Opferbilanz: 21 Tote, 29 Verletzte.

Vor 60 Jahren:

14. 9. 1948: Südkorea: Bei Taejon fährt ein Personenzug auf einen anderen Zug auf.
Opferbilanz: 40 Tote, ca. 60 Verletzte. Die meisten Todesofer sind US-Soldaten.

Vor 50 Jahren:

14. 9. 1958: Auf der im Jahr 1953 elektrifizierten Drachenfelsbahn, einer Zahnradbahn zwischen Königswinter am Rhein und der Burgruine
Drachenfels werden in den Sommermonaten bei Einschubzügen auch noch Dampflokomotiven eingesetzt. Bei einem dieser Züge
entgleist die Dampflokomotive, wobei die drei Personenwagen umstürzen.
Opferbilanz: 17 Tote, 94 Verletzte.

15. 9. 1958: Newark Bay, New Jersey, USA: Drei Waggons und die beiden Lokomotiven eines aus zwei Diesellokomotiven und fünf Waggons
bestehenden Personenzuges stürzen in die Newark Bay, nachdem der Zug trotz Halt zeigender Signale auf Grund der offenen
Hubbrücke durch die aktivierte Gleissperre zum Entgleisen gebracht wird. Zwei Waggons versinken sofort in den Fluten, der dritte
bei Einsetzen der Flut. Die Passagiere aus dem dritten Wagen können sich retten, die Fahrgäste des zweiten Waggon werden
fast ausnahmslos getötet. Der erste Waggon ist zum Glück leer. Lokführer, Beimann, Zugführer und Bremser kommen ebenfalls ums
Leben, sodass der Grund, warum die Lokmannschaft das Haltesignal ignorierte, nie geklärt werden kann.
Opferbilanz: 48 Tote.

Quellen: Peter Semmens, Katastrophen auf Schienen - eine weltweite Dokumentation; transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Erich Preuß, Eisenbahnunfälle in Europa - Tatsachen, Berichte, Protokolle; transpress Verlagsgesellschaft, Berlin 1991.

dr. bahnsinn






dr. bahnsinn - der Forendoktor

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2

Sonntag, 14. September 2008, 19:26

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

An und für sich eine gute Idee, nur hast du da eine Vorstellung wie umfangreich so eine Datei werden kann? Willst du es in loser Folge oder Monats und Jahresbezogen abhandeln?

dr. bahnsinn

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3

Sonntag, 14. September 2008, 19:38

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=297.401 link=topic=14482.msg81617#msg81617 date=1221413180]
An und für sich eine gute Idee, nur hast du da eine Vorstellung wie umfangreich so eine Datei werden kann? Willst du es in loser Folge oder Monats und Jahresbezogen abhandeln?
[/quote]

Wie du meiner obigen Aufstellung über die Eisenbahnunfälle entnehmen kannst, sollen es "runde" Jubiläen oder Be- und Gedenktage sein. Also alle zehn, maximal fünf (z. B. 25 oder 75) Jahre. Dadurch wird die Sache schon zu schaffen und zu überschauen sein.

dr. bahnsinn
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297.401

unregistriert

4

Sonntag, 14. September 2008, 19:39

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Und eventuell noch eine Monatliche würde ich vorschlagen............. ;)

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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5

Samstag, 20. September 2008, 13:13

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Hier die Fortsetzung über Eisenbahn-Unfälle-Gedenktage:

Vor 9o Jahren:

19. 9. 1918: Zusammenstoß zweier Züge im Pacy-Tunnel bei Tonnerre (Magistrale Paris - Lyon).
Opferbilanz: ca. 30 Tote, ca. 100 Verletzte.

Vor 15 Jahren:

22. 9. 1993: Ein Zug stürzt bei Mobile im Bundesstaat Alabama (USA) in die Tiefe, nachdem ein Lastkahn eine Brücke gerammt hatte.
Opferbilanz: Insgesamt 44 (leider keine Unterscheidung in Tote und Verletzte vorhanden).

Quellen: Siehe oben.

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6

Samstag, 27. September 2008, 21:57

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Es müssen wohl nicht nur Gedenktage an schwere Unglücke sein. Es gibt auch Gedenktage an Persönlichkeiten , welche im Bahnwesen gewirkt haben.
Deshalb erinnere ich an den Todestag eines Tirolers der viel im Bahnwesen der österr. Monarchie und über deren Grenze hinaus vielgeleistet hat.
Vor 150 Jahren verstarb am 1. 10. Alois Negrelli. Geboren in Primör in Welschtirol (heute Primiero di Fiera imTrentino) lernte er nach dem Schulbesuch den Strassenbau und Hochwasserschutz und plante dabei bei vielen Tiroler Strassenprojekten mit. Nach weiterer Tätigkeit in Vorarlberg ging er in die Schweiz und plante dort die ersten Eisenbahnen. In diesem Zeitraum arbeitete er auch die ersten Projekte für eine Bahn in Tirol aus.
Seine Tätigkeit für österr. Bahnen war im speziellen bei der Nordbahn, damals bekam er auch seinen Titel Ritter von Moldelbe, und dann bei der priv. Südbahngesellschaft im Lombardisch-Venetianischen Raum.
Er führte auch den Bau der Südtiroler Bahn aus. Leider erlebte er nicht die Fertigstellung dieser Bahn.
Auch sein Lebenswerk, den Suezkanal, konnte er nicht mehr selbst fertigstellen und andere rühmten sich mit seiner Arbeit.
Auf den Bilder ist das Denkmal für Negrelli mit der Gedenktafel und seinem Geburtshaus in Primör abgebildet.
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7

Sonntag, 28. September 2008, 12:19

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Danke an tba-werner, dass er uns an eine bedeutende Persönlichkeit aus Alt-Österreich erinnert hat. Während die Semmeringbahn (fast) jeder mit dem Namen Carl Ritter v. Ghega in Verbindung bringen kann, fällt einem beim Namen Negrelli eine (ehemalige?) Baufirma oder bestenfalls der Suez-Kanal ein. Immerhin wird Alois Negrelli in Österreich daurch gewürdigt dass ein ehemaliges Baggerschiff der Bundeswasserverwaltung seinen Namen trägt.
Das Schiff wird gegenwärtig als Kultur- und Ausstellungsschiff verwendet. Hubert von Goisern war damit z. B. auf Konzerttournee auf der Donau bis zum Schwarzen Meer unterwegs.

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8

Sonntag, 28. September 2008, 18:21

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung der Unfall-Gedenktage:

Vor 100 Jahren:

25. 9. 1908: Zusammenstoß zweier Züge der Northern Pacific in Young's Point, Montana, USA.
Opferbilanz: 23 Tote.

26. 9. 1908: Flankenfahrt zweier U-Bahnzüge in Berlin auf einer Hochstrecke zwischen den Stationen Leipziger Platz und Warschauer Brücke,
wobei ein U-Bahnwagen in die Tiefe stürzt. Unfallursache ist das Nichtbeachten eines Signales durch einen der beiden Fahrer durch
Unaufmerksamkeit.
Opferbilanz: 21 Tote, mehr als 20 Verletzte.

Vor 85 Jahren:

27. 9. 1923: Einsturz einer Eisenbahnbrücke über den Cole River während der Fahrt eines Zuges der Chicago, Burlington & Quincy Bahngesellschaft
in Lockett, Wyoming, USA durch Unterspülung der Brückenfundamente nach schweren Regenfällen. Die Lokomotive und die ersten
fünf Waggons stürzen in den Fluss und werden von den Wassermassen mitgerissen.
Opferbilanz: 31 Tote, 3 Verletzte.

Vor 70 Jahren:

25. 9. 1938: Zusammenstoß zweier vollbesetzter Personenzüge in Martorell, 24 km westlich von Barcelona, Spanien. Die Unfallursache ist bis heute
nicht geklärt, wobei sowohl eine Signalstörung als auch menschliches Versagen durch einen Fahrdienstleiter in Frage kommen.
Opferbilanz: 68 Tote, ca. 300 Verletzte.

Vor 40 Jahren:

1. 10. 1968: Zusammenstoß zweier Personenzüge zwischen Athen und Korinth, Griechenland.
Opferbilanz: 34 Tote, 150 Verletzte.

Quellen: siehe Eröffnungsposting

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9

Sonntag, 28. September 2008, 18:29

Re: 95. Todestag von Rudolf Diesel

Vor 95 Jahren, am 29. 9. 1913, ertrank Rudolf Diesel, in jeder Diesellok namentlich verewigt, während der Überfahrt nach Harwich (England) in den Fluten der Nordsee. Die Todesursache ist nicht restlos geklärt. Man vermutet, dass Diesel, obwohl am Höhepunkt seiner Berühmtheit stehend, finanziell völlig am Ende war und er deshalb seinem Leben freiwillig ein Ende setzte.
Geboren wurde Rudolf Diesel vor 150 Jahren in Paris am 18. 3. 1858.

Quelle: http://wikipedia.org/wiki/Rudolf_Diesel

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10

Samstag, 4. Oktober 2008, 18:37

Vor 110 Jahren: Eröffnung der Stansstad - Engelberg-Bahn (StEB)

Am 5. 10. 1898 wurde in der Schweiz die Stansstad - Engelberg-Bahn (Schmalspur 1000 mm) eröffnet, die von Anfang an elektrisch mit Drehstrom (750 V 32 Hz) betrieben wurde. Andere Quellen geben 800 V und 33 1/3 Hz an.
Anfang der 60er Jahre geriet die Bahn in finanzielle Schwierigkeiten und wurde unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt. 1964 wurde die Bahnlinie um 3 km bis Hergiswil verlängert und dadurch der Anschluss an die Brünig-Bahn Luzern - Interlaken der SBB hergestellt. Gleichzeitig erfolgte eine Komplettsanierung der Strecke und die Umstellung der Stromversorgung auf 15 000 V 16 2/3 Hz.
Die Bahn konnte ab diesem Zeitpunkt ab Luzern verkehren und nahm daher den Namen Luzern - Stans - Engelberg-Bahn (LSE) an. Die Strecke Hergiswil (449 m Seehöhe) - Engelberg (999 m) ist 25 km lang und überwindet dabei 550 Höhenmeter, davon allein 295 Höhenmeter im 2 km langen Zahnstangenabschnitt System Riggenbach zwischen den Streckenkilommetern 20 und 22 mit einer Maximalsteigung von 246 Promille.
Am 1. 1. 2005 erfolgte der Zusammenschluss der LSE mit der Brünigbahn zur Zentralbahn (zb).
Im August 2005 wurde der in der Aa-Schlucht liegende Streckenteil ab km 17 durch ein Katastrophen-Hochwasser weitgehend zerstört. Der Verkehr konnte im Dezember 2005 wieder aufgenommen werden.

Quellen: Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli-Verlag, Zürich 1963, S. 189 ff.
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Luzern-Stans-Engelberg-Bahn

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11

Sonntag, 5. Oktober 2008, 12:27

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg82497#msg82497 date=1222597161]
Danke an tba-werner, dass er uns an eine bedeutende Persönlichkeit aus Alt-Österreich erinnert hat. Während die Semmeringbahn (fast) jeder mit dem Namen Carl Ritter v. Ghega in Verbindung bringen kann, fällt einem beim Namen Negrelli eine (ehemalige?) Baufirma oder bestenfalls der Suez-Kanal ein. Immerhin wird Alois Negrelli in Österreich daurch gewürdigt dass ein ehemaliges Baggerschiff der Bundeswasserverwaltung seinen Namen trägt.
Das Schiff wird gegenwärtig als Kultur- und Ausstellungsschiff verwendet. Hubert von Goisern war damit z. B. auf Konzerttournee auf der Donau bis zum Schwarzen Meer unterwegs.
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[/quote]

Hier ein Bild vom Schiff "Negrelli".



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12

Sonntag, 5. Oktober 2008, 19:37

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Dank an dr. bahnsinn für die Negrelli on tour.
Des weiteren wurde vor 80 Jahren, am 6.10.1928 der elektrische Betrieb zwischen Innsbruck und der Haltestelle Brennersee aufgenommen. Damals erlaubte Italien nicht die durchgehende Elektrifizierung bis zum Brenner und Brennersee wurde zu einem kleinen wichtigen Bahnhof. Ab dort fuhren die Züge mit Dampfloks in den Bahnhof Brenner.
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13

Samstag, 11. Oktober 2008, 18:19

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 100 Jahren:

14. 10. 1908: Absturz eines Hilfszuges von einer brennenden Behelfsbrücke über einen Abwasserkanal in der Nähe des Dorfes Metz, Bundesstaat
Michigan, USA, nach Evakuierung der Dorfbewohner auf Grund schweren Waldbrände. Der Zug wird selbst von den Flammen
eingeschlossen und die Zugmannschaft versucht, mit dem Zug über die bereits brennende Brücke dem Flammenmeer zu entkommen.
Dabei stürzt die durch die Flammen beschädigte Brücke ein und der Zug stürzt in den Kanal. Die meisten Todesopfer sind Frauen und
Kinder.
Jeder, der den Stummfilm "Der General" von und mit Buster Keaton schon einmal gesehen hat, wird sich an die Szene mit der
brennenden Holzbrücke, die unter dem fahrenden Zug einstürzt, erinnern können. Vielleicht war das oben beschriebene
Unglück die Vorlage für den Buster Keaton-Film.
Opferbilanz: 35 Tote.

Vor 90 Jahren:

9. 10. 1918: Zusammenstoß eines Personenzuges mit einem Militärurlauberzug in Jünkerath, Deutschland.
Opferbilanz: 16 Tote, 28 Verletzte.

12. 10. 1918: Zusammenstoß zweier Personenzüge in Selerra, Spanien auf Grund falscher Weichenstellung.
Opferbilanz: 67 Tote, 25 Schwerverletzte.

Vor 20 Jahren:

9. 10. 1988: Bei der Durchfahrt des Schnellzuge Skopje - Belgrad durch den Bahnhof Lapovo (79 km südl. Belgrad) im ehemaligen Jugoslawien
entgleisen die beiden letzten Waggons und prallen gegen die Lokomotive eines im Bahnhof stehenden Güterzuges. Die
Untersuchungen ergeben, dass kein menschliches Versagen vorliegt. So wird ein technischer Defekt als Unfallursache angenommen.
Opferbilanz: 33 Tote, 15 Verletzte.

Quellen: Siehe Eröffnungsposting.

dr. bahnsinn



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2020.01

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14

Sonntag, 12. Oktober 2008, 10:41

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Vor 30 Jahren, im September 1978, wurde neben der Wahl von Bischof Karol Woityla zu Papst Johannes Paul II auch der elektrische Betrieb auf der Strecke Wien FJB - Tulln Stadt eröffnet. Den Eröffnungssonderzug führte damals die neueste E-Lok der ÖBB, die 1042.705.

LG 2020.01
Im übrigen bin ich der Meinung, daß die Tagespresse gekübelt werden sollte.

dr. bahnsinn

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15

Samstag, 18. Oktober 2008, 12:35

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 90 Jahren:

18. 10. 1918: Zusammenstoß eines Güterzuges mit einem Militär-Krankenzug mit leicht verletzten Soldaten in Ürdingen, Deutschland.
Opferbilanz: 11 Tote, 32 Verletzte.

Quelle: Erich Preuß, Eisenbahnunfälle in Europa, transpress VerlagsgesmbH. Berlin 1991, S. 69.
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16

Dienstag, 21. Oktober 2008, 21:20

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Komme leider erst heute zum PC.
Am 19.10. jährte sich zum 105. mal die Inbetriebnahme der Lokalbahn von Kaltern nach St. Anton und der Standseilbahn auf die Mendel.
Die Lokalbahn war die Verlängerung der Überetscher-Bahnlinie von Bozen nach Kaltern. Während die Überetscher noch weiter mit Dampf unterwegs war, wurde die Mendelbahn von Beginn an mit Elektrizität betrieben. Sie war die erste Personenbahn, die elektrifiziert war.
die gesamte Schienenbahn wurde in den sechzigern eingestellt, die Bahn zum Mendelpass verkehrt heute noch als älteste Tiroler Standseilbahn.
tba-werner
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dr. bahnsinn

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17

Samstag, 25. Oktober 2008, 12:57

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung der Unfall-Gedenktage:

Vor 80 Jahren:

26. 10. 1928: Zusammenstoß eines Richtung Bukarest fahrenden Schnellzuges mit dem im Bahnhof Resca stehenden "Simplon Orient Express".
Dabei werden zwei Waggons des Simplon Orient Express ineinander geschoben, dabei kommen fast alle der in den beiden Waggons
befindlichen Reisenden ums Leben. Der schuldtragende Weichenwärter wurde entlassen. Bahnhofsvorstand und der Lokführer des
Bukarest-Schnellzuges wurden für zwei Monate vom Dienst suspendiert, dem Lokführer wurde außerdem eine einjährige
Beförderungssperre aufgebrummt.
Opferbilanz: 34 Tote.

Vor 75 Jahren:

24. 10. 1933: Der Schnellzug Cherbourg - Paris entgleist zwischen den Bahnhöfen St. Elier und Conches-en-Ouche knapp vor der Brücke über
den Fluss Iton mit rd. 100 km/h. Dabei stürzen die Lok, ein Bremswagen und vier Reisewagen in den Fluss.
Opferbilanz: 36 Tote, 68 Verletzte.

Vor 65 Jahren:

16. 10. 1943 (Nachtrag): Zusammenstoß eines Zuges auf einer EK mit einem Wehrmachts-LKW im dichten Nebel auf der Strecke Coesfeld -
Borken, Deutschland, auf Grund der Missachtung der Warnsignale durch den LKW-Lenker.
Opferbilanz: 21 Tote, 10 Verletzte.

23. 10 1943: Zusammenstoß des P 210 mit einem Kraftomnibus auf einer EK zwischen München und Ingolstadt im dichten Nebel. Ursache:
Bahnschranken nicht geschlossen.
Opferbilanz: 17 Tote, 25 Verletzte.

Vor 60 Jahren:

28. 10. 1948: Entgleisung eines Sonderzuges kurz vor Ankara. Die Fahrgäste sind Angehörige der Türkischen Volkspartei, die an den Festivitäten
anlässlich des 25. Jahrestages der Staatsgründung durch Kemal Atatürk teilnehmen wollen.
Opferbilanz: ca. 100 Tote, ca. 150 Verletzte.

Quellen: siehe Eröffnungsposting

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Sonntag, 2. November 2008, 12:27

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung der Unfall-Gedenktage:

Vor 95 Jahren:

4. 11. 1913: Zusammenstoss eines Schnellzuges Marseille - Paris mit einem Richtung Süden fahrenden Postzug im Bahnhof Melun auf
Grund unterlassener Signalbeobachtung durch den Lokführer des Postzuges. Ein durch die Gasbeleuchtung in den
Waggons ausgebrochener Brand macht die Personenrettung unmöglich.

Unter den Toten sind auch 15 Postangestellte.
Opferbilanz: 39 Tote.

Vor 90 Jahren:

1. 11. 1918: Entgleisung eines Zuges von Malmö nach Stockholm in der Nähe von Norrköpping nach lang andauernden Regenfällen. Lokomotive und
mehrere Waggons stürzen über den Bahndamm und fangen Feuer. Unter den Fahrgästen befinden sich auch 50 Kinder, die nach einem
Landurlaub auf dem Weg nach Hause nach Stockholm sind.
Opferbilanz: ca. 300 Tote.

1. 11. 1918: Entgleisung eines Vorortezuges der Brooklyn Rapid Transit - Eisenbahngesellschaft in New York auf Grund weit überhöhter
Geschwindigkeit. Die Lokomotive und der erste Waggon bleiben im Gleis, alle nachfolgenden Waggons entgleisen und prallen gegen
ein Tunnelportal, dabei wird der dritte Waggon regelrecht zu Kleinholz gemacht. Allein in diesem Waggon sterben 60 Personen.
Auslöser für den Unfall ist der Streik der Lokführer- und Heizer-Gewerkschaft. Um die Züge führen zu können, setzt die
Bahngesellschaft nicht als Fahrpersonal qualifizierte Mitarbeiter als Lokpersonale ein. Der "Lokführer" des Unfallzuges, der keine
Streckenkenntnis besitzt, fährt mit voller Geschwindigkeit in eine Kurve, die nur mit 10 km/h befahren werden darf. Das Ergebnis:
siehe oben!
Opferbilanz: 97 Tote.

Wird heute noch fortgesetzt! (Mittagessen wartet) ;D
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Sonntag, 2. November 2008, 17:09

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung von heute Mittag:

Vor 90 Jahren:

1. 11. 1918: Zusammenstoß eines Militärzuges mit einem Güterzug bei Briesen, Deutschland.
Opferbilanz: 25 Tote, 60 Verletzte.

4. 11. 1918: Brand eines Waggons bei Völklingen im Saarland, Deutschland.
Opferbilanz: 18 Tote, 14 Verletzte.

Quellen: siehe Eröffnungsposting.

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Sonntag, 2. November 2008, 17:50

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

150 Jahre Hauensteinlinie in der Schweiz.

Vor fast genau 150 Jahren, am 31. 10. 1858 wurde in der Schweiz die (alte) Hauensteinlinie eröffnet. Sie ist Bestandteil der wichtigen Achse Basel - Olten - Luzern - Gotthard - Italien, ist 19 km lang und führt durch die Ausläufer des Jura-Gebirges von Sissach im Norden über Läufelfingen nach Olten. Die Strecke ist eingleisig und die Maximalsteigung beträgt 26 Promille. Längster Tunnel ist der (alte) Hauenstein-Tunnel mit 2495 m Länge. Der Einsturz eines Schachtes während des Tunnelbaues am 28. 5. 1857 forderte 63 Todesopfer und verzögerte den Tunnelbau erheblich, sodass die Strecke erst am 31. 10. 1858 eröffnet werden konnte.
Die starke Zunahme des Verkehrs über den Gotthard erforderte den Bau eines Basis-Tunnels durch den Hauenstein, der mitsamt seinen Zulaufstrecken am 8. 1. 1916 eröffnet wurde. Der Basis-Tunnel ist 8134 m lang und die Maximalsteigung beträgt nur mehr 10,5 Promille.
Die alte Hauensteinlinie dient heute nur mehr dem Lokalverkehr bzw. diversen Umleiterzügen, aber sie fährt und das hoffentlich noch lange. Alles Gute für die nächsten 150 Jahre!

Quelle: Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider. Orell Füssli Verlag, Zürich 1963. S. 260 ff.

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