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dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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221

Sonntag, 5. Juni 2011, 23:45

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=railjet16er link=topic=14482.msg141708#msg141708 date=1307309961]
Ostbahn nördliche Linie, Hst. Lobau? Das Freizeitziel wäre die Lobau und das dreibuchstabige Freizeitkürzel FKK - Freie Körperkultur.
[/quote]

Richtig. Von den Fahrgastfrequenzen des Jahres 1936, nicht zuletzt verursacht durch die zahlreichen FKKler, kann die Haltestelle Lobau im Jahr 2011 nur träumen.

Das zweite Jubiläum, das die Haltestelle Lobau heuer feiert und nach dem hier gefragt wurde, harrt noch der Beantwortung.

dr. bahnsinn
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222

Montag, 6. Juni 2011, 00:00

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg141711#msg141711 date=1307310343]Das zweite Jubiläum, das die Haltestelle Lobau heuer feiert und nach dem hier gefragt wurde, harrt noch der Beantwortung.[/quote]

Ein runder Geburtstag der Hst, vielleicht? Und ich würde mal geraten auf den 100. tippen?

dr. bahnsinn

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223

Montag, 6. Juni 2011, 09:13

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=railjet16er link=topic=14482.msg141714#msg141714 date=1307311246]
[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg141711#msg141711 date=1307310343]Das zweite Jubiläum, das die Haltestelle Lobau heuer feiert und nach dem hier gefragt wurde, harrt noch der Beantwortung.[/quote]
Ein runder Geburtstag der Hst, vielleicht? Und ich würde mal geraten auf den 100. tippen?
[/quote]

Naja, ein halbrunder. Und: Schau Dir die Historie der Haltestelle Lobau an......

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224

Montag, 6. Juni 2011, 09:43

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg141721#msg141721 date=1307344426]Naja, ein halbrunder. Und: Schau Dir die Historie der Haltestelle Lobau an......[/quote]

Naja, hab ned soviel Unterlagen über diese Hst., aber:

Im Juni 1996 wurde ein Fest gefeiert, eigentlich wurde die Station aber erst mit Aug. 1996 wieder in Betrieb genommen, nachdem sie ein Jahr gesperrt war (Hebung der Ostbahnbrücke infolge des KW Freudenau)
Das wär mit 15 Jahren ein halbrunder, wenn ich dich richtig interpretiere.

dr. bahnsinn

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225

Montag, 6. Juni 2011, 09:48

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=railjet16er link=topic=14482.msg141725#msg141725 date=1307346193]
[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg141721#msg141721 date=1307344426]Naja, ein halbrunder. Und: Schau Dir die Historie der Haltestelle Lobau an......[/quote]

Naja, hab ned soviel Unterlagen über diese Hst., aber:

Im Juni 1996 wurde ein Fest gefeiert, eigentlich wurde die Station aber erst mit Aug. 1996 wieder in Betrieb genommen, nachdem sie ein Jahr gesperrt war (Hebung der Ostbahnbrücke infolge des KW Freudenau)
Das wär mit 15 Jahren ein halbrunder, wenn ich dich richtig interpretiere.
[/quote]

Richtig. Genau dieses halbrunde Jubiläum war gemeint.
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226

Dienstag, 7. Juni 2011, 21:06

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Zitat

Ein Foto, das anlässlich des zweiten Jubiläums gemacht wurde sowie die Bildquellen gibt es nach Lösung der Fragen.


Wie oben versprochen, gibt es noch ein Foto, das anlässlich der Wiedereröffnung der Haltestelle Lobau am 30. 8. 1996 gemacht wurde. Man beachte die zahlreichen Fahrgäste mit Fahrrädern und vergleiche dies mit der heute weitgehend verwaisten Haltestelle.



Das Foto aus dem Jahr 1936 im Eröffnungsposting stammt aus der Sammlung P. Seelmann. Das Foto oben vom 30. 8. 1996 stammt von K. Feuerfeil. Beide Fotos wurden dem Bericht "Haltestelle Lobau reaktiviert" von Alfred Horn im Heft EÖ 11/1996, S. 478 entnommen.

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227

Samstag, 18. Juni 2011, 19:39

Fortsetzung Nr. 123 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 180 Jahren:

17. 06. 1831:
Die erste offizielle Kesselexplosion in der noch jungen Geschichte der Dampfeisenbahn in Charleston (South Carolina, USA): Das Lokpersonal der Lokomotive "Best Friend of Charleston" der South Carolina Canal & Railroad Company zieht ein Sicherheitsventil fest, worauf es zur Kesselexplosion kommt, die die gesamte Lokbesatzung tötet.

Vor 120 Jahren:

14. 06. 1891:
Als der Lokführer eines aus Basel kommenden, aus zwei Lokomotiven und zwölf Waggons (zehn Reisewagen, je ein Post- und Eilgutwagen) sowie mit 530 - 550 Personen besetzten Personenzuges den Zug kurz vor der Station Münchenstein abbremst, stürzt die Brücke über den Hochwasser führenden Fluss Birs in sich zusammen. Die Loks, Post- und Eilgutwagen sowie vier Reisewagen stürzen in den Fluss, ein Reisewagen bleibt an einem Brückenwiderlager hängen und die restlichen fünf Reisewagen bleiben im Gleis und unversehrt. Unfallursache: Mangelhafte Statik der vom Büro Gustave Eiffel im Jahr 1874 konstruierten Brücke.
Opferbilanz: 73 Tote, 171 Verletzte. Dieser Ubfall ist der bisheute schwerste Unfall in der schweizerischen Bahngeschichte. Zu diesem Unfall siehe auch "Der Eisenbahnunfall von Münchenstein".

Vor 85 Jahren:

09. 06. 1926:
In Salt River, drei Kilometer außerhalb von Kapstadt (Südafrika) entgleisen die vier hinteren Waggons eines aus acht Waggons bestehenden Reisezuges, wobei zwei der entgleisten Waggons gegen die Brückenaufbauten stoßen. Unfallursache: Die Schraubverbindung zwischen einer auf der Brücke montierten Schutzschiene und der Fahrschiene hatte sich gelöst und die Entgleisung bewirkt.
Opferbilanz: 17 Tote, 40 - 50 Verletzte.

Vor 75 Jahren:

22. 06. 1936:
In Karymskoje (ehem. Sowjetunion) fährt ein Reisezug auf den vor ihm fahrenden Zug auf. Unfallursache: Fehlverhalten des Fahrdienstleiters, der den Folgezug abfertigt, obwohl die Strecke noch durch den vorausfahrenden Zug belegt ist. In der Sowjetunion wird damals hart durchgegriffen: Der Fahrdienstleiter wird wegen Herbeiführung eines Unglücks zum Tod verurteilt, acht weitere Mitarbeiter erhalten Gefängnisstrafen zwischen drei und zehn Jahren.
Opferbilanz: 51 Tote, 52 Verletzte.

Vor 50 Jahren:

13. 06. 1961:
Im Bereich der westlichen Bahnhofsausfahrt von Esslingen stoßen zwei Nahverkehrszüge frontal zusammen, wobei die jeweils ersten Wagen der beiden Züge eine Böschung bis zum Ufer des Neckar hinunter stürzen. Die Strecke ist wegen Bauarbeiten zum Unfallzeitpunkt zwischen den Bahnhöfen Esslingen und Stuttgart-Obertürkheim nur eingleisig befahrbar. Die Unfallursache (menschliches Versagen oder Fehler in der Signaltechnik) kann nicht eindeutig geklärt werden und das von der Staatsanwaltschaft eingeleitete Ermittlungsverfahren wird nach sieben Jahren ohne Ergebnis eingestellt.
Opferbilanz: 35 Tote, zahlreiche Verletzte.

Vor 50 Jahren:

18. 06. 1961:
In Vitry-le-François (Frankreich) entgleisen die 14 hinteren Waggons eines aus 18 Waggons bestehenden Schnellzuges Straßburg - Paris und stürzen über den Bahndamm in sumpfiges Gelände, was die Bergungsmaßnahmen enorm erschwert.
Opferbilanz: 27 Tote, 218 Verletzte, 89 davon schwer.

Vor 45 Jahren:

13. 06. 1966:
In Matunga, einem Vorort von Bombay (heute Mumbai, Indien), stoßen zwei elektrische Nahverkehrszüge frontal zusammen. Zwei Eisenbahner werden vom Dienst dispensiert, aber keine offizielle Unfallursache genannt.
Opferbilanz: 60 Tote.

Vor 30 Jahren:

11. 06. 1981:
Bei der Durchfahrt mit 120 km/h durch den Bahnhof Erfurt-Bischleben (ehem. DDR) bemerkt der Lokführer des D 1453 (Düsseldorf - Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz) eine Gleisverwerfung und leitet eine Schnellbremsung ein. Dabei bleiben die Lok der Reihe 132 und die ersten drei Wagen mit der Lok gekuppelt im Gleis, die Wagen 4 und 5 stürzen einen Hang hinunter, die Wagen 6, 7, 8 und 10 entgleisen, bleiben aber im Schotterbett stehen. Wagen 7 stößt hingegen frontal gegen ein Stellwerk und wird dabei zur Hälfte zerstört. Der Großteil der Todesopfer befindet sich in diesem Wagen. Wie damals in der DDR üblich, gibt es kaum Informationen über die Ursache der Gleisverwerfung. Es wird jedoch vermutet, dass Panzer der NVA und der Sowjetarmee die Gleise verbotener Weise überquert hatten. Für diese Vermutung spricht auch, dass noch am Abend des Unglückstages Bergepanzer vorfahren, um die Waggons von den Gleisen zu ziehen. Die Drehgestelle werden abmontiert und abtransportiert sowie die Wagenkästen samt Inneneinrichtung abgefackelt. Offenbar will man allfällige Spuren, die auf die wahre Unfallursache hindeuten könnten, vernichten.
Opferbilanz: 14 Tote, 93 Verletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Wikipedia, Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr.
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Samstag, 25. Juni 2011, 12:39

Fortsetzung Nr. 124 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 90 Jahren:

25. 06. 1921:
In Beaucourt Hamel (Frankreich) entgleist bei einem von Lille nach Paris fahrenden Schnellzug bei einer Geschwindigkeit von 95 km/h der vorschriftswidrig am Zugschluß gereihte Gepäckwaggon während der Fahrt über eine Brücke über den Fluß Ance. In der Folge entgleisen die drei vor dem Gepäckwaggon gereihten Reisewagen ebenfalls und stürzen anschließend eine Böschung hinunter. Als Auslöser für den Unfall werden entweder ein kleiner Gleisdefekt oder eine Gleisverwerfung vermutet.
Opferbilanz: 25 Tote, 60 Verletzte.

25. 06. 1921: Bei Amroha an der von Delhi nach Moradabad (Indien) führenden Nebenbahn wird die Strecke auf einer Länge von 135 m durch einen Hochwasser führenden Fluß weggerissen. Ein Personenzug kann nicht rechtzeitig zum Halten gebracht werden, worauf die Lok und die ersten beiden 3.Klasse-Waggons in den Fluß stürzen.
Opferbilanz: 42 Tote.

Vor 30 Jahren:

25. 06. 1981:
Von diesem Unfall in der Nähe des Kurortes Gagra (ehemalige Sowjetunion, heute Georgien) gibt es, wie es zu Sowjetzeiten häufig der Fall war, keine offiziellen Meldungen. Das Wissen über den Unfall stammt von ausländischen Reisenden, die darüber in Moskau westlichen Korrespondenten berichteten. Demnach sollen bei Gagra ein Schnellzug und ein Nahverkehrszug frontal zusammengestoßen sein.
Opferbilanz: 70 Tote, mehr als 100 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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Samstag, 2. Juli 2011, 12:29

Fortsetzung Nr. 125 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 105 Jahren:

01. 07. 1906:
Um 01:57 Uhr entgleist der Boat Special Express von Davenport bei Plymouth nach London-Waterloo in der Bahnhofsausfahrt von Salisbury in einem nur mit einer v/max von 48 km/h befahrbaren engen Gleisbogen mit einer Geschwindigkeit von 96 km/h. Die aus den Gleisen kippende Lok streift einen entgegenkommenden Milchzug, zertrümmert in weiterer Folge einen Brückenpfeiler und stößt gegen eine hinter der Brücke stehende Lok. Der erste Waggon zerschellt an der stehenden Lok, der zweite an einem Brückentrager und der dritte Waggon wird vom vierten Waggon zerstört, der seinerseits keine größere Schäden davonträgt.
Unfallursache: Die beiden Bahngesellschaften South Western und Great Western Railway lieferten sich zu dieser Zeit einen heftigen Konkurrenzkampf um die Passagiere der Überseedampfer. Um keine Verspätungen aufzureißen bzw. um eventuelle Verspätungen aufzuholen, hatte sich bei den Lokpersonalen der Gesellschaften die Unsitte eingebürgert, die Geschwindigkeit beim engen Gleisbogen an der Bahnhofsausfahrt von Salisbury immer mehr zu erhöhen, obwohl nur 48 km/h erlaubt waren. Die Boat Special Expresszüge waren die einzigen Züge, die in Salisbury planmässig durchfuhren. Letzendlich war es bei den Lokpersonalen Sitte, den Bogen in Salisbury mit ca. 95 km/h zu durchfahren. Am Unglückstag war jedoch eine schwerere Lok mit höherem Schwerpunkt dem Zug vorgespannt. Der Lokführer achtete aber nicht darauf und fuhr mit 96 km/h durch den Gleisbogen, worauf das Unglück seinen Lauf nahm.
Opferbilanz: 28 Tote, zahlreiche Verletzte.

Vor 85 Jahren:

03. 07. 1926:
Ein von Le Havre nach Paris verkehrender Schnellzug entgleist im Bahnhof von Achères bei einer Geschwindigkeit von rd. 100 km/h, wobei die Lok, die Pacific 231-603 sowie die ersten beiden Waggons schwer beschädigt werden.
Unfallursache: Der Zug sollte mit 30 km/h auf ein Nebengleis wechseln, da das Durchfahrtsgleis wegen Bauarbeiten gesperrt war. Der Lokführer, der beim Unfall getötet wurde, missachtete die entsprechende Anweisung.
Opferbilanz: 20 Tote, 98 Verletzte.

Vor 55 Jahren:

30. 06. 1956:
In der Nähe von Oaxaca (Mexiko) entgleisen zwei Reisezugwagen eines aus Mexico City kommenden Zuges und stürzen in eine Schlucht.
Unfallursache: Erdrutsch infolge heftiger Regenfälle.
Opferbilanz: 30 Tote.

Quellen: Wikipedia
Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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Samstag, 2. Juli 2011, 12:52

Vor 85 Jahren am 03. 07. 1926: Durchgehende Eröffnung der Furka - Oberalp-Bahn (FO)

Nach 15-jähriger Bauzeit, mit neunjähriger Unterbrechung zwischen 1916 und 1925 (Kriegswirren, Geldmangel Konkurs der FurkabahnAG etc.) wurde am 03. 07. 1926 der durchgehende Betrieb auf der Furka - Oberalp-Bahn zwischen Brig und Disentis mit Dampflokomotiven aufgenommen. Der durchgehende Verkehr wäre nie zustandegekommen, hätte nicht die Eidgenossenschaft aus militärstrategischen den Weiterbau der Bahn nach dem Konkurs der FurkabahnAG im Jahr 1923 finanziert. So ist es heute möglich, im Glacier-Express mit modernstem Wagenmaterial von St. Moritz nach Zermatt zu reisen.

Wer mehr über die FO, die heute Bestandteil der Matterhorn - Gotthard-Bahn (MGB) ist, wissen möchte, hier bitte: Furka - Oberalp-Bahn.

Weitere Quelle: Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag, Zürich 1963, S. 201ff.
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231

Samstag, 16. Juli 2011, 12:38

Fortsetzung Nr. 126 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 100 Jahren:

17. 07. 1911:
Der aus Basel kommende D 9 durchfährt im Bahnhof Müllheim (Baden-Württemberg) eine baustellenbedingte Langsamfahrstelle anstatt mit den erlaubten 20 km/h mit 100 km/h, worauf der Zug entgleist. Unfallursache: Der Lokführer war nach übermäßigem Alkoholgenuss eingeschlafen. Wein und Bier galten zu dieser Zeit noch als Erfrischungsgetränke, sodass beim folgenden Strafprozess gegen den Lokführer noch ausführlich darüber diskutiert wurde, ob Alkohol die Reaktionsfähigkeit und die Fahrtüchtigkeit eines Lokführers einschränken könne. Das Gericht bejahte diese Frage und stellte den Alkoholgenuss als Hauptursache für den Unfall fest. Der Lokführer wurde zu zwei Jahren und vier Monaten Gefängnis wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung eines Eisenbahntransports verurteilt.
Opferbilanz: 14 Tote, 32 zum Teil schwer Verletzte

Vor 70 Jahren:

20. 07. 1941:
Ein Reisezug, der italienische Gastarbeiter nach Deutschland bringen sollte, wird beim Überqueren eines Viaduktes in der Nähe von Como (Italien) von Ladungsteilen eines entgegenkommenden Güterzuges getroffen.
Opferbilanz: 30 Tote

Vor 30 Jahren:

16. 07. 1981:
Bei Bilaspur (Bundesstaat Madhja Pradesh, Indien) stoßen ein Reisezug und ein Güterzug frontal zusammen.
Opferbilanz: 38 Tote, 42 Verletzte

18. 07. 1981: Knapp außerhalb des Bahnhofes von Dangarva (Indien) entgleist ein Reisezug. Unfallursache: Sabotage durch Entfernen von Gleislaschen.
Opferbilanz: 35 Tote

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, Transpress Verlag, Berlin 1991.
Wikipedia - Liste schwerer Eisenbahnunfälle.
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232

Donnerstag, 21. Juli 2011, 18:53

Fortsetzung Nr. 127 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 90 Jahren:

25. 07. 1921:
Zwischen Tawwi und Peinzalok, ca. 160 km von Rangun (ehemaliges Burma, nunmehr Myanmar) entfernt, stoßen der Postzug von Rangun nach Mandalay und ein Güterzug frontal zusammen. Die beiden Lokomotiven und vier Waggons des Postzuges entgleisen.
Opferbilanz: 104 Tote, 48 Verletzte.

Vor 40 Jahren:

21. 07. 1971:
Der D 370 "Schweiz-Express" von Basel nach Kopenhagen entgleist bei Rheinweiler in einem 75 km/h-Bogen bei einer Geschwindigkeit von 137 km/h. Die Lok der Reihe 103 und sieben der neun Waggons stürzen den Bahndamm hinunter. Die beiden letzten Waggons stürzen zwar um, bleiben aber auf den Gleisen liegen. Bei dem Unfall wird ein Einfamilienhaus zerstört und weitere Häuser beschädigt. Da der Lokführer bei dem Unfall getötet wird, kann die Unfallursache nicht geklärt werden. Ein ursprünglich vermutetes technisches Gebrechen am Schaltwerk der Lok wird in den folgenden Gerichtsverfahren nicht bestätigt, statt dessen wird eine vorübergehende Dienstunfähigkeit (Übelkeit, Schwindelanfall etc.) des Lokführers als wahrscheinliche Unfallursache angenommen.
Opferbilanz: 25 Tote, 121 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr, Wikipedia.
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Samstag, 30. Juli 2011, 19:38

Fortsetzung Nr. 128 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 65 Jahren:

28. 07. 1946:
Ein Richtung Allahabad fahrender Zug fährt im Bahnhof von Bhatni Junction (Indien) auf einen Zug auf, der Richtung Katihar unterwegs ist. Der Schutzwagen dieses Zuges und zwei Reisezugwagen werden zerstört.
Opferbilanz: 223 Tote

Vor 30 Jahren:

31. 07. 1981:
Der aus 15 Reisezugwagen bestehende Awam-Schnellzug von Karachi nach Lahore und Peshawar, der am Ende des Fastenmonats Ramadan mit zahlreichen moslemischen Gläubigen besetzt ist, entgleist in der Nähe von Bahawalpur (Pakistan). Unfallursache: Sabotage durch Entfernen von Schienenlaschen.
Opferbilanz: Mehr als 30 Tote

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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234

Samstag, 6. August 2011, 12:03

Fortsetzung Nr. 129 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 55 Jahren:

07. 08. 1956:
In Barra do Pirai (Brasilien) fährt ein Güterzug auf freier Strecke auf einen Reisezug auf.
Opferbilanz: Mehr als 20 Tote

Vor 40 Jahren:

04. 08. 1971:
Ein Güterzug und ein Reisezug mit 300 Messebesuchern stoßen außerhalb des Bahnhofes Lipe südlich von Belgrad (ehem. Jugoslawien) auf freier Strecke zusammen. Unfallursache: Der Güterzug hätte im Bahnhof Lipe die Kreuzung mit dem Reisezug abwarten sollen. Aus nicht bekannten Gründen fährt der Güterzug durch den Bahnhof, worauf es zum Zusammenstoß kommt. Der Lokführer des Güterzuges, sein Beimann sowie vier Mitarbeiter des Bahnhofes Lipe werden verhaftet.
Opferbilanz: 35 Tote

Vor 25 Jahren:

06. 08. 1986:
Der Schnellzug von Tatangar nach Amritsar stößt in der Nähe von Palamau (Bundesstaat Bihar, Indien) mit ein paar Güterwaggons zusammen, die sich zuvor von einem Güterzug gelöst hatten. Die Reisezugwagen des Schnellzuges stürzen nach dem Zusammenstoß in einen Kanal. Rund 150 Fahrgäste werden in den Waggons eingeschlossen und müssen bis zu 18 Stunden auf ihre Rettung warten.
Opferbilanz: Ca. 50 Tote

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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Sonntag, 21. August 2011, 20:43

Fortsetzung Nr. 130 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 85 Jahren:

19. 08. 1926:
Der D 8 von Berlin nach Köln entgleist in den frühen Morgenstunden zwischen den Bahnhöfen Leiferde und Meinersen (Kreis Gifhorn), ca. 40 Kilometer östlich von Hannover bei einer Geschwindigkeit von ca. 85 km/h. Dabei stürzen die Lok und die folgenden sieben Waggons einen Hang hinunter. Ein Schlafwagen und ein Wagen dritter Klasse schieben sich ineinander und werden zerstört. Die meisten Toten befinden sich in diesen beiden Waggons. Einem Signalwärter gelingt es, den Folgezug rechtzeitig vor der Unfallstelle anzuhalten. Der Unfall hätte sonst noch wesentlich größere Auswirkungen gehabt.
Als Unfallursache wird Sabotage durch Entfernen eines 15 m langen Schienenstückes festgestellt und am 08. 09. 1926 werden die beiden Wandermusiker Otto Schlesinger und Willi Weber als Täter verhaftet. Ihr Beweggrund war die Absicht, den Postwaggon auszurauben. Angesichts des Unfallausmaßes verlieren sie aber die Nerven und flüchten von der Unfallstelle, werden aber dabei beobachtet, sodass sie schließlich in Hannover verhaftet werden können.
Die beiden Haupttäter werden vom Schwurgericht Hildesheim zum Tod verurteilt. Der Bruder Webers, der die beiden zur Tat angestiftet hatte, wird zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Auf Grund eines Gnadengesuches, das u. a. auch von Albert Einstein und Max Liebermann unterzeichnet ist, werden die Haupttäter im Jahr 1927 begnadigt und die Todesstrafe in lebenslange Zuchthausstrafe umgewandelt.
Opferbilanz: 21 Tote, 1 Schwerverletzter, 39 Leichtverletzte.

Vor 60 Jahren:

18. 08. 1951:
Bei Székesfehérvár in Ungarn stoßen ein Schnellzug und ein Personenzug frontal zusammen. Unfallursache: Fehlverhalten einer in Ausbildung befindlichen Stellwerkswärterin.
Opferbilanz: über 150 Tote.

24. 08. 1951: Der Express Basel - Calais fährt im Bahnhof von Sary-sur-Sud bei Metz (Frankreich) auf dem im Bahnhof stehenden Express Frankfurt/Main - Paris auf. Dabei wird der Gepäckwagen am Zugschluss des stehenden Zuges total zerstört und die beiden vor ihm gereihten Waggons ineinandergeschoben. Unfallursache: Fehlverhalten des Stellwerkswärters.
Opferbilanz: 21 Tote, ca. 35 Verletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag und Wikipesia - Liste schwerer Eisenbahnunfälle.
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Samstag, 27. August 2011, 12:34

Fortsetzung Nr. 131 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 150 Jahren:

25. 08. 1861:
Im 7 km von Brigthon entfernten Clayton-Tunnel fährt ein regulärer Reisezug ca. 200 m nach der Tunneleinfahrt auf einen vor ihm verkehrenden Sonderzug auf. Dabei werden zwei Waggons des Sonderzuges zerstört und die Lok des Reisezuges verkeilt sich zwischen den Tunnelwänden.
Unfallursache: Die Blocksignale beiderseits der Tunnelportale werden von Signalwärtern bedient, die sich mittels Telegrafen verständigen. Am Unglückstag verkehren vor dem regulären Reisezug zwei Sonderzüge im Abstand von fünf Minuten. Der Wärter an der Tunneleinfahrt hat bereits 18 Stunden Dienst hinter sich und döst vor sich hin. Nach der Einfahrt des ersten Sonderzuges vergisst er daher das Zurückstellen des Signals und döst weiter. Erst als der zweite Sonderzug auf Grund des frei zeigenden Signals in den Tunnel einfährt, bemerkt er seinen Fehler und gibt dem Zug mit seiner Signalfahne Haltzeichen, nimmt aber gleichzeitig an, dass diese vom Zugpersonal nicht gesehen worden seien. Deshalb fragt er beim Posten an der Tunnelausfahrt an, ob der Zug den Tunnel verlassen hätte. Der Wärter an der Tunnelausfahrt, der von der Einfahrt des zweiten Sonderzuges nichts weiß, bezieht die Anfrage auf den ersten Sonderzug und beantwortet die Anfrage mit ja. Daraufhin gibt der Wärter an der Tunneleinfahrt die Einfahrt für den regulären Reisezug frei. Die Lokmannschaft des zweiten Sonderzuges hatte das Haltezeichen entgegen der Vermutung des Signalwärters jedoch gesehen, hält im Tunnel an und schiebt den Zug zurück, um nach den Grund des Haltezeichens zu fragen. Ca. 200 m nach der Tunneleinfahrt kommt es dann zum Zusammenstoß.
Opferbilanz: 21 Tote, ca. 230 meist Schwerverletzte.

Vor 100 Jahren:

25. 08. 1911:
Als ein aus 14 Waggons bestehender Sonderzug, der Gewerkschaftsveteranen einschließlich ihrer Familienangehörigen von einem Vetreranentreffen nach Hause bringen soll, bei Manchester (Bundesstaat New York) über eine Brücke über den Canandagua River fährt, entgleisen einige Waggons wegen eines Schienenbruches. Dabei stürzt der siebente Waggon 12 Meter in den Fluss ab. Die meisten Toten befinden sich in diesem Waggon.
Opferbilanz: 28 Tote.

Vor 90 Jahren:

27. 08. 1921:
Ein Personenzug mit Ausflüglern von Ladispoli bei Civita Vecchia nach Rom stößt mit einer rangierenden Lokomotive zusammen.
Opferbilanz: 29 Tote, über 100 Verletzte.

Vor 30 Jahren:

31. 08. 1981:
Der Schnellzug Madras - Delhi (Indien) entgleist in der Nähe des Bahnhofes Asifabad Road.
Opferbilanz: Über 25 Tote, über 40 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag Stuttgart 1996.
Wikipedia - Liste schwerer Eisenbahnunfälle.
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Samstag, 3. September 2011, 13:12

Fortsetzung Nr. 132 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 85 Jahren:

01. 09. 1926:
Der Postzug von Barcelona nach Valencia fährt zwischen den Bahnhöfen Anettla und Ampolla (Spanien) in eine auf Grund heftiger Regenfälle ausgelöste Mure und entgleist. Dabei wird ein Waggen 3. Klasse zerstört.
Opferbilanz: 25 Tote, 50 Verletzte.

05. 09. 1926: Auf Grund überhöhter Geschwindigkeit in einem Bogen entgleist der "Scenic Limited-Express" bei Waco (Bundesstaat Colorado, USA). Die Lok und sechs der 14 Waggons stüzen in den Fluss Arkansas.
Opferbilanz: 23 Tote, über 50 Schwerverletzte.

Vor 55 Jahren:

01. 09. 1956:
In der Nähe von Mahububnagar (Indien) stürzen nach dem Zusammenbruch einer Brücke zwei Waggons eines Schmalsur-Postzuges in einen Hochwasser führenden Fluss. Die meisten Fahrgäste der beiden Waggons ertrinken, nur die in einem der beiden Waggons die Post sortierenden Beamten überleben. Ein Dorfbewohner muss mit seinem Fahrrad zum acht Kilometer entfernten Bahnhof Mahububnagar fahren, um die Retter alarmieren zu können. Massive Regenfälle erschweren jedoch die Rettungsarbeiten.
Opferbilanz: 112 Tote.

05. 09. 1956: Im unbesetzten Bahnhof von Robinson (Bundesstaat New Mexico, USA) sollen zwei mit je zwei Dieselloks gezogene Schnellzüge kreuzen. In unbesetzten Bahnhöfen ist es Vorschrift, dass der Lok-Beimann des zuerst eingefahrenen Zuges die Weichen bedient. Nachdem der Richtung Osten fahrende Zug auf dem Nebengleis eingefahren ist, geht der Beimann zur Einfahrweiche aus der Gegenrichtung und schließt diese auf, was nicht den Vorschriften entspricht. Als sich der Richtung Westen fahrende Gegenzug nähert, betätigt der Lokführer des wartenden Zuges mehrmals das Spitzensignal, offenbar, um den Beimann vor dem sich nähernden Zug zu warnen. Der Beimann interpretiert die Signale aber so, dass er etwas falsch gemacht habe, ist verwirrt und stellt die bereits aufgeschlossene Einfahrweiche in die Ablenkung, worauf der Gegenzug mit etwa 100 km/h mit dem wartenden Zug zusammenstößt. Die meisten Todesopfer sind Eisenbahner, nämlich die Lokpersonale mit Ausnahme des schuldigen Beimannes sowie die Personale der hinter den Lokomotiven gereihten Schlaf- und Speisewagen des Richtung Westen fahrenden Zuges.
Opferbilanz: 20 Tote.

Vor 35 Jahren:

06. 09. 1976:
Ein Nahverkehrszug in das Eingeborenenviertel Daveyton fährt in Benoni (Südafrika) auf einem vor einem Signal wartenden Schnellzug auf. Die Unfallursache (falsche Signalstellung oder Nichtbeachtung des Signals) ist unbekannt. Alle Toten befinden sich im Nahverkehrszug.
Opferbilanz: 31 Tote.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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Samstag, 10. September 2011, 14:02

Fortsetzung Nr. 133 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 105 Jahren:

18. 09. 1906:
Ein von Fort Worth nach Chicago fahrender Personenzug stürzt bei Dover (Bundesstaat Oklahoma, USA) in den Fluss Cimarron, als die bei einem sturmebedingten Hochwasser am Vortag beschädigte Brücke während der Überfahrt des Zuges einstürzt.
Opferbilanz: 20 Tote

Vor 100 Jahren:

23. 09. 1911:
Ein Spiegelbild des oben geschilderten Unfalles: Bei Montreuil-Bellay (Frankreich), 13 km von Saumur entfernt, stürzen die beiden Lokomotiven und die ersten drei Waggons in den Fluss Thouet, als nach einem Hochwasser ein Brückenpfeiler einstürzt.
Opferbilanz: 22 Tote, 27 Verletzte

Vor 90 Jahren:

10. 09. 1921:
Ein von Strasbourg nach Lyon fahrender vollbesetzter Schnellzug, der Soldaten aus dem Rheinland und aus Elsaß-Lothringen in den Urlaub bringen soll, entgleist bei der Einfahrt in den Bahnhof von Les Eschets. Drei Waggons entgleisen, wobei deren Holzaufbauten zerstört werden.
Unfallursache: Während des 1. Weltkrieges wurde wegen des akuten Mangels an Schienenmaterial zwischen Bourg-en-Bresse und Lyon ein Streckengleis abgebaut, um es anderweitig einsetzen zu können. Die Bahnhöfe wurden provisorisch zu Kreuzungsbahnhöfen umgebaut, wobei die v/max. beim Befahren der Weichen lediglich 20 km/h betragen durfte. Der Schnellzug fuhr jedoch mit weit überhöhter Geschwindigkeit in das Kreuzungsgleis ein. Besondere Ironie am Rande: Die Genehmigung zum Wiederaufbau des zweiten Streckengleis war im August 1921 erteilt worden. Noch bevor mit den Arbeiten begonnen werden konnte, passierte der Unfall.
Opferbilanz: 38 Tote

Vor 85 Jahren:

13. 09. 1926:
Im Bahnhof von Murulla an der Bahnstrecke von Mumunundi nach Wingen (Bundesstaat New South Wales, Australien) lösen sich bei Verschubarbeiten fünf mit Wolle beladene Güterwagen von der Verschubeinheit und entlaufen mit großer Geschwindigkeit auf die freie Strecke mit starkem Gefälle und stoßen in der Folge mit dem entgegenkommenden Postzug Maree - Sydney zusammen. Die sich überschlagenden Güterwaggons werden dabei auf den zweiten Waggon des Postzuges geschleudert und fangen Feuer. Die meisten Todesopfer befinden sich in diesem Waggon. Ein Übergreifen der Flammen auf die übrigen Reisezugwagen kann von den Rettungskräften verhindert werden. Lokführer und Zugführer des verschiebenden Güterzuges landen vor Gericht.
Opferbilanz: 27 Tote, 46 Verletzte

23. 09. 1926: Zwischen Akinakano und Umitashi bei Hiroshima (Japan) entgleisen vier Waggons des "Tokio-Shimoneseki-Express", nachdem nach schweren Regenfällen das Gleisbett instabil geworden war.
Opferbilanz: 28 Tote, 40 Verletzte.

Vor 80 Jahren:

13. 09. 1931:
In der Nähe von Biatorbágy westlich von Budapest stürzen die Lokomotive und elf der insgesamt 13 Waggons des Nachtschnellzuges Budapest - Wien mit Kurswagen nach Paris, Ostende und Genua von einem Viadukt 30 m in die Tiefe.
Unfallursache: Sabotage. bei der Untersuchung des Unfallherganges wird festgestellt, dass ein 25 m langes Schienenstück herausgesprengt worden war. Da man in der Nähe des Unfallortes auch einen Fetzen Papier gefunden hat, auf dem "Proletarier, Brüder! Wenn uns der kapitalistische Staat keine Arbeit geben kann, dann geben wir uns selbst welche. Wir haben jede Menge Benzin und Sprengstoff" zu lesen war. Der Verdacht richtet sich daher gegen einige ortsansässige Arbeiter und obwohl die Urheber der Parole ausfindig gemacht werden können, erhärtet sich der Verdacht, die Urheber des Pamphlets seien auch die Attentäter, nicht.
Am 01. 10. 1931 wendet sich das Blatt. In Wien wird auf Wunsch der ungarischen Polizei ein Mann namens Sylvester Matuska einvernommen, der als angeblicher Fahrgast des Unglückszuges Schadenersatz gefordert hatte. Bei der zweiten Einvernahme am 07. 10. wird erverhaftet und er gesteht nicht nur den Anschlag von Biatorbágy, sondern auch zwei Anschläge bei Maria Anzbach an der Westbahn und bei Jüterbog in Deutschland. Bei Gericht macht er den Eindruck eines Verwirrten mit religiösen Wahnvorstellungen. Das Motiv für seine Attentate kann nicht eindeutig geklärt werden. In Österreich wird er für seine beiden Anschläge in Maria Anzbach zu sechs Jahren Kerker verurteilt. Nach vier Jahren Haft wird er an Ungarn ausgeliefert, wo er zum Tod verurteilt, aber zu lebenslanger Haft begnadigt wird. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges gilt Matuska als verschollen.
Der Fall wurde 1982 unter dem Titel „Viadukt“, auch „The Train Killer“ verfilmt. In Deutschland wurde er vom ZDF im Juli 1983 unter dem Titel „Der Fall Sylvester Matuska“ gesendet.
Opferbilanz: 24 Tote, 14 Schwerverletzte, viele Leichtverletzte

Vor 70 Jahren:

16. 09. 1941:
Der Schnellzug Nr. 8 von Tokio nach Sanyo fährt 14 km westlich von Himeiji auf einen Richtung Kyoto fahrenden Zug auf. Unfallursache: Der Lokführer des Schnellzuges hatte mehrere Halt zeigende Signale überfahren.
Opferbilanz: &7 Tote, 67 Verletzte, davon 19 Schwerverletzte

Vor 65 Jahren:

23. 09. 1946:
Der "Lucknow-Express" entgleist zwischen den Bahnhöfen Dighwara und Barra Gopal (Indien).
Opferbilanz: 27 Tote, 70 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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Freitag, 23. September 2011, 22:14

Transrapid-Unfall am 22. 09. 2006

Gestern jährte sich der Transrapid-Unfall von Lathen zum fünften Mal. Im Andenken an die 23 Toten hier noch einmal ein paar Bilder von der Unfallstelle: NDR.de

PS.: Die Transrapid-Teststrecke wird übrigens mit Ende des Jahres eingestellt. Siehe hier.
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Sonntag, 25. September 2011, 12:30

Fortsetzung Nr. 134 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 80 Jahren:

Ende September 1931:
Bei einem Militärmanöver bei Leningrad (heute St. Petersburg) explodiert ein Truppentransportzug, wobei die Lokomotive und zwölf Waggons völlig zerstört werden.
Opferbilanz: viele Todesopfer

Vor 60 Jahren:

25. 09. 1951:
Der verspätete D 589 (Wien Süd - Rom) fährt im Bahnhof Langenwang bei Mürzzuschlag einem Güterzug, der gerade dabei ist, von Gleis 4 auf Gleis 3 umzusetzen, in die Flanke. Beim Zusammenstoß entgleisen die ersten drei hinter der Lok gereihten Waggons und der dritte Waggon mit Holzkastenaufbau wird unter den zweiten Waggon, einem Gepäckwaggon mit Stahlkastenaufbau geschoben. 21 Fahrgäste, hauptsächlich italienische Eisenbahner, die bei einem österreichischen Kollegen zu Besuch waren, sterben allein in diesem Waggon.
Unfallursache: Der Fahrdienstleiter von Langenwang will die Verspätung des D 589 für eine Verschubfahrt des Güterzuges von Gleis 4 auf Gleis 3 nützen und ist der Meinung, diese Verschubfahrt ohne weitere Verspätung des D 589 noch vor dessen Durchfahrt abwickeln zu können, wobei die Hauptgleise gekreuzt werden müssen. Dabei verkalkuliert sich der Fdl., weil er nicht bedenkt, dass vor der Verschubfahrt auf Gleis 3 noch einige Wagengruppen zusammengeschoben werden müssen. Dazu kommt noch, dass der Aufenthalt des D 589 in Mürzzuschlag gekürzt werden kann und der Zug früher in Langenwang sein wird, als vom Fdl. angenommen. Um den D 589 nicht zu lange zu verhalten, stellt der Fdl. das Einfahrsignal frei, entblockt Ausfahrvorsignal und Ausfahrsignal und geht nach draußen, um die Verschubfahrt zu beschleunigen.
Als die Verschubfahrt gerade dabei ist, die Durchfahrtsgleise zu queren, nähert sich der D 589 trotz des Halt zeigenden Ausfahrvorsignales mit unverminderter Geschwindigkeit. Der Fdl. läuft dem Zug entgegen und gibt Haltesignale, auf die die Lokmannschaft nicht reagiert. Erst 50 - 60 Meter vor dem Halt zeigenden Ausfahrsignal leitet der Lokführer eine Schnellbremsung ein und der D 589 fährt mit knapp 60 km/h dem Güterzug in die Flanke (siehe dazu untenstehende Skizze).
Der Lokführer und der Zugführer des D 589 sowie der Fahrdienstleiter werden verhaftet. Der Fahrdienstleiter erleidet einen Schock und gibt verworrene Antworten. Der Lokführer verteidigt sich damit, dass er nach dem frei zeigenden Einfahrsignal in einem Bahnhof, in dem der D 589 normalerweise durchfährt, nicht mit einem Halt zeigenden Ausfahrsignal gerechnet habe. Außerdem sei ihm durch die Rauchfahne der Güterzuglok die Sicht auf das Ausfahrsignal genommen worden.


Quelle: Wikipedia

Opferbilanz: 22 Tote, 50 Verletzte, 11 davon schwer.

Wer den AZ-Unfallbericht lesen möchte, hier bitte: AZ

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag 1996; Wikipedia; AZ vom 27. 09. 1951.
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