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dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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301

Dienstag, 31. Juli 2012, 08:26

Über den Reißzug wurde hier eh schon einmal vor einiger Zeit berichtet und zwar im Rätselboard.
dr. bahnsinn - der Forendoktor

grubenhunt

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302

Mittwoch, 1. August 2012, 22:54

Man kann den Reisszug nicht oft genug erwähnen!

Wie gesagt, es handelt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um die älteste sich noch in Betrieb befindliche Eisenbahnanlage der Welt.

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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303

Samstag, 11. August 2012, 13:09

Fortsetzung Nr. 176 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 175 Jahren:

11. 08. 1837:
Bei Suffolk (Bundesstaat Virginia, USA) stoßen ein aus 13 Waggons und mit ca. 200 Fahrgästen besetzter planmäßig verkehrender Personenzug und ein aus 15 Waggons bestehender, mit Holz beladener außerplanmäßiger Güterzug frontal zusammen. Während der Lokführer des Personenzuges seinen Zug noch anhalten kann, gelingt das dem Lokfüherer des Güterzuges nicht. Beim Zusammenstoß werden die ersten drei hinter der Lok gereihten ineinander geschoben und zerstört. Einige Reisende, die den Zusammenstoß kommen sehen, springen ab und stürzen den Abhang hinunter (siehe die Zeitgenössische Darstellung unten). Es handelt sich dabei um den ersten Frontalzusammenstoß mit Todesopfern in der Eisenbahngeschichte. Schuld an dem Unfall hat der Lokführer des Güterzuges, weil er erstens zu schnell unterwegs war und zweitens nicht beachtet hatte, dass der Prsonenzug auf der Strecke war.
Opferbilanz: 3 Tote und Dutzende Verletzte.


Quelle: Southworth Allen Howland: Steamboat disasters and Railroad accidents in the United States: to which is appended accounts of recent shipwrecks, fires at sea, thrilling incidents, etc. Worcester, Massachusets 1840, S. 286.


Vor 125 Jahren:

10. 08. 1887:
Streckenarbeiter der Toledo, Peoria and Western Railroad (TP&W) hatten auf Grund der heißen und trockenen Witterung entlang der Bahnstrecke bei Chatsworth (Bundesstaat Illinois, USA) am Vortag sogenannte Brandstreifen angelegt, um bei allfälligen Flurbränden ein Übergreifen der Flammen auf den Bahnkörper zu vunterbinden. Dabei dürfte nach dem kontrollierten Abbrennen des Brandstreifens das Feuer nicht ordentlich gelöscht worden sein, flammte wieder auf und beschädigte eine Holzfachwerkbrücke schwer.
In den Nachtstunden fährt ein aus zwei Lokomotiven, drei Gepäckwaggons, sechs Reisewagen und sechs Schlafwagen bestehender, von Peoria zu den Niagarafällen verkehrender Schnellzug über die beschädigte Brücke, worauf diese unter der Last des Zuges zusammenbricht. Während die Vorspannlokomotive noch unbeschädigt über die Brücke kommt, schlägt die Zuglokomotive am Hang unerhalb der Brücke auf und die ersten neun Waggons stürzen nach der Reihe in die Tiefe. Lediglich die sechs Schlafwagen bleiben im Gleis stehen.
Opferbilanz: Die Angaben über die Zahl der Toten schwankt zwischen 81 und 85, die der Verletzten zwischen 169 und 372.

Vor 90 Jahren:

13. 08. 1917:
Zwischen Moskau und Petrograd (Russland) stoßen ein Personen- und ein Gepäckzug frontal zusammen.
Opferbilanz: 60 Tote, 150 Verletzte.

Vor 60 Jahren:

06. 08. 1952:
Bei der Einfahrt in den Bahnhof Drownino, zwischen Moschaisk und Gschatsk an der Strecke Moskau –Smolensk gelegen, rammt ein Personenzug um 2:00 Uhr ein im Gleis stehendes Pferd. Die Lokomotive entgleist, die nachfolgenden Wagen schieben sich ineinander. Bei der Dampflokomotive der Baureihe Л ist kurz zuvor der Scheinwerfer ausgefallen, sodass der Lokführer das Pferd erst aus kurzer Entfernung bemerkt und nicht mehr bremsen oder rechtzeitig Signal geben kann.
Opferbilanz: 109 Tote, 211 Verletzte.

Vor 25 Jahren:

07. 08. 1987:
Ein über 5000 Tonnen schwerer, aus Bataisk kommender Getreidezug fährt um 1:30 Uhr (23:30 Uhr des 6. August nach MEZ) auf den im Bahnhof von Kamensk-Schachtinski (Station Kamenskaja) haltenden Personenzug Nr. 335 Rostow am Don–Moskau auf. Das Zugpersonal des Güterzugs hat bereits vor dem Bahnhof Lichaja südlich von Kamensk eine defekte Bremskupplung bemerkt und schließt nach dem Halt die Absperrhähne hinter dem sechsten von 55 Wagen. In Lichaja übernimmt neues Personal den Zug, wird aber nicht über die defekte Bremse informiert. Da der Zug wegen der stark belasteten Strecke außerplanmäßig dem kurz zuvor abgefahrenen Personenzug folgen sollte, wird in der Eile eine Bremsprobe nicht oder nur unzureichend durchgeführt. Der Triebfahrzeugführer bemerkt die nicht funktionsfähige Bremse erst auf der längeren Gefällestrecke nach Kamenskaja, wo er das allmähliche Beschleunigen von 65 auf über 100 km/h nicht verhindern kann, und informiert über Funk das Bahnhofspersonal. Da alle weiteren Gleise des Bahnhofs belegt sind, teilweise mit Chemikalienwagen, soll der Personenzug ohne Halt durchfahren, kann aber darüber nicht informiert werden, weil sein Zugfunk ausgefallen ist. Nach dem Halt weist der Diensthabende des Bahnhofs deshalb mündlich die sofortige Weiterfahrt an, was aber misslingt, weil Reisenden bereits mit dem Aussteigen begonnen hatten und ein Wagenbegleiter in Unkenntnis der Situation beim Wiederanfahren des Zuges die Notbremse zieht. Zwar reißen sich bei der Fahrt durch die Weichen des Bahnhofskopfes die Wagen des Güterzuges von der Lokomotive los, entgleisen und stürzen eine Böschung hinunter, aber die Lokomotive, eine ВЛ80с mit drei Sektionen, prallt mit möglicherweise 140 km/h auf das Ende des Personenzuges. Drei Wagen werden völlig zerstört, alle Fahrgäste in diesen Waggons getötet. Ein weiterer Arbeiter stirbt bei den Aufräumarbeiten durch Stromschlag, das Lokpersonal des Güterzuges überlebt.
Fünf leitende Beamte und einige Inspektoren werden entlassen. Im November 1988 wird zudem bekannt, dass zwei Eisenbahner wegen Nachlässigkeit im Dienst zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden waren.
Opferbilanz: 106 Tote, ca. 100 Verletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996 und Wikipedia.
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304

Samstag, 18. August 2012, 12:15

Nachtrag zu den Fortsetzungen Nr. 175 und 176 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 5 Jahren:

01. 08. 2007:
Bei In der Nähe von Banaleka (Dem. Rep. Kongo) entgleist ein Güterzug, wobei zahlreiche blinde Passagiere zu Schaden kommen.
Opferbilanz: 160 Tote, über 200 Verletzte.

Vor 95 Jahren:

07. 08. 1917:
Ein Schnellzug von Genua nach Mailand entgleist im Bahnhof von Arguata Scrivia, wobei drei Waggons umstürzen.
Opferbilanz: 34 Tote, ca. 100 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996 und Wikipedia.
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305

Samstag, 25. August 2012, 12:08

Fortsetzung Nr. 177 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 85 Jahren:

25. 08. 1927:
Als auf dem 1913 m hohen Montenvers bei Chamonix (von wo man eine schöne Aussicht auf das Mer de Glace, dem größten Gletscher Frankreichs hat), auf den die 5,1 km lange Zahnradbahn Chemin de fer du Montenvers führt, heftiger Schneesturm einsetzt, versuchen die zahlreich anwesenden Touristen in Scharen ins Tal zu gelangen. Daher werden drei Züge talwärts in Verkehr gesetzt. Durch eine Fehlhandlung des Lokführers eines der Züge kommt es zu einer ruckartigen Bremsung des Zuges, bei der der Schaffner, der gerade dabei ist, die Abteiltüren zu schließen, aus dem Zug fällt. Daraufhin verliert der Lokführer die Nerven und anstatt zu bremsen, beschleunigt er den Zug. Auf dem Viadukt in der Nähe des Grand Hotels de Montenvers entgleist schließlich der Zug und stürzt 13 Meter in die Tiefe, wobei er Teile der Zahnstange mit sich reißt.
Opferbilanz: Ca. 20 Tote.

Vor 65 Jahren:

23. 08. 1947:
Bei einem gerade bei Velten nördlich von Berlin fahrenden Personenzug beginnt aus einem in der Gepäckablage verstauten Blechkanister Benzin zu tropfen, das sich an der Zigarette eines Fahrgastes entzündet und auf ein Paket mit Nitratfilmen übergreift, worauf sich der Brand explosionsartig ausbreitet und obwohl der Schaffner sofort die Notbremse zieht, geraten die Fahrgäste in Panik und der daraus resultierende Tumult fordert zahlreiche Opfer.
Opferbilanz: 24 Tote, 35 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transprees Verlag, Stuttgart 1996.
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306

Samstag, 1. September 2012, 12:33

Fortsetzung Nr. 178 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 130 Jahren:

03. 09. 1882:
Am Abend des 3. September ist ein aus 28 Waggons mit Holzaufbauten und mit rd. 1200 Fahrgästen besetzter Sonderzug auf der Breisacher Bahn von Freiburg im Breisgau nach Colmar unterwegs. Weil derZug auf Grund eines in den Abendstunden niedergegangenen Gewitters in Freiburg mit Verspätung abfährt, versucht der Lokführer durch zügige Fahrt die Verspätung aufzuholen. Bei Hugstetten sieht er, dass das Gleis auf Grund des Gewitters unterspült ist. Er leitet eine Schnellbremsung ein, die jedoch weitgehend wirkungslos bleibt, da die sieben Bremser, die auf den Waggons mitfahren, ihre Plätze noch nicht eingenommen haben! Die nachschiebenden Waggons bringen die Lok zum Entgleisen, die in einem Sumpf neben dem Gleis steckenbleibt. Von den 28 Waggons entgleisen 25, verkeilen sich ineinander und die Holzaufbauten zersplittern. Nur drei Waggons bleiben im Gleis stehen.
Opferbilanz: 69 (64 waren sofort tot, fünf sterben in den Folgetagen im Spital), 230 Verletzte. Es ist das schwerste Zugsunglück in Deutschland im 19. Jh.

Vor 110 Jahren:

01. 09. 1902:
Bei Berry (Bundesstaat Alabama, USA) entgleist ein Personenzug aus unbekannten Gründen.
Opferbilanz: 21 Tote.

Vor 65 Jahren:

01. 09. 1947:
Der in westliche Richtung fahrende Sonderzug Nr. 6001 soll auf Grund seiner Verspätung im Bahnhof Dugald (Provinz Manitoba, Kanada) den in östliche Richtung fahrenden Zug Nr. 4 anstatt in Vivian kreuzen. Die Zugmannschaft des Zuges 6001 wird angewiesen, bei der Einfahrt in den Bahnhof die Weiche selbst in die Ablenkung zu stellen. Die Lokmannschaft ignoriert jedoch diese Anweisung und fährt mit rd. 50 km/h auf dem Hauptgleis in den Bahnhof, wo er mit dem wartenden Zug Nr. 4 zusammenstößt. Da neun Waggons noch Holzaufbauten und Gasbeleuchtung haben, bricht Feuer aus, das die Waggons weitgehend zerstört.
Opferbilanz: 31 Tote, 85 Verletzte.

Vor 55 Jahren:

02. 09.1957:
Bei Kendal (Jamaika), 120 km von der Hauptstadt Kingston entfernt, entgleist am Abend des Tages ein mit 1500 Fahrgästen besetzter Ausflugszug in einem Bogen. Acht der zwölf Waggons werden zerstört. Ursache ist ein Bremsversagen.
Opferbilanz: 179 Tote.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996 und Wikipedia.
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307

Samstag, 1. September 2012, 17:48

Nachtrag zur Fortsetzung Nr. 178

Hier noch ein Nachtrag zur Fortsetzung Nr. 178 von heute:

Untenstehendes Foto aus dem Jahr 1882 zeigt die Unfallstelle von Hugstetten an der Breisacher Bahn. Der Unfall in Hugstetten war bis zum Unfall in Genthin am 22. 12. 1939, der 278 Todesopfer und 453 Verletzte forderte, das schwerste Eisenbahnunglück, das sich bis dahin in Deutschland ereignet hatte.

Gemeinfreies Foto aus Wikipedia
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Samstag, 8. September 2012, 12:46

Fortsetzung Nr. 179 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 110 Jahren:

11. 09. 1902:
Die Lokomotive und sieben der acht Waggons des "Madras-Bombay-Postzuges" stürzen bei Mangapatnan (Indien) von einer Brücke in einen Fluss, nachdem der Hochwasser führende Fluss den Hauptpfeiler der Brücke weggespült hatte. Die Fahrgäste der 1. Kl. überleben das Unglück. Einige Postsäcke werden unterhalb der Brücke ans Ufer geschwemmt und die darin enthaltenen Poststücke werden weitergesendet.
Opferbilanz: 62 Tote.

Vor 55 Jahren:

07. 09. 1957:
Bei der Einfahrt in den Bahnhof Nozières-Brignon (Frankreich) entgleist ein aus Paris kommender Schnellzug. Dabei beschädigt die Lok eine Brücke und mehrere Waggons verkeilen sich.
Opferbilanz: 26 Tote, 70 Verletzte.

Vor 30 Jahren:

12. 09. 1982:
Auf einem Bahnübergang mit von einem Wärterhaus bedienten Schranken bei Pfäffikon (Schweiz) erfasst ein Triebwagenzug mit einer Geschwindigkeit von rd. 80 km/h einen deutschen Reisebus, der mit einer Altherren-Fußballmannschaft samt Eherauen aus Schönaich besetzt ist. Der Bus wird in drei Teile zerrissen und fängt Feuer, das auf das Schrankenwärterhaus übergreift. Ein beherzter Autofahrer tritt eine Seitenwand des Wärterhauses ein und zieht die Schrankenwärterin aus den Trümmern.
Unfallursache: Die Schrankenwärterin hatte es verabsäumt, den Schranken rechtzeitig zu schließen. Bei der Gerichtsverhandlung gibt sie an, sich an nichts erinnern zu können. Es wird angenommen, dass sie entweder zu sehr in die Lektüre einer Illustrierten vertieft oder kurz eingenickt war. Das Bezirksgericht Pfäffikon verurteilt die Wärterin zu zwölf Monaten Gefängnis auf Bewährung.
Opferbilanz: 39 Tote, darunter 18 Ehepaare. 43 Kinder aus Schönaich werden durch diesen Unfall zu Vollwaisen.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, Transpress Verlag, Berlin 1991.
Wikipedia
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309

Samstag, 8. September 2012, 17:12

115 Jahre Schneebergbahn

Schneebergbahn feiert 115-jähriges Bestehen

Die Schneebergbahn hat am Samstag ihr 115-jähriges Bestehen begangen. Sie bringt heute wie einst ihre Gäste von Puchberg aus auf den höchsten Berg Niederösterreichs in den Wiener Alpen.

„Die Schneebergbahn musste in ihrer Geschichte viele Tiefen bewältigen, bevor sie zum dem wurde, was sie heute ist: ein wirtschaftlich erfolgreich geführtes Bahnunternehmen, das immer mehr Gäste anlockt“, sagte Verkehrslandesrat Karl Wilfing (ÖVP) bei der Feier auf 1.800 Metern Seehöhe am Bergbahnhof Hochschneeberg. Erst am 15. August sei mit 3.000 beförderten Passagieren der Tagesfahrgastrekord aufgestellt worden.

Seit der Gründung der Niederösterreichischen Schneebergbahn GmbH (NÖSBB) vor 15 Jahren habe sich die traditionsreiche Zahnradbahn zu einem florierenden Vorzeigeprojekt entwickelt. Das vergangene Jahr habe mit 153.500 Fahrgästen eine neue Bestmarke gebracht, so Wilfing.
Angebot in den letzten Jahren attraktiver gemacht

Zahlreiche Neuerungen hätten das Angebot in den vergangenen Jahren noch attraktiver gemacht, erläuterte Geschäftsführer Gerhard Stindl. Der Themenweg „Paradies der Blicke“, der Neubau des Bergbahnhofs Hochschneeberg und die Anschaffung der Salamander-Triebzüge seien Meilensteine in der jüngsten Geschichte gewesen.

Ein Jahr Bauzeit, dann fuhr der erste Zug

Mit dem Bau der Bahntrasse war im Frühjahr 1896 begonnen worden. Den Arbeitern, die aus allen Teilen der Monarchie stammten, standen nur wenige technische Hilfsmittel zur Verfügung. Die Materialtransporte mussten mit Maultier- und Ochsengespannen durchgeführt werden. Zur Unterbringung von Arbeitern und Tieren wurden Baracken und Stallungen am Ortsrand von Puchberg errichtet.

Noch im Herbst 1896 waren der Unterbau und die Tunnel-Durchbrüche fertiggestellt. Am 1. Juni 1897 dampfte der erste fahrplanmäßige Zug bis zur Station Baumgartner. Gleichzeitig gingen auch im oberen Streckenabschnitt die Arbeiten zügig voran. Am 22. September 1897 wurde die gesamte Strecke für den Verkehr freigegeben.


Quelle: ORF NÖ
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dr. bahnsinn

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310

Samstag, 15. September 2012, 12:38

Fortsetzung Nr. 180 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 182 Jahren:

15. 09. 1830:
Es ist zwar kein runder Gedenktag, aber er ist es Wert, heute hier erwähnt zu werden. Der Politiker William Huskisson wird das erste prominente Todesopfer eines Eisenbahnunfalls, als er am Eröffnungstag der Liverpool and Manchester Railway von der Lokomotive The Rocket überfahren wird. In der Literatur wird er oft als der erste genannt, der bei einem Eisenbahnunfall überhaupt zu Tode kam.

Vor 105 Jahren:

19. 09. 1907:
Bei Encarnación (Mexiko) stoßen ein Schnellzug und ein Güterzug frontal zusammen, wobei beide Lokomotiven und einige Waggons des Schnellzuges zerstört werden. Ursache für den Unfall ist nach Nichtabwarten der Zugkreuzung im Bahnhof durch die Lokmannschaft des Güterzuges. Die schuldtragende Lokmannschaft flüchtet nach dem Unfall vom Unfallort, der Lokführer mit amerikanischer Staatsbürgerschaft wird beim Versuch, in die USA einzureisen, festgenommen.
Opferbilanz: Über 60 Tote, 43 Verletzte.

Vor 80 Jahren:

14. 09. 1932:
Auf der Fahrt von Sidi-bel-Abbès nach Tiemcen (Algerien) entgleist bei Turenne ein mit über 500 französischen Fremdenlegionären besetzter Truppentransportzug auf einem oberhalb einer Schlucht entlangführenden Streckenabschnitt. Ursache für die Entgleisung ist das Abrutschen des Hanges auf Grund starker Regenfälle. Die Lok und alle 32 Reisewaggons stürzen in die Schlucht, nur der Dienstwagen bleibt im Gleis.
Opferbilanz: 120 Tote, 150 Verletzte.

Nachtrag zur Fortsetzung Nr. 179:

Vor 35 Jahren:

08. 09. 1977:
Bei Assiut in Oberägypten entgleisen bei einer Geschwindigkeit von 115 km/h acht der elf Reisezugwagen.
Opferbilanz: Der ägyptischer Verkehrsminister gibt die offizielle Zahl von 25 Todesopfern bekannt, während ägyptische Medien in der Folge die Zahl der Todesopfer mit mindestens 70 Toten bekannt geben.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996 und Wikipedia.

PS.: Ein kleines Jubiläum gibt es übrigens auch hier zu feiern: Gestern vor vier Jahren wurde dieses Unterboard ins Leben gerufen und es wurde zwischenzeitlich mehr als 10.000mal aufgerufen.
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311

Samstag, 15. September 2012, 18:31

RE: Fortsetzung Nr. 180 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

PS.: Ein kleines Jubiläum gibt es übrigens auch hier zu feiern: Gestern vor vier Jahren wurde dieses Unterboard ins Leben gerufen und es wurde zwischenzeitlich mehr als 10.000mal aufgerufen.
Ich gratuliere und applaudiere!

dr. bahnsinn

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312

Samstag, 15. September 2012, 18:43

RE: RE: Fortsetzung Nr. 180 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

PS.: Ein kleines Jubiläum gibt es übrigens auch hier zu feiern: Gestern vor vier Jahren wurde dieses Unterboard ins Leben gerufen und es wurde zwischenzeitlich mehr als 10.000mal aufgerufen.
Ich gratuliere und applaudiere!

Danke!
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313

Sonntag, 16. September 2012, 18:18

120 bzw. 115 Jahre Abruzzen-Linie Sulmona - Isernia

In diesen Tagen feiert eine der schönsten Gebirgsbahnen Italiens, die leider massiv von der Eistellung bedroht ist, ihr 120- bzw. 115-jähriges Bestandsjubiläum:

Der südliche Teil der Abruzzen-Linie Sulmona - Isernia wurde am 18. 09. 1892 zwischen Sulmona und Cansano (26 km) und am 18. 09. 1897 zwischen Cansano und Isernia (103 km) eröffnet. Die Abruzzen-Linie besteht aus dem nördlichen Teil von Terni über L'Aquila nach Sulmona und dem südlichen Teil von Sulmona nach Isernia. Sie durchquert die Region Abruzzen im Landesinneren der Länge nach und endet in der Provinzhauptstadt Isernia in der Region Molise. In Sulmona, bekannt als Geburtsort Ovids, besteht Anschluss an die Transversale Rom - Pescara. Ab Isernia gibt es direkte Züge nach Neapel.
Der südliche Abschnitt verläuft über weite Strecken, obwohl die Ausgangspunkte Sulmona (348 m Seehöhe) und Isernia (475 m) relativ niedrig liegen, auf einer Seehöhe von über 1.000 m und erreicht mit 1267 m ihre höchste Höhe. Sie kann daher, was die unwirtlichen Betriebsbedingungen anbelangt, durchaus mit den Alpenbahnen mithalten.
Ihr Gebirgsstreckencharakter wird auch dadurch unterstrichen, dass sie 56 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 24, 4 km aufzuweisen hat. Der Scheiteltunnel Galleria della Maiella misst 2,5 km, längster Tunnel ist jedoch die Galleria Monte Pagano mit 3,1 km.

Leider ist die Strecke massiv von der Einstellung bedroht. Sie hatte stets nur regionale Bedeutung, aber auf Grund der lange Zeit schlechten Straßenverbindungen war die Bahn für die wenigen Einwohner der abgeschiedenen Region unverzichtbar und es hat neben fünf bis sechs Personenzugpaaren lange Zeit auch ein mit Dieseltriebwagen geführtes Schnellzugpaar gegeben. Im Jahr 2005 gab es noch fünf durchgehende Regionalzugpaare, im Jahr 2010 (letzter mir zur Verfügung stehender Fahrplan) waren es nur mehr zwei, dafür aber drei "Auto-Servizio-Paare". Kann sein, dass meine heutiger Bericht über das Bestandsjubiläum schon einen Nachruf auf die Bahnlinie darstellt.

Obwohl sie auch zu Zeiten des 2. Weltkrieges nur regionale Bedeutung hatte, gehörte sie zu den am meisten zerstörten Strecken des FS-Netzes. Der Wiederaufbau konnte erst im Lauf der 60er-Jahre beendet werden.

Quelle: Die Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli-Verlag, Zürich 1963, S. 155ff. Googeln brachte leider kein brauchbares Ergebnis.
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314

Sonntag, 16. September 2012, 22:31

Lieber Dottore,

lt. WIKIpedia wurde die Linie 2011 auf Autobusbetrieb umgestellt, allerdings ist die Bahnlinie nach wie vor betriebsbereit. (Kapitel >la fine dei servizi)

Auch wenn ich eigentlich nur des frz. mächtig bin, fürchte ich, den artikel richtig verstanden zu haben.

dr. bahnsinn

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Sonntag, 16. September 2012, 23:00

Lieber Dottore,
lt. WIKIpedia wurde die Linie 2011 auf Autobusbetrieb umgestellt, allerdings ist die Bahnlinie nach wie vor betriebsbereit. (Kapitel >la fine dei servizi)
Auch wenn ich eigentlich nur des frz. mächtig bin, fürchte ich, den artikel richtig verstanden zu haben.

Ja, leider. Also hat mich meine Ahnung nicht getrogen, die Strecke könnte bereits eingestellt sein.
dr. bahnsinn - der Forendoktor

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Sonntag, 23. September 2012, 11:52

Nachtrag zur Fortsetzung Nr. 180:

Vor 105 Jahren:

15. 09. 1907: Auf Grund eines Kommunikationsfehlers entweder zwischen Dispatcher und Telefonisten bzw. zwischen Telefonisten und Lokpersonal fährt ein Güterzug im Bahnhof Canaan (Bundesstaat New Hampshire, USA) durch, obwohl er im Bahnhof die Kreuzung mit einem Personenzug hätte abwarten sollen. Daher kommt es auf freier Strecke zum Frontalzusammenstoß, wobei der Tender der Personenzuglok und der dahinter gereihte Gepäckwagen in den dahinter gereihten Raucher-Waggon geschoben werden. Alle Todesopfer sind im Raucherwaggon zu beklagen.
Opferbilanz: 26 Tote.

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Samstag, 29. September 2012, 12:33

Fortsetzung Nr. 181 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 110 Jahren:

27. 09. 1902:
Auf Grund einer falsch gestellten Weiche wird der Schnellzug nach Cambrai im Bahnhof von Arieux bei Douai (Frankreich) bei vollem Tempo auf ein Nebengleis geleitet, wobei die Lok und sechs der sieben Waggons entgleisen.
Opferbilanz: 20 Tote, 41 Verletzte.

Vor 95 Jahren:

28. 09. 1917: Bei Kellyville (Bundesstaat Oklahoma, USA) stoßen zwei Reisezüge auf Grund mangelhafer Kommunikation zwischen Dispatcher und dem Lokpersonal eines der beiden Züge frontal zusammen.
Opferbilanz: 23 Tote.

Vor 70 Jahren:

28. 09. 1942:
In der Nähe von Nikolsdorf bei Strecken-Kilometer 258,6 der Strecke Spittal/M. - Lienz - Innichen wird in der Nacht vom 27. auf den 28. 09. nach heftigen Regenfällen der Bahndamm durch die hochwasserführende Drau weggerissen, worauf der Personenzug 615, bestehend aus der Lok 35.217, zwei Dienstwagen und sechs Personenwagen in die Drau stürzt.
Opferbilanz: 21 Tote (darunter auch das Zugpersonal), 96 Verletzte.

Vor 55 Jahren:

29. 09. 1957:
Ein nach Karachi (Pakistan) fahrender Schnellzug soll im Bahnhof von Gambar einen mit Erdöl beladenen Kesselwagenzug kreuzen. Durch die Fehlhandlung des Weichenwärters wird der Schnellzug mit 70 km/h auf das Nebengleis geleitet, wo er mit dem Kesselwagenzug zusammenstößt. Dabei bricht Feuer aus, das auf den vorderen Teil des Schnellzuges übergreift. Aus den ersten beiden Waggons können nur drei Fahrgäste lebend geborgen werden.
Opferbilanz: Zirka 250 Tote.

29. 09. 1957: Wolkenbruchartiger Regen hatte in der Nähe von Ibadan (Nigeria) einen Teil des Bahndammes weggerissen, worauf sieben der 16 Waggons eines von Lagos nach Kano fahrenden Reisezuges in die Fluten stürzen.
Opferbilanz: 66 Tote, 122 Verletzte.

Vor 40 Jahren:

29. 09. 1972:
In den frühen Morgenstunden entgleist in der Nähe von Malmesbury (Südafrika), ca. 65 km nordöstlich von Kapstadt ein aus neun Waggons bestehender Reisezug.
Opferbilanz: Zirka 100 Tote.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996 und Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, Transpress Verlag, Berlin 1991.
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318

Samstag, 29. September 2012, 13:50

Apropos Jubiläen:

Ich möchte DR. Bahnsinn zum 10.000 Posting und zur Ernennung zum Verkehrsminister gratulieren!

:thumbsup:

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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319

Samstag, 29. September 2012, 17:13

Apropos Jubiläen:
Ich möchte DR. Bahnsinn zum 10.000 Posting und zur Ernennung zum Verkehrsminister gratulieren!
:thumbsup:

Danke für die Gratulation. Für die über 10.000 Postings bin ich zuständig, für die Ernennung zum Verkehrsminister die Administration, bei der ich mich eh schon bedankt habe. Ich werde mich bemühen, für die Bahn in Österreich ein wenig mehr zu bewegen als die ehemalige Zahnarzthelferin. :D
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dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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Samstag, 6. Oktober 2012, 12:49

Fortsetzung Nr. 182 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 70 Jahren:

08. 10. 1942:
Zwischen den Bahnhöfen Haid und Ronsbperg (RBD Regensburg) stoßen der Truppentransportzug Tp 3205 und der Lokzug Lz 19918 frontal zusammen. Unfallursache: Abfahrt des Lz ohne Abfahrauftrages.
Opferbilanz: 11 Tote, 35 Verletzte.

Vor 60 Jahren:

08. 10. 1952:
Der Nachtzug von Perth nach London Euston fährt am Morgen des 8. Oktober 1952 um 8:19 Uhr knapp 20 km vor London im Bahnhof Harrow & Wealdstone auf einen Lokalzug aus Tring auf, der ebenfalls nach London Euston unterwegs ist. Wenige Sekunden nach der Kollision fährt der Expresszug von London nach Liverpool und Manchester in die Trümmer.
Unfallursache: Der aus 11 Wagen bestehende Nachtzug passiert mit unverminderter Geschwindigkeit vor Harrow & Wealdstone das Einfahrvorsignal in Warnstellung und ein Einfahrsignal in Haltstellung. Als der Lokführer das zweite Einfahrsignal, das ebenfalls „Halt“ zeigt, erkennt, bremst er zwar noch, kann aber den Aufprall auf den stehenden Lokalzug nicht verhindern, der nach wenigen Sekunden mit einer Geschwindigkeit von 80–100 km/h erfolgt. Die Trümmer werden auf der sechsgleisig ausgebauten Strecke verstreut. Das Lokpersonal des entgegenkommenden Expresszuges hat keine Chance zu reagieren, sodass der Zug mit einer Geschwindigkeit von circa 80 km/h in die Trümmer fährt. Die entgleisten Waggons dieses Zuges prallen gegen die Pfeiler der Bahnsteigüberführung, die daraufhin einstürzt. Auf der Überführung und an den Bahnsteigen gibt es weitere Opfer. Von den 35 Fahrzeugen, die am Unfall beteiligt sind, werden 16 zerstört, die meisten Todesopfer gibt es in den 9 Abteilwagen des Lokalzuges.
Ausgelöst wird die Katastrophe durch Nichtbeachtung der Signale vom Personal des Expresszuges aus Perth. Lokführer und Heizer dieses Zuges können nicht vernommen werden, da sie den Unfall nicht überleben. Da bei der nachfolgenden Untersuchung Fahrdienstfehler und Ablenkung des Personals durch Maschinendefekt ausgeschlossen werden können und die Sicht durch den sich auflösenden Nebel nur wenig behindert ist, bleibt die eigentliche Ursache dieser Katastrophe ungeklärt.
Opferbilanz: Beim schlimmsten Eisenbahnunglück in Großbritannien in Friedenszeiten sterben 112 Menschen, 340 werden verletzt. Unter den Toten sind 39 Eisenbahner, die zum Dienst nach London fahren wollten.

Vor 50 Jahren

09. 10. 1962:
In der Nähe von Piotrkow (Polen) entgleisen drei Waggons des Schnellzuges Sofia - Warschau und beschädigen dabei das gegengleis. Der entgegenkommende Schnellzug Rom - Moskau fährt mit einer Geschwindigkeit von rd. 105 km/h in die Trümmer. Dabei entgleisen 16 Waggons.
Opferbilanz: 34 Tote.

Vor 40 Jahren:

05. 10. 1972:
In Saltillo in der Nähe des Bergbauzentrums San Luis de Potosi (Mexiko) entgleisen mehrere Waggons eines Pilgerzuges auf Grund überhöhter Geschwindigkeit, wobei vier Waggons Feuer fangen. Sechs Mitglieder des Zugpersonals werden wegen Trunkenheit im Dienst verhaftet, ein Eisenbahner ist "nicht mehr auffindbar".
Opferbilanz: 208 Tote.

Vor 35 Jahren:

10. 10. 1977:
In den frühen Morgenstunden fährt ein Reisezug im Bahnhof von Naini in der Nähe von Allahabad auf einen Güterzug auf.
Opferbilanz: Über 60 Tote, 151 Verletzte, davon 81 Schwerverletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag Stuttgart 1996.
Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, Transpress Verlag Berlin 1991 und Wikipedia.
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