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dr. bahnsinn

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Sonntag, 2. November 2008, 18:24

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Ein weiteres Bahnjubiläum ist zwar nicht mehr ganz aktuell, aber trotzdem wert, vorgestellt zu werden, da es sich erstens um ein sehr ehrgeiziges Projekt in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg handelt und die Strecke außerdem mit einigen beeindruckenden Zahlen aufwarten kann:

Vor ziemlich genau 50 Jahren, am 8. 9. 1958 wurde das letzte Teilstück der "Sierra de la Culebra-Linie" in den Provinzen Asturien und Galizien im Nordwesten Spaniens eröffnet. Die Sierra de la Culebra-Linie führt von Zamora über Orense und Santiago de Compostela (Jakobsweg!) nach La Coruna an der Atlantikküste, wobei die Strecke Santiago de Compostela - La Coruna bereits im Jahr 1943 eröffnet worden war.

Die gesamte Strecke ist 452 km lang, eingleisig und nicht elektrifiziert. Der Scheitelpunkt liegt bei 1087 m Seehöhe. Beeindruckend ist die Zahl der Tunnels: 182 Tunnels mit einer Gesamtlänge von 78,2 km. Beeindruckend ist weiters der Rio Esla - Viadukt mit 481 m Länge und 84 m Höhe.

Quelle: Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag, Zürich 1963, S. 20 ff.

dr. bahnsinn

PS.: Hier noch eine Ansicht vom Rio Esla - Viadukt, entnommen der o.a. Quelle.

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dr. bahnsinn

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Samstag, 8. November 2008, 12:15

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

80 Jahre Tenda-Bahn

Am 31. 10. 1928 wurde nach 46-jähriger Bauzeit das letzte Teilstück der Tendabahn (Turin -)Cuneo - Limone - Breil sur Roya - Ventimiglia bzw. Nizza eröffnet. Die Strecke Cuneo - Ventimiglia ist 99 km lang, der von Breil sur Roya nach Nizza führende Ast misst 44 km. Die Gesamtzahl der Tunnels beträgt 104, darunter 3 Kehr- und 4 Wendetunnels. Die Gesamtlänge der Tunnels beträgt 53,9 km, das sind knapp 38 % der Streckenlänge.
Längster Tunnel ist der Tendatunnel mit knapp 8099 m Länge. Im Tunnel befindet sich der Scheitelpunkt der Strecke mit 1073 m Seehöhe und hier verläuft seit dem Pariser Friedensvertrag von 1947 zwischen Frankreich und Italien auch die Staatsgrenze.
Auf Grund der schwierigen Streckenverhältnisse wurde die Strecke in den Jahren 1931 bis 1935 mit Drehstrom 3600 V, 16 2/3 Hertz elektrifiziert.
Die Bahnstrecke wurde während der Kriegshandlungen in den Jahren 1940 bis 1945 weitgehend zerstört. 1963 einigten sich die beiden Länder über den Wiederaufbau der Strecke, der 1973 begonnen wurde und der am 6. 10. 1979 abgeschlossen werden konnte. Die elektrischen Anlagen wurden nicht wieder in Betrieb genommen.

Wer mehr über die Tendabahn wissen möchte, Wikipedia machts möglich: http://de.wikipedia.org/wiki/Tendabahn

Quelle: Die Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag, Zürich 1963, S. 98ff.

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Samstag, 8. November 2008, 13:07

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung der Unfall-Gedenktage:

Vor 140 Jahren:

10. 11. 1868: Ein auf der Böhmischen Westbahn Prag - Pilsen von Zbirov nach Horovice verkehrender Personenzug bleibt um 5:50 morgens im
Schnee stecken. Nachdem damals noch im Zeitabstand und nicht im Raumabstand gefahren wird, wird 15 Minuten später ein
zug in die gleiche Richtung auf die Strecke geschickt. Aus Angst, im Schnee stecken zu bleiben, fährt der Lokführer sehr zügig.
Erst 200 m vor dem liegengebliebenen Personenzug gibt ein Bahnwärter Haltesignale. Zu spät, da die Strecke im Gefälle liegt und
der Zug nur über Handbremsen verfügt. Der Zusammenstoß ist unvermeidlich, Lokomotive und mehrere Waggons werden schwer
beschädigt, drei Personenwagen zerstört. Der Lokführer des Güterzuges wird zu einem Jahr Gefängnis mit einem Fasttag
vierteljährlich verdonnert, Lokführer des Personenzuges und der Bahnwärter zu 6 Monaten mit einem Fasttag vierteljährlich.
Opferbilanz: 29 Tote (darunter 22 Soldaten), 59 Verletzte.

Vor 90 Jahren:

6. 11. 1918: Entgleisung eines Truppentransportzuges in der Nähe von Budapest auf Grund eines Achsbruches.
Opferbilanz: 60 Tote, 180 Verletzte.

Vor 50 Jahren:

8. 11. 1958: Bei Empalme Maldonado, einem Vorort von Buenos Aires, Argentinien, fährt ein ein nach Pergamino verkehrender Personenzug auf
einen wegen einer Signalstörung auf freier Strecke haltenden
Vorortezug auf.
Opferbilanz: 22 Tote, 100 Verletzte.

Vor 45 Jahren:

9. 11. 1963: Nach einem Zusammenstoß zwischen einem Güterzug und einem LKW auf einer EK bei Yokohama, Japan, entgleist der Güterzug,
worauf zwei Reisezüge in die entgleisten Güterwaggons rasen.
Opferbilanz: 161 Tote, 119 Verletzte.

Quellen: Siehe Eröffnungsposting.
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Samstag, 8. November 2008, 14:22

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Ich erlaube mir eine Ergänzung:

Vor 35 Jahren:

5. 11. 1973: Ein D-Zug fährt aufgrund eines Bremsversagens zwischen Kassel und Bebra auf einen weiteren Zug auf.
Opferbilanz: 14 Tote, 65 Verletzte

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Samstag, 8. November 2008, 19:56

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg85581#msg85581 date=1226142946]
80 Jahre Tenda-Bahn

Am 31. 10. 1928 wurde nach 46-jähriger Bauzeit das letzte Teilstück der Tendabahn (Turin -)Cuneo - Limone - Breil sur Roya - Ventimiglia bzw. Nizza eröffnet. Die Strecke Cuneo - Ventimiglia ist 99 km lang, der von Breil sur Roya nach Nizza führende Ast misst 44 km. Die Gesamtzahl der Tunnels beträgt 104, darunter 3 Kehr- und 4 Wendetunnels. Die Gesamtlänge der Tunnels beträgt 53,9 km, das sind knapp 38 % der Streckenlänge.
Längster Tunnel ist der Tendatunnel mit knapp 8099 m Länge. Im Tunnel befindet sich der Scheitelpunkt der Strecke mit 1073 m Seehöhe und hier verläuft seit dem Pariser Friedensvertrag von 1947 zwischen Frankreich und Italien auch die Staatsgrenze.
Auf Grund der schwierigen Streckenverhältnisse wurde die Strecke in den Jahren 1931 bis 1935 mit Drehstrom 3600 V, 16 2/3 Hertz elektrifiziert.
Die Bahnstrecke wurde während der Kriegshandlungen in den Jahren 1940 bis 1945 weitgehend zerstört. 1963 einigten sich die beiden Länder über den Wiederaufbau der Strecke, der 1973 begonnen wurde und der am 6. 10. 1979 abgeschlossen werden konnte. Die elektrischen Anlagen wurden nicht wieder in Betrieb genommen.
Wer mehr über die Tendabahn wissen möchte, Wikipedia machts möglich: http://de.wikipedia.org/wiki/Tendabahn
Quelle: Die Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag, Zürich 1963, S. 98ff.
dr. bahnsinn
[/quote]

Wer Bilder von der Tendabahn sehen möchte, dem sei der Bericht über die Mittelmeerkreuzfahrt IV von User Roni empfohlen:
[url=http://www.ebfoe.info/smf/index.php/topic,14538.0.html]http://www.ebfoe.info/smf/index.php/topic,14538.0.html[/url]

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Samstag, 15. November 2008, 19:04

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Streckenjubiläum 125 Jahre Drachenfelsbahn

Es ist zwar nicht mehr ganz aktuell, aber nachdem der EK auch erst in seiner Dezember-Ausgabe darüber berichtet, ist es zulässig, jetzt an das 125-jährige Bestandsjubiläum der ältesten deutschen Zahnradbahn zu erinnern.
Die Drachenfelsbahn verbindet die Altstadt von Königswinter am rechten Rheinufer mit dem Siebengebirge und führt mit einer Länge von etwas mehr als 1,5 km Länge auf den Drachenfels. Der Höhenunterschied beträgt knapp 220 m, die Maximalsteigung 200 Promille und die Bahn verfügt über eine Zahnstange System Riggenbach. Die Drachenfelsbahn ist die am meisten frequentierte Zahnradbahn Deutschlands. Bisher wurden rd. 20 Mio. Fahrgäste transportiert.
Die Bahn wurde am 17. 7. 1883 eröffnet, im 1. und 2. Weltkrieg musste der Verkehr mangels Fahrgäste eingestellt werden.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Betrieb zu Pfingsten 1947 wieder aufgenommen und die Bahn erlebte einen wahren Besucheransturm, sodass man die Bahn elektrifizierte.
Vor 55 Jahren, am 12. Juni wurde der elektrische Betrieb aufgenommen. Im selben Jahr, am 14. September 1953 passierte auch der schwerste Unfall, der die Drachenfelsbahn jemals heimsuchte. Eine Dampflok, die mit einem Einschubzug talwärts unterwegs war, kletterte aus der Zahnstange, sprang aus den Schienen und kippte zur Seite. Während der erste Waggon an einem Oberleitungsmasten und an einem Baum zerschellte, fuhr der zweite Wagen in die Trümmer des ersten. Der Unfall forderte 17 Menschenleben und über 100 Verletzte. Der Dampfbetrieb wurde daraufhin eingestellt.

Quellen: EK 12/2008, S. 68ff bzw. Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Drachenfelsbahn

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Samstag, 15. November 2008, 19:33

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Streckenjubiläum 120 Jahre Berchtesgadener-Land-Bahn

Auch nicht mehr ganz aktuell, aber trotzdem:

Am 25. 10. 2008 feierte der 19 km lange Streckenabschnitt Bad Reichenhall - Berchtesgaden der Bahnlinie Freilassing - Berchtesgaden sein 120-jähriges Bestandsjubiläum. Die Maximalneigung beträgt 40 Promille und die Strecke ist bereits seit 1916, also seit 92 Jahren elektrifiziert.

2006 gewann die Salzburg AG gemeinsam mit der Regentalbahn die Ausschreibung für den Personenverkehr auf der Strecke für 13 Jahre, der seit 2006 mit ÖBB-Talenten geführt wird. Ab 2009 soll hier der FLIRT verkehren.

Quellen: Die Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag, Zürich 1963, S. 350.
Salzburg AG: http://www.salzburg-ag.at/Berchtesgadene…Bahn.416.0.html

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Sonntag, 16. November 2008, 17:32

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung der Unfall-Gedenktage:

Vor 105 Jahren:

14. 11. 1903: Kentwood, Lousiana, USA: Ein im Zeitabstand einem anderen Zug nachfolgender Zug fährt auf den liegengebliebenen Vorzug auf,
nachdem die Zugmannschaft des liegengebliebenen Zuges es verabsäumt hat, den Folgezug mittels Knallkapseln zu warnen.
Opferbilanz: 32 Tote.

Vor 90 Jahren:

13. 11. 1918: Zusammenstoss eines Militärzuges mit einer Rangiereinheit in Malmedy, Frankreich.
Opferbilanz: 8 Tote, 20 Verletzte.

Vor 65 Jahren:

14. 11. 1943: Entgleisung des "Indo-Ceylon Boat Mail - Postzuges in Villupuram Junction, Indien.
Opferbilanz: 39 Tote, 88 Verletzte.

Quellen: siehe Eröffnungsposting

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Sonntag, 16. November 2008, 17:39

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg86038#msg86038 date=1226772250]
Streckenjubiläum 125 Jahre Drachenfelsbahn
........Im selben Jahr, am 14. September 1953 passierte auch der schwerste Unfall, der die Drachenfelsbahn jemals heimsuchte......
Quellen: EK 12/2008, S. 68ff bzw. Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Drachenfelsbahn
dr. bahnsinn
[/quote]

Bei meinem Bericht über 125 Jahre Drachenfelsbahn ist mir ein Fehler unterlaufen. Der Unfall passierte nicht vor 55 Jahren, sondern vor 50 Jahren.
Ich bitte um Entschuldigung.

dr. bahnsinn
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Samstag, 22. November 2008, 15:37

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

150 Jahre Westbahn

Gestern vor 150 Jahren, am 21. 11. 1858 fand die offizielle Eröffnungsfahrt auf der damals Kaiserin-Elisabeth-Bahn genannten heutigen Westbahn zwischen Wien und Linz statt. Der allgemeine Verkehr wurde am 15. 12. 1858 aufgenommen.

Ein ausführlicher Bericht (Teil 1) findet sich in SVa, Heft 11/2008, S. 38 ff.

Wikipedia hilft auch weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Österreichische_Westbahn

dr. bahnsinn
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Samstag, 22. November 2008, 17:17

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg86466#msg86466 date=1227364622]
150 Jahre Westbahn
[/quote]

Zudem verkehrt auch ein Sonderzug am 13.12.2008 von Wien nach Linz.

http://www.erlebnis-bahn-schiff.at/content/angebote.php?Gruppe=ALLE

dr. bahnsinn

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Sonntag, 23. November 2008, 17:17

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 10 der Eisenbahnunfall-Gedenktage:

Vor 60 Jahren:

23. 11. 1948: Ein kurioser Anlass mit tragischem Ausgang: Der Reisekoffer samt Bettzeug eines auf dem Dach des 6. Waggons eines Flüchtlingssonderzuges reisenden Flüchtlings fällt im Bereich des Bahnhofes Jullundur Cantonment (Indien) während einer Verschubfahrt auf die Gleise. Bei der darauffolgenden Entgleisung gibt es 21 Tote und 106 Verletzte.

Quellen: siehe Eröffnungsposting

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33

Dienstag, 25. November 2008, 09:37

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Bin leider erst wieder heute online.
Am 24. November wurde Tirol an die Welt angebunden. Die Bahnlinie Innsbruck - Kufstein wurde im Anschluß an die Maximilianische Bahn von Kufstein nach Rosenheim / München eröffnet.
Dieser Tag fand in keiner Presse oder der öffentlichen Rundfunkanstalt eine Erwähnung.
Trotzdem Gratulation vom Tiroler Bahnarchiv - Werner
Meine Fotos auf




dr. bahnsinn

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34

Samstag, 29. November 2008, 13:12

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 11 der Eisenbahnunfall-Gedenktage:

Vor 65 Jahren:

2. 12. 1943:
In Naumburg (Deutschland) fährt ein Militärzug infolge unterlassener Signalbeobachtung auf einen Militärzug auf.
Opferbilanz: 35 Tote, 123 Verletzte.

Quelle: Siehe Eröffnungsposting

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Samstag, 29. November 2008, 13:17

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg86607#msg86607 date=1227457030]
Fortsetzung Nr. 10 der Eisenbahnunfall-Gedenktage:
Vor 60 Jahren:
23. 11. 1948: Ein kurioser Anlass mit tragischem Ausgang: Der Reisekoffer samt Bettzeug eines auf dem Dach des 6. Waggons eines Flüchtlingssonderzuges reisenden Flüchtlings fällt im Bereich des Bahnhofes Jullundur Cantonment (Indien) während einer Verschubfahrt auf die Gleise. Bei der darauffolgenden Entgleisung gibt es 21 Tote und 106 Verletzte.
Quellen: siehe Eröffnungsposting
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[/quote]

Nachtrag zur Vorwoche:

24. 11. 1948: Im Bahnhof von Sambhu (Indien) fährt ein Zug mit moslemischen Flüchtlingen nach Pakistan gegen einen Prellbock.
Opferbilanz: 171 Tote, 300 Verletzte.

Quelle: Siehe Eröffnungsposting

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Samstag, 29. November 2008, 17:27

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

135 Jahre Villach - Tarvis und 135 Jahre Schwarzwald-Bahn Offenburg - Konstanz

Im zu Ende gehenden November feierten zwei wichtige Bahnstrecken ihr 135-jähriges Bestandsjubiläum.

Am 25. 11. 1873 wurde der erste, 28 km lange Abschnitt der insgesamt 122 km langen "Pontebbana" bzw. "Pontafler-Linie" zwischen Villach und Tarvis in Betrieb genommen. Die Eröffnung der einzelnen Abschnitte auf italienischer Seite erfolgte, von Udine ausgehend bis Gemona (28 km) am 15. 11. 1875, Gemona - Carnia (12 km) am 18. 12. 1876, Carnia - Resiutta (8 km) am 7. 5. 1877, Resiutta - Chiusaforte (8 km) am 14. 3. 1878, Chiusaforte - Pontebba (13 km) am 25. 7. 1879 und schließlich Pontebba - Tarvis (25 km) am 11. 10. 1879.
Der Beschluss über den Streckenbau durch das k&k. Ministerium für Eisenbahnbauten erfolgte am 25. 11. 1871, der Baubeginn war am 12. 4. 1872.


Am 1. 11. 1873 wurde die 53 km lange Bergstrecke der Schwarzwaldbahn zwischen den Bahnhöfen Hausach und Villingen eröffnet. Die Linienentwicklung der Schwarzwaldbahn sowie die Landschaft erinnern an die Semmeringbahn (siehe Streckenskizze der Nordrampe unten), sie hatte aber nie wirklich internationale Bedeutung.
Die Maximalsteigung beträgt 20 Promille, minimaler Kurvenradius 300 m, 39 Tunnel mit 10,6 km Gesamtlänge, längster Tunnel ist der Sommerau-Tunnel mit 1,7 km Länge.
Das einzige gröbere Unglück passierte vor 90 Jahren. Am 24. 5. 1918 explodierte zwischen den Bahnhöfen Hornberg und Gutach ein aus 18 Waggons bestehender Munitionszug, wobei 11 Waggons zerstört wurden und ein neben der Strecke befindlicher Bauernhof abgefackelt wurde. Die Strecke war zwei Tage unterbrochen.

dr. bahnsinn

Quelle: Die Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag 1963, S. 178f bzw. S. 333ff.

PS.: Hornberg ist übrigens jener Ort, an dem das legendäre "Hornberger Schießen", das jeder als Redewendung kennt, stattfand.

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Sonntag, 7. Dezember 2008, 19:19

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 12 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 95 Jahren:

6. 12. 1913: Zusammenstoß zweier Züge in Costesti, Rumänien.
Opferbilanz: Ca. 100 Tote.

Vor 90 Jahren:

7. 12. 1918: Zusammenstoß eines Urlauberzuges mit einem anderem Zug im Bahnhof Lothiers, Frankreich.
Opferbilanz: 68 Tote, 180 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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Montag, 8. Dezember 2008, 22:26

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

150. Todestag von Alois Negrelli am 1. 10.2008

Im "Eisenbahn-Amateur" 12/08 (dem Verbandsorgan des Schweizerischen Verbandes Eisenbahn-Amateur SVEA) findet sich auf Seiten 675 - 678 ein guter Artikel über den in der Schweiz recht aktive und geachtete Alois Negrelli, geschrieben von Hans G. Wägli (pens. SBB-Historiker).

Urs
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Samstag, 13. Dezember 2008, 13:07

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 13 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 65 Jahren:

16. 12. 1943: In Rennert an der Atlantic Coast Line, Bundesstaat North Carolina, USA, fährt der nordwärts fahrende "Tamiani Champion Express" in die letzten drei, auf Grund eines Schienenbruches kurz vorher entgleisten Wagen des südwärts fahrenden "Tamiani Champion Express, die das Gegengleis blockierten. Grund für den Unfall ist die Unterlassung einer ausreichenden Absicherung der Unfallstelle. Das Zugpersonal des mit einer Diesellok mit ca. 140 km/h nordwärts fahrenden Zuges wird nur durch einen Reisenden des Unfallzuges, der in Eigenregie eine Warnlampe schwenkt, auf den Unfall aufmerksam, aber es ist bereits zu spät. Der Zug rammt den ersten der drei Unfallwagen, der schräg über das Gleis liegt. Dabei entgleisen die Diesellok und acht Waggons des nordwärts fahrenden Zuges.
Opferbilanz: 74 Tote, 54 Verletzte.

Vor 20 Jahren:

12. 12. 1988: Montagmorgen, 08:00 Uhr, Clapham Junction, England: Der Lokführer eines von Basingstoke kommenden und nach Waterloo fahrenden Personenzuges bemerkt, wie das Signal WF 138 unmittelbar vor seinem Zug von Grün auf Rot springt, er leitet eine Gefahrenbremsung ein und bringt den Zug vor dem nächsten Blocksignal zum Stehen. Er meldet den Vorfall dem Stellwerk und noch während des Telefonates fährt der Folgezug auf den stehenden Zug mit einer Geschwindigkeit von 56 km/h auf, da das Signal WF 138 für den Lokführer dieses Zuges Grün zeigt! Die Trümmer der verunfallten Züge fallen zum Teil auf das Gegengleis, auf dem unmittelbar darauf ein Leerpersonenzug (Glück im Unglück, Anm.) daherkommt und in die Zugtrümmer fährt.
Unfallursache war die Schlamperei eines Signaltechnikers im Rahmen einer Erneureung der Signalanlage, bei der die 1936 aufgestellten Lichtsignale nach 52 Jahren Betriebszeit durch neue Signale ersetzt wurden. Der Signaltechniker hatte es im Relaisraum des Stellwerkes Clapham verabsäumt,
das Kabel für das alte, bereits außer Betrieb genommene Signal WF 138 abzuisolieren. Beim Einbau des Relais für das neue Signal WF 138 kam das alte Kabel unbemerkt durch die Signaltechniker wieder mit der Anschlussklemme des neuen Kabels in Berührung und bewirkte so unbeabsichtigte Signalstellungen, unter anderem auch die Grünstellung für einen Zug, obwohl der Blockabschnitt durch einen Zug besetzt war.
Opferbilanz: 35 Tote, 69 Schwerverletzte.

Quelle: Siehe Eröffnungsposting

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Sonntag, 21. Dezember 2008, 19:02

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 14 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Die heutige Folge fällt besonders umfangreich aus, da in vergangenen Zeiten zu den Weihnachtsfeiertagen ein besonders hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen war, das das Personal in so manchen Fällen überforderte. Dazu kamen noch eine Reihe weiterer Unglücksfälle, bei denen der reine Zufall Regie führte.

Vor 105 Jahren:

23. 12. 1903: In Laurel Run, Bundesstaat Pennsylvania, USA, entgleist der "Duquesne Limited Express", auf Grund von Kanthölzern, die von einem Güterwaggon gefallen waren. Bei der Entgleisung wird der Dampfdom der Lokomotive abgerissen, der ausströmende Dampf hüllt den Raucherwaggon ein und tötet alle darin befindlichen Fahrgäste. In der Folge bricht Feuer aus, das bis auf die beiden Pullman-Waggons am Zugende alle Waggons erfasst.
Opferbilanz: 53 Tote

Vor 75 Jahren:

23. 12. 1933: Der rd. 1 Std. verspätete Schnellzug 25a Paris - Strasbourg fährt am Vorabend zum Hl. Abend ca. 1,5 km vor dem Bahnhof Lagny-Pomponne, Frankreich, ungebremst mit rd. 100 km/h auf den vor einem Blocksignal haltenden und sich gerade wieder in Bewegung setzenden, ca. zweistündig verspäteten Schnellzug 55 Paris - Nancy auf. Dabei werden die letzten fünf Waggons des Zuges 55 bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Alle Todesopfer dieses Unfalles befinden sich in diesen Waggons, während im Strasbourg-Schnellzug kein einziges Todesopfer zu beklagen ist. Auch die Lokmannschaft des auffahrenden Zuges überlebt und der Lokführer muss, bewacht von zwei Polizeibeamten, neben der Lokomotive ausharren und zuschauen, wie man die Toten auf einem Feld neben den Gleisen in Reihen auflegt. (Seelische Grausamkeit nennt man so was, glaub' ich, Anm.) Zum Zeitpunkt des Unfalles herrscht dichter Nebel. Der Unfall ruft angesichts der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage großes mediales Echo hervor und die Nachrichtensendungen berichten darüber laufend.
Der Prozess gegen den Lokführer beginnt ein Jahr später im Dezember 1934 und endet im Jänner 1935 mit einer Überraschung: Sowohl der Lokführer als auch einige Beamte der Bahngesellschaft werden freigesprochen! Obwohl der Lokführer zugibt, trotz schlechter Sicht mit hoher Geschwindigkeit gefahren zu sein und ihm auch nachgewiesen wird, zumindest an einem Halt zeigenden Hauptsignal und an zwei Vorsicht zeigenden Vorsignalen vorbeigefahren zu sein, kann seitens des Gerichtes nicht ausgeschlossen werden, dass nicht auch das automatische Signalsystem versagt hat. Im Zweifel erfolgt daher ein Freispruch. Grund für die gerichtliche Entscheidung ist die Tatsache, dass das während des 1. Weltkrieg installierte automatische Signalsystem sehr unzuverlässig war.
Der Unfall ist das schwerste Eisenbahn-Unglück in Frankreich zu Friedenszeiten.
Opferbilanz: 230 Tote, ca. 300 Verletzte

Vor 70 Jahren:

19. 12. 1938: Zwischen Joao Ayres und Sitio, Brasilien, stossen ein Reise- und ein Güterzug zusammen. Dabei werden die ersten drei Waggons des Reisezuges total zerstört. In ihnen befinden eine Auswanderer-Gruppe sowie ein Pfadfinder-Trupp.
Opferbilanz: 42 Tote, mehr als 70 Verletzte

24. 12. 1938: Zusammenstoss zweier Personenzüge zwischen Etulia und Frecatzei, Rumänien. Dabei werden beide Lokomotiven und insgesamt sieben Waggons zerstört. Wegen des herrschenden Schneesturmes treffen die ersten Hilfskräfte erst nach Stunden am Unglücksort ein. Bis das Ausmaß des Unglücks feststeht, vergehen über 24 Stunden. Unfallursache ist die mangelhafte Kommunikation unter den Fahrdienstleitern bezüglich der Kreuzungsabwicklung. Drei Fahrdienstleiter und ein Bahninspektor werden entlassen.
Opferbilanz: 93 Tote, 147 Verletzte

Vor 65 Jahren:

25. 12. 1943: Zwischen Korschen und Lötzen, Reichsbahndirektion Königsberg in Ostpreußen, heute Kaliningrad, Rußland, fährt der E 32 auf den Dg 94476 auf. Unfallursache: Unterlassenne Haltstellung eines Signals nach Durchfahrt des Dg 94476.
Opferbilanz: 15 Tote, 34 Verletzte

Vor 55 Jahren:

24. 12. 1953: Auslöser dieses Unfalles ist der Ausbruch des 2950 m hohen Vulkans Mount Ruapehu bei Walouru, Neuseeland. Der Ausbruch verursacht eine Schlamm- und Geröll-Lawine, die eine Eisenbahnbrücke bei Walouru kurz vor der Ankunft eines Schnellzuges wegreißt. Obwohl ein Postbeamter dem Zug entgegenläuft und den Lokführer mit einer Taschenlampe zu warnen versucht, stürzen die Lok und sechs Waggons in den Fluss. Die Wassermassen sind so gewaltig, dass einer der Waggons über 8 km mitgerissen wird. Mehrere Tote werden in einer Entfernung von 48 km aus dem Wasser gezogen.
Opferbilanz: 151 Tote

24. 12. 1953: Vor dem Bahnhof Sakvice an der Strecke Lundenburg (Breclav) - Brünn (Brno) fährt der Schnellzug Praha - Bratislava mit rd. 90 km/h auf einen vor dem Einfahrsignal wartenden Personenzug auf, wobei alle Waggons des Personenzuges zerstört werden. Vor dem Unfall hatte der Lokführer des Schnellzuges drei Halt zeigende Blocksignale ignoriert. Unfallursache: Das Lokpersonal war eingeschlafen!
Opferbilanz: 133 Tote

Vor 45 Jahren:

24. 12. 1963: Zusammenstoss zweier Züge in der Nähe von Szolnok, Ungarn. Der Schuld tragende Lokführer wird zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt.
Opferbilanz: 45 Tote

Vor 40 Jahren:

22. 12. 1968: 32 km östlich von Budapest stossen ein Reisezug und ein Güterzug zusammen, dabei werden die ersten drei Reisewagen schwer beschädigt.
Opferbilanz: 43 Tote

Quellen: Peter Semmens, Katastrophen auf Schienen, transpressVerlag, Stuttgart 1996.
Erich Preuß, Eisenbahnunfälle in Europa, transpressVerlag, Berlin 1991.
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