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oe.tom

Ingenieur

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581

Samstag, 8. August 2015, 09:38

Das Unglück von Geldern hat vor 5 Jahren zwar "nur" 2 Leichtverletzte gefordert, ist aber trotzdem Spektakulär gewesen... Zur Erinnerung: ein Arbeitszug prallte gegen 10 abgestellte Triebwagen.

Ursache: Im 2Gleisigen Bahnhof von Geldern wird die Zweigleisige Strecke von Krefeld zur Eingleisigen nach Kevelaer welcher wegen Bauarbeiten gesperrt wurde. Normalerweise können dort nur Zugfahrstraßen auf Gleis 1 Richtung Kevelaer Gesellt werden und für die Gegenwichtung auf Gleis 2. (Richtungsbetrieb auch auf der Strecke) gemäß der Bau und Betriebsanweisungen wurde ab dem Vortag das Gleis 1 als Abstellgleis für die NWB -Züge, welche dort wenden mussten verwendet werden, alle Züge sollten während der Streckensperre mittels Hilfsfahrstraße über Gleis 2 geleitet werden. Schlampige Aufzeichnungen, Verräumen der BETRA, entfernen einer Hilfssperre,... Führten letztendlich dazu, dass die 10 Triebwagen, welche in einem Gleisabschnitt abgestellt waren, welcher weder vom FDL noch vom Stellwerk eingesehen werden konnte, Übersehen wurden, und eine Zugfahrstraße über Gleis 1 für den Bauzug gestellt wurde...

Und hier ist der Bericht der EUB: http://www.eisenbahn-unfalluntersuchung.…cationFile&v=11
Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »oe.tom« (8. August 2015, 10:05)


dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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582

Samstag, 8. August 2015, 12:29

Fortsetzung Nr. 325 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage.

Vor 175 Jahren:

07. 08. 1840:
[Howden, Grafschaft Yorkshire, Vereinigtes Königreich] In einem gemischten Zug, der auf der Hull and Selby Railway zwischen Leeds und Hull unterwegs ist, löst sich Ladegut, fällt auf die Schienen und bringt den Zug zum Entgleisen. Es ist der früheste bekannte Eisenbahnunfall, der verrutschtes Ladegut zur Ursache hat und bei dem es Tote gibt.
Opferbilanz: 4 Tote.

Vor 110 Jahren:

07. 08. 1905:
[Spremberg, Deutsches Reich] Um etwa 17:50 dieses Tages stoßen der D 113 (Berlin - Hirschberg) und der Nachzug zum D 112 (Hirschberg - Berlin) zwischen den Bahnhöfen Spremberg und Schleife an unübersichtlicher Stelle zusammen. Unfallursache: Versagen des betrunkenen Stationsassistenten in Spremberg. Er hatte die Nacht vor seinem Dienst durchgezecht, erschien anstatt um 13:00 Uhr erst um 16:00 Uhr zum Dienst, um gleich darauf in der Bahnhofsgastwirtschaft weiterzusaufen. In der Zwischenzeit versehen ein Gepäckträger und ein Bahnsteigschaffner den Dienst und nehmen dabei zu allem Überfluß auch noch die Verlegung der Zugkreuzung des D 113 mit dem verspäteten Nachzug D 112 an. Als der betrunkene Assistent wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt, kennt er sich nicht mehr aus, nimmt irrtümlich den Nachzug D 112 vom Bahnhof Schleife an und lässt außerdem den D 113 Richtung Schleife abfahren. Der Weichenwärter Richtung Schleife weigert sich zunächst, dem Zug 113 die Ausfahrt freizugeben, weil er von der Annahme des Nachzuges D 112 weiß, gibt aber dann auf Drängen des Assistenten die Strecke doch frei. Bald darauf bemerkt man sowohl in Spremberg als auch in Schleife den Irrtum und gibt gleichzeitig über die Streckenläutwerke Warnsignale ab. Durch das gleichzeitige Anschlagen und Dauerläuten denken aber die Wärter entlang der Strecke an eine Störung der Läutwerke und unternehmen nichts, obwohl sie noch in der Lage wären, die Züge anzuhalten.
Der Stationsassistent, der schon mehrere Disziplinarstrafen erhalten hat, wird zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt, der Weichenwärter in Spremberg erhält ein Monat. Dieser Unfall wird zum Anlass genommen, den Alkoholgenuss im Dienst zu verbieten.
Opferbilanz:19 Tote, 40 Verletzte.

Vor 105 Jahren:

14. 08. 1910:
[Saujon, Frankreich] Auf der Strecke Paris - Royan stoßen ein Sonderzug aus Bordeaux und ein Güterzug frontal zusammen.
Opferbilanz: 43 Tote, 50 Verletzte.

Vor 70 Jahren:

09. 08. 1945:
[Michigan, Bundesstaat North Dakota, USA] Der erste Teil des "Empire Builder-Express" muss auf freier Strecke bei Michigan wegen eines Lagerschadens auf freier Strecke anhalten. Auf Grund unterlassener Absicherung des Zuges durch das Zugspersonal fährt der zweite Teil des Zuges auf und zerstört dabei den am Zugschluß des ersten Teiles gereihten kombinierten Aussichts- und Schlafwagen.
Opferbilanz: 34 Tote, etwa 50 Verletzte.

13. 08. 1945: [Goch, Deutschland] In Goch bei Kleve stoßen auf der eingleisigen, erst eine Woche vor dem Unfall nach Behebung der Kriegsschäden wieder eröffneten Strecke zwei Personenzüge frontal zusammen. Unfallursache: Verständigungsschwierigkeiten zwischen den deutschen Stellwerkswärtern und den niederländischen Lokpersonalen.
Opferbilanz: 21 Tote.

Vor 65 Jahren:

13. 08. 1950:
[Benares, Indien] Auf einer Brücke über einen Hochwassser führenden Fluss in der Nähe von Benares entgleist ein Güterzug. Unmittelbar darauf fährt der "Toofan-Express" Delhi - Kalkutta in den entgleisten Güterzug, wobei die Lokomotive und drei Waggons des Express-Zuges in das Hochwasser stürzen. Unfallursache: Sabotage, indem die Schienen durch Entfernen der Verbindungslaschen gelockert wurden.
Opferbilanz: 29 Tote, 113 Verletzte.

Vor 45 Jahren:

09. 08. 1970:
[Plencia, Spanien] Bei Plencia in der Nähe von Bilbao stößt ein mit Sonntagsausflüglern vollbesetzter Personenzug mit einem Güterzug zusammen. Unfallursache: Versagen der involvierten Fahrdienstleiter
Opferbilanz: 33 Tote, etwa 200 Verletzte.

Vor 20 Jahren:

11. 08. 1995:
[Braz, Österreich] Bei Braz an der Arlbergbahn entgleist der IC 566 "NÖ Tonkünstler", nachdem eine Mure die Brücke über einen Tobel weggerissen hatte. Lok und Waggons stürzen dabei in den Tobel (siehe Foto unten, Quelle: Peter Semmens, Katastrophen auf Schienen - Titelfoto). Anhaltende Gewitter, verschüttete Straßen im Klostertal und das steile Gelände erschweren die Bergungsarbeiten enorm.
Opferbilanz: 3 Tote, 17 Verletzte.



Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996
Eisenbahnufälle in Europa von Erich Preuß, Transpress Verlag, Berlin 1991 und Wikipedia

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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583

Samstag, 22. August 2015, 12:59

Fortsetzung Nr. 326 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage.

Vor 70 Jahren:

22. 08. 1945:
[Hisatsu-Linie auf der Insel Kyūshū, Japan] Ein nachgeschobener Militärzug mit demobilisierten Soldaten bleibt im 2. Yamagami-Tunnel liegen. Viele Reisende befürchten, in der verqualmten Tunnelröhre zu ersticken und verlassen den Zug Richtung Tunnelausgang. Währenddessen löst das Personal die Bremsen. Der zurückrollende Zug erfasst die flüchtenden Menschen und tötet mehr als 50 von ihnen. Seit 1963 erinnert ein Mahnmal an den tragischen Vorfall.
Opferbilanz: 53 Tote

Vor 60 Jahren:

23. 08. 1955:
[Buenos Aires, Argentinien] In Ciudadela, einem Vorort von Buenos Aires, fährt ein Schnellzug auf einen haltenden Personenzug auf, wobei ein 1. Klasse-Waggon völlig zerstört wird.
Opferbilanz: 21 Tote, 50 Verletzte.

Vor 35 Jahren:

19. 08. 1980:
[Torun, Polen] In der Nähe von Torun, ca. 190 km nordwestlich von Warschau, stoßen ein vom Ostseehafen Kolbrzeg kommender Reisezug und ein Güterzug frontal zusammen. Unfallursache: ein falsch gestelltes Signal, wobei nicht geklärt ist, ob es sich um menschliches oder technisches Versagen handelte.
Opferbilanz: 69 Tote, 50 Verletzte.

Vor 20 Jahren:

21. 08. 1995:
[Firozabad, Bundesstaat Uttar Pradesh, Indien]
Ausgangslage: Am frühen Morgen sind zwei Züge hintereinander auf einer Strecke nach Delhi unterwegs: Voran fährt der Zug Nr. 4023, der Kalindi Express von Kanpur, mit etwa 900 Reisenden, ihm folgt der Zug Nr. 2801, der Purushottam Express aus Puri, der etwa 1300 Fahrgäste befördert.

Unfallhergang: Der Kalindi Express stößt kurz vor dem Bahnhof von Firozabad mit einer Kuh zusammen, die sich im Gleisbereich aufgehalten hat. Dabei kommt niemand zu Schaden, aber die Bremsanlage des Zuges wird beschädigt, so dass er nicht weiter fahren kann. Ein Mitarbeiter des Stellwerks gibt dem nur Minuten später folgenden Purushottam Express das Signal „Fahrt frei“, ohne sich vorher rückzuversichern, dass die Strecke vom voranfahrenden Zug geräumt ist. So fährt der Purushottam Express gegen 02:55 Uhr mit etwa 70 km/h auf den stehenden, ersten Zug auf. Die drei letzten Wagen des Kalindi Express werden zerstört, die Lokomotive und die beiden ihr folgenden Wagen des Purushottam Express entgleisen. Diese sechs Fahrzeuge werden auf einen Bruchteil ihrer Länge zusammengequetscht.

Folgen: Dies ist der zweitschwerste Eisenbahnunfall in der indischen Geschichte nach dem Eisenbahnunfall von Mansi. Konsequenzen hinsichtlich der Sicherung von Zugfahrten wurden aus dem Unfall nicht gezogen.
Der Mitarbeiter des Stellwerks flieht und wird nie gefasst.

Opferbilanz: Die Zahl der Toten variiert je nach Quelle. Genannt werden 302, 310, 358 oder mehr als 400 Tote. Darüber hinaus werden mehr als 400 Menschen verletzt.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996 und Wikipedia, Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr.

dr. bahnsinn

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584

Samstag, 22. August 2015, 17:08

Nachtrag zur Fortsetzung Nr. 326 mit Österreichbezug

Vor 50 Jahren:

23. 08. 1965: [Köflach, Steiermark] Nach lang anhaltenden Regenfällen bricht in Köflach der Damm eines Kohleschlammbeckens, worauf sich eine meterhohe schwarze Schlammlawine durch den Ort wälzt und dabei auch den Bahnhof nicht verschont. Dabei erwischt es die im Bahnhof stehende Lok 671 schwer, die aber acht Tage später schon wieder im Einsatz ist:

Foto: Franz, aus BiB-Band 13 - Unfälle und Schadensfälle, Verlag Pospischil, Wien 1980.

KFNB X

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585

Samstag, 22. August 2015, 19:08

Gut 2 Wochen davor wurde sie auch dort abgebildet: http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,1278311

dr. bahnsinn

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Sonntag, 23. August 2015, 18:40

140 Jahre Ennstalbahn Bischofshofen - Selzthal

Mit ein wenig Verspätung, aber nicht weniger herzlich: Alles Gute zum 140. Geburtstag, welchen die Ennstalbahn am 6. August feierte.

dr. bahnsinn

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Samstag, 29. August 2015, 12:54

Fortsetzung Nr. 327 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage.

Vor 115 Jahren:

30. 08. 1900:
[Nyack, Bundesstaat Montana, USA] Bei einem durch die Rocky Mountains Richtung Osten fahrenden Güterzug lösen sich 18 mit Schotter beladene Waggons und rollen auf Grund des Gefälles 25 km zurück bis in den Bahnhof Nyack. Dort prallen sie auf den Zugschluß eines Personenzuges, der eben im Begriff ist, abzufahren. Zufällig ist am Zugschluß der Privatwaggon des Vizedirektors der Bahngesellschaft Great Northern, Mr. Davis, gereiht. Der Vizedirektor, sein Sohn und der Leibkoch kommen beim Aufprall der Schotterwaggons ums Leben, ebenso 33 von insgesamt 46 bei der Bahngesellschaft beschäftigten Bahnarbeitern aus Skandinavien, die im vorletzten Waggon gesessen sind. Nach dem Zusammenprall bricht an der Unglücksstelle Feuer aus.
Opferbilanz: 36 Tote.

Vor 70 Jahren:

27. 08. 1945:
[Eisenbahnunfall von Hachiōji, Japan]

Ausgangslage: Das Kriegsende ist in greifbarer Nähe (die Kapitulation Japans erfolgte am 2. September mit der Unterzeichnung der japanischen Kapitulationsurkunde, Anm.), und beide Züge sind mit bereits demobilisierten Soldaten und aus der Evakuierung heimkehrenden Menschen überfüllt.

Die Hachikō-Linie quert zwischen den Bahnhöfen Komiya und Hachiōji, westlich von Tokyo, den Fluss Tama und ist in diesem Abschnitt nur eingleisig ausgebaut. Der Tama führt aufgrund heftiger Regenfälle Hochwasser und ist über die Ufer getreten.

Unfallhergang: Nach einem Blitzschlag sind die Signalanlagen der Strecke und die Kommunikation zwischen den Bahnhöfen gestört. Ohne die in einem solchen Fall erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, schicken die beiden unerfahrenen Fahrdienstleiter der Bahnhöfe Komiya und Hachiōji gegenläufig jeweils einen Zug, bestehend aus je einer Lokomotive und fünf Personenwagen, auf die Strecke. Die Frontalkollision ereignet sich um 7:40 Uhr auf der Brücke über den Tama. Beide Züge stürzen in den Fluss.

Opferbilanz: 105 Tote, 67 Verletzte.

Vor 30 Jahren:

31. 08. 1985:
[Argenton-sur-Creuse, Frankreich] Der Lokführer des Nachtschnellzuges Paris - Port Bou übersieht in Argenton-sur-Creuse an der Bahnstrecke Orléans–Montauban die durch andere Signaltafeln teilweise verdeckte Ankündigung einer wegen Bauarbeiten an der Strecke eingerichteten 40 km/h-Langsamfahrstelle. Erst bei der Einfahrt in die LA leitet er aus rd. 105 km/h eine Schnellbremsung ein mit der Folge, dass 13 der insgesamt 14 Liegewagen im Baustellenbereich entgleisen. Zu allem Unglück kommt unmittelbar darauf der Postzug Brive - Paris zur Entgleisungsstelle. Der Lokführer des entgleisten Zuges versucht vergeblich, seinen Kollegen durch Auf- und Abblenden des Spitzensignales zu warnen und die Lok des Postzuges zerstört den viert- und drittletzten Liegewagen des entgleisten Nachtschnellzuges zur Gänze.
Opferbilanz: 43 Tote, 38 Verletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, Transpress Verlag, Berlin 1991.
Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr, Wikipedia.

oe.tom

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588

Sonntag, 30. August 2015, 03:00

Happy Birthday, S-Bahn Rhein-Ruhr

Vor 50 Jahren: Geburtsstunde der S-Bahn an Rhein und Ruhr am 30. August 1965

S-Bahn-Netz zwischen Rhein und Ruhr ist heute das größte in Deutschland - Landesregierung NRW und Bundesbahn schließen Rahmenabkommen zur Einführung der S-Bahn

Am 30. August 1965, vor 50 Jahren, wurden die Weichen für die S-Bahn an Rhein und Ruhr gestellt: An diesem Tag unterzeichnete NRW-Ministerpräsident Franz Meyers ein Rahmenabkommen, um den Schienen-Nahverkehr in der Metropolregion zu verbessern und die Straßen zu entlasten. Der Plan: S-Bahnen sollten auf eigenen Strecken unabhängig vom Fern- und Güterverkehr schnell und mit einem festen Takt-Fahrplan die Städte der Region verbinden.

Heute ist die S-Bahn einer der wichtigsten Mobilitätsmotoren im Pendlerland Nordrhein-Westfalen: Laut Statistischem Landesamt pendeln etwa die Hälfte der fast neun Millionen Erwerbstätigen über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. Nach Düsseldorf waren 2013 täglich rund 288.000 Pendler unterwegs, nach Köln waren es sogar fast 305.000. Die Domstadt hält auch den Staurekord – im vergangenen Jahr stand der Kölner Autofahrer im Schnitt 65 Stunden im Stau. Als echte Alternative zum Auto ist die S-Bahn daher für viele Menschen in der Region zum unverzichtbaren Verkehrsmittel geworden.

Seit seiner Einführung hat das S-Bahn-System in NRW mit dem Wachstum der Metropolregion Schritt gehalten: Es gilt heute als größtes S-Bahn-Netz Deutschlands mit einer Gesamtlänge von über 650 Kilometern.
Das Gesamtnetz von „S-Bahn Rhein-Ruhr“ und „S-Bahn Köln“ besteht aus dreizehn Linien, die von DB Regio NRW betrieben werden. Zwei von ihnen, die S 6 und S11, verbinden die Räume von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und Verkehrsverbund Rhein-Sieg. Zum Netz gehören außerdem zwei Diesel-S-Bahnen (S 7 und 28), auf denen die Züge der Unternehmen Abellio und Regiobahn unterwegs sind.

S 6 als erste S-Bahn unterwegs

Das S-Bahn-Netz war nicht von Anfang an so umfangreich wie heute. Nach Abschluss des Rahmenabkommens musste zunächst der Ausbau der einzelnen Linien und deren Finanzierung geklärt werden. Schließlich folgte die Bauphase. Die erste S-Bahn konnte ihre Jungfernfahrt bereits im September 1967 zwischen Düsseldorf-Garath und Ratingen Ost absolvieren. Heute ist die Linie, die inzwischen von Köln bis Essen reicht, als S 6 bekannt. In den 1960ern benötigte sie allerdings noch keine Nummer, denn sie war nicht nur die erste, sondern zunächst auch die ein einzige S-Bahn in der Region.

Rauchabteil und Nachlösewagen

In den 1970ern starteten gleich vier weitere Linien: Die S 1 von Duisburg-Großenbaum nach Bochum und die S 3 von Oberhausen nach Hattingen wurden 1974 eingeweiht. 1975 folgten die S 11 von Bergisch Gladbach nach Köln Chorweiler Nord und die S 7 von Düsseldorf bis zum Düsseldorfer Flughafen. Zum Einsatz kamen vor allem orange-weiße Elektrotriebzüge des Typs ET 420. Die neuartigen, spurtstarken Fahrzeuge wurden als technische Revolution gefeiert. Sie bestanden aus drei Fahrzeugteilen: zwei Endwagen und einem Mittelwagen. Die Möglichkeit, von einem Wagen in den nächsten zu wechseln, gab es noch nicht.

Nicht nur äußerlich unterschieden sich die damaligen Züge von den aktuellen Fahrzeugen. Wo heute ergonomische Sitze, Klimaanlagen oder moderne Fahrgastinfo-Systeme gefragt sind, waren früher ganz andere Einrichtungsgegenstände wichtig: zum Beispiel der Aschenbecher. Jede S-Bahn verfügte über einen Raucherwagen, der in der Regel sehr gut besucht war. Reger Betrieb herrschte zudem in den Nachlösewagen in der Zugmitte. Wer keinen Fahrschein hatte, musste sich dort einfinden und konnte beim Schaffner ein Ticket nachkaufen.

Angepasst: Hohenzollernbrücke und Düsseldorfer Hauptbahnhof

Mitte der 1980er starteten zwei besonders aufwendige Bauprojekte. In Köln wurde die Hohenzollernbrücke um zwei S-Bahn-Gleise erweitert, um den gleich dahinter liegenden Kölner Hauptbahnhof in das S-Bahn-System einzubinden. Dazu wurde eine komplett neue Brücke an der Nordseite angefügt. Um das Bild des historischen Baudenkmals nicht zu stören, wurde bei den Pfeilern und der Konstruktion mit den drei Bögen der ursprüngliche Stil recht genau kopiert. Bei genauem Hinsehen lässt sich aber erkennen, dass der nördliche Brückenzug im Gegenteil zu den beiden anderen geschweißt und nicht genietet wurde.

In Düsseldorf erhielt der Hauptbahnhof als Knotenpunkt zwischen der S-Bahn und der 1988 eingeführten U-Bahn eine Runderneuerung. Damit die Fahrgäste schnell zwischen S-Bahn, Stadtbahn und Fernverkehr umsteigen können, entstand eine breite Bahnhofspassage – darüber überdachte Eisenbahnsteige, darunter ein U-Bahnhof. Heute können die S-Bahn-Fahrgäste in NRW vielerorts nicht nur von der S-Bahn in die Stadtbahn, den IC oder ICE wechseln, es gibt auch direkte Verbindungen zu den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn.

Mehr Fahrgäste an Rhein und Ruhr

Die Fahrgastzahlen der letzten Jahre zeigen, wie wichtig die S-Bahn für die Region geworden ist: Den größten Zuwachs verzeichnete im Jahr 2014 die S-Bahn Köln. Auf den Linien S 11, S 12 und S 13 waren rund fünf Prozent mehr Fahrgäste unterwegs als im Vorjahr. Insgesamt nutzten mehr als 54 Millionen Menschen das S-Bahn-Angebot rund um die Millionenstadt am Rhein.

Auch im VRR-Gebiet sind die Fahrgastzahlen seit 2010 kontinuierlich um mehr als elf Prozent gestiegen: Nutzten vor fünf Jahren noch 116 Millionen Menschen die Züge des hochfrequentierten Nahverkehrssystems, beförderte DB Regio NRW 2014 etwa 130 Millionen Fahrgäste mit ihren S-Bahnen im VRR. Damit das komplexe System funktioniert sind allein für die S-Bahn Rhein-Ruhr rund 860 Mitarbeitern im Einsatz, darunter Triebwagenführer, Sicherheitskräfte, Werkstattmitarbeiter, Fahrzeugingenieure, Leitstellen- oder Verwaltungsmitarbeiter.

Quelle:/Fotos: Deutsche Bahn AG

Quelle: www.elektrolok.de
Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...

dr. bahnsinn

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589

Samstag, 5. September 2015, 11:33

Fortsetzung Nr. 328 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage.

Vor 115 Jahren:

08. 09. 1900:
[Bolivar Texas, USA] Während eines Katastrophen-Hurrikans wird in der Nähe von Beaumont an der texanischen Golfküste ein Personenzug, der wegen des Hurrikans seine Fahrt abbrechen muss und gerade dabei ist, nach Beaumont zurückzukehren, von einer Hurrikan-Böe erfasst und dabei völlig zerstört. Dabei kommen alle im Zug verbliebenen Fahrgäste ums Leben. Die anderen Fahrgäste, die, als der Zug umkehren musste, in einem nahegelegenen Leuchtturm Zuflucht suchten, können hingegen gerettet werden.
Opferbilanz: 85 Tote.

Vor 70 Jahren:

04. 09. 1945:
[Kédange, Frankreich] Ein aus 8 mit Soldaten besetzten und 4 leeren Reisezugwagen sowie 19 Kesselwaggons bestehender Militärzug stößt im Bahnhof von Kédange bei Thionville auf Grund einer falschen Weichenstellung mit einem im Bahnhof stehenden Güterzug zusammen. Im Bereich der Kesselwaggons bricht Feuer aus, das auch auf die leeren und die mit Soldaten besetzten Reisezugwagen übergreift.
Opferbilanz:39 Tote, 34 Verletzte.

06. 09. 1945: [Ōtsuki, Japan] Im Bahnhof Sasago in Ōtsuki in der Präfektur Yamanashi überfährt nach einem durch den unerfahrenen Lokomotivführer verursachten Bremsversagen ein Lokalzug eine Schutzweiche und rammt eine Felswand.
Opferbilanz: 60 Tote, 90 Verletzte.

09. 09. 1945: [Provinz Jujuy, Argentinien] Der von La Paz in Bolivien nach Argentinien verkehrende "Pan-American-Express" entgleist bei einer Geschwindigkeit von ca. 60 km/h im landschaftlich beeindruckenden, aber sehr kurvenreichen und 3600 m hoch gelegenen Humahuaca-Valley zwischen den Bahnhöfen Tres Cruces und Iturbe in der Provinz Jujuy. Unfallursache: an die Streckenverhältnisse nicht angepasste Geschwindigkeit, weil der Lokführer die zwischenzeitlich eingefahrene Verspätung wieder aufholen will.
Opferbilanz: 40 Tote, ca. 60 Verletzte.

Vor 65 Jahren:

03. 09. 1950:
[Gurdaspur, Indien] Der auf der Strecke Amritsar - Pathankot Richtung Delhi fahrende "Kashmir Mail-Express" entgleist in der Nähe der Stadt Gurdaspur auf einer in einer Schlucht liegenden Brücke. Dabei stürzen die Lok und drei Waggons einen Abhang hinunter.
Opferbilanz: 20 Tote.

06. 09. 1950: [Pantojo, Brasilien] Bei Pantojo an der "Sorocabana" (Bahnlinie von Sao Paulo über Sorocaba zum Seehafen Santos) entgleist ein Zug und stürzt um.
Opferbilanz: 36 Tote.

09. 09. 1950: [Bhairabazar, Pakistan] Bei der Fahrt über eine Brücke entgleisen die Lok und die ersten drei Waggons des Schnellzuges Dacca - Chittagong in der Nähe der Stadt Bhairabazar in Ostbengalen und stürzen anschließend ins Wasser. Unfallursache: Sabotage durch Entfernung von Verbindungslaschen und -bolzen.
Opferbilanz: Ca. 50 Tote.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996 und Wikipedia - Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr.

dr. bahnsinn

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590

Samstag, 12. September 2015, 16:57

Fortsetzung Nr. 329 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage.

Vor 185 Jahren:

15. 09. 1830:
[Newton-le-Willows, Lancashire, UK] Der britische Politiker William Huskisson war die erste prominente Persönlichkeit, die bei einem Eisenbahn-Unfall ums Leben gekommen ist. Hier die Beschreibung des Unfalls, zitiert aus Wikipedia:

Zitat

William Huskisson war der erste Prominente, der bei einem Eisenbahnunglück getötet wurde. In der Literatur wird er oft als der erste genannte, der bei einem Eisenbahnunfall überhaupt zu Tode kam. Das trifft aber wohl nicht zu. Ingenieure und Handwerker kamen zuvor bei Kesselexplosionen ums Leben und den ersten tödlich verunglückten Nicht-Eisenbahner traf sein Schicksal wohl schon 1821.

William Huskisson nahm am 15. September 1830 an der Eröffnungsfahrt der Liverpool and Manchester Railway teil und saß im selben Zug wie der Herzog von Wellington. Bei Parkside, in der Nähe von Newton-le-Willows in Lancashire, hielt der Zug an, damit die Lokomotive Wasser fassen konnte. Mehrere Personen aus der Begleitung des Herzogs traten auf das Gleis der Gegenrichtung. Huskisson ging nach vorne, um den Herzog zu begrüßen. Als er wieder zu seinem Wagen zurückkehrte, näherte sich die Lokomotive The Rocket auf dem parallel verlaufenden Gleis. Huskisson konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und sein linkes Bein wurde zertrümmert. Nach dem Unfall fuhr George Stephenson den schwer verletzten Huskisson mit der Lokomotive Northumbrian, die den Zug des Herzogs von Wellington gezogen hatte, nach Eccles, wo er nur einige Stunden später verstarb. Die Northumbrian erreichte bei dieser Fahrt die für damalige Verhältnisse sensationelle Geschwindigkeit von 36 mph (knapp 60 km/h).


Vor 135 Jahren:

11. 09. 1880:
[Rimutaka, Bahnstrecke Wellington–Wairarapa bei Upper Hutt, Neuseeland].

Ausgangslage: Die Bahnstrecke führt an der Unfallstelle durch extrem schwieriges Gelände. Die Strecke selbst weist hier eine 4,8 km lange Steigung von 67 Promille auf, die hier nur durch eine besondere Technik, das System Fell, bewältigt werden kann. Sie verläuft auf einem Grat und Züge sind hier unter Umständen extremen Seitenwinden ausgesetzt.

Der Unfallzug der New Zealand Railways ist von Greytown nach Wellington unterwegs. Er besteht aus einer Fell-Lokomotive, die in der Mitte des Zuges eingestellt ist, die zwei Reisezugwagen und den Gepäckwagen vor sich her schiebt und weitere zwei mit Holz beladenen Güterwagen und einen Bremswagen für das System Fell zieht.

Unfallhergang: In der Steigung werden die drei Wagen an der Spitze des Zuges von starken Windböen zur Seite gedrückt, entgleisen und fallen einen Abhang hinab. Dabei löst sich der Aufbau des ersten Wagens von seinem Rahmen, stürzt ins Tal und wird zertrümmert. Hier sind die Toten zu beklagen. Der Rahmen und die beiden folgenden Wagen stürzen nicht ab, da die Kupplung hält – ebenso wie die Klammerung der Fell-Lokomotive an der Mittelschiene. Das Gewicht der Lokomotive verhindert so, dass der gesamte Zug abstürzen kann. Der Bremser des zuletzt laufenden Bremswagens trennt diesen vom Zug und lässt diesen talwärts rollen, um Hilfe zu holen. Alle toten Passagiere (drei sterben während des Unfalls, ein Verletzter erliegt später seinen Verletzungen) sind Kinder.

Opferbilanz: 4 Tote.

Unfalluntersuchung: Die Untersuchung des Unfalls kommt zum Ergebnis, dass es sich um ein Naturereignis gehandelt habe und kein Verschulden vorliege, empfiehlt jedoch, gefährdete Stellen der Strecke durch einen Windschutz abzuschirmen. Dem kommt die New Zealand Railways nach. Außerdem werden Züge bei starkem Wind auf dem Abschnitt jetzt immer von zwei Lokomotiven befördert.

Wissenswertes: Es ist der älteste bekannte Eisenbahnunfall, der durch Wind verursacht wurde. Auf der Strecke ereignete sich 1936 erneut ein ähnlicher Unfall, als ein Triebwagen durch eine Bö unmittelbar vor dem Beginn eines Windschutzes aus den Schienen gedrückt wurde. Acht Personen wurden verletzt. 1937 wurde der gefährliche Streckenabschnitt durch einen Basistunnel unter der Rimutaka Range ersetzt.

Vor 65 Jahren:

11. 09. 1950:
[Coshocton, Bundesstaat Ohio, USA] Der Schnellzug "The Spirit of St. Louis" fährt im Bahnhof von Coshocton auf einen aus 20 Waggons bestehenden Truppentransportzug der Nationalgarde auf, der wegen Bremsprobleme angehalten hatte. Unfallursache: Missachtung der Signalstellung durch das Lokpersonal des Schnellzuges, das sich auf den zum Unfallzeitpunkt herrschenden Nebel herausredet.
Opferbilanz: 33 Tote.

Vor 30 Jahren:

11. 09. 1985:
[Moimenta-Alcafache, zwischen den Bahnhöfen Nelas und Mangualde, Portugal]

Ausgangslage: Die Linha da Beira Alta verläuft zwischen den Bahnhöfen Nelas und Mangualde eingleisig. Hier liegt der Haltepunkt Moimenta-Alcafache. Die Strecke weist hier keine Zugsicherung durch Signale auf. Die Sicherheit wird ausschließlich durch telefonische Zugmeldungen zwischen den Blockstellen und mit der Zugleitstelle gewährleistet.

Hier verkehren an diesem Abend zwei Züge in entgegengesetzter Richtung: Der Schnellzug Nr. 315, der Süd-Express, von Lissabon Santa Apolónia nach Paris, gezogen von der Lokomotive 1961 mit 12 Personenwagen und der Personenzug Nr. 1324 von Guarda nach Coimbra, gezogen von der Lokomotive 1439 mit 6 oder 7 Wagen. Zusammen reisen mit ihnen etwa 460 Passagiere. Die planmäßige Kreuzung der Züge ist im Bahnhof Mangualde vorgesehen. Der Schnellzug hat allerdings eine Verspätung von 17 Minuten.

Unfallhergang: Obwohl dem Schnellzug Vorrang eingeräumt ist und ohne Rückversicherung, ob die Strecke tatsächlich frei ist, fährt der Personenzug in den Streckenabschnitt nach Nelas ein, um aufgrund der Verspätung des Schnellzuges die anstehende Zugkreuzung dort vorzunehmen. Vorschriftsmäßig hätten sich die Fahrdienstleiter beider Bahnhöfe verständigen und das Verschieben der Zugkreuzung mit der Zugleitstelle in Coimbra absprechen müssen. Nichts davon geschieht.
Der Schnellzug hat inzwischen einen Teil seiner Verspätung eingeholt. Der Fahrdienstleiter in Nelas ist von dem entgegenkommenden Personenzug nicht verständigt und lässt deshalb den Schnellzug ebenfalls in den Streckenabschnitt einfahren. Erst danach informiert er den Haltepunkt Moimenta-Alcafache davon, um von dort zu erfahren, dass soeben der Personenzug Richtung Nelas von dort abgefahren sei. Ein dazwischen tätiger Schrankenwärter wird nun gebeten, den Zug mit einer roten Flagge oder durch Knallkapseln zum Halten zu bringen. Es ist aber zu spät: Der Zug hat die Stelle bereits passiert. Um 18:37 Uhr prallen die Züge bei einer Geschwindigkeit von je etwa 100 km/h aufeinander. Die beiden Lokomotiven und die ihnen folgenden Wagen werden schwer beschädigt und fangen Feuer. Da die Wagen nicht aus feuerfestem Material bestehen, kann das Feuer schnell um sich greifen. Ein Teil der Fahrgäste ist eingeschlossen oder eingeklemmt und kommt in den Flammen um.

Opferbialnz und Folgen: 49 Tote können geborgen, aber nur 14 davon identifiziert werden. 64 weitere Reisende gelten seit dem Unfall als vermisst, kommen also wohl auch ums Leben, verbrennen so stark, dass Überreste nicht mehr gefunden werden. Die genaue Zahl der Toten kann so nie festgestellt werden. Weitere 145 Menschen werden verletzt.

Mitglieder der Guarda Nacional Republicana, die in der Nähe eine Übung abhalten, sind die Ersten an der Unfallstelle und alarmieren die Rettungskräfte, die so sehr schnell eintrfffen. Allerdings stehen die Züge und der umgebende Wald bereits in Flammen.

Die nicht identifizierten menschlichen Überreste werden am 13. September 1985 in einem Gemeinschaftsgrab in der Nähe der Unfallstelle beigesetzt. Hier wird auch eine Gedenkstätte errichtet.

Der Unfall ist Anlass, die Strecke mit Zugbeeinflussung auszustatten.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996 und Wikipedia - Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr.

dr. bahnsinn

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Samstag, 19. September 2015, 12:34

Fortsetzung Nr. 330 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage.

Vor 150 Jahren:

18. 09. 1865:
[Beja, Portugal] Aufgrund einer absichtlichen Beschädigung am Oberbau muss ein Zug durch eine Notbremsung angehalten werden. Dabei werden auch Reisende aus dem Zug geschleudert.
Opferbilanz: 3 Tote, 2 Schwerverletzte.

Vor 120 Jahren:

19. 09. 1895:
[Oederan, Deutschland] Der Güterzug 2360 muss vor dem Einfahrsignal des Bahnhofes Oederan an der Sachsen-Franken-Magistrale Dresden - Zwickau anhalten, um den ausfahrenden D 235 passieren zu lassen. Weil der Wärter der Blockstelle Memmendorf einem Militärzug, der dem Güterzug im Blockabstand nachfolgt, die Fahrt freigibt, ohne die Rückblockung abzuwarten, fährt der Militärzug auf den wartenden Güterzug auf, gerade in dem Moment, als der ausfahrende D 235 an den beiden Zügen vorbeifährt. Wie durch ein Wunder bleiben Lok und Wagen des D 235 unbeschädigt.
Opferbilanz: 13 Tote, 30 Schwer-, 30 Leichtverletzte.

Vor 105 Jahren:

21. 09. 1910:
[Bundesstaat Indiana, USA] Auf der elektrifizierten Fort Wayne & Wabash Valley Railway stoßen in einer weitgehend menschenleeren Gegend ein mit Streckenarbeitern besetzter Sonderzug und ein Reisezug auf offener Strecke frontal zusammen. Unfallursache: Mißachtung eines Kreuzungsaufenthaltes durch den Lokführer des Sonderzuges.
Oferbilanz: 34 Tote.

Vor 70 Jahren:

21. 09. 1945:
[Vernaison, Frankreich] Frontalzusammenstoß zweier Reisezüge bei Vernaison.
Opferbilanz: 30 Tote, 105 Verletzte.

Vor 60 Jahren:

23. 09. 1955:
[Gómez Palacio bei Torreón, Bundesstaat Durango, Mexiko] Ein gemischter Zug von Torreón nach Chihuahua fährt auf einen niveaugleichen Bahnübergang zu, dem sich auf der Straße zwei Lkw nähern, von denen jeder 4,5 Tonnen Dynamit geladen hat. Die Fahrer der beiden Lkw lieferen sich ein Wettrennen. Sie sind damit so beschäftigt, dass sie den Zug nicht wahrnehmen und in diesen mit voller Geschwindigkeit hinein fahren. Beide Lkw explodieren. Die Explosion zerstör die Lokomotive und drei Wagen des Zuges und auch zahlreiche Gebäude noch mehrere Kilometer von der Unfallstelle entfernt werden beschädigt. Die Mannschaft auf der Lokomotive und fast alle Fahrgäste des Zuges kommen ums Leben. Weitere Tote und zahlreiche Verletzte befinden sich unter den Personen, die sich in benachbarten Gebäuden aufhalten. Von den Leichen der Lkw-Fahrer findet sich keine Spur. Der Motorblock eines der Lkws wird 640 Meter vom Ort der Explosion entfernt gefunden.
Opferbilanz: Mindestens 65 Tote und 100 Verletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag Stuttgart 1996.
Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, Transpress Verlag Berlin 1991.
Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr, Wikipedia

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Samstag, 19. September 2015, 18:35

Nachtrag zur Fortsetzung Nr. 330 mit Österreichbezug

Vor 105 Jahren:

20. 09. 1910:
[Rottenmann, Steiermark] der aus Richtung Selzthal kommende und von der 329.27 geführte Schnellzug 102 nach Pontafel (Pontebba) durchfährt irrtümlich den Bahnhof Rottenmann und stößt mit dem vor dem Einfahrsignal wartenden, von der 110.516 geführten Schnellzug 101 zusammen. Der Bahnhof Rottenmann besitzt zu diesem Zeit noch keine Ausfahrsignale:

Foto aus: Archiv Hlavac, BiB-Band 13 - Unfälle und Schadensfälle, Verlag Pospischil, Wien 1980.

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Samstag, 26. September 2015, 12:20

Nachtrag zur Fortsetzung Nr. 329 mit Österreichbezug

Vor 20 Jahren:

15. 09. 1995:
[GySEV-Strecke zwischen Neufeld/Leitha und Müllendorf] Ein Regionalzug und ein Güterzug der GySEV stoßen auf freier Strecke zusammen.
Opferbilanz: 3 Tote, 20 Verletzte.

Quelle: Wikipedia

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Samstag, 26. September 2015, 12:46

Fortsetzung Nr. 330 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage

Vor 70 Jahren:

30. 09. 1945:
[Bourne End, GB] Der Schlafwagen-Schnellzug von Perth nach London-Euston fährt auf Grund eines baustellenbedingten Gleiswechsels vom Fernverkehrs- zum Nahverkehrsgleis anstelle der erlaubten 30 km/h mit mindestens 80 km/h in die Ablenkung, worauf die Lok und sieben Wagen über eine kleine Böschung stürzen und sich dabei ineinander verkeilen. Lediglich die letzten drei Wagen des aus 15 Wagen bestehenden Zuges bleiben auf den Schienen. Unfallursache: Mißachtung der entsprechenden Signalisierung durch den Lokführer.
Opferbilanz: 43 Tote, 124 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.

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Freitag, 2. Oktober 2015, 17:41

130 Jahre Frankenwaldbahn

Vor 130 Jahren, am 1. Oktober 1885 wurde nach Fertigstellung des ca. 7 km langen Lückenschlusses zwischen den Bahnhöfen Ludwigstadt (Bayern) und Probstzella (Thüringen) der durchgehende Verkehr über den Frankenwald aufgenommen. Die Frankenwaldbahn war bis zur Teilung Deutschlands nach dem Weltkrieg eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Deutschlands, weshalb sie auch schon in den Dreißiger Jahren elektrifiziert wurde. Die Lokreihe E 19 war extra für die Frankenwaldbahn konstruiert worden. In der Zeit der sowjetischen Besatzungszone wurde zwecks Reparationsleistung auf ostdeutschem Gebiet die Fahrleitung wieder abgebaut. Über die Frankenwaldbahn verkehrten auch die Interzonenzüge zwischen (West-)Berlin und München.
Eine Besonderheit im deutsch-deutschen Grenzverkehr gab es im Jahr 1949, als zur Bewältigung des Verkehrsaufkommens auf westdeutscher Seite Züge über Ludwigstadt hinaus bis unmittelbar an die Zonengrenze bei Falkenstein gefahren wurden, wo die Reisenden aussteigen und zu Fuß über den Straßen-Grenzübergang in die DDR einreisen mussten.

Quellen: Die Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag, Zürich 1963 und Wikipedia.

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Samstag, 3. Oktober 2015, 12:54

Fortsetzung Nr. 331 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage.

Vor 110 Jahren:

06. 10. 1905:
[Rostow am Don, Russland] Entgleisung eines Postzuges.
Opferbilanz: 27 Tote, 35 Verletzte.

Vor 105 Jahren:

04. 10. 1910:
[Staunton, Bundesstaat Illinois, USA] Zusammenstoß eines Nahverkehrszuges mit einem einem Richtung St. Louis fahrenden Reisezug in der Nähe von Staunton. Unfallursache: Auf Grund einer Parade in St. Louis wird der Zug Richtung St. Louis in zwei Teilen geführt, wobei der Nahverkehrszug im Bahnhof Staunton die Kreuzung mit beiden Zugteilen abwarten sollte. Nach Kreuzung mit dem ersten Zugteil setzt der Lokführer des Nahverzuges die Fahrt fort, ohne die Kreuzung mit dem zweiten Zugteil abzuwarten. Außerhalb des Bahnhofes kommt es zum Zusammenstoß.
Opferbilanz: 36 Tote.

Vor 100 Jahren:

07. 10. 1915:
[ehemals Ostpreußen, heute russische Enklave um Kaliningrad] Der D 55 (Berlin - Eydtkuhnen in Ostpreußen) fährt vor der Bahnhofseinfahrt von Bischdorf an der preußischen Ostbahn zwischen Allenstein (heute Olsztyn) und Insterburg (heute Tschernjachowsk) auf den Eilgüterzug 6212 auf. Unfallursache: Der Fahrdienstleiter von Bischdorf nimmt vom benachbarten Bahnhof Bergenthal den D 55 an, obwohl der dem D 55 vorausfahrende Eilgüterzug 6212 noch gar nicht in Bischdorf eingetroffen ist. Zu allem Überfluß meldet er der dem Bahnhof Bischdorf vorgelegenen Blockstelle Schöneberg den noch gar nicht eingefahrenen Eilgüterzug als bereits eingetroffen telefonisch zurück, obwohl es Vorschrift ist, die eingetroffenen Züge telegrafisch rückzumelden. Trotz dieser vorschriftswidrigen Rückmeldung gibt der Blockwärter von Schöneberg den Blockabschnitt bis Bischdorf für den Schnellzug frei. Kurz vor der Bahnhofseinfahrt von Bischdorf kommt es dann zum Auffahrunfall. Fahrdienstleiter und Blockwärter werden vom Dienst suspendiert, über eine Bestrafung ist nichts bekannt
Opferbilanz: 15 Tote, darunter der Schlußschaffner des Eilgüterzuges, 55 Verletzte.

PS.: In Eydtkuhnen (heute Tschernyschewskoje in der russischen Enklave) war damals Endpunkt für die Normalspur. Hier begann die Breitspur Richtung St. Petersburg. Alle Schnellzüge aus Berlin bzw. St. Petersburg endeten hier und die Reisenden mussten hier umsteigen.

Vor 95 Jahren:

Oktober 1920: [Pogranitschnava, ehemalige Sowjetunion, heute Russland] Entgleisung des Postzuges von Wladiwostok nach Charbin.
Opferbilanz: Um die 100 Tote (Schätzung).

07. 10. 1920: [Arkonam, Indien] Der "Madras-Bangalore-Postzug" entgleist bei Arkonam. Unfallursache: Gleisarbeiter, die mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden waren, entfernten aus Protest eine Schiene. 60 Gleisbauarbeiter werden daraufhin verhaftet.
Opferbilanz: 13 Tote, 15 Verletzte.

Vor 50 Jahren:

04. 10. 1965:
[Effingham Junction bei Durban, Südafrika] Der Vorortzug besteht aus drei Wagen, die mit mehr als 1000 Reisenden stark überfüllt sind. Der Zug befördert Farbige von Durban in das vor der Stadt gelegene Township KwaMashu. Etwa 3 km vor dem Endbahnhof, bei Effingham Junction, entgleist der Zug.
Opferbilanz: 81 Tote, mehrere hundert Verletzte. Aufgebrachte Fahrgäste lynchen einen Stellwerkmitarbeiter und einen weiteren Weißen, der sich in der Nähe der Unfallstelle aufhält.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, Transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, Transpress Verlag, Berlin 1991 und Wikipedia - Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr.

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Samstag, 3. Oktober 2015, 17:58

105 Jahre Rickenbahn und Bodensee-Toggenburg-Bahn in der Schweiz

Vor 105 Jahren, am 1. Oktober (Rickenbahn) und am 3. Oktober 1910 (Bodensee-Toggenburg-Bahn) wurde der durchgehende Verkehr zwischen Romanshorn am Bodensee und Rapperswil am Zürichsee aufgenommen. Obwohl strenggenommen zwei Bahnlinien, da die Rickenbahn eigentlich den SBB gehört, bilden sie betriebs- und verkehrsmäßig eine Einheit. Am 1. Januar 2001 wurde die Bodensee-Toggenburg-Bahn mit der Schweizerischen Südostbahn fusioniert.

Unrühmliche Bekanntheit erlangte die Rickenbahn durch den vor ziemlich genau vor 89 Jahren am 4. Oktober 1926 zugetragenen Unfall im 8,6 km langen Rickentunnel:
Um 11:50 Uhr fährt ein vom Bahnhof Kaltenbrunn abgefahrener mit einer Dampflok geführter und mit sechs Mann Personal besetzter Güterzug in den 8,6 km langen Rickentunnel ein. Nachdem der Zug nicht im Bahnhof Wattwil eintrifft, wird um 13:30 Uhr von Wattwil aus eine mit Gasschutzgeräten ausgestattete siebenköpfige Rettungsmannschaft mit einer Draisine in den Tunnel geschickt. Nach etwa einer Stunde kommt die Draisine langsam fahrend und ohne Bedienung wieder in den Bahnhof Wattwil zurück. Zwei Mann gingen im Tunnel verloren, der Rest der Mannschaft ist ohnmächtig und der die Partie anführende Bahnmeister ist während der Rückfahrt bereits gestorben.
Um 20:20 Uhr wird eine weitere, mit Sauerstoffgeräten ausgerüstete Rettungskolonne in den Tunnel geschickt, der es gelingt, den Güterzug um 21:15 in den Bahnhof Kaltenbrunn zu bringen.
Da die Unfalluntersuchung auf Grund des Streckenzustandes und der Tatsache, dass die Lok des Unglückszuges in einem technisch einwandfreien Zustand war und auch die Zugbelastung der Norm entsprochen hat, wird mit einem Versuchszug, der die gleichen Bedingungen, wie der Unglückszug aufweist, eine Versuchsfahrt durchgeführt mit dem Ergebnis, dass der Versuchszug fast an der gleichen Stelle wie der Unglückszug zum Stillstand kommt. Des Rätsels Lösung: Die verwendete Kohle war minderwertig und führte zu mangelnder Dampfentwicklung. Außerdem produzierte sie ein extrem kohlenoxydreiches Rauchgas, das nach Stillstand des Zuges auf Grund der mangelhaften Lüftung innerhalb von drei Minuten zum Tod der sechsköpfigen Zugsmannschaft führte. Neben dem Bahnmeister sterben außerdem noch zwei weitere Mitglieder der ersten Rettungsmannschaft.
Nach dem Unglück wird sofort mit der Elektrifizierung der Strecke begonnen.


Quelle: Die Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag, Zürich 1963, S. 270ff.

Zur Orientierung, Suchfelder J-K/2-3

dr. bahnsinn

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Samstag, 3. Oktober 2015, 18:29

Nachtrag Streckenjubiläum: 145 Jahre FJB Wien - Eggenburg

Das halbrunde 145-jährige Bestandsjubiläum des FJB-Abschnitts Wien FJB - Eggenburg, welche am 23. Juni 1870 das Licht der Welt erblickte, habe ich ein wenig verschlafen.
Ich bitte um Entschuldigung.

Alois

Inspektor

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599

Sonntag, 4. Oktober 2015, 12:20

RE: Fortsetzung Nr. 331 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage.

Vor 100 Jahren:

5.10.1915
Zwar nicht direkt ein Unfall, aber doch anbetracht der Tragödie des Weltkrieges relevant: Am 4.10.1915 berichtete die Neue Freie Presse von der bevorstehenden Inbetriebstellung des Erzherzogin Zita-Spitalszuges am 5.10. am Wiener Westbahnhof.
Quelle: Die Presse, 4.10.2015

dr. bahnsinn

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600

Sonntag, 4. Oktober 2015, 12:38

RE: RE: Fortsetzung Nr. 331 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage.

Vor 100 Jahren:

5.10.1915
Zwar nicht direkt ein Unfall, aber doch anbetracht der Tragödie des Weltkrieges relevant:Am 4.10.1915 berichtet die Neue Freie Presse von der Inbetriebstellung des Erzherzogin Zita-Spitalszuges am 5.10. am Wiener Westbahnhof.
Quelle: Die Presse, 4.10.2015

Danke für das Einstellen dieses Artikels. Der anschließende Artikel über 150 Jahre (Pferde-)Straßenbahn passt außerdem auch in diesen Thread.