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dr. bahnsinn

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Samstag, 7. November 2009, 12:54

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 47 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 20 Jahren:

10. 11. 1989:
Entgleisung eines Reisezuges südlich von Mossul (Irak).
Opferbilanz: Mehr als 50 Tote, zahlreiche Verletzte (inoffizielle Angaben, da die von der Regierung gesteuerten Medien keine Angaben über Opferzahlen machten).

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens. transpressVerlag Stuttgart 1996.

dr. bahnsinn
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dr. bahnsinn

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Samstag, 14. November 2009, 17:31

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 48 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 70 Jahren:

12. 11. 1939:
Zwischen den Bahnhöfen Cosel und Bauerwitz in Schlesien, damals zu Deutschland, jetzt zu Polen gehörend, stoßen P 950 und P 957 frontal zusammen. Unfallursache: Irrtümliche Streckenfreigabe für P 957.
Opferbilanz: 43 Tote, 48, nach anderen Angaben 60 Verletzte.

Vor 60 Jahren:

15. 11. 1949:
Ein von Südafrika Richtung Mocambique fahrender Reisezug entgleist in der Nähe von Waterval Boven (Provinz Transvaal), sieben Waggons stürzen dabei von einer Brücke 20 m tief in den Fluß Elands, sechs weitere Waggons stürzen um. Von den rd. 500 Reisenden ertrinken viele im Fluß, einige andere stürzen aus einem über dem Brückenrand hängenden Waggon in den Tod.
Opferbilanz: 55 Tote, mehr als 100 Verletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpressVerlag Stuttgart 1996.
Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, transpressVerlag Berlin 1991.
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Sonntag, 15. November 2009, 14:55

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg114412#msg114412 date=1256914932]
26. 10. 1939: Entgleisung eines Reisezuges in St. Valentin.
Opferbilanz: Mind. 20 Tote, 30 Schwerverletzte.

PS.: Vielleicht weiß jemand im Forum mehr über diesen Unfall und möchte sein Wissen hier preisgeben. Danke im Voraus.
[/quote]

Hab dazu noch was gefunden.

Abb. 356: Unfall des Zuges D54 am 25. Oktober 1939 im Bahnhof St.Valentin. Im Unfallbericht heißt es u.a. "um 18 Uhr 55 fuhr D54 trotz des in Ablenkung zeigenden Einfahrtssignal mit voller Geschwindigkeit in die Ablenkung. Während die Lokomotive die erste Weiche, die in die Ablenkung stand, ohne zu entgleisen passierte, entgleiste die Lokomotive 12 006 (früher 214.06) bei der nächsten Weiche, nachdem sie bereits stark zu schwanken begonnen hatte ...".
Unter 17 Toten befanden sich acht Angehörige der Deutschen Wehrmacht und neun Zivilpersonen, darunter der weltberühmte Chirurg Prof. Dr. Anton Freiherr von Eiselsberg.




Quelle:
Josef Dultinger, 150 Jahre Lokomotiv-Eisenbahnen in Österreich,
Verlag Dr. Rudolf Erhard, Rum, 1987.
Seite 244 (inkl. Bild)

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dr. bahnsinn

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Samstag, 21. November 2009, 16:47

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 49 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 25 Jahren:

23. 11. 1984:
Während der Fahrt durch den Bahnhof von Byculla in der Nähe von Bombay (heute Mumbai, Indien) entgleist ein überfüllter Pendlerzug. Dabei springen sieben Waggons aus den Schienen, vier der Waggons stürzen um.
Opferbilanz: 25 Tote, 47 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpressVerlag, Stuttgart 1996.

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Samstag, 21. November 2009, 16:56

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Interessant, dass dann beim Doktor immer von einem rätselhaften Unfall gesprochen wird....

dr. bahnsinn

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Samstag, 28. November 2009, 16:09

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 50 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage.

Vor 100 Jahren:

28. 11. 1909:
Entgleisung eines Personenzuges der Great Northern-Bahngesellschaft in Sapperton, Provinz British Columbia, Kanada, auf Grund der Unterspülung des Bahndammes.
Opferbilanz: 22 Tote.

Vor 70 Jahren:

1. 12. 1939:
Ein mit Gleisbauarbeitern besetzter und mit Bahnbaumaterial beladener Bauzug, der zu einer Streckenneubau-Baustelle zwischen den Bahnhöfen Marsa und Avric (Rumänien) unterwegs ist, entgleist in der Nähe von Sibiu (Hermannstadt) in Siebenbürgen.
Opferbilanz: 20 Tote, 16 Schwerverletzte.

1. 12. 1939: Der P 3501 stößt auf einem Bahnübergang zwischen Dortmund Hbf. und Witten West mit einem Autobus zusammen, da vergessen worden war, den Bahnschranken zu schließen.
Opferbilanz: 15 Tote, 17 Verletzte.

Vor 55 Jahren:

2. 12. 1954:
Ein mit deutschen Fußballfans besetzter Sonderzug, der sie nach dem Ländermatch England - Bundesrepublik Deutschland in London nach Hause bringen soll, entgleist in der Nähe von Wilsele, Belgien. Dabei springen die Lok und drei Waggons aus den Schienen, der zweite Waggon wird völlig zerstört. Lokführer und Heizer sind unter den Todesopfern, sodass die genaue Unfallursache nicht eruiert werden kann. Die Strecke ist im Bereich des Unfallortes zum Zeitpunkt des Unfalles auf Grund von Bauarbeiten an einer Brücke über den Fluß Dyle nur eingleisig befahrbar. Es wird daher vermutet, dass der Zug beim Wechsel auf das Gegengleis zu schnell unterwegs war.
Opferbilanz: 21 Tote.

Vor 15 Jahren:

2. 12. 1994:
Entgleisung eines Schnellzuges bei Szajol, Ungarn.
Opferbilanz: 29 (keine Unterscheidung in Tote/Verletzte).

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpressVerlag Stuttgart 1996.
Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, transpressVerlag Berlin 1991.
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dr. bahnsinn

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107

Samstag, 28. November 2009, 18:10

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Einige Streckenjubiläen:

1. 12.: 130 Jahre Bahnlinie über den Predealpaß, Rumänien:

Am 1. 12. 1879 wurde das knapp 30 km lange Teilstück Campina - Sinaia der über den in den Südkarpaten liegenden Predealpaß führenden Magistrale Bukarest - Kronstadt eröffnet. Damit war die durchgehende Verbindung von Rumänien in das damals zu Ungarn (bis 1918) gehörende Siebenbürgen hergestellt.
Streckenlänge Campina - Kronstadt: 75 km
Maximale Neigung: 25 Promille
Minimaler Kurvenradius: 275 m
Scheitelpunkt: 1054 m

1. 12.: 100 Jahre Bergenbahn, Norwegen:

Am 1. 12. (andere Quellen nennen auch den 27. 11.) 1909 wurde die 526 km lange (ab Oslo), offiziell ab Honefoss 402 km lange Bergenbahn (Oslo -) Honefoss -Myrdal - Voss - Bergen offiziell eröffnet. Sie ist sowohl auf Grund der Schönheit und Abgeschiedenheit der Landschaft, durch der sie führt, als auch auf Grund der dort herrschenden extremen klimatischen Bedingungen, die dort herrschen, eine der bekanntesten Bahnlinien Europas.
Erste Planungen für den Bau dieser Bahn begannen bereits um 1870. In den 70er Jahren wurden mehrere Trasenvarianten ausgearbeitet und ausgesteckt, von denen die 1875 ausgesteckte Linienführung des Eisenbahndirektors Hille als die auszuführende Variante ausgewählt wurde. In den 80er Jahren fanden entlang der ausgesteckten Trasse umfangreiche Schneemessungen und metereologische Beobachtungen statt. Deren Auswertungen ergaben, dass während des Baues mit extremen Witterungsverhältnissen zu rechnen sei.
In den 90er Jahren fand die Detailabsteckung der Trasse und die Vermessung der zu bauenden Tunnels statt. Mit dem Bau der Strecke wurde definitiv 1901 begonnen, die Eröffnung erfolgte je nach Quelle am 27. 11. bzw. 1. 12. 1909.
Streckencharistika:
Streckenlänge: 402,43 km, eingleisig
Elektrifizierung: Bergen - Voss (107 km) 1954, Reststrecke 1964 mit 15 kV, 16 2/3 Hz.
Scheitelpunkt: ursprünglich 1301 m bei Taugevatn zwischen Finse und Hallingskeid. Dieser Abschnitt, der
besonders häufig massiven Schneeverwehungen ausgesetzt war, wurde 1993 durch einen
Streckenneubau inklusive des 10,3 km langen Finsetunnel ersetzt. Der Scheitelpunkt liegt
nunmehr im Finsetunnel bei 1237 m Seehöhe.
Maximale Neigung: 21,5 Promille
Minimaler Kurvenradius: 250 m
Zahl der Tunnel: 182, mit einer Gesamtlänge von 73 km, darunter der o. e. 1993 eröffnete Finse-Tunnel
(10,3 km), der Gravahals-Tunnel (5,3 km) zwischen den Bahnhöfen Myrdal und Mjolfjell
und der 1964 eröffnete Ulrikentunnel (7,7 km) ca. 25 km vor Bergen.
Link:http://de.wikipedia.org/wiki/Bergenbahn

30. 11.: 85 Jahre Raumabahn, Norwegen:

Am 30. 11. 1924 wurde die im Bahnhof Dombas an der Bahnlinie Oslo - Hamar - Trondheim abzweigende, 114 km lange, zum am Romsdalsfjord liegenden Fischereihafen Andalsnes eröffnet. Interessantester Streckenabschnitt ist die Doppelkehrschleife bei Verma mit zwei Wendetunnel. Die Strecke verläuft fast zur Gänze entlang des namensgebenden Flusses Rauma.
Streckenlänge: 114 km, eingleisig, Dieselbetrieb, Tourismuszüge mit Dampfloks
Maximale Neigung: 20 Promille
Scheitelpunkt: 670 m Seehöhe
Zahl der Tunnel: 6, darunter 2 Wendetunnel
Interessante Links: http://www.blockstelle.de/galerierauma.html bzw. http://www.diesellok.lu/nohab/nor/Rauma.htm

Quellen: Die Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag Zürich 1963 und die oben
angeführten Links.

PS.: Bezüglich des 100jährigen Streckenjubiläums der Donauuferbahn am 2. 12. gibt es einen eigenen Thread.
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Samstag, 28. November 2009, 20:00

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Darf ich dazu gleich drei bildchen aus den 70ern senden.
1. bild zeigt den zug nahe der Gletscherregion bei Taugevatn mit einer EL 14 ähnlich unserer 1010 oder der SBB Ae 6/6 von BBC gebaut. 1975 war sie hier Stammlok der Bergensbahn.
Bild 2 zeigt die El 9 in Flam, der Zweigstrecke zum Flamsfjord hinab.
Bild 3 widmet sich der Raumabahn, hier waren die Di 3a daheim, welche hier in Andalsnes auf abfahrt wartete
tba-werner wünscht den Bahnen alles beste.





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Samstag, 28. November 2009, 20:43

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Danke für die interessanten historischen Bilder !!! Merci :D

dr. bahnsinn

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Samstag, 28. November 2009, 22:43

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=tba-werner link=topic=14482.msg116132#msg116132 date=1259434804]
.........tba-werner wünscht den Bahnen alles beste.
[/quote]

Das werden sie auch brauchen, wenn auch nicht so notwendig, wie viele Nebenbahnen in Österreich.
Obwohl die beiden oben genannten Bahnen durch weitgehend dünn besiedelte Gegenden führen, haben sie bessere Überlebenschancen als die meisten österreichischen Nebenbahnen. In Norwegen hat man nämlich im Gegensatz zu Österreich erkannt, wie wichtig Bahnstrecken sind, die durch touristisch gut verwertbare Gegenden führen. Als Beispiel sei die 114 km lange Raumabahn genannt. Dombas am Ausgangspunkt hat rd. 1100 Einwohner und Andalsnes am Endpunkt rd. 2000 Einwohner und dazwischen liegt die extrem dünn besiedelte Tallandschaft Romsdalen ohne bedeutende Orte. Und trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen fährt man dort mit der Bahn. Gegen diese Region ist das Ybbstal, wo man gerade dabei ist, die Bahn zu killen, geradezu dicht besiedelt.
Regelverkehr für Schüler, Pendler und Gelegenheitsfahrer in Verbindung mit einem gut organisierten Tourismus-, Ausflügler- und Radfahrerverkehr wären auch in Österreich ein tragfähiges Gerüst für das Überleben so mancher touristisch bedeutsamen Bahnstrecke, wenn der Betreiber, das Land, die Region, die Tourismusleute in der Region, die Kommunalpolitiker und die Bevölkerung nur wollen. In manchen blaugelben Regionen Österreichs fehlt das Wollen leider an allen Ecken und Enden, bedauert

dr. bahnsinn

PS.: Danke tba-werner, für Deine interessanten Fotos.
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Samstag, 5. Dezember 2009, 17:24

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

115 Jahre transkorsische Gebirgsbahn Bastia - Casamozza - Corte - Ajaccio

Auch wenn sich die Fachliteratur nicht ganz einig ist, ob die Eröffnung der Gesamtstrecke am 3. 12. 1894 oder erst 1896 stattgefunden hat, nehme ich das von Ascanio Schneider in seinem Standardwerk über die Gebirgsbahnen Europas genannte Datum 3. 12. 1894 zum Anlass, auf das 115-jährige Bestandsjubiläum der transkorsischen Gebirgsbahn hinzuweisen.

Streckencharistika:

Eröffnung der Teilstrecke Bastia - Corte (74 km): 1. 12. 1888
Teilstrecke Corte -Ajaccio (84 km): 3. 12. 1894
Streckenlänge: 158 km
Spurweite: 1000 mm
Traktionsart: Diesel, überwiegend VT
Maximale Neigung: 30 Promille
Min. Kurvenradius: 100 m
Scheitelhöhe: 906 m (Bahnhof von Vizzavona)
Zahl der Tunnel: 43, längster Tunnel: Tunnel de Vizzavona (3916 m)
Der von der Streckenführung her interessanteste Abschnitt befindet sich zwischen den Bahnhöfen Corte (km 74) und Ucciani (km 127).
Für alle, die mehr wissen wollen, hier bitte: http://sulinzara.de/idb/cfc.html

Quelle: Die Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli verlag, Zürich 1963.
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Samstag, 5. Dezember 2009, 17:48

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 51 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 95 Jahren:

Dezember 1914
(genaues Datum leider nicht bekannt): Im Bahnhof von Kalisz (Polen) stoßen ein Richtung Kriegsfront fahrender, vollbesetzter preußischer Truppentransportzug und ein von der Front kommender, mit verwundeten Offizieren besetzter Sanitätszug zusammen, wobei mehr als 20 Waggons zerstört werden. Unfallursache ist eine falsche Weichenstellung. Der Weichenwärter, der Fahrdienstleiter und einige andere, am Bahnhof tätige Beamte werden verhaftet und der Sabotage beschuldigt.
Opferbilanz: etwa 400 Tote, etwa 500 Verletzte. Genaue Opferzahlen sind leider nicht bekannt.

Vor 30 Jahren:

3. 12. 1979:
In Londa im Süden Indiens entgleist ein Reisezug.
Opferbilanz: 23 Tote, 12 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpressVerlag, Stuttgart 1996.
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Freitag, 18. Dezember 2009, 12:12

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

95 Jahre Chur - Arosa der RhB (Arosa-Bahn):

Am 12. 12. 1914 wurde die 26 km lange Stichstrecke Chur - Arosa der Rhätischen Bahn eröffnet. Die Bahn hatte für die Entwicklung des Tourismus in der Region wesentliche Bedeutung. Markant für die Strecke sind die doppelte Kehrschleife bei Litzirüti kurz vor Arosa und die zahlreichen Viadukte, darunter der Langwieser Viadukt (287 m lang, 62 m hoch), errichtet 1912 -1914 als erste Brücke in der Schweiz aus armiertem Beton.

Streckencharistika:
Streckenlänge: 25,68 km, Schmalspur 1000 mm eingleisig
Zahl der Tunnel: 19 mit einer Gesamtlänge von 2519 m
Maximale Steigung: 60 Promille
Minimaler Kurvenradius: 60 m
Elektrifizierung: 1914 mit 2400 V = bis 1997, seither 11 kV, 16 2/3 Hz Wechselstrom
Scheitelpunkt: 1742 m in Arosa

Quellen: Die Gebirgsbahnen Europas von Ascanio Schneider, Orell Füssli Verlag Zürich, 1963, S. 235f.
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Chur-Arosa-…80.93Arosa_Bahn

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Freitag, 18. Dezember 2009, 13:05

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 52 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 100 Jahren:

13. 12. 1909:
Der Schlafwagenzug "20th. Century-Limited" fährt auf der Fahrt von Chicago nach New York in der Nähe von New York mit rd. 100 km/h auf einen stehenden Personenzug auf.
Opferbilanz: zahlreiche Todesopfer (leider keine genauen Zahlen bekannt).

Vor 90 Jahren:

20. 12. 1919:
Zusammenstoß eines Personenzuges mit einem Güterzug zwischen Onawa und Benson (Bundesstaat Maine, USA).
Unfallursache: Mißverständliche Fahranweisung an das Lokpersonal des Güterzuges.
Opferbilanz: 23 Tote, 35 Verletzte.

Vor 70 Jahren:

22. 12. 1939:
Der D 180 (Berlin - Neukirchen/Saar) fährt auf den im Bahnhof Genthin außerplanmässig angehaltenen D 10 (Berlin - Köln) mit etwa 100 km/h auf. Die Zerstörungen an den Reisezugwagen, darunter mehrere auf Grund des Kriegszustandes mit Holzaufbauten, sind massiv, daher ist der Unfall von Genthin das bisher schwerste Zugsünglück, das sich in Deutschland ereignete. Unfallursache ist das Mißachten eines Halt zeigenden Signals durch die Lokmannschaft des D 180.
Opferbilanz: 186 Tote, 106 Verletzte.

22. 12. 1939: Zwischen den Bahnhöfen Markdorf und Kluftern an der Strecke Friedrichshafen - Radolfzell stoßen der Sonderzug Sp 21154 und der Güterzug Dg 7953 zusammen. Unfallursache: Missachtung der Zugmeldevorschriften und Unterlassung der Absprache zwischen den Fahrdienstleitern, die beide verhaftet werden.
Opferbilanz: 101 Tote, 28 Verletzte.

Vor 45 Jahren:

20. 12. 1964:
In Tacotalpa, Mexiko, fährt ein Güterzug auf einen Reisezug auf, in dem sich hauptsächlich Reisende befanden, die nach Weihnachtseinkäufen in Mexiko City auf der Heimreise waren. Dabei werden die beiden letzten Waggons des reisezuges zerstört.
Opferbilanz: 46 Tote, 26 Verletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpressVerlag Stuttgart, 1996.
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Sonntag, 27. Dezember 2009, 18:27

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 53 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 100 Jahren:

25. 12. 1909:
Im Bahnhof Uhersko an der Strecke Kolin - Brünn stößt der durchfahrende Schnellzug 302 mit dem im Bahnhof stehenden Güterzug 1251 zusammen. Dabei werden die beiden Lokomotiven sowie der Postwaggon und die ersten drei Reisewagen des Schnellzuges zerstört und beginnen zu brennen. Unfallursache: Unterlassene Fahrwegprüfung durch den Fahrdienstleiter. Dieser wird vom Gericht zu sechs Monaten Gefägnis verurteilt und fristlos entlassen.
Opferbilanz: 13 Tote, 60 Schwerverletzte.

Vor 70 Jahren:

30. 12. 1939:
Der Kalabrien-Express fährt im Bahnhof von Torre Annunziata in der Nähe von Neapel auf einen Truppentransportzug auf. Unfallursache: Nichtbeachtung eines Halt zeigenden Signals durch die Lokmannschaft des Express-Zuges.
Opferbilanz: 29, nach anderen Angaben 40 Todesopfer.

Vor 45 Jahren:

23. 12. 1964:
Eine durch einen orkanartigen Sturm ausgelöste Flutwelle reißt in der Nähe von Dhanushkodi im Süden Indiens einen Zug von den Schienen.
Opferbilanz: 128 Tote.

Vor 15 Jahren:

30. 12. 1994:
In der Nähe von Wuntho (Birma) entgleist ein Schnellzug.
Opferbilanz: 102 Tote und Verletzte.

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KFNB X

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Sonntag, 27. Dezember 2009, 19:58

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Zitat

22. 12. 1939: Der D 180 (Berlin - Neukirchen/Saar) fährt auf den im Bahnhof Genthin außerplanmässig angehaltenen D 10 (Berlin - Köln) mit etwa 100 km/h auf. Die Zerstörungen an den Reisezugwagen, darunter mehrere auf Grund des Kriegszustandes mit Holzaufbauten, sind massiv, daher ist der Unfall von Genthin das bisher schwerste Zugsünglück, das sich in Deutschland ereignete. Unfallursache ist das Mißachten eines Halt zeigenden Signals durch die Lokmannschaft des D 180.
Opferbilanz: 186 Tote, 106 Verletzte.

Traurig, dass damals sowohl die Strecke als auch die Lok (01 158) I34 gehabt haben soll, nur war sie seit Kriegsbeginn deaktiviert. Auch soll das nicht das erste halt zeigende Signal des Lokführers gewesen sein.

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tba-werner

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Montag, 28. Dezember 2009, 19:40

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Etwas trauriges ist unserem Doktor untergegangen.
am 28.Dezember 1879 reist ein nächtlicher sturm die Brücke über den Tay in Schottland fort. Ein Zug, der die Brücke queren soll, stürzt mit ca. 90 Menschen in die Fluten.
. . . Tand, tand aus Menschenhand. . .
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Montag, 28. Dezember 2009, 20:00

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=tba-werner link=topic=14482.msg117541#msg117541 date=1262025656]
Etwas trauriges ist unserem Doktor untergegangen.
am 28.Dezember 1879 reist ein nächtlicher sturm die Brücke über den Tay in Schottland fort. Ein Zug, der die Brücke queren soll, stürzt mit ca. 90 Menschen in die Fluten.
. . . Tand, tand aus Menschenhand. . .
Werner
[/quote]

Danke tba-werner für den Hinweis. Ich hab's mir gestern vorgenommen, darüber zu schreiben, heute aber ganz darauf vergessen.

Hier: [url=http://www.ebfoe.info/smf/index.php/topic,16820.0.html#lastPost]http://www.ebfoe.info/smf/index.php/topic,16820.0.html#lastPost[/url] habe ich aber schon anläßlich des Roni-Reiseberichtes über Schottland über das Unglück am Firth of Tay berichtet.

dr. bahnsinn
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dr. bahnsinn

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Samstag, 2. Januar 2010, 12:52

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 54 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 75 Jahren:

6. 1. 1935:
Auf Grund eines Schienenbruches, hervorgerufen durch die herrschende große Kälte, wird der Schnellzug Leningrad - Tiflis im Bahnhof Porbelo (ehemalige Sowjetunion) angehalten. Die Lokmannschaft des nachfolgenden Schnellzuges Leningrad - Moskau missachtet das Halt zeigende Einfahrsignal und der Zug fährt auf den im Bahnhof stehenden Schnellzug auf. Dabei werden mehrere Waggons des stehenden Zuges ineinander geschoben und die Trümmer fangen Feuer. Obwohl offenbar die Lokmannschaft die Schuld am Unfall trägt, werden der Fahrdienstleiter und sechs weitere Mitarbeiter des Bahnhofes Porbelo wegen verbrecherischer Fahrlässigkeit vor Gericht gestellt und zu Gefängnisstrafen zwischen drei und zehn Jahren verurteilt.
Opferbilanz: 23 Tote, 56 Schwerverletzte.

Vor 65 Jahren:

31. 12. 1944:
Ein wegen eines heißgelaufenen Achslagers langsam vorausfahrender Güterzug auf der Strecke entlang des Großen Salzsees im Bundesstaat Utah (USA) zwingt auch den ersten Teil des in zwei Teilen verkehrenden "Pacific Limited-Express-Zuges" dazu, im Blockabstand in Schrittgeschwindigkeit hinter dem Güterzug herzuzuckeln. Der Lokführer des folgenden zweiten Teiles des Express-Zuges reagiert nicht auf das Halt zeigende Blocksignal, obwohl ihn der Heizer durch Zuruf auf das Halt zeigende Signal aufmerksam macht. Erst 12 Sekunden vor dem Aufprall auf den vorausfahrenden langsam fahrenden Vorzug leitet der Lokführer eine Schnellbremsung ein, die naturgemäß wirkungslos bleibt. Medizinische Untersuchungen an der Leiche des 64-jährigen Lokführers ergeben, dass er unmittelbar vor dem Aufprall vermutlich an Herzversagen gestorben war. Es wird daher vermutet, dass er knapp vorher einen Herzanfall erlitten hatte und daher nur sehr beschränkt handlungsfähig war. Die Bergungsarbeiten gestalten sich sehr schwierig, da die Bahnlinie entlang des Salzsees auf einem Damm durch Sumpfgelände verläuft und die Bergung der Opfer nur von den Gleisen aus erfolgen kann.
Opferbilanz: 50 Tote.

Vor 40 Jahren:

31. 12. 1969:
Ein von Dakar nach St. Louis verkehrender Reisezug und ein Güterzug stoßen bei Theis, etwa 50 km von Dakar entfernt, frontal zusammen.
Opferbilanz: Über 20 Tote.

Vor 20 Jahren:

4. 1. 1990:
Frontalkollision zweier Züge in Sangi (Pakistan) auf Grund menschlichen Versagens durch das Bahnhofspersonal.
Opferbilanz: 306 Tote und Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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Samstag, 9. Januar 2010, 20:15

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 55 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 95 Jahren:

11. 1. 1915:
Zusammenstoß eines mit Mannschaften besetzten und mit Munition beladenen deutschen Militärzuges mit einem Militär-Leerzug zwischen den Bahnhöfen Nieborow und Lowitsch (Strecke Alexandrowo - Skierniewice, Polen). Dabei werden die Mannschaftswagen zertrümmert. Unfallursache: Totales Versagen des Fdl. und des Telegrafisten des Bahnhofes Lowitsch, die zuerst dem beladenen Militärzug ohne Rücksprache mit dem Fdl. des Bahnhofes Nieborow den Abfahrauftrag erteilen und der Telegrafist, der, ohne seinen Fdl. zu fragen, den vom Bahnhof Nieborow angebotenen leeren Militärzug annimmt. Der Zusammenstoß auf freier Strecke bei Nebel und in einem Gleisbogen ist daher unvermeidbar. Zwecks Gerichtsverhandlung gegen die schuldtragenden Bediensteten des Bahnhofes Lowitsch werden beim Herzoglichen Landgericht Dessau mehrfach Verhandlungstermine angesetzt, das Armee-Oberkommando verweigert aber den an der Front stehenden Zeugen wegen Unabkömmlichkeit die Teilnahme an den Verhandlungen, sodass die Verhandlungstermine immer wieder verschoben werden müssen. Aus den Gerichtsunterlagen geht schließlich hervor, dass der Unfall nie gerichtlich abgehandelt wurde.
Opferbilanz: 19 Tote.

Vor 85 Jahren:

13. 1. 1925:
Der D 10 (Berlin - Köln) fährt im Bahnhof Herne (Strecke Dortmund - Krefeld) auf den im Bahnhof haltenden P 230 (Dortmund - Wanne) mit voller Geschwindigkeit auf. Dabei werden vier Waggons 4. Klasse des Personenzuges vollständig zertrümmert und zwei stark beschädigt. Unfallursache: Missachtung des Halt zeigenden ES. Bei der Gerichtsverhandlung wird der Lokführer aber überraschend freigesprochen, da seitens der Sachverständigen nicht alle vorhandenen Ungereimtheiten vollständig klären konnten.
Opferbilanz: 22 Tote, 27 Schwer-, 58 Leichtverletzte.

Vor 65 Jahren:

10. 1. 1945:
Ein aus Holywood kommender, nach Belfast (Nordirland) fahrender Triebwagenzug fährt vor dem Bahnhof Ballymaccaret auf einen, vor dem Halt zeigenden ES wartenden Pendlerzug auf. Dabei wird der letzte Waggon des Pendlerzuges zertrümmert. Unfallursache: Der Lokführer des Triebwagens war trotz Ausfall eines Signales entsprechend den geltenden Bestimmungen nach ordnungsgemäßem Anhalten vor dem ausgefallenen Signal weitergefahren, allerdings nicht mit der vorgeschriebenen reduzierten Geschwindigkeit, sondern viel zu schnell, sodass er auf Grund des herrschenden Nebels nicht rechtzeitig anhalten konnte. Im folgenden Prozeß wurde der Lokführer vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen, obwohl feststand, dass er zu schnell gefahren war. In einem weiteren Zivilprozeß wurde die Bahngesellschaft wegen Fahrlässigkeit verurteilt, weil der Richter befand, die Bahngesellschaft hätte praktikablere Verfahren beim Ausfall des Signals als das gehandhabte mit Anhalten und anschließender Weiterfahrt auf Sicht anwenden sollen.
Opferbilanz: 21 Tote, über 40 Verletzte.

11. 1. 1945: Zusammenstoß zweier Reisezüge bei Rozieres-sur-Mouzon zwischen Nancy und Dijon in Burgund (Frankreich).
Opferbilanz: 21 Tote, 9 Verletzte.

Vor 50 Jahren:

7. 1. 1960:
Bei Monza (Italien) entgleist ein Zug in einer 95 km/h-Kurve auf Grund weit überhöhter Geschwindigkeit.
Opferbilanz: 30 Tote, 70 Verletzte.

Vor 25 Jahren:

13. 1. 1985:
Während der Fahrt beginnen zwei Reisewagen sowie der Postwaggon des "Samanta-Express" während der Fahrt von der Hafenstadt Khulna nach Parbatipur (Bangladesh) zu brennen. Obwohl die Notbremse gezogen wird, bleibt der Zug nicht stehen. Wie sich später herausstellt, war es in der betreffenden Region die Regel, dass die Lokführer Anhalteversuche durch die Notbremse ignorierten, weil sich in der Gegend einige Raubüberfälle auf Reisezüge ereignet hatten. Der Lokführer und vier weitere Eisenbahner wurden auf Anweisung durch eine Regierungskomission verhaftet.
Opferbilanz: 27 Tote, etwa 60 Verletzte.

13. 1. 1985: Bei Awash (Äthiopien) entgleist ein aus vier Waggons bestehender, angeblich mit 1000 Fahrgästen besetzter Zug und stürzt von einer Brücke in eine Schlucht. Vermutete Unfallursache: Überhöhte Geschwindigkeit.
Opferbilanz: 428 Tote.

Vor 15 Jahren:

13. 1. 1995:
Frontalzusammenstoß des "Simanta-Expresszuges" mit einem haltenden Nahverkehrszug im Bahnhof von Hili (Bangladesh).
Opferbilanz. 39 Tote.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, transpress Verlag, Berlin 1991.

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