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dr. bahnsinn

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141

Samstag, 29. Mai 2010, 12:10

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Nachtrag zur Fortsetzung Nr. 72 aus der Vorwoche:

Vor 80 Jahren:

20. 5. 1930:
Zusammenstoß eines Personenzuges und eines Güterzuges in Tschernaja auf der Strecke zwischen Moskau und Kasan.
Opferbilanz: 28 Tote, 29 Schwerverletzte.

Vor 35 Jahren:

22. 5. 1975:
Entgleisung eines Reisezuges in der Nähe von Kenitra (Marokko).
Opferbilanz: 34 Tote.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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dr. bahnsinn

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Samstag, 5. Juni 2010, 13:19

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 73 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 145 Jahren:

9. 6. 1865:
Der "Tidal", ein vom Fährhafen Folkstone nach London verkehrender Zug, dessen Abfahrtszeiten in Folkstone sich nach den Gezeiten richtet und die sich daher täglich ändern, entgleist beim Überqueren der Brücke über den Fluß Beult, wobei die Lok samt Tender und die ersten drei Waggons auf der Brücke stehen bleiben, die restlichen Wagen stürzen hingegen in den Fluß. Unfallursache ist der Irrtum eines Vorarbeiters bei den gerade stattfindenden Arbeiten an den Gleisanlagen auf der Brücke, der zwar von der zu erwartenden Ankunft des Tidal weiß, sich aber in der Zeit irrt. Daher läßt er ein Schienenstück entfernen und außerdem werden die Warnsignale zu knapp vor der Brücke aufgestellt, sodass der Zug, als die Gefahr wahrgenommen wird, nicht mehr rechtzeitig bremsen kann. Beim Überfahren der Schienenlücke bricht ein gußeiserner Brückenträger und der zweite Teil des Zuges stürzt in den Fluß. Im ersten Waggons des Zuges befindet sich der Schriftsteller Charles Dickens, der unverletzt bleibt. Er schreibt gerade an seinem Buch "Our Mutual Friend" und klettert noch einmal in den Zug zurück, um sein Manuskript zu retten. Die damaligen Geschehnisse wird Dickens nie wieder los und er versucht den Unfall zu verarbeiten, indem er die Gruselgeschichte "The Signal-Man" schreibt, in der die Hauptperson die Vision eines großen Eisenbahn-Unfalles hat.
Opferbilanz: 10 Tote, 49 Verletzte.

Vor 35 Jahren:

8. 6. 1975:
Am Abend eines Sonntags im Juni 1975 passiert zwischen den Bahnhöfen Warngau und Schaftlach an der Strecke von München nach Lenggries einer der schwersten Unfälle bei der Deutschen Bundesbahn, wobei zwei Fakten die Hauptrolle spielen: Erstens der Irrtum der beiden Fahrdienstleiter von Warngau und Schaftlach, der jeweils andere Fahrdienstleiter habe den von ihm angebotenen Zug angenommen und zweitens das im Fahrplan existierende Phänomen der sogenannten "Luftkreuzung", das bis zu diesem Unfall gelegentlich bei saisonal und nur an bestimmten Tagen verkehrenden Zügen angewendet wurde. Da der E 3591 von München nach Lenggries nur an Sonntagen verkehrt, gibt es für ihn keinen fixen Kreuzungsbahnhof mit dem E 3594, dieser wird daher von den Fahrdienstleitern je nach Verkehrslage nach Absprache entweder für Warngau oder Schaftlach festgelegt. Im konkreten Fall reden aber die beiden Fahrdienstleiter aneinander vorbei und jeder von ihnen glaubt, der jeweils andere habe den von ihm angebotenen Zug angenommen. Da kein Streckenblock existiert, lassen die beiden Fahrdienstleiter jeweils ihren Zug auf die Strecke, mit fatalen Folgen: Knapp nach 18:30 stoßen die beiden Züge mit einer Geschwindigkeit von 64 km/h (E 3591) bzw. 88 km/h (E 3594) frontal zusammen. Dabei werden die beiden Loks der Reihe 218 um jeweils etwa ein Drittel ihrer Länge zusammengestaucht. Der Sachschaden beträgt etwa 4 Mio. Mark.
Der Fdl. von Warngau wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung, der Fdl. von Schaftlch zu acht Monaten auf Bewährung und der Fahrplanbearbeiter der DB-Direktion München, der die "Luftkreuzung" in den Fahrplan eingebaut hatte, ebenfalls zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt.
Opferbilanz: 41 Tote, 122 Verletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, transpress Verlag Berlin, 1991.
Wikipedia, Katastrophen im Schienenverkehr.

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Samstag, 12. Juni 2010, 12:37

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 74 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 65 Jahren:

13. 6. 1945:
Ein mit britischen und italienischen Soldaten auf dem Weg in den Urlaub sowie mit aus deutscher Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Soldaten besetzter Reisezug und ein mit Treibstoff beladener Kesselwagenzug stoßen bei Orvieto (Italien) mit hoher Geschwindigkeit auf offener Strecke zusammen. Nach dem Zusammenstoß bricht ein Feuer aus, das an beiden Zügen enormen Schaden anrichtet.
Opferbilanz: Ca. 70 Tote. Angesichts der Verwüstungen durch das Feuer kann die genaue Zahl an Toten nicht eruiert werden.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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Samstag, 19. Juni 2010, 13:05

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 75 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 110 Jahren:

23. 6. 1900:
Ein Zug mit Bahnarbeitern, der zur Reparatur einer durch Hochwasser hervorgerufenen Streckenunterbrechung unterwegs ist, stürzt bei McDonald (Bundesstaat Georgia, USA) von einer steinernen Bogenbrücke, die zwischenzeitlich ebenfalls vom Hochwasser führenden Fluss beschädigt worden war. Die Waggons stürzen zwar nicht in den Fluss, fangen aber Feuer und brennen vollständig aus.
Opferbilanz: 35 Tote.

Vor 105 Jahren:

17. 6. 1905:
Bei Patapsco (Bundesstaat Maryland, USA) stoßen zwei Reisezüge auf offener Strecke zusammen. Unfallursache: Eine der beiden Lokmannschaften ignoriert die Anweisung zum Anhalten für den Kreuzungsaufenthalt.
Opferbilanz: 26 Tote.

Vor 100 Jahren:

18. 6. 1910:
Ein aus Paris kommender Nahverkehrszug muss außerhalb des Bahnhofes von Villepreux-les-Clayes anhalten. Der Lokführer des nachfolgenden Schnellzuges von Paris nach Granville missachtet das Halt zeigende Signal und fährt mit ca 95 km/h auf den stehenden Nahverkehrszug auf. Dabei werden der Speisewagen und drei weitere Waggons des Schnellzuges sowie drei Waggons des Nahverkehrszuges zerstört und Feuer bricht aus. Die alarmierte Feuerwehr kann aber nicht löschen, da weit und breit keine Wasserentnahmestelle zu finden ist, sodass die Waggons zur Gänze ausbrennen. Der unverletzt gebliebene Lokführer des Schnellzuges flüchtet in die angrenzenden Felder, wird aber von mehreren Bauern verfolgt, überwältigt und anschließend verhaftet. Glück im Unglück ist, dass die meisten Fahrgäste des Nahverkehrszuges während des Haltes ihres Zuges ausgestiegen waren, um sich die Füsse zu vertreten. So waren die meisten Opfer nur im Schnellzug zu beklagen.
Opferbilanz: 18 Tote, 90 Verletzte.

23. 6. 1910: Bei einem Truppentransportzug auf der Manzanillo Line in Mexiko lösen sich die letzten vier Waggons und rollen im steilen Gefälle zurück, worauf sie entgleisen.
Opferbilanz: 37 Tote, 50 Verletzte.

Vor 85 Jahren

16. 6. 1925:
Ein von Chicago nach New York verkehrender Sonderzug, der Deutsch-Amerikaner in den Hafen von New York bringen soll, da sie mit dem Dampfer "Republic" auf Heimaturlaub fahren wollen, entgleist bei Hackettstown (Bundesstaat New Jersey) auf einem Bahnübergang, der nach einem Wolkenbruch mit Geröll verlegt war und stürzt eine Böschung hinunter.
Opferbilanz: 45 Tote.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.


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Samstag, 26. Juni 2010, 12:08

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 76 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 80 Jahren:

29. 6. 1930:
Ein Personenzug zwischen Irkutsk nach Leningrad (Sowjetunion) entgleist auf Grund einer Fehlhandlung eines Stellwerkwärters.
Opferbilanz: 22 Tote, 28 Schwerverletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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Samstag, 3. Juli 2010, 12:14

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 77 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 115 Jahren:

3. 7. 1895:
Siehe Foto unten: Unfall in Tabor, Strecke Praha - Ceské Velenice.

Vor 100 Jahren:

4. 7. 1910:
In Middletown, 40 km südlich von Dayton, (Bundesstaat Ohio, USA) stoßen der westwärts fahrende "Twentieth Century Limited-Express" und ein ostwärts fahrender Güterzug frontal zusammen. Der Express war auf Grund eines Unfalles auf der Hauptstrecke bei Sharon (Bundesstaat Pennsylvania) kurzfristig auf die Strecke der Cincinnati, Hamilton & Dayton-Bahngesellschaft umgeleitet worden. Durch Kommunikationsschwierigkeiten zwischen der Fahrdienstleitung und den Zugpersonalen kam es zum Zusammenstoß.
Opferbilanz: 20 Tote.

Quellen: Eisenbahnunfälle in Europa von Erich Preuß, transpress Verlag, Berlin 1991, Seite 151.
Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.

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Samstag, 3. Juli 2010, 12:38

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

105 Jahre Gstaad - Zweisimmen der Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB)

Vor 105 Jahren, am 6. 7. 1905 wurde das knapp 17 km lange Teilstück der MOB von Gstaad nach Zweisimmen eröffnet. Wer mehr über die MOB wissen möchte, hier bitte: http://de.wikipedia.org/wiki/Montreux-Berner_Oberland-Bahn

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Samstag, 10. Juli 2010, 12:53

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 78 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 60 Jahren:

12. 7. 1950:
Ein mit Arbeitern besetzter Personenzug und ein Güterzug stoßen zwischen Zwickau und Aue (ex-DDR) auf offener Strecke zusammen. Unfallursache: mangelhafte Verständigung zwischen den Fdl.
Opferbilanz: 20 Tote, über 50 Verletzte.

Vor 50 Jahren:

8. 7. 1960:
Beim Unterqueren einer Brücke werden bei Yamuna (Indien) 25 auf dem Dach des völlig überfüllten Zuges sitzende Reisende vom Waggondach gerissen und getötet.
Opferbilanz: 25 Tote.

Vor 5 Jahren:

12. 7. 2005:
Ein aus Lahore kommender Nachtexpress fährt im Bahnhof von Sarhad bei Ghotki (Pakistan) auf einen im Bahnhof abgestellten Zug auf, wobei mehrere Waggons ins Gegengleis stürzen. Unmittelbar darauf fährt ein aus der Gegenrichtung kommender Reisezug aus Karatschi in die Trümmer. In den beiden Zügen befinden sich über 2000 Fahrgäste.
Opferbilanz: 128 Tote, 135 Verletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Wikipedia, Katastrophen im Schienenverkehr.

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Samstag, 17. Juli 2010, 18:45

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 79 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 145 Jahren:

16. 7. 1865:
In Magdeburg-Buckau fährt ein mit Mitarbeiterm der Eisenbahngesellschaft besetzter Sonderzug auf einen mit Kohle beladenen Güterzug auf.
Opferbilanz: 29 Tote, 50 Schwerverletzte.

Vor 90 Jahren:

16. 7. 1920:
Zwischen Barcelona und Tortosa (Spanien) stoßen ein Personenzug und ein Güterzug zusammen.
Opferbilanz: 20 Tote.

Vor 80 Jahren:

16. 7. 1930:
Zwischen Petrova und Viseul Bistra (Rumänien) stoßen ein Personenzug und ein Güterzug zusammen.
Opferbilanz: 22 Tote.

Vor 65 Jahren:

16. 7. 1945:
Zwischen den Stationen Aßling - Oberelkofen der Bahnstrecke München - Kufstein muss ein mit aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrenden Soldaten besetzter Zug wegen eines Lokschadens auf offener Strecke anhalten. Ein Zug, der Militärmaterial der US-Besatzungsmacht transportiert, fährt auf den liegengebliebenen Zug auf.
Opferbilanz: 102 bzw. 106 Tote, je nach Quelle.

Vor 55 Jahren:

17. 7. 1955:
Am Bahnhof San Bernando bei Santiago de Chile fährt ein Schnellzug im Nebel auf einen haltenden Personenzug auf.
Opferbilanz: Zwischen und 70 Toten (keine genauen Angaben vorhanden).

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Katastrophen im Schienenverkehr, wikipedia.
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dr. bahnsinn

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Freitag, 23. Juli 2010, 19:25

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 80 der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 105 Jahren:

27. 7. 1905:
Ein in der Station Hall Road (England) endender Triebwagenzug wird vom Weichenwärter auf das zwischen den beiden Hauptgleisen liegende Wendegleis geleitet. Anschließend versucht er, die Weiche für einen durchfahrenden Triebwagenzug umzustellen, was allerdings misslingt, wodurch auch das Signal für den durchfahrenden Zug nicht auf Frei gestellt werden kann. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen erlaubt der Weichenwärter dem durchfahrenden Zug mittels Handsignal die Durchfahrt, worauf der Zug mit rd. 60 km/h auf den am Wendegleis stehenden Triebwagen kracht.
Opferbilanz: 21 Tote.

Vor 65 Jahren:

27. 7. 1945:
Im Lyoner Vorort St. Fons (Frankreich) stoßen ein Munitionszug und ein Personenzug zusammen, worauf der Munitionszug explodiert. Das durch die Explosion ausgebrochene Feuer sowie laufende weitere Explosionen hindern die Rettungsmannschaften am Vordringen zur Unglücksstelle. Zu allem Überfluss setzt das Feuer an der Unglücksstelle auch zahreiche nahegelegene Wohnhäuser sowie das örtliche Gaswerk in Brand.
Opferbilanz: etwa 150 Tote.

Vor 35 Jahren:

22. 7. 1975:
Im Bereich des Bahnhofes Hamburg-Hausbruch (Übergabebahnhof zwischen DB und Hamburger Hafenbahn) stoßen ein Richtung Buxtehude/Stade fahrender Nahverkehrszug und ein Richtung Hamburg-Harburg fahrender Schnellgüterzug frontal zusammen. Unfallursache: Der Tfzf. des Nahverkehrszuges quittiert zwar das für seinen Zug geltende, Vorsicht zeigende Vorsignal, vergisst aber nach dem planmäßigen Halt in der Station Hamburg-Tempowerk darauf und beschleunigt wie gewohnt. Als er das Halt zeigende Hauptsignal bemerkt, ist es zu spät und die Notbremsung wird nicht mehr wirksam.
Opferbilanz: 11 Tote, 125 Verletzte.

Quellen: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
Katastrophen im Schienenverkehr, wikipedia
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Dachstein

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Freitag, 23. Juli 2010, 22:35

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg125979#msg125979 date=1279905936]


Vor 35 Jahren:

22. 7. 1945
:Im Bereich ........
[/quote]

Grundsätzlich interessante Stories, aber hier kann was nicht ganz stimmen.....

Gruß Dachstein
Ich liebe die Berge!

dr. bahnsinn

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152

Freitag, 23. Juli 2010, 22:48

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=Dachstein link=topic=14482.msg125992#msg125992 date=1279917303]
[quote author=dr. bahnsinn link=topic=14482.msg125979#msg125979 date=1279905936]
Vor 35 Jahren:
22. 7. 1945
:Im Bereich ........
[/quote]
Grundsätzlich interessante Stories, aber hier kann was nicht ganz stimmen.....
Gruß Dachstein
[/quote]
Da hast Du Recht. Gemeint war das Jahr 1975. Vielleicht findet sich im Moderatoren- und Admin-Team eine gute Seele, die den Lapsus korrigiert.
Mit bestem Dank im Voraus ....

Der zuständige Boardmoderator ist doch tatsächlich eine gute Seele...., nichts zu danken.

Der Verschubmeister
dr. bahnsinn - der Forendoktor

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dr. bahnsinn

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153

Samstag, 31. Juli 2010, 19:41

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Fortsetzung Nr. 81. der Eisenbahn-Unfall-Gedenktage:

Vor 70 Jahren:

31. 7. 1940:
Im Bahnhof von Cuyahoga Falls bei Cleveland (Bundesstaat Ohio, USA) stoßen ein von zwei Dampflokomotiven gezogener Güterzug und ein Triebwagen frontal zusammen. Beim Zusammenstoß wird der Triebwagen 120 m weit zurückgestoßen und fängt durch austretenden Treibstoff Feuer. Das aus drei Personen bestehende Personal des Triebwagens springt, als es den Güterzug auf sich zukommen sieht, ab und wird schwer verletzt. Die Fahrgäste des Triebwagens kommen hingegen allesamt ums Leben.
Opferbilanz: 41 Tote.

Vor 25 Jahren:

2. 8. 1985:
Über dieses Unglück in Mocambique (Afrika) ist wenig bekannt. Nach Angaben von Guerillas soll es einen Sabotageanschlag auf einen Zug gegeben haben.
Opferbilanz: 58 Tote, 160 Verletzte.

3. 8. 1985: Bei Flaujac (Frankreich) stoßen der Schnellzug Paris - Capdenac und der Regionalzug Rodez - Brive frontal zusammen. Unfallursache: Der aushilfsweise am Bahnhof von Flojac tätige Fahrdienstleiter fertigte den Regionalzug irrtümlich ab, obwohl der Schnellzug aus Paris noch nicht im Bahnhof eingetroffen war.
Opferbilanz: 35 Tote, 165 Verletzte, davon 29 Schwerverletzte.

Quelle: Katastrophen auf Schienen von Peter Semmens, transpress Verlag, Stuttgart 1996.
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railjet16er

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154

Sonntag, 1. August 2010, 01:11

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Obwohl nicht direkt ein Eisenbahnunglück, aber Bahnbezug hat es trotzdem, da es sich auf die Straßenbahnlinien 25 und 26 auswirkte.

Vor exakt 34 Jahren, am Sonntag, 1. August 1976 um 4:53, stürzte die 2. Wiener Reichsbrücke ein.

Rund 2-3 Wochen nach dem Unglück konnten damals die Straßenbahnlinien 25 und 26 wieder auf der "regulären" Strecke fahren, auf Notbrücken, davor wurde im Inselbetrieb gefahren, wofür eigens M/m3 Züge in den eigentlich aufgelassenen Bahnhof Kagran überstellt wurden. Diese M-Triebwagen stellten in der Folge fast den gesamten Verkehr auf den Linien 25 und 26.
Der gesamte Öffi-Verkehr von Seiten der Wiener Stadtwerke - Verkehrsbetriebe wurde bis zur Errichtung der Notbrücke über die Floridsdorfer Brücke geführt. Die Linien 231, 331 und 132 fuhren verstärkt, ebenso wie die Linie 17.
Als Ersatzverkehr halfen auch die ÖBB mit, so gab es eingeschobene Sonderzüge 5145-7545-6x45 als "Stadlauer Pendler", einem Vorgänger der Linie S80, zwischen Wien Süd (Ost) <-> Stadlau.

Berühmt wurde der Reichsbrückeneinsturz mit dem "Donaubus", der heute im Wiener Straßenbahnmuseum restauriert zu sehen ist.

Wer mehr über Einsturz und Ursachen wissen will, sei hier auf Wikipedia verwiesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsbr%C3…eneinsturz_1976

1042erfreak

Oberlokführer

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155

Sonntag, 1. August 2010, 08:12

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=railjet16er link=topic=14482.msg126406#msg126406 date=1280617873]
Vor exakt 34 Jahren, am Sonntag, 1. August 1976 um 4:53, stürzte die 2. Wiener Reichsbrücke ein.
[/quote]

Ja, daran kann ich mich trotz meines damals noch kindlichen Alters auch noch erinnern. Besonders die Bilder des auf den Resten der Brücke mitten in der Donau stehenden Gelenkbuses der Wiener Linien habe ich noch gut in Erinnerung.

Für mich seinerzeit allerdings noch wichtiger war die zweite Meldung des damaligen Tages: Am 1. August 1976 ist nämlich auch Niki Lauda schwer verunglückt (vulgo abgebrannt).

mfg
1042erfreak

297.401

unregistriert

156

Sonntag, 1. August 2010, 08:19

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=1042erfreak link=topic=14482.msg126407#msg126407 date=1280643141]
Für mich seinerzeit allerdings noch wichtiger war die zweite Meldung des damaligen Tages: Am 1. August 1976 ist nämlich auch Niki Lauda schwer verunglückt (vulgo abgebrannt).

mfg
1042erfreak
[/quote]Das hat sich in so manche Erinnerungen "eingebrannt".... ;)

Alois

Inspektor

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157

Sonntag, 1. August 2010, 12:05

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=297.401 link=topic=14482.msg126408#msg126408 date=1280643583]
[quote author=1042erfreak link=topic=14482.msg126407#msg126407 date=1280643141]
Für mich seinerzeit allerdings noch wichtiger war die zweite Meldung des damaligen Tages: Am 1. August 1976 ist nämlich auch Niki Lauda schwer verunglückt (vulgo abgebrannt).

mfg
1042erfreak
[/quote]Das hat sich in so manche Erinnerungen "eingebrannt".... ;)
[/quote]

Außerdem, und das hat eindeutig einen Bahnbezug, wurde - soweit ich mich richtig erinnere - der Preis des Einzelfahrscheins der Wiener Verkehrsbetriebe mit diesem Datum von zuvor ATS 8,- auf die lange Zeit als unvorstellbar empfundene Höhe von 10 Schilling hinaufgesetzt.

Dies schlug sich unter anderem in der Ambros-Tauchen-Prokopetz'schen Produktion "Schaffnerlos" aus 1979 nieder:

Zitat

Wos - zehn Schü(lling) kost' da Fahrschein? Und Luxussteuer valaungst kane?

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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158

Sonntag, 1. August 2010, 15:57

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Abgesehen von der Einsturzbedingten Streckensperre der Donauuferbahn gab es noch einen Eisenbahnbezug. Kleinere Schrottteile der Brücke wurden nach Freigabe der Donauuferbahn direkt ab der Einsturzstelle mit der Bahn abtransportiert.



Siehe dazu unten stehendes Belegfoto, entnommen aus: "Reichsbrückeneinsturz 1976" von Alfred Karrer, Verlag Manfred Fuchs, Wien 2002, Seite 62. ISBN 3-9501581-3-8. Wer über den Reichsbrückeneinsturz umfassend informiert sein möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt (Titelseite siehe unten).



PS.: Ich erinnere mich noch gut an den Einsturz, da meine Mutter, die auch an Sonntagen um 06:00 Uhr aufzustehen pflegte, nach den im Radiowecker gehörten Nachrichten in mein Zimmer stürzte und rief: "Stell' dir vor, die Reichsbrücke ist gerade eingestürzt!" Ich murmelte: "Jaja, is scho recht", drehte mich um und schlief weiter.
dr. bahnsinn - der Forendoktor

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297.401

unregistriert

159

Sonntag, 1. August 2010, 17:02

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

Weil wir auch Jubiläum hier haben, heute ist die Westbahn zwischen Linz und Salzburg 150 Jahre alt.............

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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Sonntag, 1. August 2010, 17:20

Re: Gedenk- und Bedenktage, Jubiläen etc.

[quote author=297.401 link=topic=14482.msg126422#msg126422 date=1280674935]
Weil wir auch Jubiläum hier haben, heute ist die Westbahn zwischen Linz und Salzburg 150 Jahre alt.............
[/quote]

Ja, aber nur der durchgängige Verkehr bis Salzburg. Wien - Linz war bereits ab 15. 12. 1858 befahrbar.

Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Westbahn_%28%C3%96sterreich%29

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