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grubenhunt

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Dienstag, 2. Dezember 2014, 21:29

Wissen wir eh, siehe oben.

Ein Gestriger in Sachen Verkehrspolitik.

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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Donnerstag, 11. Dezember 2014, 11:16

Heimliche Testfahrt der Stadt-Regio-Tram in Gmunden

GMUNDEN. Erstmals fuhr eine Zuggarnitur bis zum Klosterplatz. Die OÖNachrichten waren exklusiv dabei und zeigen die Fahrt im Video.

Still und heimlich wurde Dienstagabend in Gmunden Eisenbahngeschichte geschrieben: Erstmals fuhr eine Zuggarnitur vom Verkehrsunternehmen Stern & Hafferl auf der neuen Schmalspurstrecke in die Innenstadt hinein, wo in den vergangenen Monaten die Haltestelle „Klosterplatz“ entstand.

Bei der ersten Fahrt wurden unter anderem die Weichen und der korrekte Abstand zwischen Bahnsteigkante und dem Niederflurwagen überprüft. Günter Neumann, Geschäftsführer von Stern & Hafferl, war hochzufrieden mit der Laufruhe der Garnituren. Straßenbahngegner in Gmunden prognostizieren Schäden an den historischen Gebäuden in der Innenstadt durch Erschütterungen beim Fahrbetrieb. „Die Dämpfung funktioniert aber perfekt“, so Neumann. „Sanfter geht es gar nicht.“

Die Streckenverlängerung der von Vorchdorf kommenden Traunseebahn ist die erste Etappe der historischen Bahndurchbindung in Gmunden, die eigentlich bereits vor 100 Jahren verwirklicht werden sollte. Bis 2017 dauert die zweite Bauetappe. Danach ist die 700-Meter-Lücken geschlossen , und die Gmundner Straßenbahn endlich mit der Traunseebahn verschmolzen. „Stadt-Regio-Tram“ heißt die Linie dann, und sie wird vom ÖBB-Bahnhof in Gmunden im Stundentakt bis Vorchdorf fahren.

Die Streckenverlängerung bis zum Klosterplatz geht am kommenden Wochenende offiziell in Betrieb. Ab 9 Uhr findet bei der neuen Haltestelle ein Festakt statt, bei dem neben Eisenbahnfreaks aus ganz Oberösterreich auch SP-Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer erwartet wird.


Quelle: OÖN. Hier geht es zum Video.

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Freitag, 12. Dezember 2014, 07:59

Zitat

Ab 9 Uhr findet bei der neuen Haltestelle ein Festakt statt, bei dem neben Eisenbahnfreaks aus ganz Oberösterreich auch SP-Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer erwartet wird.
Interessierte Einheimische sind wohl nicht erwünscht. :P

dr. bahnsinn

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Freitag, 12. Dezember 2014, 10:27

Interessierte Einheimische sind wohl nicht erwünscht. :P

Doch. Hier ist die Einladung.

dr. bahnsinn

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Sonntag, 14. Dezember 2014, 12:51

Die Stadt-Regio-Tram ist im Gmundner Stadtzentrum angekommen

GMUNDEN. In der Traunseemetropole wurde die Bahnhaltestelle Klosterplatz eröffnet und damit der erste Schritt der Durchbindung abgeschlossen.

Nach mehr als 100 Jahren Wartezeit ist es so weit: In Gmunden wurde das erste Teilstück der Straßenbahndurchbindung für den Verkehr freigegeben. Hunderte Schaulustige verfolgten Samstagvormittag gespannt, wie die erste Garnitur von Vorchdorf kommend in der neuen Haltestelle „Klosterplatz“ einfuhr. Die Stadt-Regio-Tram ist damit erstmals im Stadtzentrum angekommen.

In Gmunden wird das Jahrhundertprojekt nicht von allen begrüßt. Skeptiker befürchten Schäden an Hausfassaden und kritisieren die Kosten des Projekts. In Summe wird die Durchbindung 30 Millionen Euro kosten, darin sind aber eine neue Traunbrücke sowie die Erneuerung des Kanalsystems in der Innenstadt eingeschlossen.

Da die Verantwortlichen der Bevölkerung jetzt ein erstes Ergebnis präsentieren können, geht VP-Bürgermeister Stefan Krapf davon aus, dass die Kritik leiser wird. „Das ist ein großer Tag in der Geschichte unserer Stadt“, sagt er. „Die Stadt-Regio-Tram stärkt den Schulstandort Gmunden, sie unterstützt die Wirtschaft in der Innenstadt, trägt zur Verkehrsberuhigung bei und ist auch ökologisch sinnvoll.“ Auch SP-Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer ist überzeugt, dass die Stadt-Regio-Tram in einigen Jahren nicht mehr wegzudenken ist. „Wer in die Zukunft gehen will, muss nach vorne blicken“, sagte er bei der Eröffnung. „Gmunden macht das mit diesem Projekt vorbildlich.“

Am Klosterplatz wurde anlässlich der Haltestelleneröffnung eine „Zeitkapsel“ im Erdreich versenkt. Es handelt sich um einen Stahlzylinder, indem die Projektbefürworter und –gegner ihre Argumente der Nachwelt hinterlassen.

Die Lücke auf der Schienenroute durch die Stadt beträgt seit heute nur mehr rund 500 Meter. Nächstes Jahr beginnen die Verlängerungsarbeiten auf der anderen Stadtseite bei der Straßenbahn, danach kommt der Brückenschlag über die Traun. 2017 sollen die beiden Schmalspurlinien endgültig verschmolzen sein. Die Bahnlinie von Stern & Hafferl führt dann vom ÖBB-Bahnhof in Gmunden bis Vorchdorf. So, wie es die Planer schon vor mehr als 100 Jahren vorsahen – damals kam der erste Weltkrieg dazwischen.


Video von der Eröffnungsfahrt

Quelle: OÖN

PS.: Für mich etwas irritierend ist in den Postings die Aggressivität der Tram-Kritiker. So positiv angekommen scheint Regiotram bei einem Teil der Bevölkerung noch nicht zu sein.

dr. bahnsinn

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Montag, 22. Dezember 2014, 10:12

Das gleiche unwürdige Gerangel um Zuständigkeit, Verantwortung und Finanzierung wie bei der Linzer Eisenbahnbrücke. Nur halt etwas weniger wichtig. Am Ende verliert so oder so die Eisenbahn, das war bis jetzt noch immer so, vor allem, wenn so Betonschädl wie der Hiesl das Sagen haben.

Verwirrspiel um alte Güterbahnstrecke zwischen Oberweis und Gmunden

GSCHWANDT. Gmundner Ostumfahrung unterbricht die Bahnlinie – Brücke wird vorerst nicht gebaut.

Seit 1836 fahren hier Züge nach Gmunden: anfangs Pferdegespanne, später ÖBB-Personenzüge und heute nur noch Güterzüge. Aber wie lange noch? Bild: ebra

Die Arbeiten an der Gmundner Ostumfahrung im Gemeindegebiet von Gschwandt schreiten zügig voran (wir berichteten). Die 2015 fertiggestellte Straße zerschneidet aber eine Eisenbahnlinie: Auf der Trasse der alten Pferdeeisenbahn verläuft die ÖBB-Güterstrecke zwischen Lambach und Gmunden.

120 Waggons pro Jahr

Bis Laakirchen ist die Linie dank der Papierfabriken bestens ausgelastet. Weiter als bis Oberweis fahren dagegen nur noch wenige Züge. Sie haben eine einzige Lieferadresse: 120 Waggons pro Jahr versorgen den Sanitärkeramikhersteller ÖSPAG mit rund 3000 Tonnen Ton aus Deutschland.

Weil die Strecke für die ÖBB wirtschaftlich nicht interessant ist, gibt der Konzern sie jetzt ab. Über Inserate werden Interessenten gesucht. Aus der Verkehrsabteilung des Landes ist zu hören, dass die Landesregierung die Nebenlinie übernehmen könnte.

Was allerdings nichts daran ändert, dass die Gleise dem Straßenprojekt im Weg stehen und in absehbarer Zukunft demontiert werden müssen. Laut ÖBB kommt es deshalb von April bis Juni 2015 zu einer Streckenunterbrechung. Was bedeuten würde, dass danach wieder gefahren werden kann. Und das geht nur, wenn eine Brücke errichtet wird. Doch davon ist keine Rede.

Offenbar sind sich VP und SP auf Landesebene nicht einig, wie es weitergehen soll. VP-Straßenbaulandesrat Franz Hiesl sieht keine Zukunft für die Strecke zwischen Oberweis und Gmunden*). Im Büro von Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer denkt man hingegen darüber nach, der Strecke in absehbarer Zeit neues Leben einzuhauchen – in Form einer Stadt-Regio-Tram zwischen Laakirchen und Gmunden. Die Brücke würde man freilich erst errichten, wenn dieses Projekt spruchreif ist.

Will heißen: Die Güterbahnstrecke wird vorerst wohl sterben.

Eisenbahnfreunde in Gmunden sind alarmiert. "Die Zerstörung dieses Gmundner Bahnanschlusses wäre eine Tragödie", sagt der pensionierte Lehrer Franz Pucher. "Nicht nur, weil diese Strecke eine lange Tradition hat. Sie trägt auch dazu bei, den Güterverkehr auf der Straße zu vermeiden."

Der ÖSPAG-Mutterkonzern Laufen Bathrooms AG in Wilhelmsburg (NÖ) verfolgt die Entwicklung ebenfalls aufmerksam. "Wir können unsere Rohstoffe theoretisch auch per Lkw nach Gmunden transportieren", sagt Laufen-Managerin Regine Perina. "Nur würden wir langsam gerne wissen, was die Verantwortlichen wirklich vorhaben."

Lokalbahn Lambach – Gmunden

Die Lokalbahnlinie von Lambach über Laakirchen nach Gmunden entstand 1859 auf einem Teilstück der vormaligen Pferdeeisenbahntrasse. Von der 25 Kilometer langen Strecke ist nur der Abschnitt Lambach – Stadl-Paura elektrifiziert.
Ursprünglich betrieben die ÖBB die Bahnlinie sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. 1988 wurde der Personenverkehr jedoch eingestellt, und inzwischen endet die Normalspurstrecke in Gmunden-Engelhof. Im Güterverkehr bedient die Strecke heute vor allem die Papierfabriken in Steyrermühl und Laakirchen sowie eine Kiesgrube in Roitham. Nach Gmunden (ÖSPAG-Werk) fahren nur noch ein paar Güterzüge pro Woche.


*) Nona. Es wäre sensationell, würde der oberste und engagierteste OÖ. Straßenbetonierer was anders sagen.

Quelle: OÖN

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Montag, 22. Dezember 2014, 10:32

Zitat

Der ÖSPAG-Mutterkonzern Laufen Bathrooms AG in Wilhelmsburg (NÖ) verfolgt die Entwicklung ebenfalls aufmerksam. "Wir können unsere Rohstoffe theoretisch auch per Lkw nach Gmunden transportieren", sagt Laufen-Managerin Regine Perina. "Nur würden wir langsam gerne wissen, was die Verantwortlichen wirklich vorhaben."

Ich fürchte die Anlieferung von Ton per Bahn ist so oder so vorbei. Ich fürchte, dass man für diese 120 Wagen kein 3-Schienen-Gleis baut.

Zitat

. Laut ÖBB kommt es deshalb von April bis Juni 2015 zu einer Streckenunterbrechung.

Das muss die ÖBB angeben, ansonsten würden sie eine Strecke ohne entsprechenden Titel einstellen. Ich vermute wenn überhaupt ein langes Rechtsverfahren mit dem Ergebnis: Jetzt ist sie eh schon weg mit einem Fingerklopfer für die Behörden: Das dürft ihr aber nicht noch einmal tun.

dr. bahnsinn

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Dienstag, 20. Januar 2015, 12:08

Stadt-Regio-Tram: Rathaus bindet Betroffene ein

GMUNDEN. VP-Bürgermeister Stefan Krapf lädt Geschäftsbetreibern und Straßenbahnkritikern zu einer Klausur im Frühjahr.

Der Fahrplan für die Straßenbahndurchbindung in Gmunden steht zwar bereits. Dennoch möchten die Verantwortlichen nicht über die Sorgen von betroffenen Geschäftsbetreibern und Straßenbahnkritikern drüberfahren. Zu diesem Zweck lädt VP-Bürgermeister Stefan Krapf zu einer Klausur im Frühjahr.

Dabei geht es zum einen um einen Informationsaustausch. Vor allem aber sollen dort Begleitmaßnahmen entwickelt werden, um die negativen Auswirkungen der Großbaustelle möglichst gering zu halten. "Uns muss klar sein, dass manche Geschäftstreibende existenzielle Ängste haben", so Krapf. "Wir müssen rechtzeitig bestmögliche Lösungen entwickeln. Von der Parkplatzsituation über die Verkehrsregelungen bis hin zu Maßnahmen, mit denen wir die Betroffenen unterstützen können."

Eingebunden sind Vertreter von Stern & Hafferl, der Stadtgemeinde, der Polizei und vor allem der Kaufleute in der Innenstadt.


Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

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Donnerstag, 29. Januar 2015, 09:57

Stadt-Regio-Tram: Gmunden bereitet sich auf schwierige eineinhalb Jahre vor

GMUNDEN. Auf großes Publikumsinteresse stieß Dienstag eine Informationsveranstaltung in der Wirtschaftskammer Gmunden.

Die Verantwortlichen der Stadtgemeinde informierten dabei in Anwesenheit von SP-Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer über die nächsten Bauabschnitte der Stadt-Regio-Tram.

Die Arbeiten beginnen im September am Franz-Josef-Platz. Dort wird sich der Schienenstrang auf zwei Spuren teilen, und auf der Seeseite entsteht eine überdachte Haltestelle (auch für Busse).

Im Frühjahr 2016 werden die Schienen in der Kammerhofgasse verlegt, danach folgt die Theatergasse und im Herbst das Trauntor. Anfang 2017 verlagert sich die Baustelle zur Schiffslände und zur Georgstraße.

Parallel dazu entsteht die neue Traunbrücke. Die Arbeiten dafür beginnen im Oktober dieses Jahres. Während der Bauphase wird die Brücke nur einspurig im Einbahnverkehr befahrbar sein. Der Abschluss der Brückenbauarbeiten ist für April 2017 geplant, im Mai 2017 soll die erste Stadt-Regio-Tram durch die Gmundner Innenstadt fahren.

Zur Informationsveranstaltung waren auch Kritiker der Stadt-Regio-Tram (darunter die FP-Gemeinderatsfraktion) gekommen. Sie zeigten sich enttäuscht darüber, dass eine Diskussion über das Projekt nicht zugelassen wurde.

Klausur mit den Anrainern

Doch dafür ist ein anderer Rahmen vorgesehen: Auf Initiative von VP-Bürgermeister Stefan Krapf wird es im Februar eine Klausur geben, in der die Projektverantwortlichen, Politiker, Behördenvertreter und Kritiker konstruktiv darüber diskutieren, wie die Bauarbeiten für Anrainer und betroffene Geschäftstreibende möglichst schonend gestaltet werden können. "Mir ist wichtig, dass sich alle Seiten dabei einbringen können", sagt Krapf. "Es gibt 40 Betriebe entlang der Baustelle. Wir müssen sie unterstützen und ihre Sorgen ernst nehmen."

Auch Verkehrslandesrat Entholzer zeigte Verständnis für die Verunsicherung. "Veränderungen sind immer schwierig", sagte er. "Aber der erste Bauabschnitt hat gezeigt, wie positiv das Ergebnis ist. Die Stadt-Regio-Tram fährt absolut leise durch die Traunsteinstraße, und der Klosterplatz wurde wunderschön."


Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

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Dienstag, 17. Februar 2015, 11:01

FP Gmunden ziert sich zur Teilnahme an Klausur

17. Februar 2015 - 00:04 Uhr

GMUNDEN. Bemühungen um eine geringe Baustellenbelastung.

Die Baustelle zur Errichtung der Stadt-Regio-Tram wird für die Anrainer und Geschäftstreibenden in der Gmundner Innenstadt eine monatelange Belastung darstellen. Um sich darauf bestmöglich vorzubereiten und die Belastungen möglichst gering zu halten, lädt VP-Bürgermeister Stefan Krapf Betroffene und Verantwortliche nächste Woche zu einer Klausur. Auch Vertreter der politischen Fraktionen sind dazu eingeladen.

Die FP Gmunden knüpft ihr Mitwirken allerdings an eine Bedingung: Obwohl die Errichtung der Stadt-Regio-Tram längst beschlossen ist und die Zuggarnituren bereits bestellt sind, wollen die Freiheitlichen die Veranstaltung dazu nutzen, die Sinnhaftigkeit des Projektes weiter zu diskutieren. Bekanntlich lehnen sie die Schienendurchbindung ab und schlagen Elektrobusse als Alternative vor.

In einem offenen Brief an Krapf erklärt FP-Gemeinderat Günther Colli, seine Partei sei "fehl am Platz", wenn es bei der Klausur ausschließlich darum gehe, die Zufriedenheit der Bevölkerung zu optimieren.

Bürgermeister Krapf hat Colli per Mail geantwortet und ihn "herzlich" zur Diskussion eingeladen. "Wir können auch über E-Busse reden", so Krapf. "Allerdings ist die Entscheidung für die Stadt-Regio-Tram gefallen. Jetzt ist es wichtig, gemeinsam das Projekt bestmöglich zu verwirklichen und auf Sorgen einzugehen." (ebra)


Quelle: OÖN

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Dienstag, 17. Februar 2015, 12:17

Zitat

In einem offenen Brief an Krapf erklärt FP-Gemeinderat Günther Colli, seine Partei sei "fehl am Platz", wenn es bei der Klausur ausschließlich darum gehe, die Zufriedenheit der Bevölkerung zu optimieren.

Die FP ist wohl an der Zufriedenheit der Bevölkerung nicht interessiert. :D
Aber wenn man dabei war, kann man vermutlich im Nachhinein nicht so gut darüber lästern...

dr. bahnsinn

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Freitag, 20. Februar 2015, 12:14

Bürgerinitiative gegen Straßenbahn

20. Februar 2015 - 01:04 Uhr

GMUNDEN. Gmundner Stadt-Regio-Tram-Projekt kommt nicht zur Ruhe: Anrainer beschweren sich.

Für Befürworter ist es eine Öffi-Offenbarung, für Gegner beim Fenster hinausgeschmissenes Steuergeld: die Stadt-Regio-Tram-Durchbindung von Gmunden nach Vorchdorf. Jüngste Entwicklung in der umstrittenen Causa: Hausbesitzer, an deren Gebäuden die Straßenbahn vorbeifahren soll, fechten zwei Bescheide des Landes Oberösterreich betreffend die eisenbahnrechtliche Baugenehmigung an. Die Beschwerden wurden beim Landesverwaltungsgericht eingereicht.

Insgesamt wurden fünf Beschwerdegründe angeführt, darunter "nicht glaubhaft und ausreichend nachgewiesenes öffentliches Interesse an dem Projekt und damit verbunden unzulässige Eigentumseingriffe" und "Verletzungen von Verfahrensvorschriften, insbesondere mangelhafte Ermittlungsverfahren der Behörde betreffend die verkehrliche Auswirkung des Projekts und die Auswirkung auf die Standsicherheit der Gebäude".

Unterstützt werden die betroffenen Hausbesitzer von der "Bürgerinitiative Neustart für Gmunden", die einen sofortigen Stopp sämtlicher laufender Ausführungsmaßnahmen fordert. "Neustart"-Sprecher Reinhold Kassmannhuber: "Aufgrund dieser Beschwerden kann es zu erheblichen Verzögerungen bei der Durchbindung der Vorchdorfer Bahn an die Straßenbahn kommen. Die geplante Bauphase II wird daher kaum im September 2015 in Angriff genommen werden können. Es ist nicht wahrscheinlich, dass alle rechtlichen und technischen Fragen bis zu diesem Datum ausreichend abgeklärt und entschieden sind. Die Verantwortlichen der Stadtgemeinde selbst rechnen mit einer erheblichen Verzögerung."

Auf die Frage, ob besagte Stadtväter tatsächlich eine Verzögerung ins Kalkül ziehen würden, antwortet Verkehrsreferent Wolfgang Sageder (SP): "Ich nicht, und ich kenne keinen Verantwortlichen, der damit rechnet." Das ordentliche Rechtsverfahren laufe – das sei beim Landesgerichtshof, dieser dürfte in den nächsten Monaten eine Entscheidung treffen. "Und dann ist der Instanzenzug aus", so Sageder. "Außerordentliche Rechtsmittel gibt es immer, aber auf die kann kein Mensch warten."


Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

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Freitag, 20. Februar 2015, 12:17

Warum in Gmunden so viel Stimmung gegen die StadtRegioTram gemacht wird:

Die Gmundner Angst vor der Eisenbahn hat eine lange Tradition

20. Februar 2015 - 00:04 Uhr

GMUNDEN. Der hartnäckige Widerstand einiger Gmundner gegen die Stadt-Regio-Tram knüpft an eine lange Tradition in der Traunseestadt an. Eisenbahnprojekte lösten hier immer Ängste und Ablehnung aus.

Es begann bereits bei der Errichtung der Rudolfsbahn (der heutigen Salzkammergut-Bahnstrecke). 1875 beschlossen die Stadtväter, dass die Linie nicht zu nahe an die Stadt herangeführt werden dürfe. Die Folge: Der Bahnhof liegt Pinsdorf näher als als dem Gmundner Stadtzentrum. 17 Jahre später wehrten die Gmundner auch erfolgreich die Elektrifizierung der Stadt ab.

Es zeigte sich rasch, dass die Abgeschiedenheit des Bahnhofs dem touristischen Ehrgeiz der Stadt im Weg stand. Deshalb schlug das Wiener Unternehmen Stern & Hafferl, das in St. Wolfgang bereits ein Kraftwerk und die Schafbergbahn errichtet hatte, der Stadtgemeinde den Bau einer Straßenbahn vor.

Wie werden Pferde reagieren?

Der liberale Bürgermeister Alois Kaltenbrunner zeigte sich aufgeschlossen. Der Widerstand der Bevölkerung war aber enorm. Auch ein Teil der Gemeindevertretung legte sich quer. Die Linie sei nicht rentabel, argumentierten Lokalpolitiker. Außerdem würde sie das Geschäft der Fiaker untergraben. Die elektrische Tramway wurde dennoch errichtet. Als sie am 13. August 1894 erstmals fuhr, postierten ängstliche Gmundner ihre Pferde entlang der Linie, um sie an die Fahrzeuge zu gewöhnen.

Ein Jahr später zog das "Gmundner Wochenblatt" Bilanz: "Albernste Gerüchte", die zur Verhinderung der Bahn gestreut worden waren, hätten sich in Luft aufgelöst, hieß es. Trotz "Beschimpfungen des Personals" gebe es eine "tadellose Betriebsführung". Die Gmundner Straßenbahn sei doch noch "eine Erfolgsstory" geworden.


Quelle: OÖN

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Samstag, 21. Februar 2015, 08:04

Zitat

"Neustart"-Sprecher Reinhold Kassmannhuber: "Aufgrund dieser Beschwerden kann es zu erheblichen Verzögerungen bei der Durchbindung der Vorchdorfer Bahn an die Straßenbahn kommen. ...

Und darauf ist er stolz?

grubenhunt

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Samstag, 21. Februar 2015, 10:54

Nein, er ist eher enttäuscht, stolz wäre er, wenn er die Durchbindung verhindern könnte.

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Sonntag, 22. Februar 2015, 10:47

https://www.facebook.com/stopdurchbindun…3018481/?type=1

Zitat

Das verzögert vorerst das Bahnprojekt wesentlich. Daher schauen 4000 Gmundner und viele mehr optimistisch nach vorne.


Das Idealbild einer Stadt wird auch aufgezeigt (Asphaltwüste für Auto und Bus):
https://www.facebook.com/stopdurchbindun…9813133/?type=1

https://www.facebook.com/stopdurchbindun…404959976351503

Zitat

Soweit so gut! Mal sehen, wo das Geld (6.000.000,-) für den Zug herkommt, den kein Gmundner braucht, wozu die funktionierende Traunbrücke abgerissen und die Altstadt zerstört wird.

Dass einerseits die Straßenbrücke aktuell sanierungsbedürftig ist (noch im Landesbesitz) und spätestens in 15 Jahren (dann bereits Gemeindebesitz) ersetzt werden müsste, vergisst man wohl gerne....

https://www.facebook.com/stopdurchbindun…3766354/?type=1

Zitat

Es sind Eisenminarette, die die neue Bahnlinie begleiten.

Man kombiniere Eisenbahnhass mit Diskriminierung?

----------

Generell habe ich das Gefühl, dass von den 4000 Gmundner, nicht allzuviele auf Facebook und anderen Medien unterwegs sind. :D

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Freitag, 27. Februar 2015, 17:28

Die Bahnstrecke von Oberweis nach Englhof ist noch nicht eingestellt. Heute konnte ich vier Tds sehen.

dr. bahnsinn

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Freitag, 27. Februar 2015, 22:38

Es gibt jetzt nicht nur Straßenbahngegner auf Facebook, sondern auch eine Befürwortergemeinschaft: https://www.facebook.com/pages/Ja-zur-St…1416672?fref=nf. Nach eigenen Angaben haben die Befürworter in fünf Tagen mehr likes bekommen als die Gegner in neun Monaten.

dr. bahnsinn

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Dienstag, 3. März 2015, 10:58

Gmunden rüstet sich für die Baustelle

02. März 2015 - 18:26 Uhr

GMUNDEN. Arbeitsgruppen wurden gebildet, um die Belastung während der Bauzeit gering zu halten. Ab 2. September wird der Schienenstrang der künftigen Stadt-Regio-Tram durch die Innenstadt verlegt.

"Der Wahlkampf in Gmunden hat begonnen." So kommentiert VP-Bürgermeister Stefan Krapf die Plakatkampagne, mit der die FP Gmunden den sofortigen Stopp des Ausbaus der Straßenbahn fordert. "Dabei sind die demokratischen Entscheidungen mit breiten Mehrheiten längst gefallen", so Krapf. "Die Verträge sind unterzeichnet. Wenn Gmunden jetzt noch umfällt, wie die Freiheitlichen das fordern, kostet der Ausstieg aus diesen Verträgen die Stadtgemeinde genauso viel wie das Projekt selbst. Allerdings würden wir dann keine Durchbindung bekommen, keine neue Brücke, kein neues Kanalsystem, und die bestehende Straßenbahn würde eingestellt."

FP bleibt bei ihrer Kritik

FP-Parteiobfrau Beate Enzmann sieht das anders. "Wir hätten uns das Geld von Anfang an ersparen können, wenn man Alternativen geprüft hätte, wie beispielsweise Elektrobusse."

Aus Sicht der Projektbefürworter – und das sind im Rathaus VP, SP, Grüne und die Stadtliste – wird die FP das Thema noch bis zur Wahl am Köcheln halten. Bedrohlicher für das Projekt ist allerdings die Beschwerde, die Anrainer der künftigen Bahnlinie gegen den eisenbahnrechtlichen Bewilligungsbescheid eingereicht haben. "Hier ist jetzt das Landesverwaltungsgericht am Zug. Aber wir sind sehr optimistisch, dass der Bescheid hält", sagt SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder. Eine endgültige Entscheidung wird zur Jahresmitte erwartet.

Krapf und Sageder gehen davon aus, dass die Bauarbeiten wie geplant am 2. September am Franz-Josef-Platz beginnen können. Danach werden sich Theatergasse, Kammerhofgasse und die Traunbrücke eineinhalb Jahre lang in Baustellen verwandeln.

Um die Belastung für die Anrainer und Geschäftstreibenden in der Innenstadt möglichst gering zu halten, fand am Freitag eine Klausur mit allen Verantwortlichen und Betroffenen statt. Bei dieser wurde – zum Ärger der Kritiker – nicht über die Für und Wider diskutiert. Vielmehr ging es darum, konstruktive Lösungen für die Bauzeit zu erarbeiten. Zu diesem Zweck wurden Arbeitsgruppen mit Vertretern aller Gruppierungen gebildet.

Umfangreich informieren

Die Arbeitsgruppen haben unter anderem die Aufgabe, Bevölkerung und Anrainer mit Informationen zu versorgen. Sie werden bautechnische Detailfragen klären und verkehrstechnische Begleitmaßnahmen erarbeiten. "Vor Ort werden Verantwortliche einmal pro Woche der Bevölkerung Rede und Antwort stehen", kündigt Krapf an. Es wird auch dafür gesorgt werden, dass die Schmutzbelastung so gering wie möglich ist. "Außerdem werden wir gewährleisten, dass alle Geschäfte zu jedem Zeitpunkt erreichbar sind, und wir werden die Kunden laufend darüber informieren."


Quelle: OÖN

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Dienstag, 3. März 2015, 15:04

Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Innenstadt tatsächlich Einbußen hat, so viel Werbung wie sie aktuell in den lokalen Medien durch den Bau haben.