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dr. bahnsinn

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Freitag, 21. August 2015, 10:01

In wenigen Tagen starten Bauarbeiten am Franz-Josef-Platz

21. August 2015 - 05:07 Uhr

GMUNDEN. Ausgerechnet ein ehemaliger Grüner Stadtrat organisiert die Entfernung von Parkbäumen.

Noch vor wenigen Jahren ketteten sich Gmundner Grüne an altersschwache Bäume, um sie vor der Motorsäge zu schützen. Ausgerechnet ein ehemaliger Grüner Stadtrat organisiert nun die Entfernung einer Handvoll Linden an der Esplanade: "Wir müssen beim Franz-Josef-Platz zwei Baumreihen beseitigen", sagt Siegfried John (jetzt VP).

Neue Haltestelle an Esplanade

Anlass ist die Errichtung einer neuen Haltestelle für die Stadt-Regio-Tram. Die Bauarbeiten dafür beginnen Anfang September. Ab dem Bereich des Cafés Baumgartner wird der Schienenstrang zweigeteilt. Von dort bis zum Klosterplatz wird die Stadt-Regio-Tram zweigleisig geführt. In der ersten Bauetappe wird die Bahnlinie bis zum Graben verlängert. Am Franz-Josef-Platz selbst werden künftig auch Autobusse stehen bleiben. Der Platz bei der Esplanade wird eine Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr. Auch Reisebusse sollen in Zukunft nicht mehr bis zum Rathausplatz fahren.

John betont, dass drei der Bäume, die beseitigt werden müssen, in Weyer wieder eingegraben werden. Die parkseitige Kastanien-Reihe würde nach Ende der Arbeiten ebenfalls wieder eingegraben. Die anderen Kastanien wiederum würden durch junge Bäume ersetzt. Die Baumbilanz bleibe in Summe ausgeglichen. Soll niemand behaupten, Siegfried John sei ein Baummörder. "Der Franz-Josef-Platz wird auch in Zukunft eine grüne Oase für die Gmundner Bevölkerung sein", verspricht der Gemeinderat.

Die Bauarbeiten beginnen Anfang September und werden am 27. November abgeschlossen sein. Die Zufahrt in die Tiefgarage wird zu jedem Zeitpunkt möglich sein, versichert die Stadtgemeinde.

Für Anrainer und Geschäftstreibende entlang des ersten Bauloses gibt es am nächsten Dienstag, um 18.30 Uhr, eine Informationsveranstaltung in der Wirtschaftskammer.

In den nächsten Bauphasen wird die Straßenbahn über den Rathausplatz bis zum Trauntor verlängert. Parallel dazu entsteht eine die Traunbrücke. Im Juni 2017 wird die erste Stadt-Regio-Tram vom ÖBB-Bahnhof bis Vorchdorf durchfahren. (ebra)


Quelle: OÖN

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Samstag, 22. August 2015, 04:57

Willkommen im Wahlkampf. :(

dr. bahnsinn

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Donnerstag, 3. September 2015, 11:26

Regio-Tram geht in die nächste Etappe

Gary Sperrer, 03. September 2015 - 05:48 Uhr

GMUNDEN. Bauarbeiten der Straßenbahn-Durchbindung laufen seit zwei Tagen und bis Sommer 2017.

Seit vorgestern ist die zweite Bauphase für den Lückenschluss zwischen Traunseebahn (Vorchdorf – Gmunden) und der Gmundner Straßenbahn vom Hauptbahnhof zum Franz-Josef-Platz im Gang. Bis Sommer 2017 wird nun das Baulos 2 etappenweise in der Gmundner Innenstadt zwischen Franz-Josef-Platz und Klosterplatz umgesetzt. Gestern stellten sich die zuständigen Landesräte Reinhold Entholzer (Verkehr, SP) und Franz Hiesl (Straßenbau, VP) zum offiziellen Start der neuen Bau-Etappe zu einer Pressekonferenz in Gmunden ein.

"Das ist ein Projekt, das auch international große Beachtung findet", sagte Entholzer. "Mit der Stadt-Regio-Tram treten wir den Beweis dafür an, dass der schienengebundene Verkehr auch in kleineren regionalen Ballungsräumen Sinn hat. Das Land Oberösterreich stand von Anfang an hinter der modernen Idee, die in Gmunden vorhandenen Schienen optimal zu verbinden und damit nachhaltig zu entwickeln."

Hiesl ergänzte: "Ich freue mich, dass der zweite Abschnitt in Bau geht und dass Gmunden den Mut bewiesen hat, sich trotz Widerstandes und Gegnerschaft zu diesem Projekt zu bekennen. Wichtig ist, dass man dem Autofahrer Alternativen anbieten kann." Mit diesem Schritt würden sich für die Stadt Gmunden neue Möglichkeiten ergeben, so Hiesl.

Die Stadt-Regio-Tram sei ein Projekt, das diese Chancen für die Stadt erheblich vergrößern werde, ergänzte Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf (VP) und nahm auch zur Skepsis der Gegner Stellung: Diese würden das Vorhaben auf ein Verkehrs- und Mobilitätsprojekt reduzieren. "Das ist es aber nur zu einem Drittel", sagte Krapf. "Zu zwei Dritteln ist es ein Infrastrukturprojekt, denn es wird eine neue Traunbrücke gebaut, dazu werden auch die Gas-, Wasser- und Kanalleitungen neu."

Aber auch die auf die Innenstadt zukommenden Probleme ließ der Bürgermeister nicht unerwähnt: "Es ist richtig, dass wir zwei harte Jahre während der Bauzeit vor uns haben. Aber wir werden das gemeinsam mit der Wirtschaft schaffen." Gmundens SP-Verkehrsreferent Wolfgang Sageder verwies auf andere derartige, gut angenommene Beispiele: "Es gibt mit Traun, Ansfelden und Pasching bereits weitere Stadt-Regio-Tram-Gemeinden in Oberösterreich. Wichtig sind öffentliche Verkehrsmittel dort, wo es Spuren gibt, denen viele, viele Leute nachfahren. Eine solche Spur werden wir mit der Stadt-Regio-Tram abdecken können."

Ein historischer Vergleich

Otfried Knoll, Obmann des Vereins Pro Gmundner Straßenbahn, fand eine hochinteressante Parallele in einem historischen Zeitungsausschnitt aus der Eröffnungsphase der Tramway 1894: Auch damals hatten Ängste geherrscht, hohnlächelnd und spöttisch beäugten manche Zeitgenossen den fast leeren Eröffnungszug, ehe sich das Ganze doch noch als Erfolgsgeschichte entpuppte. Mit der Stadt-Regio-Tram, so die gestern anwesenden Politiker, werde es sich genauso verhalten.


Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

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84

Freitag, 4. September 2015, 10:45

ORF-Wahlveranstaltung in Gmunden: Hauptthema StadtRegioTram

Hier die Wortmeldungen der wahlwerbenden Parteien zur SRT:

(.....)

BIG: „Trasse zerstört die Innenstadt“

Und Kassmannhuber ließ auch gleich beim ersten Thema, nämlich der bereits in Bau befindlichen StadtRegioTram Gmunden-Vorchdorf, kein gutes Haar an dieser: „Die StadtRegioTram ist das schlechteste Projekt für Gmunden. Die Trasse zerstört die Innenstadt, erschwert wichtige Investitionen in die Zukunft, und eine Weiterentwicklung der Mobilität ist für Jahrzehnte blockiert.“

FPÖ: „Ausstieg noch möglich“

Auch Beate Enzmann von der FPÖ ging mit dem Projekt scharf ins Gericht, vor allem hätten die Bürger vor der Unterzeichnung der Verträge befragt werden müssen. Auch ein Ausstieg aus dem Projekt sei nicht unrealistisch: „Jetzt ist es natürlich etwas spät, es wird wahrscheinlich etwas kosten, wenn wir jetzt aussteigen, aber es ist immer noch nicht zu spät. Denn wenn wir das durchziehen, dann kostet es noch viel mehr Geld und die Zerstörung der Innenstadt.“

ÖVP: „Immer genug Informationen gegeben“

Worauf Bürgermeister Stefan Krapf betonte, dass es bei diesem Projekt immer genug Informationen gegeben hätte: „Prinzipiell ist zu sagen, dass es seit vielen, vielen Jahren Informationen, Informationsveranstaltungen und Transparenz gibt. Dass dieses Projekt politisch durchgemauschelt wurde, das kann und möchte ich nicht bestätigen, weil es schlicht nicht stimmt.“

SPÖ: „Ausstieg würde Millionen kosten“

Und Vizebürgermeister Christian Dickinger hielt von dem von der FPÖ angesprochenen Ausstieg aus dem RegioTram-Projekt gar nichts: „Man soll zur Kenntnis nehmen, dass dieses Straßenbahnprojekt jetzt auf Schiene ist. Wenn man da so nonchalant sagt, liebe Beate Enzmann, das wird halt etwas kosten, wenn wir aussteigen würden: Das würde Millionen kosten, und zwar mehr, als die Investitionskosten der Stadt Gmunden.“ Kolportiert wird übrigens eine Summe von rund 20 Millionen Euro, die dieser Ausstieg kosten könnte.

Grüne: „Die Chance für Gmunden“

Josef Sperrer von den Grünen sieht in der RegioTram einen massiven Eingriff in die Stadt, aber auch „die“ Chance für Gmunden, die es jetzt zu nutzen gelte: „Für uns ist die StadtRegioTram verkehrspolitisch ein neuer Zugang, aber vor allem der Hebel für eine neue Innenstadt.“

Stadt-Liste: „Verbindung einfach notwendig“

Herbert Lücker von der Stadt-Liste, die sich für die StadtRegioTram ausspricht, sagte, die Verbindung beider Trassen über die Traunbrücke sein einfach notwendig - und, er zog einen Vergleich mit Linz: „Keinn Urfahr aussteigen, über die Brücke zu Fuß gehen und auf der anderen Seite am Hauptplatz wieder weiterfahren.“

NEOS: „Pönalezahlungen bei Kostenüberschreitung“

Für Wilhelm Krausshar vom NEOS müs Mensch in Linz würde ise man jetzt, nachdem das Projekt stehe, genau auf die Kosen achten - und er schlägt Pönalezahlungen bei Baukostenüberschreitungen vor: Wir sind der Meinung, dass die öffentliche Hand hier sehr viel investiert. Deshalb sollte die Betreiberfirma, zumindest in einem Nebenvertrag, verpflichtet werden sollte, für eine eventuelle Baukostenüberschreitung von mehr als fünf Prozent als Betreiber zu haften.“

Fördermaßnahmen während der Bauzeit

Beim Thema Innenstadt waren sich alle Parteien und Listen einig, dass gerade die Bauzeit der Regio-Tram für den Handel in der Innenstadt nicht einfach werde. Sollten Fördermaßnahmen für die Wirtschaft notwendig sein, so werde es diese auch geben müssen, wurde betont. Zudem müsse man sich bemühen, wieder mehr bodenständige Gastronomie in die Innenstadt zu bekommen, um die Frequenz zu erhöhen. Beim Thema „Hotelprojekt“ für Gmunden herrscht eine fast einstimmige Meinung, nämlich, dass das Areal Toscana Strandbad mit Augenmerk auf das Landsschloss Ort entwickelt werden müsse.

(.....)


Quelle: ORF OÖ

dr. bahnsinn

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Mittwoch, 21. Oktober 2015, 12:21

Zitat

FPÖ: „Ausstieg noch möglich“

Auch Beate Enzmann von der FPÖ ging mit dem Projekt scharf ins Gericht, vor allem hätten die Bürger vor der Unterzeichnung der Verträge befragt werden müssen. Auch ein Ausstieg aus dem Projekt sei nicht unrealistisch: „Jetzt ist es natürlich etwas spät, es wird wahrscheinlich etwas kosten, wenn wir jetzt aussteigen, aber es ist immer noch nicht zu spät. Denn wenn wir das durchziehen, dann kostet es noch viel mehr Geld und die Zerstörung der Innenstadt.“

Die Gmundner FPÖ hat ihren Widerstand gegen die StadtRegioTram aufgegeben und zwar in der Form, dass sie das Wahlergebnis (Absolute für die ÖVP) auch als Abstimmung der Bevölkerung für die SRT zur Kenntnis nimmt (siehe unten):

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Donnerstag, 22. Oktober 2015, 11:46

Stadt-Regio-Tram: Straßenbahngarnitur und Regionalzug zugleich

22. Oktober 2015 - 00:04 Uhr

GMUNDEN. Sowohl Gegner als auch Befürworter der Gmundner Schienendurchbindung nutzen die Doppelfunktion für ihre Argumentationen.

Das Besondere an der künftigen Stadt-Regio-Tram ist ihr Zwitterwesen: Sie ist Straßenbahn und Regionalzug in einem. Diese Doppelfunktion nutzen sowohl ihre Beführworter als auch ihre Gegner in ihrer Argumentation.

Die Befürworter vermieden anfangs den Begriff "Straßenbahnverlängerung". Stattdessen sprachen sie von einer Verlängerung der Traunseebahnlinie ins Stadtzentrum hinein. Der Grund: Für die Finanzierung einer Regionalbahn ist auch das Verkehrsministerium zuständig.

Aber auch die Gegner bevorzugen dieses Bild. Sie warnen seit Monaten vor riesigen Regionalzügen, die durch Gmunden donnern werden und laut FP-Obfrau Beate Enzmann "die Stadt zerstören".*)

Auch aus einem anderen Grund kommt den Kritikern das Bild einer Regionalbahnverlängerung entgegen. Sie beantragten eine Umweltverträglichkeitsprüfung, was das Projekt empfindlich verzögern und verteuern würde. Für eine Straßenbahnverlängerung wäre das freilich nicht nötig. Derzeit prüft das Gericht den Antrag, und die Befürworter weisen jetzt darauf hin, dass die Züge im Stadtgebiet als Straßenbahngarnituren im Einsatz sind.

Möglich gemacht wird dieser Eiertanz durch die ungewöhnliche Doppelfunktion der künftigen Bahnlinie. Doch verkehrsrechtlich ist die Sache eindeutig: Die Stadt-Regio-Tram ist innerhalb der Stadtgrenze eine Straßenbahn und außerhalb ein Regionalzug. Selbst die Technik ist darauf abgestimmt: In der Innenstadt werden die Triebwagen bimmeln, außerhalb des Ortsgebiets hupen sie. (ebra)


*) Ich rate den SRT-Gegnern wie der Frau Enzmann zu einer Exkursion z. B. nach Karlsruhe, wo (normalspurige) SRT-Fahrzeuge seit Jahren Realität sind, um sich zu überzeugen, wie weit die Stadt Karlsruhe bereits zerstört ist.

Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

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Dienstag, 24. November 2015, 14:44

Traunbrücke: Einsprüche könnten Bau verzögern

24. November 2015 - 03:11 Uhr

GMUNDEN. Gmundner Wirtschaft und Politik appellieren an zwei Anrainerinnen der Brücke.

Am 11. Jänner sollten die Bauarbeiten für die neue Traunbrücke beginnen. Doch der Termin wackelt. Denn zwei Anrainerinnen, die das Stadt-Regio-Tram–Projekt von Beginn an zu verhindern versuchten, schließen nicht aus, dass sie gegen den straßen- und wasserrechtlichen Genehmigungsbescheid Einspruch erheben werden. Sie könnten die Errichtung der Brücke damit um bis zu ein Jahr verzögern.

Die Zeit drängt langsam

Dies hätte jedoch auch zur Folge, dass die Gesamtbauzeit ein Jahr länger dauert und nicht wie geplant bis Sommer 2017. Die Wirtschaftsinitiative Gmunden appellierte deshalb im Sinne des Handels an die Anrainerinnen, das Projekt nicht zu verzögern. Auch VP-Bürgermeister Stefan Krapf versuchte, die Damen in einem persönlichen Gespräch zu überzeugen. Diese wollten sich bislang aber nicht festlegen lassen.

Das Problem dabei: Wenn der Brückenbau am 11. Jänner beginnen soll, müssen jetzt die Vorbereitungsarbeiten angegangen werden. Und die Zeit drängt: Für den Baubeginn braucht es winterlich niedrige Pegelstände am Traunsee. Innerhalb der Stadtgemeinde hat man sich darauf geeinigt, die Bauarbeiten ab Februar zumindest vom Graben bis zum Trauntor fortzusetzen. Da die Landesregierung 80 Prozent der Gesamtkosten übernimmt, hat das entscheidende Wort aber der neue FP-Verkehrslandesrat Günther Steinkellner. Und dessen Partei hat sich bisher strikt gegen die Stadt-Regio-Tram ausgesprochen.

Bürgermeister Krapf bemüht sich derzeit um einen Termin bei Steinkellner, um das weitere Vorgehen zu klären. In Gmunden geht man davon aus, dass der neue Verkehrslandesrat hinter dem Projekt steht. Auch aus pragmatischen Gründen. Die Bahnlinie ist zu weit fortgeschritten, als dass sie jetzt noch gestoppt werden könnte. Steinkellner kündigte vergangene Woche im Landtag außerdem an, die stillgelegte Bahntrasse zwischen Gmunden und Laakirchen erhalten zu wollen, um sich auch dort die Option für den Personenverkehr offen zu halten.*) Ohne Stadt-Regio-Tram hätte diese Bahnlinie aber kaum Sinn.

Die Verantwortlichen in Gmunden sehen das Projekt Stadt-Regio-Tram alles in allem nicht in Gefahr. "Denkbar ist aber, dass es den Straßenbahngegnern gelingt, den Bau noch zu verzögern", sagt SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder.


Quelle: OÖN

*) Da schau her! Ein Freiheitlicher ist für die Erhaltung einer Bahntrasse?

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Mittwoch, 25. November 2015, 14:48

Mit Adventbeginn endet der nächste Bauabschnitt

25. November 2015 - 00:04 Uhr

GMUNDEN. Es wird knapp, aber das Versprechen kann gehalten werden: Vor dem ersten Adventwochenende ist der aktuelle Bauabschnitt für die StadtRegio-Tram in der Gmundner Innenstadt fertig.

Zwar nicht zu 100 Prozent, aber am Freitag zu späten Abendstunden kann der Straßenverkehr in der Engstelle zwischen Grabenkreuzung und Einfahrt Tiefgarage freigegeben werden. Bis dahin sind alle Asphaltierungs- und Markierungsarbeiten abgeschlossen. "Einem Weihnachtsbummel in den Geschäften rund um den Franz-Josephs-Platz steht nichts mehr im Weg", sagt VP-Bürgermeister Stefan Krapf. "Auch die Tiefgarage ist samstags aus allen Richtungen wieder bequem erreichbar."

Lediglich beim Stadttheater errichten Bauarbeiter Samstagvormittag noch einen Mast für die Fahrleitung und setzen letzte Pflastersteine. Auch die Oberleitung muss noch montiert werden. Doch diese Restarbeiten werden keine großen Behinderungen mit sich bringen, heißt es.

Vorchdorfer Delegation

Die Citybusse fahren ab Samstag wieder den gewohnten Kurs. Die Straßenbahn hat noch bis zum 4. Dezember ihre Endstation bei der Bezirkshauptmannschaft. Die neue Straßenbahnweiche beim Café Baumgartner wird im März 2016 eingebaut.

Für den Innenstadthandel gibt es jetzt zumindest bis Jänner eine Verschnaufpause. Ob die Bauarbeiten für die neue Brücke dann beginnen können, ist noch offen, wie die OÖN gestern berichteten. Ebenso der Baubeginn in der Theatergasse im Februar.

Der Baufortschritt bei der StadtRegioTram wird auch in den Anrainergemeinden der Bahnlinie aufmerksam verfolgt. Gestern besuchte Vorchdorfs VP-Bürgermeister Gunter Schimpl mit mehr als 50 Pensionisten seiner Gemeinde die Baustelle in Gmunden. Die Delegation wurde von Günter Neumann, Geschäftsführer des Verkehrsunternehmens Stern & Hafferl, über die Arbeiten informiert. Auch Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf begrüßte die Vorchdorfer Delegation. "Die StadtRegioTram wird unsere Gemeinden enger verbinden", sagte Schimpl, der das umstrittene Schienenprojekt von Anfang an begrüßte und unterstützte.


Quelle: OÖN

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Samstag, 28. November 2015, 18:09

Nächtliche Verkehrsfreigabe in Gmunden

28. November 2015 - 07:02 Uhr

GMUNDEN. Die nächste Etappe für die Stadt-Regio-Tram wurde wenige Stunden vor Adventbeginn fertiggestellt.

In der Nacht auf Samstag war es so weit: Die Straßensperre in der Gmundner Innenstadt wurde aufgehoben, die Bauarbeiten für die Stadt-Regio-Tram beim Franz-Josef-Platz sind (bis auf Kleinigkeiten) abgeschlossen. Damit wurde das Versprechen gegenüber den Gmundner Geschäftsleuten, das Adventgeschäft nicht zu behindern, erfüllt.

Die Straßenbahnschienen liegen jetzt bis zur Grabenkreuzung. Die Garnituren fahren derzeit trotzdem nur bis zur Bezirkshauptmannschaft, ab 4. Dezember wird der Franz-Josef-Platz wieder die Endhaltestelle sein.

Zur endgültigen Durchbindung der Schienenverbindung fehlt jetzt noch der Abschnitt Graben-Trauntor (der Baubeginn wäre im Februar vorgesehen) sowie der Neubau der Traunbrücke (ab Jänner). Allerdings ist noch offen, ob die beiden Baulose plangemäß begonnen werden können, weil zwei Anrainerinnen und Unternehmerinnen ankündigten, gegen die Baubescheide Einsprüche einzulegen.

Die Stadtgemeinde möchte das Jahrhundertprojekt rasch vollenden, um die Belastungen für die Innenstadtwirtschaft in Grenzen zu halten. Die Entscheidung, wie es weiter geht, liegt vorerst aber bei der Landesregierung, die 80 Prozent der Kosten trägt. VP-Bürgermeister Stefan Krapf will die Situation möglichst rasch in einem Gespräch mit FP-Verkehrslandesrat Günter Steinkellner klären.

Insider gehen davon aus, dass das Projekt von den Straßenbahngegnern nicht mehr verhindert werden kann - aber um bis zu ein Jahr verzögert. Die erste Stadt-Regio-Tram hätte im Sommer 2017 vom Gmundner Bahnhof durch die Stadt bis Vorchdorf fahren sollen.


Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

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Montag, 30. November 2015, 10:52

Liste BIG fordert Baustopp, solange Bescheide fehlen

30. November 2015 - 00:04 Uhr

GMUNDEN. Am Freitag, 23.30 Uhr, wurde der Verkehr durch Gmunden wieder freigegeben. Die jüngste Bauphase der Stadt-Regio-Tram ist abgeschlossen, der Schienenstrang der Straßenbahn reicht jetzt bis zur Grabenkreuzung.

Für die Durchbindung bis zum Schienenstrang aus Vorchdorf fehlen noch 450 Meter.

Wie die OÖN exklusiv berichteten, ist der Fortgang der Bauarbeiten aber noch offen. Im Jänner hätte die Errichtung der neuen Traunbrücke beginnen sollen, im Februar die Arbeiten zur Schienenverlängerung bis zum Trauntor. Die straßen- und naturschutzrechtliche Genehmigung steht noch aus, wird aber in den nächsten Tagen erwartet. Eine Anrainerin (ursprünglich waren es zwei) hat aber bereits angekündigt, gegen die Bescheide Einspruch zu erheben. Im Rathaus geht man davon aus, dass die Baugenehmigungen von der nächsten Instanz bestätigt werden. Allerdings kann die Straßenbahngegnerin durch den Einspruch den Brückenneubau um ein Jahr verzögern.

Morgen Nachmittag wird in Gmunden der neue ÖBB-Bahnhof offiziell eröffnet. Dabei wird auch der neue FP-Verkehrslandesrat Günther Steinkellner erwartet. Gmundens VP-Bürgermeister Stefan Krapf möchte die Gelegenheit nutzen, um mit dem Landesrat das weitere Vorgehen abzustimmen. Die Rathausverantwortlichen wollen zumindest die Schienenverlängerung bis zur Brücke planmäßig fortsetzen. Da die Landesregierung 80 Prozent der Baukosten trägt, liegt die Entscheidung aber in erster Linie bei Steinkellner.

Steinkellner muss entscheiden

Die neue Rathausfraktion BIG (Bürgerinitiative Gmunden), die das Bauvorhaben dezidiert ablehnt, fordert bis zur Klärung der Rechtslage eine Baustellenunterbrechung. Aus Sicht von BIG-Fraktionsobmann Reinhold Kassmannhuber ließe sich so die Belastung für die Betriebe in der Innenstadt reduzieren.

Die BIG befragte dazu auch 36 Innenstadtkaufleute. 30 von ihnen sprechen sich laut Kassmannhuber für eine einjährige Baustellenunterbrechung aus. "Die Projektbetreiber haben es verabsäumt, sich rechtzeitig um die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau der Stadt-Regio-Tram zu kümmern", sagt der BIG-Fraktionsobmann. "Ein Versäumnis, das nicht zu Lasten der betroffenen Anrainer und der Innenstadtkaufleute gehen darf."


Quelle: OÖN

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Montag, 30. November 2015, 17:38

Zitat

Die BIG befragte dazu auch 36 Innenstadtkaufleute. 30 von ihnen sprechen sich laut Kassmannhuber für eine einjährige Baustellenunterbrechung aus. "Die Projektbetreiber haben es verabsäumt, sich rechtzeitig um die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau der Stadt-Regio-Tram zu kümmern", sagt der BIG-Fraktionsobmann. "Ein Versäumnis, das nicht zu Lasten der betroffenen Anrainer und der Innenstadtkaufleute gehen darf."

Wie viele der 36 stehen mit dem BIG in einem Nahverhältnis? Nach welchen Kriterien wurden sie ausgesucht und welche 30 sind dafür?
Wenn man jedes Projekt so plant, dass man alle möglichen Beeinspruchungen im Zeitplan berücksichtigt, dann gute Nacht...

dr. bahnsinn

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Mittwoch, 2. Dezember 2015, 11:00

Es geht munter weiter:

Weiter Streit über „Stadt.Regio.Tram“ Gmunden

Keine Pause gibt es im Streit um die Stadt.Regio.Tram Gmunden. Dabei soll die Straßenbahn durch das Stadtzentrum verlängert und die Traunbrücke neu gebaut werden. Mit dem jetzt eröffneten, neuen Bahnhof ist ein Schritt getan. Aber: Noch immer gibt es Widerstand.

Es ist ein Streit, der sich nun schon Jahre hinzieht. 2003 wurde das Projekt Stadt.Regio.Tram einstimmig im Gemeinderat beschlossen. Aber: Von den Anrainern kommt seit Jahren Widerstand, und die Bürgerinitiative gegen den Bau der Straßenbahn ist seit der letzten Wahl sogar im Gemeinderat vertreten.

„Häuser auf Schwemmsand gebaut“

Man habe Angst, dass durch die Erschütterungen bei der Fahrt der Züge die Häuser beschädigt werden, so die Anrainerin Margund Lössl: Es geht einem einfach durch den Kopf, dass mein Besitz gestört ist. Ich fürchte darum, weil letztendlich muss man sich ja vorstellen, dass diese Häuser in der Innenstadt alle keine Unterkellerung haben und auf Schwemmsand gebaut sind. Das heißt, dies ist schon eine massive Gefährdung für die alten Häuser."

„Chance für die Stadt“

Mit der Eröffnung des neuen Bahnhofes in Gmunden ist nun ein Schritt getan. Denn direkt am Bahnhof sollen Reisende vom Zug in die Straßenbahn umsteigen können. Eine Chance für die Stadt Gmunden, so der Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP): „Es ist für die Stadt und die Umlandgemeinden sehr, sehr positiv. Man darf nicht vergessen, dass Gmunden auch als Tor zum Salzkammergut bezeichnet wird. Da ist eine infrastrukturelle, verkehrstechnische Erschließung das Wichtigste, um erfolgreich in die Zukunft gehen zu können.“

Weiterer Widerstand angekündigt

Ob der Zeitplan für den Bau der Straßenbahnlinie hält, ist unklar. Anrainer haben bereits angekündigt, den Bau so lange wie möglich hinauszuzögern.


Quelle: ORF OÖ

Alois

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Mittwoch, 2. Dezember 2015, 13:12

Aber: Von den Anrainern kommt seit Jahren Widerstand, und die Bürgerinitiative gegen den Bau der Straßenbahn ist seit der letzten Wahl sogar im Gemeinderat vertreten.

Ob der Zeitplan für den Bau der Straßenbahnlinie hält, ist unklar. Anrainer haben bereits angekündigt, den Bau so lange wie möglich hinauszuzögern.

Anscheinend haben die Gegner des Verbindungsbaus durch das Wahlergebnis der letzten OÖ Landtagswahl stark Oberwasser bekommen, siehe diesfalls auch den neuen Verkehrs-LR von der FP, da scheint jetzt also auch der 80%ige Finanzierungsanteil des Landes gefährdet, wenn's blöd kommt. Irgendwie kommt mir das jetzt als Popcorn-Zeit vor, und das auf u.U. längere Zeit ;(

KFNB X

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Mittwoch, 2. Dezember 2015, 14:39

„Häuser auf Schwemmsand gebaut“

Man habe Angst, dass durch die Erschütterungen bei der Fahrt der Züge die Häuser beschädigt werden, so die Anrainerin Margund Lössl: Es geht einem einfach durch den Kopf, dass mein Besitz gestört ist. Ich fürchte darum, weil letztendlich muss man sich ja vorstellen, dass diese Häuser in der Innenstadt alle keine Unterkellerung haben und auf Schwemmsand gebaut sind. Das heißt, dies ist schon eine massive Gefährdung für die alten Häuser."

Fahren dort leicht keine 40t LKW?

dr. bahnsinn

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Mittwoch, 2. Dezember 2015, 16:22

Zitat

Fahren dort leicht keine 40t LKW?

Das sind alles nur billige Ausreden, weil ein paar Leute, die (auf Grund ihrer Herkunft, Stellung, Eingebildetheit etc.) mit dem ÖV nichts am Hut haben, die Bahn justament nicht haben wollen. Die Häuser stehen teilweise seit Jahrhunderten auf Schwemmsand, sofern die Aussage überhaupt stimmt und nichts ist bisher passiert. Und jetzt soll aufeinmal eine Tram, die weniger Achslast hat als ein 40 t-Lkw den Häusern auf den Leib rücken. Lächerlich.

Man braucht sich ja nur die Kandidatenliste ("wer ist B.I.G." anklicken) für die verflossene GR-Wahl anzuschauen. Enttäuscht bin ich von dem mir persönlich bekannten Wolfgang Scharinger, ehem. ÖBB-GV-Vorstand, dass er sich vor den Karren einer Kampagne gegen ein schienengebundenes Verkehrsmittel spannen hat lassen.

dr. bahnsinn

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Donnerstag, 10. Dezember 2015, 16:42

Bau der Gmundner Stadt-Regio-Tram geht weiter

10. Dezember 2015 - 13:57 Uhr

GMUNDEN. Eine Rathausdelegation unter VP-Bürgermeister Stefan Krapf einigte sich gestern in Linz mit dem neuen freiheitlichen Verkehrslandesrat Günther Steinkellner auf den Weiterbau der Schienendurchbindung.

Die Freiheitlichen hatten sich bisher klar gegen die Gmundner Straßenbahndurchbindung ausgesprochen.*) Deshalb löste der Amtsantritt von Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) am Traunsee Befürchtungen aus, das Projekt könnte von Linz aus gestoppt werden.

Doch das Gegenteil ist der Fall. Gestern war eine Gmundner Rathausdelegation unter der Führung von VP-Bürgermeister Stefan Krapf bei Steinkellner in Linz, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Der FP-Landesrat bekannte sich dabei zur Schienendurchbindung, die unter seinem Vorgänger Reinhold Entholzer (SP) begonnen wurde.

Arbeiten beginnen beim Graben

Weil noch nicht alle nötigen Baubescheide am Tisch liegen, einigte man sich aber auf Änderungen im Zeitplan: „Wir starten mit dem Neubau der Traunbrücke nicht im Jänner, sondern erst, wenn es eine rechtsgültige Genehmigung dafür gibt“, sagt SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder. Er geht davon aus, dass sich die Errichtung damit um rund ein halbes Jahr verzögert.

Im Stadtzentrum hingegen werden die Bauarbeiten fortgesetzt – allerdings in neuer Reihenfolge. Im Frühjahr wird der Schienenstrang von der Grabenkreuzung bis zum Rathausplatz verlegt. Erst danach kommt der Abschnitt zwischen Rathausplatz und Trauntor dran. „Wenn alles klappt, kann die Straßenbahn im Sommer schon bis zum Rathausplatz fahren“, sagt Bürgermeister Krapf.

Den Gmundner Rathausverantwortlichen, die diese Ergebnisse gestern bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz verkündeten, war die Erleichterung anzumerken. Realistisch betrachtet ist das Projekt damit gesichert. Den rechtlichen Einsprüchen von zwei Anrainerinnen (eine davon hat in Gmunden ihren Nebenwohnsitz) werden wenig Chancen eingeräumt. „Uns war wichtig, dass das Projekt nun berechenbar bleibt“, so Sageder. „Das sind wir den Menschen in der Innenstadt schuldig.“

Krapf, Sageder, VP-Stadträtin Irene Schönleitner und VP-Fraktionsobmann Siegfried John versprachen gestern, die Anrainer der künftigen Baustelle so gut wie möglich zu informieren und ihre Interessen zu berücksichtigen. „Die bisherigen Bauabschnitte haben gut funktioniert“, so John. „Aber wir haben auch dazugelernt und können noch einige Dinge verbessern.“ So seien die Baustellensprechtage kaum in Anspruch genommen worden. „Es ist besser, wenn wir künftig direkt auf die Anrainer zugehen“, sagt John.


Quelle: OÖN

*) Das stimmt so nicht ganz. Eindeutig dagegen war nur die Gmundner Stadt-FPÖ. Die Landespartei war bei der Beschlussfassung über die Finanzierung der SRT im Landtag nur aus Partei-Räson, weil man der Stadtpartei nicht in den Rücken fallen wollte, dagegen. Fachlich hatten die Landes-Blauen gegen die SRT keine Einwände.

dr. bahnsinn

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Mittwoch, 20. Januar 2016, 00:01

Ab Februar werden in Gmunden wieder Schienen verlegt

19. Januar 2016 - 06:43 Uhr - Edmund Brandner

GMUNDEN. Knapp ein halbes Jahr lang ist für Autos die Stadtdurchfahrt nicht möglich.

Der oberösterreichische Landtag beschloss in der jüngsten Sitzung einstimmig die Fortsetzung der Bauarbeiten für die Straßenbahndurchbindung in Gmunden zwischen Grabenkreuzung und Rathausplatz. Baubeginn ist am 15. Februar (falls die Witterung es erlaubt). Eine Durchfahrt durch die Innenstadt über die Theatergasse ist in dieser Zeit nicht möglich. Die Grabenkreuzung wird dagegen unbehindert passierbar sein.

Wie bereits bei der ersten Bau-etappe versprechen die Verantwortlichen, dass jedes betroffene Geschäft für Kunden stets erreichbar sein wird. Zulieferer dürfen über die Esplanade zu den Betrieben fahren. Auch Einsatzfahrzeugen wird die Benutzung der Esplanade erlaubt sein.

Infoabend am 28. Jänner

Für Wirtschaftstreibende und die Bevölkerung findet am 28. Jänner, 18.45 Uhr, in der Wirtschaftskammer ein großer Informationsabend statt, bei dem auch Themen wie Parkplätze oder öffentlicher Verkehr am Programm stehen. "Wir möchten dabei auch die künftige Gestaltung des Rathausplatzes präsentieren", sagt VP-Bürgermeister Stefan Krapf.

Bei der Grabenkreuzung ist anstelle zweier Oberleitungsmasten eine Bogenkonstruktion geplant – quasi als Eingangsbogen zur künftigen Begegnungszone und als Gegenstück zum Trauntor.

"Für die Gestaltung des Bogens werden wir ein Bürgerbeteiligungsverfahren in Gang setzen", kündigt Krapf an .

Das nächste Baulos zwischen Rathausplatz und Trauntor (Kammerhofgasse) wird gemeinsam mit dem Brückenbau durchgeführt. Weil es dagegen Einsprüche von Anrainern gibt, liegen die Baubescheide aber noch nicht vor. Doch im Rathaus ist man optimistisch, dass die Genehmigungsverfahren bis zum Herbst abgeschlossen werden können. "Wir würden dann noch heuer mit den Bauarbeiten fortfahren", sagt SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder.

Ab 23. Juli könnte die Straßenbahn bereits bis zum Rathausplatz fahren. Weil sie dann aber gegen den Verkehr wieder zurückfahren müsste, wird der Franz-Josef-Platz weiterhin Endstation bleiben. "Nur bei Großereignissen wie dem Lichterfest werden wir bis zum Rathaus fahren", so Sageder.

Die neue Haltestelle auf der Seeseite des Franz-Josef-Platz wird hingegen schon im März ihrer Bestimmung übergeben – sobald die Weiche beim Café Baumgartner installiert ist.


Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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Freitag, 12. Februar 2016, 10:15

Bis Juli müssen Einsatzfahrzeuge auf der Esplanade durch Gmunden fahren

12. Februar 2016 - 00:04 Uhr - Edmund Brandner

GMUNDEN. Am Montag beginnt die nächste Bauetappe der Straßenbahn-Durchbindung.

Die nächsten fünf Monate wird Gmundens Innenstadt zweigeteilt sein. Bis 22. Juli verlängern Bauarbeiter den Schienenstrang der Straßenbahn vom Graben bis zum Rathausplatz, erneuern das veraltete Leitungsnetz in der Theatergasse und gestalten die Straßenoberfläche neu. Die Durchfahrt durch die Innenstadt ist während dieser Zeit gesperrt.

In einer Pressekonferenz erklärten die Stadtverantwortlichen gestern, wie der Verkehr in dieser Zeit organisiert wird. "Der bisherige Durchzugsverkehr wird über den Umfahrungsring geleitet", sagte SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder. "Besucher der Innenstadt können aber von beiden Seiten zufahren."

Blaulichtgasse am Seeufer

Eine Speziallösung wurde für Einsatzfahrzeuge getroffen, die im Notfall in der Lage sein müssen, durch das Stadtzentrum durchzufahren. Für sie wird eine Blaulichtgasse am Rathausplatz und auf der Esplanade markiert, die auch bei Veranstaltungen und Märkten frei bleiben muss. Politisch verantwortlich dafür ist FP-Vizebürgermeisterin Beate Enzmann als Sicherheitsstadträtin. "Ich halte das Projekt nach wie vor für eine Geldverschwendung", sagte Enzmann gestern. "Aber es ist unsere Aufgabe als Stadtregierung, sichere Rahmenbedingungen zu gewährleisten."

Nach Abschluss der nächsten Bauetappe fehlen noch rund 250 Meter Schiene bis zum Anschluss an die Traunseebahnlinie nach Vorchdorf. VP-Bürgermeister Stefan Krapf zeigte sich gestern optimistisch, was die Baugenehmigungen betrifft. Hier gibt es noch zwei Hürden: Der positive straßenbaurechtliche Bescheid für die neue Traunbrücke traf zwar bereits ein, Anrainer hätten allerdings noch bis Monatsende Zeit, dagegen Berufung einzulegen. Mit einer Bestätigung der eisenbahnrechtlichen Genehmigung durch das Verwaltungsgericht rechnet die Stadtgemeinde bis Ende März.

Krapf kündigte gestern an, dass die Stadtgemeinde die Innenstadtbetriebe während der schwierigen Bauzeit so gut wie möglich unterstützen werde. Unter anderem werde es auch wieder Gratisparkplätze für Kunden in der Innenstadt geben.

Nächtliche Probefahrten

In Gschwandt finden indessen bereits nächtliche Probefahrten mit den neuen Garnituren der künftigen Stadt-Regio-Tram statt. Sie werden von Stern & Hafferl ab 12. März vorerst zwischen Vorchdorf und Gmunden eingesetzt. Die roten Garnituren, die derzeit auf der Traunseebahn im Einsatz sind, gehören den Innsbrucker Verkehrsbetrieben und müssen wieder zurückgegeben werden. Sie werden in der Tiroler Landeshauptstadt benötigt, weil auch dort die Straßenbahn ausgebaut wird.


Quelle: OÖN

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Samstag, 13. Februar 2016, 09:00

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Dazu passendend (im Kalender stehts eh schon)


dr. bahnsinn

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Donnerstag, 25. Februar 2016, 12:46

Stadt-Regio-Tram: Eine einst einstimmige Entscheidung

24. Februar 2016 - 00:04 Uhr - Gary Sperrer

GMUNDEN. Die Stadt-Regio-Tram ist Gmundens meistdiskutiertes Verkehrsprojekt seit vielen Jahren. Günter Neumann, Geschäftsführer des SRT-Betreiberunternehmens Stern & Hafferl Verkehr, legt nun seine Sicht der Dinge dar.

Ein im Wirtschaftsmagazins "trend" erschienener kritischer Artikel über die Gmundner Stadt-Regio-Tram (SRT) hat einiges an Staub aufgewirbelt.

Salzkammergut-Nachrichten: Fangen wir ganz von vorne an – wann und wie wurde die Idee geboren, die Gmundner Straßenbahn und die Vorchdorfer Lokalbahn zu verknüpfen?

Günter Neumann: Sehr stark mit diesem Projekt ist der Verein Pro Gmundner Straßenbahn verbunden, der sich seit seiner Gründung 1989 für den Erhalt, aber natürlich auch für die Verbindung einsetzt. Es war dann so, dass vom Verein gemeinsam mit Stern & Hafferl ein einreichfertiges Projekt der Schienenverlängerung zum Rathausplatz gemacht worden ist und man das der Stadtgemeinde vorgestellt hat. Meines Wissens war es damals die Freiheitliche Partei, die gesagt hat: "Wenn wir die Straßenbahn schon verlängern, dann machen wir gleich eine Durchbindung." Man hat stufenweise diese Idee konkretisiert und mehrere Varianten ausgearbeitet. Und für die Durchbindung gibt es einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss vom 24. April 2003. In weiterer Folge wurden die Bestandsstrecken saniert, sowohl auf der Straßenbahn- als auch auf der Lokalbahnseite. Man hat dann 2003 leihweise zu Testfahrten das Schienenfahrzeug "Combino" aus Nordhausen geholt, später – im Sommer 2008 – auch noch ein Fahrzeug aus Innsbruck. Das ist überall medial breitgetreten worden. Zu behaupten, dass da irgendetwas im stillen Kämmerlein passiert ist – das ist an den Haaren herbeigezogen.

Im "trend" steht – auf den Kern gebracht –, dass Stern & Hafferl für das SRT-Projekt einen Kredit aufgenommen habe, den allerdings das Land zurückzahlen müsse. Ist das wirklich so?

Man muss klar unterscheiden zwischen dem Bau der Infrastruktur und einem zukünftigen laufenden Betrieb. Der Bau der Infrastruktur ist mit einem technischen Einreichplan und einer Kostenschätzung gemacht worden – sehr ausführlich. Die Untersuchungen zur Traunbrücke hat die Landesstraßenverwaltung selbst in Auftrag gegeben. Aus all dem ist ein Finanzierungsvertrag erstellt worden, den die Stadtgemeinde Gmunden, das Land Oberösterreich und wir unterschrieben haben. Es war damals auch in dem Vertrag fixiert, dass man in diesen Zeitstufen baut. Dieser Finanzierungsvertrag ist, was die Infrastruktur betrifft, mit 30 Millionen Euro gedeckelt. Bei unseren Infrastrukturinvestitionen auf den Lokalbahnstrecken ist es üblicherweise so, dass wir von Bund und Land das Geld in dem Jahr bekommen, in dem wir diese Investitionen tätigen. In dem Fall ist es anders vereinbart worden: dass sich das über einen längeren Zeitraum erstreckt und dass nicht Land und Stadt den Kredit aufnehmen, sondern wir.

Und der laufende Betrieb?

Es ist so, dass wir aus technischen Gründen den Betrieb auf der durchgebundenen Strecke weder mit den bestehenden Lokalbahn- noch mit den bestehenden Straßenbahnfahrzeugen führen können. Das war von Anfang an klar, dass es notwendig sein wird, neue Fahrzeuge anzuschaffen. Zudem sind die Bestandsfahrzeuge über 50 bzw. 60 Jahre alt und haben ihre technische Lebensdauer erreicht.

Können Sie verstehen, warum in Gmunden teils vehement gegen die Stadt-Regio-Tram gewettert wird?

Ich kann dies nicht verstehen, denn es ist immer breiter Konsens in der Bevölkerung gewesen, den Individualverkehr im Stadtzentrum zu reduzieren und den öffentlichen Verkehr auszubauen.

Wie gehen Sie persönlich mit der Kritik um? Sie brauchen vermutlich einen breiten Buckel …

Das ist sehr unterschiedlich. Sehr schwer gehe ich mit ungerechtfertigter Kritik um, denn ich bin es gewohnt, Dinge sachlich und lösungsorientiert zu diskutieren.


Quelle: OÖN