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KFNB X

Direktor

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Donnerstag, 25. Februar 2016, 15:13

Leider habe ich nur einen aktuellen (08/2016) Trend zur Hand, aufgrund der zwei Leserkommentare kann ich schließen, dass der Bericht wohl in 06/2016 zu finden ist. Einer der beiden Leserkommentare entstammt der Feder von LR Mag. G. Steinkellner (Nachzulesen auf Seite 128). Er leitet den Text mit

Zitat

Sowohl die FPÖ Oberösterreich als auch ich selbst sind von Anfang an gegen das Projekt der StadtRegioTram Gmunden aufgetreten.

ein. In diesem Thread wurde doch gerätselt wie er und die FPÖ OÖ dazu stehen und es konnte doch nichts gefunden werden? Jetzt wissen wir es.
Im weiteren geht er darauf ein, dass es eine demokratische Entscheidung des Landtages und der Landesregierung war, bereits Verträge bestehen und er somit folgen muss. Zum Abschluss gibt es noch ein:

Zitat

Die Behauptung, dass ich im Jänner "grünes Licht" für dieses Projekt gegeben hätte, ist nicht richtig. Es wurden lediglich der Landesregierung der momentane Stand der Dinge und die voraussichtliche weitere Vorgangsweise zur Kenntnis gebracht.


Vielleicht hat ja noch jemand den Trend 06/2016 zur Hand?

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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102

Donnerstag, 25. Februar 2016, 19:19

Zitat

Vielleicht hat ja noch jemand den Trend 06/2016 zur Hand?

Ich habe im Netz leider den Trend-Artikel auch nicht gefunden. Dafür aber einen Artikel, in dem die Wiener Verkehrspolitik der Grünen kritisiert wird. Siehe hier.

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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103

Donnerstag, 3. März 2016, 11:41

Wieder verbaler, politisch motivierter Gegenwind für die SRT

"SRT-Bau einstellen wäre billiger als weiterbauen"

03. März 2016 - 00:04 Uhr - Gary Sperrer

GMUNDEN. Gmundner FPÖ-Gemeinderatsabgeordneter Günther Colli argumentiert seine Gegnerschaft zur Stadt-Regio-Tram.

Die im Bau befindliche Durchbindung der Gmundner Straßenbahn zur Vorchdorfer Bahn – die Stadt-Regio-Tram (SRT) – gilt bei Befürwortern als Jahrhundertchance für den öffentlichen Verkehr, für Gegner ist sie Steuergeld-Verschwendung und sinnlos, eine Gefahr für die alten Gmundner Innenstadthäuser und Geschäfte. Der Gmundner FP-Gemeinderatsmandatar Günther Colli hat sich intensiv mit der Problematik und möglichen Zukunft der Straßenbahn auseinandergesetzt. Aus seiner Gegnerschaft macht er keinen Hehl, und er argumentiert seine Einstellung mit deutlichen Worten.

OÖNachrichten: Herr Colli, was haben Sie gegen die Stadt-Regio-Tram?

Günther Colli: Als die Gemeinde – ÖVP, SPÖ und Grüne gegen die Stimmen der FPÖ – sich 2013 für die Durchbindung entschieden hat, war man nicht bereit, Alternativen zu überlegen. Das hatte der Rechnungshof gefordert: Alternativen und Vergleichsrechnungen. Das ist nie gemacht worden, weil aufgrund des Einflusses von Stern & Hafferl niemand Interesse hatte, Alternativen wie Busse anzudenken. Es gibt ein Gutachten der ÖBB bzw. des Bundesrechnungshofes, in dem steht, dass die Anschaffung von Bahnen zehnmal so teuer ist wie Busse und im Betrieb doppelt so teuer. Daher kostet uns das nachher um 3,3 Millionen Euro pro Jahr mehr, als uns jetzt die Straßenbahn und die Vorchdorfer Bahn kosten. Stern & Hafferl hat einen Vertrag bis 2030. Wenn man das hochrechnet – 3,3 mal 15 –, sind das grob 50 Millionen Euro. Daher ist es belanglos, zu welchem Zeitpunkt wir den Bau der Durchbindung stoppen, weil wir uns dann immer noch eine Menge Geld ersparen. Der Nachteil eines schienengebundenen Fahrzeugs ist auch, dass wir die Fahrgäste nicht flexibel an ihre Wunschziele bringen können.

Aber es gibt doch eine Potenzialanalyse, wonach die Durchbindung die Fahrgastzahlen erhöhen würde.

Es wurde schon 2012 kritisiert, dass die Potenzialanalyse, die als Basis für die Berechtigung des Baus genommen wird, mit falschen Zahlen arbeitet. Denn niemand wird behaupten, dass Stern & Hafferl nicht weiß, wie viele Fahrgäste sie befördern. Dass die Fahrgastzahlen falsch sind, das kann jeder nachprüfen, indem er sich hinsetzt und einen Tag lang zählt. Die Potenzialanalyse ist auch in einem zweiten Punkt falsch, weil sie die Schüler nicht richtig berücksichtigt, denn die Schüler fahren in Summe ein halbes Jahr lang nicht und lassen sich auch nicht vermehren. Es gibt keine Provinzstadt auf der ganzen Welt mit 13.000 Einwohnern, die sich so eine Bahn leistet.

Sie haben zuvor die Kosten erwähnt. Das Land Oberösterreich beteiligt sich daran in großzügigem Maße.

In den Förderrichtlinien des Landes steht, dass das Land nur Dinge fördern soll, wenn die für das Land günstigste Lösung gewählt wird. Das ist aber hier nicht der Fall.

Würden Sie eine Einstellung der Bauarbeiten befürworten?

Ich sage: Jeder Tag früher, an dem der Bau eingestellt wird, ist gescheiter. Die Geschichte ist an der Grenze der Kriminalität, weil die Förderungen mit falschen Zahlen erschlichen worden sind. Wenn ich Bürgermeister wäre in Gmunden oder wenn ich Landesrat in Linz wäre, und ich habe das Projekt auf dem Tisch liegen, von dem ich weiß, es gibt nur Ärger und Probleme, dann hole ich mir die besten Berater von weit weg. Aber nicht die, die seit zehn oder 15 Jahren das Projekt betreiben. Der Herr Holzer und der Herr Hölzl sitzen im Kontrollausschuss der Stadt-Regio-Tram. Landesrat Steinkellner und Bürgermeister Krapf holen sich aber diese Herren wieder als Berater. Man kann doch nicht die fragen, die zehn Jahre lang für dieses Projekt gearbeitet haben. Keiner der Herren Sageder, Köppl, Krapf, Entholzer, Steinkellner und Landeshauptmann Pühringer wird aber sagen können, er hätte nichts gewusst. Durch unzählige Briefe und Mails wurden sie von mir immer und immer wieder informiert, in der Hoffnung, dass sich etwas ändert. Was hätte man nicht alles bei einer besseren Planung und vielleicht ohne SRT mit dem vielen Geld für Gmunden machen können?

Und dass wir uns in fünf Jahren wieder unterhalten und erkennen, dass die SRT doch ein Erfolg geworden ist – daran glauben Sie nicht?

Würde ich in Linz oder Wien leben, wäre ich ein glühender Befürworter einer Straßenbahn. So habe ich aber für Gmunden weder die Hoffnung noch den Glauben, dass etwas Vernünftiges daraus wird. Am ehesten glaube und fürchte ich, dass in fünf Jahren nach Fertigstellung die Bahn eingestellt wird.


Quelle: OÖN

Alois

Inspektor

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104

Donnerstag, 3. März 2016, 11:44

Am Beispiel dieses interviewten FP-Dolms zeigt sich halt wieder die Qualität (ober-)österreichischer Nationalistenpolitiker: jedes Volk wählt die Politiker, die es letztendlich verdient ;(

KFNB X

Direktor

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105

Donnerstag, 3. März 2016, 17:37

Zitat

Das ist nie gemacht worden, weil aufgrund des Einflusses von Stern & Hafferl niemand Interesse hatte, Alternativen wie Busse anzudenken. Es gibt ein Gutachten der ÖBB bzw. des Bundesrechnungshofes, in dem steht, dass die Anschaffung von Bahnen zehnmal so teuer ist wie Busse und im Betrieb doppelt so teuer.

Ihm ist aber schon bewusst, dass Stern&Hafferl auch Busse hat?

Keine Ahnung welcher "Gutachter der ÖBB" oder Bunderrechnungshof das geschrieben haben soll, aber ich hoffe es steht ein wenig mehr in dem Gutachten. Denn die Anschaffung einer Straßenbahn (~3 Mio) mit einer Lebensdauer von ~ 30 Jahren, mit der eines Busses (300.000) mit einer Lebensdauer von ~10 Jahre zu vergleichen, wäre schon ziemlich schwach. Bei einem von der FPÖ gewünschten Elektrobus [1] vermutlich blind das Doppelte und das bei einer noch kürzeren Lebensdauer (Akkus).

Zitat

Der Nachteil eines schienengebundenen Fahrzeugs ist auch, dass wir die Fahrgäste nicht flexibel an ihre Wunschziele bringen können.

Ich kenne keinen Fall, in dem das ein Bus langfristig geschafft hat.

[1] http://www.nachrichten.at/oberoesterreic…r;art71,1650803

Alois

Inspektor

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106

Freitag, 4. März 2016, 08:56

Keine Ahnung welcher "Gutachter der ÖBB" oder Bunderrechnungshof das geschrieben haben soll, aber ich hoffe es steht ein wenig mehr in dem Gutachten. Denn die Anschaffung einer Straßenbahn (~3 Mio) mit einer Lebensdauer von ~ 30 Jahren, mit der eines Busses (300.000) mit einer Lebensdauer von ~10 Jahre zu vergleichen, wäre schon ziemlich schwach. Bei einem von der FPÖ gewünschten Elektrobus [1] vermutlich blind das Doppelte und das bei einer noch kürzeren Lebensdauer (Akkus).

Na, für den Artikel dürfte nicht einmal der Praktikant/die Praktikantin ein Pseudorechercherl gemacht haben, das dürft' schlicht und einfach auf dem blauen Parteitags- und Biertischmist vor sich hin gewuchert sein, bis es groß genug war, dass einer der Dolme verstanden zu haben glaubte, worum's geht 8o Geh bitte, glaubst Du tatsächlich, dass diese Nulpen auch nur ansatzweise verstünden, was der Begriff 'Lebensdauer' abseits der eigenen Partei"karriere" noch bedeuten könnte? Deren betriebswissenschaftliches Wissen beschränkt sich doch darauf, wie man Honorarnoten stellt, auch ohne zu wissen, wofür oder für was sie eine "Leistung erbracht" hätten.

Allerdings würde ich die Lebensdauer eines Busses bei halbwegs vernünftiger Auslastung/Verwendung eher mit 5 Jahren ansetzen, was ja auch der realen Abschreibedauer entspricht. Bei mit Akkumulatoren versehenen Bussen (Elektro- oder hybrider Antrieb) dürften die Kosten für Akkumulatoren/Batterien unter Betriebskosten subsummiert werden, da Akkus ziemlich sicher als Verbrauchsgegenstand zu werten wären, und damit keinen direkten Einfluß auf die Lebenszeit hätten.

Ich glaube außerdem, dass heutige Tramwaygarnituren, vollgestopft mit Obsoleszenz zumindest begünstigender, wenn nicht sogar beschleunigender Elektronik, keine 25 oder 30 Jahre verwendbar bleiben werden, ohne tiefgreifende mid-life-refurbishment-Maßnahmen. Die Zeiten der 50-65 Jahre andauernden Lebenszyklen von Triebfahrzeugen sind endgültig vorbei. Dies muß dazu nicht einmal ein großer Nachteil sein, da gerade die Langlebigkeit ein nicht unwesentlicher Verhinderer von Innovationseinführungen im Bahnbereich war und ist.

KFNB X

Direktor

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107

Freitag, 4. März 2016, 17:04

Bei der Lebensdauer der Busse habe ich den oft in Gutachten genutzten Wert genommen, reale liegen mir leider keine vor.

Wie hat es ein Mitarbeiter eines namhaften Schienenfahrzeugherstellers nett ausgedrückt: Wenn nach 30 Jahren das Fahrwerk keine Risse hat und am Ende ist, wurde es überdimensioniert.

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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Freitag, 4. März 2016, 18:37

Thomas Bernhard wäre zufrieden: Verein spendete für die Straßenbahn-Durchbindung eine Weiche

04. März 2016 - 00:04 Uhr

GMUNDEN. Seit gestern wird die Weiche verlegt, ab 22. März fährt die Gmundner Tramway zum Franz-Josef-Platz.

Mit Beginn des Frühlings kann die Straßenbahn wieder bis zu ihrer (vorläufigen) Endhaltestelle am Franz-Josef-Platz fahren. Gestern wurde die Weiche angeliefert, die auf Höhe der Konditorei Baumgartner eingebaut wird.

Bei der Weiche handelt es sich um ein Geschenk des Vereins "Pro Gmundner Straßenbahn". Dieser wurde 1989 gegründet, als die kürzeste Straßenbahnlinie der Welt von der Schließung bedroht war. Thomas Bernhard schickte damals einen Leserbrief an die Salzkammergut-Zeitung, in dem er sich für die "Erhaltung der Straßenbahn und ihrer Weiterführung" einsetzte. Denkbar war damals allerdings nur die Erweiterung zum Rathausplatz. Später sollte sich herausstellen, dass der Leserbrief der letzte Text war, den der weltberühmte Schriftsteller vor seinem Tod veröffentlichte.

Auch der Straßenbahnverein kämpfte nicht nur für die Rettung der Straßenbahn, sondern für ihre Vollendung durch die Anbindung an die Traunseebahn – so wie ursprünglich geplant.

Weil das jetzt passiert, hat der Verein seine Rücklagen aufgelöst und unterstützt das Projekt mit 200.000 Euro. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Weiche.

Diese wird bis zum 21. März eingebaut. Danach kann die Tramway wie bisher zum Franz-Josef-Platz fahren. Das Abzweigen auf die andere Straßenseite, um zur neuen seeseitigen Haltestelle zu fahren, ist vorerst nicht möglich, weil es noch keine Oberleitung gibt.

Ob die Straßenbahn die neue Haltestelle anfahren soll, so lange die Durchbindung nicht komplett ist, wird derzeit heftig diskutiert. "Es gibt für beide Varianten triftige Argumente", sagt Christa Holzinger, Sprecherin von Stern & Hafferl.

Die seeseitige Haltestelle wäre moderner und attraktiver – auch zum Umsteigen auf Autobusse. Allerdings müssten die Garnituren dafür die Straße queren.


Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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Freitag, 15. April 2016, 11:07

Bauarbeiten im Zentrum von Gmunden setzten die alten Gebäude in Bewegung

15. April 2016 - 04:37 Uhr - Edmund Brandner

GMUNDEN. Es kam zu Setzungen und Fassadenrissen, laut Experten besteht aber keinerlei Gefahr.

In mehreren Häusern an der Baustelle für die Stadt-Regio-Tram bildeten sich in den vergangenen Tagen Risse und Fassadenschäden. Betroffen ist unter anderem das Stadttheater, wo eine Tür sich plötzlich nicht mehr öffnen ließ.

Die Verantwortlichen hatten nicht damit gerechnet, sehen jetzt aber auch keinen Grund zur Besorgnis. "Die Häuser in der Gmundner Innenstadt stehen auf einem sehr feinkörnigen Boden, der bei mechanischen Belastungen zu Setzungen neigt", sagt der mit der Überwachung beauftragte Geologe Andreas Bammer. Der mit der Baustelle beschäftigte Prüfstatiker Franz Zach ergänzt: "Die Setzungen liegen im Schnitt bei 5,5 Millimeter und haben nur zu oberflächlichen Schäden geführt. Sie gefährden die Standfestigkeit der Gebäude in keiner Weise." Auch der Wert der Immobilie werde dadurch nicht negativ beeinflusst.

Keine richtigen Fundamente

Im Rathaus wusste man, dass die Arbeiten in der Theatergasse schwierig werden würden. Die Sanierung der veralteten Leitungen und der Kanalisation war in diesem Bereich gerade deshalb jahrelang hinausgeschoben worden. Auch die Kritiker der Stadt-Regio-Tram warnten stets vor Komplikationen.

Die historischen Gebäude in Ufernähe haben nur rudimentäre Fundamente und keine Keller, viele wurden vor Jahrhunderten auf Piloten errichtet. Deshalb entschloss man sich bereits bei der Planung der Stadt-Regio-Tram, mit Hilfe eines aufwändigen "Düsenstrahlverfahrens" Zementinjektionen unter die Gebäude zu pressen. Genau bei diesen Arbeiten entstanden jetzt die Risse.

Im Bereich des Franz-Josef-Platzes kam es bei der gleichen Arbeit zu keinen Schäden. "Die Tatsache, dass in der Theatergasse fünfstöckige Gebäude sind, deutlich näher an den Häusern gearbeitet wurde und die Bodenverhältnisse sehr schwierig sind, führte zu den Setzungen", sagt Johannes Zauner von der ausführenden Firma Keller Grundbau.

Der Auftraggeber Stern & Hafferl Verkehr versichert, dass alle durch die Bauarbeiten an den Gebäuden aufgetretenen Schäden beseitigt werden. Im Zuge eines Beweissicherungsverfahrens wurden die Gebäude vor Baubeginn genau analysiert und untersucht, sodass entstandene Schäden leicht feststellbar sind. "Für die Schadensregulierung gibt es entsprechende Versicherungen. Etwaige durch die Bauarbeiten verursachte Schäden werden schnell und unbürokratisch beseitigt," verspricht Günter Neumann, Geschäftsführer von Stern & Hafferl Verkehr.


Quelle: OÖN

KFNB X

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Samstag, 16. April 2016, 09:54

5 stöckige Häuser mit rudimentären Fundament auf feinkörnigen Boden? 8|

Da die Leitungen und Kanalisation weitaus tiefere Schächte brauchen, war es wohl unumgänglich...

grubenhunt

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111

Samstag, 16. April 2016, 21:24

Das ist in so Städten wie Gmunden (Schwemmland, hoher Grundwasserspiegel) durchaus normal, die Häuser stehen dort ja nicht, weil so ein toller Baugrund ist, sondern weil das ein hervorragender Handels- und Umschlagplatz war.

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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112

Dienstag, 10. Mai 2016, 12:54

Gmunden: Bürgerbeteiligung bei Stadt-Regio-Tram

09. Mai 2016 - 16:31 Uhr

Für die Gestaltung der Innenstadt fand ein "Bürgerdialog". Dessen Ergebnisse werden am Donnerstag präsentiert.

Der Stadtrat hat beschlossen, neue Wege der Bürgerbeteiligung bei wesentlichen Projekten zu gehen. Die Premiere findet bei der Gestaltung der Stadtdurchfahrt im Zuge der Errichtung der StadtRegioTram statt. In einem Gestaltungsdialog mit den Betroffenen wurden auf Basis enger Vorgaben Vorschläge erarbeitet. Präsentiert werden sie am Donnerstag, 17 Uhr, von Baustadtrat Reinhold Kassmannhuber (BIG) und Baudirektor Ing. Stadler im Rathaussaal.


Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

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Montag, 18. Juli 2016, 16:36

Die Verknüpfung Traunseebahn - Gmundner Straßenbahn ist für den diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis eingereicht worden. Bei der bis 24. Juli laufenden Abstimmung liegt das Projekt aktuell an 2. Stelle. Hier geht's zur Information und zur Abstimmung.

dr. bahnsinn

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114

Freitag, 22. Juli 2016, 12:50

Nächster Bauabschnitt der SRT startet am 29. August

GMUNDEN. Abschluss der Arbeiten bis zu Beginn des Advents.

Mit dem Beginn der Bauarbeiten vom Rathausplatz bis Trauntor beginnt die nächste Etappe zur Errichtung der Stadt-Regio-Tram-Durchbindung von Gmunden nach Vorchdorf.

Die Projektverantwortlichen und die Stadtgemeinde Gmunden haben sich auf den raschen Weiterbau der SRT geeinigt. "Wir wollen die Belastungen für das Stadtzentrum so rasch als möglich hinter uns lassen", sagt Bürgermeister Stefan Krapf (VP) zum diesbezüglichen Gemeinderatsbeschluss von vergangenem Donnerstag. "Damit schaffen wir es, dass die Bauarbeiten in der Innenstadt zwischen Graben und Trauntor in diesem Jahr abgeschlossen sind."

Ein weiterer Grund für den Weiterbau sei die Tatsache, dass die Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft als Förderungsnehmer zur raschen Bauabwicklung verpflichtet sei. Aufgrund der Beschwerden gegen die straßen- und eisenbahnrechtlichen Bewilligungen sind diese zwar noch nicht rechtskräftig, jedoch wurde die aufschiebende Wirkung der Rechtsmittel aberkannt. Für den Abschnitt Rathausplatz bis Traunbrücke gebe es daher Bescheide, die auch umzusetzen seien. Für den Fall, dass trotz Vorliegens der rechtlichen Voraussetzungen der Weiterbau verzögert werde, habe der dafür Verantwortliche die daraus resultierenden Mehrkosten zu tragen.

"Weder der Stadt- noch der Gemeinderat können Budgetmittel der Stadt für etwaige Mehrkosten leichtfertig aufs Spiel setzen", erläutert Krapf die Entscheidung des Gemeinderats für den Weiterbau. Bei unverzüglicher Fertigstellung können nach derzeitigem Ermessen die geschätzten Baukosten von 30 Millionen Euro eingehalten werden. Zum Beginn der Adventszeit sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Der Schienenstrang reicht dann bereits bis zum Trauntor. Bis dahin werden alle unterirdischen Leitungen neu verlegt, der Kanal saniert, die Fundamente der Gebäude gesichert, die Gleisanlage eingebaut und die Oberflächen neu gestaltet.


Quelle: OÖN

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Freitag, 22. Juli 2016, 12:59

Neun Fragen zur Gmundner Stadt-Regio-Tram

22. Juli 2016 - 00:04 Uhr - Gary Sperrer

GMUNDEN. Gestern Abend fand in Gmunden das Baustellenfest anlässlich des Abschlusses der jüngsten SRT-Etappe statt.

Seit Februar war die Gmundner Theatergasse eine einzige Baustelle. Gestern Abend wurde der Abschluss der jüngsten Stadt-Regio-Tram-Bauetappe gefeiert. Günter Neumann, Geschäftsführer des SRT-Betreiberunternehmens Stern & Hafferl Verkehr, beantwortete den Salzkammergut-Nachrichten einige brennende Fragen.

1. Ist die Innenstadt-Baustelle nun endlich Geschichte?

Ja. Es werden zwar in den Randbereichen noch Kleinigkeiten gemacht. Aber im Straßenbereich sind wir fertig.

2. Warum wurden so viele, nämlich acht Straßenbahngarnituren bestellt, wenn dann keine auf der Strecke zwischen Gmunden-Hauptbahnhof und Innenstadt ausprobiert wird?

Es wird dort im Spätherbst einen vier- bis sechswöchigen Probebetrieb mit Testfahrten geben. Auf der besagten Strecke haben wir keine Werkstätten, außerdem müssen wir an der Infrastruktur noch einige Kleinigkeiten anpassen.

3. Gibt es eine Genehmigung für alle Strecken bzw. was wird dazu getan, damit sie genehmigt werden?

Wir haben eine rechtsgültige eisenbahnrechtliche Baugenehmigung, die aber außerordentlich beeinsprucht wurde.

4. Wo befindet sich der nächste Bauabschnitt und wann beginnen dort die Arbeiten?

Der befindet sich in der Kammerhofgasse und soll am 29. August, am Montag nach dem Töpfermarkt, begonnen werden. Bis Ende November sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein.

5. Es sind auch Poller vorgesehen, um den Kfz-Verkehr im Bedarfsfall abzuriegeln. Wo befinden sich diese?

Die entsprechenden Gehäuse wurden eingebaut. Die Poller befinden sich an der Graben-Kreuzung zur Theatergasse, bei der Kirchengasse und beim Rathausplatz.

6. Welchen Fahrrhythmus wird die SRT haben?

In der Hauptverkehrszeit gibt es einen 15-Minuten-Takt.

7. Warum wird beim Rathausplatz keine Weiche eingebaut?

Dadurch hätten die Bahngarnituren bis zum Rathausplatz fahren können und müssten nicht bei der Konditorei Grellinger stoppen. Diese Weiche wäre nur für eine zweijährige Übergangsphase. Wir haben überlegt, ob wir sie nach der Fertigstellung der Durchbindung betrieblich benötigen würden, aber das ist nicht der Fall. Wir brauchen sie nicht. Und aus Kostengründen verzichten wir daher auf sie.

8. Wann ist der Neubau der Traunbrücke abgeschlossen?

Im kommenden Oktober soll mit dem Neubau – wechselseitig – begonnen werden. Also parallel zu den Arbeiten an der Baustelle Kammerhofgasse. Es gibt hier noch ordentliche Rechtsmittel dagegen – allerdings ohne aufschiebende Wirkung.

9. Für wann ist die endgültige Fertigstellung der Stadt-Regio-Tram-Durchbindung vom Gmundner Hauptbahnhof nach Vorchdorf vorgesehen?

Die Fertigstellung des gesamten Projekts soll im Juni des Jahres 2018 realisiert sein.


Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

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Samstag, 23. Juli 2016, 18:20

Nach 41 Jahren Pause befuhr am 21. Juli ein Straßenbahnfahrzeug erstmals seit 1975 wieder den Gmundner Rathausplatz. Allerdings nicht mit eigener Kraft, sondern im Schlepptau des St&H-Zweiwegefahrzeuges:


Foto: SRT

dr. bahnsinn

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Donnerstag, 11. August 2016, 12:52

Tram: Für Gratis-Kredit verzichtet Gmunden auf Rechte

11. August 2016 - 02:15 Uhr - Edmund Brandner

GMUNDEN. Der Gemeinderat unterbrach seine Sommerpause für eine umstrittene Entscheidung.

Wenn ein Unternehmen wie Stern & Hafferl für eine Gemeinde ein Bauwerk errichtet und Fehler macht, kann die Gemeinde Zahlungen zurückhalten, bis die Dinge wieder ins Lot gebracht wurden. Der Gmundner Gemeinderat beschloss diese Woche, im Falle der Stadt-Regio-Tram auf dieses Recht zu verzichten.

Die Verzichtserklärung war von der Europäischen Investitionsbank (EIB) gefordert worden – als Voraussetzung für einen Nullzinskredit für Gmundens Kostenanteil am Projekt (sechs Millionen Euro). Die Banker in Luxemburg wollen damit sicherstellen, dass Rückzahlungen nicht durch einen etwaigen Rechtskonflikt am Traunsee ins Stocken geraten.

VP, SP und Grüne stimmten zu

Der Rechtsausschuss im Rathaus machte sich die Entscheidung nicht leicht und feilschte mit der EIB lange um Details. Die hoffnungslos verworrene Rechtslage, in die sich die Stadt beim Seehotel manövrierte, steckt den Verantwortlichen noch immer in den Knochen. Am Ende sprachen sich die Gemeinderäte der VP, SP und Grünen aber dafür aus, die Verzichtserklärung zu akzeptieren.

"Wir sichern uns damit einen Zinsvorteil von mindestens 320.000 Euro", sagt VP-Finanzstadtrat Thomas Höpoltseder. "Das entspricht fast einer ganzen Jahresrate." Die Befürworter der Verzichtserklärung betonen, dass diese in Wahrheit nur einen einzigen Effekt habe: Im Falle eines Konflikts mit Stern & Hafferl müsste die Stadt nun das Unternehmen auf Schadenersatz klagen. Könnte die Stadt Zahlungen zurückhalten, würde hingegen umgekehrt das Unternehmen die Stadt klagen.

Die Fraktion der Straßenbahngegner im Gemeinderat (FP, BIG) kritisierte die Verzichtserklärung. Aus Sicht von FP-Gemeinderätin Dina Fritz gibt die Stadt damit zu viel Kontrolle aus der Hand. "Für uns ist dieses Risiko nicht vertretbar", sagte sie im Stadtparlament. Auch BIG-Obmann Reinhold Kassmannhuber ließ kein gutes Haar an der Vereinbarung. "Wenn Stern & Hafferl Fehler macht, hat die Stadt nun keine Handhabe mehr", sagte er. Zugleich kritisierte er die Finanzierung des Projekts. "1,7 Millionen Euro unseres Kostenanteils sollten von Anliegergemeinden und anderen kommen", so Kassmannhuber. "Noch ist von diesem Geld aber nichts da."


Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

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Donnerstag, 11. August 2016, 13:23

Neubau der Traunbrücke beginnt in Oktober

11. August 2016 - 01:04 Uhr - (ebra)

GMUNDEN. Während der gesamten Bauzeit ist die Gmundner Brücke nur einspurig stadtauswärts befahrbar

In 17 Tagen geht der Bau der Stadt-Regio-Tram weiter. Der Schienenstrang wird vom Rathausplatz bis zum Trauntor geführt. Gleichzeitig werden auf der anderen Seite der Traun die Schienen vom Klosterplatz bis zur Traunbrücke herangeführt.

Und damit nicht genug: Die Stadtgemeinde hat sich entschieden, ab Oktober auch mit dem Neubau der Traunbrücke zu beginnen, auch wenn die Anrainer-Einwände gegen die straßen- und eisenbahnrechtlichen Baubescheide noch gerichtsanhängig sind. Weil sie aber keine aufschiebende Wirkung haben, darf die Stadt weiterbauen.

Bis zum Sommer 2017 wird die seeseitige Fahrbahn der neuen Brücke gebaut. Im Jahr darauf folgt die andere Hälfte. Im Juni 2018 soll das Bauwerk fertig sein.

"Während der gesamten Bauzeit wird die Brücke einspurig im Einbahnsystem stadtauswärts befahrbar sein", sagt der politische Projektleiter Siegfried John (VP). Ursprünglich sollte der Verkehr nur stadteinwärts geführt werden, doch Anrainer und Handelsunternehmer sprachen sich für die andere Fahrtrichtung aus.

Als ihnen am Dienstag das Projekt präsentiert wurde, gab es viele kritische Einwände. "Ursprünglich hieß es, die Gesamtbauzeit beträgt 18 Monate", sagt Spielwarenhändler Norbert Schedenig. "Jetzt sind es wegen der vielen rechtlichen Verzögerungen 26 Monate. Ich frage mich, warum die Stadtgemeinde mit dem Bauprojekt begann, bevor die Sache rechtlich genehmigt war."


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dr. bahnsinn

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Montag, 22. August 2016, 11:00

Neue Straßenbahngleise werden für viele Radfahrer zur Falle

22. August 2016 - 00:04 Uhr - Edmund Brandner

GMUNDEN. Stadtgemeinde lässt einen Lehrfilm drehen, der Bikern zeigt, wie man sich richtig verhält.

Seit in der Traunsteinstraße die neuen Straßenbahnschienen liegen, kommt es dort zu einer auffälligen Häufung von Fahrradunfällen. Vergangene Woche erwischte es einen Ohlsdorfer Rennradfahrer. Er geriet mit dem Vorderrad in die Schiene, stürzte schwer und verletzte sich.

"Ich habe in Wien studiert und bin dort viel mit dem Rad gefahren", sagt er. "Aber dort ist mir nie etwas passiert." Aus Sicht des Ohlsdorfers ist nicht nur die Stahlrille gefährlich, sondern auch die gummiartige Einfassung der Schienen, für die sich die technischen Planer in Gmunden zur optimalen Lärmdämmung entschieden. "Ich rutschte darauf aus und geriet erst dadurch mit dem Vorderrad in die Rille", so der Sportradler.

Der Winkel entscheidet

Den Stadtverantwortlichen ist das Problem bewusst. Im Hochsommer kam es zu mehreren Stürzen pro Woche. Es gibt auch Anfragen verunsicherter Radfahrer. Deshalb beschloss der Verkehrsausschuss in seiner jüngsten Sitzung, die Radfahrer über die Gefahr zu informieren und vor allem Verhaltenstipps zu geben.

"Wir werden die lokalen TV-Sender beauftragen, einen Lehrfilm zu produzieren", sagt SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder. Das Drehbuch liefert der grüne Gemeinderat Otto Kienesberger – selbst ein passionierter Radfahrer. "Die wichtigste Regel für Radfahrer lautet: Nicht in einem zu spitzen Winkel über die Schienen fahren!", so Kienesberger. Auch dürfe man sich nicht von nachfahrenden Autos nervös machen lassen. "Es ist auch eine Frage der Routine", so der Grüne. "Die Gmundner Radfahrer werden sich an die Schienen gewöhnen."

Laut VP-Fraktionsobmann Siegfried John werde für Radfahrer die Situation im Stadtzentrum nach Fertigstellung der Durchbindung besser sein als in der Traunsteinstraße. "Auf der Traunbrücke wird es einen zweispurigen Radweg geben und im Zentrum eine Begegnungszone. Dort fühlen sich Radfahrer dann auch in der Fahrbahnmitte wohl."


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dr. bahnsinn

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Mittwoch, 24. August 2016, 10:41

So wird die neue Traunbrücke aussehen

24. August 2016 - 04:59 Uhr - Edmund Brandner

GMUNDEN. Das Sieben-Millionen-Euro-Bauwerk ist Kernstück des Gmundner Jahrhundertprojekts.


In wenigen Wochen beginnen in Gmunden die Bauarbeiten für die seeseitige Brückenhälfte.
Sie wird im nächsten Sommer befahrbar sein. Bild: Stadtgemeinde Gmunden

Ab Oktober entsteht die neue Gmundner Traunbrücke. Bis Juni 2018 steht Autofahrern dann nur eine Fahrspur zur Verfügung – und zwar stadtauswärts.

1. Welche Baumaßnahmen werden in diesem Jahr noch stattfinden?

Bis Februar werden die Pfeiler der seeseitigen Brückenhälfte errichtet. Darauf entsteht bis Juli die erste neue Fahrbahn. Im Spätsommer 2017 beginnen die Arbeiten an der nördlichen Brückenhälfte nach gleichem Muster: Im Winter, bei geringer Hochwassergefahr, entsteht das Fundament, im Sommerhalbjahr der Rest.

2. Wäre ein Abriss der ganzen Brücke und ihr Neubau in einem Stück nicht schneller?

Der Zeitvorteil wäre nicht groß, weil die Errichtung einfacher ist, wenn Baufahrzeuge eine Fahrbahn benutzen können. Außerdem müsste dann eine Pontonbrücke errichtet werden, um die Stadtdurchfahrt zu ermöglichen.

3. Wie wird sich die neue Brücke im Vergleich zur alten unterscheiden?

Von oben betrachtet wird sie geschwungen sein. Sie wird aber auch deutlich breiter. Fußgängern und Radfahrern wird künftig mehr Platz eingeräumt. Auf der Seeseite entsteht ein zweispuriger Radweg in beide Richtungen, damit sich Radfahrer künftig das lästige Queren der Straße auf der Höhe der Brückenköpfe ersparen.

4. Wird durch die neuen Brückenpfeiler die Hochwassergefahr am See geringer?

Nein, der Durchsflussquerschnitt und damit die Durchflussmenge bleiben gleich. Die Behörden wollen die derzeitige Situation am Traunsee nicht verändern, die Hochwassergefahr aber am Oberlauf der Traun durch Baumaßnahmen verringern.

5. Wie kann Gmunden die Brücke bauen, wenn noch Einsprüche dagegen laufen?

Es gibt drei Einsprüche gegen die eisenbahnrechtliche Baubewilligung der Stadt-Regio-Tram und einen Einspruch gegen die straßenrechtliche Baubewilligung der neuen Brücke. Da es sich bei der Brücke vorrangig um ein Straßenprojekt handelt, hat das offene eisenbahnrechtliche Verfahren keinen Einfluss. Der straßenrechtliche Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung und wird nach Ansicht aller Experten auch nicht erfolgreich sein.

6. Warum warten die Verantwortlichen nicht auf das Ende des Rechtsstreits?

Die Arbeiten am Fundament müssen im Winterhalbjahr erfolgen. Die Gesamtbauzeit der Stadt-Regio-Tram würde sich also mindestens um ein Jahr verzögern.


Quelle: OÖN