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dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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1

Freitag, 14. August 2015, 11:07

Steyrtalbahn-Jubiläum: Bergsteigerzug ab Steyr Lokalbahn um 02:59 Uhr

"Bergsteigerzug" dampft am Sonntag um 2.59 Uhr ab

13. August 2015 - 00:04 Uhr - Hannes Fehringer

STEYR. Für Frühaufsteher fährt auf der Steyrtalbahn am Wochenende ein Nachtzug zum Jubiläum.
"Bergsteigerzug" dampft am Sonntag um 2.59 Uhr vom Lokalbahnhof ab


Nein, es wird nicht die halbe Stadt mit Pfeifsignalen aus dem Schlaf gerissen. "Wir werden an den Bahnübergängen Verkehrslotsen mit Lampen und Flaggen aufstellen", sagt Harald Süß, Pressesprecher des Eisenbahnhistorikervereines ÖGEG, der die Steyrtalbahn betreibt. Das "Schnauferl" dampft am Sonntag zu ungewohnt nachtschlafender Zeit um 2.59 Uhr los. Das aber ist eine besondere Reminiszenz zum 30-jährigen Jubiläum als Museumsbahn. "In den Sechzigerjahren gab es im Fahrplan der ÖBB diesen Frühzug", erklärt Süß. Damals pfauchte das Dampfross noch von Garsten los, fuhr eine Schleife zum Steyrer Lokalbahnhof und ratterte dann bis zur Endstation in Klaus an der Pyhrnbahn. Von dort brachen dann Wanderer zu den Gipfeln des Hochgebirges auf, weshalb der Frühzug im Volksmund auch "der Bergsteigerzug" hieß.

Derzeit hat die ÖGEG erst von einer Handvoll Bergfexen Voranmeldungen bekommen, die am Sonntag so früh aus den Betten und die Wanderschuhe schnüren wollen. "Erfahrungsgemäß steigen aber dann immer Leute in den Zug", sagt Süß, der weiß, dass die frühe Abfahrt für die Fahrgäste eine Herausforderung ist. Der Hüttenwirt auf der Grünburgerhütte, Peter Raunig, wird angerufen, wie viele Wanderer zu ihm hinauf gehen. "Er hat an diesem Morgen die Bratpfanne zeitig bereit", sagt Süß.

Die Eisenbahnhistoriker der ÖGEG haben die Abfahrtszeit um 2.59 Uhr einem Fahrplan der Steyrtalbahn aus dem Jahr 1965 entnommen. "Nur bei den Ankunftszeiten mussten wir davon abweichen", erklärt Süß. Das Schnauferl braucht heutzutage um eine Viertelstunde länger als damals. Der Grund ist, dass die Lokomotiven bei den Nostalgiefahrten mehr Waggons ziehen. Außerdem erlaubt die Strecke nur noch die Fahrtgeschwindigkeit eines Bummelzuges. "Das aber schätzen ja unsere Fahrgäste, die der Hektik entfliehen wollen", sagt Süß. Bei der Rückfahrt brauchen die Passagiere nicht zu hetzen. Der letzte Zug von Grünburg nach Steyr geht um 18.44 Uhr.


Quelle: OÖN

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Direktor

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2

Freitag, 14. August 2015, 12:17

Schade, dass ich davon nicht früher erfahren habe (die Arbeit ruft :S ). Dampf in der Nacht ist einfach ein hervorragendes Motiv.

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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3

Montag, 17. August 2015, 18:20

Im Frühtau zu Berge mit Planabfahrt 2.59 Uhr

17. August 2015 - 00:36 Uhr - Hannes Fehringer

STEYR. Wie vor 50 Jahren dampfte der "Bergsteigerzug" auf der Steyrtalbahn. 26 Fahrgäste stiegen mitten in der Nacht zu.*)


Abfahrt vom Steyrer Lokalbahnhof um 2.59 Uhr: Insgesamt stiegen 26 Fahrgäste in den Frühzug. Bild: Josef Moser

Die Mütze Schlaf war klein, schon eine halbe Stunde nach Mitternacht rasselte bei Walter und Michael Hochrainer aus Wels der Wecker. Vater und Sohn packten die Rucksäcke um und stiegen in der Dunkelheit ins Auto. Auf dem Steyrer Lokalbahnhof waren die Lichter schon an und die Lokomotive "Sierning" schnaubte Dampfschwaden in den Nachthimmel. Maschinist Wolfgang Hausleitner und seine Heizer hatten zwei Stunden früher als sonst Kohle geschaufelt und den Kessel befeuert.

Im 30. Jahr als Betreiber der Steyrtalbahn als nunmehriges Museum hat sich die Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) etwas Besonders einfallen lassen. "Wir haben den Bergsteigerzug wieder aufleben lassen, der 1965 im Sommer jeden Sonntag in aller Herrgottsfrühe losfuhr, um die Wanderer in die Berge zu bringen", erzählt Harald Süß, der die rote Kappe des Fahrdienstleiters trägt und nebenher auch die Pressearbeit für die ÖGEG macht.

Bei der Herrgottsfrüh verweigerte gestern die Bahnhofsuhr auf dem Lokalbahnhof in Steyr die Echtzeit und ließ ihre Zeiger stur auf zehn nach zwölf stehen. Letztendlich stiegen 22 Unentwegte ein, für die Morgenstund Gold im Mund hatte, während Eisenbahnfotografen mit ihren Kamerastativen und Baustellenscheinwerfer den Bahnsteig in Beschlag nahmen. Der Zug dampfte fast etwas verstohlen ab, kein schriller Ton und kein lautes Zischen kam der Lokomotive aus. "Wir haben die Bahnübergänge mit Personal mit Warnleuchten abgesichert, damit wir die Bevölkerung nicht mit Pfiffen aus dem Schlaf reißen", sagte Süß.

Sarah Pallauf aus Garsten schaukelte mit ihrem Vater Reinhard Pallauf in dem Waggon, den es über die Weichen rüttelte. Die einzigartige Gelegenheit des gestrigen Sonntags, mit dem Frühzug wie einst die Großeltern in die Berge zu fahren, wollten sich die beiden nicht entgehen lassen: "Zu diesem Zeitpunkt aufzustehen und loszugehen ist doch etwas Besonderes und die Mühe wert", sagte der Lehrer.

Der Blick aus dem Fenster verlor sich in einer stockfinsteren Nacht. In Aschach/Steyr, auf halber Strecke, waren die 26 Passagiere, die sich zur Nachtfahrt überwinden konnten, komplett: Die Brüder Bernhard und Christian Nietrost stiegen mit ihren Ehefrauen Eva und Sandra zu, nachdem sie als harter Kern von zehn Interessierten übrigblieben, die sich über E-Mail zur zeitigen Zugfahrt und Wanderung zur Grünburger Hütte verabredeten. "Mit der Ausfallsquote muss man bei so etwas rechnen", schmunzelte Bernhard Nietrost, Professor an der HTL in Steyr.

Die einstündige Bummelzugfahrt zum Endbahnhof in Grünburg verflog in Windeseile, die Müdigkeit auch. Anekdoten vom "Schnauferl", der Schmalspurbahn, machten die Reise kurzweilig. Ein Fahrgast erzählte, wie die Polizei einst in Grünburg den Schiedsrichter, der mit der Bahn zum Match angereist war, zum Bahnhof eskortieren musste. "Die erbosten Fans waren auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen", wusste ein Mitreisender, "sie fassten den Referee eben dann beim nächsten Halt in Waldneukirchen aus dem Zug".

Die Geschichte unterhielt die Wanderer beim zweieinhalbstündigen Aufstieg zur Grünburger Hütte. Auch die Wirtsleute Peter und Anja Raunig hatten nicht viel geschlafen: Um halb sieben stand für die eintreffenden Wanderer das Frühstück bereits auf dem Tisch.


*) Wahrscheinlich mehr als zu der Zeit, als der Zug noch planmäßig fuhr. :D

Quelle: OÖN

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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4

Montag, 17. August 2015, 18:25

Schade, dass ich davon nicht früher erfahren habe (die Arbeit ruft :S ). Dampf in der Nacht ist einfach ein hervorragendes Motiv.

Dafür gibt es hier einen kurzen Film von der Fahrt: http://www.nachrichten.at/oberoesterreic…::sts11308,6536

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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5

Mittwoch, 19. August 2015, 00:13

Erwin Tisch war dabei und lässt uns am Steyrtalbahn-Jubiläum mit seinen Fotos teilhaben:

Zuerst in Grünburg mit 298.102, Bj. 1888, älteste 760 mm-Dampflok Österreichs:


Ex-Rumänische Waldbahn-Lok 764.007 "Draculin", Bj. 1953:


498.04, Bj. 1929 auf der Drehscheibe:


Steyr Lokalbahnhof. An der Lok "Klaus", Bj. 1914, wird gearbeitet:


Lok "Klaus" mit der abfahrbereiten Garnitur in der Morgendämmerung:


Und bei der Ausfahrt aus dem Lokalbahnhof:




298.102 abfahrbereit am Lokalbahnhof:

Fotos: Erwin Tisch, aufgenommen am 16. 08. 2015.

Morgen geht's weiter mit Fotos von der Strecke.

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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6

Donnerstag, 20. August 2015, 23:38

Mit einem Tag Verspätung geht's weiter.

Lok Klaus in Aschach an der Steyr....


.....auf der Brücke über die Steyr bei der Hörlmühle in Waldneukirchen....


....und bei der Einfahrt in den ehemaligen Bahnhof Waldneukirchen:


Lok 498.04 in Letten:


Lok 298.102 in Neuzeug:


Lok 764 007 "Draculin" in Letten.....


......und in Christkindl-Unterhimmel:

Fotos: Erwin Tisch, aufgenommen am 16. 08. 2015

Weiter geht's am kommenden Wochenende.

Alois

Inspektor

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7

Freitag, 21. August 2015, 14:01

Wenn ich mir die - schönen - Bilder aus Steyr ansehe wundere ich mich ein wenig: laut den astronomischen Daten sollte am vergangene Sonntag die herkömmliche Dämmerung erst knapp vor halb Sechs Uhr früh eingesetzt haben, und nicht zur angegebenen Abfahrtszeit 2:59 Uhr (oder hat Erwin Tisch die Photos nachbehandelt?)

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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8

Freitag, 21. August 2015, 14:24

Wenn ich mir die - schönen - Bilder aus Steyr ansehe wundere ich mich ein wenig: laut den astronomischen Daten sollte am vergangene Sonntag die herkömmliche Dämmerung erst knapp vor halb Sechs Uhr früh eingesetzt haben, und nicht zur angegebenen Abfahrtszeit 2:59 Uhr (oder hat Erwin Tisch die Photos nachbehandelt?)

Wie mir Erwin Tisch telefonisch mitteilte, war er bei der Abfahrt des Bergsteigerzuges, der laut OÖN-Bericht mit der Lok "Sierning" bespannt war, nicht dabei, sondern bei den nachfolgenden Jubiläumsfahrten. Die ersten Bilder in Grünburg entstanden um ca. 04:30 Uhr.

Tisch Erwin

Oberlokführer

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9

Freitag, 21. August 2015, 20:15

Wenn ich mir die - schönen - Bilder aus Steyr ansehe wundere ich mich ein wenig: laut den astronomischen Daten sollte am vergangene Sonntag die herkömmliche Dämmerung erst knapp vor halb Sechs Uhr früh eingesetzt haben, und nicht zur angegebenen Abfahrtszeit 2:59 Uhr (oder hat Erwin Tisch die Photos nachbehandelt?)
Hallo Alois
Die Foto von der Ausfahrt in Steyr Lokalbahnhof ist nicht der Bergsteigerzug sondern der Zug GK 13 mit der Abfahrt 5.59 , da war es auch noch Dunkel .
Ein Foto war auch nur mit 3200 ASA und 1/100 sek möglich . Die Rückkunft des Bergsteigerzuges um 5.44 war noch kein brauchbares Foto wegen der Dunkelheit möglich .

Gruß Erwin

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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10

Freitag, 21. August 2015, 23:33

Weitere Streckenfotos:

498.04 in Unterhimmel....


.....in Letten.....


-----und in Sommerhubermühle:




764.007 in Pergern*)....




------in Letten.....


.....und bei der Einfahrt in den Bf. Sommerhubermühle:

Fotos: Erwin Tisch, aufgenommen am 18. 08. 2015.

*) Der in völliger Abgeschiedenheit am Ufer der Steyr gelegene Bahnhof Pergern war bis 1967 Abzweigebahnhof der Stichstrecke nach Sierning, welche wiederum Rest der 1933 eingestellten Strecke nach Bad Hall war. In Bad Hall bestand Anschluss an die 4 km lange normalspurige Stichstrecke Bad Hall - Rohr im Kremstal an der Pyhrnbahn.

Bahnfahrer

Unterassistent

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11

Samstag, 22. August 2015, 09:53

Welche heute einen brauchbaren (S)Bahnring Linz-Steyr(Garsten)-Bad Hall-Linz ergeben würde!

(S-Bahn Linz-Garsten, Regiotram Garsten-Rohr, S-Bahn Rohr-Linz)

grubenhunt

Inspektor

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12

Samstag, 22. August 2015, 10:17

Für einen Ring müsste aber die Strecke von Rohr über Kremsmünster Markt und Sattledt auch noch existieren.

Binki 3

Unterassistent

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13

Samstag, 22. August 2015, 15:59

Das war ein Super Bericht mit wunderschönen Bildern- Danke
MFG Binki3

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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14

Samstag, 22. August 2015, 17:23

Für einen Ring müsste aber die Strecke von Rohr über Kremsmünster Markt und Sattledt auch noch existieren.

Richtig. Aber vor 50 Jahren, im Jahr 1965, als die Wels - Rohrer-Bahn im Abschnitt Sattledt - Rohr aufgelassen wurde, träumte ganz Österreich (und der Großteil der westlichen Welt) von der Vollmotorisierung, die in Österreich nach den damaligen Prognosen im Jahr 1985 erreicht werden sollte. Da hatten Ideen bzw. Visionen, wie sie heute wieder aktuell sind, einfach keinen Platz.
Abgesehen davon scheitert die Wiederauferstehung von Bahnlinien im Umland des Städtedreiecks Linz - Steyr - Wels an dem dort herrschenden raumplanerischen Desaster in Form einer heillosen Zersiedelung. Ein Blick auf Google Earth spricht Bände.

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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15

Samstag, 22. August 2015, 17:32

Das war ein Super Bericht mit wunderschönen Bildern- Danke
MFG Binki3

Danke für das Lob. Aber dranbleiben, es folgt noch eine Reihe weiterer Fotos!

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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16

Samstag, 22. August 2015, 18:45

Festspiele der rumänischen ex-Waldbahnlok 464.007 "Draculin" in und um den Kreuzungsbahnhof Sommerhubermühle

Bei der Einfahrt in Sommerhubermühle:






Beim Verschub auf das Ausweichgleis:








498.04 mit einer respektablen Garnitur:


464.007 bei der Ausfahrt aus Sommerhubermühle:



Fotos: Erwin Tisch, aufgenommen am 16. 08. 2015

Am Abend folgt der letzte Teil!

dr. bahnsinn

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17

Samstag, 22. August 2015, 22:49

Steyrtalbahn-Jubiläumsfahrten - letzter Teil

464.007 auf der Steyrbrücke bei der Hörlmühle. Im Vordergrund die Einfahrweiche des ehemaligen Bahnhofes Waldneukirchen:


Im ehemaligen Bahnhof Waldneukirchen:




Verschublok D 105 (Baujahr um 1950) beim Bahnhofsverschub in Grünburg:


298.102, abgestellt in Grünburg:


464.007 nach getaner Arbeit in Grünburg:

Fotos: Erwin Tisch, aufgenommen am 16. 08. 2015