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dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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1

Freitag, 15. Januar 2016, 22:44

[KURIER] LH Pröll nimmt sich den Ausbau der FJB an die Brust

Der untenstehende KURIER-Bericht ist reichlich konfus. Obwohl der Titel einen ausführlichen Bericht über Ausbauplanungen für die FJB erwarten lassen, wird zunächst ausführlichst über die Straßenausbauplanungen in Tschechien bzw. Richtung Tschechien berichtet. Erst im letzten Drittel geht es um die FJB. Wichtigste Aussage ist hier die geplante Spange über Horn, allerdings garniert mit nebulosen Formulierungen, wie "Zusammenschluss mit der Kamptalbahn" und "Elektrifizierung der Strecke bis Budweis". Erstens gibt es die Verknüpfung FJB - Kamptalbahn in Sigmundsherberg schon und zweitens ist die Strecke České Velenice - Budweis schon elektrifiziert. Was die bessere Anbindung an den Provinzflughafen Budweis den Niederösterreichern bringen soll, erschließt sich mir auch nicht. Aber lest selbst:

Zweiter Frühling für die Franz-Josefs-Bahn

Die Aufwertung der Waldviertler Schienenstrecke geht weiter: Jetzt ist sie als Flughafen-Anbindung im Gespräch.

15.01.2016, 19:17 - Matthias Hofer

In wichtigen Entscheidungen hat Erwin Pröll noch nie auf die Unterstützung des Bundes gewartet. In Sachen Verkehr ist das nicht anders. Am Freitag paktierte der Landeshauptmann wesentliche Ausbauschritte direkt mit dem tschechischen Verkehrsminister. Die Eckpunkte: Die Verlängerung der Nordautobahn auf tschechischer Seite solle wesentlich schneller fertig sein. Und die Tschechen wollen auch Niederösterreichs Öffi-Bemühungen unterstützen.

Pröll drängte im Gespräch mit dem tschechischen Verkehrsminister Dan Tok auf eine klare Ansage, wann der nördliche Nachbar einen fertigen Anschluss an die Nordautobahn habe. "Uns ist bewusst, dass Tschechien in dieser Frage vor einer großen umweltpolitischen Herausforderung steht", so Pröll im Hinblick auf die Überbauung der Seenplatte in der Region Mikulov. Tok habe ihm dennoch versichert, dass der hochrangige Anschluss der Nordautobahn an die Verbindung Prag-Brünn deutlich schneller fertig sein soll, als im EU-Verkehrsplan vorgesehen – dort ist der Projektabschluss mit 2030 fixiert. Auf österreichischer Seite werde die Nordautobahn im Jahr 2018 bis an die Staatsgrenze führen.

Tok betonte, dass die Umfahrung Mikulov höchste Priorität in der tschechischen Verkehrspolitik genieße. "Österreich und Niederösterreich zählen schließlich zu unseren wichtigsten Wirtschaftspartnern", so Tok. "Umso wichtiger ist für uns eine hochrangige Straßenverbindung."

Niederösterreichs Engagement könnte sich auch im öffentlichen Verkehr bezahlt machen. "Wir wollen mit unserem Ausbau der Franz-Josefs-Bahn die Fahrzeit von Gmünd nach Wien auf unter zwei Stunden senken", sagt Pröll. Daher bestünde auch großes Interesse, die Bahnverbindung auf tschechischer Seite weiterzuführen. "Auch deshalb, weil der Flughafen in Budweis in Zukunft große Bedeutung bekommen wird."

Spange Horn

In NÖ werde im Zuge des Ausbaus auch Horn mittels Schienenspange an die Franz-Josefs-Bahn angebunden. "Das ermöglicht uns einen Zusammenschluss mit der Kamptalbahn", nennt Pröll zukünftige Pläne. Für Minister Tok ist der Schienenausbau "äußerst attraktiv". Er werde eine Studie zur Elektrifizierung der Bahnverbindung Richtung Budweis vorantreiben. Möglicherweise könnte der Ausbau bereits 2018 starten. NÖ würde dann mit Budweis über einen Anschluss zu einem weiteren internationalen Flughafen verfügen.


Quelle: KURIER

grubenhunt

Inspektor

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2

Samstag, 16. Januar 2016, 00:00

das mit der Spange Horn kann ich nur so verstehen, dass die Kamptalbahn eine neue Anbindung bekommt, sodass Richting Wien nicht mehr die Fahrtrichtung gewechselt werden muss.

Budweis: was Frankfurt für Deutschland ist eben Budweis für das Waldviertel, das Tor zur Welt :D

5047.090

Oberlokführer

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3

Sonntag, 17. Januar 2016, 18:48

Möglicherweise könnte der Ausbau bereits 2018 starten.


Und während man bei der Bahn über einen - erfahrungsgemäß ohnedies - vagen Ausbau wie üblich mit dem Konjunktiv werkt, weiß man bei der Straße natürlich sofort von der Fertigstellung zu berichten.
Wie lange wappelt man schon von einer Attraktivierung der FJB?
Wann wird nochmal der SBT fertig?
Ab wann ist die Pottendorfer 2gleisig?
Bis wann wird die Marchegger Ostbahn ausgebaut sein?

Puh...

Alois

Inspektor

Registrierungsdatum: 5. August 2008

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4

Montag, 18. Januar 2016, 13:37

Wie lange wappelt man schon von einer Attraktivierung der FJB?

... und wie soll diese Attraktivierung aussehen? (Noch) schnellere Züge? Ha, ha! -8) -8) Neben dem unten Geschriebenem kommt ja noch dazu, dass sich jeder Bürgermeister eines an der Bahn liegenden Nests massiv aufregt, wenn man einen Halt aus Beschleunigungsgründen auflassen will. Hier regiert das ÖVP-nahe Florianiprinzip in Reinkultur, siehe u.a. den Aufstand der Hirschbacher Bevölkerung in vergangenen Jahren, als überlegt wurde, den kaum genutzten Halt in der Hu Hirschbach einfach aufzulassen - andererseits jammern dann alle, wenn sie für die Pendlerfahrt nach Wien ein paar Minuten länger brauchen.

Beim quasi-Neubau im Zuge der Elektrifizierung 1992-1995 wurden die Bahnhöfe ja derart in der Gleislage verändert, dass aufgrund der niveaufreien Übergänge zu den Inselbahnsteigen eine Vmax von 40 km/h notwendig wurde, aber auch die bahnsteiglosen Überholgleise suboptimal eingebunden, dass an die Bahnhöfe die anschließenden Streckenhöchstgeschwindigkeiten sehr stark beim Durchfahren zu reduzieren sind. Den urspünglichen Intentionen nach sollten die schnellsten Züge nach Elektrifizierung der oberen FJB eine kürzeste Fahrzeit von 75 Minuten für Heiligenstadt-Gmünd einhalten, so wurde uns das seinerzeit durch die Planer vorgetragen. Die Einsprüche v.a. der schwarzen Bürgermeister ließen das gleich im Ansatz den Bach runter gehen.

Ferngucker

Unterassistent

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5

Freitag, 22. Januar 2016, 08:40

@Alois: Sämtliche Antworten auf deine Frage(n) gibt's auf HP - hier z.B. Spange Horn:
http://www.pro-fjb.at/fjb-2025/schienens…horn/index.html

Willige können sich als Unterstützer eintragen oder auf FB "liken":
http://www.pro-fjb.at/die-unterstuetzer.php

https://facebook.com/profjb.at/?ref=bookmarks

KFNB X

Direktor

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6

Freitag, 22. Januar 2016, 15:03

Zitat

Um die Steigung zwischen Eggenburg und Göpfritz zu bewältigen wurde deshalb damals auch die längere Streckenvariante über Sigmundsherberg umgesetzt. Zudem war die Leistung der damaligen Lokomotiven in Bezug auf bewältigbare Steigungen nicht mit heutigen vergleichbar.

Naja, gut 250 Höhenmeter in ca. 20 km Luftlinie (Horn - Göpfritz). Macht eine Steigung von unter 13 %o, das wäre damals auch schaffbar. Es gab wohl andere Gründe...
Bei der dortigen Topografie wohl nur mit vielen Kunstbauten möglich und bei der heutigen UVP-Lage gar nur mit Tunnel...

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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7

Samstag, 23. Januar 2016, 18:06

Das Ganze noch einmal, diesmal geschildert aus der Sicht der NÖN:

Franz-Josefs-Bahn: Land prüft "Horn-Spange"

22.01.2016, 15:27

Studie zur Anbindung der Bezirksstadt soll bis Sommer erste Ergebnisse bringen. Tschechien prüft Elektrifizierung bis Veselí. Baubeginn könnte 2017 sein.*)

Die Franz-Josefs-Bahn stand im Mittelpunkt des ersten Arbeitstreffens zwischen Landeshauptmann Erwin Pröll und dem tschechischen Verkehrsminister Jan Tok in St. Pölten. Sowohl Pröll als auch Tok unterstrichen dabei die Bedeutung der Franz-Josefs-Bahn als Zukunftsachse.

„Unser Hauptziel ist es, das Pendeln aus dem Waldviertel in Richtung Wien zu beschleunigen“, so Pröll. Er legte sich erneut fest, dass es das Ziel sei, die Strecke zwischen Gmünd und Wien mit dem Zug in unter zwei Stunden zu bewältigen. Möglich sein werde das nur, wenn bauliche Maßnahmen gesetzt werden. Die Grundlagen dafür werden im Rahmen einer Studie erarbeitet (die NÖN berichtete), die im Sommer fertig sein wird.

Drei wesentliche Maßnahmen sind es, die das Land derzeit prüft: Bestandsverbesserungen der Bahntrasse zwischen Horn und Gmünd sowie im Bereich Maissau und zudem die Errichtung einer Direktspange, die Horn an die Achse anbindet. „Das würde auch einen weiteren Anschluss der Franz-Josefs-Bahn an die Kamptalbahn ermöglichen“, führt Pröll aus.

Neuer Anlauf für Elektrifizierung der Strecke

Aber auch auf tschechischer Seite tut sich erstmals seit Jahren etwas. Tschechiens Verkehrsminister versicherte, dass er die Bemühungen um die Elektrifizierung der Strecke zwischen České Velenice und Veselí nad Lužnicí – die Tschechien 2012 zur Nebenbahn zurückgestuft hat – intensivieren werde. „Die Franz-Josefs-Bahn ist die älteste und kürzeste Zugverbindung zwischen Wien und Prag und könnte eine schnelle Alternative zur derzeitigen Hauptverbindung werden“, so Tok.

Noch vor dem Sommer wird er eine Studie in Auftrag geben. Die Ergebnisse sollen im nächsten Frühjahr vorliegen, danach könnte bereits mit den Arbeiten begonnen werden. Tok verspricht auf NÖN-Nachfrage, dass es Tschechien diesmal ernst meine: „Ich weiß, es gab schon viele Studien. Wir haben aber den Bahnhof in Veselí elektrifiziert, also kann der nächste Schritt nur die Elektrifizierung der Strecke sein.“**) Derzeit wird die Strecke zwischen Veselí und Benešov zweigleisig ausgebaut – sie kann künftig mit 160 km/h befahren werden.

Ist das Teilstück zwischen České Velenice und Veselí elektrifiziert, wären die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass irgendwann wieder Direktzüge zwischen Wien und Prag auf der Franz-Josefs-Bahn verkehren.
Von Daniel Lohninger


*) Diese Aussage kann sich nur auf die Elektrifizierung České Velenice - Veselí nad Lužnicí beziehen.
**) Diese Aussage stimmt so nicht. Der Bahnhof Veselí wurde im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Strecke České Budějovice–Veselí nad Lužnicí–Jihlava elektrifiziert.

Quelle: NÖN

grubenhunt

Inspektor

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8

Samstag, 23. Januar 2016, 22:31

Tok verspricht auf NÖN-Nachfrage, dass es Tschechien diesmal ernst meine:


Und meinen es die Nö jetzt ernst? oder elektrifiziert Tschchien bis zur grenze und dann übernimmt das Land NÖ die FJ-Bahn udn stellt sie ein. Entsprechenden Präzedenzfall gibt es ja.

Ferngucker

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dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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10

Mittwoch, 10. Februar 2016, 11:25

Zitat

Franz-Josefs-Bahn: Land prüft "Horn-Spange"

Wer nach dieser Titelzeile geglaubt hat, das Land NÖ würde sich ensthaft mit einer merkbaren Verbesserung der Verhältnisse auf der FJB auseinandersetzen, wird eines Besseren belehrt: Es geht lediglich um eine Schmalspurvariante zur besseren Erreichbarkeit der Bezirksstadt Horn. Nachzulesen hier:

Neuer Wirbel um FJB: „Stichbahn in eine Sackgasse“

10.02.2016, 06:03

Hatte Initiative Pro-FJB Studie zu „Horner Spange“ als Vorstoß für Trassenbau über Horn gefeiert, so kristallisiert sich diese nun als Schmalspur-Variante heraus.

Groß war die Euphorie des Bahnaktivisten Gerald Hohenbichler nach dem Treffen zwischen Landeshauptmann Erwin Pröll und dem tschechischen Verkehrsminister Jan Tok auch zur Franz-Josefs-Bahn (NÖN 04/2016). Jetzt ist diese beim Sprecher der Initiative „Pro FJB“ mit mehr als 2.000 Unterstützern – darunter eine Vielzahl an Abgeordneten und Bürgermeistern von SPÖ und ÖVP bis zu Grünen und Team Stronach – einer kräftigen Portion Skepsis gewichen.

„Ein Gedankengut aus Kaisers Zeiten…“

Konkret plagen den Gmünder Bedenken, ob hinter Prölls Aussage zur Studie für die Prüfung einer „Horner Spange“ gar nicht der von Pro-FJB geforderte Trassenbau von Göpfritz über Horn nach Eggenburg steht, der eine Fahrzeit-Verkürzung für die Strecke Gmünd-Wien um 15 Minuten in Aussicht stellt.

Hohenbichler irritiert, dass Pröll nur mehr vom Ziel sprach, Gmünd in weniger als zwei Bahnstunden an Wien anzubinden: Der „Smetana“ hatte die Strecke ohne Ausbau schon vor 21 (!) Jahren in 1:52 Stunden gepackt. Zudem hatten Landesverkehrs-Planer Friedrich Zibuschka und Landeshauptmann noch voriges Jahr öffentlich 90 Minuten anvisiert. Aussagen des Horners Rudolf Schwarz zur Onlinezeitung „Pfleger“ stärken die Skepsis. Schwarz, einst „Straßenbau-Hofrat“ im Land NÖ und nun im Ruhestand Berater der Firma „Juhasz & Markgraf“, die an der Studie für Land und ÖBB mitwirkt, preist da als „Horner Spange“ nur die drei Kilometer kurze Direktanbindung Horns via Kamptalbahn an die FJB.

Man müsse sich zumindest „die Rosinen rauspicken auf einer Strecke, die ein ungeliebtes Kind der ÖBB ist“, sagt er zur NÖN: Die Spange würde Horn günstig an die FJB anschließen, die Kamptalbahn aufwerten und – anders als die Direktanbindung Göpfritz-Horn-Eggenburg – keine Bahnhöfe nördlich Horns opfern. Derzeit werde das Fahrgastpotenzial dazu erhoben.

Richtige Neubautrasse „kaum realisierbar“

Über „Ansichten eines Hofrates mit dem Gedankengut aus Kaisers Zeiten“, poltert Hohenbichler: „Das ist kein Zukunftsmodell! Wir wollen einen hochwertigen internationalen Ausbau und keine Stichbahn in eine Sackgasse.“ Das Waldviertel müsse durch effizienten Ausbau von Straße, Schiene und Breitband als Wohn-, Arbeits- und Lebensraum attraktiviert werden.

Schwarz: Er sei sowieso nur Mitplaner, kein Entscheider. „Die Studie soll Möglichkeiten zur Verkürzung der Fahrzeit zwischen Wien und Gmünd und deren Kosten-Nutzen-Verhältnisse aufzeigen“, klärt Werner Pracherstorfer, seit Dezember statt Zibuschka oberster Verkehrsplaner des Landes, auf.

In Sachen Fahrzeit legt er sich nicht fest: „90 Minuten liegen im Zielbereich von unter zwei Stunden, 1:50 Stunden genauso.“ Die „Horner Spange“ ist aber auch für ihn nur die Anbindung Horns an die FJB. Für Reisende zwischen Gmünd und Horn würde sie freilich nichts ändern. Aber: „Sie würde die Fahrzeit von Horn aus deutlich reduzieren und den Anschluss Horn optimieren.“

Ergebenisse der Studie abwarten

Wie realistisch ist der von Pro- FJB geforderte Bau der 33-km- Trasse Eggenburg-Horn-Göpfritz? Man müsse die Ergebnisse der Studie abwarten, beteuert Werner Pracherstorfer. Nur: Der Neubau sei „unter der Vielzahl an Varianten in der Studie eine sehr große Variante – die wegen der Kosten und des Abschneidens einzelner Orte kaum realisierbar zu sein scheint.“

Consulter Schwarz hält sie wegen der Kosten nahe der halben Milliarde Euro zumindest nicht vor dem Jahr 2030 für umsetzbar. „Die Spange Horn-FJB wäre ein kurzfristig umsetzbarer Kompromiss, der sich bis dahin zehnmal amortisiert hätte.“


Quelle: NÖN mit Kommentar

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11

Mittwoch, 10. Februar 2016, 12:10

Man müsse die Ergebnisse der Studie abwarten

Nein, muss man nicht.

Insbesondere dann nicht, wenn sie vom Land NÖ und noch dazu mit Unterstützung eines "Straßenbau-Hofrats" in Auftrag gegeben wurde. Selbst dann, wenn vielleicht doch ein Nutzen herauskommen würde, wird eher nochmals eine Studie beauftragt, wo letztendlich die Kosten als Grund für eine Nicht-Realisierung genannt werden, als daß wirklich etwas passieren würde.
Siehe Regiobahn sowie ab 2019, spätestens aber 2020 dann sämtliche nicht im Zielnetz 2025+ enthaltenen Bahnen in NÖ, die noch befahren werden.

dr. bahnsinn

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12

Mittwoch, 10. Februar 2016, 13:19

Zitat

Insbesondere dann nicht, wenn sie vom Land NÖ und noch dazu mit Unterstützung eines "Straßenbau-Hofrats" in Auftrag gegeben wurde.

Dazu braucht man gar keinen Straßenbau-Hofrat, denn Juhász & Markgraf sind auch Garanten dafür, dass aus vom Land NÖ beauftragten Verkehrsstudien nichts herauskommt, schließlich waren sie mit ihrer Studie auch für die Einstellung des Regelverkehrs auf der Wachaubahn verantwortlich. Beide waren vor ihrer freiberuflichen Tätigkeit bei der NÖVOG beschäftigt und sind seither als Haus- und Hof-Studienersteller für das Land NÖ tätig, weshalb beide intensiv mit dem NÖ-Stallgeruch behaftet sind, den sie nicht mehr loswerden können.

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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Donnerstag, 18. Februar 2016, 20:54

Hoffentlich macht die Neo-Abgeordnete ihrem Ärger über die FJB-Endlosdebatte nicht nur in der Zeitung Luft, sondern auch gegenüber ihren Parteikollegen in der Landesregierung und im Landtag:

Franz Josefs Bahn-Debatte: VP-Abgeordnete Göll: „Horn ist nicht das Waldviertel“

18.02.2016, 14:46

Ungewohnt scharf reagiert die frischgebackene Landtags-Abgeordnete des Bezirks Gmünd Margit Göll (ÖVP) auf den NÖN-Artikel über neuerliche Debatte zu Ausbauplänen für die Franz-Josefs-Bahn.

„Horn ist nicht das Waldviertel. Den Ausbau einer internationalen Strecke bei nicht einmal der Hälfte abzubrechen, kann nicht Sinn und Zweck einer sinnvollen Investition sein“, betont sie in einer Aussendung: „Wir brauchen dringend eine rasche Anbindung des Gmünder Bezirkes an das öffentliche Netz nach Wien.“

Keine Besserungen für Reisende zwischen Gmünd und Horn

Der NÖN-Beitrag in Woche 6 hatte davon gehandelt, dass die Vision vom Bau einer „Horner Spange“ von einer raschen neuen Direktverbindung der Bahnhöfe Göpfritz, Horn und Eggenburg auf einen kurzen Abstecher der Kamptalbahn nach Eggenburg zur Franz-Josefs-Bahntrasse reduziert wurde. Horner könnten dadurch künftig direkt aus der Stadt ohne Umsteigen nach Wien gelangen.

Für Reisende zwischen Gmünd und Horn bringe die Investition aber, wie auch der oberste Verkehrsplaner im Land NÖ Werner Pracherstorfer der NÖN bestätigte, keine direkten Verbesserungen. Die Langvariante mit einer Zeitersparnis von etwa 15 Minuten sei allerdings, so Pracherstorfer weiter, „kaum realisierbar“.

Zwei Schnellverbindungen unter 100 Minuten gefordert

Margit Göll fordert zumindest zwei Schnellverbindungen am Tag mit maximal drei bis vier Halten und einer Fahrzeit unter 100 Minuten von Gmünd nach Wien. Dazu will sie aber auch den Konsens zwischen den betroffenen Gemeinden herstellen.

Göll, selbst Bürgermeisterin in Moorbad Harbach: „Wir müssen als Gemeinden gemeinsam an einem Strang ziehen und gemeinsam für unsere Region einzustehen. Als oberstes Ziel ist zu sehen, dass unsere Familien in ihren Heimatgemeinden wohnen bleiben können und pendelnde Arbeitnehmende nicht aufgrund eines Aushungerns der Arbeitsplatzanbindungen gezwungen sind abzuwandern.“ Nur ein gemeinsames Vorgehen und der Blick auf die gesamte Region könne zielführend sein.


Quelle: NÖN

KFNB X

Direktor

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14

Montag, 22. Februar 2016, 11:07

100 Minuten klingt zwar gut, aber in Hinblick auf eine Waldviertel-Autobahn einfach "zu viel". Da braucht man für die Zukunft schon größere Visionen.

dr. bahnsinn

Verkehrsminister

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15

Mittwoch, 23. März 2016, 14:45

Franz-Josef-Bahn: Horns ÖVP will schneller nach Wien

23.03.2016, 11:34

Franz-Josef-Bahn „neu“ soll Fahrzeiten für Pendler wesentlich verkürzen und Wirtschaft neue Chancen eröffnen.

„Uns geht es um eine wesentliche Fahrzeitverkürzung für alle betroffenen Pendler aus der Region“, erklärt ÖVP-Klubobmann Stadtrat Gerhard Lentschig, warum sich seine Fraktion für eine direkte und schnelle Bahnverbindung mit der „neuen“ Franz- Josefs-Bahn von Horn nach Wien einsetzt.

In vielen Gesprächen mit betroffenen Pendlern aus der Region habe sich die dringende Notwendigkeit einer schnelleren und vor allem direkten Bahnverbindung von Horn in den Zentralraum Wien gezeigt.

Machbarkeitsstudie wird im Sommer vorliegen

„Ich brauche zwei Stunden von Horn nach Wien, habe am Abend keinen direkten Zug nach Hause und muss daher auch noch umsteigen, was mit entsprechenden Wartezeiten verbunden ist“, berichtet eine Horner Krankenschwester, die im AKH Wien arbeitet. Sie lebt gerne in Horn und will die Region keineswegs verlassen.

Um weiterhin die Lebensqualität ihrer Heimatstadt genießen zu können, nimmt sie diese Tortur „noch“ auf sich. Lentschig: „Allein dieses Beispiel zeigt die Wichtigkeit einer schnellen direkten Bahnverbindung von Horn nach Wien.“

Auch eine vom Land NÖ beauftragte derzeit laufende Untersuchung unterstreicht diese Notwendigkeit, wobei die Ergebnisse der Studie im Sommer dieses Jahres vorliegen werden. Die ÖVP Horn unterstützt daher alle Bemühungen in diese Richtung und setzt sich mit aller Kraft für die Realisierung der Direktanbindung von Horn an die Franz Josefs-Bahn ein.

„Weiters wollen wir“, so Lentschig, „dass durch die Direktanbindung das Umsteigen samt längeren Wartezeiten wegfällt. Für Horn und die Region wäre dies ein wesentlicher Fortschritt, um vor Abwanderung bewahrt zu bleiben. Für die Weiterentwicklung der Stadt Horn und der Region ist die direkte Bahnanbindung an Wien ein absolutes Muss!“

Damit würden sich der Bevölkerung und der Wirtschaft neue Chancen eröffnen. „Wohnen mit Lebensqualität hat für viele Horner Bürger nach wie vor Priorität. Ebenso würde es den Wirtschaftsstandort der Region wesentlich aufwerten.“

Von Redaktion


Quelle: NÖN

5047.090

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16

Mittwoch, 23. März 2016, 22:36

Wie aber die aktuelle Ausgabe der Eisenbahn Österreich schreibt, bringt diese Horner Spange aber kaum nennenswerte Verkürzungen mit sich - wenn, dann wohl im einstelligen Minutenbereich, bei jedoch unverhältnismäßigen Investitionskosten, da Trassierung ungünstig und Bhf Horn neuzubauen wäre.

KFNB X

Direktor

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Donnerstag, 24. März 2016, 13:32

Oft geht es weniger um ein paar Minuten, sondern um den Komfort nicht umsteigen zu müssen. Nur wäre es wieder ein für NÖ übliches sehr teures Projekt, welches punktuell (in dem Fall vllt. 10.000 EW in und um Horn) zwar große Wirkung hat, aber das generelle Problem nicht löst.

Ferngucker

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18

Dienstag, 29. März 2016, 15:17

Liebe Leute,
hierzu gibt es ganz klar definierte Fakten, Ziele und Argumente, die auf Basis der "Studie 1991" sehr wohl Raumordnu gspolitische Entwicklungspotenziale enthalten.

http://www.pro-fjb.at/fjb-2025/schienens…horn/index.html

Wenn jetzt nicht endlich was gesetzt wird, dann sind die Jungen in 20 Jahren abgewandert und die Alten - Ewiggestrigen - vielleicht nicht mehr am Leben. Somit verliert die Region danach die Basis für Investitionen. Es müssen nunmehr innovative Massnahmen mit Nachhaltigkeit für Generationen im Interesse von Region, Wirtschaft, Umwelt und Bevölkerung gesetzt werden.

Die Zeitung EB-Österreich ist ein von Manipulanten im gesteuertes Blatt. Vor 10 Monaten schenkte sie der PRO FJB eine ganze Seite mit "unrealistischen utopischen Phantasien". Drei Monate später schon etwas kürzer getreten auf halbe Seite über einen Phantasten- Verkehrsplaner NÖ.
UND jetzt - wo der NÖ LH ein machtkräftiges Wort in die Öffentlich aussprach, drückte man sich in den Rücken mit nur kleinem Kästchen auf der letzten Seite.

Es geht hier nicht um " nur wenige Minuten" - es geht eine Stunde Fahrzeitverkürzung GD-W, wobei durch "Allentsteiger Knie" die Strecke sich um 7.5 Km verkürzt und mit NBS Horn nochmals 15 Km. Mit weiteren Ausbaumaßnahmen der Bestandsstrecke Absdorf-Eggenburg und Schw.-GD lassen sich somit 60 Minuten einsparen. Und das über eine Landstrich von 130 Km für nicht einmal 1 Mrd. EUR. Das ÖIR bescheinigt raumwirksame Entwicklung für die Gesamtregion.

Weitere Details, insbesondere in Bezug zu Finanzierung:

https://facebook.com/profjb.at/photos/pc…473869712808424

KFNB X

Direktor

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19

Dienstag, 29. März 2016, 17:12

Die aktuell diskutierte "Spange Horn" ist aber nur der östliche Teil der Spange und bringt somit der FJB nichts.

Ferngucker

Unterassistent

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20

Dienstag, 29. März 2016, 19:33

Die aktuell diskutierte "Spange Horn" ist aber nur der östliche Teil der Spange und bringt somit der FJB nichts.


Ja, was du hier erwähnst ist auch ganz richtig.
Die "aktuelle Vision" in EB 03/2016 mit östlichem Anschluss der Kamptahlbabahn (KTB) ist nach vertraulichen Insider-Infos eine Variante, wonach die ÖBB willens ist, auch die KTB "abzustoßen", die sich die NÖVOG ähnlich der MZB in die Hand nehmen möchte. Solange diese Strecke noch in ÖBB-Hand ist, soll noch auf Kosten Bundes die FJB-Anschlusstrassierung in die Sackgasse HO gemacht werden.

Doch nun taucht in "aktualisierter" EB-Ausgabe 04/2016 eine neue Aversion auf, nämlich von Kl. Meiseldorf hinunter an den nordöstlichen Rand Horn's - und dann wieder zurück (sprich hinauf) in die Stammstrecke vor Hötzelsdorf einmündend (?) ! Das ist die unnötigste vom Unnötigen. Da ist es g'scheiter, alles beim Alten zu lassen. Nach Auslauf der Verkehrsdiensteverträge sollen dann ab Sighbg. regionale Busse die Gegend bedienen. Von Wien fahren auf W4-Mautobahn dann Schnellbusse vom Praterstern nach Gmünd mit Halten in Horn, Göpfritz, Schwarzenau, Vitis, Schrems.

Entweder Alles oder nichts, aber keine Alibi-Trassen für Kommunal-Querelen in den eigenen Fraktionen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ferngucker« (29. März 2016, 19:38)