Neues von der Ybbstalbahn

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  • Eine Privatbahn für HTL-Schüler, ist vermutlich auch einmalig. Ich gebe dem 1-2 Jahre.

    Ob das die Attraktivität des Fahrradweges steigert, wenn man sich in Zukunft quer durch die für Fahrradfahrer unattraktive Stadt quälen muss? Denn bis zum Hauptbahnhof kann man ihn ja auch nicht führen, weil es dann wieder am Stadtzentrum vorbei geht.

    Aktuell fährt man durch die verkehrsberuhigte Schmiedestraße. In Zukunft von Vogelsang über die Pöcksteinerallee und dann?
  • Bei aller Liebe zur ehem. Ybbstalbahn, dann soll man gleich Nägel mit Köpfen machen und alles einstellen!
    (übrigens sind die Schienen zwischen Hauptbahnhof und Viadukt ziemlich marod)
    Ein Radweg vom Hauptbahnhof über das Schwarzbachviadukt mit Blick und Aussichtsplatz über die Stadt und Buffet am Lokalbahnhof gibt das sicher mehr her!
    Die Busse sollen sich halt durch die engen Straßen und Kreisverkehre quälen - der Buchbergtunnel bringt da nichts!
  • Bahnfahrer schrieb:

    Bei aller Liebe zur ehem. Ybbstalbahn, dann soll man gleich Nägel mit Köpfen machen und alles einstellen!
    Das wird man eh machen, aber erst in ein paar Jahren, wenn das Wissen über die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in die Strecke aus dem Gedächtnis der Bevölkerung gelöscht ist. Zum jeetzigen Zeitpunkt wäre die Gesamteinstellung der Citybahn politisch noch nicht vertretbar.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Der vergangene Samstag war ein großer Tag für alle ehrenamtlichen Vereinsmitarbeiter des Ötscherland-Express. Immerhin gab es den 200.000sten Fahrgast auf der Ybbstalbahn-Bergstrecke zwischen Kienberg und Lunz am See. Geschäftsführer Karl Becker überreichte Paula Unger aus Teesdorf und ihrem Enkerl Dorian Gratzer, der schon mit drei Jahren ein echter Eisenbahnfan ist, zu diesem Jubiläum ein kleines Präsent. "Wir sind schon mehrmals mit dem Ötscherland-Express gefahren. Den Enkelkindern gefällt’s und wir genießen die wunderschöne Landschaft", sagt Unger.

    Seit 1990 betreibt der Verein NÖ Lokalbahnen die 26,8 Kilometer lange Ybbstalbahn-Berg strecke zwischen Kienberg und Lunz am See beziehungsweise Göstling, die mit einer Maximalsteigung von 31,6 Prozent die steilste Schmalspurbahn Österreichs ist und auch zwei imposante Trestlework-Stahlbrücken überquert. Rund 40 Betriebstage pro Saison (immer Samstag und Sonntag von Mitte Mai bis Ende September) gibt es. Zwischen 7.000 und 9.000 Fahrgäste zählt man pro Saison.

    "Auch heuer ist unsere Auslastung sehr gut, obwohl wir leider nicht mit der Dampflok fahren können. Denn zuerst war sie in Revision und jetzt können wir sie aufgrund der Waldbrandverordnung nicht in Betrieb nehmen", erklärt Karl Becker, einer der drei Ötscherland-Express-Geschäftsführer.


    noen.at/erlauftal/ybbstalbahn-…ess-ybbstalbahn-108148374


    Tja, und diese Waldbrandverordnung wird es auch nächstes - und übernächstes Jahr und immer wieder geben! Der Klimaerwärmung sei Dank! Und weil der Verein und der Becker das nicht rechtzeitig überzuckert haben, hätten sie sich die Revision ersparen können!

    Und eine Schmalspurbahn mit 31,6 Prozent Steigung ohne Zahnstange - Respekt!

    Wow! Und gleich drei(!) Ötscherland-Express-Geschäftsführer! Wie nobel!

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  • Erstellt am 15. August 2018, 04:00 von Lisa Hofbauer

    Citybahn Waidhofen: Kürzere Strecke für Bahn?

    Ende August bespricht Stadtchef mit Landesrat Schleritzko Möglichkeit, Strecke der Stadtbahn nur noch bis zur HTL zu führen. Dafür könnten in Gstadt Gewerbeflächen entstehen.

    Ob die Citybahn künftig nur noch zwischen Hauptbahnhof und HTL verkehren soll, wird Bürgermeister Werner Krammer Ende August mit Landesrat Ludwig Schleritzko diskutieren. | Hofbauer

    Schon seit Längerem ist man in der Stadt Waidhofen auf der Suche nach neuen Gewerbeflächen. Aus diesem Grund wurde von Bürgermeister Werner Krammer (WVP) die Idee vorgebracht, in Gstadt, gegenüber der Firma Bene, einen Wirtschaftspark zu errichten.
    Um diese Grundstücke realisieren zu können, wurde auch angedacht, die Strecke der Citybahn, die von der NÖVOG betrieben wird, zu verkürzen. Für den Stadtchef ist es denkbar, dass die Stadtbahn künftig nur noch bis zur HTL im Vogelsang verkehrt.
    „Wir müssen in Waidhofen dringend Betriebsgründe schaffen. Dass die Citybahn hauptsächlich von Schülern benutzt wird, ist bekannt. Daher würde eine Streckenverkürzung bis zur HTL Sinn machen. Der Schülerverkehr würde dadurch weiterhin gewährleistet werden“, sagt Krammer.
    Er könne sich auch vorstellen, das Areal beim Waidhofner Hauptbahnhof umzugestalten. „Hier nehmen die Gleisanlagen der Citybahn und die Remise insgesamt 12.000 Quadratmeter ein, die wir auch für Betriebsgründe nützen könnten“, sagt Krammer.
    „Wir müssen uns genau anschauen, wie man in Waidhofen öffentlichen Verkehr und Betriebe unter einen Hut bringen kann“, sagt der Stadtchef. Genauere Pläne sollen bei einer Besprechung mit Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) am 28. August besprochen werden.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Waidhofner Citybahn ohne Lokführer

    Hannes Fehringer - 17. August 2018 - 00:04 Uhr

    WAIDHOFEN. Für ein Betriebsgebiet will Bürgermeister Werner Krammer (VP) die Citybahn verkürzen. Das Reststück könnte sich mit Roboterfahrzeugen als Zubringer der "letzten Meile" eignen.

    Die Citybahn fährt über eine denkmalgeschützte Hochbrücke: Zukunftsvision ist "autonomes Fahren".


    Die Citybahn, das von der Landesverkehrsgesellschaft NÖVOG betriebene Relikt der Ybbstalbahn, gehört wie die unter Denkmalschutz stehenden Viadukte zum Stadtbild. Nur stadtauswärts, wenn sie längst auf freiem Feld zur Endstation in Gstadt verkehrt, hält Bürgermeister Werner Krammer (VP) die Schmalspurbahn für verzichtbar. Dort in der Einöde sei noch ein Betriebsansiedlungsgebiet möglich, das wohl letzte in dem engen Talkessel.
    "Für unsere wirtschaftliche Zukunft ist das ein zentrales Projekt", betont der Rathauschef. Krammer hat bereits am 28. August mit Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (VP) einen Gesprächstermin vereinbart, um die Möglichkeit auszuloten, die Trasse der Citybahn für das Gstadter Betriebsgebiet zur HTL zu verkürzen. "Wir wissen, dass der Schülerverkehr die Frequenz auf die Bahn bringt, weiter stadtauswärts tut sich nur wenig." Krammer kann sich in der Folge vorstellen, dass die Kurzstrecke der Citybahn eine optimale Trasse für "autonomes Fahren" egal ob auf Schiene oder einer Busfahrspur bieten würde.*) Damit könnte die "letzte Meile" von den Wohnsiedlungen zum Hauptbahnhof bewältigt werden. Von der NÖVOG heißt es, dass es bislang keine Vorgespräche mit der Stadt gegeben habe.
    Taxinetz für "letzte Meile" in der Region
    Christoph Etlinger ist Büroleiter des Bürgermeisters und nebenher auch Kopf eines neuen überregionalen Öffi-Systems, das die „letzte Meile“ vom Bahnhof oder Busterminal zur Haustüre des Fahrgastes überbrücken soll. Ab Frühjahr 2019 werden im Rahmen des Netzwerkes „Ist-mobil“ Bewohner in den Ybbstaler Gemeinden und von Maria Neustift, Gaflenz und Weyer in Oberösterreich einfach ein Taxi bestellen können, das sie von einem Haltepunkt nicht mehr als 200 Meter von ihrer Wohnung zum höherrangigen Öffi-Verkehr bringt.
    Grundsatzbeschlüsse in den Gemeinden, darunter auch fünf aus dem Bezirk Scheibbs, wurden bereits gefasst, damit der Fuhrlohn aus einem gemeinsamen Topf gestützt werden kann. Die teuerste Fahrt wird dann den Fahrgast nur fünf Euro kosten. Die Ruftaxis werden auch entlang von Buslinien fahren. „Wir wollen mit Ist-mobil bedarfsgerecht fahren“, sagt Etlinger, „das mag später auch manche Buslinie die Existenz kosten, wenn sie bisher nur Luft befördert.“ **)Erfahrungen haben gezeigt, dass gerade die „letzte Meile“ Konsumenten am Umstieg auf Öffis gehindert hat.

    OÖN

    *) Das würde auf der Strecke bis Gstadt genauso funktionieren.
    **) Vorankündigung der Umstellung einiger Mostviertel-Buslinien auf das Sammeltaxi-System.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Nur stadtauswärts, wenn sie längst auf freiem Feld zur Endstation in Gstadt verkehrt, hält Bürgermeister Werner Krammer (VP) die Schmalspurbahn für verzichtbar. Dort in der Einöde sei noch ein Betriebsansiedlungsgebiet möglich, das wohl letzte in dem engen Talkessel.
    Sollen gefälligst die dummen Schüler mit der Bahn fahren, wir coole arbeitende Leute haben ja unsere Ego-Blechschüssel. :thumbdown:


    PS: Der Acker zwischen Tankstelle und Schwellöd ist doch größer und kollidiert nicht mit der Bahn. Bitte eine neue Ausrede suchen.
  • Na, da lacht das Herz des Radlers! :D :D

    Rad statt Bahn – das Herzstück des neuen Ybbstal-Radwanderwegs

    Niederösterreich. Das neue Herzstück des insgesamt 107 Kilometer langen Ybbstal-Radwegs im Praxistest

    Radwege auf ehemaligen Bahnstrecken sind "in". Die Thayarunde rund um Waidhofen/Thaya, großteils auf den Trassen längst stillgelegter Waldviertler Lokalbahnen angelegt, erfreut sich seit der Eröffnung im Vorjahr größter Beliebtheit (der Reise-KURIER berichtete). Der neue Radweg zwischen Kilb und Bischofstetten (Bezirk Melk), auf dem früher die Lokalbahn von Ober-Grafendorf nach Grestenfuhr, wird ebenfalls eifrig von Bikern genützt.
    Nun also der Ybbstal-Radweg. Im Gegensatz zu den anderen Projekten war die Anlage dieser Radroute von vornherein heftigem Widerstand ausgesetzt. Viele hatten um den Erhalt der 1898 eröffneten Schmalspurbahn gekämpft, doch die Anlage einer eigenen Radtrasse neben der Bahn wäre einfach zu teuer gekommen. Nachdem durch den Abriss der Gleisanlagen im Jahr 2014 Fakten geschaffen worden waren, stand der Realisierung des Vorhabens nichts mehr im Weg.

    Die Highlights der Strecke

    Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Von Waidhofen/Ybbs bis Lunz, also auf einer Strecke von etwa 50 Kilometern, können auch weniger ambitionierte Radler gemütlich und autofrei auf der nunmehr asphaltierten Trasse der ehemaligen Ybbstalbahnradeln– und das ohne nennenswerte Steigungen (der Höhenunterschied zwischen Start- und Zielort beträgt gerade einmal 200 Höhenmeter).

    Der KURIER machte die Probe aufs Exempel und stellt die Highlights der Strecke vor. Bester Start für die Tagestour ist der Bahnhof von Gstadt, fünf Kilometer südlich von Waidhofen/Ybbs. Bis hierher verkehrt (noch) die sogenannte Citybahn Waidhofen. Von nun an geht’s Richtung Norden entlang der grün schimmernden Ybbs. Ein kleines Picknick inklusive Bad an einem der Fluss-Rastplätze ist eine feine Sache. Nach zehn Kilometern führt die Strecke durch den 87 Meter langen Tunnel bei Opponitz. Der ist mittlerweile hell beleuchtet und vom Ruß de rDampfloks befreit, lässt aber echtes Eisenbahn-Feeling aufkommen.

    Für eine erste längere Pause bietet sich nach 20 Kilometern der Sommerfrischeort Hollenstein an der Ybbs an – einerseits wegen des entzückenden historischen Flussbades, andererseits wegen der deliziösen Mehlspeisen in der Konditorei Schwarzlmüller. Sehenswert ist auch der "Zeitreisewaggon": Der ausrangierte Waggon beherbergt ein Mini-Museum zur Geschichte der Ybbstalbahn.

    Ziel für Eisenbahnfans

    Die Historie ist auch nach weiteren 20 Kilometern in Kogelsbach erlebbar: Dort wurde die ehemalige Bahnstation in eine Labe- und Ladestation (erstere für die Radler, letztere für E-Bikes) umfunktioniert. Wenig später, in Göstling/Ybbs, schlägt nicht nur das Herz des Radlers, sondern auch das des wahren Eisenbahnfans höher: Von hier an bis zum Ziel in Lunz am See sind die Schienen noch durchgehend erhalten. Grund dafür ist, dass diese Trasse der ÖGLB (Österreichische Gesellschaft für Lokalbahnen) gehört – und die weigerte sich, wie uns ein ehrenamtlicher Mitarbeiter erzählt, die Trasse für den Radweg freizugeben. Von Zügen befahren wird die Strecke bis Lunz mangels Nachfrage derzeit nicht, Nostalgiegefühl vermitteln die verrosteten Schienen allemal.

    Für den Radler macht die nunmehrige Parallelführung des Radwegs zur Bahntrasse keinen Unterschied: Die verbleibenden zehn Kilometer können dank der prächtigen Landschaft und der geringen Steigung ebenso komfortabel wie die vorangegangenen 40 Kilometer zurückgelegt werden. Noch dazu, womit Lunz am See der eigentliche (wenn auch nur knapp 600 Meter hoch gelegene) "Höhepunkt" wartet: Die 1800-Seelen-Gemeinde ist dank des namensgebenden Sees samt Freibad der perfekte Ort, um an die kommode Radeltour noch ein, zwei Tage mit echtem Sommerfrische-Feeling anzuhängen.


    Kurier
  • und der entsprechende Streckenabschnitt gehört meines Wissens nach der NÖVOG!
    So ist es. Die gesamte Strecke gehört der NÖVOG. "Mangels Nachfrage" ist dann schon wieder weniger wahr, denn warum soll einer, der wegen der Spielzeugbahn anreist (sonst gibt es dort ja nichts), nicht gleich die ganze Strecke befahren wollen? Wahr ist vielmehr, dass der Verein keinerlei Personal hat. Wie soll man mit knapp 10 Mann den gesamten Verein, die Loks, die Wagen, die Gebäude und eine fast 30km lange Strecke "schupfen"? Das hat man ja nicht einmal auf der weitaus kürzeren Höllentalbahn geschafft, dort war der Betrieb für 15 Monate infolge Mängel behördlich untersagt!

    BTW: Den asphaltierten Radweg von Göstling nach Lunz gibt es übrigens schon seit ZIG Jahren NEBEN der Bahn und Straße (schon zu ÖBB-Zeiten). Hätte es den noch nicht gegeben, hätten wohl auch die Schienen in diesem flachen Abschnitt keinerlei Chance auf Verbleib gehabt. Da hat sich gar niemand "geweigert", schon gar nicht die ÖGLB - denen hat man die Strecke eher aufgedrängt. So hat man sich dafür sogar die Abtragungskosten erspart.

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  • Erstellt am 29. August 2018, 04:35 von Andreas Kössl
    Ybbstalbahn: Pläne für Bahnhof in Gstadt

    Verein Pro Ybbstalbahn gegen Verkürzung der Citybahn. Stadtbahn soll hingegen attraktiviert werden.

    Foto: Kössl


    Eine Verkürzung der Citybahnstrecke steht im Raum. Geht es nach Bürgermeister Werner Krammer, so soll die Waidhofner Stadtbahn künftig nur mehr zwischen dem Hauptbahnhof und der HTL verkehren. Am Dienstag (nach Redaktionsschluss) stand ein Gespräch zwischen dem Stadtchef und Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko in der Sache auf der Agenda. Die NÖN berichtete.
    Gegen eine Verkürzung der Citybahn spricht sich der Verein Pro Ybbstalbahn aus. „Wir halten das für keine gute Idee“, sagt Obmann Thomas Vielhaber. „Waidhofen sollte froh sein, eine Stadtbahn zu haben und diese attraktiver machen.“ Gelingen soll dies, so Vielhaber und sein Stellvertreter Christian Wachauer, indem der Bahnhof Gstadt zu einem regionalen Verkehrsknotenpunkt ausgebaut wird. „Derzeit haben wir die Situation, dass Bus und Bahn die Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und Gstadt parallel befahren“, führt Vielhaber aus. „Teilweise fahren sogar innerhalb von drei Minuten drei Busse gleichzeitig. Wir wollen die Busse aus der Stadt verbannen und diese Strecke nur mit dem Zug befahren.“
    Die Mostviertel-Busse ins Obere und Kleine Ybbstal sollen nach den Vorstellungen des Vereins Pro Ybbstalbahn in Gstadt enden. Am neuen Verkehrsknotenpunkt in Gstadt sollen die Fahrgäste auf die Citybahn umsteigen. „Viele Schüler aus der HTL und dem Gymnasium machen das bereits so, weil der Weg zur Schule von den Citybahnhaltestellen näher ist“, sagt Wachauer.
    Maßstabgetreues Modell von Bahnknotenpunkt
    Wie dieser neue Umsteigeknotenpunkt in Gstadt konkret aussehen könnte, darüber haben sich die Bahnfreunde bereits Gedanken gemacht. Sichtbar gemacht hat man diese in einem maßstabsgetreuen Modell, das Obmann Vielhaber in mühevoller Kleinarbeit gebaut hat. Demnach soll der jetzige Würstelstand als Gastrobetrieb in den Bahnhof Gstadt wandern. Auch ein öffentliches WC, Räume für die Busfahrer und eine Servicestelle für Radfahrer soll dort untergebracht werden.
    Der Stopp der Citybahn soll nach vor verlegt und überdacht werden. Gleich gegenüber der Züge sollen die Busse stehen bleiben, wodurch ein rasches Umsteigen ermöglicht werden soll. Auch Fahrkartenautomaten sollen hier angebracht werden. Am Bahnhofvorplatz soll eine Park&Ride-Anlage, samt E-Tankstellen und Radabstellplätzen errichtet werden.
    Auch der Ybbstalradweg soll auf dieser Seite der Ybbs am Bahnhof Gstadt vorbeigeführt werden. Zwischen den Bahngleisen und der Bundesstraße sei genug Platz, meint Vielhaber. Um die Engstelle in Kreilhof zu umgehen, könne der Radweg über den Senker-Steg auf die Zell und über die Weitmannbrücke wieder zurück auf die Waidhofner Seite geführt werden. Auch die Bahnbrücke in Gstadt solle als Bahn- oder Radbrücke in die Verkehrsführung eingebunden werden.
    „Das alles ist jetzt mal natürlich nur eine Vision“, hält Vielhaber fest. „Ich glaube aber schon, dass das machbar wäre.“ Dem angedachten Gewerbegebiet in Gstadt wäre die Bahntrasse nicht im Weg, meint der Bahnfreund. Vielmehr könne man mit der Citybahn die Arbeiter an ihre Arbeitsstätten anbinden. Die Haltestelle Kreilhof wiederum sei für die Anbindung des Zeller Wohngebiets zentral.
    Um zu beweisen, dass die Haltestellen Gstadt und Kreilhof keineswegs obsolet sind, haben die Pro-Ybbstalbahn-Köpfe eine Fahrgastzählung durchgeführt. Auf 32.304 Aus- und Einstiege an den beiden Haltestellen kommt man hochgerechnet pro Jahr. Die NÖVOG gibt auf Nachfrage der NÖN an, dass in den vergangenen zwölf Monaten bei den beiden Stopps insgesamt 35.550 Fahrgäste ein- und ausgestiegen sind.
    Zur weiteren Attraktivierung der Stadtbahn sollen zusätzliche Haltestellen bei der Firma Oberklammer und beim Eurospar, eventuell auch bei der Tankstelle Fallmann und der Firma Bene, errichtet werden. Die Triebwägen sollen innen und außen neu gestaltet werden, wobei der Verein dafür bis zu 5.000 Euro beisteuern würde. Eine Umstellung der Citybahn auf Akku- oder Wasserstoffantrieb stellt man aus Umweltschutzgründen ebenfalls in den Raum.
    Bürgermeister Werner Krammer hat man die Pläne bereits präsentiert. Der Stadtchef kann ihnen jedoch nicht viel abgewinnen. „Das würde das Betriebsgebiet in Gstadt und eine neue Führung des Ybbstalradwegs auf Waidhofner Seite verunmöglichen“, sagt Krammer. „Ich halte auch nichts davon, dass die Leute dann in Gstadt umsteigen müssen. Das ist nicht kundenfreundlich.“ Der Stadtchef verweist auch auf die hohen Kosten, die durch die Eisenbahnkreuzungsverordnung auf die Stadt zukommen. Eine Streckenverkürzung würde diese deutlich minimieren.

    NÖN mit weiteren Fotos. Die Umfrage im Anschluss an den Artikel, in der nachgefragt wird, ob der Verkehrsknoten Gstadt sinnvoll sei, ergibt derzeit eine Zustimmung von knapp über 86 %.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    „Ich halte auch nichts davon, dass die Leute dann in Gstadt umsteigen müssen. Das ist nicht kundenfreundlich.“ Der Stadtchef verweist auch auf die hohen Kosten, die durch die Eisenbahnkreuzungsverordnung auf die Stadt zukommen. Eine Streckenverkürzung würde diese deutlich minimieren.
    Damit wäre das eigentlich eh schon gesagt, was kommen wird. Ob man sich dann aber wirklich diese Bahn weiter antun will?

    Zur weiteren Attraktivierung der Stadtbahn sollen zusätzliche Haltestellen bei der Firma Oberklammer und beim Eurospar, eventuell auch bei der Tankstelle Fallmann und der Firma Bene, errichtet werden. Die Triebwägen sollen innen und außen neu gestaltet werden, wobei der Verein dafür bis zu 5.000 Euro beisteuern würde.
    Ich nehm an, das wären weitere Ideen/Forderungen des Vereins? 5000 Euro für die Umgestaltung der TW? Naja, da wird man nicht weit kommen. Und jünger werden die Fahrzeuge ja auch nicht grade.
  • Tramway mit Akkubetrieb oder Industriegebiet

    Hannes Fehringer - 05. September 2018 - 00:04 Uhr

    WAIDHOFEN. Bürgermeister Werner Krammer (VP) will Trasse der Citybahn verkürzen, Gegner fordern modernen Nahverkehr.

    „Kubus“Aktivist Piaty will eine Akku-Tramway.

    Der Dieseltriebwagen verbindet auf 5,5 Kilometern Streckenlänge den Bahnhof Waidhofen mit dem Zentrum und dem Ortsteil Gstadt. Ab der vorletzten Haltestelle befördert die Citybahn in ihren Waggons nur noch heiße Luft, verweist Bürgermeister Werner Krammer (VP) auf eine rapide abfallende Fahrgastfrequenz vor der Umkehre am Stadtrand. Der Bürgermeister sieht die Fläche der Geleise besser mit einer Erweiterung des Industriegebietes in der Nachbarschaft des Büromöbelherstellers Bene: "Wir brauchen dringend Betriebsgründe."
    Weil die Stadt an einem Zuzug interessierten Unternehmen nur noch wenige freie Flächen anbieten kann, hat Krammer bereits bei Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (VP) vorgesprochen. Krammer schlug in dem Gespräch vor, das letzte Teilstück der Citybahn für Industriegründe aufzulassen und die Endstation in Richtung Stadt zu verlegen. Schleritzko verlangte vor einer etwaigen Zustimmung Hausaufgaben der Stadt: Zuerst will der Landesrat eine Fahrgaststatistik vorgelegt bekommen, und die Stadt muss auch die Bürger befragen.
    Wenn es nach dem Bürgerverein "Kubus" und den "Freunden der Ybbstalbahn", dem großteils ehemalige Eisenbahner der ÖBB angehören, geht, wird die Frage mit einem eindeutigen "Nein" beantwortet. "Kubus"-Aktivist Karl Piaty hat schon längst Konzepte an Entscheidungsträger im Land versandt, man könne die Citybahn auf eine Tramway umrüsten, die mit Strom aus Akkumulatoren betrieben wird. Genau denselben Vorschlag macht auch SP-Vizebürgermeister Martin Reifecker: "So ein System funktioniert bestens in Nizza. Ich weiß, Waidhofen ist nicht Nizza, aber auch wir können einmal etwas Zukunftsweisendes machen." Mit einer Elektro-Tramway mindestens im Viertelstundentakt könne man auch die Busse ersetzen, die sich durch den Stadtverkehr mühen, argumentiert Reifecker: "Es ist auf jeden Fall eine ganz rückwärtsgewandte Lösung, wenn man von der Ybbstalbahn und jetzt der Citybahn immer wieder ein Stück abschneidet, bis nichts mehr übrigbleibt." Reifecker schlägt vor, dass sich für die beste technologische Lösung auch HTL-Schüler in einem Projekt die Köpfe zerbrechen. Für eine Modernisierung der Citybahn ist auch Bürgermeister Werner Krammer zu haben, allerdings auf dem dann um eine Station verkürzte Strecke. Für Reifecker verträgt die Citybahn aber keine weitere Einschränkung.

    OÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Es zeigt sich wieder, wie gehirnbefreit diese alten, pathologischen Ferros sind und der Piaty gibt wahrscheinlich erst Ruhe, wenn sein Körper zu Biomasse wird:

    Mit einer Elektro-Tramway mindestens im Viertelstundentakt könne man auch die Busse ersetzen, die sich durch den Stadtverkehr mühen,
    Bei einer Fahrzeit von 12 Minuten vom Bahnhof nach Gstadt bzw. retour sieht es auf der aktuellen Strecke (keine Kreuzungsmöglichkeit) sogar für einen Halbstundentakt schwierig aus, weil am Bahnhof entsprechende Übergangszeiten von/zur Rudolfsbahn eingeplant werden müssen. Spurtstärkere Fahrzeuge wegen neuer Traktionsideen werden da das Kraut wohl schwer fett machen können, denn so lahmarschig sind die 5090er gar nicht. Eine Reaktivierung des Lokalbahnhofs könnte wegen der Fahrzeit nur einen hinkenden Halbstundentakt (20/40) oder - das höchste der Gefühle - einen 20-Minuten-Takt ermöglichen. Da könnte sich die Idee des Vizebürgermeisters (Attraktivierung durch Taktverdichtung als Ersatz für Busse) als Bummerang erweisen, weil mit einer Verkürzung bis Kreilhof und damit 10 Minuten Fahrzeit ein angenäherter Halbstundentakt mit einem Fahrzeug (allerdings mit Personalablösen) möglich wäre. Mit der Citybahn wurde in Waidhofen ein Verkehrsmittel "erfunden", das in Gmunden nur durch das Jahrhundertprojekt Durchbindung zur Lokalbahn nach Vorchdorf als zukunftsfähig erkannt wurde. Und natürlich hinkt der Vergleich, aber auch schon der "innerstädtische" Bregenzerwaldbahn-Appendix bis Kennelbach tat sich sehr schwer.
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