Neues von der Ybbstalbahn

  • Gefunden in der NÖN


    Museum in Hollenstein
    Zeitzeuge der Ybbstalbahn

    Im Hollensteiner Zeitreisewaggon wird die Bahnstrecke zu neuem Leben erweckt. Bericht von Zeitzeugen.


    Von Markus Huebmer. Erstellt am 31. Juli 2019 (03:54) Vollbild





    Markus Huebmer
    Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer und Kleinregionssprecher Werner Krammer mit den Bürgermeistern des Ybbstals bei der Eröffnung.


    Etwas mehr als 100 Jahre des Personen-, Post- und Güterverkehrs im Ybbstal hat die Gemeinde Hollenstein in einem ehemaligen Waggon auf Schiene gebracht. Am Samstag eröffnete im Rahmen der Kleinregionstour das neue Bahnmuseum am Ybbstalradweg. Im Rahmen eines kleinen Festaktes sprach Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer über die Entstehung des Museums, das in einem Originalwaggon eingerichtet wurde. Die Projektleitung hatte die Bürgermeisterin selbst inne: „Ich möchte allen Beteiligten herzlich danken“, sagte Zebenholzer.

    Bevor das Konzept der historischen Ausstellung im Waggon umgesetzt werden konnte, musste dieser für seine museale Verwendung vorbereitet werden. Der grüne Bahnwaggon mit der Aufschrift „Schafkäs-Express“ ist eine Leihgabe des Club 598 und war nach der Überstellung von Waidhofen nach Hollenstein auf einem neu verlegten Gleisstück im Bereich des ehemaligen Streckenverlaufs direkt neben dem Radweg in Zentrumsnähe platziert worden.

    Waggon blitzblank geputzt
    Für das Museum putzten freiwillige Helfer den Waggon blitzblank heraus, auch die Kameraden der Feuerwehr Hollenstein waren am Werk. An der Außenwand des Waggons wurde dem Schmutz sogar mit der Nagelbürste zu Leibe gerückt, im Inneren galt es, vertrocknete Kakaoreste auf den Sitzen zu entfernen, bevor Bahnexponate dem Waggon neues Leben einhauchen konnten und die Geschichte beginnend mit dem regionalen Aufschwung durch die Erschließung durch die Bahn erlebbar gemacht werden konnte.

    Der Zeitzeuge Rudolf Lindner war rund zehn Jahre als Schaffner im Ybbstal tätig. „Im Bahnhof Gaissulz stieg zweimal wöchentlich ein Landwirt mit Schafskäse zu, der seine Ware in Waidhofen und Amstetten verkaufte“, erinnert sich Lindner. „Einmal passierte es, dass der Bauer sich verspätete und der Zug schon den Bahnsteig verließ“, erzählt der 1928 geborene ehemalige Schaffner. „Aber wir hielten an, schoben zurück, um auch ihn noch einsteigen zu lassen.“ Der Eintritt ins Bahnmuseum ist frei.
  • Die Ybbstalbahn-Amputation ist sogar Eurailpress eine Meldung wert, allerdings unter dem Positiv-Titel :

    "Citybahn Waidhofen bekommt Halbstundentakt"

    Die Stopfmaschine im Einsatz auf der Strecke der Citybahn Waidhofen. Im Bild: Polier Firma Hinteregger Walter Miedl, NÖVOG Projektmanager Michael Wallner, NÖVOG Bauleiter Michael Kerschbaum, Bürgermeister Waidhofen/Ybbs Werner Krammer, NÖVOG Geschäftsführerin Barbara Komarek, Niederlassungsleiter Firma Hinteregger Wolfgang Huemer, NÖVOG Bahnmeister Michael Tschudnig, NÖVOG Dienststellenleiter Citybahn Waidhofen Christian Hohl; Quelle: NÖVOG/Wegscheider

    29. August 2019

    Die Citybahn Waidhofen wird zum Fahrplanwechsel 2020 auf die Strecke Waidhofen Hauptbahnhof bis Vogelsang eingekürzt.
    Dies teilte die Növog mit. Das Land hatte dies so beschlossen (Rail Business 35/19), um Flächen für die Industrie zu schaffen und den Ybbstalradweg besser anzubinden. Dafür soll von Montag bis Samstagvormittag der Halbstundentakt eingeführt werden. In weiterer Folge wird geprüft, ob zwei weitere Haltestellen – in der Hammerschmiedgasse sowie im Zentrum – eingerichtet werden können. Parallel wird dann die Betriebsführung der Strecke von den ÖBB auf die Növog-Betriebsführungszentrale in Laubenbachmühle übertragen. (cm)


    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Europäischer Wettbewerb: Award für Ybbstalradweg

    Der Ybbstalradweg wurde bei europäischen Wettbewerb mit dem 3. Platz ausgezeichnet.


    Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. September 2019 (04:35)
    Der lettische Verkehrsminister überreichte Radwegobmann und Altbürgermeister Martin Ploderer in Lettland den Award für den Ybbstalradweg. Foto: privat

    Alle zwei Jahre wird im Rahmen des „Greenways Award“ ein europäischer Radweg nach den Kriterien der nachhaltigen Nutzung von Stillgelegter Infrastruktur prämiert.
    In diesem Jahr schaffte es der Ybbstalradweg in die Endauswahl. Radwegobmann Martin Ploderer, der den Preis von Talis Linkaits, dem lettische Verkehrsminister im Rahmen eines feierlichen Abendprogramms im Palace Hotel Dikli in Lettland, entgegennahm, berichtet stolz: „Wir konnten aus den zehn nominierten Projekten mit unserem Leuchtturmprojekt sogar den dritten Platz erreichen.“
    Ploderer, der bis zum Jahresende dem Ybbstalradweg noch als Obmann zur Verfügung stehen wird, über die Verleihungsfeier: „Die Feier war sehr herzlich und unterstrich den europäischen Gedanken. Wir sind stolz, für den Ybbstalradweg diese hohe europäische Auszeichnung erhalten zu haben. Der Award bestätigt unsere gemeinsame Arbeit für dieses Leuchtturmprojekt und zeigt, dass der Ybbstalradweg ein ganz besonderer Flussradweg ist.“

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