Modellbahn Steuerung

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Modellbahn Steuerung

    Habe mal die Frage welche Steuerungen es für die Modellbahn grundsätzlich gibt und welche wo wirklich am besten angewendet wird.

    Überlege mir nämlich eine Modellbahn zuzulegen, aber möchte eben mich vorher informieren. Um dann auch das richtige zu kaufen.
  • Re: Modellbahn Steuerung

    [quote author=VLZ link=topic=18237.msg117482#msg117482 date=1261945620]
    Habe mal die Frage welche Steuerungen es für die Modellbahn grundsätzlich gibt und welche wo wirklich am besten angewendet wird.

    Überlege mir nämlich eine Modellbahn zuzulegen, aber möchte eben mich vorher informieren. Um dann auch das richtige zu kaufen.
    [/quote]

    Servus,

    dazu sollte man erst evaluieren, was die Steuerung tatsächlich können soll und welcher finanzielle Aufwand getätigt werden sollte.

    Bei näheren Fragen kannst Du mir eine PM senden. Kurze Info betreffend Ottakring: wir fahren analog und steuern recht konventionell mit Relaistechnik. Lediglich ein paar Elemente stammen aus dem Elektronikbereich. Für den künftigen Abstellbahnhof im Keller wird die Steuerung von Gahler&Ringstmeier angewandt.
  • Re: Modellbahn Steuerung

    Auf der Schmalspurstrecke in Ottakring wird übrigens demnächst eine Elektronische Steuerung für Analogbetrieb erprobt.
    Dabei sollen die Relais durch Digitaltechnik ersetzt werden.

    Bei Fragen kannst du auch mir gerne eine PM senden.

    lg
    Die Bahn ist eine hochkomplexe Materie, die nur auf den ersten Blick einfach erscheint.
    Die Räder müssen rollen...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elin ()

  • Re: Modellbahn Steuerung

    Auch wenn es am Anfang etwas mehr kostet, solltest du dir eine digitale Steuerung überlegen. Du ersparst dir später viel Ärger. In meiner Anfangszeit gab's sowas noch nicht und ich rüste jetzt mühsam um. Ich habe eine kleine Probeanlage analog aufgebaut und weiß jetzt, dass ich nie wieder eine analoge Anlage bauen werde. Ich hatte schon alles "denkende Weichen", "Z-Schaltung" und was es so alles noch gibt. Gahler und Ringstmeier habe ich ausgelassen. Ich habe mir das angesehen und halte es für eine Krücke um eine bestehende Anlage halbwegs auf modernen Stand zu bringen. Sprich: Wenn ich schon eine analoge Anglage habe, dann kann ich mich mir damit ein bisschen Zukunft auf die Anlage holen.
    Natürlich hängt es auch von deinem Thema ab. Wenn du so wie auf einer Schauanlage (manche Clubanlage) Ganzzüge im Kreis fahren lassen willst, dann erübrigt sich die Digi-steuerung. Wenn du aber auf rangieren Wert legst, dann gibt es keine Alternative. Abschaltbare Gleisabschnitte befinden sich nie dort, wo man sie braucht. Mal ganz abgesehen von den kilometerlangen Kabelsträngen die eine ununterbrochene Fehlerquelle darstellen. Bei einer Digianlage ziehst du eine 5 oder 6 polige Ringleitung und das wars.
    Entgültig alternativlos ist die Digi-steuerung wenn du Flankenschutz, Fahrstraßensteuerung, Schattenbahnhofsteuerung etc. einbauen willst. Das geht zwar alles auch mit einer Diodenmatrix oder ähnlichen Klimbim, aber der Aufwand ist unnötig hoch. Von nachträglichen Änderungen will ich gar nicht reden.
    Sicher am Anfang ist alles ein wenig verwirrend, aber es zahlt sich aus sich da ein wenig durchzubeißen. Beides gehabt, kein Vergleich!

    Ich bin jetzt ein paar Tage weg, kann daher nicht antworten. Später aber mehr!

    lg Walter
  • Re: Modellbahn Steuerung

    Wenn du eine Anlage mit vorbildnaher Sicherungstechnik haben möchtest, dann wird der Aufwand bei einer Digitalsteuerung meines Wissens nach nicht weniger.
    Ohne Rechner geht da schon einmal gar nichts, bei größeren Anlagen bleibt es nicht bei einem Rechner. Möchte man jetzt noch ein Gleisbildstellpult verwenden, so darf man in den meisten Fällen noch zusätzlich zahlen.
    Daher meine ich, dass die digitale Steuerung für kleine Anlagen ohne große Anforderungen zwar einfacher ist als die analoge, steigen jedoch die Anforderungen und/oder die Anlagengröße, so wird vieles bei der guten alten analogen Steuerung einfacher und günstiger zu realisieren.

    lg
    Die Bahn ist eine hochkomplexe Materie, die nur auf den ersten Blick einfach erscheint.
    Die Räder müssen rollen...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 1012.001 ()

  • Re: Modellbahn Steuerung

    [quote author=monte link=topic=18237.msg117494#msg117494 date=1261960187]
    Für den künftigen Abstellbahnhof im Keller wird die Steuerung von Gahler&Ringstmeier angewandt.
    [/quote]

    Hm Abstellbahnhof ob das noch was wird in nächster Zeit. Nur net zuviel abstellen sonst könnte man es mit der ErlebnisBahn verwechseln. ;D ;D ;D ;D
  • Re: Modellbahn Steuerung

    Ich dachte, dass sowas kommt.
    1012.001, hast du dich mit dem Thema schon jemals wirklich beschäftigt? Wieso sollte man, außer man baut die 2te Modellbahnwunderwelt jemals mehr als einen Rechner benötigen? Schon ein alter!! Rechner dreht, bei den Anforderungen die eine Digisteuerung an ihn stellt, die meiste Zeit Däumchen und lässt gelangweilt die Festplatte kreiseln.
    Aber, ich habe ja noch gar nicht von einem Rechner geredet. Einfache Aufgaben, wie Gleisbelegungungen verarbeiten, können gute Steuerungen auch ohne Rechner und noch eine Etage tiefer, in der Region der Lokmäuse, ist das Rangieren mit mehreren Fahrzeugen am Gleis ein Genuss. Schon bei winzigen Anlagen ist der Drahtverhau, zum Abstellen von Loks auf abschaltbaren Gleisen, trotz denkender Weichen, viele Meter lang.
    Denkende Weichen haben auch so ihre Effekte. Du schaltest eine um, die Lok steht! Du schaltest um das Nachbargleis auch stromlos zu machen eine 2te um, plötzlich fährt sie wieder und das auch noch in die Gegenrichtung!! Rumms (um mit Mickey Maus zu sprechen)
    Wohlgemerkt: Ich spreche da nicht davon, dass man mit mehr als einer Lok auf einmal fährt. Es geht nur darum eine Lok irgendwo abzustellen und mit einer anderen zu fahren. Abschaltbare Gleise befinden sich trotz aller Planung nie dort wo man sie wirklich braucht!
    [quote author=1012.001 link=topic=18237.msg117574#msg117574 date=1262083778]
    Wenn du eine Anlage mit vorbildnaher Sicherungstechnik haben möchtest, dann wird der Aufwand bei einer Digitalsteuerung meines Wissens nach nicht weniger. [/quote]
    Ja, man muss nach wie vor jede Weiche anschließen und dafür sorgen, dass die Steuerung erkennt wo ein Zug ist. Damit enden aber die Gemeinsamkeiten. Bei der Digianlage schließe ich eine Weiche am nächsten Decoder,der 10 oder 20 cm entfernt ist, an und dieser speist in die Ringleitung ein. Bei der Analoganlage muss ich jede verdammte Weiche mit einem eigenen 2-poligen Kabel am Stellpult oder an der Diodenmatrix anschließen. Dieses Kabel ist auch bei kleinen Anlagen oft schon 5-10m lang. JEDES! Es geht ja in den wenigsten Fällen am direkten Weg.
    Die Blocksteuerung meiner alten Anlage bedingte einen oberarmdicken Kabelstrang zum Steuergerät.
    [quote author=1012.001 link=topic=18237.msg117574#msg117574 date=1262083778]Möchte man jetzt noch ein Gleisbildstellpult verwenden, so darf man in den meisten Fällen noch zusätzlich zahlen.[/quote] Nichts ist umsonst. Auch analoge Pulte muss man extra berappen.
    [quote author=1012.001 link=topic=18237.msg117574#msg117574 date=1262083778].... so wird vieles bei der guten alten analogen Steuerung einfacher und günstiger zu realisieren.
    [/quote]
    Ja, wenn man es so macht wie ich es gemacht habe. Ich habe einen Freund (Elektroniker) gebeten, die Steuerung zu bauern. Ich selber kenne mich da zuwenig aus. Er hat Infrarotlichtschranken aufgestellt, Printplatten geätzt und Strippen gezogen. Ich habe die Auslagen beglichen und ihn mit Essen und Trinken versorgt. Geld für die Arbeit hat er keines genommen. Er sei ja ein Freund und außerdem hätte ihn die Aufgabe ja interessiert. Ich hatte eine Supersteuerung die alle meine Wünsche konnte, und dies spottbillig. Juhuu!
    Wie das Leben so spielt, hat sich die Freundschaft auseinanderentwickelt und außerdem war er an der "Aufgabe" dann gar nicht mehr so interessiert. Jedenfalls ist er den ersten 3-4 Störungen noch sofort nachgegangen. Nach drei Jahren musste ich oft Wochen warten bis er Zeit finden konnte (verständlich Beruf/Familie/Haus). Nach fünf Jahren habe ich die Anlage abgerissen. Einen ausgefallenen Lichtschranken kann man per Handsteuerung noch überbrücken. Bei 5 wird's mühsam.
    Diese meine Erfahrung möchte ich mal hier so im Raum stehen lassen!

    lg Walter
  • Re: Modellbahn Steuerung

    [quote author=walter_f link=topic=18237.msg117795#msg117795 date=1262519494]
    Ich dachte, dass sowas kommt.
    1012.001, hast du dich mit dem Thema schon jemals wirklich beschäftigt? Wieso sollte man, außer man baut die 2te Modellbahnwunderwelt jemals mehr als einen Rechner benötigen? Schon ein alter!! Rechner dreht, bei den Anforderungen die eine Digisteuerung an ihn stellt, die meiste Zeit Däumchen und lässt gelangweilt die Festplatte kreiseln.
    [/quote]
    Ich habe mich schon ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. Aufgrund meiner Ausbildung hab ich auch Kenntnisse in der Steuerungstechnik.
    Ich bin zwar kein Computerspezialist, jedoch haben mir Kollegen, die digitale Anlagen mit Computersteuerung betreiben bestätigt, dass eine etwas größere Anlage mehrere Rechner benötigt. Dabei geht es ja nicht nur darum, dass mehrere Züge gleichzeitig fahren, es sollen ja auch die Fahrstraßen gestellt, der Standort der Züge festgestellt und z.B. zeitgleiche Einfahrten in eine eingleisige Strecke verhindert werden.
    [quote author=walter_f link=topic=18237.msg117795#msg117795 date=1262519494]
    Aber, ich habe ja noch gar nicht von einem Rechner geredet. Einfache Aufgaben, wie Gleisbelegungungen verarbeiten, können gute Steuerungen auch ohne Rechner und noch eine Etage tiefer, in der Region der Lokmäuse, ist das Rangieren mit mehreren Fahrzeugen am Gleis ein Genuss. Schon bei winzigen Anlagen ist der Drahtverhau, zum Abstellen von Loks auf abschaltbaren Gleisen, trotz denkender Weichen, viele Meter lang.
    [/quote]
    Verarbeiten kann man Gleisbelegungen vielleicht auch mit einfachen Digitalsteuerungen, wie zeige ich diese Besetztmeldungen dann aber an? Mit mehreren Loks fahren kann ich mit der Lokmaus, das stimmt, aber ich kann trotzdem immer nur eine Lok gleichzeitig steuern. Also was bringt mir das für Vorteile? Ich kann auch mit einer Analogsteuerung gleichzeitig zwei Loks auf einem Bahnhof fahren lassen, für eine Schmalspurstrecke entwickle ich gerade eine Steuerung, mit der das möglich ist.
    [quote author=walter_f link=topic=18237.msg117795#msg117795 date=1262519494]
    Denkende Weichen haben auch so ihre Effekte. Du schaltest eine um, die Lok steht! Du schaltest um das Nachbargleis auch stromlos zu machen eine 2te um, plötzlich fährt sie wieder und das auch noch in die Gegenrichtung!! Rumms (um mit Mickey Maus zu sprechen)
    Wohlgemerkt: Ich spreche da nicht davon, dass man mit mehr als einer Lok auf einmal fährt. Es geht nur darum eine Lok irgendwo abzustellen und mit einer anderen zu fahren. Abschaltbare Gleise befinden sich trotz aller Planung nie dort wo man sie wirklich braucht!
    [/quote]
    Mit denkenden Weichen hab ich keine Erfahrung, ich bin auch noch nie in die Lage gekommen, an sowas auch nur zu denken. Abschaltbare Gleisabschnitte befinden sich bei mir in jedem Bahnhofsgleis und an jedem Abstellgleis, längere Gleise sind in zwei Abschnitte aufgeteilt, die Einfahrten sind durch Haltabschnitte gesichert.
    [quote author=walter_f link=topic=18237.msg117795#msg117795 date=1262519494]
    [quote author=1012.001 link=topic=18237.msg117574#msg117574 date=1262083778]
    Wenn du eine Anlage mit vorbildnaher Sicherungstechnik haben möchtest, dann wird der Aufwand bei einer Digitalsteuerung meines Wissens nach nicht weniger. [/quote]
    Ja, man muss nach wie vor jede Weiche anschließen und dafür sorgen, dass die Steuerung erkennt wo ein Zug ist. Damit enden aber die Gemeinsamkeiten. Bei der Digianlage schließe ich eine Weiche am nächsten Decoder,der 10 oder 20 cm entfernt ist, an und dieser speist in die Ringleitung ein. Bei der Analoganlage muss ich jede verdammte Weiche mit einem eigenen 2-poligen Kabel am Stellpult oder an der Diodenmatrix anschließen. Dieses Kabel ist auch bei kleinen Anlagen oft schon 5-10m lang. JEDES! Es geht ja in den wenigsten Fällen am direkten Weg.
    Die Blocksteuerung meiner alten Anlage bedingte einen oberarmdicken Kabelstrang zum Steuergerät.
    [/quote]
    Die Kabelstränge sind ein großer Nachteil der Analoganlagen, das stimmt. Allerdings stören mMn die Kabel bei einer stationären Anlage weniger. Bei Motorantrieben brauche ich wieder Decoder oder passende Verstärker die den Strom für den Antrieb für die erforderliche Zeit liefern können, außerdem muss die Rückmeldung entsprechend gewährleistet sein. Da komme ich auf 6 Drähte pro Antrieb...
    [quote author=walter_f link=topic=18237.msg117795#msg117795 date=1262519494]
    ...Ich habe einen Freund (Elektroniker) gebeten, die Steuerung zu bauern. Ich selber kenne mich da zuwenig aus. Er hat Infrarotlichtschranken aufgestellt, Printplatten geätzt und Strippen gezogen. Geld für die Arbeit hat er keines genommen. Er sei ja ein Freund und außerdem hätte ihn die Aufgabe ja interessiert. Ich hatte eine Supersteuerung die alle meine Wünsche konnte, und dies spottbillig. Juhuu!
    ...Einen ausgefallenen Lichtschranken kann man per Handsteuerung noch überbrücken. Bei 5 wird's mühsam.
    Diese meine Erfahrung möchte ich mal hier so im Raum stehen lassen!
    [/quote]
    Für meine Steuerungen verwende ich für Besetztmeldungen Reedkontakte. Man muss dabei zwar an die Unterseite der Lokomotiven einen kleinen Schaltmagnet kleben, jedoch sind Reedkontakte sehr langlebig und zuverlässig. Auch bei Schattenbahnhofsteuerungen mit Besetztmeldung gibt es eigentlich keine Probleme.
    Die Steuerung für die Schmalspuranlage, die ich gerade entwickle, wird aus Digitalbausteinen (statt den sonst erforderlichen Relais) und, für die Leistung für die Weichenantriebe und Fahrstrom, Transistor-Endstufen und einigen Relais aufgebaut. Ein Stellpult ist gleich in der Planung vorgesehen, ebenso ein Automatikbetrieb für die Schattenbahnhöfe, die Rückmeldung wird über Reedkontakte realisiert.
    Durch diese Steuerung ist, in der vollständigen Ausführung, ein Auffahren von Zügen und ein Einfahren in eingleisige Abschnitte von beiden Seiten schon durch die Polarität der Spannung und durch die gegenseitige Verriegelung der Relais und Digitalbausteine verhindert. Ich lass mich gerne eines Besseren belehren, jedoch ist mir bis jetzt keine einfache Digitalsteuerung ohne PC bekannt, die dies auch zuverlässig verhindern kann.

    LG
    Die Bahn ist eine hochkomplexe Materie, die nur auf den ersten Blick einfach erscheint.
    Die Räder müssen rollen...
  • Re: Modellbahn Steuerung

    Ad 1: Das einzige was, bei älteren Steuerungen, passieren kann ist, dass die Datenübertragungsrate zwischen Steuerung und Computer eingeht. Bei welcher Computersteuerung auch immer du nachliest wirst du sehen, dass ein uralter Pentium 800 o.ä. ausreicht. Ich mein', das Ding kommt mit der Datenmenge eines gut ausgebauten MS Flightsim 2002 zurecht (selber lang genug herumgeflogen). Der lacht dich mit den paar Byte aus. Das ganze Miniaturwunderland hat 40 Computer. Deine Freunde machen irgendwas falsch.

    Ad 2: Es geht hier um Schattenbahnhofsteuerungen und Blockbetrieb. Da braucht man nicht unbedingt eine Anzeige. Und ich habe extra darauf hingewiesen, dass es mir nicht darum geht zwei Loks gleichzeitig fahren zu lassen. Es geht einfach nur ums Abstellen der Lok wo auch immer sie gerade ist. Keiner erzählt mir, dass der abschaltbare Gleisabschnitt immer gerade dort ist, wo man ihn braucht, außer man sägt alle 5 cm die Gleise auseinander. Spätestens, wenn man zum Vorspann heranfährt o.ä. wird’s kritisch.

    Ad 3: Ich hatte alle Bahnhofgleise 3x unterteilt und mit Z-Schaltung versehen. Irrer Aufwand ohne wirklichen positiven Effekt.

    Ad 4: Natürlich muss man den passenden Decoder wählen. No na, könnte man fast sagen.
    Die Rückmeldung ist an sich eine Sache, zu der ich ein ambivalentes Verhältnis habe. Sie misst ja ohnehin nur, ob der Antrieb betätigt wurde. Das wissen wir aber ohnehin, oder aber der Antrieb ist im Eimer. Was aber viel häufiger vorkommt, nämlich dass die Zungen durch irgendetwas blockiert sind, kann sie ohnehin nicht erkennen. Fazit: IMO unnötig! Aber wie auch immer: besser 6 Kabel zu 20cm als 4 Kabel (mit Rückmeldung) je 5 - 10 Meter

    Ad 5: Es waren ja nicht nur die Lichtschranken (die wurden übrigens bewusst gewählt, die erkennen nämlich jedes Fahrzeug u.U. auch stehen gebliebene Zugteile) sondern auch andere Parts der Steuerung. In den meisten Fällen irgendwelche Kontaktfehler in den langen Leitungen (wo sie gestückelt wurden, wo sie aus Versehen heruntergerissen wurden etc.).
    Es ging mir ja auch nicht darum, dass eine solche Steuerung nicht funktionieren kann. Sie hat ja funktioniert. Es ging mir darum aufzuzeigen, dass "billig" nicht unbedingt "besser" ist. Wenn ich mir etwas von einem Profi machen lasse, dann habe ich Garantie, Gewährleistung und den Support. Allerdings kostet’s auch eine Lawine. Beschäftige ich einen Freund, kann es zu obigen Problemen kommen.
    Wenn du das selber kannst: Glückwunsch! Dann kannst du's dir richten. Da wird’s aber nicht viele geben. Alle anderen sind mit vorgegebenen Systemen besser dran.

    Ich habe ein paar andere Vorteile der Digisteuerungen noch gar nicht erwähnt. Mal abgesehen davon, dass auch bei einer abgestellten Lok das Licht brennt oder der Motor brummt, ist auch die Stromabnahme besser, weil der Übergangswiderstand zwischen Rad und Schiene durch die höhere Spannung nicht so sehr ins Gewicht fällt. Manche Decoder können auch mechanische Probleme der Loks kaschieren.

    lg Walter
  • Re: Modellbahn Steuerung

    Warum? Nur weil es mehrere Wege nach Rom gibt? Er wollte ja unsere Meinungen haben. Die Entscheidung liegt ja ohnehin bei ihm! Mein Ziel war nur, dass er sich der Digisteuerung nicht verschließt. Wenn er jetzt mitgelesen hat, kann er sich schon ein wenig ein Bild machen.
  • Re: Modellbahn Steuerung

    Ohne dir jetzt nahetreten zu wollen, ich habe von Anfang an mitgelesen und muß sagen, das für eine kleine Anlage bis ca 5m² eigendlich die Analoge Steuerung ausreichend ist; sollten weiter komplexe Schaltungen hinzukommen hat Conrad auch was für diejenigen, die der Elektrik/Elektronik nicht mächtig sind, auch ettliches auf lage. Ich weis was ich da sage, die Digisteuerung ist mir einfach für kleine Anlagen zu aufwändig...........

    Icj will jetzt nicht die Digitalisierung gänzlich verteufeln, aber "freiheiten" im herkömlichen sinn hat man noch immer im analogen Bereich, und wenn es nur der uneingeschränkte Fahrzeugeinsatz ist.

    Bei der digitalisierung mache ich mich (Wie System Märklin von einer Stromart) von einem Anbieter des Programms abhängig*

    *Zitat vom MEC LINZ
  • Re: Modellbahn Steuerung

    Für kleine Anlagen reicht definitiv eine einfache analoge Steuerung aus. Da ist eine digitale Steuerung einfach zu umfangreich und auch recht teuer.
    Bei etwas größeren (Spiel-)Anlagen hat die digitale Steuerung wieder einige Vorteile, die dann allerdings wieder aufgewogen werden, wenn ich vorbildgetreue Sicherungstechnik möchte.
    Ich hab vor einiger Zeit den Aufwand von analoger und digitaler Steuerung für einen 6-gleisigen Bahnhof an einer eingleisigen Hauptstrecke mit abzweigender Nebenbahn und Gleisanschluss für einen Industriebetrieb verglichen. Anforderungen an die Anlage waren unter anderem ein Gleisbildstellpult mit Fahrstraßensteuerung, damit verbunden Verhinderung von Einfahrten in besetzte Gleise und Verhinderung von sich kreuzenden Fahrstraßen. Bei einer digitalen Steuerung komme ich ohne Rechner nicht aus. Weiters brauche ich spezielle Zusätze um überhaupt ein Stellpult einbinden zu können.
    Bei diesen Anforderungen wird es ohne Kenntnisse im Elektronikbereich und ohne Programmierkenntnisse auch bei einer digitalen Steuerung nicht funktionieren.
    Da ich mir mehr darunter vorstellen kann, wenn ich einen Schaltplan einer Relaisschaltung oder einer Logik-Schaltung sehe als wenn ich viele Zahlen und Buchstaben am Bildschirm sehe, bevorzuge ich hier die analoge Steuerung.
    Zu den Decodern: Wenn ich einen Decoder brauche, um mechanische Fehler, die bei der Konstruktion von Antrieb/Getriebe passiert sind auszugleichen, sollte ich mir überlegen ob das eine sinnvolle Lösung ist. Meiner Meinung nach sollte man hier das Problem nicht nur überdecken sondern gleich die Ursache beheben. Abgesehen davon, dass selbst der beste Decoder Fehler im Getriebe nie vollständig ausgleichen kann.

    LG
    Die Bahn ist eine hochkomplexe Materie, die nur auf den ersten Blick einfach erscheint.
    Die Räder müssen rollen...
  • Re: Modellbahn Steuerung

    Noch was, was es zu bedenken gibt: du gehst mit deinem schönsten Digistück zur Anlage deines Freundes/Vereinskollegen; jetzt hat der aber statt der Lenz eine Zimosteuerung.......


    Analog hast nur das Problem wenn du auf einen Märklinisten triffst..... ;)
  • Re: Modellbahn Steuerung

    Ich erinnere an meinen ersten Beitrag in diesem Betreff - genau genommen an

    [quote author=monte link=topic=18237.msg117494#msg117494 date=1261960187]
    [quote author=VLZ link=topic=18237.msg117482#msg117482 date=1261945620]
    Habe mal die Frage welche Steuerungen es für die Modellbahn grundsätzlich gibt und welche wo wirklich am besten angewendet wird.

    Überlege mir nämlich eine Modellbahn zuzulegen, aber möchte eben mich vorher informieren. Um dann auch das richtige zu kaufen.
    [/quote]

    Servus,

    dazu sollte man erst evaluieren, was die Steuerung tatsächlich können soll und welcher finanzielle Aufwand getätigt werden sollte.

    Bei näheren Fragen kannst Du mir eine PM senden. Kurze Info betreffend Ottakring: wir fahren analog und steuern recht konventionell mit Relaistechnik. Lediglich ein paar Elemente stammen aus dem Elektronikbereich. Für den künftigen Abstellbahnhof im Keller wird die Steuerung von Gahler&Ringstmeier angewandt.
    [/quote]

    Mit den ganzen Grundsatzdiskussionen wird der Fragesteller mehr verwirrt als beraten. Solange es nicht klar ist, was er überhaupt vor hat bzw. was die Steuerung können soll / muss, ist es sinnfrei, über solche Details mehr als nur ansatzweise zu diskutieren.

    Bei großen Anlagen stößt man sehr schnell an die Grenzen der 08/15 Digisteuerung (Blockstellen / Signalabschnitte / Weichen / Schattenbahnhöfe usw. und ist oftmals gezwungen, die Anlage in Abschnitte zu unterteilen und braucht somit mehrere Rechner.

    Auch kann keine Digisteuerung in der Grundkonfiguration eine Sicherungstechnik - mit Ausnahme von G+R, da ist das Grundvoraussetzung!
  • Re: Modellbahn Steuerung

    [quote author=monte link=topic=18237.msg117832#msg117832 date=1262563846]
    Bei großen Anlagen stößt man sehr schnell an die Grenzen der 08/15 Digisteuerung (Blockstellen / Signalabschnitte / Weichen / Schattenbahnhöfe usw. und ist oftmals gezwungen, die Anlage in Abschnitte zu unterteilen und braucht somit mehrere Rechner.

    Auch kann keine Digisteuerung in der Grundkonfiguration eine Sicherungstechnik - mit Ausnahme von G+R, da ist das Grundvoraussetzung!
    [/quote]

    DANKE! Genau das hab ich schon in den vorigen Beiträgen, neben vielen anderen Aspekten erläutert...
    Die Abschnitte braucht man übrigens auch bei Anlagen ohne Rechner, Stickwort Boosterbezirke die dann wieder zuverlässig voneinander getrennt sein müssen...
    G+R ist in meinen Augen im übrigen keine Digitalsteuerung sondern eine analoge Steuerung, die über den PC angesteuert wird. Heißt ja auch MpC (modellbahnsteuerung per Cpomputer), da ist von Digitalsteuerung nicht die Rede, wenn man sich die Platinen anschaut ist es auch eher eine Analogsteuerung...
    Die Bahn ist eine hochkomplexe Materie, die nur auf den ersten Blick einfach erscheint.
    Die Räder müssen rollen...
  • Re: Modellbahn Steuerung

    [quote author=1012.001 link=topic=18237.msg117835#msg117835 date=1262564615]
    Aber du ersparst dir die vielen Kabel nicht... :)
    Ich will gar nicht an die Abstellanlage im Keller denken... des wird a ordendlicher Kabelbaum werden... :-\
    [/quote]

    Es waren verschiedene Digileute schon bei uns im Club und jeder hat zugeben müssen, dass der Verkabelungsaufwand bei einer Anlage in der Größenordnung auch unter Digi nicht geringer wird... Und je nachdem wie weit der Aufwand getrieben wird, kann sich das gegenüber dem analogen Betrieb sogar noch vergrößern.

    Was nutzt mir der ganze Aufwand mit mehreren Loks steuern, wenn die Sicherungstechnik nicht Fahrstrassen / Verschubstrassen / Umwegfahrten usw. spielen kann. Flankenschutz, Schutzweichen, Schutzsignale, Verschubsignale, Frühhaltanzeige, Frei, Frei mit 40, 60, Gleiswechselbetrieb uvm. wären auch gute Argumente...

    Ich will in erster Linie einen vorbildnahen Betrieb unter Beachtung der diversen Sicherungsvorschriften - bei einer solchen Anlage nutzt es nicht wirklich, wenn ich Loks direkt steuere und optisch gar nicht mitbekomme, wo das Werkl gerade herum fährt -> und da sind wir wieder beim Gleisbildstellwerk / Ausleuchtung / Zugnummern etc. Der nächste Crash ist da vorprogrammiert!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Elin ()