ooe.orf.at: Kampf für Ausbau der Nord-Süd-Bahnachse

  • ooe.orf.at: Kampf für Ausbau der Nord-Süd-Bahnachse

    Kampf für Ausbau der Nord-Süd-Bahnachse
    Für eine hochwertige Nord-Süd-Bahnverbindung über den Pyhrn- und Schober-Pass und durch einen erneuerten Bosrucktunnel machen sich die Regierungen und Sozialpartner der Länder Oberösterreich und Steiermark stark.


    Resolution für Bund und EU
    Ihre Resolution für die Attraktivierung der Summerauer- und Pyhrnbahnstrecke soll auf Bundes- und EU-Ebene vorgelegt werden, hieß es in einer Pressekonferenz aller Beteiligten mit Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) am Dienstag in Linz.

    Oberösterreich und der Steiermark fehle eine hochwertige Eisenbahnverbindung Nord-Süd, so der steirische Arbeiterkammer-Vizepräsident Fritz Ploner. Diese würde aber Vorteile für Umwelt und Bürger bieten.

    Schnelle Verbindung nach Koper
    Mit dem geplanten zweispurigen Ausbau könnten die stark wachsenden asiatischen Märkte auf dem Land-See-Weg über den Hafen Koper in Slowenien um eine Woche schneller erreicht werden als über die Nordseehäfen, argumentierte der Präsident der oberösterreichischen Industriellenvereinigung, Klaus Pöttinger. Außerdem würde Europas Nord-Westen mit dem aufstrebenden Balkan und der Schwarzmeer-Region verbunden.

    Pyhrn-Schober-Achse
    Die Resolutionspartner möchten erreichen, dass die Pyhrn-Schober-Achse wie derzeit schon die Achse Prag-Linz als prioritäres TEN-T-Projekt (transeuropäische Verkehrsnetze) der EU aufgenommen wird. Heuer rechnen sich Pühringer und Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger (SPÖ) dafür freilich geringe Chancen aus.

    Doch durch den EU-Beitritt Kroatiens 2013 würde das Streckennetz neu beurteilt und vielleicht komme man in einer Revision zum Zug. TEN-T-Projekte würden normalerweise mit 20 Prozent von der EU gefördert, so Kepplinger.

    Kosten nicht abschätzbar
    Die Kosten des geplanten Ausbaus seien derzeit nicht abschätzbar, doch allein der Neubau des Bosrucktunnels könne bis zu eine Milliarde Euro verschlingen. Im Plan der ÖBB bis 2017 seien 30 Millionen Euro für die Neuplanung enthalten.

    Vorfinanzierung durch Land ab 2020
    Eine Vorfinanzierung, so wie sie das Land Oberösterreich bis 2019 bei der Summerauerbahn übernimmt, sei verhandelbar, allerdings erst ab 2020, wenn der Bund in die Strecke nördlich von Linz einsteige, so Pühringer. Die Vorlaufzeit für die Pyhrn-Schober-Achse schätzt der Landeshauptmann auf mindestens 5 Jahre. Entscheidend sei, dass ein Beginn gesetzt werde.

    Wirtschaft fordert Ausbau
    Derzeit sei die Pyhrnstrecke nicht voll ausgelastet, was ausschließlich an den beschränkten Möglichkeiten liege, so Pühringer. Wirtschaftskammer-Präsident Rudolf Trauner fordert für den Güterverkehr Begegnungsstrecken für Zuglängen von mindestens 750 Metern, Gleise, die für eine Achslast der Waggons von mindestens 22 Tonnen ausgelegt sind, und dass Steigungen möglichst reduziert werden.



    Link: ooe.orf.at/stories/522338/

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  • Ausbau der Summerauer Bahn bis 2016

    Zum Thema "Kampf für Ausbau der Nord-Süd-Bahnachse" passt auch dieser Artikel aus den OÖN:

    Summerauerbahn bis 2016 ausgebaut

    LINZ. Mit der Vorfinanzierung des Projektes treibt das Land Oberösterreich den Ausbau der Summerauerbahn voran. Diese soll zeitgleich mit der Mühlviertler Schnellstraße S 10 Ende 2015, Anfang 2016 ausgebaut sein. Jetzt machen Land und Sozialpartner für die Pyhrn-Schober-Achse mobil.
    Die Umweltverträglichkeitsprüfung für den selektiv zweigleisigen Ausbau der Summerauerbahn läuft.

    Jetzt gelte es, mit Unterstützung der Sozialpartner die Entscheidungsträger auf Bundes- und EU-Ebene auch vom Ausbau der Pyhrn-Schober-Achse zu überzeugen. Landeshauptmann Josef Pühringer zeigte sich am Dienstag in einer Pressekonferenz zuversichtlich. Mit dieser Achse könne eine optimale Nord-Süd-Verbindung der großen Wirtschaftsräume Europas ermöglichen. Pühringer habe in einem Gespräch mit EU-Präsident Jose Barroso über dieses wichtige Projekt gesprochen.

    Schon heute werden auf der Pyhrn-Schober-Achse rund 19 Millionen Tonnen Güter transportiert, bis 2025 steigert sich das auf 32 Millionen Tonnen. "Dieses zustätzliche Volumen kann und muss auf der Schiene transportiert werden. Vorausgesetzt, in die Bahnstrecke wird rasch und zielgerichtet ivenstiert", sagte Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger.

    Verkehrsministerium und ÖBB haben bis 2016 eine Reihe von Investitionen geplant, darunter den Neubau des Bosrucktunnels.


    Quelle: OÖN

    PS.: Ich schlage vor, die beiden Threads von oe.tom und reisampi zusammenzuführen, da sie das gleiche Thema beackern.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
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