Dampflokselbstbau 133.01

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  • Dampflokselbstbau 133.01

    Von einem Freund, dessen Ziel es ist, jede (alt-) österreichische Dampflokreihe in H0 nachzubauen - abgesehen von jenen Reihen, die kommerziell verfügbar sind (waren) - erhielt ich einige Bilder seiner neuesten Kreation, einer Vertreterin der Rh. 133.

    Er schreibt dazu:
    ... im Tender laüft ein Fahrwerk einer Liliput 12/214  - Achsstand stimmt zwar nicht ganz, fällt aber nicht sehr auf
    das Lokfahrwerk stammt von einer Lima SNCF 141R, das Vorlaufdrehgestell ebenfalls von Liliput 12/214
    der Achstand der Lok passt, der Durchmesser ist 1mm zu klein, wegen der hohen Lima Spurkränze stimmt aber der Gesamteindruck ...





  • Monarchiebezogenes ....

    Gschaftlhuber schrieb:

    Die Lok schaut stimmig aus und danke für den Bericht!

    Vielleicht wacht auch einmal ein Hersteller auf, denn diese Loktype gab es auch in den Nachfolgestaaten der Monarchie bzw. zurückgelassene Loks im Zuge des 2. Weltkrieges.


    Gerne geschehen, auch wenn ich selbst nicht modellbauend unterwegs bin.

    Fraglich ist halt, wie viele Exemplare real abgesetzbar wären? Vergiß nicht, daß die Zahl derer, die sich mit Eisenbahnmodellbau beschäftigen ebenso wie die Zahl jener an Eisenbahnen generell interessierten seit Jahrzehnten kontinuierlich abnimmt. Gerade die Epoche "Monarchie" ist mittlerweile für den Großteil der Bevölkerung gerade noch auf Kaiser, Sisy, und Palfrader (eventuell in umgekehrter Reihenfolge) beschränkt, da bleibt für das Thema Bahn/Modellbahn kaum noch Luft.

    In diesem Zusammenhang finde ich den Nachruf der heutigen PRESSE ziemlich passend (wenngleich der alte Otto niemals Kaiser war):

    Kaisersohn Otto Habsburg ist tot

    04.07.2011 | 08:33 | (DiePresse.com)

    Der Ehrenpräsident der Internationalen Paneuropa-Union und ehemaliger Alterspräsident des Europaparlaments ist 98-jährig in Bayern verstorben.
    Otto Habsburg-Lothringen, der älteste Sohn des letzten österreichischen Kaisers und ungarischen Königs Karl I. (IV.), Ehrenpräsident der Internationalen Paneuropa-Union und ehemaliger Alterspräsident des Europaparlaments, ist am Montag in den frühen Morgenstunden in seinem Haus in Pöcking am Starnberger See in Bayern im Alter von 98 Jahren verstorben. Das teilte seine Pressesprecherin in einer Aussendung mit.
  • Jetzt werden gleich alle auf mich hindreschen, aber ich möchte dennoch meinen Meinung zu dem Modell bekanntgeben. Auf jeden Fall will ich niemanden die Freude nehmen, herabwürdigen oder irgendwelche weitere Veröffentlichungen verhindern. Andererseits sehe ich auch nicht ein, warum man lobhudeln sollte.

    Ich habe mich sehr gefreut, als ich den Titel gelesen hatte. Diese Lokreihe steht auch bei mir hoch im Kurs.
    Ein Großserienmodell wird es sicher nie geben, da das Vorbild nur insgesamt in 7 Exemplaren (2 SB und 5 KOB in ähnlicher Ausführung) gebaut wurde und selbst österr. Eisenbahfreunden kaum bekannt ist.
    Leider gefällt mir das Modell nicht so sehr. Es handelt siech in den meisten Fällen um leicht vermeidbare Fehler. Dass ein Fremdfahrwerk mit zu kleinen Rädern, nicht ganz korrekten Achsständen verwendet wurde, kann ich nachvollziehen. Nicht jeder will ein eigenes Fahrwerk basteln, wiewohl das gar nicht so schwer ist. Beim (klobigen) einschienigen Kreuzkopf (Vorbild: zweischienig) und bei den zu langen Zylindern bin ich da schon kritischer. Aber ok, soll sein.
    Aber warum muss der Luftkessel und der Sandkasten um gut 50% größer sein als im Original. Wenn ich schon einen Leiter für das Führerhaus (leider auch zu klobig) kaufe, dann kaufe ich doch einen zweite und der Tenderaufstieg passt dazu. Dampfdom schief und ohne Abschlußring, der Schlot um ein vielfaches zu groß und die Rauchkammertüre .... ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Dazu kommen noch einige Kleinigkeiten die von einer viel zu dicken Lackierung gekrönt werden.
    Schade, die Ansätze wären nämlich gut gewesen.....

    lg Walter
  • Jetzt muss ich auch einmal was dazu schreiben:
    Also ich finde die Lok auf den ersten Blick recht gelungen. Ich muss dazusagen, ich kenne mich bei den österreichischen Dampflok nicht so aus (kann man vielleicht schon am Benutzernamen erahnen ;) ). Jemand, der sich mit österreichischen Lok beschäftigt, wird wohl einige Fehler schneller erkennen können.
    Jedoch finde ich auch, dass einige der Fehler, die walter_f genannt hat eigentlich recht leicht zu verhindern gewesen wären. Vor allem die dicke Lackschicht (ist auch mir ohne Kenntnis der Loktype aufgefallen -8) ) wäre nicht notwendig gewesen. man bekommt auch mit dünneren Schichten eine gut deckende Lackierung hin, es dauert halt unter Umständen etwas, da man in mehreren Durchgängen arbeiten muss. Aber ich würde sagen mit etwas Übung und einer entsprechenden Pistole (dann nicht die billige von Revell oÄ) sollte man das hinbekommen.
    Den Rest hat ja eh schon walter_f geschrieben.

    Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass die Lok in den Mistkübel gehört, es steckt ja auch viel Arbeit drin und sie hat für den Erbauer gewiss einen bestimmten Wert, es ist immerhin ein selbstgebautes Modell. Wenn der Erbauer jedoch auf diese Fehler die nun gemacht wurden beim nächsten Modell etwas rücksicht nimmt, wird es noch besser werden. Übung macht eben den Meister und da braucht es mMn auch mal Kritik, um eigene Fehler erkennen zu können und beim nächsten Mal zu vermeiden. Das ist nicht böse gemeint und sollte mMn auch nicht böse aufgefasst werden, sondern als gutgemeinte Hilfe.

    Soweit mein Beitrag dazu...

    Grüße
    SVT Köln
    Epoche II, die Glanzzeit der Eisenbahn!
  • Die Lok wirkt (von der Ferne) sicher stimmig.

    Das Problem sehe ich v.a. in den teilweise verwendeten - von Altgroßserienmodellen (Lima, ...) stammenden - recht klobigen und unproportionierten Teilen. Bestes Beispiel besonders die Triebstangen.

    Abhilfe würde ich hier sehen, indem man zBsp die Stangen, aber auch diverse Details an der Lok - sofern nicht erhältlich - selbst macht. Ob aus Resin oder Messing, überlasse ich dir.
    Hört sich jetzt fürs Erste doch etwas "oh mein Gott kann ich nicht" an, aber glaube mir, mit etwas Übung bekommst du das schon hin.
    Du bräuchtest halt genaue(re) Pläne der Lok.

    Die von walter_f erwähnten tenderseitigen Aufstiege sind dagegen eher noch ein vertretbares Fehlerchen, das aber auch einfach und rasch korregiert werden kann.
  • 02 0201-0 schrieb:

    Die Lok wirkt (von der Ferne) sicher stimmig.

    Das Problem sehe ich v.a. in den teilweise verwendeten - von Altgroßserienmodellen (Lima, ...) stammenden - recht klobigen und unproportionierten Teilen. Bestes Beispiel besonders die Triebstangen.

    Abhilfe würde ich hier sehen, indem man zBsp die Stangen, aber auch diverse Details an der Lok - sofern nicht erhältlich - selbst macht. Ob aus Resin oder Messing, überlasse ich dir.
    Hört sich jetzt fürs Erste doch etwas "oh mein Gott kann ich nicht" an, aber glaube mir, mit etwas Übung bekommst du das schon hin.
    Du bräuchtest halt genaue(re) Pläne der Lok.
    Nur, daß kein Mißverständnis aufkommt: ich habe mir nur erlaubt, die Kreation eines Freundes der hiesigen Gemeinschaft zur Kenntnis zu bringen, ich bin kein Modellbauer :)
    Ich leite ihm die Reaktionen der Kollegen aber gerne weiter
  • @02 0201-0: Die Stangen der Lok würde man wohl aus Messing (oder eigentlich besser Neusilber) ätzen (lassen) müssen. Dazu braucht man allerdeings zuminderst einen PC mit einem gscheiten Zeichenprogramm. In dem meisten Fällen sollte das wohl Corel Draw o.Ä. sein, da die meisten Firmen, die solche Sachen ätzen (hab ich bisher nur in Deutschland gefunden) keine Auto-CAD-Dateien verarbeiten können. Das ärgert mich persönlich immer wieder, da doch ACAD eines der meistverwendetsten Programme in allen bereichen der Technik ist. Aber was solls, man muss halt mit Corel Draw umgehen lernen.

    Dass die Teile von alten Großserien-Lok stammen, ist für mich eine Erklärung, wieso diese zu groß sind. Nicht jeder hat daheim eine Drehbank stehen und kann mal eben einen Luftbehälter/Rauchfang drehen. Sandkästen würde man wohl anderwertig herstellen müssen (zB mittels feilen aus einem Kunststoffblock), das kann man noch eher mit einfachen Mitteln und ohne viele Vorkenntnisse.
    Resinguss kann man mMn recht schnell erlernen, dazu braucht es auch nicht besonders viel Zubehör. Dazu wird es auch mal einen Beitrag von mir geben.

    Wäre ich jetzt allerdings böse, würde ich dich, liebe 02er fragen, ob du deinen derzeitigen stand der Übung mal vorzeigen kannst, dass du das so schreiben kannst, so böse bin ich jedoch nicht, deswegen werde ich das mal lassen. :P

    PS: Bitte nicht böse auffassen, ich hoffe dass sich jetzt keiner beleidigt fühlt... (ist ja nicht so, manche vertragens ned...)
    Epoche II, die Glanzzeit der Eisenbahn!
  • SVT Köln schrieb:

    Wäre ich jetzt allerdings böse, würde ich dich, liebe 02er fragen, ob du deinen derzeitigen stand der Übung mal vorzeigen kannst, dass du das so schreiben kannst, so böse bin ich jedoch nicht, deswegen werde ich das mal lassen.


    Wenn ich Zeit hab, gerne. Nur in der Arbeit wir der Chef das eher nicht begrüßen, da sollte ich produktiv tätig sein, und zuhause fehlt mir ehrlich gesagt der Wille, mich mit Bilderupload etc. zu quälen.

    Aber glaube mir, ich würds nicht schreiben, wenn ich nicht bissi Ahnung hätte. ;)
  • Hallo!
    Ich bin mir sicher, dass ich höhere Ansprüche setze als andere, schließlich ist mein Erstling auch schon länger her. Ich habe meine Ansprüche aber hier schon ganz bewusst heruntergesetzt. Auch ich habe anfänglich klobige Kleinsteuerungen verwendet oder ähnliches. Diese Loks sind sogar noch existent. Es ist ja besonders schwierig für österreichische Loks vernünftige Steuerungen zu finden. Insbesondere vor 25 Jahren als ich begann, war es komplett unmöglich. Zweischienige Kreuzköpfe und Steuerungen mit äußerer Einströmung sind in den Großserien heute noch Mangelware und KMB gibt es ja nimmer. Hier hätte die 77er Steuerung mit innerer Einströmung als Basis gepasst.
    Aber soweit bin ich in meiner Kritik gar nicht gegangen. Ich habe ja gesagt: Soll sein! Das ist bei einem Erstlingswerk durchaus vertretbar. Die klobigen Teile kann man durch brünieren oder lackieren ohne weiteres kaschieren.
    Aber eine gewisse Mindestvoraussetzung sollte erfüllt werden.
    Es handelt sich tw. um ganz leicht zu vermeidende Fehler.
    Nehmen wir mal die verunglückte Rauchkammertüre. Ein Abguss einer Kleinbahn 156 wäre, wenn auch nicht genau passend, um Häuser besser gewesen. Oder man schlachtet ein Klein-Wrack.
    Man braucht keine Drehbank um passende Luftkessel, Rauchfänge und Dampfdome zu machen. Ein Handfräser oder eine Bohrmaschine und ein paar Feilen reichen.
    Das Führerhaus größenrichtig aus Blech zu schneiden ist genau dieselbe Arbeit, wie es falsch auszuschneiden.
    Das Wort „ätzen“ lässt vielen den kalten Schweiß auf der Stirne gefrieren. Besonders, wenn dann noch von Corel und Autocad die Rede ist. Man braucht kein Corel um irgendwas zu ätzen. Man schneidet das Führerhaus aus dem Blech aus, malt mit säurefestem Stift, erhältlich in jeder Papierhandlung, die Nieten auf, schützt die Rückseite mit Nagellack und schmeißt es in Eisen3Chlorid vom Conrad.
    Man kann die Leiter als lässliche Sünde, oder aber als leicht zu behebenden Makel sehen.

    Es ist durchaus möglich, mit einfachen Mitteln ansprechende Lokmodelle herstellen. Ich befürworte das sogar. Man hat schneller ein Erfolgserlebnis und verzettelt sich nicht. Sie sind dann zwar nicht 1000%ig aber auch aus der Nähe noch schön.

    Ich habe schon in meinem ersten Post betont. Es ist nicht meine Absicht irgendjemand herabzuwürdigen oder von Veröffentlichungen abzuhalten. Ich wollte nur aufzeigen das hier, meines Erachtens, eine Chance vertan wurde. Wie schon gesagt: Die Ansätze wären gut gewesen!

    Lg Walter