ORF: ÖBB-Schulden steigen bis 2020 auf 30 Milliarden Euro

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  • ORF: ÖBB-Schulden steigen bis 2020 auf 30 Milliarden Euro

    Der Ausbau der Bahninfrastruktur mit den großen Tunnelprojekten Brenner, Semmering und Koralm wird die Schulden der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) fast verdoppeln.

    „Die Finanzverbindlichkeiten der ÖBB-Infrastruktur AG werden 2020 voraussichtlich rund 30 Milliarden Euro betragen“, so Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) in einer Anfragebeantwortung an den Tiroler Bundesratsabgeordneten Stefan Zangerl vom Bürgerforum, die in der „Tiroler Tageszeitung“ (Montag-Ausgabe) zitiert wurde.
    Tunnelprojekte treiben Schulden in die Höhe

    Die ÖBB-Schulden lagen zuletzt bereits bei fast 18 Mrd. Euro, davon kamen 90 Prozent aus der Infrastruktur. Die Baukosten für den Brenner-Basistunnel werden auf 9,7 Milliarden Euro veranschlagt, davon beträgt der österreichische Anteil fünf Mrd. Euro. Dazu kommen noch der Koralmtunnel (5,4 Milliarden Euro) und der Semmering-Basistunnel (2,8 Milliarden Euro).

    „Im Zusammenhang mit den Investitionen im Infrastrukturbereich besteht ein verbindliches Refinanzierungsmodell, welches zwischen Bund und ÖBB vertraglich festgelegt wurde, so dass diesbezüglich keine Gefahr eines Konkurses der ÖBB droht“, so die Ministerin. Die anfallenden Betriebskosten für den Brenner-Basistunnel beziffert sie auf ca. 22 Mio. Euro. Die Kosten müssen sich Österreich und Italien teilen.


    Quelle: ORF
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