Schwarzfahrer-Bilanz 1. Halbjahr 2011

  • Schwarzfahrer-Bilanz 1. Halbjahr 2011

    Wien: Heuer schon 98.000 Schwarzfahrer erwischt

    04.08.2011 | 13:31 | (DiePresse.com)

    Fast 100.000 Fahrgäste wurden im ersten Halbjahr in den Wiener "Öffis" ohne Ticket ertappt. Dennoch ist die Schwarzfahrerquote gesunken.

    Die Wiener Linien ziehen eine positive Halbjahresbilanz in Sachen Schwarzfahrer: Bisher wurden 98.000 Personen ohne Ticket erwischt, informierte das Unternehmen am Donnerstag in einer Aussendung. Das seien 2,85 Prozent der in diesem Jahr kontrollierten 3,4 Millionen Fahrgäste. Diese sogenannte Schwarzfahrerquote sei im Absinken, teilten die Verkehrsbetriebe mit. Grund dafür sei die Ausweitung der Fahrscheinkontrollen.

    Pro Tag werden 20.000 Fahrgäste kontrolliert. In Summe haben die Wiener Linien im ersten Halbjahr 2011 bereits mehr Tickets kontrolliert als im gesamten Jahr 2005. Überhaupt sei in den vergangenen Jahren - als Reaktion auf die höhere Kontrolldichte - ein Absinken der Schwarzfahrerquote zu beobachten: Waren 2004 noch fast 5 Prozent der kontrollierten Passagiere ohne Fahrschein unterwegs, so waren es 2010 nur noch 3,04 Prozent. Im ersten Halbjahr 2011 betrug die Schwarzfahrerquote 2,85 Prozent.
    200 "Schwarzkappler" unterwegs

    Insgesamt gibt es rund 200 Wiener-Linien-Mitarbeiter, die in den Öffis Kontrolldienste versehen. Davon seien im Schnitt 70 bis 80 pro Tag im Einsatz, hieß es auf APA-Nachfrage. Zudem setzt das Unternehmen bei der Jagd nach Schwarzfahrern auf Intensivkontrollen in U-Bahn-Stationen.

    Wird ein Fahrgast ohne Karte erwischt, so muss er 70 Euro zahlen. Dieser Betrag ist bar oder binnen drei Tage mit Überweisung zu begleichen. Geschieht das nicht, so wird die Strafe auf 138,20 Euro angehoben.

    Jahr kontrolliert erwischt Quote
    2005 2,97 Mio. 130.000 4,37 %
    2006 3,87 Mio. 160.000 4,16 %
    2007 4,42 Mio 162.000 3,67 %
    2008 3,77 Mio. 138.000 3,66 %
    2009 4,00 Mio. 136.000 3,37 %
    2010 5,4 Mio. 165.000 3,04 %
    bisher 2011 3,4 Mio. 98.000 2,85 %

    (APA)


    Quelle: Die Presse
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • In Edinburgh funktioniert das so: Die Busse haben nur einen Einstieg, der zugleich Ausstieg ist. Jeder Fahrgast wird vom Fahrer kontrolliert, das Fahrgeld muss genau in eine Box eingeworfen werden. (Es gibt kein Retourgeld!) Zeitkarten etc. werden auf eine Lesegerät gelegt, die Tagesnetzkarte kontrolliert der Fahrer. Dennoch gibt es keinerlei Stau!
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