Stern & Hafferl: Versuche zum fahrerlosen Betrieb

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  • Am vergangenen Samstag fanden auf der Traunseebahn wieder Testfahrten zum Autonomen Fahren auf Nebenbahnen statt. Hier der dazugehörige Pressetext sowie Fotos vom im Einsatz gewesenen Tw und dem dazugehörenden Testteam:



    Vor der Remise in Vorchdorf:



    Auf der Strecke:


    Die Testmannschaft mit Dummie:

    Fotos: Stern&Hafferl
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Experten testen autonom fahrende Züge auf Traunseebahn von Stern & Hafferl
    VORCHDORF, GMUNDEN. Computerprogramme sollen künftig erkennen, ob entlang der Strecke Gefahren drohen. Der Eisenbahnproduzent Siemens Österreich entwickelt gemeinsam mit Partnern die entsprechende Technik und testete sie dieser Tage auf der Lokalbahn von Stern & Hafferl.
    In einigen Großstädten der Erde fahren bereits automatisch gesteuerte U-Bahn-Garnituren ohne Lokführer. Auch die Autoindustrie bastelt am autonom fahrenden Pkw. Kein Wunder, dass Eisenbahnhersteller ebenfalls darüber nachdenken, wie man Züge zu mehr Selbstständigkeit verhelfen könnte.
    Siemens Österreich als führender heimischer Hersteller testete in den vergangenen Tagen intelligente Sensorik und Steuerungstechnik auf der Traunseebahnlinie von Stern & Hafferl zwischen Vorchdorf und Gmunden.
    Das Forschungsprojekt wird vom Klimafonds gefördert. Beteiligt sind neben Siemens auch das Austrian Institute of Technology (AIT), die Fachhochschule Oberösterreich und andere Technologiepartner.
    „In der Firmengeschichte von Stern & Hafferl spielten technische Innovationen immer eine große Rolle“, sagt Laurenz Neumann, stellvertretender Betriebsleiter des Gmundner Verkehrsunternehmens. „Deshalb freut es uns, dass die Versuche auf unserer Strecke durchgeführt werden.“
    Wobei der Verkehrsbetrieb betont, dass nicht daran gedacht werde, Lokführer durch Computer zu ersetzen. Doch das ist auch gar nicht das vordergründige Ziel der Versuche. Es geht auch darum, Systeme zu entwickeln, die Lokführer unterstützen und die Betriebssicherheit erhöhen.
    „Im Unterschied zu U-Bahnen verläuft bei uns die Strecke im Freien“, so Neumann. „Es gibt mehr Gefahrenquellen von außen, die das System frühzeitig erkennen muss.“ Und so wurde eine alte Garnitur von Stern & Hafferl auf die Strecke geschickt – ausgerüstet mit modernster Sensorik. Die Radar- und Videokameras liefern Daten an einen Computer der sie in Sekundenschnelle auswertet und bei potenzieller Gefahr Warnsignale gibt sowie eine Bremsung einleitet.
    Entscheidend ist dabei, dass der Computer genau erkennt, ob Gefahr droht oder nicht.
    Mit den jetzt gesammelten Daten können die Algorithmen verfeinert und die Verlässlichkeit des Systems erhöht werden. „Die Leistungen und Reaktionsfähigkeit eines Lokführers erreicht das Programm aber noch nicht“, so Neumann.

    Quelle: nachrichten.at/oberoesterreich…ern-Hafferl;art71,2874508
    Das Foto habe ich Weggelassen, da es im obrigen Post Bild 2 schon vorhanden ist.
    Kursiv: So, So der Tfzf ist also besser, wozu dann das Ganze, wobei das Unterstrichene „noch“ als Drohung aufgefasst werden kann...

    Edit: westbahn, gibt‘s keinen Einwand wegen eines Regelverstoßes, wenn du dir die Bilder Ansiehst? :D
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • westbahn, gibt‘s keinen Einwand wegen eines Regelverstoßes, wenn du dir die Bilder Ansiehst?
    Nö, sind ja offensichtlich alles Mitarbeiter. Bist du der mit der tiefgezogenen Mütze? :P
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • westbahn schrieb:

    westbahn, gibt‘s keinen Einwand wegen eines Regelverstoßes, wenn du dir die Bilder Ansiehst?
    Nö, sind ja offensichtlich alles Mitarbeiter.
    Nicht wg. der MA‘s... Sondern wg. dem großen, fahrbaren „Ding“ im Hintergrund...

    westbahn schrieb:

    Bist du der mit der tiefgezogenen Mütze? :P
    Tja, wenn‘s so sein hätte sollen, dann hätte es diesen Gesetzesverstoß nicht gegeben.... Man merkt, wie „Gut“ du tatsächlich die Vorschriften kennst...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Weißt du, bevor du Anderen die Kompetenz in rechtlichen Angelegenheiten absprichst oder zumindest in Zweifel ziehst, solltest du dich an deiner eigenen Nase nehmen, den Kopf schräg halten, den §1 des Eisenbahngesetzes bzw. der Eisenbahnbau- und Betriebsverordnung (§77/1/9) lesen, versuchen, sie zu verstehen, das Foto noch einmal genau(!) ansehen und dann überlegen, warum beide Gesetze bei dieser Bahn nicht gelten.

    Da ich jedoch annehme, dass du es nicht erkennst, hier gleich die Lösung: Beide Gesetze gelten nicht, weil es sich um eine Schmalspurbahn handelt, diese kann keine vernetzte Nebenbahn sein, ergo gelten die o.a. Gesetze auch nicht. Für diesen Testbetrieb reicht daher ein Bescheid der zuständigen Bezirkshauptmannschaft mit oder ohne Auflagen. Auf der "echten" Bahn müsste diesen Bescheid das BMVIT erlassen.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
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  • Tja, dann weißt du offensichtlich nicht, dass der Zug ein Dreispitz-Signal haben muß, was er auch hätte, wenn sich da nicht der Sensor-Balken vor dem oberen Signallicht befinden würde. Soviel zu deiner Rechtskenntnis im Bereich des Eisenbahnwesens... Das hat übrigens mit Vernetzt oder Nicht Vernetzt überhaupt nichts zu tun.
    Zum Thema:

    Eisenbahngesetz 1957 §1 schrieb:

    § 1. Eisenbahnen im Sinne dieses Bundesgesetzes sind:
    1.Öffentliche Eisenbahnen, und zwar:

    a)Hauptbahnen;

    b)Nebenbahnen:

    c)Straßenbahnen;

    2.Nicht-öffentliche Eisenbahnen, und zwar:

    a)Anschlussbahnen;

    b)Materialbahnen.


    Also wo steht da was von „Vernetzt“ oder „Nicht Vernetzt“?

    Eisenbahnbau- und Betriebsverordnung §77//9 schrieb:

    § 77. (1) Die Triebfahrzeuge und andere führende Schienenfahrzeuge müssen folgende Ausrüstung haben:
    ...


    9. abblendbare Scheinwerfer zur Darstellung des Spitzensignals.
    Hier bist schon Richtiger, aber es ist noch immer Kalt...

    Der richtige § lässt zwar das Regelspitzensignal, das in der Zugehörigen Anlage 5/28 gezeigt wird, aus...

    Eisenbahbau- und Betriebsordnung §56 schrieb:

    Zugsignale
    § 56. (1) Die Spitze geschobener Züge muss nur bei Dunkelheit oder wenn Tagsignale nicht auf mindestens 100 m eindeutig erkennbar sind mit mindestens einem weißen Licht gekennzeichnet sein.
    (2) Bei Ausfall des Spitzensignals am verschiebenden Triebfahrzeug muss mindestens ein weißes Licht am Triebfahrzeug vorhanden sein.

    Eisenbahnbau- und Betriebsordnung Anl. 5/28 schrieb:

    28. Zugsignale (§ 56)
    BezeichnungBeschreibungBedeutungErläuterung
    SpitzensignalDrei weiße Lichter in Form eines gleichschenkeligen Dreiecks mit nach oben gerichteter Spitze.Kennzeichnung des ersten Schienenfahrzeuges einer Zugfahrt.Kennzeichnung verschiebender Triebfahrzeuge.

    ... aber hier sind wir nun richtig. Dennoch:

    Eisenbahnbau- und Betriesordnung §100 schrieb:

    § 100. (1) Zugfahrten sind durch das Eisenbahninfrastrukturunternehmen mit einer eindeutigen Zugnummer zu bezeichnen.
    ...
    (3) Das erste Schienenfahrzeug eines Zuges muss nach vorne das Spitzensignal zeigen. Fehlt das Spitzensignal oder ist es unvollständig, ist die Zugfahrt im nächsten Bahnhof anzuhalten. Kann der Mangel nicht behoben werden, darf diese Zugfahrt mit einem oder zwei Lichtern fortgesetzt werden; alle hievon betroffenen Mitarbeiter sind zu verständigen. Die Zugfahrt ist schriftlich zu beauftragen, zur Sicherung nicht technisch gesicherter Eisenbahnkreuzungen erforderliche Bereiche, mit höchstens 60 km/h zu befahren. Die Spitze geschobener Züge muss nur bei Dunkelheit oder wenn Tagsignale nicht auf mindestens 100 m eindeutig erkennbar sind mit mindestens einem weißen Licht gekennzeichnet sein.
    Ich denke mal, dass die Fahrten aufgrund dieses Passuses so genehmigt sind, was aber, aufgrund dessen, dass der Scheinwerfer nicht Ausgefallen, sondern verdeckt wurde, eigentlich nicht korrekt ist. Nebenbei gibt es auf dieser Strecke keine V/max über 60Km/h, dafür aber viele EK‘s.
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Sag einmal, kapierst du eigentlich irgendwas? Lies den §1a (EIB) bzw. §1b (EVU) EisbG. Und selbst wenn es eine Hauptbahn oder vernetzte Nebenbahn ist, dann stellt eben das BMVIT den Bescheid aus, dass die Testfahrten so durchgeführt werden.

    Was glaubst, wie Schwertransporte mit 80 Tonnen und mehr und 5 Meter Breite und mehr genehmigt werden, die an sich verboten sind, ha?

    Extra für dich:

    Ausnahmen
    § 10. Die Behörde kann im Einzelfall andere als in dieser Verordnung vorgeschriebene Vorkehrungen zulassen, wenn vom Eisenbahnunternehmen nachgewiesen wurde, dass die Sicherheit und Ordnung auf andere Weise gewährleistet werden kann.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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  • Eisenbahngesetz 1957 §1a schrieb:



    Eisenbahninfrastrukturunternehmen
    § 1a. Ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen ist ein Eisenbahnunternehmen, das dem Bau und Betrieb von Haupt- und Nebenbahnen, ausgenommen solchen Nebenbahnen, die mit anderen Haupt- oder Nebenbahnen nicht vernetzt sind, dient und darüber verfügungsberechtigt ist. Haupt- und Nebenbahnen sind vernetzt, wenn über die bloß örtliche Verknüpfung hinaus ein Übergang von Schienenfahrzeugen ohne Spurwechsel und ohne technische Hilfsmittel (beispielsweise Rollschemel) stattfinden kann. Haupt- und Nebenbahnen gelten auch dann als vernetzt, wenn sie grenzüberschreitend mit gleichartigen anderen Schienenbahnen in Nachbarstaaten verknüpft sind.

    Eisenbahngesetz 1957 §1b schrieb:

    Eisenbahnverkehrsunternehmen
    § 1b. Ein Eisenbahnverkehrsunternehmen ist ein Eisenbahnunternehmen, das Eisenbahnverkehrsdienste auf der Eisenbahninfrastruktur von Hauptbahnen oder vernetzten Nebenbahnen erbringt sowie die Traktion sicherstellt, wobei dies auch solche einschließt, die nur die Traktionsleistung erbringen, und dem eine Verkehrsgenehmigung, eine Verkehrskonzession oder eine einer Verkehrsgenehmigung gemäß § 41 gleichzuhaltende Genehmigung oder Bewilligung erteilt wurde.
    Würdest du uns bitte erklären, was diese beiden Gsatzl‘n mit der Verwendung des 3-Spitzsignals (Siehe Oben und Eisenbahnbau- und Betriebsverordnung Anl. 5) zu schaffen hat?
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Vergiss es, dir kann man nichts erklären, aufzeichnen kann ich es dir nicht, weil ich nicht zeichnen kann und bitte mach dich mit weiteren Postings zum Thema nicht noch lächerlicher! Danke!

    Tipp: Wenn du dich traust, ruf einfach den Betriebsleiter von Stern & Hafferl an: Ing Josef Berger Tel: +43 7612 795 2501, der wird sich sicher über deine glorreiche Entdeckung freuen.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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  • @KFNB X
    Aber nicht nur das man darüber Lachen kann, er hat nun selbst Bewiesen, dass alles was bisher am Nostalgiesektor erlaubt war, auch in Zukunft erlaubt sein wird, und sogar noch mehr, denn:

    westbahn schrieb:


    Ausnahmen
    § 10. Die Behörde kann im Einzelfall andere als in dieser Verordnung vorgeschriebene Vorkehrungen zulassen, wenn vom Eisenbahnunternehmen nachgewiesen wurde, dass die Sicherheit und Ordnung auf andere Weise gewährleistet werden kann.
    Was er, siehe Edit-Hinweis im Post erst nachträglich Anfügte... :thumbsup: :D :thumbsup: :D :thumbsup:
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Aber nicht nur das man darüber Lachen kann, er hat nun selbst Bewiesen, dass alles was bisher am Nostalgiesektor erlaubt war, auch in Zukunft erlaubt sein wird,
    Ganz genau! Und deine Erkennungsfähigkeit von rechtlichen Kohärenzen ist genial und die Erde ist eine Scheiblette! Aber schließlich ist es doch egal, ob du dich in rechtlichen Belangen auskennst oder nicht oder nur hineininterpretierst, was dir genehm ist...
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • Von Stern & Hafferl habe ich zur oben geführten Diskussion folgendes Mail erhalten:

    Stern + Hafferl schrieb:

    Die Fahrten erfolgten allen gesetzlichen Regelungen entsprechend und wenn es um das fehlende Spitzenlicht geht, erkennt man, dass das Schlusssignal brennt. Das Foto wurde bei der Vorbereitung für die Rückfahrt gemacht, der Führerstand ist schon gewechselt.
    Ich darf euch daher bitten, die fruchtlose Debatte zu beenden.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die Fahrten erfolgten allen gesetzlichen Regelungen entsprechend und wenn es um das fehlende Spitzenlicht geht, erkennt man, dass das Schlusssignal brennt.
    Falsche Antwort, aber egal.....

    S&H bezieht sich scheinbar (absichtlich) auf dieses Foto:

    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • Nun zum Thema: Hat sich eigentlich bisher noch niemand darüber Gedanken gemacht, dass beim Faktor Mensch grundsätzlich immer alles unabhängig vom Kostenfaktor in Frage gestellt wird und um beim Berufsbild TFZf zu bleiben, das fachliche Niveau seit Jahren kontinuierlich sinkt, Ausbildungszeiten gekürzt werden, der Faktor Mensch bis zum Letzten ausgepresst wird, die Fehlerhäufigkeit dadurch steigt und genau dies dann zu diesen Überlegungen führt? Im Umkehrschluss spielen aber die Kosten für ein in ferner Zukunft beabsichtigtes autonomes Fahren von Zügen scheinbar keine Rolle und hier stellt sich dann schon die berechtigte Frage, wie lange könnten fachlich fundierte Ausbildungen dauern und welche fürstlichen Gehälter könnten die TFZf einstreifen um nur annähernd an diese Kosten der Digitalisierung heranzukommen?
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
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