Mzb-Betriebszentrum Laubenbachmühle

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  • Mzb-Betriebszentrum Laubenbachmühle

    Seit vergangener Woche wird auf der Baustelle für das neue Mzb-Betriebszentrum Laubenbachmühle (siehe auch den Beitrag hier) tatsächlich gearbeitet. Hier ein paar erste Eindrücke davon:

    Die NÖVOG agiert anscheinend nach dem Motto "klotzen statt kleckern". Anders ist diese pompöse Baustellentafel bei der Abzweigung der Straße Richtung Bahnhof an der B 39 nicht zu erklären.



    Demnächst wird mit der Abtragung des Großteils der Gleise begonnen. Die bekannte Bahnhofsausfahrt Richtung Mariazell wird daher demnächst Geschichte sein. Auch das kleine Gütermagazin ist ein Fall für die Spitzhacke. Der Lokschuppen links verdankt sein Überleben dem Umstand, dass er denkmalgeschützt ist. Und der Wasserkran davor verdankt sein Überleben dem zähen Einsatz des legendären Mh6-Lokführers Erich Dürnecker. :D Wer diese Szenerie noch fotografieren will, sollte sich beeilen, denn wenn einmal die Planierraupen auffahren, ist es zu spät.



    Hier soll einmal die Himmelstreppen-Werkstätte stehen. Die 1099er-Werkstätte bleibt in St. Pölten auf der Alm, denn für die paar in Zukunft verbleibenden 1099er lohnt es sich nicht, in Laubenbachmühle Werkstätten-Ressourcen für diese Reihe vorzuhalten. 5090er-Werkstatt wird es auch keine geben, denn wenn einmal die Stadler-Fahrzeuge zur Gänze angeliefert sein werden, wird es keinen 5090er-Einsatz auf der Mzb mehr geben.



    Die folgenden Fotos zeigen die Humusabtragungsarbeiten in jenem Bereich, wo das Besucherzentrum hinkommen soll. Das erste Foto zeigt die Situation vom Bahnhof aus, die beiden anderen von der Besucher-Zugangsseite aus. Der künftige Zugang erfolgt bei der Brücke über den Nattersbach (drittes Foto - linker Bildrand).







    Fahrzeugmäßig war in Laubenbachmühle tote Hose, da tagsüber die meisten der normalerweise in Laubenbachmühle ausgehenden bzw. endenden Züge derzeit in Frankenfels wenden. In Laubenbachmühle verkehren derzeit nur die durchgehenden Züge von und nach Mariazell. Als Ersatz gibt es dafür die Schneeschleuder und einen Skl, die gerade von einem Einsatz zurückgekommen sind und sich vor dem Lokschuppen ausruhen.





    In Laubenbachmühle und in Winterbach sind Webcams installiert, die das Baugeschehen aus der Nähe sowie aus luftiger Höhe dokumentieren sollen. Allerdings sind sie noch nicht in Betrieb.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Schwertransporter rollt durch das Pielachtal

    In der Nacht auf Montag muss im Pielachtal wegen eines Schwertransports mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Das neue Betriebszentrum der Mariazellerbahn in Laubenbachmühle (Bez. St. Pölten) bekommt nämlich neue Dachträger. Jeder Holzbalken ist 34 Meter lang.

    Mittels Schwertransport werden sechs Dachträger von Ober Grafendorf nach Laubenbachmühle transportiert. Die Spediteure stellt das vor eine große Herausforderung. Die Dachträger haben nämlich die Länge von drei Autobussen und müssen über eine Strecke von knapp 40 Kilometern transportiert werden.

    Straße muss gesperrt werden

    Um drei Uhr morgens wird der Transport der sechs aufwendig verarbeiteten Holzkonstruktionen für den Dachstuhl des neuen Betriebszentrums der Mariazellerbahn in Laubenbachmühle vom Hersteller in Ober Grafendorf nach Laubenbachmühle beginnen. Bis acht Uhr morgens soll die Auslieferung abgeschlossen sein. Wegen der Größe der Holzteile muss die B39 in der Nacht gesperrt werden.

    Der Rohbau des Betriebsgebäudes inklusive Dachkonstruktion soll bis November 2012 fertiggestellt sein. Läuft alles wie geplant, wird der Bahnhof Laubenbachmühle, inklusive Werkstatt und Remisehalle, ab Mitte 2013 dann das neue Herzstück der Mariazellerbahn bilden.


    Quelle: ORF NÖ
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ich hatte gestern beruflich im Nattersbachtal (jenes Tal, durch das die Mariazellerbahn zwischen Schwarzenbach an der Pielach bis Unterbuchberg bei Laubenbachmühle fährt) zu tun. Ich nutzte die Gelegenheit, um ein paar Fotos vom Fortgang der Arbeiten an der Himmelstreppen-Garage sowie in Winterbach und in Gösing zu machen.

    Beginnen wir im Bahnhof Laubenbachmühle. Um 15:00 Uhr sollten hier der R 6808 "Gemeindealpe" und der R 6813 "Ötscherland" kreuzen. Mit fast fünf Minuten Verspätung trudelt der R 6808 mit der 1099.001 und der Ötscherbär-Garnitur, aus Mariazell kommend, ein. Ich weiß zar nicht, wie sich das NÖVOG-Logo an der Stirnfront einer 1099 machen würde, aber ohne Logo wirkt die Stirnfront irgendwie nackt.


    Tfzf.-Ablöse beim R 6808. So präsentiert sich das NÖVOG-Personal den Fahrgästen. Links der abgelöste Tfzf., in der Mitte der Ablöser, rechts ein Mitarbeiter des Bahnhofspersonals. Nachdem der R 6813 noch mehr Verspätung hat, geht sich ein Plausch unter den NÖVOGlern locker aus. Die Personalablösen finden grundsätzlich in Laubenbachmühle statt. Nachdem die NÖVOG-Mitarbeiter aus allen Teilen Niederösterreichs und auch aus Wien kommen und Laubenbachmühle doch etwas abgelegen liegt, müssen zahlreiche Mitarbeiter in der Umgebung von Laubenbachmühle auf privater Basis auf Eigenkosten übernachten, da die NÖVOG keine Personalunterkünfte zur Verfügung stellt. Die Vermieter von Privatunterkünften in der Region freuen sich über ein zusätzliches Einkommen, die NÖVOG-Mitarbeiter freut's weniger, denn bei einem Bruttoeinkommen von ca. 1.300 € für den Zub und ca. 1.800 € für den Tfzf. gehen die Übernachtungskosten ganz schön ins Geld.


    Mit ca. sieben Minuten Verspätung trudelt auch der R 6813 in Form von 6090 001 und 4090 002 in Laubenbachmühle ein...


    ....um mit fast zehn Minuten Verspätung Richtung Mariazell abzufahren.


    Nun zu den baulichen Anlagen. Der Bahnhof hat keinen Hausbahnsteig mehr, der Zugang zum Bahnhof kann derzeit nur entlang der Nordseite des Bahnhofsgebäudes erfolgen und alles ist durch Absperrgitter eingezäunt. Beim Zugang zum Bahnsteig fühlt man sich wie in einem Laufkäfig.


    Derzeit gibt es nur zwei benützbare Bahnsteiggleise. Hier die Ausfahrseite Richtung Mariazell.


    Der Neubau der Himmelstreppen-Garage, Entschuldigung, "Tourismusportal Laubenbachmühle" in seiner ganzen Pracht.


    Hoppala, da ist irgendetwas schiefgelaufen. Neu gebautes Gleis trifft auf neuaufgestellten Fahrleitungsmasten.....


    Blick durch den linken Teil der neuen Halle auf den Südkopf des Bahnhofes, an dem gerade intensiv gearbeitet wird. Zu sehen ist rechts vom Streckengleis auch das Ausziehgleis....


    .....das bis in das Straßenplanum der Richtung Unterbuchberg führenden Landesstraße 5221 hineinreicht. In Bildmitte der neue Abspannmast.


    Der Stand der Bauarbeiten vom künftigen Zugang zum Tourismusportal aus gesehen.


    Bei den Baustellenbüro-Containern hat man sich das alte Bahnhof-Namensschild unter den Nagel gerissen......


    Wie andernorts im Forum schon berichtet, sollen die unfallträchtigsten Ek an der Mzb durch Lichtzeichenanlagen gesichert werden. Diese Todes-Ek bei der Ausfahrt aus aus dem 93 m langen Kerlstein-Tunnel bei Strecken-km 51,4 in Unterbuchberg ist eine davon. Am 10. 07. hat die entsprechende Verkehrsverhandlung stattgefunden.


    In Winterbach nichts Neues. Lediglich die dort seit Jahren abgestellten Holztransportwagen (siehe Fotobericht hier) aus dem Jahr 1907 haben in Form eines ÖBB-Arbeitswagens Zuwachs bekommen. Auf der Ek unterhalb des Hotels Winterbach hält die gerade in Winterbach tätige Arbeitsrotte des für die NÖVOG-Infrastruktur zuständigen Bahnbauunternehmens RZ-Bau eine "Lagebesprechung" ab.


    Blick von der oben erwähnten Ek in Winterbach auf die Baustelle im Tal. Man beachte, wie klein das ohnehin nicht gerade kleine Bahnhofsgebäude von Laubenbachmühle (ganz links im Bild) im Vergleich zum Neubau wirkt. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es sich bei dem Neubau um so etwas wie Gigantomanie handeln könnte, die in der kleinmaßstäblichen Landschaft des Nattersbachtales wirkt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge....


    Zum Schluss noch ein kurzer Abstecher nach Gösing, dessen Bahnhof nunmehr verwaist ist. Bisher wurde die zum Alpenhotel Gösing (in dem Alfred Horn alljährlich Urlaub zu machen pflegt) führende Straße bei Zugfahrten durch das im Bahnhof anwesende Personal gesichert. Nachdem dies nicht mehr möglich ist, hat eine Lichtzeichenanlage die Aufgabe übernommen.


    Das Bahnhofsgebäude kann um wohlfeile 140.000 € käuflich erworben werden. Der Käufer muss sich allerdings verpflichten, den Warteraum und die Sanitäranlagen ganzjährig für die Fahrgäste ohne Kostenersatz zur Verfügung zu stellen, für die äußerliche Pflege des Bahnhofes aufzukommen, die Benützung des Lagerplatzes durch das Infrastruktur-Unternehmens sowie durch allfällige andere Bahnbaufirmen kostenlos zu gestatten und die Schneeräumung im Winter (ca. 20.000 € pro Jahr) zu besorgen. Dass das ursprüngliche Interesse des Alpenhotelbesitzers (ein aus der Werbebranche bekannter Millionär), das Gebäude kaufen zu wollen, deutlich abgekühlt ist, ist unter diesen Umständen verständlich.


    Wie ich anderer Stelle im Forum schon geschrieben habe, ist die NÖVOG in Sachen Eigenwerbung sehr flink. So ist es auch nicht verwunderlich, am Bahnhof Gösing untenstehende Himmelstreppen-Werbeplakate vorzufinden:



    Zum Schluss noch etwas: Vom neuen Bahnhof Laubenbachmühle sollen nach dessen Fertigstellung alle Zugfahrten auf allen NÖVOG-Strecken gesteuert werden. Also auch jene der Citybahn in Waidhofen, der Wachaubahn und auch der Waldviertler Bahnen....

    Ich hoffe mein gestriger kurzer Ausflug zur Mzb findet Euer Interesse.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Nachdem die NÖVOG-Mitarbeiter aus allen Teilen Niederösterreichs und auch aus Wien kommen und Laubenbachmühle doch etwas abgelegen liegt, müssen zahlreiche Mitarbeiter in der Umgebung von Laubenbachmühle auf privater Basis auf Eigenkosten übernachten, da die NÖVOG keine Personalunterkünfte zur Verfügung stellt.

    Untersagt die NÖVOG den Zuzug in die Region?

    Was die ÖBB mit ihren BFZ können, können wir in NÖ auch.

    Nun ja, BFZ in der einen oder anderen Form sind nun mal die Zukunft. Dass auf jeden Kleinstbahnhof mit 2 Weichen ein vollausgebildeter FDL sitzt, der sich beim gelegentlichen Knopferl drücken langweilt, ist etwas unzeitgemäß.
    Wir sind ja nur zum Plaudern hier.
  • HAB schrieb:

    Der Gipfelpunkt der Sinnlosigkeit ist wohl die Bahnsteighalle in der Einschicht von Laubenbachmühle.

    So wie die in Trimmelkam, Lamprechtshausen oder Peuerbach?


    Es geht hier nicht um die Notwendigkeit einer Halle, in der die Fahrzeuge, die für den Frühverkehr gebraucht werden, abgestellt werden können. Die Notwendigkeit ist in Laubenbachmühle genauso gegeben, wie in den von Dir genannten Endbahnhöfen der SLB und der LILO.
    Nur: Es ist ein Unterschied zwischen den funktionell gestalteten Zweckbauten in Trimmelkam, Lamprechtshausen und Peuerbach und dem vor Pompösität fast platzenden Protzbau in Laubenbachmühle. Schau Dir bitte das Foto aus Winterbach an, das Dir die Ausmaße des Neubaus drastisch vor Augen führt. Ich weiß natürlich auch, dass die Kombination von Tourismusportal, Fahrzeugunterhaltungswerkstätte und Abstellhalle Platz braucht. Aber das Ganze hätte sich von der Architektur auch anders, nämlich kleinteiliger, mit Rücksicht auf das Landschaftsbild und die umgebende Bebauung lösen können. Aber da im Vorjahr die Zeit drängte, wurde in Windeseile ohne Rücksicht auf erforderliche Fristen ein Architektenwettbewerb durchgepeitscht, der von der Ingenieur- und Architektenkammer zu Recht boykottiert wurde. Das Ergebnis ist ein Protzbau ohne jede Rücksicht auf den Bestand in einem Tal, das bisher immer als lieblich beschrieben worden ist. Ab sofort hat der Protz Einzug gehalten im Nattersbachtal.
    Leider.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die Notwendigkeit ist in Laubenbachmühle genauso gegeben, wie in den von Dir genannten Endbahnhöfen der SLB und der LILO.

    Na, dann sind wir uns eh einig.

    Und was ich davon halte, sag ich nach der ersten Besichtigung. Weil aufgrund von Baustellenfotos schließe auf nichts.
    Wir sind ja nur zum Plaudern hier.
  • Das ist ja genau der Unterschied, dass die Hallen in Trimelkam und Lamprechtshausen auch zum Hinterstellen dienen, in laubenbachmûhle dazu ganz offensichtlich nicht notwendig sind.

    Den Plänen nach zu schliessen ist es in Laubenbachmühle nicht vorgesehen, die Bahnsteighalle zu schliessen. So eine versperrbare Bahnsteighalle ist wohl auch nicht notwendig, weil in den Abstellhallen sowieso genug Platz zum Abstellen sein dürfte. Auch sind die Dimensionen der Halle/Bahnsteige fragwürdig gross. (nur zur Information, ich kann Pläne lesen)

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  • Nachtrag : wenn ich mir den Lageplan ansehe, dann ist in der Mitte der Eingang, rechts und links davon befinden sich jeweils eine Halle, die Halle links (Einfahrt aus Richtung St. Pölten) mit drei Geleisen dürfte die Werkstatt sein, die linke (Einfahrt aus Richtung Mariazell) hat 6(!!!) Geleise, bietet also genausovielen Triebwagenzügen Platz.

    Du kannst dort also 3 Himmelstreppen reparieren, 6 geschützt in der Garage abstellen und dann kannst Du noch 4 unter das Bahnsteigdach stellen (ich gehe jetzt davon aus, dass dort eine Doppelgarnitur Platz hat). Wieviele Himmelstreppen sind bestellt?