[Gmunden] Traunseebahn in Richtung Stadtzentrum verlängert

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Bahn fährt nach 123 Jahren über Traunbrücke

    7. August 2018, Gmunden,

    Historischer Moment in Gmunden: 123 Jahre nach der Planung fuhr erstmals Bahn über Traunbrücke

    123 Jahre (!) nach der ersten Planung fuhr am Montag Abend erstmals eine Straßenbahn über die Traunbrücke. Schon 1895 war eine Verbindung der Traunseebahn Gmunden – Vorchdorf zur ein Jahr zuvor eröffneten Gmundner Straßenbahn über die Traun geplant. Jetzt wurde der Lückenschluss vollzogen. Damit wurde auch eine Verbindung zwischen Traunseebahn und Hauptbahnhof Gmunden (Bahnlinie Attnang-Puchheim – Stainach-Irdning) geschaffen. Die Durchbindung über die Brücke war der letzte Schritt der Umsetzung der “stadt.regio.bahn Gmunden-Vorchdorf”, wie die vereinigte Bahnlinie von Straßenbahn und Traunseebahn jetzt heißt.

    Die Verantwortlichen der Bahn – Betreiber ist Stern&Hafferl – und die lokalen Politiker erwarten sich durch den Lückenschluss höhere Fahrgastzahlen, eine Attraktivierung der Gmundner Innenstadt und eine Belebung der Umlandgemeinden. Gestartet wurde das aufwändige Projekt im Herbst 2014, im Jahr 2016 wurden die neuen Garnituren (die auch durch die enge Gmundner Innenstadt fahren können) sowie die neue Remise Vorchdorf in Betrieb genommen und die Eröffnung der Bahn ist für 1. September geplant.




    Fotos: Wolfgang Spitzbart. Copyright: Wolfgang Spitzbart


    www.salzi.at
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • oe.tom schrieb:

    Im Jahr 2017 fährt die erste Straßenbahngarnitur als „RegioTram“ bis Vorchdorf.

    KFNB X schrieb:

    Nur ein Jahr Verspätung, also quasi pünktlich.
    Der ursprüngliche Termin Dezember 2017 wäre sich wahrscheinlich sogar ausgegangen, hätte es nicht den Einspruch zweier Anrainerinnen gegen den Neubau der Traunbrücke gegeben (siehe ab Antwort 87 in diesem Thread). Die Verzögerung liegt daher nicht im Verantwortungsbereich der Planer bzw. der Baufirmen.

    KFNB X schrieb:

    Dann siehts mit der öffentlichen Eröffnung am 1. September wohl gut aus.
    Ja. Das Eröffnungsprogramm gibt es hier.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die OÖN haben auch Berichtenswertes zu bieten:

    Erstmals überquerte ein Zug die neue Traunbrücke in Gmunden

    GMUNDEN. Im Jahr 1895 beschloss das Verkehrsunternehmen Stern & Hafferl, eine Bahnlinie vom Gmundner Bahnhof bis nach Vorchdorf zu errichten. 123 Jahre später ist es so weit: Am Dienstag fuhr zu Probezwecken erstmals eine (prominent besetzte) Garnitur über die neue Traunbrücke.

    160 Jahren nach Einstellung der Pferdeeisenbahn fuhr wieder ein Zug über die Traunbrücke. Bild: Spitzbart


    Nur wenige Eingeweihte wussten im Vorfeld davon. Um so erstaunter schauten Passanten am Dienstagabend, als das Verkehrsunternehmen Stern & Hafferl zum ersten Mal eine Traunsee-Tram-Garnitur von Vorchdorf aus über die Traun in das Stadtzentrum von Gmunden fahren ließ.
    „Die Fahrt hatte zwei Gründe“, sagt Günther Neumann, Geschäftsführer der Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft. „Zum einen wollten wir eine moderne Niederflur-Garnitur nach Gmunden überstellen, um sie bis zur Eröffnung der Traunsee-Tram-Linie noch im Straßenbahnverkehr einzusetzen. Zum anderen war es eine erste Probefahrt am neuen Streckenabschnitt.“ Dieser hatte die Planer vor große Herausforderungen gestellt: Beim Nadelöhr Trauntor muss der Zug den engsten Radius fahren. Außerdem galt es, die Senke beim östlichen Brückenpfeiler (Trachtengeschäft Reingruber) zu überwinden.
    Der Triebwagen befuhr die Strecke am Dienstag drei Mal, und die Techniker fanden nichts auszusetzen. Das einzige Problem war ein illegal auf den Schienen abgestelltes Auto beim Franz-Josef-Platz. Die Feuerwehr schleppte es ab.
    Die Premierenfahrt über die Traun war ein historisches Ereignis, auf das die Gmundner mehr als 100 Jahre warten mussten. Das Gmundner Unternehmen Stern & Hafferl plante bereits 1895 die Errichtung einer „Gmundner Lokalbahn“ vom Bahnhof durch die Stadt bis nach Vorchdorf. Zwei Abschnitte wurden fertig: Die „Gmundner Straßenbahn“ und die Traunseebahn vom Stadtteil Traundorf nach Vorchdorf. Bevor die 600 Meter lange Lücke dazwischen geschlossen werden konnte, brach jedoch der erste Weltkrieg aus und verhinderte die Fertigstellung der Linie. Drei Generationen später gelang jetzt der Lückenschluss. „Das ist aber nicht nur die Erfüllung eines historischen Versprechens“, sagt VP-Bürgermeister Stefan Krapf. „Dieses Projekt ebnet Gmunden den Weg in eine moderne Verkehrszukunft.“
    Prominente Fahrgäste
    Welche Bedeutung der ersten Probefahrt beigemessen wurde, zeigen auch die Namen der Passagiere, die im inoffziellen Premierenzug saßen: FPÖ-Verkehrslandesrat Günther Steinkellner, zweiter Landtagspräsident Adalbert Cramer (FPÖ), VP-Bürgermeister Stefan Krapf, SP-Mobilitätsstadtrat Wolfgang Sageder, Stadtamtsdirektor Heimo Pseiner und Otfried Knoll, Obmann des Vereins „Pro Gmundner Straßenbahn“.
    Offiziell in Betrieb genommen wird die Traunsee-Tram am 1. September mit einem großen Fest. Bis dahin werden die letzten Bauarbeiten erledigt, unter anderem die Pflasterung am Museumsplatz.

    OÖN mit Video von der Fahrt über die Brücke und durch das Trauntor.

    PS.: Interessant auch die Postings zum Artikel. Bis jetzt kein Einziges, das sich positiv zur SRT äußert. Die Poster zeichnen ein Bild eines rückwärts gewandten Gmundners, das so sicher nicht stimmt, weil bekanntlich immer nur jene am lautesten schreien, die gegen etwas sind.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Mit der Eisenbahn direkt zum Kino

    (ebra) - 23. August 2018 - 00:04 Uhr

    GMUNDEN. Wenn im September die Traunsee-Tram in Betrieb geht, eröffnen sich für Besucher der Gmundner Innenstadt aus Richtung Gschwandt, Kirchham und Vorchdorf neue, bequeme Möglichkeiten.


    Beispielsweise eine Direktfahrt zum Stadtkino. Die letzten drei Züge fahren um 21.46 Uhr, um 22.29 Uhr und um 23.33 Uhr (Abfahrtszeiten Rathausplatz) nach Vorchdorf.
    Martin Apfler, der Betreiber des Stadtkinos, feiert den Schienenanschluss seines Hauses mit einer Eisenbahn-Filmreihe. Am Eröffnungsnachmittag (1. September) zeigt er den Kinderfilm "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" (D 1918). An den Tagen danach folgen jeweils um 20 Uhr "Der General" (USA 1926), "Mord im Orientexpress" (USA 2017), "Girl on the Train" (USA 2016) sowie "Nachtzug nach Lissabon" (P, CH 2013).
    "Die Traunsee-Tram ist ideal für Kinobesucher", sagt Apfler. "Wer nach der Vorstellung noch gemütlich ein, zwei Biere trinken möchte, kann völlig stressfrei wieder nach Hause fahren."

    OÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ein historischer Tag für Gmunden: Jahrhundert-Projekt wird eröffnet

    31. August 2018 - 05:18 Uhr

    GMUNDEN. Die Traunseetram fährt morgen um 13 Uhr zum ersten Mal offiziell auf der neuen Strecke

    Morgen um 12 Uhr geben die Sirenen das Signal zur ersten offiziellen Fahrt der neuen Traunseetram. Bild: Fellner

    Der morgige 1. September ist ein historischer Tag für Gmunden: Die vieldiskutierte, teils heftig umstrittene, aber nun endlich fertiggestellte Traunseetram – die Durchbindung der Strecke vom Gmundner Hauptbahnhof nach Vorchdorf – wird mit einem großen Fest eröffnet. Gefeiert wird mit gleich zwei Bühnen: Eine wird auf der Brücke bzw. am Brückenkopf platziert, die andere am Rathausplatz. Das Fest beginnt um 9 Uhr mit dem Einzug von sechs Musikkapellen aus Gmunden, Gschwandt, Kirchham und Vorchdorf auf den Rathausplatz. Für Kinder gibt es ein Programm mit Malen, Basteln und Hüpfburg.
    Der Festakt beginnt um 11 Uhr mit der Begrüßung der Ehrengäste und den Festreden. Um Punkt 12 Uhr geben die Sirenen das Signal zur Eröffnung der Traunbrücke und zur ersten offiziellen Durchfahrt der Traunseetram durch das Trauntor. Die Ehrengäste und das Publikum werden das Eröffnungsband zerschneiden.
    Seine Teilnahme am Eröffnungsfest abgesagt hat Bundesminister Norbert Hofer wegen einer Asien-Reise. Er wird von Gerhard Gürtlich, Sektionschef im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, vertreten.

    OÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Historischer Moment: Nach vier Jahren Bauzeit ging Traunsee-Tram in Betrieb

    Von Edmund Brandner - 01. September 2018 - 13:26 Uhr

    GMUNDEN. Proponenten denken bereits über Verlängerung nach Altmünster und Laakirchen nach

    Der erste Zug, der durch Gmunden bis Vorchdorf rollte, war festlich geschmückt.. Fotos: Spitzbart


    Der strömende Regen konnte die Feierstimmung nicht trüben: Die Bürgermeister der Gemeinden Gmunden, Gschwandt, Kirchham und Vorchdorf nahmen gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer und Verkehrslandesrat Günther Steinkellner am Samstag, punkt 12 Uhr die Traunsee-Tram in Betrieb.
    „Jetzt fahren wir die Ernte ein“
    Für den öffentlichen Verkehr in der Region begann damit eine neue Zeitrechnung. Die Traunseetram fährt seit heute als Straßenbahn im 15-Minutentakt durch Gmunden und im Halbstundentakt weiter bis Vorchdorf. Zugleich wurde die Straße durchs Gmundner Stadtzentrum in eine Begegnungszone umgewandelt, auf deren Fahrbahn sich Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer gleichberechtigt bewegen.
    „Nach vier schwierigen Jahren können wir jetzt die Ernte einfahren“, sagte VP-Bürgermeister Stefan Krapf. „Gmunden wird durch die Traunseetram noch mehr zu einem Magneten.“
    Gschwandts VP-Bürgermeister Fritz Steindl verwies auf die vielen jungen Familien, die sich in Gschwandt niederlassen und die Bahn künftig benutzen werden. „Durch diese Investition haben wir auch eine neue Region mit insgesamt knapp 30.000 Bewohnern geschaffen“, sagte Kirchhams VP-Bürgermeister Hans Kronberger. Als „Lebensader“ bezeichnete Vorchdorfs VP-Bürgermeister Gunter Schimpl die neue Bahnlinie. „Es liegt jetzt an uns, diese Chance jetzt auch zu nutzen.“
    Die Traunsee-Tram gilt als Leuchtturmprojekt. Etliche ausländische Delegationen waren bereits in Gmunden, um sich die Kombination Straßenbahn-Lokalbahn anzusehen. Für Otfried Knoll, Bahntechnik-Professor an der Fachhochschule St. Pölten und Obmann des Vereins Pro Straßenbahn, markiert das Projekt auch eine Renaissance des Schienennahverkehrs. „Ich habe vor wenigen Jahrzehnten noch erlebt, wie überall kleine Bahnlinien zugesperrt wurden“, sagte er. „Heute geht die Entwicklung wieder in eine andere Richtung.“
    Sowohl Knoll als auch Günter Neumann, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Stern & Hafferl, dachten bei der Eröffnungsfeier laut darüber nach, die Traunsee-Tram-Linie eines Tages nach Altmünster und Laakirchen (Trasse existiert) zu verlängern. Pläne dafür wurden von Stern & Hafferl bereits 1912 entwickelt. Im gleichen Jahr plante das Unternehmen auch die Bahndurchbindung nach Vorchdorf, die erst jetzt, mehr als 100 Jahre später, verwirklicht wurde. Gut möglich also, dass sich die Laakirchner und Altmünsterer noch ein paar Jahre gedulden müssen.

    OÖN mit Bildergalerie
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neue Traunsee-Tram in Betrieb genommen

    Die neue Traunsee-Tram ist am Samstag in Betrieb genommen worden. In Gmunden fährt sie als Straßenbahn und vom Traunsee bis Vorchdorf als Lokalbahn. Vier Jahr wurde im Stadtzentrum von Gmunden gebaut.

    Pünktlich vor Schulbeginn können Fahrgäste die neu errichtete Schienenverbindung nutzen. Für die Tram musste nicht nur eine neue Traunbrücke gebaut, sondern auch die Straßen durch Gmundens Innenstadt komplett erneuert werden. Die Tram von Stern & Hafferl Bahn fährt ab sofort im Halb-Stunden-Takt von Vorchdorf bis zum Bahnhof Gmunden durch.

    Die Streckenübersicht der neuen Schienenverbindung. Grafik: Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf AG

    Vier Jahre lang war die Innenstadt Gmundens im Ausnahmezustand, weil neben der neuen Überquerung der Traun auch das Kanalsystem neu gebaut werden musste.

    Die neue Traunsee-Tram in Gmunden. Foto: ORF

    30 Millionen Euro wurden investiert, damit vier Gemeinden näher zusammenrücken. 80 Prozent davon hat das Land gezahlt.

    30 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Foto: ORF

    Für Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) ist das Projekt nicht nur wichtig, „weil es um die Verbindung einer ganzen Region geht“, sondern weil es auch „für den Tourismus interessant sein könnte“. Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) betonte bei der Eröffnung die steigende Bedeutung der öffentlichen Verkehrsmittel, die auch die Besiedelung am Land begünstigen würden.

    Trotz des Regens beste Stimmung bei der Inbetriebnahme der Traunsee-Tram.*) Foto: ORF

    Mehr als hundert Jahre lang musste Gmunden auf diese Schienenverbindung warten, denn die ersten Pläne für die Tram wurden bereits 1912 geschmiedet.

    ORF OÖ

    *) Anmerkung: Die Prominenz v.l.n.r., soweit ich sie kenne: Günter Neumann, Geschäftsführer St&H-Verkehr, Karl Neumann, CEO St&H-Holding, LR Günther Steinkellner, Bgm. Stefan Krapf, LH Thomas Stelzer, N.N., Otfried Knoll.

    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ein bengalisches Feuer kündigt den großen Moment an und knapp vor 12:00 Uhr mittags ist es so weit: Der mit Werbefolien beklebte und mit einem Blumenstrauß geschmückte Tw 127 durchfährt als erster offizieller Zug das Trauntor, um die Prominenz für die Jungfernfahrt aufzunehmen:



    Derselbe Triebwagen ca. dreieinhalb Stunden später im Planbetrieb auf der neuen Traunbrücke auf dem Weg vom Bahnhof nach Neuhub, wo heute die Einschubzüge wendeten. Der Tw war wegen der Prominenz bewirtschaft, wobei die Bewirtschaftung auch während des Planbetriebes aufrecht blieb:


    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 1. 9. 2018


    Demnächst gibt es noch mehr Fotos!
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Demnächst gibt es noch mehr Fotos!
    Etwas verspätet mein Bericht von der (verregneten) Eröffnung der „Traunseetram“ (ex „SRT“) am vergangenen Samstag. Wie der Großteil der Leser mittlerweile mitbekommen haben wird, ist aus der bisherigen SRT die Traunseetram geworden und ich werde in diesem Bericht auch diese Bezeichnung verwenden.

    Auf dem Straßenbahnabschnitt zwischen dem Bahnhof und dem Franz Josef-Platz verkehrten am Samstagvormittag im Viertelstundentakt mit Kreuzung in der Hst. Tennisplatz das älteste, im Einsatzbestand befindliche Fahrzeug, der 1952 gebaute Tw GM 10 und das jüngste St&H-Fahrzeug, der 2017 gelieferte Tw 131.

    Der Tw 131 bei der Wende in der (Noch-)Endstelle Franz Josef-Platz. In ca. 2 Stunden wird sie nur mehr als Haltestelle in Richtung Vorchdorf dienen:


    Der Tw GM 10, überquert vom Bahnhof kommend den Franz Josef-Platz:


    Der mit Gmundner Milch-Werbung versehene Tw 10 ist sehr gut besetzt:


    Dem Tw GM 10 bleiben nur noch wenige Fahrten zwischen dem Bahnhof und dem Franz Josef-Platz vv. Dann ist für den Tw 10 in Gmunden für immer Schluss, er wird umgehend auf der Schiene nach Vorchdorf überstellt werden, von wo er dann gemeinsam mit dem GM 9 für seine Übersiedlung nach Wuppertal vorbereitet wird, wo beide Tw als Ersatzteilspender enden werden. Darüber wurde hier bereits berichtet:


    Bei Schönwetter wäre hier ein Sitzplatz wahrscheinlich rar gewesen, aber angesichts des Dauerregens ist es nicht verwunderlich, dass vor der Hauptbühne am Rathausplatz gähnende Leere herrscht. Stattdessen wird das gastronomische Angebot in den Festzelten intensiv genutzt:




    Der für den Festakt bestimmte und mit Blumensträußen geschmückte Tw 127 wartet in der Kammerhofgasse vor dem Trauntor auf seinen Auftritt:


    Von den Politikern und Ehrengästen auf der Festbühne vor dem Trauntor ist vor lauter Schirmen nicht viel zu sehen. Der Herr mit dem Regenbogenschirm scheint von den Politikerreden jedenfalls schon genug zu haben:


    Nach der ökumenischen Segnung von Traunbrücke und Traunseetram hat der Tw 127 kurz vor 12:00 Uhr seinen Auftritt und fährt als erster offizieller Zug, begleitet von bengalischem Feuer mit enormer Rauchentwicklung, durch das Trauntor:


    Beim Halt vor der Festbühne hat es, bedingt durch den Rauch den Anschein, als würde der Tfzf. eine Schnellbremsung hinlegen:


    Nach der Mittagspause fahren meine Begleiter und ich von der Hst. Franz Josef-Platz nach Neuhub und zurück. Während wir auf unseren Zug warten, fährt ein Tw aus der erst vor ca. 2 Stunden eröffneten Hst. Franz Josef-Platz Richtung Bahnhof aus. Für das „Winkschaden“-Auto bitte ich um Entschuldigung:


    Um 14:38 Uhr fährt der Tw 131 nach Neuhub, in der Hst.-Trennwand schön gespiegelt, in die Hst. Franz Josef-Platz ein. An diesem Nachmittag wird zwischen dem Bahnhof und Neuhub im Viertelstunden-Takt gefahren. Die Zugkreuzungen finden in der Hst. Tennisplatz, im neuen zweigleisigen Abschnitt in der Innenstadt sowie in den Hst. Engelhof und Gschwandt-Rabesberg statt:


    Bei der Rückfahrt habe ich Gelegenheit, trotz des Dauerregens, ein paar Fotos vom Führerstand aus zu machen. Vor uns liegt die Hst. Gschwandt-Rabesberg, wo wir die planmäßige Zugkreuzung abwarten:




    Kurz vor der Hst. Engelhof Ich vermute, dass die Ankündigungstafel "Hauptschalter aus" die Trennstelle zwischen der 600 V-Straßenbahn- und der 750 V-Streckenfahrleitung ankündigt:


    Die Hst. wurde in letzter Zeit zu einer Kreuzungsstation umgebaut und präsentiert sich nun in neuem Gewand. Bis vor wenigen Tagen wurde an den Weichen noch gearbeitet:


    Bekanntlich werden die auf der Traunseetram verbleibenden Altfahrzeuge GM 100 (Bj. 1898), GM 5 (Bj. 1911) und GM 8 (Bj. 1961) in der in Engelhof befindlichen Fahrzeughalle untergebracht und werden vom Verein Pro Gmundner Straßenbahn betreut werden. Der Verein wird aller Voraussicht nach auch die alte Straßenbahnremise, die für die Tramlink nicht geeignet ist, übernehmen. Bei der Ausfahrt aus Engelhof ist ganz rechts das Zufahrtsgleis zur Halle zu sehen:


    Zwischen Engelhof und dem Seebahnhof verlief dereinst das Dreischienengleis. Nach der Ek mit dem Lembergweg geht es steil bergab. Der Zug befindet sich gerade auf Höhe der Hst. Lembergweg:


    An der bisherigen Endstelle Klosterplatz (seit Dezember 2014) steige ich aus, um entlang der Neubaustrecke bis zum Rathausplatz zu spazieren. Der Tw 128 fährt auf dem Weg nach Vorchdorf von der Traunbrücke kommend in die Hst. Klosterplatz ein. In der Zwischenzeit hat es weitgehend zu regnen aufgehört:


    Der Tw 131 verlässt den Klosterplatz in Richtung Traunbrücke und Bahnhof:


    In der Arkade des Hauses neben der Traunbrücke weist eine Informationstafel darauf hin, dass die Pferdeeisenbahn Gmunden – Linz schon im Jahr 1836 an dieser Stelle über die Traun fuhr:


    Blick auf den wolkenverhangenen Traunsee mit dem 146 Jahre alten Dampfschiff "Gisela", gebaut 1872 in der Ruston-Werft in Floridsdorf. Im Hintergrund Schloss Ort. „Orth“ heißt es nur in der Fernsehserie:




    Das Trauntor mit dem Stadtwappen und dem Hinweis, dass die Stadt Gmunden bereits seit dem Jahr 1278 das Stadtrecht besitzt. Knapp rechts davon der Turm und das Dach der Spitalskirche. Links neben dem Trauntor die mittlerweile verwaiste Festbühne:


    Tw 127 verlässt das Trauntor in Richtung Neuhub:


    Die Neubaustrecke im Bereich der Hst. Rathausplatz mit Blickrichtung in die Kammerhofgasse und zum Trauntor:


    Nach einer Kaffeepause im Freundeskreis mache ich mich gegen 17:00 Uhr von der Hst. Tennisplatz aus auf den Weg zum Bahnhof, um den REX/IC 725 nach Wien zu erreichen. In der Hst. kreuzen der Tw 129 nach Vorchdorf und der Tw 128 zum Bahnhof:


    Da rauf geht’s zum Bahnhof:



    Die Tw 128 (l.) und 127 (r.) in der Endstation Bahnhof. Der Tw 127, der für den Transport der Festgäste extra mit einer Bar ausgestattet worden war, war auch nach 17:00 Uhr noch bewirtschaftet:


    Der Tw 128 verlässt den Bahnhof Richtung Vorchdorf:


    Die St & H-Endstation Bahnhof. Rechts dahinter die Gmundner Zementfabrik der Fa. Hatschek:


    Der REX 725, bespannt mit der Cobra-Lok 1116 182, kommt um 17:36 Uhr mit 6 min Verspätung. Unmittelbar vor dem Abdrücken passierte noch ein „Winkschaden“:


    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 1. 9. 2018
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Danke für den ausführlichen Bericht, das Wetter hat die Eröffnung echt nicht verdient
    Gern geschehen. Ja, das Wetter meinte es nicht gut, aber die Kirchenvertreter (und die Festgäste) nahmen es mit Humor. Sie meinten, bei so viel Segen von oben kann die Traunseetram nur ein Erfolg werden. So gesehen hat die Traunseetram allerbeste Zukunftsaussichten.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Noch ein Nachtrag:

    LR Steinkellner erzählte in seiner Ansprache eine Anekdote über die Salzkammergut-Lokalbahn und die geht so:

    Der ehemalige Bundeskanzler Josef Klaus (1910 - 2001), der von 1949 bis 1961 LH von Salzburg war, soll nach seiner politischen Karriere gefragt worden sein, was seiner Meinung nach sein größter politischer Fehler gewesen sei und er soll darauf geantwortet haben: "Die Einstellung der Salzkammergut-Lokalbahn im Jahr 1957."

    Sollte die Anekdote ein Märchen sein, dann ist es wenigstens gut erfunden.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • westbahn schrieb:

    Brauchst du einen Blindenhund, der dich zur entsprechenden Webseite führt oder schaffst du es auch alleine, ohne Mama oder Papa? Deine Fragen sind an sich in wenigen Sekunden zu beantworten.
    Es kann durchaus sein, dass der Draisinenfan mit seinen Fragen hier eine Diskussion über die Themen anstoßen wollte. Es lohnt sich, hin und wieder über die Beweggründe so mancher Beiträge nachzudenken, bevor man hier gleich jemandem übers Maul fährt.
    Noch etwas: Alte Hasen hier wirst du mit deinen Grobheiten nicht verunsichern, eher die Frischg'fangten. Bei denen probierst du es eh laufend.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Es lohnt sich, hin und wieder über die Beweggründe so mancher Beiträge nachzudenken,...
    Ja, das mach ich eh! Mit erschreckenden Erkenntnissen!

    Bei denen probierst du es eh laufend.
    Grundlos? Leerpostings, nicht schreiben können, wirre Sätze....

    Aber trotzdem interessant, wie schnell du sehr oft für Dritte Partei ergreifst (oder Fotos postest oder...)! Das könnte vielleicht bald zum Fulltime-Job werden, wenn sich noch ein paar aus der Brainless-Young-Generation anmelden! ;) :P

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

  • Benutzer online 1

    1 Besucher