[Gmunden] Traunseebahn in Richtung Stadtzentrum verlängert

  • westbahn schrieb:

    Aber trotzdem interessant, wie schnell du sehr oft für Dritte Partei ergreifst (oder Fotos postest oder...)!
    Weil ich mich um alle jene annehme, die es verdienen, vor deinen Anpöbelungen geschützt zu werden.
    Was die Fotos angeht: Geht's dich was an, für wen ich sie poste?

    westbahn schrieb:

    Ja, das mach ich eh! Mit erschreckenden Erkenntnissen!
    Andere würden es dann bleiben lassen, hier zu schreiben. Du natürlich nicht, denn dann würdest du um deine Reibebäume umfallen. Da siehst du wieder, was du an uns hast.

    westbahn schrieb:

    ......wenn sich noch ein paar aus der Brainless-Young-Generation anmelden!
    Hast Angst davor, dass sich hier junge User engagieren könnten? Das Altwerden ist halt a Hund!
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • grubenhunt schrieb:

    Es gibt einen Halbstundentakt auf der gesamten Linie, verstärkt durch einen Halbstundentakt zwischen Hauptbahnhof und Engelhof.
    Daraus ergibt sich aber zwischen Hauptbahnhof und Engelhof kein Viertelstundentakt, sondern leider ein 10-/20-Minutentakt, da auf den zeitversetzten Takt der ÖBB-Züge Rücksicht genommen werden muss. Zu den geraden Stunden kreuzen die ÖBB-Züge in Gmunden zwischen den Minuten 22 - 26 und zu den ungeraden Minuten zwischen den Minuten 28 - 32.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Hier ein Stimmungsbericht von gestern: Es waren ob der Gratisfahrt und dem Hafenfest in Gmunden sehr viele Fahrgäste - schon ab Vorchdorf-Eggenberg - unterwegs. Der Fahrplan scheint sehr "ambitioniert" und ist im Berufs- und
    Schülerverkehr nicht zu halten (was sich gestern auch gezeigt hat). Wenn also die Züge, die planmäßig um .13 in Gmunden Bahnhof (Bahnsteige 21-22) eintreffen sollten, 10 Minuten Verspätung haben (wie gestern quasi Standard) wird's - zur geraden Stunde - mit dem Übergang zu den ÖBB-R (ab .26) sehr, sehr knapp. An X(Sa) bestünde die Möglichkeit (ab Engelhof) 20 Minuten früher zu fahren, an Sa, So, + 30 Minuten. Das wird von den Gmundern, die bisher gewohnt waren mit der Straßenbahn "punktgenau" zu den ÖBB-Zügen gebracht zu werden, etwas "Flexibilität" verlangen. Wenn also die Traunseetram nicht "Opfer des eigenen Erfolgs" werden will wird man um zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten (und Beschleunigungsmaßnahmen - Ein- und Ausfahrt Engelhof?) nicht herumkommen.
  • KFNB X schrieb:

    Es ist doch eher selten, dass man sich beim Fahrplan dermaßen verhaut. Ich würde dem ganzen noch ein paar Wochen zum "Einspielen" geben.
    Ich auch. Die an sich schon sehr gute Besetzung durch die Gratisfahrt wurde durch das Hafenfest sicherlich noch verschärft, sodass man dieses Verkehrsaufkommen nicht als Maßstab für den normalen Werktagsverkehr heranziehen kann. Am Eröffnungstag gab Viertelstundentakt bis zur Haltestelle Neuhub, also über Engelhof hinaus, bei auch sehr guter Besetzung gefahren und der Fahrplan wurde einigermaßen eingehalten.
    Ich vermute außerdem, dass der Mischverkehr (Tram, Pkw, Radfahrer, Fußgänger) zwischen Rathausplatz und Trauntor durch den überproportional hohen Fußgängerantei beim Hafenfest auch noch zu den Fahrplanabweichungen beigetragen hat.

    westbahn schrieb:

    .......will wird man um zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten (und Beschleunigungsmaßnahmen - Ein- und Ausfahrt Engelhof?) nicht herumkommen.
    Da sehe ich wenig Möglichkeiten. Im Stadtgebiet fehlt der Platz dafür und auf der Überlandstrecke besteht auf Grund des konsequenten Halbstundentaktes (ausgenommen Früh-HVZ und späte Abendstunden) nicht wirklich Bedarf.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Der Tw GM5 wird in Vorchdorf für den Nostalgieverkehr auf der Traunseetram umgerüstet. Zu diesem Zweck wurde er in der vergangenen Nacht bei strömendem Regen von Gmunden in die Werkstätte nach Vorchdorf überstellt. Die Strecke bis Engelhof konnte er in Eigenfahrt zurücklegen, ab Engelhof musste er wegen der 750 V Spannung auf der Überlandstrecke von einem Tramlink gezogen werden.

    Die Fotos zeigen den Tw GM5 auf dem Rathausplatz, bei der Durchfahrt durch das Trauntor, auf der Traunbrücke und in Engelhof:








    Fotos: Stern & Hafferl
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Es sieht so aus, als würde der Gegenverkehr bremsen, bevor das Auto ins Bild kommt. Es fehlt im Bild nur das letzte Glied mit rund 7 Meter. Somit hätte er in meinen Augen selbst einen kurzen Bus nicht sicher innerhalb der StVO (dort sollte eine Begegnungszone mit Vmax 20 km/h sein) überholen können. Lässt mich die Lenkberechtigung auch massiv hinterfragen.
    Unwissenheit über die Regeln (Schienenfahrzeug darf auch beschleunigen) ist man ja schon fast gewohnt (selbst bei Begleitpersonen von L-Taferln).
  • Grad erst in Betrieb, wird auch schon gelästert...
    OÖ Nachrichten vom 25.10.

    Wenn die Straßenbahn (fast) leer am Gmundner Rathaus vorbeifährt

    Die Traunsee-Tram hat auch in Gmunden nicht nur Fans: Von "Steuergeldverschwendung", sprechen die Gegner, die Befürworter sehen ein Zukunftsprojekt für Generationen".


    Bild: ebra

    Dienstag, knapp nach 13 Uhr am Gmundner Rathausplatz: Eine Garnitur der Traunsee-Tram fährt vorüber. Ein einziger junger Fahrgast sitzt hinten in der vorletzten Reihe der topmodernen Regiotram. In der nächsten Garnitur sind es zwei Fahrgäste, in der übernächsten vier. Ausgelasteter öffentlicher Verkehr sieht definitiv anders aus.

    Sechs Millionen Euro hat die Stadtgemeinde zu den 30 Millionen Euro Projektkosten beitragen müssen. "Das war eine Verschwendung von Steuergeld", sagt Beate Enzmann, FP-Stadtparteiobfrau in Gmunden. Nur durch "geschickte Lobbyarbeit der Befürworter" sei damals das Projekt beschlossen worden, sagt sie. Sie kritisiert auch die Streckenführung: "Die Bahn fährt nicht zum Schwimmbad und sie fährt nicht zum Krankenhaus. Flexible Hybrid-Busse wären für Gmunden die weit bessere Lösung gewesen."
    Eine Million Fahrgäste pro Jahr

    Gegen den Vorwurf, dass in Gmunden Steuergeld verschwendet worden sei, verwahrt sich SP-Stadtrat Wolfgang Sageder: "Die Traunsee-Tram ist ein Zukunftsprojekt, von dem noch viele Generationen profitieren werden", sagt der Sozialdemokrat. Sein Ziel: Eine Million Fahrgäste sollen die Traunsee-Tram künftig pro Jahr nutzen.

    Für Stadtrat Reinhold Kassmannhuber von der Bürgerinitiative Gmunden (BIG) ist dieses Ziel genau Teil des Problems. "Ab 20.000 Passagieren pro Tag wäre eine Straßenbahn sinnvoll gewesen." Bei 13.191 Menschen, die in Gmunden leben, dürfte das schwierig zu erreichen sein. "Für eine Stadt wie Gmunden ist eine solche Straßenbahn ein Luxus, den alle anderen bezahlen müssen", sagt Kassmannhuber. Die Baukosten von rund 30 Millionen Euro seien nur die Spitze des Kosteneisbergs: "Die neuen Garnituren haben 33 Millionen gekostet. Das Land Oberösterreich hat Stern&Hafferl Betriebsgarantien in der Höhe von 75 Millionen Euro zugesichert. Dem Betreiber kann die Auslastung der Bahn also vollkommen egal sein."

    Kassmannhuber rechnet damit, dass die Bahn so, wie sie jetzt betrieben wird, nicht mehr lange fahren wird. "Ich glaube, dass die Frequenz der Züge reduziert werden wird müssen, weil die Auslastung so gering ist", sagt er.



    PDF Datei (1.90 MBytes.)

    Im ersten Betriebsmonat nutzten laut Verkehrsverbund "mehr als 100.000 Fahrgäste" die neue Straßenbahn. Während der ersten zwei Wochen war die Fahrt mit der Traunsee-Tram kostenlos. "Das langfristige Ziel ist Fahrgastzahl von etwa 3200 pro Werktag. Dieses Ziel soll innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre erreicht werden", heißt es aus dem Oberösterreichischen Verkehrsverbund (OÖVV). Zum Vergleich: An einem normalen Werktag nutzen 178.000 Fahrgäste die Linzer Straßenbahnen.

    Weniger Stau in der Innenstadt
    Der Straßenbahnbetreiber Stern & Hafferl verweist darauf, dass von den 30 Millionen Euro Baukosten nur ein Drittel in die Schiene floss. Zwei Drittel wurden in die Gmundner Infrastruktur (Kanal, Straßen, Brückenbau) investiert. Ausgaben, die ohnehin notwendig gewesen wären. Zudem zeige sich schon jetzt, dass sich der Verkehr in der Gmundner Innenstadt deutlich beruhigt habe, seit im Zuge der Straßenbahninvestition auch eine Begegnungszone geschaffen wurde.



    Eine Straßenbahn mit Geschichte

    Die Straßenbahn in Gmunden ist eine der ältesten in Österreich. Am 13. August 1894 nahm die Elektrische Lokalbahn Gmunden (ELBG) erstmals den Betrieb auf. Erst nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde sie offiziell zu einer Straßenbahn umkonzessioniert.

    Ursprünglich war die Strecke 2543 Meter lang. Im Jahr 1975 wurde der Abschnitt zwischen dem Rathausplatz und dem Franz-Josef-Platz stillgelegt. Mit einer verbleibenden Streckenlänge von 2315 Metern galt die Bim in Gmunden als die „kleinste Straßenbahn der Welt“.

    Im Februar 2013 beschloss der Gemeinderat in Gmunden, die Straßenbahn auf völlig neue Beine zu stellen. Die Gmundner Straßenbahn wurde mit der Lokalbahn Gmunden-Vorchdorf verknüpft. 80 Prozent der Projektkosten übernahm das Land Oberösterreich.

    Am 1. September 2018 wurde der Zusammenschluss von Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) und Verkehrsstadtrat Günther Steinkellner (FP) feierlich eröffnet. Seither verkehren Züge direkt zwischen dem Bahnhof in Gmunden bis nach Vorchdorf.
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