Waldviertler Schmalspurbahn - Wackelsteinexpress

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  • Langsam frag ich mich, ob man jetzt wirklich krampfhaft jeden Pimperlzug, der so durch die Gegend "rast", dass man das Blumenpflücken während der Fahrt ausdrücklich verbieten muss, als "Express" bezeichnen muss. Beim "Reblaus-Express" wird der satirische Gedanke ja noch in der Benennung irgendwie klar, aber mittlerweile ist wirklich jeder Nostalgiezug schon ein "Express". Auch bei der ÖGEG gibt's heuer nur mehr Fahrten "Mit Volldampf..." (durchs Gesäuse, in die Bayerischen Alpen, nach Budweis...) oder "Expresse" (Egerland, Gastein, Oberbayern, Stiegl Bierexpress...). :S

    Bin ich froh, dass man zumindest die Himmelstreppe nicht "Muttergottes-Express" oder so ähnlich genannt hat. Würde ja auch nicht passen, denn das ist die einzige Bahn, die kein Pimperlzug ist, sondern wirklich halbwegs schnelle "Express"-Fahrzeiten zusammenbringt.
  • Schmale Spur, volle Züge
    NÖN vom 28.12.

    Wackelstein-Express beendet Saison 2018 mit Fahrgastzuwachs von stattlichen 11,5 Prozent: Bilanz – und Ausblick auf ein weiteres bewegtes Jahr beim WSV.


    Erfolgreicher Saisonabschluss: Zugchef Patrick Miedler, Obmann Manfred Schwingenschlögl (oben v.l.) und Christkind Julia Miedler begrüßten auch Thomas Beninger, Andreas, Phillip und Lukas Fraisl, Vanessa und Herbert Beninger sowie Anton und Peter Hawlicek (v.l.). | NÖN

    Mit einem satten Fahrgastzuwachs von 11,5 Prozent beendete der Waldviertler Schmalspurbahnverein (WSV) die Saison 2018. Als letzte Frequenzbringer erwiesen sich zwei Christkindl-Zugpaare von Heidenreichstein nach Alt-Nagelberg, mit denen man noch einmal 336Fahrgästeaufschmaler Spur begrüßen konnte. „Mit insgesamt 5.580 Passagieren haben wir einen deutlichen Schritt über diemagische5.000er-Grenze gemacht“, freut sich Obmann Manfred Schwingenschlögl. 2017 hatte man die Schallmauer nur hauchdünn mit 5.003 Fahrgästen durchbrochen.

    Zugpferde sind bestellte Sonderzüge. „Kommendes Jahr haben wir bereits sechs zusätzliche Sonderzüge, die wir ergänzend zum bewährten Jahresprogramm in Verkehr setzen werden.“ Weitere Fahrgastzuwächse will der WSV mit neuen Themenzügen realisieren. So wird es 2019 erstmals einen Käsemacherzug und einen Teddybärzug geben. Dem Wunsch vieler Fahrgäste kommt man mit einer leicht nach vorne versetzten Abfahrt des zweiten Christkindlzuges 2019 entgegen. „Wir werden um 13 statt 13.30 abfahren, damit ist im Anschluss der Besuch der Kindermette gut möglich.“

    5.000 Arbeitsstunden alleine am Oberbau
    Was hinter den Kulissen eines von Ehrenamtlichen unterstützten Vereins passiert, um ein touristisches Kleinod wie den Wackelstein-Express betriebsfähig erhalten zu können, zeigt ein Blick in die Arbeitsaufzeichnungen. „2018 haben wir alleine 5.000 Stunden am Oberbau verbracht“, liest der WSV-Obmann aus seinen Unterlagen heraus. Dabei wurden 800 Einzelschwellen getauscht, 300 Meter Gleis neu verlegt, zwei neue Weichen eingebaut und 1,5 km maschinell gestopft. „Der Einsatz einer Gleisstopfmaschine war auch einer der größten Budgetbrocken im abgelaufenen Jahr.“

    Abgesehen von den periodisch anfallenden Instandhaltungsarbeiten am Fahrzeugpark wurden zwei neue Güterwagen erworben, die als Schotterwagen zum Einsatz gelangen. Einer davon konnte schon im Herbst nach umfangreichen Adaptierungsarbeiten in Betrieb genommen werden.

    2019 sollen die Arbeiten an Gleisen, Gebäuden und Fahrzeugen fortgesetzt werden. So will man im ersten Halbjahr die 2018 gestartete Renovierung des Heizhauses am Bahnhof Heidenreichstein abschließen. Weiter geht es bereits mit der Winterfahrt am 9. Februar (Abfahrt in Heidenreichstein: 14 Uhr).