HL-Trasse Salzburg - Köstendorf vorgestellt

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  • KFNB X schrieb:

    Für die Umfahrung einiger Bauernhof-Siedlungen 16 km Tunnel.
    Nachdem heutzutage praktisch alles unter die Erde muss, was irgendwen oder irgendwas stören könnte, wie z. B. der Lobautunnel oder diverse Starkstromleitungen, darf man sich nicht wundern, wenn die Bahn unter die Erde muss, noch dazu in Längsrichtung eines marginalen Höhenrückens. Und selbst da gibt es Widerstand gegen das Förderband für das Ausbruchsmaterial.

    BTW: Was mich beim Bau des Semmering-BT verwundert: Gegen die kilometerlangen, knallgelben Förderbänder durch unberührte Natur (siehe Foto) hatte die Naturschutzbehörde nichts einzuwenden?
    Foto: Erwin Tisch
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Für die Umfahrung einiger Bauernhof-Siedlungen 16 km Tunnel.
    Das Luftfoto schaut ja wirklich nach einer für einen Tunnel nahezu prädestinierten Gegend aus. Da hätte man Wien-St.Pölten auch komplett untertunneln müssen. Oder Wien-Wiener Neustadt.

    Vom Aufwand für ein paar Min Zeitersparnis ganz zu schweigen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 5047.090 ()

  • J-C schrieb:

    Die Förderbänder werden ja verschwinden, sind nicht sonderlich breit und dürften die Natur entsprechend auch nicht zu sehr belasten.
    Für österreichische Naturschutzbehörden reicht es schon für einen negativen Bescheid, wenn etwas auch nur wenige Jahre lang die Gegend verschandelt.

    5047.090 schrieb:

    Vom Aufwand für ein paar Min Zeitersparnis ganz zu schweigen.
    Laut KURIER-Artikel sind es fünf Minuten.

    Dass es für einen funktionierenden Nahverkehr im Flachgau mindestens einen dreigleisigen, besser noch einen viergleisigen Ausbau der Westbahn zur Trennung von Fern- und Nahverkehr bräuchte, ist unbestritten. Eine oberirdische Trasse ist angesichts der in der Vergangenheit zahnlosen salzburgischen Raumordnung, die die Zersiedelung förderte anstatt sie zu verhindern, nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Also müssen die Fernverkehrsgleise in den Berg.

    BTW: Die örtliche Raumordnung in OÖ. ist um nichts besser. Man braucht sich nur auf Google Earth die Siedlungsstrukturen in Bayern und dann in Salzburg und OÖ. anzuschauen. Man braucht gar nicht die Salzach bzw. den Inn als Trennlinie, um als Laie den Unterschied zu erkennen.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Oft seid ihr noch nicht mit der Bahn nach Salzburg gefahren, sonst wäre Euch wohl aufgefallen, dass sich die Bahn von Seekirchen bis nach Salzburg durch das Engtal der Fischach schlängelt und dort nicht viel Platz ist.

    Anders gesagt, es gibt dort nicht umsonst ein paar sehr enge Kurven und zum Spass bauens dort keine Tunnels und vielleicht (oder allerhöchstwahrscheinlich) ist er halt der Anrainerakzeptanz wegen ein paar km länger.

    Mit so platten Gegenden wie dem Tullnerfeld ist der Salzburger Flachgau jedenfalls nicht zu vergleichen. Flach ist eben auch relativ und für uns Salzburger ist der Flachgau eben flach, wohingegen die Burgenländer wohl z.B. den Gaisberg als Hochgebirge wahrnehmen.
  • In Hallwang ist man mit dem Tunnel zufrieden. Nachzulesen hier:

    Neue Hochleistungsbahn: Zustimmung in Hallwang

    Nach dem Termin in Köstendorf stellen die ÖBB am Mittwoch ihre Pläne zur Hochleistungsbahn in Hallwang (beide Flachgau) vor. Dort gibt es bisher keinen Widerstand, während man in Köstendorf den Tunnelbau fürchtet.

    In Hallwang sieht man den geplanten Bahntunnel mit 16 Kilometern Länge zuversichtlich. Vor allem weil dann der Großteil des Bahnverkehrs unterirdisch und ohne Lärmbelastung der Anrainer geführt wird. Und auch der Baustellenverkehr soll den Siedlungsraum verschonen.
    Bürgermeister sehr zufrieden
    In Hallwang seien die Voraussetzungen anders als in Köstendorf, sagt der Hallwanger Bürgermeister Johannes Ebner (ÖVP): „Das Projekt ist abgeändert worden. Die Querung der Fischach soll nun überbaut werden. Das ist sehr sehr positiv, vor allem, was den Lärm betrifft. Und bei uns gibt es nur einen kurzen Tunnel, wo das Material auch gelagert werden kann. Die Kapazitäten sind dafür da. Bei uns ist kein Förderband wie in Köstendorf nötig.“
    Vorstellung im Kulturzentrum
    Mittwochnachmittag können sich die Einheimischen und andere Interessierte die Pläne im Kulturzentrum Hallwang ab 15.00 Uhr anschauen. Für 19.00 Uhr laden die Bundesbahnen dann zur offiziellen Präsentation des Projektes.

    ORF Salzburg
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • grubenhunt schrieb:

    Du kannst nicht quer durch Seekirchen fahren und sobald Du nördlich von Seekirchen vorbeifährst, bist im Berg. Das gibt mindestens 10-12km Tunnel.
    Da habe ich mich in meinem Beitrag weiter oben vielleicht nicht ganz verständlich ausgedrückt. Mit der Aussage, dass der Abschnitt entlang der Fischach nur 7 km lang sei, wollte ich zum Ausdruck bringen, dass von der Topographie her nur dieser Abschnitt bedingungslos unter die Erde gehört. Der weitaus größere Teil des Neubauabschnittes könnte theoretisch auch oberirdisch verlaufen, hätte die Raumordnung in Salzburg (wie auch in anderen Bundesländern) nicht versagt. Schuld daran war u. a. der unglückselige ehemalige § 19 des Salzburger Raumordnungsgesetzes, der die Errichtung von Wohnhäusern für weichende Erben neben den landwirtschaftlichen Anwesen ihrer Eltern in Ausnahme- bzw. Härtefällen erlaubte. Da die Entscheidung, was ein Ausnahme- oder Härtefall war, bei der Gemeinde lag, gab es bald nur mehr Ausnahme- und Härtefälle und so schaut der ländliche Raum in Salzburg auch aus. Man braucht dazu nur Google Earth bemühen, um diese jahrzehntelang geübte Praxis zu erkennen.
    Dazu kommt, dass Siedlungserweiterungen nicht nach wirtschaftlichen Kriterien vorgenommen wurden, sondern dort, wo Grundstücke billig zu erwerben waren, wodurch die Zersiedelung weiter gefördert wurde. Deshalb ist es heute nahezu unmöglich, in Streusiedlungsräumen, wie der Flachgau einer ist, oberirdisch ein überregionales Verkehrsband, egal ob Straße oder Bahn, umzusetzen.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • und ich sag' nocheinmal, das stimmt nicht.

    der Tunnel kann gar nicht anders als vor Seekirchen anfangen, es sei denn man fährt mit der neuen Strecke g'schroams durch Seekirchen und das in Fahrtrichtung Wien - Salzburg gesehen, links der Bestandsstrecke. Seekirchen ist aber kein Produkt der Zersiedelung, sondern ist schon etwas länger da.

    Und vor Seekirchen gibts auch nur zwei Möglichkeiten (dort wo die bahn am Wallersee pickt und das BEST von Bestandsstrecke steht) : entweder man baut einen Tunnel unter den Hügeln nördlich vom See oder man schlägt eine Brücke über den See. Dass sich dort die bestehende bahnlinie so an den See drückt, hat nämlich auch seine Gründe in der Topographie. Es geht dahinter nämlich ziemlich steil einen Hügel hinauf.

    Dort ist es eben NICHT platt wie im Tullnerfeld.

    Ich kanns auch anders sagen : Salzburg HBF liegt auf 420m Höhe, der Seespiegel auf 505, Muss man aus diesem Niveauunterschied schon ein Gefälle von 100m auf 10km rechnen. Und die Umgebung ist vom See aus betrachtet in jede Richtung höher als der Spiegel, bis auf den kleinen Ausgang des Fischachtals. Die Ortschaften die zwischen See und Salzburg bzw. nördlich des Sees liegen (Hallwang, Eugendorf, Elixhausen, Schleedorf, Spanswag, Köstendorf und Neumarkt) liegen alle auf in etwa 550m.
    Wenn ich also von Neumarkt fallend nach Salzburg trassiere, gibts zwei Möglichkeiten : ich folge dem Seeufer und der Fischach, oder ich grabe ein langes oder mehrere mittellange und kurze Löcher.
  • Die Variante K3 (Folie 16) wird schon ziemlich am Minimum gewesen sein: Leitnerbauer Tunnel (1440 m), Westbahn Tunnel (305 m), Seekrichner Tunnel (7,145 m) und Tödtleinsdorfer Tunnel (2,775 m). Für mich stellt sich eher die Frage, ob man bei einer geringeren Zersiedelung (das ist dort ja wirklich beachtlich!) nicht eine komplett andere Variante möglich wäre (z.B um die B1 und dann durch den Irrisberg und "durch" die Wasserscheide beim Ederbauer um die dortige Steigung auch gleich zu eleminieren; beraubt aber Neumarkt um den "IC"-Halt).
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