NÖN: Badner-Bahn-Ausbau bis 2021

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  • NÖN: Badner-Bahn-Ausbau bis 2021

    Bahn-Ausbau soll 2021 abgeschlossen sein

    23.01.2013 | 14:54 |

    Der Ausbau der Badner Bahn ist schon länger beschlossene Sache. Am Mittwoch verkündete Verkehrslandesrat Karl Wilfing (V) weitere Details zu dem Projekt.

    Ziel ist es, dass die Badner Bahn künftig auf der gesamten Strecke im 7,5 Minuten-Takt verkehrt und nicht nur zwischen Wien und Wiener Neudorf wie bisher. 2021 soll es soweit sein, so Wilfing in einer Aussendung.

    Für die Taktverdichtung seien mehrere bauliche Maßnahmen nötig, erläuterte der Landesrat. In Wien-Inzersdorf soll bis 2017 eine neue Remise und bis 2021 eine Werkstätte entstehen, die Planungen dafür laufen bereits. Ab 2019 werden neue Fahrzeuge angeschafft, 2020 soll die Schieneninfrastruktur fertig sein.

    Bei den Fahrgastzahlen erhofft man sich durch die Maßnahmen eine Steigerung von 35.000 auf 50.000 Personen pro Tag. 217 Mio. Euro werden vom Bund, den Ländern Wien und Niederösterreich sowie den Wiener Lokalbahnen AG dafür investiert.


    Quelle: NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Wo wir schon beim Ausbau der Badnerbahn sind, ein paar Gedanken meinerseits ....

    die WLB fährt zwischen Schedifkaplatz und Inzersdorf auf ihrer alten Trasse, die, soweit ich weiß, schon seit der Gründung dort existiert. Die Haltestelle Wienerbergstraße der ehemaligen Linie 64, die in den 1990ern wohl ohne weitere Gedanken abgetragen wurde, fehlt heute (direkt daneben ist heute das Bürozentrum Am Europark!), die Haltestelle Schöpfwerk ist eher mäßig besucht (ist etwas weiter vom Kabelwerk weg als die U6), bei der Haltestelle Gutheil-Schoder-Gasse hab ich selbst noch nie wen aussteigen sehen.

    Irgendwie schwirrt in meinem Kopf die Idee herum, die WLB in diesem Bereich neu zu trassieren.
    (von Baden kommend: )
    Nach Inzersdorf PBF weiter auf eigenem Gleiskörper entlang der Triester Straße. Bei der Otto-Probst-Straße eine Haltestelle (dort stehen viele Wohnbauten, Umsteigemöglichkeit zum 16A und 65A würde die Hst G.Schoder-Gasse ersetzen),
    dann weiter über den Wienerberg bis zur Hertha-Firnberg-Straße, dort ebenfalls eine Haltestelle (Wienerberg City), dann über die Rotdornallee in die Raxstraße einbiegen und die Haltestellen Eibesbrunnergasse, Am Europark und Wienerbergbrücke wie die Autobuslinien einhalten, um dann über die Gleise der Straßenbahnlinie 62 zum Schedifkaplatz zu kommen.

    Das würde der Badnerbahn ziemlich sicher einen enormen Aufschwung geben. Allerdings wird das Projekt auch sicher ziemlich teuer sein, wäre aber für .... irgendwann .... sicher mal überlegenswert. Leider wird das hier niemals jemand der zuständigen Stellen lesen.

    Bezüglich des ÖBB-Verbindungsgleises in diesem Bereich: das kann natürlich weiterhin bestehen, nur wird der Abschnitt dann nicht mehr im Personen- sondern nur noch im Güterverkehr bedient, kann daher bis zum Übergabegleis 1-gleisig unelektrifiziert rückgebaut werden und wäre daher in der Erhaltung auch nicht mehr so aufwändig....
  • KFNB X schrieb:

    Eine Lokalbahn durch das Erholungsgebiet der Wiener? Unvorstellbar! Somit nur wenn sie unterirdisch verläuft und somit unfinanzierbar.


    Ähm, einfach am Mittelstreifen der Triester fahren lassen, dann büßt man dort zwei Fahrspuren ein (eine stadteinwärts, eine stadtauswärts), nimmt aber dem Erholungsgebiet nichts weg (Erholung hat man dort sowieso nicht, weil der Verkehrslärm der Triester Straße alles übertönt und die Luftqualität dort auch eher nicht so toll ist...)
    Und das ist mMn nämlich das größere Problem: man will dem Auto nichts weg nehmen. (würde ja Wähler kosten, bööööse....)

    Dass man dann den Dauerraunzern am Wienerberg dann aber was Gutes tun würde und das sicher auch Wähler bringt, hm naja.....
    Gut, zT versteh ich die Leute, die dort wohnen. 7B und 65A fahren in teilweise recht unfreundlichen Intervallen, und von der Hertha Firnberg Straße zum 7A/15A ist es ein gutes Stück Fußweg.
    Man darf dabei aber auch nicht vergessen, dass dann die Umsteigeknoten Philadelphiabrücke und Schedifkaplatz etwas entschärft werden, von der Entlastung der übervollen Buslinien 7A und 15A mal abgesehen, weil man dann in einem Zug mit der Badnerbahn etwa Am Europlatz oder zum Kino/Einkaufen am Wienerberg durchfahren könnte.
    Auf jeden Fall würd ich in so einer Streckenführung deutlich mehr Nutzen sehen als in der bisherigen Streckenführung über zwei beinahe Geisterhaltestellen im Nirgendwo.
  • Ein anderes Argument, das aber gegen deine Variante spricht: Die Leute, die von draußen auf der Überlandstrecke kommen wollen eigentlich so schnell wie möglich eine U-Bahn oder Schnellbahn erreichen, um mit dieser rasch in die Stadt weiterfahren zu können. Die Zahl der Leute, die am Schedifkaplatz in der Badner Bahn sitzen bleibt (eigentlich nur die, deren Ziel direkt im Bereich Matzleinsdorfer Platz bis Wiedner Hauptstraße liegt, denn selbst zur Oper kommt man schneller mit U6/U4), ist überschaubar.

    Mit der Neutrassierung und den von dir vorgeschlagenen Haltestellen würde sich die Fahrzeit von Inzersdorf zur Philadelphiabrücke etwa verdreifachen. Profitieren würden ausschließlich Leute, die entlang der Badner Bahn (Wiener Neudorf, Guntramsdorf etc.) wohnen und im Businesspark am Wienerberg arbeiten, für alle anderen würde sich die Fahrzeit bis zum Erreichen ihres U-Bahn- oder S-Bahn-Anschlusses um mindestens fünf Minuten verlängern.

    Eine bessere Erschließung des Bereichs Wienerbergstraße halte ich auch für notwendig. Aber nicht durch die WLB, sondern - in einem ersten Schritt - durch eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 vom Stefan-Fadinger-Platz über die Wienerbergstraße zur Schleife Dörfelstraße in Meidling und in einem zweiten Schritt durch eine Straßenbahnlinie 15 Dörfelstraße - Wienerbergstraße - Grenzackerstraße - Altes Landgut - Endlicherstraße - Laaer-Berg-Straße.
  • Hannibal schrieb:

    Ein anderes Argument, das aber gegen deine Variante spricht: Die Leute, die von draußen auf der Überlandstrecke kommen wollen eigentlich so schnell wie möglich eine U-Bahn oder Schnellbahn erreichen, um mit dieser rasch in die Stadt weiterfahren zu können. Die Zahl der Leute, die am Schedifkaplatz in der Badner Bahn sitzen bleibt (eigentlich nur die, deren Ziel direkt im Bereich Matzleinsdorfer Platz bis Wiedner Hauptstraße liegt, denn selbst zur Oper kommt man schneller mit U6/U4), ist überschaubar.

    Da stimme ich dir zu, aber:

    Hannibal schrieb:

    Mit der Neutrassierung und den von dir vorgeschlagenen Haltestellen würde sich die Fahrzeit von Inzersdorf zur Philadelphiabrücke etwa verdreifachen. Profitieren würden ausschließlich Leute, die entlang der Badner Bahn (Wiener Neudorf, Guntramsdorf etc.) wohnen und im Businesspark am Wienerberg arbeiten, für alle anderen würde sich die Fahrzeit bis zum Erreichen ihres U-Bahn- oder S-Bahn-Anschlusses um mindestens fünf Minuten verlängern.

    Gut, anmerken sollte ich auch, dass ich dabei natürlich mitgedacht habe, dass die Badnerbahn bei allen Ampeln bevorzugt wird. Ich denke da an ein System, wie das auch bei den Schranken gemacht wird. Vor der tatsächlichen Kreuzung eine Art Sensor im Gleis, die die Autoampeln automatisch auf Rot schalten und das Straßenbahn (WLB-) Signal auf Frei. Wenn der Zug dann tatsächlich bei der Kreuzung ist, sieht er ein freies Signal und kann ohne Bremsen durchfahren.
    Nach der Kreuzung befindet sich ein weiterer Sensor. Wenn alle Achsen den passiert haben, bekommen die Autos wieder grün.

    Das halte ich für ein einfaches System, was die Störungen für beide relativ gering hält.

    Und ich denke mir mal, dass auf den eigenen Gleiskörpern (v.a. auf der Triesterstraße) durchaus auch 80km/h drinnen wären. Auf der Raxstraße vielleicht bisschen weniger, da dort doch viele Zebrastreifen und Kreuzungen sind - sagen wir 60. Natürlich werdens ..... geschätzt! rund 10-15 min mehr sein, dafür hat man aber eine enorme Streckenaufwertung.

    Gut ich zähle nicht für die meisten anderen Fahrgäste, aber 10 Minuten halte ich noch für verkraftbar.

    Mit meiner Variante plus dem 1er und dem 15er (zumindest der 15er wird von Seiten der WL sowieso angedacht) könnte man das ja ideal verknüpfen. Wer zB dann nicht den Umweg über Meidling machen möchte, könnte dann mit der Linie 15 zur U1 kommen (Altes Landgut U) oder aber mit dem 1er direkt zum Matzleinsdorfer Platz (S-Bahn). Wenn man umsteigt, verkürzt sich die Fahrzeit - der WLB Zug braucht ja etwas länger, bis er am Matz wäre.
  • Nochmal, welche Streckenaufwertung? Die Badner Bahn als regionales Verkehrsmittel für innerstädtische Verkehrsaufgaben (Meidling - WIenerberg ist eine solche!) zu missbrauchen, ist genauso widersinnig wie wenn man einen Südbahn-Railjet in Liesing, Atzgersdorf-Mauer und Hetzendorf halten lassen würde, um die Strecke "enorm aufzuwerten". Und für Leute, die von der SCS oder von Wiener Neudorf kommend zum Wienerberg wollen, sollte es andere Möglichkeiten geben. Das kann eine Straßenbahn 15 ab Schedifkaplatz sein, und/oder von mir aus ein vom Stefan-Fadinger-Platz entlang der Triesterstraße bis nach Inzersdorf verlängerter 1er sein... - aber um Gottes Willen nicht die Badner Bahn innerhalb Wiens mit der Kirche ums Kreuz fahren lassen.
  • Ich kann dem Hannibal nur Recht geben. Die Badner Bahn als Überlandstraßenbahn hat andere Aufgaben, als innerstädtisch möglichst viele Haltestellen anzufahren. Dass sie in der Stadt bis zur Oper fährt, ist meiner Meinung nach ohnehin schon Luxus, denn wie Hannibal oben schon schrieb, ist die Zahl derer, die mit der Badner Bahn in die Stadt kommen und bis zur Oper durchfahren, durchaus überschaubar.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor