Neues von der Mariazellerbahn

  • Mit diesem Argument müssten aber auch zumindest die Gemeindestraßen gesperrt werden, oder?
    Ah, werden sie das etwa nicht? Ist die extreme Anzahl an Sperren an dir vorübergegangen? Im Übrigen entscheidet jede Gemeinde selbst aufgrund der Erkenntnisse der Lawinenkommissionen, ob gesperrt wird oder nicht. BTW: Jeder Waldweg zum letzten Haus im Outback liegt in der Priorität höher als die Mariazellerbahn!

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  • ...und die Vorsitzenden (= Verantwortlichen bzw. im Endeffekt Haftenden) der Lawinenkommissionen werden alle fünf Jahre neu bestellt. Und da gibt's eben jetzt entlang der MzB scheinbar einen, der ein wenig "ängstlich" ist und die Strecke in seinem Zuständigkeitsbereich gesperrt lässt und somit den Betrieb auf der Bergstrecke lahm legt. Es kann natürlich auch sein, dass die NÖVOGerln einen sehr guten Draht zu den Vorsitzenden haben und eine Sperre sogar begrüßen, denn eine nicht betriebene Strecke muss nicht teuer und bei den verwendeten Stadler-Plastikstraßenbahnen rund um die Uhr geräumt werden, man braucht auf der stillgelegten Bergstrecke kein Personal, keine Fahrzeuge, es wird keine Energie verbraucht usw.
  • Danke für Deine Ausführung!

    So ähnlich hätte ich das ja auch gesehen, dass das Interesse von Seiten der NÖVOG halt auch enden wollend ist, 365 Tage im Jahr zu fahren...

    Ein Stück weit verstehe ichs aber sogar:
    Als ich an einem Freitag vor drei Wochen mit dem SEV-Bus in der Früh nach Mariazell mitfuhr (eine durchaus auch landschaftlich schöne Strecke!), war ich bis Erlaufklause der einzige Fahrgast! Das klingt nicht so, als ob die Leute dort unbedingt auf diese öffentliche Verbindung angewiesen sind...

    Und die, die für einen Ausflug oder zum Beten hinfahren, die fahren halt dann, wenn die Bahn wieder fährt...
  • westbahn schrieb:

    Nach "nur" 40 Tagen SEV wurde die Schneeräumung erfolgreich gemeistert. Der Planbetrieb auf der Bergstrecke startet wieder am 14.2.
    Nach Schneechaos: Mariazellerbahn fährt wieder

    Am Donnerstag wird die Sperre der Mariazellerbahn zwischen Laubenbachmühle und Mariazell wieder aufgehoben. Seit Anfang Jänner war die Bergstrecke aufgrund von Schneemassen und umgestürzten Bäumen gesperrt.

    50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten investierten seit Anfang Jänner mehr als 4.000 Arbeitsstunden, um die Strecke zwischen Laubenbachmühle und Mariazell wieder freizubekommen. Etwa 30 Bäume waren umgestürzt und rissen Oberleitungen ab, meterhohe Schneemassen blockierten die Gleise.
    Sechs Bahnhöfe wurden von Schneemassen befreit
    Neben der Räumung der Strecke mussten auch sechs Bahnhöfe inklusive der Parkplätze von den meterhohen Schneemassen befreit werden, wie die NÖVOG in einer Aussendung bekannt gab. Die akute Lawinengefahr erschwerte die Arbeiten zusätzlich und verzögerte die Räumung.

    Ein Bagger musste die Schneewände aufbrechen. Foto: Reisenbichler

    Zwölf verschiedene Räumungs- und Infrastrukturfahrzeuge waren im Einsatz, um die Räumung der Strecke bewältigen zu können. Ein sogenannter Zweiwegebagger brach zum Beispiel die meterhohen Schneewände auf. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben von Anfang an einen kühlen Kopf bewahrt und Großes geleistet, um den Betrieb im Sinne unserer Fahrgäste wieder so rasch als möglich aufnehmen zu können", sagte NÖVOG-Geschäftsführerin Barbara Komarek. „Oberste Priorität hatte immer die Sicherheit für Menschen und Gerätschaft. Ich bin stolz, mit so einem großartigen Team arbeiten zu dürfen.“

    ORF NÖ
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • westbahn schrieb:

    ...und die Vorsitzenden (= Verantwortlichen bzw. im Endeffekt Haftenden) der Lawinenkommissionen werden alle fünf Jahre neu bestellt.
    Angesichts der Diskussion über die örtlichen Lawinenkommissionen weiter oben passt dieser Artikel hier gut dazu:

    Sorge um Arbeit in Lawinenkommissionen

    Für Lawinenkommissionen könnten bald kaum noch Interessenten zu finden sein, warnt der Anwalt Helmut Hüttinger, selbst Mitglied der Lawinenwarnkommission für den Gaisberg (Stadt Salzburg). Hintergrund sind die Ermittlungen nach dem Lawinenabgang auf eine Skipiste.

    Kann eine Straße oder Skipiste offen bleiben oder ist die Lawinengefahr zu hoch? Vor dieser schwierigen Frage stehen die ehrenamtlichen Mitglieder in Salzburgs Lawinenwarnkommissionen immer wieder. Und wo Menschen entscheiden, bleibt ein Restrisiko und damit auch ein Haftungsrisiko, sagt der Salzburger Rechtsanwalt Hüttinger.
    „Damoklesschwert schwebt über dieser Arbeit“
    „Das eine ist die zivilrechtliche Haftung - dagegen kann man sich mit einer Haftpflichtversicherung relativ gut schützen. Dann gibt es aber die zweite Ebene: die straftrechtliche Verantwortung, also dass die Staatsanwaltschaft dann ermittelt wegen einer fahrlässigen Körperverletzung, Gemeingefährdung oder ähnlichem. Und dagegen gibt es keinen Versicherungsschutz, sondern hier geht es um die persönliche Verantwortung. Und das ist natpürlich ein Damoklesschwert, dass über dieser Arbeit schwebt“, erklärt der Rechtsanwalt.
    Ermittlungen machen vielen Sorge
    Mit Sorge blicke man daher in den Lawinenwarnkommissionen auf den Fall in Neukirchen (Pinzgau), wo im vergangenen Jänner eine Lawine auf eine Skipiste abgegangen war - mehr dazu in Wildkogel: Sechs Jugendliche von Lawine erfasst (salzburg.ORF.at; 9.1.2019).
    „Wenn es wirklich zu einer Verurteilung von Mitgliedern einer Lawinenwarnkommission kommen sollte, dann würde das meiner Meinung nach schon bedeuten, dass sich viele Menschen überlegen diese verantwortungsvolle und ehrenamtliche Tätigkeit zu übernehmen“, sagt Hüttinger. Derzeit arbeiten im Bundesland Salzburg rund 700 Menschen in 90 Lawinenkommissionen - allesamt wie gesagt ehrenamtlich.

    ORF Salzburg
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