Neues aus dem Waldviertel

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  • Wieder zurück zum Thema Waldviertel ...

    Wie auf der Webpräsenz der FF Gmünd NÖ berichtet wird, verursachte der zurückkehrende zweite (Sonntag-nachmittägliche) Dampfzug aus Richtung Litschau gestern am späteren Nachmittag ein Brandereignis, das ein etwas getrübtes Licht auf die Tätigkeit der örtlichen Behörden wirft.

    Bereits am 4. August verursachte ein Sonntags-Dampfzug aus Litschau kommend einen - kaum bemerkbaren - Schwellenbrand, der innerhalb kürzester Zeit gelöscht war und keine unmittelbare Gefahr darstellte, da er sich in unmittelbarer Nähe der provisorischen Abfahrtsstelle auf freiem Gebiet ereignete. Trotzdem wurde diese Nichtereignis als Anlaß genommen, ein bezirksweites Verbot des Verkehrs von Dampflokomotivfahrten aufgrund extremer Witterungsverhältnisse zu verhängen. Nach dem Ende der Hochtemperaturphase und (in der Region unergiebigen) Regenfällen wurde dieses Fahrverbot am 12.8. aufgehoben, obwohl die Trockenphase noch nicht beendet war. Gut, die Zeit der hohen Temperaturen (bis 37/38 Grad) war vorbei, allerdings herrschten am vergangenen Wochenende 17./18. August erneut Temperaturen um die 30 Grad, wobei sonntags auch reger föhnartiger Wind herrschte, der den Böschungsbrand im dicht verbauten Gebiet so richtig anfachte. Durch massiven Feuerwehreinsatz konnte der rund 200 Quadratmeter große Brandstreifen vor Eintreten größerer Gefahr gelöscht werden.

    Nun könnten boshafte Zeitgenossen der Verschwörungstheorie anheimfallen, daß die NÖ Landesregierung, um den bei Diesellok-geführten Zügen stark bemerkbaren Passagierrückgang im Interesse einer Verringerung des Zuschussbedarfs hintanzuhalten, die örtliche Bezirksverwaltungsbehörde angeregt hätten, um das finanzielle Interesse des Landes durch Verhinderung eines Publikumsmagneten nicht zu konterkarieren. -8)
  • Bahnbrechende Idee

    11.09.2013 | 00:00 |

    GMÜND, CESKÉ VELENICE / Historischer O-Bus soll als Replik nach Originalplänen wieder erzeugt werden – und die Grenzregion touristisch weiter beleben!

    Von Sonja Eder

    Mit zwei behördlich bewilligten Fahrgestellnummern, Konstruktionsplänen und den Originalplänen von Mercedes startet Rechtsanwalt, Hotelier und Museumsbetreiber Jiri Ková ein visionäres Projekt: Er möchte den historischen O-Bus, der von 1907 bis 1916 die Menschen vom Bahnhof in Ceské Velenice zur Schmalspurbahnstation und zum Stadtplatz in Gmünd brachte, nachbauen lassen.

    Diese O-Bus-Verbindung sei die zweite in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie gewesen (die erste war in Ungarn) und von großer historischer Bedeutung. Kovás Wunsch ist, die beiden Städte, die in der Monarchie zusammengehörten, mit historischen Repliken dieser Fahrzeuge wieder zu verbinden.

    „Die ursprüngliche Konstruktion mit Oberleitungen ist technisch und rechtlich heute nicht mehr durchführbar, weil die Drähte gespannt werden müssten“, so Jiri Ková. Zwei Repliken des O-Busses sollen hergestellt werden: eine freie Replik mit einem Dieselmotor, die für Hochzeitsfahrten, Ausflüge und Repräsentationsfahrten nach Wien und Budweis genützt werden könnte, dazu eine weitere Nachbildung als Elektrofahrzeug, das in der Region eingesetzt werden könnte, auch für gelegentlichen Busverkehr zwischen den beiden Nachbarstädten. „Im Winter könnten die Busse in einer Halle wie in einem Museum ausgestellt werden. „Ich sehe das als weitere touristische Attraktion für die Region“, ist Ková vom Projekt überzeugt.

    Unterstützt wird diese Idee von der Stadt Ceské Velenice. Ková wünscht sich aber ein grenzüberschreitendes Projekt mit Partnern aus Gmünd und eské Velenice, um diese Vision gemeinsam voranzutreiben und später gemeinsam zu vermarkten und zu betreiben. 2017 will er mit dem Bus schon fahren.


    Quelle: NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Nichts Neues, dafür Altes wieder einmal aufgewärmt. Wahlkampfgetöse eben.

    FPÖ fordert Autobahn

    11.09.2013 | 00:00 |

    WALDVIERTEL / Nur eine Autobahn würde eine massive Abwanderung von Betrieben aus dem Waldviertel unterbinden.

    Von Brigitte Lassmann-Moser

    Eine Waldviertel-Autobahn ist eines der wichtigsten Wahlkampfthemen der Freiheitlichen in der Region. Diese Forderung sowie die FPÖ-Bezirkskandidaten wurden am Freitag, 6. September, in Zwettl präsentiert.

    „Die Vorteile einer Waldviertel-Autobahn liegen auf der Hand“, meint Spitzenkandidat Landesparteiobmann Walter Rosenkranz, der die erneute Forderung der FPÖ nach einer hochrangigen Verkehrsverbindung für das Waldviertel untermauert. Bereits jetzt habe man mit einer massiven Abwanderung von Firmen, aber auch der jungen Bevölkerung im Waldviertel zu kämpfen. „Betriebe können es sich nicht leisten, einen Standort zu wählen, dessen Infrastruktur an mittelalterliche Zustände erinnert“, kritisiert Rosenkranz. „Die Jungen sehen für sich keine Zukunft in der Region und wandern vermehrt ab. Eine Waldviertel-Autobahn könnte diesem Trend massiv entgegenwirken!“ Auch in punkte Sicherheit wäre eine solche ein Gebot der Stunde.

    „Wir Waldviertler wollen nicht Bürger zweiter Klasse sein“

    „Seit 20 Jahren fordere ich eine Waldviertel-Autobahn, und seit 20 Jahren wird diese Forderung von Schwarz und Rot abgeschmettert“, ergänzt der geschäftsführende Klubobmann Gottfried Waldhäusl. Mittlerweile seien es nur noch ein paar politische Kleingeister, die das verhindern. „Wir Waldviertler wollen nicht Bürger zweiter Klasse sein“, fordert Waldhäusl.

    Die Finanzierung wäre nicht das große Problem, ergänzt Rosenkranz: „Geld für die Infrastruktur ist ja da, man muss es nur zielorientiert einsetzen!“

    In jedem Bezirk Aktion pro Autobahn

    Alois Kainz, FP-Kandidat für den Bezirk Zwettl: „Wenn die ÖVP von Sicherheit spricht, kommt nur heiße Luft. Das spiegelt sich auch in der ablehnenden Haltung zur Waldviertel-Autobahn wider. Denn jeder weiß, mit einer hochrangigen Verkehrsanbindung für unser Viertel, gäbe es auch nicht so viele Unfälle.“

    Gleichzeitig mit der Forderung nach einer Waldviertel-Autobahn starteten die Freiheitlichen auch eine diesbezügliche Kampagne: In jedem Waldviertler Bezirk gab es in einem Kreisverkehr eine Aktion pro Autobahn.


    Quelle: NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Hierzuforums quasi unbemerkt, ging die Fahrtensaison 2013 auf der nördlichen NÖVOG-Strecke Gmünd-Litschau mit dem Tag der Nationalratswahl - 29.9. - zu Ende. Als Zusammenfassung läßt sich sagen, daß die Fahrgastfrequenzen im Prinzip nicht ganz schlecht liegen, es fällt allerdings auf, daß die an gewissen Tagen verkehrenden Museumszüge des Waldviertler Schmalspurbahnvereins, mit Anschluß in Alt-Nagelberg, meist wesentlich besser besetzt sind, als die Triebwägen (Mittwoch, Samstag) oder die Lok-Wagen-Züge an Sonn- und Feiertagen.

    Auch ist auffällig, daß die Fahrten an an Werktagen (also Mittwoch oder Samstag) in den meisten Fällen besser vom Publikum angenommen werden, als das sonntägliche Angebot, das außerdem zwei Zugpaare aufweist, die in dieser Form anscheinend nicht zu erhöhter Auslastung führen. Wie mir in einem Gespräch mit einem an der Strecke Ansäßigen erklärt wurde, wurde schon zu Beginn der Vereinsaktivitäten in den späten Achtziger Jahren festgestellt, daß ein Samstagbetrieb ein wesentlich besseres Ergebnis als der Sonntagsbetrieb, da anscheinend das im Waldviertel als Publikum verfügbare Fahrgastpotenzial den Sonntag mit einem Mittagessen und einem -schläfchen beschließt, und dann zurück nach Wien fährt. Diese Aussage läßt sich auch auf den Verkehr auf der Südstrecke nach Weitra, Langschlag und Groß Gerungs anwenden, wo die NÖVOG selbst nur mehr Mittwoch und Samstag mit Lok und Klassen die Gesamtstrecke bedient, während am Sonntag bis Groß Gerungs und an den restlichen Werktagen (Mo, Di, Do, Fr) bis Fassldorf mit Triebwagen gefahren wird, und die Gefäßgröße als mehr als ausreichend zu sehen ist.

    Die Bauarbeiten zum "Waldviertelbahn-Tor" in der Bezirkshauptstadt schreiten planmäßig voran, die Abfahrtshalle und auch die Werkstatt nehmen Gestalt an. Ich gehe davon aus, daß bis zum Wintereinbruch die wichtigsten Gleise verlegt sein werden, und die EK in der Bahnhofstraße Geschichte sein wird. Wenn ich dazukomme, werde ich in der nächsten Zeit versuchen, zu Bildern davon zu kommen und sie hier hereinstellen.
  • Gmünd: Dachgleiche bei Betriebszentrum

    Vor zwölf Jahren haben die ÖBB die Waldviertelbahn eingestellt, inzwischen ist sie im Besitz des Landes und führt Touristen von Litschau nach Gmünd. Dort wurde gestern auch die Dachgleiche für ein neues Betriebszentrum gefeiert.

    Der Rohbau umfasst einen knapp 120 Meter langen Bahnhof inklusive Remise, ein 250 quadratmetergroßes Kundenzentrum und eine eigene Werkstatt, in der die Garnituren der Waldviertelbahn künftig gewartet werden sollen. 8,5 Millionen Euro betragen die Kosten.


    Betriebszentrum Gmünd. Foto: ORF/Andreas Kotzmann

    Wertschöpfung auf eine Millionen Euro verdoppelbar

    „Wir wollten die Waldviertelbahn erhalten, weil wir überzeugt sind, dass die Wertschöpfung, die etwa 500.000 Euro ausmacht, verdoppelbar ist. Die Fahrgastzahlen wollen wir von 20.000 auf 40.000 erhöhen“, sagt Verkehrslandesrat Karl Wilfing (ÖVP).

    In spätestens fünf Jahren sollen diese Ziele erreicht werden. Außerdem fließen weitere zwei Millionen Euro in die Sanierung der Strecke, dieses Geld sei zwar verlorener Aufwand, sagt Wilfing, der Betrieb der Waldviertelbahn selbst sei aber wirtschaftlich rentabel.


    Quelle: ORF NÖ
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die Halle ist optisch (zumindest bis jetzt) durchaus gelungen.

    Aber nur bis jetzt. Das Endprodukt schaut, wenn man der unten zu sehenden Computersimulation Glauben schenken darf, eher wie eine Lagerhausfiliale aus.

    ......aber sie als wirtschaftlich zu bezeichnet, weil man die Infrastrukturkosten nicht mitrechnet, entlockte mir schon ein Schmunzeln.

    Früher sagte man zu solchen Berechnungen "Milchmädchenrechnung", heute sind es "Wirtschaftlichkeitsrechnungen nach Art des Landes NÖ". :D
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Um ehrlich zu sein, die Darstellung ist mehr als stümperhaft, man darf in diesem Fall ruhig hoffen, dass das Endergebnis besser aussieht als die Graphik. (wobei meistens ist es umgekehrt).

    Es dürfte auch so sein, dass "dank" des unglücklich gewählten Bildausschnittes der weisse Kobel und die recht unnatürlichen Fahnen im Vordergrund das Bild dominieren.
  • Um ehrlich zu sein, die Darstellung ist mehr als stümperhaft, man darf in diesem Fall ruhig hoffen, dass das Endergebnis besser aussieht als die Graphik. (wobei meistens ist es umgekehrt).

    Dazu meint der planende Architekt folgendes:
    „Das Gebäude erfüllt sowohl die technischen als auch die touristischen Anforderungen. Es wird in der klassischen, architektonischen Gestaltung eines Kopfbahnhofes gebaut, der im Stadtzentrum von Gmünd einen ganz besonderen städtebaulichen Akzent setzt. Eine Stahlkonstruktion mit viel Glas sorgt für eine gute Einsicht in das massive Gebäude“, schilderte Architekt Gerhard Macho.


    Auch der Waldviertler Landtagsabgeordnete und langjährige Kämpfer für den Fortbestand der Waldviertelbahn, Johann Hofbauer betonte die zukunftsweisende Bedeutung des Betriebszentrums. „Die Waldviertelbahn ist eine touristische Attraktion für die Region und eine Bereicherung für das vielfältige Angebot im Waldviertel“, ist Hofbauer überzeugt.

    Im Land NÖ scheinen die ÖVP-Landes- und Kommunalpolitiker zwei Gesichter und völlig unterschiedliche Ansichten bezüglich der Bedeutung von Touristikbahnen für die Wirtschaft und für den Tourismus zu haben. Während man im Waldviertel nicht müde wird, die Erhaltung der Bahn als Vehikel für Tourismus und Wirtschaft über den grünen Klee zu loben, wird das im Ybbstal stets verneint.
    Komisch.

    Zitatenquelle: NÖN.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Projekt noch nicht fix

    19.02.2014 | 23:59 |


    Die Gleisanlage wird derzeit im Bereich zwischen Weitraerstraße und Bahnhof erneuert. Un-
    abhängig davon wurden zur Überprüfung die Schranken der Eisenbahn-Kreuzung abmontiert.
    Mit den Plänen von Bahnbetreiber NÖVOG bezüglich einer komplett neuen Kreuzung hat das
    aber – noch – nichts zu tun. Foto: © Werner Grubeck

    Eisenbahn-Kreuzung | Projekt für umstrittene Schrankenanlage in Weitraerstraße eingereicht. Aktuelle Arbeiten betreffen aber nur Gleise.

    Von Markus Lohninger

    GMÜND / Im Bereich der Kreuzung der Schmalspurbahn-Gleise mit der Weitraerstraße wird seit voriger Woche fleißig gearbeitet. Die Gleisanlagen wurden von hier bis zum Betriebszentrum der Waldviertelbahn weggerissen. Derzeit werden die Schwellen erneuert, wie deren Dienststellenleiter Herbert Frantes auf NÖN-Anfrage erklärt: „Sie waren in einem schlechten Zustand, daher wird die Gleisanlage neu geschottert und erhält neue Betonschwellen.“

    Vorige Woche wurden bei der Kreuzung auch die Schranken entfernt. Das hat aber, wie Frantes betont, mit dem angekündigten Austausch der Schrankenanlage unterhalb der Einkaufsmeile noch nichts zu tun. „Die alten Schranken werden nur überprüft und sollen dann wieder montiert werden“, sagt er. Da die Schmalspurbahn in der Winterpause ist, müssen die Schranken derzeit ohnehin keinen Dienst verrichten.

    Bis zum Saisonstart im Mai soll die ganze Eisenbahn-Kreuzung aber neu angelegt sein – mit neuer Verkabelung, neuen Schranken, neuer Technik im Schaltraum, neuen Schienen und neuem Asphalt. Das Projekt der NÖVOG wurde bereits beim Land NÖ eingereicht.

    Die Kosten der Schrankenanlage, die sich auf bis zu 200.000 Euro belaufen können, soll wie berichtet nach aktueller Rechtslage zur Hälfte die Stadtgemeinde Gmünd tragen. Der Gemeindebund protestiert gegen das Gesetz beim Verfassungsgerichtshof, Bürgermeister Andreas Beer will die Zahlung verweigern (NÖN 05/2014).


    Quelle: NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Ob man hier sehnlichst auf die Betonschwellen von der Ybbstalbahn wartet? So spielt man die Leute gegeneinander aus, leider...

    Nö, die seitens der NÖVOG beauftragten Gleisbauunternehmen haben auf dem ehemaligen Holzverladeplatz nördlich des Bahnhofs Alt-Nagelberg ein Infrastrukturmaterial-Lager eingerichtet, das seit Frühjahr 2013 u.a. auch etwa 1.000 Stück Betonschwellen umfaßt. Außerdem setzt die NÖVOG dem Vernehmen nach nichts Kannibalisiertes ein :P , nur Neuware.

    Zu Deinem zweiten Satz: nicht nur das Land NÖ, sondern auch das (damalige) ÖBB Regionalmanagement Ost haben den Gemeinden und Anwohnern der Region entlang der Ybbstalbahn das Modell "Waldviertel" vorgestellt und die Kombination von Verein und Güterverkehr als möglichen Weg zur Erhaltung der Infrastruktur und des Betriebs apostrophiert. Einer der wichtigsten Hinweise in den seinerzeitigen Workshops (manche sagen, es wäre der Wink mit dem Zaunpfahl gewesen) war die Schaffung einer Plattform mit allen relevanten Partnern, also Gemeinden und Verein(e) - etwas, was im Ybbstal (und auch in Richtung Bergstrecke!) nie geklappt hat. Daß diesem Hinweis nicht gefolgt wurde, ist DAS Versäumnis der Ybbstalbahnaktivisten, die es NIE geschafft haben, einen Zusammenschluß ALLER Interessen pro Bahn zu erreichen.

    Gerechterweise ist dazu allerdings auch zu sagen, daß bezüglich des Südasts der Waldviertler Schmalspurbahnen die Gemeinden nach Einstellung des Planverkehrs 2001 auch vom damaligen NÖVOG-GF Knoll dazu gedrängt werden mußten, das Vorbild der Nordäste (Waldviertler Schmalspurbahn Verein und alle Anrainergemeinden) zu übernehmen, um der Intervention der NÖVOG ab Juli 2001/Mai 2002 eine Basisbegründung für die Finanzierung des touristischen Angebots durch das Land liefern zu können. Treppenwitz der Geschichte ist, daß in der Folge die nicht der Landesgrundfarbe VP entsprechenden Gemeinden des Heidenreichsteiner Astes (H'stein, Amaliendorf-Aalfang und Schrems [für den Ortsteil Langegg]) bei der Aufnahme des Tourismusbetriebs ab 2004 "durch den Rost gefallen sind", was die Finanzierung durch Land bzw NÖVOG betrifft. Die Gemeinden Gmünd und Brand-Nagelberg als ebenfalls rote Inseln im schwarzen Reich des glatzerten Landeshäuptllings haben einfach Glück gehabt, daß sie für den Betrieb von Litschauer Nord- und Gerungser Südast unbedingt erforderlich sind/waren.
  • Update Anfang März 2014

    Der Ausbau des Waldviertelbahn-Centers Gmünd geht aufgrund der aktuell ruhigen Wetterlage dem Plan entsprechend weiter. In den letzten Wochen wurden aus dem Oberbaulager Alt-Nagelberg laufend Schwellen für die Gleisanlagen des Gmünder Betriebszentrums abgeholt, sodaß Ende Februar 2014 alle rund 1.000 seit März 2013 gelagerten Betonschwellen abgefahren worden sind, auch die Stapel neuer Holzschwellen sind drastisch reduziert worden.

    Ein Besuch der Gmünder Baustelle ging sich leider nicht aus (Sch****-Sonnenschein -8) ), aber im Web ist ja etwas nahezu aktuelles zu finden (etwas nach unten scrollen): ein paar Bildchen über den neuesten Stand der Bauarbeiten.
  • Wie im (etwas ausufernden) Ybbstalbahnthread angesprochen wird, plant die NÖVOG anscheinend eine "Redimensionierung" der Gleisanlagen auf den Waldviertler Strecken.

    Zeitplan ist derzeit noch keiner bekannt, aber auf dem Südast dürften Altweitra, Weitra, Steinbach-Großpertholz, Langschlag und Groß Gerungs drankommen. Es wurde spekuliert, daß ausschließlich Kreuzungsmöglichkeiten in Weitra,Steinbach-Großpertholz und Langschlag übrigbleiben sollen, und Groß Gerungs auf eine reine Wendemöglichkeit reduziert werden soll (ob damit der Heizhausanschluß wegfällt, ist [mir] nicht bekannt. Damit würde die HuLst St. Martin ihr Ladegleis (2) verlieren.

    Auf dem Nordast soll in Neu-Nagelberg die südliche Weiche abgebaut werden (Gleis 3 würde damit zum Stumpfgleis).
    Alt-Nagelberg soll dem Vernehmen nach nur mehr Gleis 1 (Hauptgleis Gmünd-Litschau) und die Gleise 2 und 4 (an den Waldviertler Schmalspurbahn Verein verpachtet) behalten, die Weichen am Südkopf abgebaut werden, nur mehr die Weichenverbindung am Nordkopf würde die Verbindung zum Ast nach Heidenreichstein sicherstellen (dafür soll eine Weiche zwischen den Gleisen 2 und 4 das Umsetzen der Vereinszüge ohne Schwerkraftverschub erlauben).
    Brand verliert sein ehemaliges Ladegleis.
    Alleine in Litschau wird noch zu sehen sein, ob das ehemalige Rampengleis (3), auf dem der Ausstellungswagen 97012 neben dem Schuppen steht, zumindest seine westliche Anbindung verliert, auch die Anbindung vom Umfahrgleis (2) an das Heizhaus steht zur Disposition.
  • Fotos aus Gmünd

    Wie im (etwas ausufernden) Ybbstalbahnthread angesprochen wird

    Dort herrscht derzeit aber auch quasi Ausnahmezustand und es erscheint mir daher legitim, darüber auch etwas ausführlicher zu berichten.
    Die Waldviertler brauchen sich derzeit im Gegensatz zu den Ybbstalern bezüglich des Fortbestandes ihrer Strecken keine Sorgen machen, ganz im Gegenteil, wenn man sich die derzeit in Fertigstellung befindlichen Hochbauten und die neuen Gleisanlagen so anschaut.
    Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich gönne den Waldviertelbahnen die vom Land NÖ getätigten Millionen-Investitionen voll und ganz, aber irgendwie verstehe ich die Ungleichbehandlung von oberem Waldviertel und Ybbstal durch das Land NÖ nicht ganz. Hier werden Millionen in die Bahn investiert und mit dem Slogan "Bahn und Rad" geworben und im Ybbstal gibt es die Millionen nur für den Radweg, während die vorhandene Bahntrasse mutwillig zerstört wird.

    Nun zu den Fotos. Sie entstanden am 04. 03. 2014, als ich in Gmünd dienstlich zu tun hatte. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit.

    Die neue, ca. 200 m lange Bahnhofshalle vom gegenüberliegenden ÖBB-Bahnhof aus gesehen. Während des öffentlichen ÖBB-Daseins der Waldviertler Schmalspurbahnen mussten die Fahrgäste bei Wind und Wetter im Freien auf ihren Zug warten. Jetzt, wo sie als Tourismusbahnen während der schönen Jahreszeit verkehren, steht eine großzügig dimensionierte Halle zur Verfügung. Der Zugangsbereich beim Zebrastreifen erscheint mir durch den Anbau an die Halle etwas beengt:


    Der Haupteingang auf der Ostseite:


    Die NÖVOG-Fahne hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Oder soll sie vielleicht die finanzielle Situation der NÖVOG symbolisieren? :D


    Das neue Werkstättengebäude ist nicht minder imposant:


    Die Westseite des Werkstättengebäudes mit den vier Hallengleisen:


    Einfahrt in den neuen Bahnhof:


    Die Weichen werden händisch gestellt. Auf Dauer oder nur ein Provisorium?


    Die zweiständige Bahnhofshalle vom Westen aus gesehen. Rechts daneben der großzügig angelegte Parkplatz:


    Die Halleneinfahrt aus der Nähe. Rechts neben der Halle das Dampfzuggleis:


    Interessanter Schlankler in der Bahnsteigkante. Wozu?


    Auch ein Wasserkran darf nicht fehlen:


    Der Abgang vom Dampfzuggleis scheint mir etwas knapp bemessen. Bei Ankunft eines gut besetzten Zuges, womöglich auch noch mit vielen Familien mit Kinderwägen dürfte es hier ganz schön eng werden:


    Das provisorische Zufahrtsgleis von der alten Zugförderung in den neuen Bahnhof. Ich gehe davon aus, dass dieses Gleis nach Übersiedlung der Zugförderung an ihren neuen Standort abgebaut werden wird:


    Das Normalspurgleis liegt zwar noch im Ek-Bereich, aber die Überfahrt ist dank eines Prellbocks bereits Geschichte:


    Die Baustellentafel. Die Fertigstellung des neuen Bahnhofes ist für Mai 2014 geplant:


    Blick von der anderen Seite des Bahnschrankens auf den neuen Bahnhof. Eine Gleisstopf- und Richtmaschine sowie ein Gleisschotter-Planiergerät warten auf ihren nächsten Einsatz:


    Zum Schluss noch ein Blick in die alte Zugförderung. Ich gehe davon aus, dass alle Anlagen und Hochbauten dem Erdboden gleichgemacht werden. Weiß man schon etwas über die künftige Nutzung?

    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 04. 03. 2014 zwischen 15:00 und 16:00 Uhr.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ich würde sagen die Weiche ist eine wiederverwertete, die wird händisch bleiben. Den "Schlanker" der Bahnsteigkante würde ich damit begründen, dass im Bogenbereich die Bahnsteigkante weiter von der Gleisachse entfernt sein muss. Der Übergang wurde dann etwas abrupt gewählt.

    Wenn ich mir die Dimensionen der Anlage so ansehe, frage ich mich schon, was geplant ist. Sicherlich freut sich ein jeder Wagen über ein Dach, aber wenn ich an die Dimension der SVS Waidhofen (die weitaus mehr rollendes Material betreut hat) denke, ist es schon sehr sehr groß geworden.


    Mein Resume: Es sollte jemand der NÖVOG sagen, dass die Bahn nicht nur aus riesen Hallen und Werkstätten besteht, sondern auch abseits davon Leben möchte. Sicherlich ist oft ein durchgehendes Gleis ausreichend, aber imposanter wirkt so ein Bahnhof mit mehreren Gleisen schon. Und wenn man ehrlich ist, die Erhaltungskosten der Nebengleise sind bei weitem nicht so hoch wie gerne gerechnet.
  • Mir kommt der neue Bahnhof in Gmünd eher so vor, als wollte man da mit Doppel-Triebwagen in Himmelstreppenformat Stundentakt um den Knoten Gmünd fahren.

    Zur Breite des Dampfzugbahnsteigs: seine drei Meter hat der aber schon (schätze ich jetzt einmal), und die Wand zur Halle hat sicher Tore, die zu öffen sind, sodass Passagiere, die weiter vorne aussteigen dem Gedränge durch die Halle hindurch ausweichen können.

    Was KFNB anspricht, dass die Betriebsgebäude in ihrer Grosszügigkeit dem Zustand der gesamten Linie diametral entgegensteht, ist ja kein Waldviertler Problem, sondern trifft auf die Mariazellerbahn genauso zu, ich bin geneigt, diese Krankheit NÖVOG-Syndrom zu nennen. :D
  • Zur Breite des Dampfzugbahnsteigs: seine drei Meter hat der aber schon (schätze ich jetzt einmal), und die Wand zur Halle hat sicher Tore, die zu öffen sind, sodass Passagiere, die weiter vorne aussteigen dem Gedränge durch die Halle hindurch ausweichen können.

    Soweit ich mich erinnern kann, hat die Hallenwand keine Tore, d. h., alle müssen entweder bei diesem engen Schluf, der der kürzeste Weg zum Parkplatz ist oder über die Tür auf der Stirnseite des Bahnsteiges raus. Und da alle so schnell wie möglich zum Parkplatz wollen, wird's dort wahrscheinlich ein wenig eng werden.
    Bezüglich der Frage nach Toren vom Dampfzugbahnsteig in die Halle kann uns der Waldviertel-Eperte Alois wahrscheinlich eine erschöpfende Antwort geben.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Zuerst nicht sicher gewesen, dann: nachgesehen, negativ.
    Es gibt in der Glaswand keine Tore - das wäre auch kontraproduktiv, da in der Halle die beiden Gleise entlang eines Mittelbahnsteigs verlegt sind, und das "Überschreiten der Geleise verboten" ist :D

    Ich bin zwar bereit, der NÖVOG viel zuzutrauen, aber daß sie die den Bahnsteig verlassenden Fahrgäste über Schotter und Gleis auf den Mittelbahnsteig hatschen ließen, glaube ich doch nicht. Ich gehe davon aus, daß - zumindest bei schlechtem Wetter - die Abfahrt auch des Dampfzuges aus der Halle erfolgen wird, da bei den derzeit üblichen Zuglängen die Lok einer Wagengarnitur außerhalb der Halle stehen wird.

    Interessant wird meines Erachtens jedenfalls das Umsetzen am Sonn/Feiertag am frühen Nachmittag, da zwischen Ankunft des 16927 und des 16928 von/nach Litschau jedenfalls umgesetzt werden muß. Allerdings ist da der 5090er nach Groß Gerungs auf der Strecke. Angesichts der Sparwuteinstellung der NÖVOG wird den Verschub vermutlich die Zuglok vornehmen, sodaß die nunmehr 45 Minuten Wendezeit unter Umständen etwas knapp werden könnten. Auch unter dem Aspekt, daß die aufgrund des schlechten Streckenzustands erforderliche LA zwischen Neunagelberg und Breitensee die kundgemachten 28 bzw. 27 Minuten Fahrzeit zwischen Altnagelberg und Gmünd als Illusion erscheinen läßt.
  • In der ersten Märzwoche war die neue Gleisstopfmaschine (Plasser & Theurer 08-275/4 ZW, Baujahr 2010, Maschinennummer 1345, angeschriebener Eigentümer: Franz Plasser Vermietung [PLA]) auf der Litschauer Strecke unterwegs, um im Bereich Gopprechts-Schönau getauschte Holzschwellenabschnitte zu stopfen.

    Dieses Fahrzeug und das selbstfahrende Schotterplaniergerät der Fa. Swietelsky standen am Wochenende auf dem Verbindungsgleis zur Zugförderung Gmünd, neben dem Hallenneubau vor der EK, abgestellt. Dem Vernehmen nach werkt die Elektronik der Gleisstopf- und Richtmaschine 08-275/4 ZW noch nicht ganz so wie sie soll. -8)