Streckenabschnitt Sarmingstein - Weins-Ysperdorf der Donauuferbahn für GV reaktiviert, dafür wird der Abschnitt Weins-Isperdorf - Weitenegg abgetragen!

  • Nein, bin ich nicht, das solltest Du am besten wissen. Das "der Gesetzgeber sieht gar nix vor" bezog sich ja nur auf die übliche Fehleinschätzung (der auch Du lange Zeit erlegen bist), dass eine Strecke stets zu 100% abgetragen werden muss.

    Ich wollte dies nur nicht des Langen und Breiten erklären, da lasse ich gerne Dir den Vortritt. Nochdazu, wo Dir das Suchen von Gesetzestexten überaus leicht fällt.
  • der auch Du lange Zeit erlegen bist
    Wo steht das? Mir ist eigentlich immer schon klar, dass eine Strecke nicht abgetragen werden muss, wenn es eine Nachnutzung gibt. Wenn es eben keine gibt, wird abgetragen, zudem haben die damals Enteigneten (bzw. ihre Erben) die Möglichkeit, den enteigneten Grund wieder zurückzubekommen (Eisenbahn-Enteignungsentschädigungsgesetz).
  • Du hast hier lange und oft genug die Theorie vertreten, dass die Radwege auf Bahntrassen nur errichtet werden, damit man der Verpflichtung zur Abtragung entkommt. Diese Verpflichtung gibt es aber nicht (siehe obiges Posting)

    Du wirst das jetzt möglicherweise leugnen, meinetwegen tu das, das ist mir komplett Powidl. Belege suchen ist mir bei solchen Banalitäten zu langweilig.
  • Ja entschuldige, aber das ist doch immer schon so gewesen. Da gibt es nichts zum Leugnen. Der Rückbau findet dann statt, wenn es keine Nachnutzung gibt - wie jetzt in diesem Thread zu sehen ist. Dass der Rückbau ein X-faches von dem kostet, was man für einen Radweg ausgeben muss, ist wohl auch klar > Ybbstal. Eine der wenigen kompletten Rückbauten war die S7 vom Rennweg (inkl. Aspangbahnhof) bis zur Bezirksgrenze Simmering > Keine Nachnutzung > Wohnbau.
  • Die Hartsteinwerke Loja zeigen angeblich wieder Interesse am Bahnschottertransport auf der Donauuferbahn. Nachzulesen hier:

    Erstellt am 12. Juni 2018, 04:00 von Jutta Streimelweger

    Donauuferbahn-Brücke: Erneut Protest für Abbruch-Stopp

    Arbeiten bei Donauuferbahn-Brücke in Granz laufen. Loja zeigt nun konkretes Interesse an Schottertransport auf Trasse.

    Die Initiative Verkehrswende NÖ plant am Dienstag um 15 Uhr einen erneuten Protest in Marbach. Dieses Mal bei der Brücke in Granz, wo ein Abbruchstopp erwirkt werden soll. | privat

    Trotz des Protestes gegen den Abriss der Donauuferbahn-Brücke im Marbacher Ortsteil Granz fuhren schon tags darauf die Bagger auf. Während am Mittwoch noch rund 70 Personen mit Plakaten und Liedern für den Erhalt der Trasse der Donauuferbahn demonstrierten, ist diese in Granz inzwischen Geschichte. Sprüche wie „Stoppt den Abrisswahn! Die Bahn soll wieder fahrn!“ halfen gegen die Pläne der NÖVOG und Landesregierung nichts.
    Aber zurück: Noch am Mittwoch war die Welt für die Abrissgegner zwar nicht heil, aber die Hoffnung da: „Es steht eine Arbeitsbesprechung mit einem örtlichen Unternehmen an, das die Trasse wahrscheinlich für Transporte nutzen möchte. Zwischen 100.000 und 300.000 Tonnen sollen jährlich transportiert werden“, erklärte Josef Baum von der Initiative Verkehrswende NÖ. Bei dem Unternehmen dürfte es sich um die Loja handeln, die bereits in den Jahren zuvor den Schottertransport über die Gleise evaluiert hatte. Die Zuversicht war groß; dass die Brücke in Granz bald abgebrochen werden könnte, hatten die Gegner aber schon im Hinterkopf.
    Beim Protest war auch SP-Bürgermeister Anton Gruber, hingegen seines NÖN-Statements, sich eigentlich nicht an Protesten beteiligen zu wollen: „Von 108 Kilometern werden hier 19 Kilometer Trasse herausgerissen und in Oberösterreich baut man die Donauuferbahn sogar aus. Das ist sinnlos. Dass es sich bei den betroffenen Orten auch noch um SP-Gemeinden handelt, sorgt für einen schalen Beigeschmack.“ Die Eisenbahn habe für Marbach auch im Ernstfall eine wichtige Bedeutung: „Beim Hochwasser haben wir hier Material transportiert und als die Westbahnstrecke beschädigt war, war die Donauuferbahn die Ausweichstrecke.“ Zudem sei der Abbruch, der gerade läuft, kostspielig – schließlich könnten die Gleise ja auch einfach bestehen bleiben.
    Nun stehen die Abrissgegner aber vor fast vollendeten Tatsachen: Die Brücke wird abgebrochen, die Arbeiten laufen. Abrücken will das Land NÖ davon nicht, man beruft sich auf das Eisenbahngesetz, welches eine Auflassung der Trasse vorsieht: „Der Rückbau ist aufgrund eines Bescheids gesetzlich vorgeschrieben. Das Land kann das Recht nicht biegen“, heißt es aus dem Büro von Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko.
    Beim Protest: Helmut Wallner von den Grünen, Josef Baum von der Initiative Verkehrswende NÖ, SP-Ortschef Anton Gruber, Karl Weinauer und Wilhelms Kleinhofer (v. l.). | Streimelweger

    Die NÖVOG verweist auf eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2013, aus welcher hervorgeht, dass eine touristische Nachnutzung der Strecke Emmersdorf – Sarmingstein nicht möglich sei. „Darüber hinaus wurde auch eine Nachnutzung des Abschnittes Loja – Weins-Isperdorf zum Zweck der Schottertransporte geprüft. Eine weitere Nutzung dieser Strecke war jedoch durch den betroffenen Betrieb wirtschaftlich nicht darstellbar, sodass auch diese Nutzung nicht realisiert werden konnte“, erklärt Sprecherin Katharina Heider-Fischer. Die Kosten für den Abbruch belaufen sich laut NÖVOG auf 25.000 Euro, getragen werden sie von der Verkehrsorganisationsgesellschaft selbst.
    Geschlagen geben wollen sich die Abrissgegner der Initiative Verkehrswende NÖ aber nicht: Bereits am Dienstag um 15 Uhr gibt es eine weitere Kundgebung – dieses Mal bei der Brücke in Granz. „Das Ziel ist der Abbruchstopp“, betont Baum und hofft auf viele Unterstützer: „Damit sich die Bemühungen bezüglich des Schotter-Transports auf der Bahn auch betriebswirtschaftlich im Detail konkretisieren lassen.“ Noch sei der Abbruch nicht irreparabel fortgeschritten.
    Die Loja selbst war für die NÖN leider für keine Stellungnahme bis Redaktionsschluss erreichbar.

    NÖN

    In NÖ Heute gab es heute einen kurzen Bericht über den Abriss der Brücke in Granz. Bitte "Meldungsübersicht" anklicken. Ab 12. 6. noch sechs Tage lang abrufbar.


    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    „Es steht eine Arbeitsbesprechung mit einem örtlichen Unternehmen an, das die Trasse wahrscheinlich für Transporte nutzen möchte. Zwischen 100.000 und 300.000 Tonnen sollen jährlich transportiert werden“, erklärte Josef Baum von der Initiative Verkehrswende NÖ. Bei dem Unternehmen dürfte es sich um die Loja handeln, die bereits in den Jahren zuvor den Schottertransport über die Gleise evaluiert hatte.
    Erstellt am 12. Juni 2018, 05:00 von Jutta Streimelweger
    Letzte Hoffnung für Bahntrasse

    Jutta Streimelweger über den letzten Hoffnungsschimmer für die Donauuferbahn.
    Die Zukunft der Donauuferbahn-Trasse scheint besiegelt. Was in Hofamt-Priel im Mai mit dem Abriss einer Eisenbahnbrücke begann, wurde nun in Granz im Gemeindegebiet von Marbach fortgesetzt. Doch dagegen macht die Initiative Verkehrswende NÖ mobil – ein Abbruchstopp wird gefordert. Ein Aufschub gelang bereits einmal, nun hoffen die Donauuferbahn-Befürworter auf ein zweites Wunder.
    Dieses Mal gibt es auch einen konkreten Hoffnungsschimmer am Horizont: das Hartsteinwerk Loja. Bei einer Besprechung forcierte das Werk den Transport über die Schienen. Gewiss ist aber noch nichts: Die Loja hatte zuvor bereits Interesse bekundet, bisher scheiterte das aber an der Finanzierbarkeit.
    Kommt es nun aber doch dazu, dass Bahnschotter auf den Gleisen transportiert wird, könnte sich das Blatt für die Donauuferbahn noch wenden. Wird das aber nichts, stehen die Abrissgegner wortwörtlich vor den Trümmern ihrer Protestaktion. Aber wie einer von ihnen sagte: „Wer kämpft, der kann verlieren. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren.“

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ahm... dass Loja über die Donauuferbahn Schotter (ab)transportiert ist doch bereits einmal an den Kosten gescheitert.
    Das aber zu einer Zeit, als die Strecke noch (mehr oder weniger) befahrbar war.

    Jetzt sind 2 Brücken weg. Wie wahrscheinlich ist da bitte noch ein positiver Ausgang dieser Geschichte? Das Land NÖ wollte und will nicht. Man gibt lieber Geld für den Abtrag aus und mutet den Leuten die LKW zu um ggf wirklich Argumente für die Seilbahn zu haben.

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