Streckenabschnitt Sarmingstein - Weins-Ysperdorf der Donauuferbahn für GV reaktiviert, dafür wird der Abschnitt Weins-Isperdorf - Weitenegg abgetragen!

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  • Die alten Kursbuecher sind leider bei der Mama im Keller. In zwei Wochen kann ich die entsprechenden Seiten abfotografieren.

    Es gab jedenfalls aus Richtung Krems Züge bis Spitz, bis Emmersdorf und bis St. Valentin. Einige davon kamen schon aus Wien, und es gab zumindest eine Direktverbindung Wien - St. Valentin.

    Aus Richtung St. Valentin gabs Züge bis Grein, Persenbeug oder Krems.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von grubenhunt ()

  • Wasco schrieb:

    Hat da jemand alte Fahrpläne aus den 80ern oder 90ern?
    Habe ich, durchgehend ab 1971, aber in meinem Selfstore-Abteil so gut versteckt, dass ich sie garantiert nicht finde. :D
    Aber wie der Fahrplan auf der Donauuferbahn bis zum NAT 91*) gestrickt war, weiß ich auch so, denn der war über viele Jahre sehr stabil mit geringfügigen Abweichungen. In den 70er- und 80er-Jahren gab es zwischen Emmersdorf und Grein-Bad Kreuzen vier Zugpaare, die auf der Gesamtstrecke Krems - St. Valentin vv. verkehrten. Dazu kam ein Frühzug (Grein-B. K. ab rund um 05:00 Uhr an Werktagen) nach Krems sowie ein Spätzug ab Krems (ab etwas nach 19:00 Uhr an Werktagen) nach Grein-B. K (an um ca. 21:00 Uhr). Diese Züge wurden zeitweise als Buskurse geführt. Also insgesamt fünf Zugpaare zwischen Grein-B. K. und Emmersdorf.
    Ab/bis Sarmingstein verkehrten am Mo in der Früh ein Zug nach St. Valentin und am Freitag (Sarmingstein an um ca. 21:00 Uhr) retour.
    Ein Zugpaar wurde als TE (Triebwageneilzug) mit Reihe 5046 und Steuerwagen 6046 zwischen Wien FJB und St. Valentin, zeitweise bis Linz und retour geführt. In Wien ging es um 08:00 Uhr los, St. Valentin wurde nach 12:00 Uhr mittags erreicht. Retour ging es in St. Valentin um ca. 17:30 Uhr, Krems um ca. 21:00 Uhr, Wien FJB an knapp nach 22:00 Uhr.
    An Sonn- und Feiertagen wurde der ab Krems verkehrende Personenzug, der Grein-Bad Kreuzen um ca. 16:45 Uhr verließ, von St. Valentin nach Linz durchgebunden. Zu meiner Zeit in den 60er-Jahren, als ich den Zug auf meinem Weg ins Internat frequentieren musste, wurde der Zug auf der Donauuferbahn von der Reihe 93 geführt. Zwischen St. Valentin und Linz war es eine Lok der Reihe
    1073.

    *) Neuer Austrotakt 91


    PS.: Persenbeug war nie End- bzw. Ausgangsbahnhof von Personenzügen auf der Donauuferbahn.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • grubenhunt schrieb:

    Erinner' ich mich falsch, da war also damals schon in Sarmingstein Endstation.
    Ja, von St. Valentin her war immer in Sarmingstein Endstation, da die Landesgrenze OÖ/NÖ auch in früheren Zeiten eine harte Grenze war und es kaum Pendlerbeziehungen gab. Nur in den Nullerjahren dieses Jahrhunderts fuhr der werktägliche Frühzug nach St. Valentin, der mit Lok (2X43) und Klassen geführt wurde, ab Weins-Isperdorf mit Zuführung als Lp ab Grein-Bad Kreuzen. Das hatte aber betriebliche Gründe, da der Zug in Sarmingstein nicht mehr umfahren werden konnte.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ok vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.
    Den Direktzug nach Wien dürfte es wohl auch noch in den späten 90ern gegeben haben, einen Familienausflug von Grein-Bad Kreuzen nach Wien hat mein Vater auch einmal mit der ÖBB Telefon Hotline angeboten bekommen.
    Gefahren sind wir dann aber ab Amstetten war schneller :)

    Edit:
    • Interessant ist das es damals schon einen Zug aus Perg gab und das es diese aber nicht gibt sondern sofern ein Zug fährt zumindest bis Grein ( was ja nicht schlecht ist)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Wasco ()

  • Wasco schrieb:

    Den Direktzug nach Wien dürfte es wohl auch noch in den späten 90ern gegeben haben
    Das glaube ich nicht. Vielmehr glaube ich, dass spätestens mit der Einführung des NAT 91 nur mehr ab/bis Krems gefahren wurde. Ein durchgehendes Zugpaar Wien FJB - St. Valentin vv. gab es erst wieder mit der Einführung des Erlebniszuges EZ Wachau.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Wasco schrieb:

    Den Direktzug nach Wien dürfte es wohl auch noch in den späten 90ern gegeben haben
    Das glaube ich nicht. Vielmehr glaube ich, dass spätestens mit der Einführung des NAT 91 nur mehr ab/bis Krems gefahren wurde. Ein durchgehendes Zugpaar Wien FJB - St. Valentin vv. gab es erst wieder mit der Einführung des Erlebniszuges EZ Wachau.
    so ist es.
  • In der Regionalausgabe Melk der NÖN findet sich im Rahmen der Politiker-Sommergespräche folgender Frage-Antwort-Passus mit dem ÖVP-Vertreter, NR-Abg. und Bauernbund-Obmann Georg Strasser, früherer Bürgermeister der Gemeinde Nöchling:

    NÖN schrieb:

    NÖN-Frage: Alle Parteien predigen die Wichtigkeit des öffentlichen Verkehrs. Warum werden dann die Schienen der Donauuferbahn rausgerissen?
    Strasser: Die Wirtschaftlichkeit stand in keiner Relation zu den Millionen, welche die Sanierung gekostet hätte. Zum Zeitpunkt der Schließung haben wir ein Bussystem als Ersatz für die Bahn eingeführt, welches nicht angenommen wurde.
    Ohne Worte, denn das ist eine 1 : 1-Kopie der NÖ-ÖVP-Argumentation. Und sehr offenherzig, was die Akzeptanz des Autobusverkehrs anbelangt.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Für den eingestellten Donauuferbahn-Abschnitt soll es einen neuen betreiber geben

    Man beachte die Illustration des Artikels mit besonders authentischen und zeitgemäßen Fahrzeugen. Sollte der angebliche neue Betreiber mit diesen Fahrzeugen reüssierren wollen, na dann gute Nacht! :D

    Donauuferbahn
    : Abtragung der Gleise ein „vertrotteltes“ Projekt?

    Erneut versammelten sich etliche Interessenten beim Infoabend zur Rettung und Elektrifizierung der Bahn. Krismer (Grüne) sieht die Abtragung der Gleise als „vertrottelt“.


    Von Zaklina Jukic. Erstellt am 31. August 2019 (02:08)
    NOEN

    Die letzte Veranstaltung zur Rettung der Donauuferbahn ist noch nicht lange her – nur knapp ein Monat. Doch es hat sich viel getan, wie Listenobfrau Christa Kranzl und HTL-Projektant Wolfgang Hnat bekannt gaben.
    Zu Beginn der Veranstaltung appellierte Marbachs SP-Bürgermeister Anton Gruber an die Menge: „Ich frage mich, wo der Sinn ist? Vorne sanieren, hinten sanieren und mittendrin werden 19 Kilometer rausgerissen?“
    Wolfgang Hnat, der die Diplomarbeit gemeinsam mit seiner Kollegin Elisa Georgieva ins Leben gerufen hat, bedauert besonders, dass Einwohner aus Marbach oder Persenbeug keinerlei Möglichkeit haben, öffentlich unterwegs zu sein. Ein Bussystem ist für den 19-Jährigen keine Alternative. „Man kann einen Zug nicht mit einem Bus vergleichen. Ein Mehrwert ist es nur dann, wenn man genauso schnell ist wie mit dem Auto“, betont er. Laut seinen Berechnungen würde das Wiederbeleben der Bahn im Durchschnitt 821.250 Fahrgäste pro Jahr mit sich bringen, wenn jeder Zweite 20 Mal im Jahr mit dem Zug fahren würde.
    "Betreiber gesucht und gefunden"
    Ambitioniert, vergleicht man die Anzahl der Fahrgäste mit den Passagieren der Mariazellerbahn. Die beliebte und viel genutzte Lokalbahn, die St. Pölten mit dem steirischen Wallfahrtsort Mariazell verbindet, nutzten 2017 rund 530.000 Fahrgäste.
    Christa Kranzl sieht jedenfalls insbesondere aufgrund des kommenden Ärztemangels in der Region großes Potenzial für einen Zug mit einer mobilen Ordination. Auch Grünen-Landtagsabgeordnete Helga Krismer meldete sich zu Wort: „Menschen, die in Niederösterreich leben, haben ein Recht auf einen Anschluss in die Arbeit. Ein Projekt, das vertrottelt ist, ist eben vertrottelt!“
    „Wir haben einen Betreiber gesucht und gefunden“, verkündete Kranzl erfreut. „Das war das Wichtigste. Wir haben eine schriftliche Absichtserklärung, mehr möchte ich zum Betreiber aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Er wird sich Anfang September vorstellen“, gab Kranzl bekannt.
    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ich hab mich auch beides gefragt.

    Ad Ordination: gibts 3 Moeglichkeiten:

    1. Die faehrt mit einem Zug hin und hier
    2. Die wird mit einem Zug von Bahnhof du Bahnhof gebracht
    3. Die ist selbst motorisiert

    Obs realistisch ist, ist die grosse Frage. Realistischer als z.B ein LKW allemal, weil der Platzbedarf einer Ordination in etwa einen 4-achser benoetigt.

    Was dann natuerlich bei 2 und 3 die Frage ist: wo abstellen?