Güterzug-Umfahrung (GZU) St. Pölten

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  • Güterzug-Umfahrung (GZU) St. Pölten

    Ich habe den gestrigen Nachmittag dazu benutzt, der Baustelle für die Güterzug-Umfahrung St. Pölten zu besuchen, da mittlerweile fast durchwegs Trassierungsarbeiten stattfinden und fast alle Brückenbauten im Rohbau fertig sind.
    Zur besseren Orientierung stelle ich dem Bericht einen Ausschnitt aus der NÖ-Atlas-Karte voran, wo der Verlauf der Güterzug-Umfahrung durch einen strichlierten Doppelstrich bereits dargestellt ist. Meine Fotostandorte sind in der Karte durch grüne Kreise gekennzeichnet und der Bericht beginnt beim ersten Kreis links, führt daher von Westen nach Osten, so wie ich gestern die Trasse auch abgefahren bin.


    Den ersten Halt machte ich bei der Unterführung der L 5153 von Großsierning nach St. Margarethen a. d. Sierning, wo die Bahntrasse parallel zur A 1 die Landesstraße, die Sierning und die L 5179 mit Hilfe von drei Brücken überquert. Das erste Foto zeigt die Brücke und die Landesstraße in der Frontalen, dahinter die Autobahnbrücke über die Landesstraße in Autobahn-km 69,1. Das zweite zeigt den Bahndamm und die Brück über die Sierning sowie im Hintergrund zwei der zahlreichen, links der Autobahn stehenden Windräder:



    Ich wechselte den Standort, indem ich ca. 500 m nach Osten und auf die Bahntrasse raufging. Zunächst fotgrafierte ich Richtung Westen. Auf dem Foto sind drei Brücken zu erkennen (die erste über die L 5153, dann die zweite über die Sierning und als dritte die Brücke über die L 5179 von Haindorf nach Mannersdorf. Danach wendet sich die Trasse nach Nordwesten, um nach rd. 3 km bei der Haltestelle Großsierning in die Westbahntrasse einzumünden. Dort, wo am rechten Bildrand ein Einschnitt zu sehen ist, wird ein ca. 500 m langer Lärmschutztunnel errichtet, um die Bewohner der Ortschaften Haindorf und Winkel vom Bahnlärm zu verschonen.
    Das zweite Foto zeigt die Trasse vom selben Standort Richtung Osten, wobei derzeit nach ca. 500 m die Bauarbeiten enden:




    Ich wechselte den Standort, indem ich auf der Gemeindestraßenüberführung bei Autobahn-km 66,5 anhielt. Dort schoß ich zwei Fotos, das erste Richtung Westen, das zweite Richtung Osten. Man beachte den Verkehr auf der Westautobahn am Freitag vor Pfingsten um ca. 16:00 Uhr:




    Nächster Standort ist die Brück der L 5152 von Markersdorf a. d. Pielach nach Obergrafendorf in Autobahn-km 65,4. Erstes Foto wieder Richtung Westen, zweites Foto Richtung Osten, wobei im Hintergrund die Brücke über die Pielach zu erahnen und das Westportal des Pummersdorfer Tunnels auf Höhe des Autobahn-km 63,0 zu sehen ist:




    Von selben Standort versuchte ich auch, das ca. 2,4 km entfernte Tunnelportal heranzuzoomen, was auch gelang. In Bildmitte links ist das provisorische Brückengeländer (neben dem Mobilklo) der Pielachbrücke zu erkennen, unmittelbar dahinter das Geländer der Brücke über die L 5157:



    Ich fuhr dann über Feldwege zur Pielach und fotografierte die Pielachbrücke von der Seite. Im Hintergrund befindet sich die Autobahn-Raststation Völlerndorf:


    Blick auf die Bahntrasse Richtung Westen auf Höhe der Brücke über die L 5157, dahinter die Brücke über die Pielach:


    Ich fuhr nun über Pummersdorf und Schwadorf Richtung Osten. Als ich bei der Ek in Schwadorf neben dem Bahnhof stopptafelbedingt anhielt, fuhr gerade der rd. 10' verspätete R 6808 in Form des 4090 002 vorbei. Der Notschlachtung aus dem Auto fiel leider die Schleifleiste des STA zum Opfer:


    Als nächsten Standort wählte ich einen Platz oberhalb des Ostportals des Pummersdorfer Tunnels in Autobahn-km 59,5. Man kann die Paralleführung von Bahntrasse und Autobahn südlich der Stadt sehr schön erkennen:


    Vorletzter Standort war schließlich die in Süd-Nord-Richtung verlaufende Bahntrasse auf Höhe des an der S 33 gelegenen Rasthauses. Das erste Foto zeigt die Richtung Westautobahn verlaufende Bahntrasse. Der Lärmschutzwall ist vorsorglich schon geschüttet, obwohl die nächstgelegenen Häuser des Stadtteils Stattersdorf rd. 1 km entfernt sind. Aber vielleicht hat man ihn auch wegen des von der S 33 ausgehenden Straßenverkehrslärms geschüttet. Das zweite Foto vom selben Standort zeigt die Brücke der B 1a über die Bahntrasse im Bereich der Schnellstraßenauffahrt St. Pölten Ost auf die S 33:




    Letzter Fotostandort war die Brücke im Zuge einer Gemeindestraße knapp vor der Einmündung der Güterzugumfahrung in die Westbahn beim Knoten Wagram. Das erste Foto schaut Richtung Süden und zeigt, dass die Bahntrasse hier abgesenkt verläuft. Hier wird man im Winter höchstwahrscheinlich Schneeschutzzäune ausfstellen müssen. Im Hintergrund sieht man die Brücke über die B 1a und die Schnellstraßenabfahrt St. Pölten Ost aus Richtung Krems.
    Das zweite und dritte Foto zeigen die Trasse Richtung Knoten Wagram. Beim dritten Foto wurde die Unterführung der Bahntrasse unter der S 33 herangezoomt:





    Fotos: dr. bahnsinn, erstellt am 17. 05. 2013


    Ich hoffe, die Fotos finden Euer Interesse. Fotos aus dem Vorjahr im Bereich des Pummersdorfer Tunnels gibt es ">hier.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Pummersdorfer Tunnel - Durchschlag im Sommer

    150 Meter bis zum Tunnel-Durchbruch

    10.06.2013 | 00:00 |

    Herzstück der Güterzugumfahrung liegt voll im Zeitplan. Im Sommer soll letzte Sprengung vorgenommen werden.

    Von Mario Kern

    ST. PÖLTEN / Seit Anfang 2012 sprengen und baggern sich Tiefbauarbeiter Meter für Meter, rund um die Uhr ihren Weg voran durch den Pummersdorfer Tunnel. Die 3,5 Kilometer lange unterirdische Strecke bildet das Herzstück des mittleren Abschnittes der Güterzugumfahrung. Von Osten her sind die Bautrupps bereits 1,7 Kilometer weit in den Hügel vorgedrungen, von Westen her knappe 1,6 Kilometer – gut 150 Meter fehlen noch bis zum ersten Durchbruch. „Noch sind fünf Prozent offen, bis wir durchstoßen“, verrät Projektleiter Reinhold Hödl.

    Gemessen wird via GPS-Netz, Laserprojektionen werfen Bauelemente an die Wand, damit die Bagger von Westen und von Osten kommend auch wirklich an derselben Stelle durchbrechen. „In beiden Vortriebsrichtungen kann es zu einer Abweichung von höchstens 25 Millimetern kommen“, informiert Baumanager Gerhard Schett.

    Im Sommer soll dann die letzte Sprengung erfolgen, im Frühherbst der gesamte Vortrieb fertig sein. Im Rohbau soll der zehn Meter hohe Tunnel dann im Sommer 2014 stehen. Ab 2017 befahren die zwei Gleise pro Tag prognostizierte 200 Güterzüge mit maximal 120 Kilometern pro Stunde.

    Eine logistische und arbeitstechnische Höchstleistung, die den Arbeitern einiges abverlangt: Gerald Fellinger, der die Bauarbeiten im Tunnel überwacht, ist wie seine Kollegen das ganze Jahr im Einsatz. Pausen gibt es nur zu Ostern, Weihnachten und zum Fest der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. „Nach acht Stunden ist man schon froh, wieder draußen zu sein. Die Leute sind aber natürlich an ihre Arbeit gewöhnt.“

    Rund 200 Personen wirken aktuell am Projekt „Abschnitt Raum St. Pölten“, der sich vom Tunnelanfang bis zum Knoten Wagram erstreckt, mit. Viele Arbeiter sind im Lager nahe dem Ostportal nördlich der Autobahn untergebracht, ein Teil pendelt ins Lager Traismauer, die Projektleitung ist auf ganz St. Pölten aufgeteilt.

    Tunnel-Aushub als „Polster“ für Dämme

    Die unzähligen Tonnen Aushubmaterial, die zu Tage gefördert werden, kommen ganz ökonomisch bei den Dammbauten im Abschnitt zum Einsatz. „Weil hier viel vorbereitet wird, sind derzeit um 50 Personen mehr im Einsatz. Auch im West-Teil des Tunnels, wo bald betoniert wird. “

    In Summe „verschluckt“ der 12,8 Kilometer lange Abschnitt Mitte 244 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen für die Güterzugumfahrung beträgt 854 Millionen Euro, die bis zur Hälfte bereits finanziert und zur Gänze gesichert sind. „Durch den Rahmenplan des Bundes für die nächsten Jahre ist das Projekt fixiert“, erklärt Nationalrat und SP-Bundesverkehrssprecher Anton Heinzl, der sich über die Umsetzung eines politischen Herzensanliegens freut.

    Lärmprobleme gebe es aufgrund der bis zu sechs Meter hohen Lärmschutzwände nicht, betont Reinhold Hödl. „Auch nicht in Stattersdorf, wo es die geringste Distanz zu einer Siedlung gibt.“

    Allein die Bergwasserzutritte seien etwas stärker als ursprünglich erwartet. „Das ist aber nicht ungewöhnlich für derartige Tunnelvortriebe.“ Nach Vortriebsende sollten diese wieder abnehmen, so Hödl. Mit den Arbeiten im gesamten Abschnitt liege man voll im Zeitplan.

    Zur Güterzugumfahrung

    • Die Güterzugumfahrung (GZU) gliedert sich in vier Teile: den Knoten Wagram, den Abschnitt Raum St. Pölten, den Abschnitt West und den Knoten Rohr. Ihre Gesamtlänge beträgt 24,7 Kilometer.

    • Abgehakt sind im Abschnitt Raum St. Pölten bereits Arbeiten an 15 Brücken, die Stadtquerung, die Hochterrasse Traisen, Unterführungen und Straßenumbauten.

    • Bis 2017 noch auf der Agenda der ÖBB-Infrastruktur: die Freilandbrücke, Oberbauten, Hochbau (der 2014 in Angriff genommen wird), Landschaftsbau, eisenbahntechnische Ausrüstung, Tunnelausrüstung, Löschwasser und Lüftung.

    • Täglich werden im Tunnel fünf bis sechs Abschläge vorgenommen. Bei einem Abschlag graben und sprengen sich die Arbeiter zwischen 1,3 und 1,7 Meter in den Felsen hinein.

    • Personenzüge sind ab 2017 im Tunnel nicht ausgeschlossen, aber vom Programm her nicht vorgesehen. Ausnahme sind Wartungsarbeiten auf der Bestandsstrecke. Für 2025 werden 500 Züge prognostiziert, die täglich durch St. Pölten fahren werden. 200 davon werden die GZU und damit den Pummersdorfer Tunnel nutzen.


    Quelle: NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Seit wann bestimmt das Land Niederösterreich welcher Fernverkehrszug wo hält?
    Würde zB die Westbahn sagen, sie bleiben in St. Pölten nicht stehen (was sie nicht machen, weil sie ja die Pendler ansprechen wollen) würde der Zug eben nicht halten...
    Und was für Verträge die ÖBB geschlossen hat, weiß ich nicht, aber es gibt sicher Wege das zu umgehen.
    Epoche II, die Glanzzeit der Eisenbahn!
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Die unzähligen Tonnen Aushubmaterial, die zu Tage gefördert werden, kommen ganz ökonomisch bei den Dammbauten im Abschnitt zum Einsatz. „Weil hier viel vorbereitet wird, sind derzeit um 50 Personen mehr im Einsatz. Auch im West-Teil des Tunnels, wo bald betoniert wird. “


    Das nennt der Bauingenieur "Massenausgleich". auf einen Einschnitt folgt ein Damm und umgekehrt. Ist mehr Aushubmaterial vorhanden als für die Dammschüttung notwendig ist, macht man flachere Böschungen, ist weniger Aushubmaterial vorhanden, erzeugt man befestige Böschungen, die steiler sind.

    Heute, wo eine LKW-Fuhre nicht mehr unbedingt DAS Kostenargument ist, ist der Massenausgleich nicht mehr so relevant, aber im 19. Jh, als auf dem Bau noch mit Pferdefuhrwerken gearbeitet wurde, war dieser Massenausgleich noch sehr genau und die Nullsumme von Aushub und Aufschüttungen quasi ein Trassierungsparameter.
  • ....und bei vmax 120 ist sowieso die Fahrzeit länger)

    Im Text oben steht nur, dass die Güterzüge mit maximal 120 km/h unterwegs sind, nichts aber davon, dass die Streckenhöchstgeschwindigkeit 120 km/h betragen wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass angesichts der weitgehend geradlinigen Trassenführung parallel zur A 1 die v/max höher sein wird als 120 km/h.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Hier zwei Fotos von den Arbeiten am Knoten Rohr, aufgenommen am 18. 06. 2013 aus dem Richtung St. Pölten fahrenden R 2081:

    Das erste Foto zeigt die Ausbindung des Richtung Osten führenden Streckengleises etwa bei Str.-Km. 75,0 und das zweite Foto zeigt die Richtung Westautobahn führende künftige Trasse der Güterzugumfahrung etwa bei Str.-Km. 74,6. Die Trasse wird in offener Bauweise errichtet und wird später eingehaust:





    Wie es mit der Güterzugumfahrung in Zukunft weitergehen wird, scheint angesichts der Alpine-Insolvenz derzeit etwas ungewiss zu sein. Wie man dem untenstehenden Foto entnehmen kann, ist die Alpine Hauptauftragnehmer:


    Fotos: dr. bahnsinn
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • GZU St. Pölten von Alpine-Konkurs nicht betroffen

    Alpine-Baustellen werden fertiggestellt

    800 Mitarbeiter sind in NÖ vom Alpine-Konkurs betroffen, dazu kommen noch 160 Zulieferbetriebe, die darunter leiden. Die Alpine-Baustellen in Niederösterreich sollen nach derzeitigem Stand aber fertiggestellt werden können.

    Die größte Baustelle der Alpine in Niederösterreich ist die Güterzugumfahrung in St. Pölten. Gearbeitet wird dort am Tunnel Pummersdorf und auf der freien Strecke. In beiden Fällen habe der Konkurs keine Auswirkungen auf die Baustellen, sagt ÖBB Sprecher Christopher Seif. Denn das Tunnelbau-Unternehmen Alpine Bemo sei nicht vom Konkurs betroffen. Bei der Arbeitsgemeinschaft für den Gleisbau gäbe es verschiedene Unternehmen, die Alpine sei nicht Generalunternehmer.

    Aggressive Preispolitik der Alpine als Problem

    Bei den derzeit aktuellen zwölf Bauprojekten des Landes, heißt es aus dem Wirtschaftsreferat, erwarte man keine Verzögerungen und gehe davon aus, dass alles planmäßig ablaufen werde. Derzeit werde noch mit der Alpine verhandelt.

    Generell sei die Bauwirtschaft zur Übernahme von Aufträgen der Alpine bereit, sagt der Landesinnungsmeister des Baugewerbes Robert Jägersberger, die Firmen hätten Kapazitäten. Allerdings, gibt der Landesinnungsmeister zu bedenken, dass die Alpine eine sehr agrressive Preispolitik betrieben habe. Deshalb müsse man sich ein Projekt, ehe man es übernehme, sehr gut ansehen.

    ÖGB begrüßt Regionale Übernahmen

    Die Gewerkschaft ist mit den regionalen Übernahme-Lösungen, die es jetzt also geben soll, durchaus zufrieden. Die Auffanggesellschaft hätte mittelfristig den Markt bereinigt und damit Arbeitsplätze gekostet, hatte man gefürchtet. Die regionalen Varianten sind wohl besser, meint Bau-Holz-Gewerkschafter Josef Muchitsch. Sie könnten auch mithelfen, dass sich die Situation am Markt beruhigt, nachdem die ALPINE zuletzt die Preise gedrückt hat, so Muchitsch, um die Auftragsbücher zu füllen und die Banken und die Konzernleitung in Spanien positiv zu stimmen.


    Quelle: ORF NÖ
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Wieder einmal ein Zwischenbericht

    Das gestrige Schönwetter nutzte ich, um bei meiner Fahrt auf S 33 und A 1 ein paar Fotos von der parallel zu S 33 und A 1 verlaufenden Trasse der Güterzugumfahrung ein paar Fotos zu machen. Über weite Strecken stehen bereits die Fahrleitungsmasten und bis zum Ostportal des Pummersdorfer Tunnels bei A 1-km 59,5 ist der Unterbau fertig.

    Die GZU-Trasse ca. 1 km vor der Ausfahrt St. Pölten-Ost. Die Brücke im Hintergrund dient einer Gemeindestraße:


    Auf Höhe des Rasthauses St. Pölten bei S 33-km 2:


    Vor dem Knoten St. Pölten. Richtung Stadt ist ein Lärmschutzwall geschüttet, obwohl die nächstgelegenen Häuser über 1 km entfernt sind:


    Auf Höhe der Einmündung der S 33 in die A 1 bei A 1-km 55,5 und bei km 56:




    Die GZU-Trasse zwischen A 1-km 64 und 66. Die Steher für die LSW stehen schon, was insofern paradox ist, als sich links neben der Autobahn ohnehin schon eine kilometerlange LSW befindet. Die künftige LSW soll wohl die Autofahrer auf der A 1 vor dem Schienenlärm schützen :D :


    Die Staubentwicklung auf der GZU-Baustelle ist nicht unbeträchtlich:




    Ab etwa A 1-km 67 verläuft die GZU-Trasse in einem Einschnitt, sodass auf LSW verzichtet werden kann. Bei A 1-km 69 wendet sich die GZU-Trasse nach rechts, um ca. 1 km südwestlich von Groß Sierning (der Kirchturm ist rechts vom km-Taferl zu sehen) beim Knoten Rohr in die Westbahn-Bestandstrasse einzumünden:

    Fotos: dr. bahnsinn, erstellt am 05. 09. 2013
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die Lärmschutzwände zwischen der Trasse der GZU und der A 1 sind bereits Gegenstand medialen Interesses:

    Rätselhafte Lärmschutzwand bei St. Pölten

    Braucht es eine Lärmschutzwand zwischen einer Autobahn und Zuggleisen? Diese Frage wirft der Bau der Güterzugumfahrung bei St. Pölten auf. Dabei werden nämlich Lärmschutzwände gebaut - obwohl die nächste Siedlung weit entfernt ist.

    Für Anrainer sind Lärmschutzwände unerlässlich als Schutz vor dem Verkehrslärm, viele Autofahrer empfinden sie als hässliche Sichtblockade. Kalt lassen sie aber fast niemanden. Das trifft auch auf jene Lärmschutzwände zu, die bei der Errichtung der Güterzugumfahrung in St. Pölten gebaut werden. Weit und breit sind dort nämlich nur Wiesen und Felder zu sehen, die Lärmschutzwand wird künftig also den Zug von der Westautobahn trennen - und das ausgerechnet in einem der wenigen Abschnitte, wo nicht einmal auf der Autobahn ein Lärmschutz errichtet wurde.


    Die geplante Lärmschutzwand im Großraum St. Pölten sorgt für Diskussionen. Foto: ORF

    ÖBB: „Schützen Siedlungen südlich der Autobahn“

    „Wir schützen natürlich nicht die Autobahn vor dem Lärm, sondern wir schützen die Siedlungsgebiete, die südlich der Autobahn sind“, erklärt Reinhold Hödl, ÖBB-Projektleiter der Güterzugumfahrung. „Die Maßnahmen ergeben sich aufgrund der strengen Grenzwerte, die uns vorgeschrieben sind.“ Durch die Bündelung von Zug und Autobahn entstehe ein höherer Verkehrslärm, dieser müsse rechtzeitig abgefangen werden.

    „Jeder, der die Bahn kennt, weiß, dass man einen Güterzug hunderte Meter weit hört. Man muss also die zwei Seiten sehen: Bündelung von hochrangigen Verkehrsträgern versus Schutz der Anrainer, die an sich schon einen hohen Lärmgrenzwert durch die Autobahn haben“, so Hödl. „Aus der Sicht ist es natürlich aus lehrmedizinischer Sicht gerechtfertigt und wurde uns aus dem UVP-Verfahren vorgeschrieben.“

    Diskussion über Kosten

    Auch entlang der S 33 wird ein Lärmschutz Zug und Autobahn trennen. Von Gegnern werden die Kosten dafür heftig diskutiert. Hödl bezeichnet diese allerdings als vergleichsweise gering. Sie würden unter einem Prozent der Gesamtbaukosten liegen, so Hödl.


    Quelle: ORF NÖ
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • So skuril das Ganze klingt, der Hödl hat recht. Würde die A1 heute dort neu gebaut, hätte sie natürlich auch Lärmschutzwände - egal wie weit die nächste Siedlung entfernt ist. Würde es die Bahn schon länger geben, bräuchte sie auch keine LSW. Wenn aber neu gebaut wird, sind die derzeit gültigen strengen Grenzwerte entscheidend.