Güterzug-Umfahrung (GZU) St. Pölten

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  • Gestern hatte ich wieder einmal Gelegenheit, die GZU St. Pölten zu besuchen und den Stand der Arbeiten zu dokumentieren. Mein heutiger Bericht knüft nahtlos an meinen Bericht vom 9. 3. 2016 an, der beim Südportal des Grüntunnels nach der Abzweigung der GZU beim Knoten Rohr endet. Damals waren die Gleisverlegungsarbeiten aus dem Tunnel heraus gerade voll im Gange.

    In der Zwischenzeit sind beide Gleise auf einer festen Fahrbahn bis in den Lärmschutztunnel auf Höhe der Ortschaft Winkel verlegt. Das Foto wurde auf der Grünbrücke auf Höhe der Ortschaft Knetzersdorf aufgenommen und zeigt den GZU-Abschnitt zwischen dem oben erwähnten Tunnelportal und der Grünbrücke. Der auf dem Foto zu sehende Postbus hat eine Gruppe Warnwesten tragender Exkursionsteilnehmer gebracht, die gerade dabei ist, den Tunnel zu erkunden. Im Fotohintergrund ganz rechts die Ortschaft Groß Sierning, die durch eine nicht zu übersehende LSW von der Westbahn abgeschirmt wird:


    Blick von der Grünbrücke Richtung Lärmschutztunnel Winkel. Die Häuser der Ortschaft sind links zu sehen:


    Ausfahrt aus dem Lärmschutztunnel Winkel:


    Blick auf die GZU-Trasse Richtung Knoten Rohr:


    Blick auf den Lärmschutztunnel Winkel. Standort bei A1-km 70. Die Autobahn verläuft links hinter der LSW, die die GZU von der A1 abschirmt. Die noch zu errichtende LSW rechts wiederum wird die ca. 350 m nordöstlich gelegenen Häuser am südlichen Ortsrand der Ortschaft Haindorf schützen. Wie oben schon erwähnt, enden die neuverlegten Gleise derzeit im Lärmschutztunnel Winkel:


    Derselbe Standort, aber Blick Richtung Südosten. Die Aufbringung des Gleisschotters endet derzeit auf Höhe der L 5179:


    Drei Brücken hinteinander. Im Vordergrund über die L 5179, dahinter über den Fluss Sierning, ganz hinten (hinter dem Gebüsch) über die L 5153:


    Aktuelle Situation auf Höhe der links hinter der A1 gelegenen Ortschaft Eigendorf. Der Gleisschotter ist teilweise aufgebracht:


    Derselbe Standort, Blickrichtung Osten. Im Vordergrund die Unterführung des Wirtschaftsweges Eigendorf, im Hintergrund in A1-km 67,86 die Überführung des Wirtschaftsweges Wieden:


    Blick von der Wirtschaftsweg-Überführung Wieden Richtung Nordwesten. Links hinter dem Gebüsch die Ortschaft Eigendorf:


    Blick von der Überführung Richtung Osten. Die Gleisverlegung (zumindest für das Richtung Knoten Wagram führende Gleis) ist bis auf Höhe der Ortschaft Linsberg gediehen. Die Ortschaft befindet sich rechts der A1 auf Höhe des Lkw-Maut-Portals:

    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 29. 4. 2016 zwischen 14.00 und 14:30 Uhr.

    Morgen geht's weiter bis zum Ostportal des Pummersdorfer Tunnels in GZU-Str.-km 10,8.
  • Heute folgt die Fortsetzung bis zum Ostportal des Pummersdorfer Tunnels.

    Der Gleisbauzug von Bahnbau Wels auf Höhe der Ortschaft Linsberg:


    Der Frühling ist auch auf der Bahnböschung präsent:


    Auf Höhe der Wirtschaftsweg-Überführung Kainratsdorf. Im Zoom-Modus schaut die GZU ein wenig wie eine Berg- und Tal-Bahn aus. Blickrichtung Osten:


    Im Hintergrund die Überführung der L 5152 bei A1-km 65,39 auf Höhe Poppendorf:


    Blickrichtung Westen vom selben Standort:


    Standort L 5152-Überführung in A1-km 65,39. Auf der A1 staut es sich Richtung Wien auf Grund einer Tagesbaustelle:





    Die Oberflächenwasser-Versickerungsbecken sind sehr großzügig bemessen. Ich vermute, dass es hier eine Kooperation zwischen Asfinag und ÖBB-Infra gibt:


    Sollte noch jemand über den Flächenverbrauch von Autobahn- und Bahntrasse diskutieren wollen: Dieser Vergleich macht sicher. Im Hintergrund das Westportal des Pummersdorfer Tunnels. Ganz rechts oben ist die Autobahn-Raststation Völlerndorf zu sehen. Aufnahmestandort ist die Wirtschaftsweg-Überführung in A1-km 64,66:


    Die Trasse in GZU-km 15,0 (ab Knoten Wagram) mit Blickrichtung Westen. Bis zur Brücke über die Pielach sind es noch ca. 250 m:


    Derselbe Standort mit Blickrichtung Pummersdorfer Tunnel. Das Portal befinet sich bei Str.-km 14,4:


    Blick vom Tunnelportal Richtung Westen. Das bereits verlegte Gleis Richtung Knoten Rohr endet ca. 100 m nach dem Tunnelportal. Auch die fertig montierte Fahrleitung endet hier beim Tunnelportal. Links der Tunnelrettungsplatz:


    Da der Tunnelrettungsplatz (derzeit noch) frei zugänglich ist, wird er prompt als Auto-Schleuderparcours genutzt:


    Die GZU-Trasse östlich des Pummersdorfer Tunnels bis zum Horizont, genauer gesagt bis zur Kurve nach links Richtung Knoten Wagram, das sind ca. 3,5 km. Links der Tunnelrettungsplatz, auf dessen Höhe die Fahrzeuge der Fa. Fahrleitungsbau Rhomberg ihre Wochenendruhe verbringen:


    Das Ostportal des Pummersdorfer Tunnels beim Str.-km 10,8. Da die GZU bis hierher bis auf kleine Restarbeiten fertiggestellt ist, endet hier mein Bildbericht. Was noch fehlt, ist die Einbindung der GZU in die Tullnerfeldtrasse beim Knoten Wagram, genauer beim EVN-Umspannwerk Pottenbrunn (siehe Foto weiter oben). Die Einbindung soll im Rahmen einer fünftägigen Streckensperre im kommenden Sommer erfolgen:

    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 29. 4. 2016 zwischen 14:40 und 15:45 Uhr.
  • Wenn jemanden die von Bahnsinn dankenswerter Weise immer wieder online gestellten Bilder der GZU nicht ausreichend sind, gibt es am 1.Juli einen Tag der offenen Tür:

    Faszination Baustelle live erleben – einfach vorbeikommen und staunen!
    Veröffentlicht am 29. Juni 2016

    Die Güterzugumfahrung St. Pölten öffnet am 1. Juli ihre Türen: Kommt einfach zwischen 10 Uhr und 18 Uhr vorbei und besichtigt den Westabschnitt live – beim Tag der offenen Baustelle.

    ....

    Was euch rund ums ÖBB-Baubüro Winkel erwartet:

    • Wir präsentieren euch unsere Feuerwehrfahrzeuge und einen Zwei-Wege-Bagger
    • Schon mal eine Baustelle von oben gesehen? Nein? Dann habt ihr jetzt die Möglichkeit! Bei den Kranfahrten überblickt ihr die Strecke aus der Vogelperspektive.
    • Packt mit an und baggert selbst vor Ort!
    • Durch den Bründlkapellentunnel könnt ihr an geführten Touren teilnehmen
    • Ihr wolltet schon immer mal ein Lokführer sein? Auch das ist möglich! Wir haben einen Loksimulator für euch vor Ort!
    • Das Lokführen klappt schon super? Dann gleich weiter zu unserem Verschubspiel. Hier könnt ihr spielerisch Güterwaggons zusammenstellen.
    • Für eine bleibende Erinnerung sorgt unsere FotoFunBox


    Was euch rund um den Pummersdorfertunnel erwartet:

    • Hier könnt ihr euch unsere Feuerwehrfahrzeuge anschauen und beim Wasser-Ziel-Spiel mitmachen.
    • Wir geben euch Bauinfos rund um das Projekt – fragt alles was ihr schon immer wissen wolltet
  • Danke für die Info. Vielleicht schaue ich morgen dort vorbei. Anbei noch ein Übersichtsplan über die GZU und der Fahrplan für die Shuttlebusse:

    Grafik: ÖBB-Infra*)

    *) Die im Verlauf der Bestandsstrecke eingezeichneten Schleifen westlich des Eisbergtunnels und bei Hetzersdorf hätten sie sich sparen können. Die gibt es schon lange nicht mehr.

  • Ein Foto, das auf der GZU wahrscheinlich nicht mehr wiederholt werden kann: 5047 049 beim Tag der offenen Tür am 1. 7. 2016. Eigentlich war für den Shuttle-Dienst zwischen dem Westportal des Pummersdorfer-Tunnels und dem Ostportal des Radlleiten-Tunnels bei Winkel (ca. 7 km) ein Tw der Reihe 5022 aus Linz vorgesehen. Dessen Reparatur konnte jedoch nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, weshalb auf den 5047 049 zurückgegriffen werden musste.

    Der 5047 049 bei der Ankunft beim Tunnelrettungsplatz vor dem Westportal des Pummersdorfer-Tunnels:

    Foto: dr. bahnsinn, aufgenommen am 1. 7. 2016

    Demnächst gibt es mehr Fotos vom Tag der offenen Tür.
  • Wie versprochen ein paar Fotos vom Tag der offenen Tür:

    Los geht es mit einer Führung durch den Bründlkapellen-Tunnel bei der Abzweigung der GZU von der Westbahn-Bestandstrasse. Siehe Streckenplan weiter oben. In den Tunnel eingestiegen sind wir beim Notausstieg Bründlkapelle:


    Wir befinden uns im Tunnel des Gleises 9, das ist jenes das von der GZU zum Knoten Rohr führt. Das vom Knoten Rohr kommende Gleis ist als Gleis 7 bezeichnet:


    Ein Blick auf die feste Fahrbahn des Gleises 9 im Bründlkapellen-Tunnel:


    Links das Gleis 7 (Richtung Knoten Wagram), rechts das Gleis 9 (Richtung Knoten Rohr):


    Blick aus dem Bründlkapellen-Tunnel auf die 900 m lange Radlleiten-Wanne und den Radlleiten-Tunnel im Hintergrund. Im Mittelgrund führt eine Wildkorridor-Brücke über die Radlleiten-Wanne:


    Blick auf das Ostportal des ca. 1 km langen Bründlkapellen-Tunnels:


    Radlleiten-Wanne mit Wildkorridor-Brücke. Warum die Radlleiten-Wanne mit den Rundbogen-Fahrleitungsmasten ausgestattet ist, ist auch geklärt. Die Stromschienen-Fahrleitung aus dem Bründlkapellen-Tunnel wird aus technischen Gründen bis zum Ostportal des Radlleiten-Tunnels ausgeführt, weshalb im Bereich der Radlleiten-Wanne die Rundbögen zur Anwendung kommen:


    Ostportal des ca. 350 m langen Radlleiten-Tunnels. Rechts der Tunnelrettungsplatz:


    Im Bereich des Tunnelrettungsplatzes gab es mehrere Schaustücke und Aktivitäten, wie Zweiwege-Feuerwehrfahrzeug der FF St. Pölten-Stadt, Fahrleitungsmontage- und Bahnbau-Fahrzeuge von Rhomberg-Fahrleitungsbau und bbw, Hubsteiger- und Schienenschweiß-Vorführungen, Gewinnspiel etc. Im Vordergrund die Aus- und Einstiegsstelle für die Pendelfahrten, die eigentlich für den geplanten 5022er-Einsatz konzipiert war (siehe Vorposting):




    Ankunft des 5047 049 beim Tunnelrettungsplatz Radlleiten-Tunnel:


    Abfahrt Richtung Tunnelrettunsplatz beim Westportal des Pummersdorfer-Tunnels. Jene, die beim Schienengewicht-Schätzspiel dem Gewicht der ausgestellten Schiene am nächsten kamen, gewannen eine Führerstandsmitfahrt, weshalb der Führerstand gut gefüllt war:




    7 km lange Führerstandsmitfahrt auf der GZU zwischen dem Radlleiten-Tunnel und dem Pummersdorfer-Tunnel. Abfahrt beim Tunnelrettungsplatz Radlleiten-Tunnel:


    Überleit- und Einspeisstelle auf Höhe Eigendorf:


    Die GZU auf Höhe der Ortschaft Linsberg.....


    .....und auf Höhe der Ortschft Poppendorf. Im Hintergrund die Überführung der L 5152 über die A 1 und die GZU:


    Auf Höhe der Pielach-Brücke. Im Hintergrund das Westportal des 3,6 km langen Pummersdorfer-Tunnels:




    Ankunft beim Westportal des Pummersdorfer-Tunnels:








    Auf dem Areal des Tunnelrettungsplatzes gab es neben anderen Attraktionen (Hüpfburg, Feuerwehr-Kübelspritzen etc.) auch ein Festzelt mit Gesangs- und (Volks-)Tanzdarbietungen:


    Blick aus dem Pummersdorfer-Tunnel auf die GZU-Trasse Richtung Westen. Im Tunnel gab es Filmvorführungen über die Baugeschichte des Tunnels:


    Stromschienen-Fahrleitung:


    Übergang von der Stromschienen-Fahrleitung zum Fahrdraht beim Tunnelportal:


    Filmvorführung im Tunnel über die Tunnel-Bauarbeiten:


    Und hier geht es noch ca. 3,5 km weiter bis zum Ostportal des Pummersdorfer-Tunnels:

    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 1. 7. 2016
  • Erstellt am 29. August 2017, 15:18 von APA Red

    Westbahnstrecke:Countdown für Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf

    Auf der Westbahnstrecke läuft der Countdown für den Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf.

    Nach ÖBB-Angaben vom Dienstag wird die 24,7 Kilometer lange Güterzugumfahrung (GZU) der NÖ Landeshauptstadt in etwas mehr als 100 Tagen - mit dem Fahrplanwechsel im Dezember - in Betrieb gehen. Damit werde auch der viergleisigen Ausbau von Wien bis Linz vollendet.

    Derzeit läuft der Güterverkehr noch direkt durch das Stadtzentrum bzw. dicht besiedelte Teile von St. Pölten. Ab Dezember 2017 werden Güterzüge in einem weiten Bogen vorbeigeführt. Durch den Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf werden außerdem zusätzliche Kapazitäten geschaffen.
    "Der bauliche Part ist abgeschlossen, derzeit läuft die Inbetriebnahmephase. Bis Ende des Jahres führen wir nun sämtliche Mess-, Abnahme- und Schulungsfahrten durch, um die hohen Sicherheitsstandards zu erfüllen", erklärte Vorstandsdirektor Franz Bauer von der ÖBB-Infrastruktur AG.
    Das Projekt GZU wurde als zweigleisige Hochleistungsstrecke geplant. Die Anbindung an die Bestands- und an die Neubaustrecke Wien - St. Pölten erfolgt im Osten im Knoten Wagram. Im Westen wird die Trasse im Knoten Rohr wieder mit der bestehenden Strecke verknüpft.
    Mehr Verbindungen und verlässliche Just-in-time Lieferungen sollen laut Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (SPÖ) dafür sorgen, dass der Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werde. "Vom Ausbau der Weststrecke profitieren zudem die transeuropäischen Transporte." Durch das Projekt werde St. Pölten deutlich vom Güter- und Durchzugsverkehr entlastet, betonte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ).

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Erstellt am 06. September 2017, 05:11von Daniel Lohninger
    St. Pölten:In 100 Tagen ist Güterzugumfahrung in Betrieb

    Ab 10. Dezember umfahren Güterzüge das Stadtzentrum. Derzeit sind noch die Messwagen unterwegs.

    Beim Pummersdorfer Tunnel starteten Franz Schnabl, Franz Bauer, Jörg Leichtfried, Matthias Stadler und Anton Heinzl die Besichtigung der Güterzugumfahrung – 100 Tage vor der Inbetriebnahme. | NOEN, privat

    Mehr als 250 Güterzüge donnern pro Tag mitten durch die Stadt. Ab 10. Dezember ist das Vergangenheit: Die Güterzüge werden dann auf der 24,7 Kilometer langen Neubaustrecke entlang der A 1 und S 33 das dicht besiedelte Stadtzentrum umfahren.
    100 Tage vor der Inbetriebnahme befuhren Infrastrukturminister Jörg Leichtfried, ÖBB-Infrastruktur-Vorstandsdirektor Franz Bauer, Bürgermeister Matthias Stadler und der Vorsitzende des parlamentarischen Verkehrsausschusses Anton Heinzl die Güterzugumfahrung mit einem Messwagen.
    Die sind seit April permanent auf der Strecke unterwegs, um die Gleise, Leitungen und Weichen zu testen sowie die Anlagen „abzunehmen“. Auch Schulungsfahrten finden statt. „Das ist notwendig, um die hohen Standards zu erfüllen und einen sicheren Betrieb zu garantieren“, erklärt Bauer. Mit der Inbetriebnahme der GZU nach 17-jähriger Bauzeit erwarten Verkehrsministerium, ÖBB und Stadt zumindest drei Verbesserungen:
    Mehr Kapazität für Güterverkehr
    Der Hauptbahnhof St. Pölten ist das letzte Nadelöhr auf der viergleisig ausgebauten Strecke zwischen Wien und Linz, die Teil des Transeuropäischen Netzes ist. 732 Millionen Euro lassen sich Bund und EU die Beseitigung dieses Nadelöhrs kosten – das sind 70 Millionen Euro weniger als ursprünglich budgetiert. Ab Dezember können pro Tag statt 250 bis zu 800 Güterzüge fahren,*) Verspätungen aus Kapazitätsgründen wird es keine mehr geben. „Dieses Mehr an Verbindungen sowie verlässliche Just-in-time-Lieferungen sorgen dafür, dass der Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird“, ist Leichtfried sicher.
    Mehr Spielraum für zusätzliche Personenzüge
    Jeder Pendler kennt es – die Züge auf der neuen Westbahnstrecke zwischen St. Pölten und Wien sind sehr oft überfüllt. Das Problem bisher: Es gibt kaum mehr Spielraum für zusätzliche Züge, weil die Gleise im St. Pöltner Stadtgebiet völlig ausgelastet sind.**) Durch die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Umfahrungsstrecke wird Platz frei für zusätzliche Personen-Züge auf der Westachse, aber auch im Nahverkehr. „Diesen Spielraum sollten wir nutzen. Die Fahrgastzahlen steigen rasant, also muss auch der Takt verdichtet werden“, fordert Heinzl. Spätestens mit Fahrplanwechsel 2018/19 wird sich der GZU-Effekt in einem deutlichen Plus an Zügen niederschlagen.
    Mehr Lebensqualität im Stadtzentrum
    Rund um die Uhr sind die Güterzüge derzeit auf der Stadtstrecke unterwegs – viele von ihnen aufgrund der Dichte des Personenverkehrs in der Nacht. Künftig werden Güterzüge nur mehr als Ziel- oder Quellverkehr durch die Stadt rollen. „Die GZU bringt damit eine deutliche Entlastung der Anrainer im Stadtzentrum mit sich“, streicht Stadler hervor. Dass gleichzeitig die Lebensqualität entlang der nicht untertunnelten Neubaustrecke in Spratzern, Stattersdorf und Wagram sinken könnte, glauben Stadler und Heinzl nicht: „Hier wurde höchster Wert auf Lärmschutz gelegt und viel investiert, um die Anrainer nicht zusätzlich zu belasten.“

    | NOEN
    NÖN

    *) Von wo sollen die alle herkommen? Ein völlig irreales Szenario. Außerdem werden weiterhin zahlreiche Güterzüge, allerdings mit fallender Tendenz, durch St. Pölten fahren. Alle Züge Richtung Herzogenburg und alle Gz ohne ETCS-tauglichen Loks müssen den Weg durch die Stadt nehmen.

    **) Da wird ordentlich übertrieben. Platzprobleme im Bhf. St. Pölten gibt es nur bei Störungen.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Erstellt am 16. Oktober 2017, 15:15 von Daniel Lohninger

    Zwei Monate vor Eröffnung: Die NÖN testet die St. Pöltner Güterzugumfahrung

    Eines der größten Infrastruktur-Projekte Österreichs geht am 10. Dezember in Betrieb: Die um 732 Millionen Euro errichtete, 24,7 Kilometer lange Güterzugumfahrung der Stadt St. Pölten (GZU).






    26 Jahre nach Planungsbeginn wird die Güterzugumfahrung am 10. Dezember in Betrieb genommen.

    Die GZU wird nicht nur den Güterverkehr an der Landeshauptstadt vorbei führen, sondern auch das letzte Nadelöhr auf der dann durchgehend viergleisigen Westbahnstrecke zwischen Wien und Linz beseitigen.
    Statt der bisher 200 Güterzüge könnten ab Dezember dann theoretisch mehr als 1.200 Güterzüge pro Tag unterwegs sein,*) zudem erhöht sich durch die Eröffnung der GZU die Kapazität für Personenzüge zwischen St. Pölten und Wien.
    Die 24,7 Kilometer lange Strecke ist österreichweit die erste, die ausschließlich mit dem Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet ist, und damit ohne Lichtsignale auskommt. Seit der Vorwoche werden die Lokführer eingeschult – insgesamt werden es 1.400 sein.
    In einer der Schulungs-Loks war NÖN-Chefredakteur-Stellvertreter Daniel Lohninger als erster Journalist auf der Neubaustrecke unterwegs.
    Die Reportage dazu mit den praktischen Auswirkungen der GZU auf die Bewohner St. Pölten, den Eindrücken von der Neubaustrecke und den Folgen für den österreichweiten Eisenbahnverkehr findet ihr ab Dienstag in der Printausgabe der NÖN.

    NÖN mit Video

    *) Jo eh. Alle 1,2 Minuten ein Güterzug auf der Westbahn. :D
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ja.

    Wien – Budapest
    Wien - St. Pölten
    Wörgl - Innsbruck
    Kundl - Baumkirchen "Neue Unterinntalstrecke"
    Bernhardsthal – Wien Süßenbrunn – Wien Simmering

    Alle Strecken mit ETCS und herkömmlicher Signalisierung. Die Neubauabschnitte Wien – St. Pölten (Abzweigung Knoten Hadersdorf – Tullnerfeld – Knoten Wagram) und Unterinntal (Kundl-Radfeld – Abzw. Baumkirchen) dürfen trotz
    Ausstattung mit reduzierter Signalausrüstung nur mit Fahrzeugen mit tauglicher ETCS Level 2 Ausrüstung befahren werden. Die Ausstattung mit Signalen erfolgte ausschließlich als technische Rückfallebene!

    Problematisch könnte die Umfahrung St. Pölten in Sinne des diskriminierungsfreien Zugangs werden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von westbahn ()

  • Am 1. Dezember geht es los!

    Erstellt am 22. November 2017, 14:22 von APA Red

    Laut ÖBB
    : Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf vor Inbetriebnahme

    Der Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf auf der Westbahnstrecke wird am 1. Dezember offiziell in Betrieb genommen.

    Mit der Güterzugumfahrung (GZU) der NÖ Landeshauptstadt ist nach ÖBB-Angaben der viergleisige Ausbau von Wien bis Linz-Kleinmünchen "endlich komplett".

    Das schaffe auch im Raum St. Pölten die Voraussetzungen für ein besseres Angebot im Personenverkehr, eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene sowie eine Entlastung des Stadtzentrums vom Güterdurchzugsverkehr auf der Weststrecke. Die neue Verbindung von der NÖ Landeshauptstadt bis Loosdorf ist 24,7 Kilometer lang, hat 23 Brücken und drei Tunnel.
    Derzeit läuft der Güterverkehr noch direkt durch das Stadtzentrum bzw. dicht besiedelte Teile von St. Pölten. Bereits in wenigen Tagen werden Güterzüge in einem weiten Bogen vorbeigeführt. Das Projekt GZU wurde als zweigleisige Hochleistungsstrecke geplant. Die Anbindung an die Bestands- und an die Neubaustrecke Wien - St. Pölten erfolgt im Osten im Knoten Wagram. Im Westen wird die Trasse im Knoten Rohr wieder mit der bestehenden Strecke verknüpft.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • St. Pölten: Güterzugsumfahrung eröffnet

    1991 hat die Planung begonnen, der Baustart ist im Jahr 2000 erfolgt. Immer wieder kam es aber zu Verzögerungen. Freitagvormittag wurde die Güterzugsumfahrung St. Pölten - ein Jahrhundertprojekt - feierlich eröffnet.

    Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember wird die 24,7 Kilometer lange neue Strecke in Betrieb gehen. Das Projekt „Lückenschluss St. Pölten - Loosdorf“ macht seinem Namen alle Ehre. Denn mit der Inbetriebnahme ist der viergleisige Ausbau der Weststrecke zwischen Wien und kurz vor Linz komplett. Das führt zu einer Kapazitätssteigerung im Personen- und Güterverkehr sowie zu einem besseren Angebot im Nahverkehr.
    Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sprach Freitagvormittag bei der Eröffnung von einem Jahrhundertprojekt, von dem kommende Generationen profitieren werden. Der Fokus des Landes liege im Verkehrsbereich nun auf der Erschließung ländlicher Regionen. „Wenn wir von ländlichen Regionen sprechen, dann ist es zwar schön, wenn ländliche Regionen schön vom Anblick her sind. Sie müssen auch lebenswert sein und da braucht es eine Verkehrsinfrastruktur und die Kooperation mit den ÖBB“, so Mikl-Leitner.
    Bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) war die Rede von einer neuen Zeitrechnung. „Wir sind im Güterverkehr in Europa die Nummer zwei hinter der Deutschen Bahn mit einer starken Ausrichtung auf Südosteuropa. Daher ist die sogenannte Donauachse, die hier vorbei fährt, für uns ein ganz essentielles Thema“, betonte ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä am Freitag.
    Entlastung für die Landeshauptstadt
    Die jahrzehntelange Geschichte der Güterzugsumfahrung begann bereits 1991 mit den ersten großen Planungsarbeiten. 1999 wurde der eisenbahnrechtliche Baugenehmigungsbescheid erteilt, die ersten Brückenbauarbeiten wurden eingeleitet. Im Jahr 2000 erfolgte der erste große Spatenstich, doch drei Monate später wurden die Bauarbeiten aufgrund politischer Streitigkeiten und Proteste wieder eingestellt. Erst neun Jahre später wurden die Bauarbeiten wieder fortgesetzt, 2015 kam es zum Abschluss der Rohbauphase. Heuer fanden zahlreiche Testfahrten statt, ab 10. Dezember ist die neue Strecke in Betrieb.

    Foto: ÖBB

    Die Güterzugsumfahrung wird den Hauptbahnhof und das Zentrum der niederösterreichischen Landeshauptstadt vom Durchzugsverkehr entlasten. St. Pöltens Bürgermeister, Matthias Stadler (SPÖ), sprach bei der Feierlichkeit von einer „Entlastung für die Wohngebiete sowie für die Innenstadt“.
    Doch entlasten heißt nicht, dass künftig jeder Güterzug das Stadtzentrum großräumig umfahren wird. Es ist ähnlich wie auf der Straße: Züge mit dem Ziel oder Ausgangspunkt St. Pölten werden weiterhin durch das Zentrum fahren, etwa wenn sie weiter nach Krems fahren. Dabei handelt es sich aber um einen geringen Prozentteil, so ein ÖBB-Sprecher gegenüber noe.ORF.at.
    731 Millionen Euro wurden investiert
    Die neue Strecke zweigt östlich von St. Pölten am Knoten Wagram ab, umfährt die niederösterreichische Landeshauptstadt entlang der Kremser Schnellstraße (S33) und der Westautobahn (A1) und gelangt am Knoten Rohr, knapp vor Loosdorf (Bezirk Melk), wieder zur bestehenden Weststrecke. Auf einer Länge von 24,7 Kilometern überqueren die Züge 23 Brückenobjekte und passieren drei Tunnel. Insgesamt wurden 731 Millionen Euro investiert.

    Die Strecke der Güterzugsumfahrung. Grafik: ORF

    Eine Besonderheit der neuen Güterzugsumfahrung ist das neue Sicherheitssystem, das österreichweit in dieser Art und Weise einzigartig ist und ohne Lichtsignale auskommt. Die Sicherungen funktionieren via Datenübertragung und Funk, Züge können dann zum Beispiel bei einer Geschwindigkeitsübertretung vom System automatisch zum Stillstand gebracht werden. Diese Art der Zugsbeeinflussung dient vor allem der Sicherheit beim Fahren mit höheren Geschwindigkeiten und vereinfacht laut ÖBB den grenzüberschreitenden Zugsverkehr.
    In Vertretung des Infrastrukturministers Jörg Leichtfried (SPÖ) war am Freitag Landesrat Franz Schnabl (SPÖ) beim Festakt. Er betonte vor allem die wirtschaftliche Bedeutung der neuen Güterzugumfahrung. „Ein Wirtschaftswachstum ohne Bahn ist gar nicht denkbar. Wenn wir in die Zukunft blicken, geht es nicht nur darum, dass wir schneller, sondern sicherer unterwegs sind.“

    ORF NÖ
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Erstellt am 07. Dezember 2017, 05:44 von Daniel Lohninger

    GZU St. Pölten: Ab Sonntag umfahren Güterzüge die City

    Neue Umfahrungsstrecke bringt weniger Lärm beim Hauptbahnhof und Kapazität für zusätzliche Personenzüge.



    Gaben "Grünes Licht" für die neue Strecke: EU-Vertreter Andreas Boschen, Landesrat Franz Schnabl, Bürgermeister Matthias Stadler, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä (von links nach rechts). | NLK Reinberger


    Am kommenden Sonntag ist es mit der Umstellung auf den neuen Fahrplan soweit: Der Bahn-Transitverkehr auf der Ost-West-Achse wird erstmals über die neue Güterzugumfahrung (GZU) in einem 24,7 Kilometer langen Bogen um das St. Pöltner Stadtzentrum herum geführt. Nur mehr Ziel- und Quellverkehr sowie Güterzüge in Richtung Krems passieren den St. Pöltner Hauptbahnhof.
    Steigerung der Lebensqualität in der Innenstadt
    Für die St. Pöltner bringe das ein sattes Plus an Lebensqualität, betonte Bürgermeister Matthias Stadler (SP) bei der offiziellen Inbetriebnahme. Er unterstrich zudem, dass sich durch die Entlastung des innerstädtischen Schienennetzes neue Möglichkeiten für den Ausbau des Nahverkehrs auf der Bahn ergeben. Bislang scheiterten Pläne für eine St. Pöltner S-Bahn nicht zuletzt daran, dass es keine freien Kapazitäten für zusätzliche Züge in St. Pölten gab. Das ist künftig anders, wie auch ÖBB-Holding-Vorstandsdirektor Andreas Matthä ausführte: „Mit der GZU treten wir in eine neue Zeitrechnung ein.“ Er kündigte für die nächsten Jahre einen Ausbau des Personenzug-Angebotes auf der Westachse sowie innerhalb der Stadt an. Zudem könnten die ÖBB jetzt auch die Bemühungen verstärken, die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene noch weiter zu forcieren.
    Bahnstrecke durchgehend viergleisig
    Mit der GZU wird zudem das letzte Nadelöhr zwischen Linz und Wien beseitigt – die Bahnstrecke ist künftig durchgehend viergleisig. Und die St. Pöltner Güterzugumfahrung ist auch die erste Strecke in Österreich, die dank des Zugsicherungssystems ETCS Level 2 komplett ohne Lichtsignale auskommt.
    An die langen Vorarbeiten am 730-Millionen-Euro-Projekt erinnerte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP). 1991 wurde mit der Planung begonnen, 1999 mit den Arbeiten. „Es ist ein Jahrhundertprojekt von regionaler, nationaler und europäischer Bedeutung“, unterstrich Mikl-Leitner*) die Bedeutung des Streckenabschnitts, der Teil des Rhein-Donau-Korridors ist. Nicht zuletzt deshalb flossen 27 Millionen Euro an EU-Fördergeldern in die Errichtung der Güterzugumfahrung.

    NÖN

    *) Die Landeshauptfrau sollte die Kirche im Dorf lassen. Eisenbahn-Jahrhundertprojekte sehen anders aus. Jahrhundertwürdig ist bestenfalls die Zeitspanne von 26 Jahren zwischen der Beschlussfassung im Jahr 1991 und der Fertigstellung im Jahr 2017.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Erstellt am 04. Januar 2018, 05:43 von Max Steiner

    Güterzugumfahrung: Die Lücke schließt sich langsam in St. Pölten

    Nicht alle Züge nutzen die GZU, kristisiert ein Bahnanrainer. Der Betrieb werde hochgefahren, erklären die ÖBB.

    Die NÖN hat erste Bilder von der fertigen Güterzugumfahrung (mehr Fotos und einen Kurzfilm gibt es auf NÖN.at). | NOEN


    Stillere Zeiten hätte sich ein St. Pöltner nach der Eröffnung der Güterzugumfahrung erhofft . „Vollmundig wurde uns erklärt, dass nun die Anrainer vom Güterzugslärm entbunden sind, da alle Güterzüge, ausgenommen Quellverkehr, über die GZU fahren werden. Eine große Anzahl fährt aber weiterhin über die alte Westbahnstrecke mitten durch St. Pölten“, beklagt er in einer E-Mail.
    Den Grund dafür weiß er allerdings. Für die GZU sei das Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) zwingend vorgeschrieben, Signale nicht installiert. Somit können Lokomotiven ohne oder mit untauglichem ETCS die GZU nicht verwenden. Das seien alle Güterzüge, die über die Altbaustrecke Neulengbach kämen – vor allem private Anbieter, die das System sonst nirgends brauchen und die Investitionen nicht machen. Die ÖBB seien somit einziger Nutznießer der GZU. „Die Hälfte der Güterzüge fährt weiterhin durch das Stadtgebiet und den Bahnhof – vom Kesselwagenzug, über Containerzüge, Autotransportzüge aus Ungarn und der Slowakei bis zu gemischtem Güterverkehr.“
    Betrieb der GZU wird langsam hochgefahren
    Eine deutliche Entlastung vom Güter- und Durchgangsverkehr für den Bahnhof St. Pölten, der als Knotenbahnhof ein beachtliches Verkehrsaufkommen bewältigen müsse, sehen die ÖBB nach Inbetriebnahme des Lückenschlusses. Der Betrieb werde langsam hochgefahren, erklärt ÖBB-Sprecher Karl Leitner. Nach der Inbetriebnahme der Neubaustrecke seien bereits 50 Prozent weniger Güterzüge auf der Bestandsstrecke durch das Stadtgebiet unterwegs, 2018 würden dann noch mehr Güterzüge über die Neubaustrecke geführt. „Ziel ist es natürlich, so viele Züge wie möglich über die neue Strecke zu führen“, betont Karl Leitner. Das schaffe auch Kapazitäten für zusätzlichen Personenverkehr.
    Dass die Umsetzung des ECTS ein komplexer und jahrzehntelanger Prozess ist, weiß Otfried Knoll, Leiter des Departments für Bahntechnologie und Mobilität an der Fachhochschule St. Pölten. Grundsätzlich sei sie sinnvoll, weil man zum Beispiel keine ortsfesten Signale mehr an der Strecke aufstellen müsse und die Zugabstände optimieren könne.
    Neben den auf dem transeuropäischen Korridor vorgeschriebenen Einrichtungen auf der Strecke müssen auch die Lokomotiven ausgerüstet werden, um die ETCS-Befehle zu verarbeiten. Das seien insgesamt Investitionen in Milliardenhöhe. Solange sie die Wahl hätten, würden viele Betreiber die teure Nachrüstung der Loks sparen. „Das ist wie bei der Lkw-Maut, da weichen auch viele auf die Bundesstraße aus, wenn sie die Möglichkeit haben“, so Knoll.

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