Semmering-Basistunnel: Dokumentation des Baufortschritts

  • Bei einem nicht redaktionellen Artikel bei den Bezirksblättern ist jetzt eine ganze Heilquelle verloren gegangen: meinbezirk.at/neunkirchen/c-wi…eringbasistunnel_a3373911

    Interessant, dass man bei dem verlinkten älteren Artikel einen Weg sieht, der beim Krater nicht sichtbar ist. Noch schwerer ist wohl der Vorwurf in einem der Kommentare, dass die Quelle eine ÖBB-Erkundungsbohrung war, welche durch Manipulation an der Bohrung den gefälschten Eindrucks eines Quellaustritts erzeugte. Ob da ein Zusammenhang besteht?
  • Semmering-Basistunnel: Baustart für letzten Bauabschnitt


    16. Mai 2019
    Beim Semmering-Basistunnel fiel gestern der offizielle Startschuss für den Bau des Westportals und den Umbau des Bahnhofs Mürzzuschlag.
    Damit wird nun an allen Bauabschnitten des Tunnelprojektes gearbeitet. Das Westportal in Mürzzuschlag bildet den letzten Baustein des Semmering-Basistunnels. Insgesamt werden in diesen Abschnitt rund 160 Mio. EUR investiert, wobei das Land Steiermark sowie die Gemeinde Mürzzuschlag die Park&Ride-Anlage sowie den Bahnhofsvorplatz mitfinanzieren. Das Bahnhofsgebäude und der Vorplatz werden Ende 2023 fertig umgebaut sein. (cm)

    www.eurailpress.de
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  • Großangelegter Treibstoffbetrug beim Bau des SBT

    Bauarbeiten überschattet: 300.000 Liter Diesel in Gloggnitz abgezweigt
    Nicht nur Erdeinbrüche überschatten den Tunnelbau am Semmering. Jetzt flog Handel mit gestohlenem Dieseltreibstoff auf.
    Von Gerhard Brandtner. Erstellt am 03. Juni 2019 (06:45) Ein Dieseldiebstahl in großem Umfang beschäftigt Polizei und Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt. Von einer Schadenssumme von über 200.000 Euro ist die Rede.
    Ein Mitarbeiter der Gloggnitzer Niederlassung der Firma Felbermayr sowie einer der Firma Marti (es gilt für beide die Unschuldsvermutung) sollen die Köpfe hinter dem Diebstahl sein. Das Bauunternehmen Marti ist von der ÖBB-Infrastruktur mit dem dritten Baulos „Grautschenhof“ betraut worden.
    Ein Mitarbeiter dort bestellte Diesel, aber nur ein Teil kam tatsächlich an. An die 300.000 Liter sollen seit August 2018 abgezweigt und an Abnehmer in der Region verkauft worden sein. „Auch mir wurde ein Angebot gemacht, ich habe aber abgelehnt“, so ein Gloggnitzer zur NÖN. Andere wollten sich das wohl nicht entgehen lassen.
    „Es gibt bereits ein Ermittlungsverfahren gegen sechs Beschuldigte“, bestätigt Staatsanwalt Erich Habitzl. Aufgeflogen ist die Angelegenheit nach einem Anruf. „Bei uns ging ein Telefonat ein, dass jemand, wie immer, Diesel bestellen wollte“, erklärt Wolfgang Schellerer, Geschäftsführer der Felbermayr Transport- und Hebetechnik GmbH, „wir sind sofort zur Polizei gegangen.“
    Bei der Firma Marti erhielt man von den Machenschaften ihres Mitarbeiters erst durch die Polizei Kenntnis. „Wir haben von den Vorkommnissen nichts gewusst und dann sofort reagiert. Den Marti-Mitarbeiter, der in Verdacht steht, auch solche Handlungen begangen zu haben, hat das Unternehmen fristlos entlassen“, so die Geschäftsleitung in einer schriftlichen Stellungnahme.
    Auch die Firma Felbermayr hat sofort die Reißleine gezogen. Schellerer: „Der Mitarbeiter wurde in der Sekunde fristlos entlassen. Wir wollen nie wieder etwas mit ihm zu tun haben.“ Auch das Gerücht, dass besagter Mitarbeiter im Wissen der Firma gehandelt habe, wird ausdrücklich dementiert.
    Beim Gloggnitzer Betrieb bestätigt man, nicht geschädigt zu sein. Anders die Lage bei der Firma Marti. „Den Schaden trägt die Firma Marti. Dem laufenden Strafverfahren hat sich die Marti GmbH als Privatbeteiligte angeschlossen“, erklärt man. Die NÖN bemühte sich natürlich auch um eine Stellungnahme der Beschuldigten.
    „Nach Rücksprache mit meinem Mandanten darf ich mitteilen, dass dieser voll umfänglich mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeitet und alle Karten auf den Tisch gelegt hat. Festzuhalten ist jedoch, dass er keineswegs der Haupttäter und Initiator war und keine persönliche Bereicherung vorliegt“, so Rechtsanwalt Peter Mayerhofer, der den Ex-Mitarbeiter der Firma Felbermayr vertritt.
    Den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ist übrigens kein Schaden entstanden. „Wir wurden von diesen Vorfällen von keiner offiziellen Stelle in Kenntnis gesetzt, daher wissen wir, dass die ÖBB weder geschädigt noch involviert sind. Dem Steuerzahler ist somit auch kein Schaden entstanden“, erklärt ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif auf Anfrage. Und er bestätigt auch, dass man als österreichischer Leitbetrieb eine hohe gesellschaftliche Verantwortung habe. Seif: „Das gleiche ethische korrekte Verhalten verlangen wir auch von unseren Auftragnehmern und haben entsprechende Formulierungen in unseren Bauverträgen verankert“.
    Noch läuft das Ermittlungsverfahren, wann und ob Anklage erhoben wird, ist noch offen. Mögliche Ansprüche der Firma Marti als Geschädigten könnten sich auch gegen die Abnehmer des Treibstoffes richten.


    Folgen der Tat
    Diebstahl: Bei schwerem, gewerbsmäßigem Diebstahl nach den §§ 127, 128, 130 StGB drohen sechs Monate bis fünf Jahren Freiheitsstrafe. Übersteigt die Schadenssumme 300.00 Euro, erhöht sich auch der Strafrahmen auf bis zu zehn Jahre.
    Hehlerei: Der Verdacht der Hehlerei wird im § 164 StGB geregelt. Hier drohen Geld- oder Freiheitsstrafen. Als Hehler braucht man einen Vorsatz, das bedeutet, der Hehler hält es (zumindest) ernsthaft für möglich und findet sich damit ab, dass die Sache durch ein Vermögensdelikt erbeutet wurde.
    Regress: Im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung kann es dann auch zu Schadensersatzforderungen der Firma Marti kommen, welche sich dem Strafverfahren als Privatbeteiligte anschließen will.

    NÖN
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