[SRB/HU] Chinesen modernisieren Magistrale Belgrad - Budapest

  • Was meinst, warum Venedig und Triest um die Koralmbahn betteln? da geht in Zukunft viel Fracht in Norditalien vom Schiff auf die Bahn, die derzeit vom Suezkanal kommend um Europa herum nach Gdansk und sonstwohin geschippert wird.

    Umladen muss man sowieso, je früher das Zeug jedoch auf der Bahn ist, desto schneller geht es.

    Man kann ja sagen, dass somit die Planungen aus der Kaiserzeit (Suezkanal und Triest) endlich Realität werden.
  • Mitte Mai hat die serbische Verkehrsministerin Zorana Mihajlovič einen Vertrag zur Aufnahme eines Kredits von der chinesischen Exim Bank im Wert von 266 Mio. EUR unterzeichnet. Der Betrag ist für den Ausbau des Streckenabschnitts Belgrad - Stara Pazova auf 200 km/h bestimmt. Mit den Arbeiten soll noch 2017 begonnen werden, wobei allerdings derzeit noch immer nicht klar ist, ob die Strecke neu gebaut oder die bestehende Strecke modernisiert werden soll.

    Die Strecke Belgrad - Budapest ist 370 km lang und ihre Modernisierung soll insgesamt 2,6 Mrd. EUR kosten. Der serbische Teil der Strecke ist in drei Abschnitte unterteilt:
    • Belgrad - Stara Pazova, finanziert durch obigen Chinesen-Kredit.
    • Stara Pazova - Novi Sad, zweigleisiger Ausbau, finanziert durch einen russischen Kredit in Höhe von 302 Mio. EUR.
    • Novi Sad - Grenze zu Ungarn

    dr. bahnsinn schrieb:

    Laut TR EU-Issue 258, S. 40, überlegt die chinesische Regierung, aus dem Vertrag über die Modernisierung der Magistrale Budapest - Belgrad auszusteigen, weil die EU ein Vertragsverletzungsverfahren wegen angeblicher Unkorrektheiten eingeleitet hat.
    Ungarn hat in der Zwischenzeit die Unstimmigkeiten mit Brüssel ausgeräumt, und betont, in Hinkunft die Ausschreibungsrichtlinien der EU einhalten zu wollen. Die Chinesen haben sich aber noch nicht dazu geäußert, ob sie aus der Finanzierung des ungarischen Streckenteils aussteigen oder nicht.

    Quelle: TR EU-Issue 259, S. 57.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ungarn/Serbien: Ausschreibung für Belgrad – Budapest im November
    13.10.2017

    Ende November findet in Ungarn der nächste China-Mitteleuropa-Gipfel statt.
    Bis zum Budapester Treffen des chinesischen Ministerpräsidenten mit 16 europäischen Regierungschefs will die Regierung das Vergabeverfahren für den ungarischen Abschnitt des chinesisch finanzierten Ausbauprojekts zwischen Budapest und Belgrad auf den Weg bringen. Die Verträge für Ungarn wollen die Parteien nach derzeitigem Stand Anfang 2018 abschließen, die gesamte Verbindung zwischen den beiden Hauptstädten soll schon 2022 zur Verfügung stehen. Das Projekt Budapest – Belgrad wirft aber immer noch Fragen auf, nicht zuletzt hinsichtlich der vorder- und hintergründigen Beweggründe der Beteiligten und der Rentabilität. Letzteres trifft freilich auch auf Projekte zu, die von der EU kofinanziert werden. Fachleute sprechen deshalb von der Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels – in Ostmitteleuropa etwa die vermehrte Förderung kleinerer Erneuerungen und „Flaschenhals-Projekte“ statt teurer Ausbau-Großprojekte. (in/cm)


    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die chinesisch-ungarische Nonprofit-Gesellschaft, die für die Ausschreibung der Modernisierung des ungarischen Streckenabschnitts zuständig ist, hat nun folgenden Zeitplan vorgelegt:
    • Auswahl des für Planung und Durchführung der Arbeiten vorgesehenen Konsortiums bis Ende 2018
    • Beginn der Arbeiten im Lauf des Jahres 2020
    • Abschluss der Arbeiten und Inbetriebnahme im Jahr 2023.
    Der Bahnbetrieb soll durchgehend aufrecht erhalten werden.

    Nur zwei Konsortien haben Anbote gelegt - CRE und Strabag-CCCC.

    Quelle: TR EU-Heft 268, S. 41.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • 11. Juli 2018

    SERBIEN: Am 7. Juli 2018 wurde der Vertrag über den 943 Mio. € teuren Auftrag zur Modernisierung des 108 km langen Abschnitts zwischen Novi Sad und der ungarischen Grenze bei Subotica zwischen dem serbischen Verkehrs- und Infrastrukturministerium, China Railway International und China Communications Construction Co (CCCC) unterzeichnet.

    Quelle und vollständiger Text: www.railwaygazette.com
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
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