[B] Anklageerhebung gegen SNCB und Infrabel im Fall des Eisenbahnunglücks von Buizingen am 15. 02. 2010

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  • [B] Anklageerhebung gegen SNCB und Infrabel im Fall des Eisenbahnunglücks von Buizingen am 15. 02. 2010

    Belgien: Unfall Buizingen führt zu Anklageerhebung

    30.09.2014

    SNCB und Infrabel wurden am 26.09.2014 durch die mit der Aufklärung des Unfalls von Buizingen vom 15.02.2010 beauftragten Untersuchungsrichter über die Anklageerhebung informiert.

    Bei dem Unfall wurden 19 Menschen getötet und 150 verwundet, als ein Zug der SNCB nach Überfahren eines roten Signals in einen anderen Zug hineinfuhr. Die Untersuchung des Unfalls sprach von menschlichen und technischen Fehlern und führte zur Einführung des automatischen Bremssystem TBL1 +. Der Richter glaubt, dass es aufgrund des aktuellen Stands der Ermittlungen Nachweise für die Beteiligung der beiden Unternehmen am Unfall gibt. In diesem Stadium des Verfahrens ist der Richter jedoch noch nicht verpflichtet, die Beweise offen zu legen. (wkz/cm)


    Quelle: Eurailpress
  • Belgien: Anklage gegen Lokführer, SNCB und Infrabel zum Unglück von Buizingen

    14.03.2017

    Die Staatsanwaltschaft Hal-Vilvorde wird gegen einen Lokführer, die SNCB und Infrabel Klage für ihre Verantwortung bei dem Eisenbahnunfall von Buizingen erheben.

    Am 15.02.2010 kollidierte ein L-Zug (Regionalzug) Louvain – Braine-le-Comte mit einem IC Quiévrain – Liège-Guillemins in der Nähe von Buizingen. Bei dem Unfall starben 19 Menschen, 162 wurden verletzt, davon 11 schwer. Der Lokführer des L-Zuges wird wegen Überfahrens eines rot zeigenden Signals angeklagt, SNCB und Infrabel wegen Vernachlässigung der Sicherheit der Eisenbahninfrastruktur und des Zugmaterials. Der Lokführer hat seine Schuld immer bestritten, aber laut Klageschrift sprechen die Analyse der Fahrdaten und der Signalisation für diesen Verlauf des Unglücks. Das Gericht tritt am 24.04.2017 zusammen. Die SNCB wurde nach dem Zugunglück von Buizingen verpflichtet, alle Fahrzeuge mit dem automatischen Bremssystem TBL1 + auszurüsten. (wkz/cm)


    Eurailpress
  • Belgien: SNCB, Infrabel und Lokführer wegen Unfall Buizingen verurteilt
    04. Dezember 2019
    Am 15.02.2010 kam es in Buizingen zu einem folgenschweren Zugzusammenstoß, in dessen Folge 19 Menschen starben. Jetzt hat der Polizeigerichtshof in Brüssel die ersten Urteile gefällt.
    Der Richter vertrat die Ansicht, dass alle drei beteiligten Parteien – Infrabel, SNCB/NMSB und der Triebfahrzeugführer – schuldig und verantwortlich für die Tragödie seien. Letzterer erklärt, sein Signal habe „Grün“ gezeigt, der Staatsanwalt war aber überzeugt, dass das Signal rot war. Der Richter folgte hier dem Staatsanwalt. Der SNCB wurde vorgeworfen, auf dem betreffenden Zug nicht das verbesserte Zugsicherungssystem TBL1+ installiert zu haben. Infrabel und die SNCB müssen je 550.000 EUR Strafe zahlen, der Triebfahrzeugführer blieb trotz Schuldspruch ohne Strafe. Der Unfall beschleunigte die Einführung von TBL1+ im Netz und auf den Fahrzeugen. (qv/cm)

    www.eurailpress.de
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