Die Zukunft der Murtalbahn

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  • 4744 044 schrieb:

    Die Steiermarkbahn (StB) hat neue Fahrzeuge für die zu modernisierende Murtalbahn ausgeschrieben.

    ausschreibungen-oesterreich.at…zeugbeschaffung_2018_Graz
    Im EI 02/19 finden sich ein paar Daten:

    • Konzept für Triebzüge bzw. Triebwagen mit Steuer- und Beiwagen
    • 2 oder 3 Wagenkästen
    • mind. 90 km/h
    • 100 Sitzplätze
    • Antriebstechnologie ziemlich offen (Fahrleitung mit Batterien für die Tunnels, Batterien mit Ladestellen an den Endstationen und Fahrleitungsinseln, Dieselhybrid, Wasserstoffhybrid, Erdgas)
    • mind. 1 Wagenkasten barrierefrei
    • 4 bis 7 Stück (Option auf insgesamt 15)


    Weiterer Fahrplan:

    bis März 2019: Markterkundung
    Sommer 2019: Entscheidung Modernisierungvariante, Anschließend Vergabeverfahren
    Sommer 2020: Zuschlag
  • hoax schrieb:

    .....die fahren meines wissens aufgrund hoher nachfrage im winter zeitweise sogar dreiteilig bis murau.
    Die betroffene Garnitur war laut EÖ-Heft 3/2019, S. 164 dreiteilig unterwegs und zwar in der Zusammenstellung VS 43 - VT 35 - VT 32.

    Bahnfahrer schrieb:

    Mir ist nicht ganz klar - ist der "brandelnde bzw. stinkende" Triebwagen noch seelenruhig bis Murau gefahren - oder hat er überhaupt erst nach abstellen bzw. öffnen irgendwelcher Türln zu brennen begonnen!
    Laut EÖ hat der Tfzf. bereits bei der Fahrt nach Tamsweg im VT 32 Brandgeruch bemerkt, aber am Fahrzeug keine Funktionsstörung bemerkt. Vor der Rückfahrt Richtung Unzmarkt reihte er den VT 32 an den Zugschluss und rüstete ihn ab. Leistung gab somit nur der mittig gereihte VT 35 ab. Ab der Haltestelle Kreischberg Talstation waren ca. 150 Fahrgäste im Zug. Knapp vor Murau wurde am VT 32 Rauchentwicklung bemerkt, worauf der Zug im Bhf. Murau geräumt wurde. Der Rest ist bekannt.
    Ursache dürfte ein Kabelbrand gewesen sein, durch den die Elektrik des Tw weitgehend zerstört wurde, während der Innenraum nur wenig beschädigt wurde und der Kasten weitgehend schadlos blieb. Bezüglich einer Reparatur des Tw gibt es noch keine Entscheidung, da erst geklärt werden muss, wie es mit der Fahrzeugbeschaffung für die Murtalbahn überhaupt weitergeht.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Nicht die Zukunft der Murtalbahn, sondern betrieblicher Alltag. VS 43 (vorne) und VT 33 nach der Ankunft als R 8709 in Tamsweg heute Nachmittag. Fünf Fahrgäste, darunter drei Radfahrer verließen den Zug, der an den Seitenwänden auf das Jubiläum "120 Jahre Murtalbahn" hinweist:


    Eile mit Weile: Mit vier Minuten Verspätung (Planabfahrt 15:03 Uhr) verlässt der R 8716 den Bahnhof Tamsweg. Im Hintergrund die Wallfahrtskirche St. Leonhard. Drei oder vier Fahrgäste befinden sich im Zug:
    Fotos: dr. bahnsinn, aufgenommen am 17. 4. 2019
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • ORF Steiermark:
    Fährt die Murtalbahn bald mit Wasserstoff?




    Die Murtalbahn feiert am Samstag (12.10.2019) ihren 125. Geburtstag. Sie war von Anbeginn ein wichtiger Eckpfeiler für die Mobilität im oberen Murtal, und soll das auch in Zukunft sein – möglicherweise mit einem umweltfreundlichen Wasserstoff-Antrieb.


    Online seit heute, 7.31 Uhr

    Nach nur einjähriger Bauzeit wurde am 7. Oktober 1894 die Bahnstrecke zwischen dem steirischen Unzmarkt und Mauterndorf in Salzburg fertiggestellt. Heute führt die zweitlängste Schmalspurbahn Österreichs noch über 66 Kilometer bis nach Tamsweg.

    Derzeit rund 1.000 Fahrgäste pro Tag
    Wie viele Menschen in den 125 Jahren befördert wurden, ist nicht überliefert, sagt der auch für die Murtalbahn zuständige Geschäftsführer der Steiermarkbahn, Gerhard Harrer, „wir wissen allerdings, dass wir jetzt rund 1.000 Fahrgäste pro Tag haben, was für diese Regionalbahn natürlich eine durchaus schöne Anzahl ist. Wir freuen uns auch, dass diese Anzahl stabil und sogar leicht steigend ist“.
    Antrieb nicht mehr zeitgemäß
    Vier Dampfloks, fünf Dieseltriebwagen und drei Diesellokomotiven ziehen die Züge derzeit durchs obere Murtal – nicht mehr ganz zeitgemäß, und so verständigte sich die Region Murau mit dem Land Steiermark darauf, die Murtalbahn mit neuen, modernen Antriebssystemen auszubauen.
    In der Region favorisiert man einen umweltfreundlichen Wasserstoff-Antrieb, eine Entscheidung ist laut Harrer aber noch nicht gefallen: „Wir vergleichen alle möglichen Antriebssysteme, das heißt natürlich auch Batteriespeicherungen oder reinen Elektroantrieb. Da gibt es natürlich immer Wechselwirkungen, und wir werden dann für unser Konzept die beste Lösung auswählen.“

    Umsetzung dauert noch einige Jahre
    Entschieden werden soll noch im Herbst. Rund um den neuen Antrieb wird dann auch ein Modernisierungspaket geschnürt – mit neuem Wagenmaterial, verbesserten Verknüpfungen und kürzeren Fahrzeiten. Bis zur Umsetzung wird es aber noch einige Jahre dauern: „Ich denke, in der Steiermark ist es doch so, dass sich mit der Inbetriebnahme der Südstrecke viele Dinge ändern werden, und das sollte auch bei uns das Ziel sein, dass wir dann das neue System umgesetzt haben“, so Harrer – was so viel heißt, dass die neue Murtalbahn erst nach ihrem 130. Geburtstag Fahrt aufnehmen wird.
  • Werner schrieb:

    Vier Dampfloks, fünf Dieseltriebwagen und drei Diesellokomotiven ziehen die Züge derzeit durchs obere Murtal – nicht mehr ganz zeitgemäß,
    Im Planbetrieb findet man die Dampfloks aber nicht und Diesel-tfz sind auf Nebenbahnen noch durchaus zeitgemäß. Für Neuanschaffungen gilt dies natürlich nur mehr eingeschränkt.

    Wie viel man wohl sparen könnte, wenn Zillertalbahn und Murtalbahn gemeinsam auf H2 umgestiegen wäre? Ich halte Batteriespeicher für sinnvoller.
  • KFNB X schrieb:

    Wie viel man wohl sparen könnte, wenn Zillertalbahn und Murtalbahn gemeinsam auf H2 umgestiegen wäre? Ich halte Batteriespeicher für sinnvoller.
    Halte ich auch für grundsätzlich richtig. Vermute aber, dass STLB wie auch Pinzgauer Lokalbahn und Andere erst die Erfahrungen der Zillertalbahn einerseits und der ÖBB mit Desiro ML eco andererseits abwarten und erst dann die Systementscheidung treffen wollen.
    Wobei die Akku-Variante entweder eine Teil-Elektrifizierung der Strecke oder entsprechend lange Stand-Zeiten der Tfz erfordern würde.
    Dazu noch die Errichtung von geeigneten Lade-Stationen.
  • In Tamsweg ist die Ladestation insofern unsinnig, als dass es von Tamsweg eh nur bergab geht, man kann also mit ganz wenig Restenergie wegfahren und aufladen. Verrecken tut das Greibel schon beim Hinauffahren, wegen der Höhendifferenz. Hier findet man quasi das Problem der Schneebergbahn auf schmaler Spur.

    Unzmarkt : 733m
    Tamsweg : 1019m (+386)
    Mauterndorf : 1116m (+97/+483)

    Sinnvoll ist meines Erachtens ein Laden unterwegs, z.B. zwischen Teufenbach und St. Lorenzen. Oder man reduziert die Akkus noch einmal und elektrifiziert zwei (besonders steile) Abschnitte.
  • Angesichts der Unwetter und der Zerstörung der Strecke in ausgedehnten Bereichen wird es nun endlich Zeit, dass die Verantwortlichen Nägel mit Köpfen machen und diese Strecke einstellen. Ist es wirklich zeitgemäß, eine Schmalspurbahn mit 760mm Spurweite über größere Strecken komplett zu erneuern? Noch dazu, wo die Fahrgastzahlen seit Jahren sinken, wie die angehängte Grafik zeigt! Und bei den Bildern erkennt man auch die Nachteile der geschweißten Schienen. Es gibt keine "Sollbruchstellen" vulgo Laschen. Die Mure schiebt das Gleis vom Schotterbett und anstatt auseinanderzureißen verdreht sich das Gleis.
    Bilder
    • Zwischenablage-36.jpg

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    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • Es gibt scheinbar immer noch einige, die nicht verstanden haben, worum es bei den 2000 Personen geht. ÖBB-PV fährt auch, wenn zwei oder vier Fahrgäste pro Tag im Regionalverkehr eine Strecke nutzen - solange der Bund oder das Land bestellen und zahlen! Es geht darum, dass eine Strecke unter 2000 Beförderungsfälle mehr Geld verbrennt (wirtschaftlich wird sie nie sein) und mehr Kosten verursacht, als wenn Busse eingesetzt würden. Und ich muss dir jetzt nicht ein Foto der verdrehten Gleise zeigen? Die wirst wohl selbst finden als Zeitungsonkel vom Dienst, oder?
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • Auf Westbahns speziellen Wunsch hin hier ein Foto aus der Krone, schaut wirklich arg aus...

    Schlammlawine riss Gleise der Murtalbahn weg

    Die Gleise der Murtalbahn wurden weggerissen
    (Bild: Kevin Geissler)

    Bestürzte Gesichter und viele Tränen! Noch am Sonntagabend wurde die Gemeinde Stadl-Predlitz (Bezirk Murau) zum Katastrophengebiet erklärt, Montagfrüh wurden dann die teils verheerenden Schäden bei Tageslicht erst so richtig sichtbar. Mehrere Muren gingen ab und trafen Einfamilienhäuser, einige Keller, aber auch ein Wohngeschoß standen unter Wasser. Richtig Glück hatten die Fahrgäste einer Garnitur der Murtalbahn, die zehn Minuten vor einem massiven Erdrutsch durchfuhr.
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