Achenseebahn auf dem Weg ins Ungewisse

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    Es ist zwar schon etwas länger her, aber nachdem es grad reingeflattert ist...:



    Tirol 26. Februar 2019
    Achenseebahn: "Abstimmungen nötig"

    Um die 1,2 Mio. EURO Soforthilfe vom Land zu bekommen, müssen die Gemeinden Jenbach, Eben und Achenkirch 54 Prozent der Aktien der Achenseebahn besitzen. Doch der Ankauf der Aktien verzögert sich. Der Grund: Der Beschluss vom Land und der Beschluss von der Achenseebahn-Vollversammlung sind (noch) nicht kompatibel.

    JENBACH 13 Minuten, so lange soll die außerordentliche Hauptversammlung der Achenseebahn Anfang Februar gedauert haben. Die Entscheidung über die Kapitalerhöhung wurde ausgesetzt. "Nur aufgeschoben",erklärt der Aufsichtsrats-Vorsitzende der Achenseebahn AG, Christian Kittl, im Gespräch mit dem ROFAN-KURIER. Der Kapitalerhöhungs-Beschluss der Vollversammlung ist mit dem Beschluss der Landesregierung nicht kompatibel. "Nun müssen wir uns mit der Landesregierung abstimmen, dass die beiden Beschlüsse technisch richtig gefasst werden", sagt Kittl.

    Sobald die Beschlüsse aufeinander abgestimmt sind, wird eine neue außerordentliche Hauptversammlung einberufen und diese soll dann den Kapitalserhöhungs-Beschluss fassen. Kittl hofft, dass diese im März stattfinden kann.

    Die Reparaturarbeiten und die Infrastrukturmaßnahmen können aber trotzdem bereits jetzt starten – "diese werden in der Zwischenzeit über unsere Hausbank finanziert", sagt Achenseebahn-Vorstand Mag. Georg Fuchshuber.

    Kapitalerhöhung um 1,2 Millionen EURO
    Kurz vor der Hauptversammlung wurde vom Landtag die Soforthilfe der Achenseebahn beschlossen. Auf Initiative von FPÖ, SPÖ und Hermann Weratschnig werden 1,2 Millionen EURO an die Achenseebahn fließen. Das hat auch der Landtag mehrheitlich beschlossen. Einzig die NEOS waren gegen die Soforthilfe. Sie befürchteten eine Kostenexplosion.... Die restlichen Partein waren sich im Großen und Ganzen einig. Die Achenseebahn soll weiter bestehen. Aber: "Mit den 1,2 Mio. EURO erkaufen wir uns nur Zeit", fasst LA Mag. Markus Sint (LISTE FRITZ) die Situation zusammen.

    Mit diesem Geld werden nun dringend notwendige Reparaturen durchgeführt, damit der Sommerbetrieb 2019 gesichert ist. Für mehr brauche man das MIP (Mittelfristige Infrastrukturprogramm von Bund und Land).

    Hier fehlt laut FPÖ-Bundesrat Christoph Steiner nur noch die Zusage vom Land (LH-Stv. Mag. Ingrid Felipe). Verkehrsminster Ing. Norbert Hofer (FPÖ) habe eine Wiederaufnahme der Achenseebahn ins MIP bereits zugesichert, wie die FPÖ auch im Landtag erklärt.

    Klubobmann Mag. Markus Abwerzger (FPÖ) ortet die fehlende Zustimmung in politischen Befindlichkeiten: "Die GRÜNE LH-Stellvertreterin hat ein Problem mit der Achenseebahn, weil einer der Aktionäre ein blaues Parteibuch hat!" Daher sei auch das MIP (Mittelfristiges Infrastrukturprogramm) ausgesetzt worden. Steiner ergänzt, ihm fehle das klare Bekenntnis von LH-Stv. Felipe zur Modernisierung der Achenseebahn.

    Blaue Kritik – grüner Konter
    Während Steiners Kritik ist Felipe selbst nicht im Plenar-Saal. Den GRÜNEN Konter übernimmt KO Mag. Gebi Mair: "Die Achenseebahn ist eine Privatbahn und eine Aktiengesellschaft. Grundsätzlich ist es die Aufgabe der Aktionäre, den Betrieb zu finanzieren. Mit den 1,2 Mio. EURO kauft sich die öffentliche Hand ein", sagt der GRÜNE-Klubobmann.

    Die Soforthilfe des Landes ist an eine 54-prozentige Mehrheit der Gemeinden Jenbach, Achenkirch und Eben in der Achenseebahn geknüpft.
    Vereinfacht heißt das: Die Gemeinden bekommen 1,2 Mio. EURO vom Land, kaufen damit Aktien der Achenseebahn AG, besitzen dann die Mehrheit an der Achenseebahn und haben dann das Sagen.

    In Jenbach wurde der Gemeinderats-Beschluss für den Ankauf von 1.150 neuen Aktien bereits beschlossen, Eben und Achenkirch sollen nachziehen.
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