Fa. Fleischmann insolvent

  • Hier der entsprechende ORF-Bericht:

    Modelleisenbahn-Insolvenz bei Fleischmann

    Der deutsche Modelleisenbahn-Hersteller Fleischmann - ein Tochterunternehmen der Modelleisenbahn Holding aus Salzburg - hat Insolvenz beantragt. Der Betrieb gehe weiter, es gehe um die Last der Betriebspensionen, heißt es.

    Fleischmann mit Sitz in Heilsbronn (Bayern) wolle durch die Insolvenz in Eigenverwaltung einen Neustart hinlegen, teilte die Mutterfirma am Mittwoch mit. Fleischmann gehört ja zur Modelleisenbahn Holding mit Sitz in Bergheim (Flachgau). Auch die Firma Roco ist Teil der Holding.

    33 aktive Mitarbeiter, 630 Pensionisten

    Fleischmann habe bereits einen Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht Ansbach gestellt: „Der Betrieb ist nicht betroffen, Fleischmann besteht weiter“, sagte Firmensprecher Michael Prock zur APA. Ihm zufolge haben vor allem die hohen Pensionslasten zur Überschuldung von Fleischmann geführt. „Die verbliebenen 33 Mitarbeiter von Fleischmann am Firmensitz sind nicht in der Lage, die Betriebspensionen von 630 ehemaligen Mitarbeitern zu erwirtschaften.“

    Nach der Fleischmann-Insolvenz übernehme die Zahlungsverpflichtungen künftig der Pensions-Sicherungs-Verein PSVaG. „Alle ehemaligen Mitarbeiter bekommen ihre Pension weiter“, sagte Prock. Ein weiterer Personalabbau sei im Rahmen der Insolvenz nicht geplant.

    Restrukturierung nach Übernahme durch Salzburger

    Fleischmann hatte seinen Mitarbeiterstand nach der Übernahme durch die Modelleisenbahn Holding im Jahr 2008 im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen deutlich reduziert. Nach drei Sozialplänen blieben in Heilsbronn von rund 340 Mitarbeitern nur 33 übrig. Sie sind heute für die Konstruktion und Entwicklung der einzelnen Modelle verantwortlich.

    Die Modelleisenbahn Holding erzielte im Jahre 2014 einen Umsatz von rund 50,5 Millionen Euro. Gemeinsam halten Roco und Fleischmann einen Marktanteil von 23 Prozent in Europa. Die gesamte Gruppe beschäftigt laut Prock rund 700 Mitarbeiter in Deutschland, Österreich, Rumänien und der Slowakei.


    Quelle: ORF Salzburg
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