[NÖN] Traisentalbahn: Straßen-Über- und Unterführung um 11 Mio. EURO

  • [NÖN] Traisentalbahn: Straßen-Über- und Unterführung um 11 Mio. EURO

    Eisenbahnkreuzungen B20: Brücke und "Tunnel" um elf Millionen Euro

    Zur Wolfenbergerstraße soll es künftig über, zur Ochsenburger Straße unter Bahn und Mariazeller Straße gehen.

    Einige Opfer haben die Eisenbahnkreuzungen entlang der Leobersdorfer Bahnstrecke im Süden St. Pöltens bereits gefordert, jetzt sollen sie entschärft werden. Grundlage dafür ist eine Machbarkeitsstudie von Stadt, ÖBB und Land, bei der acht Eisenbahnkreuzungen in der Stadt unter die Lupe genommen wurden.

    Brücke und Tunnel über und unter B20

    In der Gemeinderatssitzung wurden die Ergebnisse präsentiert und der Grundsatzbeschluss für die Entschärfung einiger dieser Bahnkreuzungen gefällt. Wie jene in der Wolfenbergerstraße: Hier wäre eigentlich eine Schrankenanlage notwendig, da es aufgrund der Kreuzungssituation aber häufig zu einem Rückstau auf die Mariazeller Straße kommen würde, empfiehlt die Studie eine Auflassung der Kreuzung und die Errichtung einer Straßenbrücke über die Schienen und die B 20. In die Ochsenburger Straße soll eine Unterführung unter Straße und Bahn führen. Alleine diese Projekte sollen rund elf Millionen Euro kosten.

    Weitere Schrankenanlagen in Planung

    Bei den Eisenbahnkreuzungen in der Herzogstraße sowie in der Schubertstraße sind zudem laut Studie Schrankenanlagen erforderlich.

    Die Grünen stimmten gegen diesen Grundsatzbeschluss. Sie wittern im Brückenbau einen Zusammenhang mit der S 34. Gemeinderätin Julia Schneider beantragte folglich – allerdings erfolglos – eine Abänderung des Antrags. Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) betonte: „Es geht um die Sicherheit der Bewohner von Hart, Spratzern und St. Georgen.“

    Von Nadja Straubinger


    Quelle: NÖN
  • KFNB X schrieb:

    Ich habe schwere Zweifel, dass die EK die Opfer gefordert hat, sondern die Unkonzentriertheit bzw. Ignoranz der Autofahrer.

    Nicht nur das, sondern auch die Tatsache, dass man aus Rationalisierungs- und Einsparungsgründen die Schrankenanlagen durch Lichtzeichenanlagen ersetzt hat. Auch wenn eine Lichtzeichenanlage eine den rechtlichen Anforderungen entsprechende technische Ek-Sicherung darstellt, ist sie nach den Über-/Unterführungen und den Schrankenanlagen halt doch nur die drittbeste Lösung.
  • St. Pölten: Neue Brücke ersetzt Bahnkreuzung

    In St. Pölten ist am Dienstag der Spatenstich für eine Bahnüberführung erfolgt. Die neue Brücke überquert die B20 (Mariazeller Straße) und wird die gefährliche Eisenbahnkreuzung Wolfenberger Straße ersetzen.

    Das Medienservice der Landeshauptstadt St. Pölten gab in einer Aussendung die Bauzeit mit 14 Monaten an, die Kosten - 7,3 Millionen Euro - tragen das Land Niederösterreich, ÖBB und die Stadt zu je einem Drittel.
    Die Bauarbeiten werden unter Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der B20, einer Hauptverkehrsader durch die Landeshauptstadt, sowie des Bahnbetriebs durchgeführt. Die neue Straße mit einer Gesamtlänge von 550 Metern - davon fast 70 Meter Brücke - werde zudem die Verbindung in das Betriebsbaugebiet verbessern. Entlang der gesamten Trasse wird einseitig ein kombinierter Geh- und Radweg errichtet.

    Spatenstich für die neue Bahnüberführung. Foto: Stadt St. Pölten/Corina Muzatko

    Die Verkehrsfreigabe sei im September 2019 geplant. Der Fertigstellung soll der Rückbau der Eisenbahnkreuzung sowie der Kreuzung der B 20 mit der Wolfenberger Straße folgen. Diese vierstrahlige Kreuzung wird laut Aussendung auf eine T-Kreuzung rückgebaut, das Kreuzungsplateau angepasst und die Verkehrslichtsignalanlage entsprechend adaptiert.
    Gefährliche Eisenbahnkreuzung wird geschlossen
    Mit dem Projekt werde ein Unfallhäufungspunkt entfernt. An der Eisenbahnkreuzung Wolfenberger Straße ereigneten sich in der Vergangenheit immer wieder Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang. Aus diesem Grund beschlossen das Land Niederösterreich, die ÖBB Infrastruktur AG und die Stadt St. Pölten, diese Eisenbahnkreuzung zu schließen. Das Übereinkommen zur Auflassung von Eisenbahnkreuzungen im Raum St. Pölten beinhalte eine Drittelfinanzierung mit einem Gesamtvolumen von circa 14 Millionen Euro.
    Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) verwies auf die Bedeutung der Maßnahme im Interesse der Verkehrssicherheit: „Die Landeshauptstadt entwickelt sich sehr gut und wächst sehr rasch, wodurch sich für uns die Aufgabe ergibt, aufgrund der stärkeren Verkehrsbelastung neuralgische Punkte zu entschärfen.“

    ORF NÖ
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • St. Pölten: Ende für Unfall-Eisenbahnkreuzung

    Ab Montag wird in der Wolfenberger Straße im Süden St. Pöltens eine unbeschrankte Eisenbahnkreuzung aufgelassen, auf der in der Vergangenheit immer wieder schwere Unfälle passiert sind. Für besondere Betroffenheit hatte dort der Tod eines achtjährigen Buben gesorgt.

    Online seit heute, 6.13 Uhr

    Die Gleise der Traisenbahn direkt zu überqueren, ist ab Montag an der Wolfenberger Straße in Spratzern nicht mehr möglich. Der einzige Weg über die Schienen führt dann sowohl für Autos, als auch für Fahrräder und Fußgänger über eine neu errichtete Überführung.
    Überführung soll Sicherheit bringen
    Mit der Auflassung der unbeschrankten Eisenbahnkreuzung schließt sich das Kapitel einer als besonders gefährlich bekannten Eisenbahnkreuzung. In der Vergangenheit mussten hier Feuerwehr, Rettung und Polizei mehrmals zu Unfällen ausrücken. In besonders tragischer Erinnerung blieb der Tod eines Achtjährigen, der im Sommer 2011 die Kreuzung zu Fuß überqueren wollte. Dabei dürfte er einen herannahenden Zug übersehen haben, wurde von diesem erfasst und tödlich verletzt.
    Ziemlich exakt acht Jahre nach dem Tod des Kindes ist die unbeschrankte Eisenbahnkreuzung endgültig Geschichte. Die Kosten für die Überführung von etwa 7,5 Millionen Euro teilen sich die Stadt St. Pölten, das Land Niederösterreich und die ÖBB. Für den Verkehr freigegeben wurde die Überführung bereits vor etwa einem Monat, seither wurde am Abbau der bestehenden Eisenbahnkreuzung gearbeitet. Ab Montag ist es dann nicht mehr möglich, die Gleise darüber zu überqueren.

    noe.ORF.at
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