Revitalisierung der Rumpf-Krumpe beginnt

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  • Revitalisierung der Rumpf-Krumpe beginnt

    Ober-Grafendorf: Die Krumpe lebt jetzt auf

    13.10.2015, 05:27

    Beim Eisenbahnclub Mh.6 stehen wieder viele Projekte auf dem Plan. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die Revitalisierung der Krumpe.

    Der Eisenbahnclub Mh.6, der im Heizhaus Ober-Grafendorf beheimatet ist, hat kürzlich seine Jahreshauptversammlung abgehalten. Dabei wurden Obmann Erich Dürnecker sowie seine Stellvertreter Oliver Handlfinger und Helmut Sommer, Kassierin Karin Sommer und die Kassaprüfer Anton Zöchling und Kurt Winkler für die Dauer von zwei Jahren in ihrem Amt bestätigt. Neu im Vorstandsteam ist Schriftführer Willi Zika.

    Der Club hat sich zum Ziel gesetzt, Schmalspurfahrzeuge zu restaurieren, zu erhalten und den Menschen näher zu bringen. Ein großes Thema bei der Versammlung war die zu gründende Betriebsgesellschaft Krumpe, die vom Eisenbahnclub Mh.6 als Teilhaber unterstützt wird.

    Strecke wird ab 2016 befahren

    „Der Verein stellt für den Betrieb auf der Schmalspurbahn drei Dieselloks zur Verfügung. Diese werden für bestellte Fahrten eingesetzt,“ erzählt Obmann Erich Dürnecker. Dafür werde es eine entsprechende Nutzungsregelung geben. Auf dem Teil der Krumpe, der durch Ober-Grafendorfer, St. Margarethner und Bischofstettner Gemeindegebiet führt, soll im kommenden Jahr mit Tourismusverkehr begonnen werden.

    Weitere Projekte werden fortgeführt

    Auch bereits laufende Projekte des Eisenbahnclubs werden weitergeführt. Dazu zählen die Arbeiten an einem historischen Erzwagen sowie an der Mariazellerbahn-Dampflok Uv.3. Benannt ist der Club nach der bekannten Dampflok Mh.6, die von der Gruppe in jahrelanger Arbeit mustergültig restauriert wurde. Heute zählt der Verein etwa 70 Mitglieder, die sich neben der Pflege und Wartung der Mh.6 verschiedensten Tätigkeiten an den Nostalgiefahrzeugen der österreichischen Schmalspurbahnen und besonders der Mariazellerbahn widmen.

    Von Lisa-Maria Seidl


    Quelle: NÖN
  • Gründung der Betriebsgesellschaft für die Krumpe

    12. Mai 2016, Christian Huber

    Am 10.05.2016 ist die Gründung der Betriebsgesellschaft für die Krumpe mit dem Namen „Ober-Grafendorfer Anschlussbahnen gemeinnützige GmbH“, kurz OAB, erfolgt. Die Gesellschafter sind zu je 40% die Bischofstettener Bahnhofsfreunde und der Eisenbahnclub Mh.6 sowie 4 Einzelpersonen zu je 5%. Nach der Gründung der Gesellschaft sind nun alle weiteren Schritte für einen Bahnbetrieb auf der Krumpe am Laufen.


    Quelle: Eisenbahnclub Mh.6
  • Enttäuschung: Rückschlag bei Krumpe

    Erstellt am 13. Dezember 2016, 05:56 Uhr von Nadja Straubinger

    Weichen wurden gestellt. Verkürzte Strecke stoppt vorerst das Projekt.

    Die Wiederinbetriebnahme der Krumpe ist wieder in die Ferne gerückt. Wie es weitergeht wird sich am 10. Jänner nach einem Termin im Büro von Landesrat Karl Wilfing zeigen.

    „Die Krumpe ist auf Schiene“, mit diesem Satz hätte der Geschäftsführer der Ober-Grafendorfer Anschlussbahnen gemeinnützige GmbH (OAB) Reinhard Sieber die Wiederinbetriebnahme der Eisenbahnstrecke von Ober-Grafendorf nach Bischofstetten ankündigen wollen. Jetzt ist wieder alles anders.

    Verkürzte Strecke als Problem

    In Bischofstetten wurde im Gemeinderat eine verkürzte Strecke bis zum Sportplatz beschlossen. Allerdings: „Das geht an der Zielsetzung vorbei. Wir wollen zum bestehenden Bahnhof fahren, weil es dort das Gasthaus zur Krumpe gibt“, führt Sieber aus. Die Leute hätten dort konsumieren können, das WC benützen und die Einnahmen hätten teilweise zur Refinanzierung des Projektes dienen können, weil die Eigentümer des Gasthauses, die „Bischofstettener Bahnhoffreunde“ Gesellschafter der OAB sind. Der Knackpunkt sei, aber so der Bischofstettner Bürgermeister Reinhard Hager: „Die Bahn würde dann beim Feuerwehrhaus vorbeifahren und das wäre bei Einsätzen zu gefährlich.“

    Auch beim Landeshauptmann ist OAB-Geschäftsführer Sieber bereits vorstellig geworden. „Am 10. Jänner wird es einen Termin im Büro von Landesrat Karl Wilfing geben. Da werden auch zwei Vertreter der Steinleitnalm Bischofstetten teilnehmen“, so Sieber. Er sagt aber auch, dass er schon optimistischer war. „Das ist ein Tourismusprojekt, das keine Fremdinvestitionen braucht.

    „Man will das Projekt mit aller Gewalt verhindern"

    Die Loks und Waggons sind in einem technisch sehr guten Zustand“, berichtet der OAB-Geschäftsführer. Man habe schon einige Zugeständnisse gemacht, wie etwa das alleinige Kündigungsrecht für Bischofstetten. „Man will das Projekt mit aller Gewalt verhindern. Bischofstetten schert wieder aus, da fehlt die Handschlagqualität“, so Sieder.

    Das alleinige Kündigungsrecht sei aber nicht im Interesse von Ober-Grafendorf, sagt Bürgermeister Rainer Handlfinger. „Es geht nur gemeinsam, dann hat das Projekt einen Sinn und bringt etwas für den Tourismus in der Region“, führt der Bürgermeister aus, der findet, dass die Wiederinbetriebnahme der Krumpe keine schlechte Sache gewesen wäre.

    Neutral sieht die Sache der St. Margarethener Bürgermeister Franz Trischler. „Die Krumpe fährt bei uns nur durch. Uns entstehen dadurch keine Kosten, warum sollten wir das verhindern wollen?“, so Trischler. Er habe sich allerdings gewundert, dass der Gemeinderat in Bischofstetten den Vertrag nicht beschlossen hat.


    NÖN

    PS.: Die dem obigen NÖN-Artikel angeschlossene Leserumfrage ernüchtert auch etwas. 83 % der Leser ist es egal, ob die Krumpe wieder fährt oder nicht.
  • grubenhunt schrieb:

    dr. bahnsinn schrieb:

    „Die Bahn würde dann beim Feuerwehrhaus vorbeifahren und das wäre bei Einsätzen zu gefährlich.“

    ??? ich hab jetzt auf Googlemaps nachgeschaut, wo das Feuerwehrhaus ist und frage mich ganz ernsthaft, wo da die Gefahr besteht.

    Das ist sowieso nur eine an den Haaren herbeigezogene Ausrede. Es gibt in Österreich hunderte an stark befahrenen Straßen gelegene Feuerwehrhäuser. Niemand käme auf die Idee, darin eine Gefahr zu sehen. Bei den wenigen, in den Sommermonaten verkehrenden Touristenzügen soll es plötzlich eine sein. Lächerlich.
  • Der Knackpunkt sei, aber so der Bischofstettner Bürgermeister Reinhard Hager: „Die Bahn würde dann beim Feuerwehrhaus vorbeifahren und das wäre bei Einsätzen zu gefährlich.“

    Hut ab, dass die Befürworter der Bahn noch keinen schlechtes Wort über den Bürgermeister verlieren. Ich könnte es vermutlich nicht mehr...

    Es ist ja nicht ein Mal das Feuerwehrgebäude, bei dem die Bahn vorbeifährt, sondern die Mehrzweckhalle. In dem sich aktuell höchstens die Flüchtlinge erschrecken (falls noch welche dort untergebracht sind). Ein Kommentar vom Feuerwehrkommandant dazu wäre schon interessant.
  • In Bischofstetten blockiert man die touristische Wiederinbetriebnahme und auf dem Zwischenstück zwischen Bischofstetten und Ruprechtshofen kommt jetzt definitiv ein Radweg:

    Streit um Geh- und Radweg: Manker SP fordert Volksabstimmung

    Erstellt am 16. Februar 2017, 23:22 von Jutta Streimelweger

    Rad- und Gehweg auf der Trasse der Krumpe sorgt für heftige Diskussion bei der Gemeinderatssitzung.

    Zu einer lauten Diskussion kam es am Donnerstag bei der Gemeinderatsitzung in Mank. VP-Bürgermeister Martin Leonhardsberger stellte das Projekt „Alpenland Radeln“ vor. Ein Grundsatzbeschluss für den Geh- und Radweg auf der Bahntrasse der Krumpe kam zur Abstimmung.

    Für SP-Stadtrat Anton Hikade ein rotes Tuch: „Ich sehe nicht ein, dass wir das machen müssen, was Kilb und Bischofstetten uns aufs Aug drücken wollen. Die Bürgermeister sitzen wohl geistig schon auf der Asphaltierungsmaschine.“ Er plädiert für weitere Überlegungen in Richtung Umweltschutz und Barrierefreiheit: „Ich möchte eine Volksabstimmung und bringe daher einen Antrag ein.“ Bei der Abstimmung wurde dieser allerdings mehrheitlich abgelehnt.

    „Mit dem kombinierten Geh- und Radweg soll der Alltag- und Freizeitverkehr gefördert werden. Von den anderen Gemeinden haben wir gar keinen Druck“, erklärt Bürgermeister Martin Leonhardsberger.


    NÖN
  • Krumpe bis Bischofstetten endgültig gestorben

    Nicht mehr ganz neu, dafür aber ein Lehrstück mit dem Titel "Wie verhindert man als (Kommunal-)Politiker erfolgreich eine Tourismusbahn":

    Projekt beendet: Kein Nostalgiezug in Bischofstetten

    Erstellt am 28. März 2017, 05:00 von Jutta Streimelweger und Nadja Straubinger

    Bischofstettner Bahnhofsfreunde, Geschäftsführer und Prokurist ziehen sich aus Projekt zurück. Ober-Grafendorfer bleiben dran – Zug soll bis Rammersdorf fahren.

    Der nächste Paukenschlag in der Causa Krumpe: Geschäftsführer Reinhard Sieber zieht sich aus dem Projekt zurück und mit ihm der Bischofstettner Prokurist Karl Krach.

    In den letzten Monaten habe sich die Situation zwischen dem Bischofstettener VP-Bürgermeister Reinhard Hager und den Vertretern der „Ober-Grafendorf Anschlussbahnengemeinnützige GmbH“ immer mehr zugespitzt.

    Sonderstellung ausverhandelt

    Bischofstetten hat sich eine Sonderstellung verhandelt, damit auch ohne Zustimmung der beiden anderen Gemeinden Ober-Grafendorf und St. Margarethen ein Ausstieg aus dem Vertrag möglich ist. Den Rest gab der Geschäftsführung die Vorgabe, dass die Krumpe nur bis zum Sportplatz fahren soll.

    „In den letzten Wochen sind Dinge passiert, die nur diesen Schritt zulassen“, so Sieber. Der Rücktritt sei eine logische Konsequenz. „Der Betrieb der Bahnstrecke von Ober-Grafendorf nach Bischofstetten im Sinne einer Tourismusbahn ist nicht mehr in der beabsichtigten Form möglich, da wesentliche Voraussetzungen fehlen“, so Sieber.

    Mit der veränderten Strecke wäre das ganze Behördenverfahren für die Gleise und kostenintensive Änderungen notwendig geworden. Durch die Einstellung der Krumpe hat die Strecke zwar die Konzession verloren, für die Gleise gab es aber eine Genehmigung. „Die Termine in der letzten Zeit waren aufwendig, ich wollte mir nicht sagen lassen, ich hätte nicht alles probiert.“

    „Mh.6“ und Handlfinger wollen weitermachen

    Mittlerweile haben auch die Bischofstettner Bahnfreunde bekannt gegeben, dass sie nicht weitermachen. „Das bringt einfach nichts mehr, der Bürgermeister hat uns zu viele Prügel vor die Beine geworfen. Die Alternative mit dem Stopp Höhe Sportplatz wäre aufwendig und kostenintensiv, schließlich bräuchten wir ein zweites Gleis und einen Bahnsteig, das müsste erst genehmigt werden“, so Obmann Franz Berger.

    Die Idee des Tourismus durch den Zug sei gestorben – das könne sich Bürgermeister Hager auf die Fahnen heften. „Der Rücktritt ist schade, bedeutet allerdings nicht, dass die Eisenbahn damit gestorben ist“, sagt Hager. Er müsse aber bald wissen, wie es weitergeht, weil die Gemeinde über die Nachnutzung informieren muss.

    Weitermachen will der Ober-Grafendorfer Eisenbahnclub „Mh.6“ mit Erich Dürnecker. „Es geht hier rein um parteipolitische Themen“, ärgert er sich über Hager. Er bestätigt, dass ein Nachfolger für Sieber gesucht wird. Ober-Grafendorfs SP-Ortschef Rainer Handlfinger betont sogar: „Ich hoffe, dass wir Sieber überzeugen können, weiterzumachen.“ Er will sich vom Projekt nicht abbringen lassen und die Mini-Variante nach Rammersdorf umsetzen.

    NÖN
  • Nachdem es in Rammersdorf einen Wirt'n hat, sage ich ersteinmal ja. Es geht doch wirklich nur drum, dass die Lok ein paar km schnaufen kann. Die Bahnstercke ist dann eben nur Teil des Museums

    Zur Wendeanlage : mir scheint, dass es von Rammersdorf zur Sierning bergab gehen muss, das wâre die richtige richtung um eine Wendeanlage mit Schwerkraftbetrieb zu errichten.
  • Ich habe den NÖ Atlas "befragt": Du hast recht, am Anfang von Rammersdorf (am Ende vom 90° Bogen) liegt sie auf ~260m bei der ersten EK (Gasthof) bei ~255m und bei der zweiten EK (bei der Haltestelle) auf ~253m und ab dort ist es ziemlich flach. Auch wenn es da gewisse Unschärfen gibt, muss es doch ziemlich bergab gehen.

    Dir Frage ist, ob man soetwas noch bewilligt bekommt.
  • Nachdem es in Rammersdorf einen Wirt'n hat, sage ich ersteinmal ja. Es geht doch wirklich nur drum, dass die Lok ein paar km schnaufen kann. Die Bahnstercke ist dann eben nur Teil des Museums.

    Ich kenne ein paar Tourismusbahnen, die auch nur um die 5 km lang sind. Die Citybahn in Waidhofen ist auch nicht länger. Aber die rd. 3,5 km zwischen Ober Grafendorf und Rammersdorf sind in meinen Augen keine Tourismusbahn, sondern bestenfalls, wie oben zu lesen ist, Teil eines Museums und Auslaufmöglichkeit für das Rollmaterial. Es ist nur schade und symptomatisch für NÖ, dass wieder einmal eine Tourismusbahn parteipolitischem Geplänkel zum Opfer fällt. Die Lernresitenz der NÖ Kommunalpolitiker einer bestimmten Parteifarbe ist beängstigend.
  • Erstellt am 28. Juni 2017, 05:51 von Lisa-Maria Seidl

    Gemeinderat St. Margarethen: Pachtvertrag für Krumpe beschlossen

    Genehmigt wurde ein neuer Vertragsentwurf, der nur die Gemeinden Ober-Grafendorf und St. Margarethen einbezieht.


    Bei der Sitzung des Gemeinderates von St. Margarethen unter dem Vorsitz von Bürgermeister Franz Trischler am vergangenen Dienstag wurde ein Dringlichkeitsantrag betreffend den Pachtvertrag für die Nachnutzung der Eisenbahnteilstrecke zwischen Ober-Grafendorf und St. Margarethen eingebracht.
    Für die Gemeinde entstehen dadurch keine Kosten
    Grund für den Antrag war, dass für die Nachnutzung der Strecke im Teilabschnitt bis Bischofstetten mit der Gemeinde Bischofstetten keine Einigung erzielt werden konnte und der vom St. Margarethener Gemeinderat bereits genehmigte Pachtvertrag nun nicht zustande kommt.
    Die verbleibenden Gemeinden Ober-Grafendorf und St. Margarethen wollen die Teilstrecke auf ihren jeweiligen Gemeindegebieten dennoch aufrechterhalten und für einen touristischen Eisenbahnbetrieb zur Verfügung stellen.
    Der neue Entwurf des Pachtvertrags mit der Ober-Grafendorfer Anschlussbahnen gemeinnützigen GmbH (OAB) wurde im Gemeinderat einstimmig angenommen. Für die Gemeinde entstehen dadurch keine Kosten. Vorgesehen ist eine ganzjährige Nutzung durch die OAB mit Schwerpunkt auf die Hauptsaison von Mai bis Oktober.
    Da die touristische Nachnutzung im gemeinsamen Interesse aller Beteiligten liegt, wird ein symbolischer Pachtzins von einem Euro je Gemeinde verrechnet. Die OAB stellt im Gegenzug ein adäquates Erscheinungsbild der Anlage sicher und soll durch ihre Aktivitäten zur Belebung der Region betragen.

    NÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Es tut sich etwas:

    http://ggrexy.zenfolio.com/p48840530 schrieb:

    Am 1.3.2018 wurde die sogenannte Krumpe, die 2010 eingestellte Lokalbahn Ober-Grafendorf - Gresten, auf dem Teilstück zwischen Ober-Grafendorf und der Gemeindegrenze zu Bischofstetten erstmals wieder befahren. Zweck der Fahrt war eine behördliche Befahrung, um die Auflagen für eine mögliche Wiedereröffnung als Museumsbahn zu definieren. Zum Einsatz kam die 2092.03 des Eisenbahnclub Mh.6 dem Spantenwagen 3257
    Bilder von der Fahrt: ggrexy.zenfolio.com/p48840530

    Die Hoffnung dass Bischofstetten noch einlenkt stirbt wohl zuletzt...