Eine unendliche Geschichte: Ex-Roco-Chef Maegdefrau gegen Raiffeisen

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Eine unendliche Geschichte: Ex-Roco-Chef Maegdefrau gegen Raiffeisen

    Ex-Roco-Chef kämpft weiter gegen Raiffeisen

    Der ehemalige Eigentümer und Chef des Salzburger Modelleisenbahnbauers Roco, Peter Maegdefrau, kämpft auch mehr als zehn Jahre nach seiner Pleite weiter gegen Raiffeisen Salzburg.

    Am Donnerstag gab er gemeinsam mit dem „Kreditopferverein“ eine Pressekonferenz, bei der er seine Vorwürfe erneuerte: Raiffeisen habe ihn damals bewusst in Konkurs geschickt und so einen Schaden von 83,5 Millionen Euro angerichtet.

    Ende 2014 hatte Maegdefrau, der wegen der Pleite auch vor Gericht gestanden war, eine „Schadensrechnung“ über diesen Betrag ausgestellt. Da der Raiffeisenverband Salzburg (RVS) nicht gezahlt hat, wandte er sich an das Amtsgericht Coburg in Bayern (Maegdefrau ist deutscher Staatsbürger). „Wenn jemand in Deutschland seine Rechnung nicht bezahlt, geht man zum Mahngericht“, erklärte Maegdefrau in Wien vor Journalisten.

    Raiffeisen: „Haben alle Verfahren gewonnen“

    Dieses Mahnverfahren werde nie eröffnet werden, meinte dazu der Sprecher von Raiffeisen Salzburg. Maedgefrau sei in Privatinsolvenz und erhalte keine Prozesskostenunterstützung. Außerdem seien alle Verfahren, die Maegdefrau gegen Raiffeisen angestrengt hat, beendet - allesamt zugunsten von Raiffeisen. Eingestellt seien auch sämtliche Verfahren, die ein früherer Roco-Betriebsrat ins Rollen gebracht hatte, sagte der Raiffeisen-Sprecher auf Anfrage der Austria Presse Agentur (APA).

    Maegdefrau, der heute nach eigenen Angaben mittellos ist und sich gerade einmal eine „klitzekleine“ Übergangswohnung leisten kann, gibt trotzdem nicht auf. Jetzt denkt er über Amtsmissbrauchsanzeigen gegen frühere Verantwortliche der Salzburger Staatsanwaltschaft nach. Diese hätten umfangreiche Vorbringen stets nach kürzester Zeit als strafrechtlich irrelevant abgetan.

    Maegdefrau: „Man tut alles, um zu vertuschen“

    Die Behörden nähmen ihn nicht ernst, beklagt Maegdefrau. „Ich werde weggeschickt, wenn ich bei der Staatsanwaltschaft oder beim Landeskriminalamt erscheine. Man tut alles, um zu vertuschen.“ Raiffeisen sei eben „der größte Gegner, den man sich in Österreich vorstellen kann“, so Maegdefraus Erklärung.


    Quelle: ORF Salzburg