[Linz] Jetzt wird's skurril: Diskussion um Seilbahn statt Eisenbahnbrücke

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  • [Linz] Jetzt wird's skurril: Diskussion um Seilbahn statt Eisenbahnbrücke

    Seilbahn über die Donau statt Eisenbahnbrücke?

    07. April 2016 - 13:10 Uhr

    LINZ. Nachdem die Linzer Eisenbahnbrücke abgerissen wird, ist in der Diskussion um Ersatzmaßnahmen die Idee einer Seilbahn über die Donau aufgetaucht.

    Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein (FPÖ) hat die Variante prüfen lassen, bestätigte er am Donnerstag einen Medienbericht. Er würde aber eine Radfahrer- und Fußgängerbrücke bevorzugen. Der Haken beider Projekte: die Kosten.

    Die Eisenbahnbrücke ist seit Ende Februar gesperrt, der Neubau soll erst 2020 fertig sein. "Wir haben nichts unversucht gelassen, um Alternativen zu prüfen", sagte Hein. Immer wieder im Gespräch ist eine Fähre, es wurde aber auch eine Seilbahn ins Auge gefasst, wie es sie beispielsweise in London oder Koblenz gibt. Sie könnte zwar binnen sechs bis neun Monaten betriebsbereit sein, die Kosten würden allerdings bei zehn Millionen Euro liegen.

    Um diese Summe wäre auch eine Radfahrer- und Fußgängerbrücke realisierbar, der Hein den Vorzug geben würde. Allerdings fehlt auch für dieses Projekt derzeit das Geld. Eine Möglichkeit sieht der Stadtrat darin, die Brücke statt dem geplanten Radweg Wilhering-Linz zu errichten. Jedenfalls stehe und falle sowohl eine Seilbahn als auch eine Ersatzbrücke mit der Frage der Finanzierung.


    Quelle: OÖN
  • KFNB X schrieb:

    Für den Fuß- und Radverkehr müsste ja die alte Brücke noch locker reichen...

    Die Brücke hätte noch lange den gesamten über sie laufenden Verkehr standgehalten. Hier geht es um etwas anderes: seit "Mascherl Franz" (Der verstorbene Ex-Bgm. Hillinger) wird in Linz ein Denkmal nach dem anderen entweder abgerissen und neu gebaut, oder "verschönert", und dies mit vollster Zustimmung des Bundesdenkmalamtes. Die Eisenbahnbrücke war den SPÖ'lern genau so ein Dorn im Auge, so dass man die Brücke am liebsten schon gestern schleifen hätte wollen... Übrigens, wer wissen will, was noch so kommen könnte, sollte sich mal die Pläne zur "Führerstadt Linz" ansehen, denn bis auf gewisse Adaptierungen (z.B.: Musiktheater statt am Hessenplatz nun auf der Blumau, Standort des Hauptbahnhofes, ...) kann man sagen, dass diese Linz-Pläne vom Hitler stammen...
    Was Hitler nicht schaffte, versucht nun die SPÖ, nähmlich die Stadt zu "ihrem" Denkmal umzumotzen, und die meisten Linzer sind ja eh der SPÖ hörig...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Linzer Seilbahn: "Konkreter Plan völlig an Haaren herbeigezogen"

    11. April 2016 - 06:12 Uhr - Reinhold Gruber

    LINZ. Bürgermeister Klaus Luger kann sich in 20 Jahren eine Seilbahn als Verkehrsergänzung vorstellen.

    Für die Lösung der aktuellen Verkehrsproblematik in Linz ist eine Seilbahn über die Donau, wie berichtet, definitiv kein Thema. "Ein konkreter Plan ist völlig an den Haaren herbeigezogen", sagte Bürgermeister Klaus Luger (SP) im Gespräch mit den OÖNachrichten.

    Aber in 20 Jahren könne er sich durchaus vorstellen, dass eine Seilbahn eine "Ergänzung zum bestehenden Verkehrssystem sein kann". Dies sei in Zukunft jedenfalls kein so "abwegiger Gedanke", weil man sich "in der Luft leichter tun würde", Menschen in der Stadt von einem Punkt zum anderen zu transportieren.

    Da Luger davon ausgeht, dass sich die selbstfahrenden Systeme in einigen Jahren technisch noch weiterentwickeln werden, würde ein solches Projekt später auch kostengünstiger zu realisieren sein. Allerdings gebe es derzeit überhaupt keine Überlegungen dieser Art, weder als Ersatz für die gesperrte Eisenbahnbrücke noch als neue "Verkehrsverbindung".

    Auch für Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP) ist eine Seilbahn über die Donau, wie es sie etwa in Koblenz gibt, im Moment keine Alternative. Mit Kosten von zumindest zehn Millionen Euro sei ein solches Projekt viel zu teuer und nicht so rasch umsetzbar, um die Folgen der Sperre der Eisenbahnbrücke für die Verkehrsteilnehmer zu mildern. "Als Vision würde mir aber eine Seilbahn, die vom Jahrmarktgelände in Urfahr auf das Dach des Passage-Einkaufscenters und damit mitten in die Innenstadt führt, gefallen", sagte Hein den OÖN. Diese könnte für tägliche innerstädtische Fahrten wie auch touristisch durchaus interessant sein. Aber im Moment ist das alles Zukunftsmusik.


    Quelle: OÖN
  • KFNB X schrieb:

    ...Weiß er, wovon er eigentlich redet?


    Definitiv Nein! Jene Linzer, die ein Hirn haben sagen ja schon Lange, dass er und seine Partei sogar zu dumm für die "Wagner-Disco" (gemeint ist die Psychiatrie im Wagner Jauregg Krankenhaus) ist...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Mit der Seilbahn über Linz: Ein kühnes Zukunftsprojekt nimmt jetzt Formen an

    Alfons Krieglsteiner - 18. November 2016 - 00:04 Uhr

    LINZ. Initiator Erich Gattringer präsentierte gestern an der JKU die Pläne für eine Stadtseilbahn.

    Im Jahr 2000 mussten die Pläne für ein "Theater im Berg" nach einer Volksbefragung aufgegeben werden. "Ich habe nie verstanden, warum das Projekt nicht realisiert wurde", sagt Erich Gattringer, Obmann des Vereins "Keplerforum". Er hatte eine Idee, wie man das Schlossmuseum anderweitig neu beleben könnte: durch Einrichtung eines "Kepler Informations-Zentrums" (KIZ) mit integriertem Planetarium als Knotenpunkt für eine Stadtseilbahn, die es mit den anderen Kulturstätten an der Donau verbindet. Das KIZ ist noch Zukunftsmusik. Doch die Pläne für die Seilbahn, gedacht als Touristenattraktion und ganzjähriges Nahverkehrsmittel, nehmen jetzt konkrete Formen an.

    Denn das Finanzierungskonzept steht. "Die Kosten von bis zu 50 Millionen Euro sollen zur Gänze privat aufgebracht werden", betont Linz-Textil-Chef Dionys Lehner, der sich für das Projekt engagiert: "Die Zahl der Linzer Wirtschaftsunternehmen, die uns ihre finanzielle Unterstützung signalisiert haben, nimmt ständig zu." Gestern Abend wurde das Projekt an der JKU vorgestellt.

    Eine ganz besondere Seilbahn soll es werden. Eine "Planetenseilbahn". Hundert kugelförmige Kabinen in Alu-Leichtbauweise, hergestellt von der Firma Carvatech in Oberweis bei Gmunden, sollen frühestens ab 2019 die Fahrgäste transportieren. 2,40 Meter im Durchmesser, bieten sie acht Passagieren Platz. Fahrpreis: 5 Euro. Aufgedampft werden NASA-Fotos der acht Planeten unseres Sonnensystems – eine Reverenz an Johannes Kepler, der ihre Bewegungsgesetze entdeckte. Die Gondeln drehen sich während der Fahrt, LED-Lampen spenden abends Licht. Für die Herstellung der Stahlstützen entlang der Trasse will Gattringer die voestalpine gewinnen.

    Offen ist noch die Frage der Genehmigungen. Positiv sei, dass die Seilbahn nur über Flächen verlaufe, die der Stadt oder dem Land gehören, so Gattringer. Deren Zustimmung steht noch aus: "Sobald wir sie haben, können wir die Seilbahn binnen zehn Monaten realisieren." Zum 400-Jahr-Jubiläum des Dritten Keplerschen Gesetzes, das Kepler 1618 in Linz errechnet hat, wolle man die Genehmigungen "in der Tasche haben".

    Politik signalisiert vorsichtiges Entgegenkommen

    Wer sind die Initiatoren der geplanten Stadtseilbahn? Wer die wichtigsten Unterstützer? Und was sagt die Politik?

    Die Initiatoren: Erich Gattringer, Obmann des Vereins „Keplerforum Linz“, und Dionys Lehner, Vorstand der Linz Textil Holding. Wichtige Anregungen kamen vom Altstadt-Entwickler Walter Mayer.

    Die Unterstützer: Dionys Lehner, Christian Trierenberg, Peter Augendopler (Backaldrin), Max Theurer (Plasser & Theurer), Walter Scherb (Fa. Spitz), Florian Teufelberger, Markus Liebl (Brau-Union), Walter Mayer (Pro Altstadt), Josef Hofer (Unternehmer), Gerhard Resch (Resch Bau), Werner Gruber (Leiter des Planetariums Wien).

    Das sagt die Politik: Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) betont, dass der laufende Betrieb einer Stadtseilbahn „ausschließlich privatfinanziert sein muss“. Auch der größte Teil des Investments müsse privatwirtschaftlich sein, „dazu muss eine betriebswirtschaftliche Analyse vorliegen“. Über Förderungen durch das Land könne man „unter bestimmten Bedingungen“ reden. Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) spricht von einem „interessanten Zugang zur Verkehrspolitik“. Er begrüßt, „dass es sich um eine Privatinitiative“ handelt. In den kommenden Wochen werde er sich mit den Projektbetreibern und Infrastrukturstadtrat Markus Hein (FPÖ) besprechen.


    Die Seilbahn-Route

    Die Stationen: Über fünf Stationen soll die Trasse der geplanten „Planetenseilbahn“ führen. Vom Parkplatz des Urfahranermarktes (mit Parkgarage) geht es zum Brucknerhaus, von dort weiter zum Hauptplatztor und hinauf zum Schlossmuseum, in dem ein „Keplarium“ mit Planetarium eingerichtet werden soll. Die fünfte Station liegt auf dem Dach des Ars Electronica Centers. Ein Ausbau der Trasse zu Voestbrücke, Tabakfabrik, Quellegelände und voestalpine ist das Fernziel des Projekts.


    Quelle: OÖN
  • KFNB X schrieb:

    Welches Fahrgastpotential soll die Seilbahn haben? Bei rund 12 Mio Tickets alleine bis die Errichtungkosten eingespielt sind, halte ich es für nicht finanzierbar.
    Wenn es doch gebaut wird, befürchte ich, dass die Stützen stehen und dann das Geld aus ist und die Stadt einspringen darf, wenn sie keine Ruinen möchte.

    Die Linzer sehen die Sache positiv:

    Linz schwebt ab: "Seilbahn kann ein Highlight werden"

    Alfons Krieglsteiner - 19. November 2016 - 00:05 Uhr

    LINZ. Positive Reaktionen auf Seilbahn-Projekt in Landeshauptstadt.

    Was halten Sie von einer Linzer Stadtseilbahn? Die Antworten bei unserer Umfrage in der Linzer Innenstadt waren gestern durchwegs positiv: "Ich bin voll dafür!" "Ich find’s gut!" "Ein bemerkenswerter Vorschlag!"

    Außergewöhnlich für Linz wäre so eine Seilbahn, sagt etwa Martin Steinkellner (44): "Sie würde viele Touristen anlocken." Auch dass das Geld privat aufgebracht werden soll, findet er gut.

    Initiator Erich Gattringer vom Verein "Keplerforum Linz" zeigt sich über die positiven Reaktionen "hoch erfreut". Am Donnerstagabend hatte er das Projekt gemeinsam mit Dionys Lehner, Chef der Firma Linz-Textil, in der JKU der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter den Gästen war auch Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. Er ist von dem Projekt begeistert: "Es würde eine dringend benötigte Aufbruchstimmung bringen." Mit entsprechender Unterstützung könnte es sogar gelingen, den Pöstlingberg und die JKU anzubinden. "Eine tolle Sache", ist die Stadtseilbahn auch für Leo Jindrak, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk der WKO OÖ. Er erhofft sich "einen wunderbaren Impuls für den Tourismus".

    Genehmigungen einholen

    Zahlreiche Unternehmen haben bereits ihre finanzielle Unterstützung zugesagt, "denn das 50-Millionen-Euro-Projekt soll zur Gänze privat finanziert werden", sagt Gattringer. 30 Prozent der Mittel habe man bereits beisammen. Wie berichtet, soll die "Planetenseilbahn" die Kultureinrichtungen an der Donau verbinden. Durchgeführt werden soll es von der Firma "Doppelmayr Seilbahnen". Die Initiatoren wollen jetzt die Genehmigungen der Grundbesitzer (Stadt Linz, Land Oberösterreich) einholen, "dann entwickeln wir einen Business-Plan und könnten 2019 beginnen", sagt Gattringer.


    OÖN
  • Nach dem gestrigen Bericht im ORF, der Hier gelandet ist, lässt die linzer Antwort nicht lange auf sich Warten:

    Geplante Stadtseilbahn: Initiatoren haben fast 15 Millionen Euro gesammelt
    LINZ. Im Oktober soll die Finanzierung stehen, dann sollen die Genehmigungsverfahren starten.


    Der geplante erste Ring führt vom Schlossberg über den Hauptplatz und das Brucknerhaus bis Urfahr. Bild: OÖN-Grafik


    Still war es zuletzt geworden um die geplante Linzer Stadtseilbahn. Die Pläne wurden vergangenes Jahr präsentiert, doch sie liegen keineswegs auf Eis, wie Erich Gattringer, Obmann des Vereins "Keplerforum", versichert: "Es tut sich sehr viel, und wir sind auf einem sehr guten Weg."
    Derzeit werde intensiv an der Finanzierung des Projekts gearbeitet. "50 Prozent des Gesamtvolumens müssen durch Eigenkapital finanziert werden. Der Rest kommt dann über Kredite von den Banken", erklärt der Initiator. Öffentliches Geld solle für die Stadtseilbahn nämlich keines fließen.

    Regionale Investoren
    15 Millionen Euro müssen die Projektbetreiber deshalb über Investoren auftreiben. "Wir sind kurz davor und hoffen, die Summe schon im Oktober beisammen zu haben. Die regionale Wirtschaft unterstützt uns sehr stark", sagt Gattringer. Neben der Linz Textil, deren Chef Dionys Lehner sich als Investorensprecher für das Projekt engagiert, seien mit Backaldrin, Plasser & Theurer, Trierenberg und Teufelberger weitere große Unternehmen an Bord. Auch die Vorarlberger Seilbahnfirma Doppelmayr beteilige sich bereits jetzt. "Die Investoren stellen keine Gewinnansprüche, aber sie wollen langfristig natürlich ihr Geld zurück", sagt Gattringer.
    Sobald die Finanzierung steht, soll eine Errichtungsgesellschaft gegründet und mit den Genehmigungsverfahren begonnen werden. "Diese könnten im besten Fall in einem halben bis einem Dreivierteljahr erledigt sein", glaubt der Obmann des Vereins "Keplerforum". Zum 400-Jahr-Jubiläum des Dritten Keplerschen Gesetzes, das Johannes Kepler 1618 in Linz errechnet hat, könne mit etwas Glück bereits mit dem Bau des ersten Rings begonnen werden. Dieser soll über vier Stationen vom Schlossberg über das Hauptplatztor, das Brucknerhaus bis zum Urfahranermarkt führen, wo auch ein Parkhaus geplant ist. "Die vier Stationen könnten gleichzeitig gebaut werden. Das würde zehn Monate dauern", sagt Gattringer.

    Ein zweiter Ring soll später im Donau-Raum in Richtung voestalpine führen. Etwa 100 kugelförmige Kabinen in Leichtbauweise, die acht Menschen Platz bieten, sollen die Passagiere transportieren.
    Seilbahnen in Koblenz, Köln und Barcelona
    Die geplante Linzer Stadtseilbahn soll als Touristenattraktion, aber auch als Nahverkehrsmittel dienen und somit den Straßenverkehr entlasten. In Europa sind Luftseilbahnen zur Verkehrsentlastung noch unüblich, werden aber vielerorts diskutiert.
    In Köln ist von März bis November eine Seilbahn über den Rhein in Betrieb. Berühmt ist die Hafenseilbahn in Barcelona, die auf den Hausberg Montjuic führt und anlässlich der Weltausstellung 1929 errichtet wurde.
    Stadtseilbahnen werden meist für Großereignisse errichtet. In Koblenz wurde 2011 zur Bundesgartenschau eine Seilbahn gebaut. Sie ist sehr beliebt, muss aber vielleicht abgebaut werden, weil ihr Weg über Unesco-Weltkulturerbe führt. Berlin hat heuer anlässlich der Internationalen Gartenausstellung IGA eine Seilbahn in Betrieb genommen. Ob sie nach deren Ende im Oktober noch lange in Betrieb ist, steht noch nicht fest.
    In Südamerikas Metropolen gehören Stadtseilbahnen dagegen oft zum Stadtbild. Das weltweit größte städtische Seilbahnnetz gibt es in der bolivianischen Hauptstadt La Paz. (mini)

    Quelle: OÖN

    Und weil's so schön ist, kommt von einem Poster der nächste Seilbahn-Vorschlag...

    von passivlesender_EX-Poster (5013) · 13.09.2017 00:43 Uhr

    Für Tourismus ist immer viel Kreativität und Kohle da. Siehe U-Bahn durch´s Warscheneck oder eben die Planetenbahn.

    Wäre es nicht sinnvoller, ganzjährig nutzbare, und zweckmäßigere Projekte anzugehen?

    U-Bahnen in Linz, die endlich Öffis konkurrenzfähig machen? Eine Seilbahn als Öffi-Alternative im Haselgraben?


    Durch den Haselgraben hätte zwar etwas für sich, doch wie weit?
    Zwar etwas OT aber durchaus Interessant: wer hätte von euch gewusst, dass durch diesen Graben bereits im Mittelalter ein Verbindungskanal für die Salztransporte zwischen Donau und Moldau gebaut hätte werden sollen? Bereits damals scheiterte es an den Kosten. Kurz vor dem Bau der Pferdeeisenbahn flackerte das Kanalprojekt wieder auf, bis dass Gerstner die notwendige Technik (Über 260 Schleusen währen notwendig gewesen) und die Kosten berechnete... Gerstner wollte darauf eine Rollenbahn bauen, um die Schiffe dort darüberzuziehen, herausgekommen ist dann letztlich die Pferdeeisenbahn...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von oe.tom ()

  • Seilbahn hängt nicht ganz in der Luft



    Planetenbahn soll Gondeln über die Donau schweben lassen. Foto: Verein Keplarium/Gregor Hartmann

    Initiator sieht Projekt für Innenstadt aus der Wirtschaft gestützt.


    Als aussichtsreich und nicht mehr utopisch werden in Linz die Pläne für eine Stadtseilbahn zwischen markanten Kultur- und Veranstaltungszentren der Stadt beschrieben. Prominente Wirtschaftsleute stehen demnach mit finanziellen Zusagen hinter der Idee. Der Verein "Keplarium" will ja zum Jubiläum des großen Astronomen Johannes Kepler die "Planetenseilbahn" über Linz schweben lassen.

    Aus der Suche nach einem barrierefreien Zugang zum Planetarium am Linzer Schlossberg sei die Idee der ersten österreichischen Stadtseilbahn entsprungen, schildert Betreiber Erich Gattringer. Mit dem Vorhaben, zum 400-jährigen Jubiläum der dritten Keplerschen Gesetze 2018/’19 in Gondeln durch die Linzer Lüfte zu schweben, dürfte es zeitlich knapp werden. "Aber es stehen namhafte oberösterreichische Unternehmer hinter uns. Es sieht sehr gut aus, dass die geforderte 50-prozentige Eigenkapitalbildung schon bald geschafft sein könnte", schwärmt Gattringer. Bis zum Jahresende erhofft er Zusagen in der Höhe von rund 15 Millionen Euro.
    Investition
    Konkret belaufen sich die Investitionskosten für einen ersten Ring der Seilbahn, deren 48 Gondeln Planeten gleichen sollen, auf 30 bis 35 Millionen Euro. In der ersten Ausbaustufe sollen der Schlossberg, das Hauptplatz-Tor bei der Nibelungenbrücke, das Lentos-Museum und das Brucknerhaus, sowie am nördlichen Donauufer das Ars Electronica und der Urfahraner Marktplatz miteinander verbunden werden. Ein zweiter Ring könnte noch weitere Attraktionen, wie die Tabakfabrik oder die Linzer Stahlwelt einfangen.
    "Das ganze Vorhaben wird rein privat finanziert", verweist Gattringer auf eine bereits aktivierte Schar an Wirtschaftsleuten hinter Dionys Lehner, dem früheren Chef der Textil Linz.
    Mit im Boot bei Planung und Wirtschaftlichkeitsrechnung finde sich Österreichs Vorzeige-Seilbahnbauer Doppelmayr aus Vorarlberg, erzählt Gattringer. Als wesentlichen Vorteil nennt er, dass alle für das Projekt nötigen Grundstücke der öffentlichen Hand gehören. Genehmigt müsste das Projekt vom Verkehrsministerium werden.
    Positive Signale versendet die Stadtpolitik. Im Zusammenhang mit der Einbindung des städtischen Event- und Businesscenters "Tabakfabrik" spricht Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) von einem Publikumsmagnet, das Linz internationale Sichtbarkeit und Attraktivität verleihen würde.


    (kurier) Erstellt am
    29.09.2017, 06:00, Wolfgang Atzenhofer
    KURIER
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Neue Seilbahn soll in Linz das Verkehrsproblem lösen
    Verkehrsstadtrat Markus Hein (FPÖ) lässt wieder einmal aufhorchen: Er will den Linzer Süden und das Industriegebiet mit einer Seilbahn verbinden.
    Seilbahnen verbindet man eigentlich mit Bergen und Skigebieten, in Linz allerdings scheint diese Fortbewegungsart derzeit sehr beliebt zu sein. Ein private Initiative plant eine Planetenseilbahn durch die Innenstadt.
    Und nun lässt auch Infrastrukturstadtrat Markus Hein (FPÖ) mit einer Seilbahn-Idee aufhorchen. Er will den verkehrsgeplagten Linzer Süden und das Industriegebiet am Hafen mit einer solchen Bahn verbinden.
    „So ist es kein Wunder, dass zukünftig auch alternative, umweltfreundliche Verkehrsmittel in Betracht gezogen werden. Was in vielen Ländern bereits gang und gäbe ist, hat bei uns noch immer den Nimbus einer Utopie“, sagt Hein. „Urbane Seilbahnen tragen schon seit vielen Jahren in Städten zu einer nachhaltigen Verkehrsentlastung bei", argumentiert der Stadtrat.
    Das Industriegebiet würde sich laut Hein auch deshalb anbieten, weil die oftmals befürchteten Einschnitte in die Privatsphäre der Bewohner (von den Gondeln aus könnte man in Wohnungen schauen) keine große Rolle spielen, da Wohnen im Betriebsbaugebiet ohnehin nicht erlaubt ist.
    Das ist übrigens nicht die erste Seilbahn-Idee von Markus Hein. Schon nach dem Abriss der Eisenbahnbrücke dachte er laut über eine Seilbahn über die Donau als Übergangslösung nach. Realisiert wurde das Projekt allerdings nicht.
    Quelle: heute.at/oesterreich/oberoeste…rsproblem-loesen-44224859
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Erster Blick auf die Öffi-Seilbahn für Linz
    Ein Öffi-Seilbahn für Linz. Diese Idee sorgt für viel Diskussion. Infrastruktur-Stadtrat Hein (FPÖ) erklärt in "Heute", wie das funktionieren könnte.
    London hat eine, Köln hat eine, sogar La Paz in Bolivien hat eine und auch in Wien denkt man laut darüber nach – eine Seilbahn im Stadtgebiet. Der Linzer Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein (FPÖ) kann sich so eine Öffi-Variante auch in Linz vorstellen. Vom Linzer Süden in Ebelsberg in das Industriegebiet.
    Dafür erntete er allerdings vorerst viel Kritik und Spott. Dabei ist die Idee gar nicht so abwegig. "Man muss auch einmal Zukunft denken. In Linz ist es fast unmöglich noch Straßen zu verbreitern", so Hein. Und hier sind seine Argumente FÜR die Seilbahn.
    Die Passagiere: Seilbahnen können genauso viele Fahrgäste transportieren, wie Straßenbahnen. "50.000 Passagiere am Tag sind kein Problem", sagt Hein.
    Die Kosten: Eine unterirdische Verkehrslösung wurde drei Mal so viel kosten wie die Seilbahn. "Es gibt Schätzung in Wien für eine Seilbahn auf den Kahlenberg, da würden sechs Kilometer rund 30 Millionen Euro kosten", so Hein. In Linz wäre die angedachte Strecke rund sieben Kilometer lang. Zum Vergleich bei der unterirdischen Trasse für die zweite Schienenachse würden zwei Kilometer 300 Millionen Euro kosten.
    Die Taktung: Der Vorteil der Seilbahn ist, dass sie ständig fährt, damit würde die Passagiere keine langen Wartezeiten haben.
    Die Vorbildwirkung: Die Staustadt Linz wäre bei einer Realisierung ein Vorreiter in Österreich.
    Eines ist für Hein auch klar: "Die Seilbahn müsste in den Verkehrsverbund kommen, damit nicht ein Extraticket gelöst werden muss."
    Im kommenden Infrastrukturausschuss wird Hein den anderen Parteien seine Pläne präsentieren und auch Experten vom Seilbahn-Unternehmen Doppelmayr einladen. Denn die haben etwa die städtische Bahn in La Paz gebaut.


    heute.at/oesterreich/oberoeste…r-Seilbahn-alles-45930233
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • oe.tom schrieb:

    "Es gibt Schätzung in Wien für eine Seilbahn auf den Kahlenberg, da würden sechs Kilometer rund 30 Millionen Euro kosten", so Hein. In Linz wäre die angedachte Strecke rund sieben Kilometer lang.
    Im Milchmächenrechnen ist der F-Stadtrat super, denn die touristisch ausgerichtete Kahlenbergbahn würde nur eine Zwischenstation aufweisen, während eine reine ÖV-Seilbahn eine Stationendichte wie die Straßenbahn oder der Autobus haben müsste, damit sie ihren Zweck erfüllen kann. Da käme man in Linz auf 10 bis 12 Zwischenstationen, das heißt, die Seilbahn würde wesentlich mehr als 35 Mio. € kosten.

    oe.tom schrieb:

    London hat eine, Köln hat eine, sogar La Paz in Bolivien hat eine
    Diese Vergleiche hinken auch. Die Seilbahnen in London und Köln führen nur über die Themse bzw. über den Rhein, haben aber sonst keine ÖV-Funktion. Die knapp über einen Kilometer lange Seilbahn über die Themse hat übrigens rd. 60 Mio. € gekostet, war also im Verhältnis teurer als die angedachte unterirdische Straßenbahn in Linz.

    In La Paz ist eine Seilbahn auf Grund der Topografie hingegen sinnvoll, da dort innerhalb der Stadt große Höhenunterschiede überwunden werden müssen. Dafür ist eine Seilbahn das geeignete Verkehrsmittel, in Linz hat man diese Höhenunterschiede (abgesehen vom Pöstlinberg) hingegen nicht.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Aber ist die beschriebene Route nicht genau jene, die jetzt der 2er fährt? Direkt über das VOEST-Gelände wird man sie wohl kaum bauen dürfen.
    Nein, denn die 2er fährt das Industriegebiet nicht an, und eine Trassenverlegung der 2er auf die 2te Straßenbahnachse ist mir, obwohl eigentlich Sinnvoll, da die 2er im größten Teil der Fahrtstrecke mit der 1er Ident ist, nicht bekannt... Was das Voest-Gelände betrifft, so ist dort nicht mehr alles Voest, was unter der Geländebezeichnung verstanden wird. Das Straßennetz des ausgelagerten Teiles (u.A. Stahlstr. Ext., Turmstr. ,...) sind zwar noch Privatstraßen der VA, aber das Fahren von Externen muß entsprechend Toleriert werden, wodurch ich eher kein Problem in der Dirchbindung, vielleicht sogar mit einer Haltestelle bei der Stahlwelt sehe...

    @doc, Stimmt, mal davon abgesehen, ist eine Seilbahn doch noch nicht mit einem Geschwindigkeitsrausch gesegnet...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • dr. bahnsinn schrieb:

    Da käme man in Linz auf 10 bis 12 Zwischenstationen, das heißt, die Seilbahn würde wesentlich mehr als 35 Mio. € kosten.
    Wobei das System auch nicht wirklich dafür gedacht ist (siehe z.B. auch das Video). Mehr als 1-2 Zwischenstation sind untypsich.

    Ich kenne die genauen Besitzverhältnisse nicht, kann mir aber vorstellen, dass einige ein Problem damit hätten, wenn eine Seilbahn darüber geht (unter der Voraussetzung, dass es überhaupt zulässig wäre).
  • Inhaltlich kann ich meinen Vorpostern nur zustimmen und noch was drauflegen: Eine Seilbahn kann gar nicht die gleiche Stationsdichte wie eine Strassenbahn haben.

    Sinn haben seilbahnen im urbanen raum in Europa dort, wo es etwas zu überbrücken gibt (zB. einen Fluss). Ansonsten ist eine Seilbahn gut, wenn die Stadt in irgendeiner art eine Vertikalentwicklung hat, sei es der Topographie wegen, sei es der Bebauung wegen (siehe die Station im Hochhaus in Singapur).

    Ansonsten : beeindruckendes Video.