[Linz] Zweite Straßenbahn-Achse kommt mit Verspätung

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  • [Linz] Zweite Straßenbahn-Achse kommt mit Verspätung

    Bau der zweiten Straßenbahn-Achse verzögert sich

    03. Juni 2016 - 01:02 Uhr - Christopher Buzas und Florian Meingast

    LINZ. Statt im Dezember 2020 soll die Linie im Linzer Osten erst im August 2022 fertig sein.

    Nicht zu halten sind die Zeitpläne für den Bau der zweiten Straßenbachn-Achse im Linzer Osten. Die Stadtpolitik und die Linz AG gehen davon aus, dass die ersten Fahrgäste erst im August 2022 in die neue Linie im Osten der Stadt einsteigen können. Bisher war stets von einer Eröffnung Ende 2020, also 20 Monate früher, die Rede gewesen.

    Hauptgrund für die Verzögerung ist für Bürgermeister Klaus Luger (SP) die Volksbefragung über die Zukunft der Eisenbahnbrücke. 68 Prozent hatten vergangenen Herbst für den Abriss des Bauwerkes und die Errichtung einer neuen Brücke gestimmt. "Die Befragung hat uns ein Jahr Zeit gekostet", sagt Luger. Schließlich habe man die Planungen für das Projekt nicht wie gewünscht vorantreiben können, solange der Ausgang der Bürgerentscheidung unklar gewesen sei. Ähnlich argumentieren Vertreter der Linz AG.

    Warum es trotz dieser zwölfmonatigen Verzögerung 20 Monate dauert, bis die zweite Straßenbahn-Achse fertig sein soll, konnte den OÖN gestern niemand erklären. Im Sommer des Vorjahres war der Stadtchef noch davon ausgegangen, dass die Zeitpläne trotz Bürgerbefragung halten.

    Als "Ausrede" bezeichnet die Argumente von Luger und der Linz AG hingegen der seit November amtierende Verkehrsstadtrat Markus Hein (FP). "Die Zeitpläne waren von Beginn an zu optimistisch." Aktuellen Planungen zufolge wird mit den ersten Bauarbeiten für die neue Straßenbah-Achse im Juli 2017 begonnen.

    Wie berichtet, soll die neue Tramway den Osten der Landeshauptstadt besser erschließen. Die Trasse soll vom Bulgariplatz aus großteils unterirdisch durch das Franckviertel entlang der Gruberstraße verlaufen. Hinter dem Parkbad soll die Straßenbahn wieder an die Oberfläche kommen und über die neue Brücke nach Urfahr und dort voraussichtlich bis zum Mühlkreisbahnhof fahren. Ob nördlich der Donau ober- oder unterirdisch gefahren wird, ist nicht endgültig geklärt.

    Kosten soll der Bau zwischen 280 und 300 Millionen Euro. Nicht enthalten ist dabei der Brückenneubau.

    Der Zeitplan für die zweite Schienenachse

    Noch bis September sollen die Ausschreibung und die Vergabe der Generalplaner-Leistungen abgeschlossen sein. Ab Oktober ist die Erstellung der Einreichplanung geplant. Klappt alles nach Wunsch, sind die Behördenverfahren Ende 2017 abgeschlossen. Die ersten Bau-Vorbereitungsarbeiten sollen im Juli des kommenden Jahres beginnen. Die Inbetriebnahme ist für August 2022 geplant. Die Kosten sollen zwischen 280 und 300 Millionen Euro betragen (ohne Brückenneubau). Die Stadt zahlt 55 Prozent, das Land 45. Ob sich der Bund beteiligt, ist unklar.


    Quelle: OÖN
  • Zweite Schienenachse: Kritik an Verzögerung

    06. Juni 2016 - 00:04 Uhr

    LINZ. Kritisch reagiert die Linzer ÖVP auf die nun bekannt gewordene Verzögerung für die zweite Straßenbahn-Achse.

    Diese soll, wie berichtet, erst im August 2022 statt wie bisher geplant im Dezember 2020 fertig werden. Bürgermeister Klaus Luger (SP) sieht in der vergangenen Herbst abgehaltenen Bürgerbefragung über die Eisenbahnbrücke den Hauptgrund für die Verzögerung. Nicht nachvollziehen kann diese Aussagen VP-Fraktionsobmann Martin Hajart. Er findet die Argumente des Stadtchefs "ziemlich dreist". "Zwischen der Entscheidung für eine Volksbefragung und dem Ergebnis am 27. September lagen vier Monate und nicht mehr als ein Jahr." Für Hajart hinkt das Argument ohnedies. Bezüglich der Straßenbahn-Planungen wäre es egal, ob die Straßenbahn über eine Zwei-Brückenlösung oder, wie jetzt, über einen Neubau der Brücke geführt wird.


    Quelle: OÖN
  • So soll Hauptstraße attraktiver werden: Straßenbahn verlegen, Autos verbannen
    LINZ. Linzer Volkspartei hat eine "große Lösung" für Urfahr ausgearbeitet.

    Der VP-Vorschlag sieht die Verlegung der Straßenbahn vor. Bild: VP
    Dass die Hauptstraße in Urfahr einen Attraktivitätsschub notwendig hat, ist kein Geheimnis. Das Wie lässt die Meinungen allerdings noch auseinandergehen.
    Die Linzer ÖVP hat jetzt ihre Vision der Zukunft für die Hauptstraße vorgestellt. Das Motto: größer denken.
    Die zweite Schienenachse würde nämlich die Chance für eine große Verkehrslösung sowie für eine echte Entwicklung für das Zentrum von Urfahr bieten, ist VP-Klubobmann Martin Hajart überzeugt.

    Straßenbahn in der Reindlstraße
    Der Vorschlag, der federführend von Josef Ratzenböck, Obmann der Ortsgruppe Auberg/Pöstlingberg, erarbeitet wurde, zielt darauf ab, den Durchzugsverkehr aus der Hauptstraße zu verbannen und gleichzeitig den öffentlichen Verkehr als Frequenzbringer in die Straße hineinzubringen. Dafür müssten die Straßenbahnlinien 1 und 2 in die Hauptstraße und dann in die Reindlstraße geführt werden.
    Dies würde im Umkehrschluss bedeuten, dass der Individualverkehr am Hinsenkampplatz unterirdisch geführt wird und damit ein "urbaner Dorfplatz" entstehen könnte. "Ein öffentlicher Platz im Zentrum von Urfahr wäre ein stadtbildprägendes Jahrhundertprojekt", so Hajart.
    Durch die Verlegung der Straßenbahn könnte die Ferihumerstraße frei gemacht werden, um die fehlende Ost-West-Verbindung für den Autoverkehr zu werden. Und statt der Straßenbahn könnten dann laut ÖVP-Vision die Autos das Zentrum auf der Ferihumerstraße und Wildbergstraße umfahren. Diesen Vorschlag einer Attraktivierung der Hauptstraße mit ihren vielen kleinen Geschäften und Lokalen will die ÖVP in den kommenden Wochen mit Experten und Verantwortlichen diskutieren. Mit der Einbindung der Straßenbahn in die Hauptstraße und einer "entschleunigten Begegnungszone" sieht Hajart die Chance eines echten Frequenzschubes und einer Belebung im öffentlichen Raum.

    Quelle: nachrichten.at/oberoesterreich…verbannen;art66,2841842,B
    Würde bedeuten, dass man die Umkehrschleifen Sonnensteinstraße und beim ehem. Bergbahnhof vergessen kann. Weiters sehr enge Radien, denn anders als im Foto, stehen neben dem Verbindungsbahngleis Gebäude bis ans Gleis heran...
    Ich habe mal die derzeitige Situation auf google Earth gesucht und alles Eingezeichnet:
    Bei den Linienfarben habe ich mich an oberer Grafik orientiert, zusätzlich: Rot: derzeitige Linienführung Linien 3, 4 und 50, weiß umkreist und Durchgestrichen, diese Häuser wurden Wegretuschiert...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Ich finde es gut, dass mal jemand mit mutigen Ansätzen kommt. So ist es vermutlich nicht 1:1 umsetzbar, aber die Idee gefällt mir.

    Bei den bestehenden Gebäuden ist der grüne Verlauf wohl nicht möglich. Die weiß ausgekreuzten Gebäude kann man aber kaum schleifen (4-5 stöckige Wohngebäude). So wird man wohl bei "rot" bleiben müssen. Das ist aber kein wirkliches Problem, da man mit dem Bahnhof Linz Urfahr viel Platz für die mögliche Kreuzung findet.
    Für die blaue Linie müsste man vermutlich auch ein Gebäude schleifen: das zweistöckige Eckhaus (mit der empfehlenswerten Bäckerei brotsüchtig).

    Ich fürchte nur, die ÖVP will sich damit eine KFZ-attraktive Ferihumerstraße schaffen und die Straßenbahn soll durch die Reindlstraße zuckeln. Dort sollte man sich klar dagegenstellen! Für die Straßenbahn sollte dies nur eine Option sein, wenn sie in der Reindlstraße ebenfalls eine eigene Fahrbahn mit ebenfalls Vmax 50 / 60 km/h* bekommt. Um die Parkplätze zu erhalten, muss sie dann vermutlich flächendeckend eine Einbahn werden.


    *) Die Vmax 60 in der "Biegung", welche in der Openrailwaymap eingezeichnet ist, bezweifle ich. :D
  • Eines wurde aber hier übrigens nicht angesprochen: Adresse Reindlstraße 24, ASB Leitstelle und Hauptstützpunkt der ASB-Fahrzeugflotte. (S. Hier, Gebäude im Hintergrund v. Foto bei Antwort 92)
    Dies würde bedeuten, dass, bei den derzeitigen Taktzeiten alle paar Minuten eine Strab oder ein Zug, Lightrail,... direkt an der regulären Zufahrt vorbeirauscht. (Grüner Pfeil). Es gibt zwar auch noch die Feuerwehrzufahrt in die Ferihumerstr., (blauer Pfeil) welche bei Blockade der regulären Reindlstr.-Zufahrt genutzt werden kann, aber dies sollte nur die Ausnahme, und nicht die Regel sein... Übrigens bekam der ASB dort sogar noch eine LZA bei der Einfahrt verpasst, so dass dann ähnliche Verhältnisse wie bei der EK Landgutstr. (Mühlkreisbahn Strab Linie 50) entstehen... Ob hier das Schwarze RK die Hände im Spiel hat? :D
    Was weitere Nachteile sind:
    • Längerer Zugangsweg zum Jahrmarktgelände.
    • Ferihumerstr. ist Wohngebiet, Reindlstr. im Bereich zwischen Wildberg- und L. Brückenstr. Gewerbegebiet.
    Man kann sich also usmalen, was das heißt...
    Erst wenn das letzte Alteisen verschrottet, die letzte Nebenbahn abgerissen ist, werdet ihr sehen, dass nicht alles Gold ist, was neu ist...
  • Dran gedacht habe ich (in Erinnerung an die letzte Diskussion), aber dann drauf vergessen. Man könnte die Ausfahrt Richtung Peuerbachstraße umleiten, bzw. eine Ampelschaltung für die Straßenbahn einrichten (in Salzburg wird z.B eine Ampel bei der Rettungs-Ausfahrt geschalten).

    Bezüglich Wohnsiedlung ist dafür das Wohngebäude in der Peuerbachstraße besser angebunden. Genauso die dort liegende BH. Da braucht es vermutlich Erhebungen zu den möglichen Pendler.
  • Rechnungshof-Dämpfer für Mühlkreisbahn

    In einem am Freitag veröffentlichten Bericht empfiehlt der Landesrechnungshof, dass sich das Land die Finanzierung der Verbindung der Mühlkreisbahn zum Linzer Hauptbahnhof noch einmal ganz genau ansehen sollte.

    Seit langem will man die aus dem Bezirk Rohrbach nach Linz führende Mühlkreisbahn auf einer Schienentrasse bis zum Hauptbahnhof weiterführen. Nach jahrelangen Verhandlungen einigten sich das Land und die Stadt Linz auf eine Trasse und die Aufteilung der Kosten.
    Landtag für Finanzierung des Ausbaus
    Im März 2017 fasste der Landtag einen Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Bahn aus dem Mühlviertel. Mit Kosten von etwa 300 Millionen Euro war ursprünglich gerechnet worden, das Land würde 45 Prozent davon übernehmen, und damit etwa 135 Millionen, den Rest die Stadt Linz.


    Grafik: Land OÖ/Kauder
    Der Landesrechnungshof hat sich jetzt diese neue Nord-Süd-Verbindung durch die Landeshauptstadt ganz genau angesehen und kommt zu dem Ergebnis, dass dieses Projekt, für das Land deutlich teurer werden könnte. Auf mindestens 175 Millionen Euro ist der Rechnungshof gekommen. Bei diesen hohen Kosten sollte man beim Land auch noch einmal überprüfen lassen, ob die hohen Ausgaben auch wirklich mehr Fahrgäste zur Mühlkreisbahn locken würden.
    Rechnungshof empfiehlt neue Berechnungen
    Die Empfehlung des Landesrechnungshofs ist daher, das gesamte Projekt noch einmal ganz genau durchzukalkulieren. Vor allem, noch einmal genau zu prüfen, ob eine andere Schienentrasse durch Linz nicht doch günstiger wäre, bevor man weitere Beschlüsse fasst.

    ORF OÖ
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ich frage mich, warum man sich nicht die zweite Straßenbahnachse spart, nur die zweite Schienenachse baut und darauf zwischen dem Hauptbahnhof und Urfahr ähnlich der Wiener S45 im 10-Minuten-Takt fährt, bzw. die Züge eben entsprechend nach Rottenegg oder weiter führt. Das würde doch deutlich Kosten sparen, und wie viel Sinn macht es wirklich, die zweite Straßenbahnachse ausgerechnet zwei Stationen südlich des Hauptbahnhofs in die bestehende Trasse münden zu lassen?
  • Ich sehe da recht wenig Potential um Kosten zu sparen. Die Größe des Ausbaus liegt primär an der Regiotram.
    Und die südliche Straßenbahn ins östliche Stadtgebiet zu führen, bringt den Pendlern vermutlich einiges. Der Umstieg Straßenbahn - Regiotram wäre sehr weit und ist vermutlich unattraktiv. Ein Anschluss der Regiotram an die unterirdische Straßenbahnhaltestelle ist schwierig (vermutlich mehr Tunnel als die Straßenbahn in den Süden) bis unmöglich.
  • Rechnungshof-Kritik lässt Steinkellner kalt

    Philipp Hirsch und Markus Staudinger - 16. Juni 2018 - 00:04 Uhr

    LINZ. Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) will Projekt Mühlkreisbahn nicht neu kalkulieren Er hält an Durchbindung zum Hauptbahnhof fest - für Landesrechnungshof ist das Projekt unausgereift

    Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) Bild: OÖN

    Der Rat des Landesrechnungshofes (LRH) ist eindeutig: Vor weiteren Entscheidungen über die Durchbindung der Mühlkreisbahn bis zum Hauptbahnhof sollten die Kosten "umfassend und nachvollziehbar neu kalkuliert werden", empfahlen die Prüfer in ihrem gestern erschienenen Bericht – die OÖN berichteten vorab.
    Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) lässt das kalt. "Würden wir jetzt wieder zu rechnen anfangen, würde sich das Projekt verzögern. Das kann niemand wollen", sagt er im OÖN-Gespräch. Je weiter die Planungen voranschreiten, umso genauer würden die Kosten abschätzbar sein, sagt Steinkellner: "Ich halte an dem Projekt auf jeden Fall fest."
    Die Rechnungsprüfer bemängeln, wie berichtet, dass nicht nur die Kosten des Projekts ungeklärt sind. Auch die Frage, "ob das zusätzliche Fahrgastpotenzial (...) in einem vertretbaren Verhältnis zu den Infrastrukturkosten steht", sei offen.
    Warum belässt man die Endstation der Mühlkreisbahn nicht wie bisher in Urfahr – und verbessert dafür die Umsteigemöglichkeiten in die Straßenbahn? Diese Variante, die der Rechnungshof ebenfalls zur Durchrechnung empfiehlt, kostet selbst nach der Kosten-Grobschätzung des Landes nur ein Zehntel (13 Millionen Euro) einer Durchbindung zum Hauptbahnhof (130 Millionen Euro).
    "Der Landesrechnungshof übersieht das Gesamtkonzept", sagt dazu Steinkellner. Die Verlängerung der Mühlkreisbahn sei "eine weitreichende politische Entscheidung für die nächsten 50 Jahre", der Rechnungshof habe "nur das Kurzfristige im Blick".
    Laut der vom Land in Auftrag gegebenen "Systemstudie" würden bei einer Durchbindung täglich zusätzlich bis zu 1300 Fahrgäste pro Werktag auf die Mühlkreisbahn umsteigen. Der Landesrechnungshof bezweifelt, wie berichtet, die Prognose-Methode und verlangt eine "Vertiefung der Potenzialabschätzung" – insbesondere "angesichts der erheblichen Unterschiede in den Investitionskosten", sagt LRH-Direktor Friedrich Pammer.
    Endstation Rottenegg?
    Auch das andere Ende der Mühlkreisbahn steht im LRH-Bericht zur Diskussion: "Für den Abschnitt nördlich von Rottenegg weist die Studie (Systemstudie im Auftrag des Verkehrsressorts, Anm.) auf große Nachteile und Schwachstellen hin", heißt es im Bericht. "Das Land sollte jetzt analysieren, ob ein wirtschaftlicher Betrieb erfolgen kann, und dann entscheiden, wie das ÖV-Gesamtsystem in diesem Bereich gestaltet werden soll."
    Für Verkehrslandesrat Günther Steinkellner kommt eine Endstation in Rottenegg nicht in Frage. "Eine Stilllegung und ein Streckenabbau würde alle Entwicklungsmöglichkeiten zunichte machen." Daher sei er für einen "abgestuften Betrieb bis Aigen-Schlägl".
    ÖBB wollen 2,29 Milliarden Euro in Oberösterreich investieren
    In Rahmenplänen legen die Bundesbahnen fest, welche Projekte sie in den kommenden Jahren umsetzen möchten. Im gestrigen Verkehrs-Unterausschuss des Landes wurde diese Liste für Oberösterreich erweitert, heißt es aus dem Büro von Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP): „Vergleicht man den jetzigen Rahmenplan der ÖBB mit dem früheren, steht unter dem Strich ein Plus von 401,6 Millionen Euro für Oberösterreich“, sagt Steinkellner.
    Die ÖBB bekennen sich demnach zum viergleisigen Ausbau der Westbahn zwischen Oftering und Wels. 270 Millionen Euro sollen hier verbaut werden. In die Mattigtalbahn möchten die ÖBB laut Rahmenplan 175,4 Millionen Euro investieren. Unter anderem sei eine „vollständige Elektrifizierung“ der Strecke vorgesehen, heißt es aus Steinkellners Büro. „Die langfristigen Investitionen der ÖBB (bis 2026, Anm.) in Oberösterreich liegen nun bei 2292,3 Millionen Euro“, sagt Steinkellner.

    OÖN
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • KFNB X schrieb:

    Ich sehe da recht wenig Potential um Kosten zu sparen. Die Größe des Ausbaus liegt primär an der Regiotram.
    Und die südliche Straßenbahn ins östliche Stadtgebiet zu führen, bringt den Pendlern vermutlich einiges. Der Umstieg Straßenbahn - Regiotram wäre sehr weit und ist vermutlich unattraktiv. Ein Anschluss der Regiotram an die unterirdische Straßenbahnhaltestelle ist schwierig (vermutlich mehr Tunnel als die Straßenbahn in den Süden) bis unmöglich.

    grubenhunt schrieb:

    Ich frage mich eher, ob es Sinn macht, die Mühlkreisbahn unbedingt zum HBF zu führen. Die könnte genausogut auch weiterhin über die bestehenden Industriegleise zur Westbahn Richtung Ebelsberg und St. Valentin geführt werden, mit Haltestellen im Industriegebiet.
    So ähnlich hab ich das gemeint: Ich denke nicht an eine Regiotram-Variante, sondern als reine "Vollbahn" mit einigen S-Bahn-Stationen. Die Einbindung in den Hauptbahnhof wie geplant, als Normalspurtrasse bis Urfahr, und gänzlich ohne Straßenbahn. Eben ähnlich wie die S45 in Wien. Das hätte die Vorteile, dass man keine zwei Spurweiten unterbringen muss, im Süden nur eine Trasse braucht, auf der Mühlkreisbahn nur der Bestand verbessert werden muss, und eine künftige Führung bis Aigen-Schlägl nicht einen Umbau der gesamten Strecke erfordert (und damit deutlich realistischer ist).
    Natürlich: Die Fahrgastströme werden am Hauptbahnhof gebündelt, die Linien 1 und 2 wären mit der Regiostadtbahn im Bereich dieser zwei Stationen mehr entlastet. Und sollte die Schmalspurbahn nach Gallneukirchen kommen, könnten diese Züge nur über die Landstraße geführt werden.

    Die Idee von Verkehrslandesrat-Vorgänger Entholzer war ja, die Mühlkreisbahn umzuspuren, und daher ergab sich natürlich auch die zweite Achse durch Linz als Straßenbahn. Dadurch, dass die Mühlkreisbahn jetzt doch in ihrer Form erhalten bleiben soll - was ich sehr positiv finde -, könnte man ja auch wegen der Straßenbahnachse nochmals überlegen.
    Wenn dadurch nicht so viel Kosten gespart werden können, dann darf natürlich gern beides gebaut werden und ich bin schon ruhig :)
  • Das war der Vorgänger vom Entholzer, der Haider, der die Mühlkreisbahn umspuren wollte.

    Aber ich frage mich eben überhaupt, warum mit der Mühlkreisbahn zum HBF?

    Wer nach Wien will, bliebt im Zug aus dem MV sitzen, der bleibt 2x im Industriegebiet, in Ebelsberg und dann erst wieder in St. Valentin stehen, bevor er zB weiter nach Steyr fährt.

    Wer nach Wels oder Salzburg will, nimmt halt ab Urfahr die Strassenbahn.

    Und im Regionalverkehr kann man in Ebelsberg aus allen Richtungen kommend (ausser Summerau) zur VÖEST und zur Chemie umsteigen. Oder (besser) man schafft zum Umsteigen einen neuen Bahnhof etwa 500m westlich der Haltestelle Franckstrasse, dann ist auch die Summerauerbahn dabei.
  • KFNB X schrieb:

    Das Problem ist da vermutlich die Reindlstraße zwischen Hauptstraße und Gerstnerstraße. Auch wird der Anschluss dieser Strecke Richtung Hauptbahnhof nicht so einfach.
    Andererseits erhofft man sich damit vermutlich, dass der Bund einen erheblichen Teil der zweiten Straßenbahnachse finanziert.

    grubenhunt schrieb:

    Das war der Vorgänger vom Entholzer, der Haider, der die Mühlkreisbahn umspuren wollte.

    Aber ich frage mich eben überhaupt, warum mit der Mühlkreisbahn zum HBF?

    Wer nach Wien will, bliebt im Zug aus dem MV sitzen, der bleibt 2x im Industriegebiet, in Ebelsberg und dann erst wieder in St. Valentin stehen, bevor er zB weiter nach Steyr fährt.
    Die Normalspurtrasse zum Hauptbahnhof soll ja gemäß den heutigen Planungen (seit LR Steinkellner) sowieso kommen.

    Der Vorgänger vom Entholzer hieß Kepplinger, richtig vermarktet hat die Umspurung aber erst der Entholzer.
    Die Idee ist auch nicht schlecht! Man könnte so das Industriegebiet aus Richtung Osten rasch und unkompliziert erreichbar machen: Verknüpfung mit der Summerauerbahn, Ebelsberg, Enns, St. Valentin (Wien), Steyr, Perg, usw., und Reisende Richtung Westen fahren wie bisher durch die Stadt zum Hbf. Ziel für die Züge auf dieser Strecke könnten die halbstündlichen REX nach Steyr sein, die in St. Valentin an den FV Richtung Wien angebunden sind.
    Würde mich interessieren, ob solche Varianten in Betracht gezogen wurden (und wenn Ja, hat es wahrscheinlich seine Gründe, warum man sie nicht gewählt hat).
  • EN 466 Wiener Walzer schrieb:

    Die Idee ist auch nicht schlecht!
    Falls Du damit die Idee, den Hauptbahnhof auszulassen und auf den existierenden Gleisverbindungen Richtung St. Valentin zu fahren meinst:

    Die Idee gabs vor etwa 20 (oder schon 30) Jahren, als erstmals eine Linzer S-Bahn angedacht wurde, einziges Gegenargument (an das ich mich erinnern kann) war, dass man dann ja nicht ohne Umsteigen zum Hauptbahnhof käme. Höchstwahrscheinlich durch die Umspurdiskussion kam die Idee komplett in Vergessenheit.

    Damals gab es auch die idee, die Mühlkreisbahn direkt in das VÖEST-Gelände hineinfahren zu lassen. Dunkel kann ich mich dran erinnern, dass das sogar 1 Jahr lang zum Schichtwechsel gemacht wurde.




    Haider war der Vorvorgänger vom Entholzer, es war mir nicht mehr bewusst, dass da noch jemand dazwischen das Amt bekleidet hat. Von ihm kam jedenfalls die Idee der Umspurung, er kam ja auch von der ESG.

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