[Linz] Zweite Straßenbahn-Achse kommt mit Verspätung

  • Und noch ein Rückschlag für die zweite Schienenachse:

    Bau der Linzer Donaubrücke könnte sich verzögern

    Der Bau der neuen Donaubrücke in Linz soll sich verzögern. Die Ursache sollen Fehler bei der Statikberechnung sein, so die „Oberösterreichischen Nachrichten“ am Mittwoch.

    Online seit heute, 8.04 Uhr Die Planer in Frankreich sollen Stahlteile auf den neuen Brückenpfeilern zu gering dimensioniert haben, weil 500 Tonnen Stahl zu wenig eingerechnet wurden.
    Fertigstellung ursprünglich für Herbst 2020 geplant
    Der Ersatz für die Eisenbahnbrücke hätte ab Herbst 2020 befahrbar sein sollen. Wann die Brücke jetzt tatsächlich fertig wird, kann oder will derzeit niemand genau sagen.

    ooe.ORF.at
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Ja, gebaut wird sie von diesen Firmen. Aber normalerweise muss man eine Brücke vorher auch planen und das hat das Architekturbüro Marc Mimram in Paris durchgeführt - oder vielmehr der Praktikant oder die Kaffeeköchin. Beim Wettbewerb hat es wohl nicht ausgereicht, einen kostengünstigen, zweckmäßigen Brückenentwurf einzureichen, da wollten sich diverse Politikerkasperln wieder selbst ein Denkmal setzen und das ist jetzt das Ergebnis davon.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • Das Architekturbüro berechnet?
    Naja, nachdem der Architekt der oberste Handwerker, der Baumeister ist und in der Bauplanungsphase die Genehmigungsplanung (Einreichplan) über hat (klar kann er einen Statiker beiziehen), sollte er schon wissen, was er tut.
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan
  • westbahn schrieb:

    (klar kann er einen Statiker beiziehen)
    Nein, er muss. Die ganze Einreich- und Ausführungsplanung eines Ingenieurbauwerks hat ein Ingenieur und nicht ein Architekt zu machen. Architekten dürfen nur Gebäude einreichen, und das nur, wenn ein Ingenieur die Statik nachgewiesen hat. Bei einer Brücke darf ein Architekt nur einen unverbindlichen Entwurf abgeben.

    Baumeister dürfen Gebäude bis zu 4 Stockwerke auch ohne Ingenieur/Architekt einreichen. Sonstige Bauwerke sowieso.
  • ... Nun ist die Bestätigung der Meldung da:

    ORF Oberösterreich:


    Linzer Donau-Brücke verzögert sich um ein Jahr
    Die Linzer Stadtoberhäupter haben Mittwochvormittag bestätigt, womit seit dem Bekanntwerden eines Fehlers bei den statischen Berechnungen gerechnet wurde. Die Fertigstellung der neuen Donau-Brücke wird sich erheblich verzögern, und das Bauwerk wird auch deutlich mehr kosten.


    Online seit heute, 12.31 Uhr

    Die neue Linzer Donau-Brücke – also der Ersatz für die alte Eisenbahnbrücke, die 2016 abgerissen wurde – soll erst im Herbst 2021 fertig sein – und damit ein Jahr später als geplant. Das haben der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und sein Vize Markus Hein (FPÖ) am Vormittag in einer Pressekonferenz bekanntgegeben.
    Gesamtkosten steigen um fünf Millionen Euro
    Neben der Verzögerung soll der Bau der Stadt Linz auch über fünf Millionen Euro mehr kosten, als ursprünglich berechnet. Die Gesamtkosten sollen damit auf 82 Millionen Euro steigen. Der Hauptgrund für die Verzögerung und den Anstieg der Kosten soll ein Fehler bei der statischen Berechnung sein, bei der 500 Tonnen Stahl zu wenig eingerechnet sein sollen.
    Link: Bau der Linzer Donau-Brücke verzögert sich (ooe.ORF.at; 28.8.19)

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