„bahnorama“ steht vor Abriss

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  • „bahnorama“ steht vor Abriss

    Seit mehr als eineinhalb Jahren ist der „bahnorama“-Turm beim Hauptbahnhof verkauft. Der neue Eigentümer findet allerdings keinen Abnehmer, abgebaut wurde der Turm noch nicht. Bis Ende Juli ist Zeit, dann lässt ihn die Stadt entfernen.

    Schon die ÖBB haben sich schwer getan, einen Abnehmer für den rund vier Millionen Euro teuren Turm zu finden. Ende 2014 war es dann soweit: Ein deutscher Investor kaufte das gesamte „bahnorama“ inklusive 550 Quadratmeter Ausstellungsfläche und 66,7 Meter hohem Aussichtsturm, Besucher konnten den Turm nicht mehr nutzen - mehr dazu in Deutscher Investor kauft „bahnorama“.

    Nun läuft dem neuen Eigentümer allerdings die Zeit davon. Der Zwischenhändler scheint keinen Käufer zu finden - mehr dazu in „bahnorama“ findet keinen Abnehmer. Bereits im Jänner des Vorjahres hätte er die Holzkonstruktion abbauen sollen. Doch bis jetzt ist nichts geschehen. Seit einigen Monaten gibt es jetzt schon einen Abbruchbescheid der Behörden.



    Das „bahnorama“ könnte bereits in wenigen Wochen abgerissen werden

    Abbruch im Auftrag der Stadt

    In dem Bescheid wurde dem Eigentümer eine Frist bis 31. Juli gesetzt. Wenn er bis dahin den Holzturm nicht abgebaut hat, dann beauftragt die Stadt eine Abbruchfirma. Der Abbruch muss allerdings ausgeschrieben werden, das ist auch bereits passiert. Die Stadt sucht nun also eine Firma, die den Turm entfernt - ihn tatsächlich abreißt oder auch abbaut, um ihn an einer anderen Stelle wieder zu errichten.

    Möglich ist das durch eine Vollstreckungsverfügung, die der Stadt den Zugriff auf die Konstruktion ermöglicht. Die Ausschreibung soll auch nicht - wie sonst auf üblich - Wochen oder Monate dauern, sondern relativ schnell über die Bühne gehen, wie bei der Stadt betont wurde.

    Kosten trägt der Eigentümer

    Die Kosten für den Zwangsabriss muss der Eigentümer tragen. Die Materialien des „bahnorama“ werden, soweit möglich, wieder verwertet. Der Eigentümer, der für eine Stellungnahme nicht erreichbar war, wollte eigentlich einen Käufer für den Aussichtsturm finden, im Internet bewirbt er das „bahnorama“ als attraktiven Ausstellungsort oder als Bundgee-Jumping-Plattform.

    Die ÖBB und die Stadt Wien hatten den Turm als Aussichtsplattform für die Baustelle am Wiener Hauptbahnhof errichtet. Der Abbruch - und eine mögliche Wiedererrichtung an anderer Stelle - waren von Anfang an geplant. Das „bahnorama“ steht nämlich auf einem Grundstück von Wiener Wohnen, auf dem ein Wohnhaus entstehen-

    wien.orf.at/news/stories/2782082/
  • Wiener "Bahnorama"-Turm wird im August abgerissen

    Die frühere Aussichtsplattform der ÖBB beim Wiener Hauptbahnhof soll noch im August zwangsabgerissen werden. Der neue Besitzer hätte die Holzkonstruktion längst abtragen müssen.

    15.07.2016 | 12:08 | (DiePresse.com)

    Er war einst der höchste begehbare Holzturm Europas, jetzt steht er vor dem Aus: Der "bahnorama"-Turm beim Wiener Hauptbahnhof, das als spektakuläre Aussichtsplattform auf eine der größten Baustellen des Landes diente, wird demnächst abgerissen - und zwar zwangsweise. Denn obwohl die Baubewilligung bereits Ende 2014 ausgelaufen ist, hat der Eigentümer die Abtragung des Bauwerks noch immer nicht veranlasst.

    Exakt 66,72 Meter ragt das inzwischen einzige, wenngleich auch monumentale Überbleibsel an den milliardenschweren baulichen Kraftakt - die Schleifung des Südbahnhofs und darauffolgende Errichtung des Hauptbahnhofs - in den Favoritner Himmel. Jahrelang konnten hier Interessierte mit zwei verglasten Liften auf die 40 Meter hohe Plattform emporschweben, um aus der Vogelperspektive einen Blick auf die angrenzende Riesenbaustelle zu werfen.

    Deutscher Investor kaufte den Turm 2014

    Viereinhalb Jahre nach der Eröffnung schloss das "bahnorama" Ende 2014 endgültig. Zu diesem Zeitpunkt hatten 300.000 Besucher den Infoturm besucht, nebenan fuhren bereits Züge durch die so gut wie fertige Verkehrsdrehscheibe. Außerdem hatten die ÖBB den hölzernen Monolith samt seinem Cafe und Veranstaltungsraum am Fuße bereits veräußert. Ein deutscher Investor sicherte sich über seine in Prag ansässige Tochterfirma "Vienna Tower Transfer" das Gebäude mit dem Ziel, es abzutragen und woanders wieder aufzubauen.

    Obwohl das Unternehmen den Turm bis heute auf seiner Website bewirbt, ist seither nichts passiert. Da nun alle Fristen verstrichen sind, rückt nun die Magistratsabteilung 25 (Stadterneuerung und Prüfstelle für Wohnhäuser) aus, um den Abbruch abzuwickeln.

    Der Eigentümer sei bereits nach Auslaufen der Baubewilligung aufgefordert worden, den Turm abzubauen. Nach Warnungen seitens der Behörde und der Zusicherung des Besitzers, nun aber wirklich zur Tat schreiten zu wollen, gewährte die Stadt einen letzten Aufschub.

    150 Tonnen Gewicht

    Nun sind laut MA 25 aber alle Fristen verstrichen. Deshalb hat man inzwischen mittels Ausschreibung eine Firma - den Billigstbieter - beauftragt, den Zwangsabriss vorzunehmen. Und zwar auf Kosten des Besitzers. "Die Kosten der Stadt werden beim Eigentümer eingetrieben", hieß es. Was mit dem abgetragenen Gigant - er bringt immerhin 150 Tonnen auf die Waage - passiert und ob dieser der "Vienna Tower Transfer" überstellt wird, ist laut Rathaus noch offen.

    Sehr behutsam dürfte man beim Abbau allerdings nicht vorgehen. Die Abtragung soll nämlich "möglichst effizient" vonstatten gehen. Das "bahnorama"-Areal hat die Stadt übrigens für den Wohnbau reserviert. (APA)


    Quelle: Die Presse
  • „Bahnorama“ wird heute abgerissen

    Das Bahnorama neben dem Hauptbahnhof wird abgerissen. Heute soll der 67 Meter hohe Holzturm endgültig verschwinden. Er hatte während der Bauarbeiten am Hauptbahnhof als Aussichtsplattform gedient.

    Lift, Stiegenhaus und Aussichtsplattform - diese Anbauten beim Bahnorama sind in den vergangenen Tagen bereits demontiert worden. Jetzt folgt der Rest, das 67 Meter hohe Holzgerüst des Turms. Zwei große Kräne sollen die schweren Holzbalken Stück für Stück herunterheben. Nach dem Abriss werden die Teile gelagert.

    Wohnungen auf dem Areal geplant

    Vor zwei Jahren wurde das Bahnorama geschlossen und um kolportierte 20.000 Euro an einen deutschen Investor verkauft. Der hat sich allerdings nicht um den Holzurm gekümmert, deshalb folgte der Zwangsabriss - mehr dazu in „bahnorama“ steht vor Abriss.

    Dem Eigentümer werden die Kosten dafür in Rechnung gestellt, heißt es von der zuständigen Magistratsabteilung. Auf dem frei werdenden Areal neben dem Hauptbahnhof sollen in den kommenden Jahren Wohnungen entstehen.

    Der Abbau des „bahnorama“-Turms beim Hauptbahnhof hat bereits im August begonnen. Ende September hätte der Turm Geschichte sein sollen, doch der Abriss verzögerte sich weiter


    Quelle: ORF Wien
  • „Bahnorama“ verschwindet nun endgültig

    Mit 67 Metern war er einst Europas höchster Holzturm - in Kürze ist er für immer Geschichte: Dem „Bahnorama“ am Wiener Hauptbahnhof wird dieser Tage endgültig der Garaus gemacht.

    Nach Abtragung des Nebengebäudes, der Panoramalichte und der Technik hat am Donnerstag die Abtragung des hölzernen Monolithen selbst begonnen. In rund zwei Wochen wird vom Riesen nichts mehr übrig sein.

    Eigentlich hätte der Turm schon länger verschwinden sollen. Denn die Baubewilligung für das „Bahnorama“ war schon mit Jahresende 2014 abgelaufen. Zu diesem Zeitpunkt hatten 300.000 Besucher den Infoturm samt Aussichtsplattform besucht, um sich die gigantische Hauptbahnhof-Baustelle von oben anzusehen und nebenbei einen weiten Blick über die Stadt zu erhaschen.

    Nebengebäude bereits abgerissen

    Mit Fertigwerden der neuen Verkehrsdrehscheibe veräußerten die ÖBB das markante Konstrukt samt seinem Cafe und Veranstaltungsraum an dessen Fuße. Ein deutscher Investor sicherte sich über seine in Prag ansässige Tochterfirma „Vienna Tower Transfer“ das Gebäude mit dem Ziel, es abzutragen und woanders wieder aufzubauen.

    Das passierte allerdings nicht. Deshalb wird der Turm jetzt zwangsweise abgerissen, wie Wolfgang Kopp, Projektleiter der MA 25 (Stadterneuerung), bei einem Baustellenbesuch erklärte: „Das Nebengebäude wurde bereits entfernt, die beiden Lifte sind weg, die elektrischen Leitungen und die Beleuchtung ebenfalls.“ Übrig geblieben sind nur noch das reine Holzgerüst und die Notstiegen: „Wir schätzen, dass der Rest je nach Wetterverhältnissen in circa zwei Wochen entfernt sein wird.“

    150.000 Euro Kosten für Abriss

    Heute hat die beauftragte Firma jedenfalls mit den ersten Teilen, die an der Spitze abgesägt und dann mittels Kran zu Boden befördert wurden, begonnen. Das hochragende Gebäude so abzutragen, dass man es eventuell woanders wieder aufbauen kann, geht laut MA 25 aber nicht. Denn der Turm könne - anders als ursprünglich vermutet - nicht bzw. nur äußerst aufwendig modulhaft zerlegt werden. Das Magistrat sei aber verpflichtet, die Sache möglichst zügig und kostengünstig zu erledigen. Also müsse das „Bahnorama“ zerstören werden, so Kopp.

    Das „Bahnorama“ war eine Aussichtsplattform

    Die Rechnung in Höhe von etwa 150.000 Euro netto wird jedenfalls dem Eigentümer zugestellt. Das Material geht indes in den Besitz der Abbruchfirma über. Auf dem freiwerdenden Grundstück, das im Besitz von Wiener Wohnen ist, sollen in den kommenden Jahren Wohnungen entstehen.


    Quelle: ORF Wien mit Foto von den Abrissarbeiten.
  • „Bahnorama“-Turm: Streit um Abrisskosten

    Die Stadt Wien bleibt auf den Kosten für den Abriss des Aussichtsturms bei der Baustelle zum Hauptbahnhof sitzen. Die Stadt übernimmt fast 72.000 Euro, den Rest zahlen die ÖBB. Laut „Kronen Zeitung“ konnten die Kosten nicht vom deutschen Eigentümer eingeholt werden.

    7. Oktober 2019, 11.17 Uhr

    Der „Bahnorama" mit 67 Meter Höhe ist 2010 am Südtirolerplatz eröffnet worden und stand jahrelang als Aussichtsturm zur Verfügung. Von dort oben konnten sich Interessierte einen Überblick über die gigantische Baustelle des Hauptbahnhofs und das Stadtentwicklungsgebiet drumherum verschaffen. Insgesamt 300.000 Besucherinnen und Besucher zählte der Infoturm samt Aussichtsplattform.
    Deutscher Investor wollte Turm andernorts aufbauen
    Mit 2014 ist die Bewilligung für den damals höchsten begehbaren Holzturm Europas abgelaufen. Nach Fertigwerden der neuen Verkehrsdrehscheibe veräußerten die ÖBB das markante Konstrukt samt seinem Cafe und Veranstaltungsraum an dessen Fuße. Ein deutscher Investor sicherte sich für kolportierte 20.000 Euro über seine in Prag ansässige Tochterfirma „Vienna Tower Transfer“ das Gebäude mit dem Ziel, es abzutragen und woanders wieder aufzubauen. Dazu ist es allerdings nie gekommen.
    Vor drei Jahren musste der Turm deshalb von der Stadt Wien zwangsabgerissen worden. Die Kosten dafür von rund 200.000 Euro wurden dem Investor in Rechnung gestellt. Doch dieser hat nach mehreren Versuchen und dem Ausschöpfen aller juristischen Mittel nicht reagiert und bis jetzt nicht bezahlt, heißt es in der „Kronen Zeitung“. Deshalb würden die Stadt und die ÖBB auf den Kosten sitzen bleiben.
    Von den ÖBB hieß es am Montag auf ORF-Anfrage: Der Turm sei immer als temporäres Projekt geplant und die Kosten für den Abriss von Anfang an einkalkuliert gewesen. Auch der Aufteilungsschlüssel für die Abrisskosten zwischen Stadt und dem Verkehrsunternehmen sei von Beginn an festgestanden.
    red,wien.ORF.at
    dr. bahnsinn - der Forendoktor