Bürgermeister kämpfen für Erhaltung des Betriebs der „Weinviertel Landesbahn“

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  • Bürgermeister kämpfen für Erhaltung des Betriebs der „Weinviertel Landesbahn“

    Ein erfreulicher Artikel findet sich in der NÖN:


    Nahverkehr
    Bahnbrechende Initiative im Südlichen Weinviertel Bürgermeister kämpfen für Erhaltung des Betriebs der „Weinviertel Landesbahn“ und äußerten Wünsche hinsichtlich einer besseren Fahrplangestaltung und Preispolitik.


    Die VP-Bürgermeister Kurt Jantschitsch und Marianne Rickl sowie SP-Ortschefin Claudia Weber und VP-Ortschef Erich Hofer mit Projektbetreuerin Edith Grames treten für die Erhaltung der Landesbahn ein. | NOEN, Mauritsch

    Die Ortschefs der Region Südliches Weinviertel unter Obmann VP-Bürgermeister Kurt Jantschitsch haben sich für eine Resolution zur Erhaltung des Betriebes der „Weinviertel Landesbahn“ nach 2019 zusammengetan.

    Wobei Erhaltung das Mindestziel ist! Auf der Wunschliste steht neben einer besseren Fahrplangestaltung und einer nutzerfreundlichen Preispolitik eines ganz oben: Die Einschleifung in die Schnellbahnlinie in Obersdorf und damit ein direkter Anschluss an die U1 in Leopoldau – wohl auch ein Traumziel für zahlreiche Wienpendler.

    Der Fortbestand der Bahnlinie ist zwar bis 2019 gesichert, aber bereits mit Ende dieses Jahres sollen angeblich die Entscheidungen über den Fortbetrieb der Nebenbahnen fallen. Jantschitsch: „Wir wollen rechtzeitig aktiv werden. Eine leistungsfähige Bahnverbindung ist für unsere Region mit dem höchsten prognostizierten Bevölkerungszuwachs von essenzieller Bedeutung.“

    „Mehr Fahrgäste bei attraktivem Angebot“

    Hauptziel der Auspendler ist Wien, dahinter folgen die Bezirkshauptstädte Gänserndorf und Mistelbach, dazu kommen täglich eine Unzahl von Schülern, die weiterführende Schulen in diesen Städten besuchen. VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl aus Groß-Schweinbarth: „Ich bin selber mit dem Zug nach Wien zur Arbeit gefahren. Das derzeitige Angebot ist weit entfernt von den Kundenbedürfnissen.“ Sie sieht auch den neuen Bahnhof in Obersdorf als Fehlkonstruktion. Zukunftsentwicklungen seinen nicht berücksichtigt worden.

    Auersthals VP-Ortschef Erich Hofer setzt noch einen drauf: „Ich bin überzeugt, dass bei einem bedarfsorientierten, attraktiven Angebot die Zahl der Bahnnutzer erheblich steigen würde.“ Derzeit mache sich eher das Gefühl breit, dass das Angebot ausgedünnt werde, um dann für eine Einstellung zu argumentieren, weil die Bahn ja nicht genutzt werde. Von der Alternative Bus hält Matzens SP-Bürgermeisterin Claudia Weber nichts: „Busse sind denselben Widrigkeiten ausgesetzt wie der Individualverkehr, sie stehen im Stau und sind verspätungsgefährdet. Diese
    Probleme gibt es mit der Bahn nicht.“

    Derzeit werden die Nutzungszahlen evaluiert, die beteiligten Institutionen wie Land NÖ, VOR oder ÖBB ergehen sich meist in wagen Aussagen. Derzeit fährt morgens und abends ein Zug im Halbstundentakt nach Obersdorf (Anbindung an Schnellbahn), außer Bad Pirawarth sogar nur jede Stunde. Dort angekommen hat der Fahrgast im Schnitt sieben Minuten Zeit, die Distanz von der Endstelle der Landesbahn bis zur Haltestelle Obersdorf zu überwinden – Stiegen inklusive.
  • Den Strecken des Schweinbarther Kreuzes wäre massiv geholfen, würde man Geld für eine Schleife zur Laaer Ostbahn in Obersdorf in die Hand nehmen. Dann könnten zumindest in den HVZ und auch in der Mittagszeit einige Züge des Schweinbarther Kreuzes nach/von Wien durchgebunden werden, wobei auf Grund der Kapazitätdengpässe auf der S-Bahn-Stammlinie über Stadlau (Anschluss U2) und Simmering (Anschluss U3) gefahren werden könnte. An Trassenproblemen sollte der Vorschlag nicht scheitern. Eine Schleife bei Obersdorf kostet nicht die Welt und Gebäudeablösen sind auch nicht erforderlich (siehe Google Earth-Luftbildausschnitt unten). Man müsste halt nur wollen.



    PS.: Die NÖN täten gut daran, in obigem Text im Wort "wagen" das w durch ein v zu ersetzen. :D