[DE] Sachsen: Zahlreiche Coradia Continental wegen Radreifenproblemen abgestellt

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  • [DE] Sachsen: Zahlreiche Coradia Continental wegen Radreifenproblemen abgestellt

    Elektronetz Mittelsachsen: MRB hat Probleme mit E-Triebzügen

    06.12.2016

    Infolge technischer Mängel an den von Alstom hergestellten Elektrotriebzügen Coradia Continental gibt es derzeit im Elektronetz Mittelsachsen deutliche Einschränkungen.
    Dies umfasst folgende drei Linien:
    • RE 3: Dresden - Chemnitz - Zwickau - Plauen - Hof
    • RB 30: Dresden - Chemnitz - Zwickau
    • RB 45: Chemnitz - Riesa - Elsterwerda.
    Wegen Flachstellen und Ausbröckelungen an den Laufflächen der Radreifen mussten 18 der insgesamt 29 Elektrotriebzüge aus dem Betrieb genommen werden. Bis zum jetzigen Zeitpunkt konnte der Hersteller, der auch für die Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge zuständig ist, die Ursachsen der Radreifenprobleme noch nicht ermitteln. Entsprechende Analysen werden derzeit mit Hochdruck durchgeführt, teilte der Aufgabenträger mit. Zusätzlich zu den genannten Problemen treten teilweise auch Störungen in der Türsteuerung bedingt durch Feuchtigkeitseintritt auf. Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) setzt teilweise Ersatzgarnituren ein, es fahren jedoch auch Busse. (cm)


    Eurailpress
  • mdr.de berichtet ausführlich über die Probleme der Coradia Continental von Alstom, die nicht nur mit den Radsätzen, sondern auch mit der Türsteuerung sowie mit Stromabnehmer-Problemen zu kämpfen haben:

    Probleme im Zugverkehr: MRB-Züge in der Werkstatt - Ursache weiter unklar

    Neue Züge sorgen häufig für Probleme. Kinderkrankenheiten nennt sie die Branche. Bei den neuen Coradia-Continental-Zügen der Mitteldeutschen Regiobahn sind diese nach genau einem halben Jahr aufgetreten. Vor allem die Radsätze machen Schwierigkeiten, von Ausbröckelungen ist die Rede. Der Hersteller Alstom hält sich bedeckt. Inzwischen hat das französische Unternehmen drei der vorsorglich aus dem Verkehr gezogenen Fahrzeuge wieder flott bekommen.

    Im Eisenbahnverkehr zwischen Dresden, Chemnitz, Zwickau und Elsterwerda gibt es seit Montag zahlreiche Zugausfälle. Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) muss nach eigenen Angaben einen Teil der Züge untersuchen. Es gebe Probleme an Türen und den Laufflächen der Räder. Neu sind Störungen an den Stromabnehmern, die am Dienstag völlig überraschend zum Ausfall zweier Triebwagen führten. Die Außerbetriebnahme sei eine technische Vorsichtsmaßnahme, so das Unternehmen. Am Mittwoch waren lediglich neun der insgesamt 29 Elektrotriebzüge einsatzfähig, hieß es. Die Züge gehören dem Verkehrsverbund Mittelsachsen.

    MRB fährt am Donnerstag mit Ersatzkonzept

    Am Mittwochabend waren nach Angaben der MRB wieder zwölf Fahrzeuge auf der Schiene. Wann alle Züge repariert sind, ist weiterhin unklar - ebenso die Ursache der Schäden. Für Donnerstag kündigte das Unternehmen ein Ersatzkonzept an. Demnach nimmt die MRB den Zugverkehr auf der Linie RB 45 zwischen Chemnitz und Elsterwerda von Donnerstagfrüh an wieder auf. Die Züge sollen ab 8:09 Uhr im Zwei-Stunden-Takt fahren. Die Strecke wird mit einem Coradia Continental sowie einem geliehenen RegioShuttle der CityBahn Chemnitz bedient. Auf der Linie RE3 zwischen Dresden und Hof hilft die Preßnitztalbahn aus. Die Züge sollen im Ein-Stunden-Takt fahren. Gleiches gilt für die Linie RB 30 zwischen Dresden und Zwickau. Lediglich die Verdichterzüge zwischen Chemnitz und Zwickau fallen aus. Dort ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

    Verdichter-S-Bahnen zwischen Dresden und Tharandt

    Der Verkehrsverbund Oberelbe und die Deutsche Bahn hatten angekündigt, zwischen Dresden und Zwickau im Abschnitt Dresden-Tharandt ab Mittwoch zusätzliche Züge auf der S-Bahn-Linie 3 einzusetzen. Ein VVO-Sprecher sagte, die Verdichter-S-Bahnen würden statt nur früh und abends nun ganztags eingesetzt, sodass Tharandt und Freital mindestens zweimal in der Stunde auf der Schiene mit Dresden verbunden sind. Da unklar ist, welche Regionalbahnen ausfallen, können die Ersatzzüge keinen 30-Minuten-Takt bieten.

    VVO spricht von "unhaltbaren Zuständen"

    Der Ausfall der Verbindungen - insbesondere der Totalausfall der Regionalverbindung von Chemnitz über Riesa nach Elsterwerda ohne Schienersatzverkehr am Mittwoch - sorgte für Ärger bei Kunden aber auch beim Verkehrsverbundes Oberelbe. Es seien "unhaltbaree Zustände", sagte ein Sprecher. Das Bahnunternehmen sei eigentlich verpflichtet, Kooperationspartner für Busersatzverkehre vorzuhalten und die Fahrgäste zu befördern. Andernfalls drohten Strafgelder, hieß es. Notfalls müssten die Fahrgäste Taxis nehmen und sich die Kosten erstatten lassen. Unterstützung gibt es bei solchen Gewährleistungsfragen von den Verkehrsverbünden. Ein MRB-Sprecher sagte MDR SACHSEN, Taxis seien tatsächlich eine Alternative. Die Fahrgäste müssten jedoch in Vorleistung gehen und die Quittungen zur Erstattung einschicken. Die MRB will sich die Kosten später vom Hersteller der Fahrzeuge holen.

    Hersteller muss Reparaturkosten tragen

    Um alle Fahrten auf den drei Linien abzudecken, müssten mindestens 16 Züge einsatzbereit sein. Laut Transdev-Ost-Geschäftsführer werden sogar 25 bis 27 Züge benötigt, um genügend Platz für alle Reisenden bieten zu können. Einige Züge werden planmäßig mit gekuppelten Triebwagen gefahren.

    Die Reparatur an den Rädern sowie die Zusatzkosten für Ersatzverkehr und angemietete Züge trägt den Angaben zufolge der Hersteller Alstom. Der äußert sich bisher nicht zu den technischen Störungen. Man suche noch nach der Ursache. Aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass die baugleichen Fahrzeuge bei Betreibern in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen störungsfrei laufen. Damit stellt sich die Frage, ob die schwierige Topografie der kurvenreichen und bergigen Sachsen-Franken-Magistrale den neuen Zügen zusetzt.

    Auch andere Strecken in jüngster Zeit nicht störungsfrei

    Die Züge des Verkehrsverbundes Mittelsachsen sind erst im Sommer in Betrieb genommen worden. Sie werden zwischen Dresden und Hof (über Chemnitz, Zwickau, Plauen) sowie zwischen Chemnitz und Elsterwerda (über Mittweida, Döbeln, Riesa) eingesetzt. Betreiber der Züge ist die Mitteldeutsche Regiobahn. Gewartet werden sie vom Hersteller Alstom in Chemnitz.

    In jüngster Zeit gab es immer wieder Probleme bei der Mitteldeutschen Regiobahn. So bemängelten Fahrgäste fehlenden Komfort zwischen Chemnitz und Leipzig. Dort sind seit einem Jahr modernisierte Reichsbahn-Waggons mit Dieselloks unterwegs.

    Zwischen Leipzig und Döbeln wiederum kam es im Herbst immer wieder zu Ausfällen und Verspätungen. Die von der Mitteldeutschen Regiobahn angemieteten Dieseltriebwagen waren störanfällig und Berichten zufolge auch nicht wasserdicht, sodass Regenwasser eindrang.

    Zuletzt aktualisiert: 07. Dezember 2016, 20:54 Uhr


    www.mdr.de
  • Mittelsachsen: Erneut Radprobleme bei Coradia Continental

    11. 07. 2017
    Erneut gibt es Probleme mit den Rädern bei den von der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) eingesetzten Triebwagen Coradia Continental.
    Daher kommt es im Elektronetz Mittelsachsen zu Einschränkungen, bisher nur bei der Platzkapazität. Die MRB habe nach „Problemen an den Radläufen“ „einige Züge“ zur Überprüfung an den Hersteller Alstom übergeben. Betroffen sind aktuell die fünfteiligen Einheiten. Bereits um den Jahreswechsel gab es zahlreiche Radsätze mit Ausbröckelungen bei den Fahrzeugen des VMS (Verkehrsverbund Mittelsachsen). (cm)


    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Mittelsachsen: Eingeschränkter Fahrbetrieb im EMS-Netz dauert an

    18. 07. 2017

    Die Reparatur der in der vorletzten Woche ausgefallenen fünfteiligen Triebwagen des Typs Coradia Continental dauert weiter an.
    Daher tritt nochmals in dieser Woche (17.07.2017-21.07.2017) in Absprache mit den Aufgabenträgern ZVMS (Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen), VVO (Verkehrsverbund Oberelbe) und ZVV (Zweckverband ÖPNV Vogtland) ein abweichender Fahrplan in Kraft. So entfallen die Verdichterzüge auf der RB 30 (sechs Zugpaare zwischen Chemnitz und Zwickau). Bei mehreren Fahrzeugen wurde ein erhöhter Spurkranzverschleiß festgestellt. Als technische Vorsichtsmaßnahme müssen die betroffenen Fahrzeuge aus dem Verkehr der Mitteldeutschen Regiobahn gezogen werden. (cm)


    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Mittelsachsen: Zusammenspiel Fahrzeug/Strecke wohl ein Problem

    21. 07. 2017
    Die jüngst erneut aufgetretenen Laufflächenprobleme bei den Rädern der Coradia Continental des VMS (Verkehrsverbund Mittelsachsen) liegen wohl an der Streckentopographie zwischen Dresden und Hof sowie wohl auch an den Schleifarbeiten der DB Netz AG.
    „Der jetzt auftretende Fall bei den Mittelsachsenzügen basiert auf unüblich hohem Verschleiß der Spurkränze. Alstom prüft jetzt den Einfluss der durchgeführten Wartungsarbeiten an den Gleisen“, teilte der Hersteller mit. Nach den Problemen im Winter liefen die Fahrzeuge mit den neuen Rädern bis jetzt ohne Auffälligkeiten. Erst kürzlich nach Schienenschleifarbeiten traten die Probleme wieder auf. Details zu den Instandhaltungsarbeiten teilt die DB Netz nicht mit – sie verweist auf ihre Instandhaltungsrichtlinien. (cm)


    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Mittelsachsen: Verkehrseinschränkungen dauern an

    26. 07. 2017
    Die Reparatur der seit Anfang Juli ausgefallenen fünfteiligen Triebwagen des Typs Coradia Continental in Mittelsachsen dauert weiterhin an.
    Dies teilte die MRB (Mitteldeutsche Regiobahn) am Wochenende mit. Daher tritt bis auf Weiteres, in Absprache mit den Aufgabenträgern ZVMS (Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen), VVO (Verkehrsverbund Oberelbe) und ZVV (Zweckverband ÖPNV Vogtland), ein abweichender Fahrplan in Kraft. Nach wie vor fallen die Verdichterzüge auf der RB30 (Kurzpendel zwischen Chemnitz und Zwickau) aus. (cm)


    Eurailpress
    dr. bahnsinn - der Forendoktor