[ORF Kärnten] Zwist um künftige Trassenführung im Raum Klagenfurt und Wörthersee

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  • dr. bahnsinn schrieb:

    5047.090 schrieb:

    Teilweise setzt man hier 3 Tfz, meist jedenfalls Doppeltraktion vor diesen Zügen ein. Findet man auf openrailwaymap die Steigungen raus?
    Laut Wikipedia:
    • Villach - Rosenbach: 22,7 ‰
    • Rosentalbahn: 26,0 ‰.

    Die 26%o auf der Rosentalbahn sind von Weizelsdorf nach Maria Rain. Ein Zug von Klagenfurt nach Villach Vbf. wuerde also beide Steilstuecke bergab nehmen.

    Man muesste also von Klagenfurt nach Villach Vbf. ueber die Rosentalbahn fahren, in die andere Richtung ueber die Woertherseestrecke.
  • grubenhunt schrieb:

    Hat irgendwer eine Idee, wo die Steigung zwsichen Villach und Rosenbach ist?
    Aus der OpenTopoMap entnommen:
    Villach: 501 m
    Gödersdorf (Fürnitz): 505 m
    Finkenstein: 535 m
    Faak am See: 575 m
    Ledenitzen: 600 m
    Winkl im Rosental: 630 m (Scheitelpunkt)
    Rosenbach: 600 m

    Demnach ist es ein relativ stetiger Anstieg von Villach bis Winkl im Rosental, dann ein Gefälle bis Rosenbach.
    Die Fortsetzung von Rosenbach (600m) durch das Rosental bis Klagenfurt verläuft wie folgt:
    _________________________
    Feistritz im Rosental: 480 m
    Weizelsdorf: 430 m
    Maria Rain: 520 m
    Klagenfurt: 446 m

    Auf der angedachten Güterbahn-Strecke Klagenfurt - Rosenbach - Fürnitz sind doch einige Steigungen und Gefälle zu überwinden.
    Zum Vergleich: Am Scheitelpunkt zwischen Fürnitz und Tarvisio erreicht die Bahn ("Ferrovia Rudolfiana") 650 m Seehöhe.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Werner ()

  • Vermutlich ist der steilste Anstieg von Gödersdorf (ca. 505 m bei km 5,364) nach Finkenstein (535 m bei km 7,008).

    Anmerkung 1: Die Höhenangaben der Bahnhöfe aus der genannten Wikipedia-Seite differieren von den Höhenschichtlinien in Open TopoMap.
    Die hier verwendeten km-Angaben der Bahnhöfe / Haltestellen stammen aus Wikipedia, die Höhenangaben aus OpenTopoMap.

    Anmerkung 2: Die Höhendifferenz vom Faakersee bis Gödersdorf reicht immerhin aus, um in der mir privat bekannten Finkensteiner Nudelfabrik, die knapp nordöstlich des Bahnhofs Gödersdorf liegt, ein Klein-Kraftwerk zu betreiben.
  • Nach meinem letzten Urlaub am Wörthersee kann ich sagen, dass ein Auflassen der Bestandstrecke Unsinn wäre. Die - v.a. am We - verkehrenden Personenzüge sind, insbesondere Talent1 und DesiroML kaum hörbar. Den FV hört man etwas mehr, aber nicht weiter schlimm, denk ich.

    Güterverkehr donnert teils schon lautstark durch, dem kann man aber wohl wirklich mit einer Umfahrung begegnen.
  • Wörthersee-Strecke längst bei EU gemeldet

    Immer wieder fordert die Kärntner Politik die Aufnahme der Wörthersee Bahnstrecke in eine EU-Richtlinie für leise Güterzüge – sogar ein gemeinsamer Beschluss wurde gefällt. Von den ÖBB heißt es allerdings auf ORF-Anfrage, das sei längst passiert.

    Online seit gestern, 12.38 Uhr

    Auch in den letzten Tagen wieder wurde von der Politik die Forderung erhoben, die Wörthersee Bahnstrecke in eine EU-Richtlinie für leise Güterzüge zu übernehmen. Der Bund müsse handeln, heißt es auch in einem gemeinsamen Beschluss der Landesregierung. Laut ÖBB sei das alles aber längst auf Schiene.
    Automatische Meldung nach Brüssel
    Ab 2024 soll die neue Lärmschutzregelung der EU für Bahnstrecken in Europa gelten. Die Bahnstrecke entlang des Wörthersees sei – so wie die gesamte Südbahnstrecke und auch die Tauernbahnstrecke – für diese neue Regelung gemeldet worden und zwar bereits im Juni, weil Strecken auf denen mehr als zwölf Güterzüge pro Nacht fahren, automatisch nach Brüssel gemeldet werden, sagt ÖBB-Sprecherin Rozanna Zernatto-Peschel.
    Polit-Forderungen längst umgesetzt
    Immer wieder hatten in den letzten Monaten und Wochen Mobilitätsreferent Sebastian Schuschnig und Verkehrslandesrat Martin Gruber (beide ÖVP) die Aufnahme der gesamten Wörtherseestrecke in den lärmarmen Korridor der EU gefordert, obwohl dies offenbar längst passiert ist. ÖBB Sprecherin Zernatto-Peschel sagte, das seine eine Forderung, die auch zu Recht immer wieder erhoben werde. Man unterstütze das auch.
    Bahnlärm soll um 50 Prozent sinken
    Bürgerinitiativen fordern ja eine Verlegung des Güterverkehrs entlang des Wörthersees auf eine eigene Strecke. Die ÖBB hingegen betonen, mit der neuen EU-Regelung soll der Bahnlärm durch Güterzüge ab 2024 um die Hälfte reduziert werden. „Unsere Experten gehen davon aus, dass es zu einer Verringerung des wahrgenommenen Lärmpegels um bis zu 50 Prozent kommen wird, also das sind die Schätzungen.“
    Laute und alte Waggons, vor allem aus Ungarn, Tschechien oder Rumänien, sollen dann nicht mehr fahren dürfen. In der Übergangsphase haben die Waggonbetreiber nun Zeit, die Wagen umzurüsten.
    ÖBB-Güterzüge großteils umgerüstet
    Die ÖBB rüsten ihre Waggons schon jetzt um. Sprecherin Zernatto-Peschel: „Es geht vor allem darum, dass die Eisenbahn-Unternehmen eine Frist eingeräumt bekommen haben, um ihre Güterwägen umzurüsten und zu modernisieren, was wir in Österreich mit den ÖBB bereits gemacht haben. Wir haben bereits mehr als 50 Prozent auf eine sogenannte Verbundstoff-Bremsvariante umgestellt, was zu einer Lärmreduktion beitragen soll." Somit sollen die Anrainer entlang der Wörthersee-Bahnstrecke nach und nach entlastet werden.
    Schuschnig begrüßt Entwicklung
    In einer Reaktion vom Büro Sebastian Schuschnig hieß es am Montag, man freue sich, dass Bewegung in die Sache komme. Landesrat Schuschnig sagte: „Wenn die Zentralraumstrecke zu einem ‚leisen Korridor‘ wird, ist das ein erster Meilenstein im Kampf gegen den Bahnlärm im Zentralraum und ein wichtigen Schritt für die betroffenen Anrainer und die Tourismuswirtschaft. Auch vom zuständigen Ministerium haben wir bereits positive Signale erhalten“, so Schuschnig. Mittelfristig brauche es aber eine eigene Güterverkehrstrasse, damit keine Güterwaggons mehr durch den Zentralraum donnern. Man werde sich daher weiter stark dafür bei den ÖBB und der nächsten Bundesregierung einsetzen, damit dieses Milliardenprojekt für Kärnten in den Rahmenplan der ÖBB aufgenommen werde.

    kärnten.ORF.at
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Schon klar: Einfache Gemüter sind leicht zu erheitern. Und wer von dem Lärm nicht betroffen ist, hat leicht lachen! Meine Immobilie ist an der Südseite auf der anderen Seite des Wörthersees und selbst dort ist der Lärm der Güterzüge in der Nacht nervig! Wenn dann einer am Nordufer wohnt, ist das durchaus schlimm. Die Autobahn "darüber" ist hingegen kein Problem, die ist fast nicht zu hören (Lärmschutz).

    Die aktuelle offizielle Lärmkarte Eisenbahn Wörthersee - rot = 65-70db, violett 70-75db - und das ist ordentlich!

    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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  • Und was gibt es an der Nordbahn? Genau: Recht hohe Bahndämme und weit weniger dicht verbautes Gebiet direkt an der Bahn... Und noch etwas: Am Wörthersee wohnen einflussreiche Menschen, an der Nordbahn nur Pendler-G'sind'l...
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan

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  • westbahn schrieb:

    Und was gibt es an der Nordbahn? Genau: Recht hohe Bahndämme und weit weniger dicht erbautes Gebiet direkt an der Bahn...
    Jo eh. Ich habe Wikipedia konsultiert und dabei folgende Einwohnerzahlen eruiert (jeweils Stand Januar 2019 und jeweils ca. 18 km Streckenlänge):
    Nordbahn ab Stadtgrenze zu Wien:

    • Deutsch Wagram: 8.792 EW
    • Strasshof: 10392 EW
    • Gänserndorf: 11.577 EW
    Ergibt in Summe 30.761 EW.
    Wörtherseetrasse ab Stadtgrenze zu Klagenfurt:

    • Krumpendorf: 3.418 EW
    • Pörtschach: 2.810 EW
    • Techelsberg: 2.186 EW
    • Velden: 8.926 EW
    Ergibt in Summe 17.340 EW, wobei angemerkt werden muss, dass der Großteil der Einwohner von Techeslberg oben am Berg, also weit abseits der Bahntrasse lebt.
    Von wegen also dichter Besiedlung. Selbst wenn ich die Bewohner der auf der Südseite des Sees gelegenen Gemeinden dazurechne, geht sich ein Vergleich mit den Nordbahngemeinden nicht aus.
    dr. bahnsinn - der Forendoktor
  • Die Anzahl der Bewohner ist eher uninteressant. Während am Wörthersee 18km quasi Haus an Haus steht, ist das im Igloland anders, dort hast du in Straßhof/Silberwald Dämme und kilometerlanges Bauernland dazwischen (Süßenbrunn - Deutsch-Wagram; selbst Helmahof ist abseits der Bahn ebenfalls inklusive Bahndämme)
    + Bahnfahrer, KFNB X, Werner, 2020.01, 5047.090, EN 466 Wiener Walzer, Klosterwappen, Erwin Tisch
    - grubenhunt, J-C, Draisinenfan, 5047erFan